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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von clematis:

Brennpunkt

Tode, die wir sterben von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson

Im Brennpunktviertel Hermodsdal in Malmö wird ein 13jähriger erschossen. War Rashid tatsächlich das ausgewählte Ziel oder doch eher jemand in der Pizzeria, vor dessen Auslage der Bursche gerade gewesen ist? Ein neu zusammengewürfeltes Team, zwei selbst vom Leben gebeutelte Kriminalisten, Jon Nordh und Svea Karhuu, werden mit der Lösung des Falls betraut.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wird das Geschehen beleuchtet, sodass der Leser stets einen guten Überblick erhält. Der flotte Schreibstil des Autorenduos lässt die Handlung authentisch und spannend werden. Jon und Svea müssen einander erst kennen und vertrauen lernen, das ist beim privaten und beruflichen Hintergrund der beiden Ermittler allerdings nicht ganz so einfach. Die Themen Brennpunktstadtteil, Bandenkriminalität und Drogen sind sehr gut dargestellt, die Atmosphäre mit dem Gestank von Abgasen, Möwen in der Luft und einem Himmel mit der Farbe von Klärschlamm (siehe kindle, Pos. 2759) bildhaft eingefangen. Während mir die persönlichen Details zu Svea und Jon sehr gut gefallen – auch wenn die zwei manchmal vielleicht schon zu bizarr daherkommen -, so wird es irgendwann etwas zu politisch und unübersichtlich mit den zahlreichen osteuropäischen Namen. Aber auch wenn die Richtung, welche der Krimi einschlägt, nicht zu hundert Prozent meinen Interessen entspricht, so hat mich dieser Krimi aus Malmö sehr gut unterhalten.

Zwei ganz spezielle, auf ihre Weise kaputte Ermittler, eine interessante Handlung in einem Viertel mit hoher Kriminalitätsrate und Verknüpfungen in den Osten – ich möchte Svea und Jon gerne ein weiteres Mal begleiten.

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Rezensionen von Daggy:

Ungewöhnliche, fantasievolle Tierillustrationen

Als die Maus nicht wusste, wo sie war von Jörg Hilbert

Schon auf dem Cover sehen wir die kleine Maus, die ihren Kopf aus dem Fass streckt. Dieses Fass voll Reis steht in einem Laderaum mit anderen Fässern und einem Berg mit Rüben, Obst und vollen Säcken. Zwei Ratten streiten sich um eine Möhre und der nächste Raum ist voller ungewöhnlich aussehender Tiere, wenn man genau hinschaut, sind alle paarweise vorhanden.

Alle berichten der Maus von dem Mann mit Bart, der der Maus Angst zu machen schein. Auch der nächste Raum ist gefüllt mit Tieren, dann taucht eine Katze auf und die kleine Maus flüchtet schnell in den nächsten Raum. Dort wird ihm gesagt, dass keiner den anderen fressen wird, weil sie es dem Mann versprochen haben. So erfahren wir auf den nächsten Seiten, dass der bärtige Mann Noah heißt und er sich sehr über die zweite Mauls freut.
Anoha ist die Kinderwelt des Jüdischen Museums in Berlin, hier haben die in diesem Buch abgebildeten Zier ihr zu Hause, denn die Tiere sind aus Gegenständen zusammengesetzt und regen zum Nachbau an. Da wurden Gabeln und Pfannenwender zu Beinen, Kerzenständer zu einem Geweih und Fässer und Tonnen zu Körpern.
Eine erfrischende Neuerzählung der Arche-Geschichte, die in schönen Reimen geschrieben und mit fantasievoll gezeichneten Bildern richtig Freude macht. Auf jeder Seite gibt es fantastische Tier zu entdecken und man kann überlegen, aus was sie zusammengestellt wurden.

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Rezensionen von Daggy:

Wundervolle gruselige Geschichten mit tollen Illustrationen

Gutenachtgeschichten für Celeste von Nikolaus Heidelbach; Ole Könnecke

„Ein sehr gruseliges Bilderbuch“ lautet der Untertitel und das Cover zeigt Celeste und ihren großen Bruder, der ihr was vorliest, daneben ist ein unheimliches Wesen mit einem großen Schnabel zu sehen.
Die eigentliche Geschichte ist ein Comic, aber es gibt auch zusätzlich einen kleinen Text zur Erklärung.

