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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von MariasBooks:

Jahreshighlight!

Spellshop von Sarah Beth Durst

Die Autorin beschreibt ihr Buch in der Danksagung so:
»Ich möchte ein Buch schreiben, das sich liest, als würde man heiße Schokolade trinken.«
Und ich kann dem einfach nur zustimmen.
Ich habe bereits ein paar cozy Fantasybücher gelesen, aber das hier hat mir bisher am allermeisten gefallen.

Ich habe mich einfach in alles aus dem Buch verliebt.
Angefangen von den Characteren, den Magiewesen, (zb der geflügelten Katze auf dem Cover) bis hin zu ihrem alten Cottage und dem ganzen Inseldorf an sich.

Der Schreibstil war so warm und weich, dass ich mich am liebsten in die Story hineinkuscheln wollte, wie in eine riesige Kuscheldecke. Es hat einfach das Herz gewärmt und einen richtig schön in eine Welt Abtauchen lassen.

Ich habe die detaillierten Fantasycharaktere geliebt, manche Arten waren altbekannt, andere neu erfunden, aber genauso liebenswert, dass man sie am liebsten alle kuscheln wollte.

Und mal ehrlich