Die Kinder bleiben allein zu Hause, weil die Eltern zu einer Feier gehen. Boris bietet seiner kleinen Schwester an, ihr vor dem Einschlafen eine Gruselgeschichte zu erzählen. Er beginnt mit einer langwierigen Geschichte, die Celeste aber langweilig findet. Während auf der rechten Seite der Comic weitergeht, sehen wir links eine Art Gemälde mit einer Brücke, auf der ein Mädchen einem Gespenst begegnet. Auf der nächste Seite brät ein Mädchen Froschbeine in einer Pfanne und hinter ihr liegt eine riesige Kröte. Aber Celeste hat mal eine Babykröte gefunden und findet diese Tiere niedlich, wieder wird nichts mit dem Grusel. Währen Boris eine Geschichte von einer gefährlichen Fledermaus erzählt, schläft Celeste ein, doch das ist nur gespielt und sie erschreckt ihren Bruder mit einem „Buh“.
So geht es weiter, bis beide einschlafen und die Eltern nach Hause kommen.
Das Besondere an diesem Buch sind die unterschiedlichen Illustrationen, einmal die kleinen Comics und zum anderen die aufwendig gemalten Bilder. Mich hat diese Mischung sehr fasziniert und ich denke, dass auch die Kinder davon begeistert sein werden. Die humorvolle Geschichte, die davon lebt, dass das kleine Mädchen keine Angst bekommt, obwohl der große Bruder sich sehr müht. Sie dagegen am Ende eine wilde Geschichte erzählt, bei der der Bruder einschläft. Geschwisterliebe, wie sie im Alltag vorkommt.

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Rezensionen von Daggy:

Ein Loch wird repariert

Alles klar, ruft der Bagger von Tomoko Ohmura

Der gelbe Bagger mit dem einfach gestalteten Gesicht gräbt eine Loch und Mausemann der Bauleiter steht daneben, dieses Cover lässt sicher manche Kinderherzen höherschlagen.
Alle Baufahrzeuge stehen bereit und der Bauleiter gibt die Sicherheitsstufe 1 aus. Mit „Drön Dröhn“ geht es einen Berg hinauf.

Dann ist der Raupenbohrer dran, er bohrt ein Loch in den Boden bis Mausemann „Stopp!“ ruft. Danach kommt der Bagger und packt die Steine auf den Kipplaster. Der Betonmischer füllt das Loch und danach geschieht etwas Unerwartetes, es wird dunkel und alle machen ihre Scheinwerfer an. Der Kran bringt eine Eisenplatte, die das Loch verschließt. Zum Schluss macht die Straßenwalze alles fest. Danach wackelt der Boden stark, weil ein Nilpferd niesen muss. Dann kommt die eigentliche Überraschung der Geschichte, die Baufahrzeuge und Bauleiter Mausemann haben dem Nilpferd einen Zahn plombiert.
Klare bunte Illustrationen mit vielen Baufahrzeugen, kurze Texte und die unerwartete Wendung machen diese Buch zu einem echten Schatz, der das Potenzial zu einem Klassiker hat. Die einem werden das Buch lieben, weil es die Arbeit der Baufahrzeuge dokumentiert, die anderen werden den Humor lieben und ich höre schon das „Noch mal“ wenn ich das Buch vorlese.

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Rezensionen von greenpanda:

Gewohnt spannend

Mit kaltem Kalkül von Michael Tsokos

Schon der erste Band der Reihe um Dr. Yao von einem meiner Lieblingsautoren Michael Tsokos hatte mich schnell in seinen Bann gezogen. Dementsprechend gespannt war ich auf den zweiten Band, in dem wir mehr über Dr. Yaos traumatisierte Schwester erfahren und einen spannenden Fall um einen verschwundenen Jungen vor uns haben.

Die Kapitel sind super eingeteilt und sorgen für regen Lesefluss und die bei Tsokos typische Spannung. Toll fand ich wie in der Vergangenheit die vielen Einblicke in die Arbeit in der Pathologie, die rechtlichen Hintergründe und Co.
Der Fall selber ist spannend und mitreißend und ich konnte gar nicht mit Lesen aufhören, obwohl ich mir meine Leseabschnitte und -Zeiten sonst immer gut einteile.
Die vorgestellten Protagonisten sind nachvollziehbar in ihren Handlungen und traten mir ebenso wie die Handlungsorte klar vor Augen - ein echtes Lesevergnügen bis zum Schluss - ich freue mich auf den nächsten Band.

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Rezensionen von Daggy:

Trauer um den Fuchs

Füchslein in der Kiste von Antje Damm

Wir so oft hat Antje Damm auch diese Bilderbuch als Dioramas gestaltet und schon auf dem Titel sehen wir das Füchslein, dass auf einer Kiste im Wald schläft. Die Kiste ist wohl ein Sarg und man sieht auch Grabsteine im Hintergrund.
Der müde Fuchs sitzt auf seinem Sarg, den er auf eine Lichtung gebracht hat.

Als der Fuchs eingeschlafen ist, tauchen einige Hasen auf. Zunächst sind sie vorsichtig, doch als der Fuchs aufwacht, sagt er ihnen, dass sie keine Angst haben müssen, weil er inzwischen alt und zahnlos sei. Deshalb hat er in der Kiste auch Tomatensuppe in Dosen, die bietet er auch den Hasen an. So haben sie gemeinsam eine schöne Zeit, in der sie spielen und er den Hasen Geschichten aus seinem Leben erzählt. Doch als die Suppen langsam alle gegessen sind, sagt der Fuchs „Ich bin müde. Bald werde ich gehen.“ So stirbt das alte Tier und die Hasen beerdigen ihn. So bekommt der Fuchs ein Grab mit einem Kreuz auf den „Fuchs“ steht und die Hasen denken noch oft an ihn und essen Tomatensuppe in seinem Gedenken.
Obwohl die Geschichte vom Tod handelt, ist sie doch sehr tröstlich und die Hasen behalten den Fuchs in liebevoller Erinnerung. Diese Buch kann die Kinder auf zarte Weise mit der Thematik Trauer und Tod vertraut machen, ohne sie zu erschrecken oder ihnen Angst zu machen. Obwohl wir (alten) Erwachsenen und oft schwer mit diesem Thema tun, sollten wir es nicht außenvor halten, denn auch der Tod gehört zum Leben und der Fuchs ist sicher, dass es dort, wo er hingeht „bestimmt schön sein wird.“.

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Rezensionen von nessabo:

Ein Wohlfühlroman über eine ganz besondere Verbindung

Okaye Tage von Jenny Mustard

Ich habe „Okaye Tage“ als eine realistische Beziehungsgeschichte unheimlich gern gelesen und bis zum Schluss mit den beiden Figuren mitgefiebert.

Sam und Luc kennen sich eigentlich schon von früher, begegnen sich aber zwei Jahre später erst so richtig wieder. Da Sam in Stockholm lebt und arbeitet, ist die Beziehung in London auf wenige Wochen befristet.

Die beiden sind ziemlich verschieden, passen aber trotzdem oder gerade deshalb richtig gut zueinander. Das hindert weder Luc noch Sam jedoch daran, sich fortlaufend Gedanken über die gemeinsame sowie eigene Zukunft zu machen.

Was hier für mich ganz besonders hervorstach, ist die Liebenswürdigkeit der beiden Protagonist*innen. Jenny Mustard hat es tatsächlich geschafft, nicht nur eine sympathische Frauenfigur, sondern auch eine überaus sensible und nahbare männliche Hauptfigur zu schaffen. Luc widerspricht vielen Vorstellungen hegemonialer Männlichkeit, ohne sich dabei ständig selbst auf die Schulter zu klopfen. Er weint, hinterfragt, ist sensibel und aufmerksam - ich mochte ihn wirklich richtig gerne. <3

Auch Sam ist mit ihrer direkten, wohlmeinenden Art authentisch und liebenswert. Deshalb habe ich mich das ganze Buch über in den Perspektiven der beiden einfach nur wohl gefühlt. Der Countdown sorgt für ein unbedingtes Weiterlesen-Wollen und ich kann so viel verraten: Es wird nicht bei einem bleiben. ;)

Hervorheben möchte ich die genderinklusive Schreibweise, die mir beim Eichborn-Verlag nun schon mehrfach positiv aufgefallen ist. Außerdem werden einige gesellschaftspolitische Themen behandelt, von denen ich mich sehr gesehen gefühlt habe. Und ganz besonders warm wurde mein Herz, weil im Buch nicht ständig Tiere gegessen und benutzt werden - eher ganz im Gegenteil. <3

Der Roman fühlt sich an wie eine Umarmung, weil er ohne überbordendes Drama auskommt, ohne dabei langweilig zu sein. Ich hätte auch noch 100 weitere Seiten von Sam und Luc lesen können. Meiner Meinung nach perfekt für den Herbst, auch wenn die Geschichte vor allem im Sommer spielt.

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Rezensionen von Tara:

Wenn die Vergangenheit zurückkehrt

Tage mit Milena von Katrin Burseg

„Tage mit Milena“ ist ein intensiver Roman der Autorin Katrin Burseg.
Annika Oelkers lebt mit ihrem Mann Hendrik in Lübeck. In den 1980er Jahren war Annika in der Hausbesetzerszene in Hamburg sehr aktiv, ist dadurch auf Abwege geraten aus denen Hendrik sie herausgeholt hat. Die damaligen Ereignisse hat sie verdrängt bis zu dem Tag als sie auf Luzie trifft.

Luzie ist Klimaaktivistin. Ihre Begegnung löst in Annika das Bedürfnis aus, das Mädchen zu beschützen. Durch ihre Sorge um Luzie werden in ihr längst vergessene Erinnerungen der Vergangenheit mit einer unaufhaltsamen Wucht wieder wach.
Der Schreibstil von Katrin Burseg liest sich sehr angenehm. Ihre Charaktere wirken authentisch und die Ereignisse beschreibt sie lebendig und glaubwürdig.
Dabei geht es einmal um die Zeit in der Gegenwart mit Luzie und den Zielen der Klimaaktivisten und einmal um die Vergangenheit, in der Annika mit ihren damaligen Freunden und der Hausbesetzerszene im Mittelpunkt stehen.
Es geht um Aktivismus, Klimawandel, Freundschaft, Erinnerungen, traumatische Ereignisse, Schuldgefühle, Liebe, Mut und vieles mehr. All diese Themen hat die Autorin geschickt miteinander verwoben und mich damit gefesselt.

Der Roman hat bei mir intensive Gefühle hervorgerufen. Hier werden Gegenwart und Vergangenheit gekonnt miteinander verwoben. Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt, so dass es mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Rezensionen von Tara:

Abwechslungsreiche Krimialgeschichten

Gras drüber von Kathrin Heinrichs

In ihrem Buch „Gras drüber: Kurzkrimis aus dem Sauerland und anderen Regionen“ hat die im Sauerland lebende Autorin Kathrin Heinrichs 15 kurze Krimis - die in verschiedenen Regionen von Deutschland angesiedelt sind - veröffentlicht.
Die kurzen Geschichten haben zwischen 4 und 20 Seiten. Jede hat eine Überschrift, die mich irgendwie neugierig gemacht hat.

Besonders schön fand ich, dass die erste „Gras drüber“ und die letzte „Gras drunter“ benannt war.

Die einzelnen Erzählungen haben nichts miteinander zu tun, so dass sich das Buch gut eignet, wenn man mal nicht so viel Lesezeit hat und eine kurze Ablenkung braucht.

Der Schreibstil von Kathrin Heinrichs liest sich leicht und angenehm.
Ihre Charaktere sind so unterschiedlich wie die Handlung der einzelnen Kriminalfälle.
Über einige habe ich amüsiert geschmunzelt, andere waren trotz der Kürze richtig spannend und wieder andere haben mich total verblüfft und überrascht. Für Abwechslung ist gesorgt.
Für eine kurze Auszeit kann das Buch Krimiliebhabern nur empfehlen.

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Rezensionen von begine:

Bewegendes Meisterwerk

Das große Spiel von Richard Powers



Der US-amerikanische Schriftsteller Richard Powers hat mit seinem Roman, Das große Spiel, wieder ein großartiges Werk geschaffen.
Er schreibt über künstlich Intelligenz und Umweltprobleme.
Es gibt vier Protagonisten, Rafi Young, Todd Keane, Eveline Beaulieu und Ina Arroita.
Jeder hat eine interessante Geschichte.

Rafi ist ein Büchernarr, durch Stipendien studieren. Sein Freund Todd interessiert sich für Computer und und entwickelt gute Programme, die ihn reich machen.
Ina baut aus Müll aus dem Meer Skulpturen.
Eveline kommt früh ans tauchen und kämpft sich als Frau zur Ozeanografin. Dafür lässt sie ihre Familie oft allein. Aber schon ihre Erlebnisse fesseln.
Auf der Insel Makatea endet alles.
Der Autor zeigt die Probleme der Zeit, mit all seinen Tücken. Richars Powers geht seine Romane psychologisch an und die Naturwissenschaft ist meist sein Inhalt.
Das große Spiel ist wieder besonders grandios.
Ich war total gefesselt und kann ihn nur empfehlen.

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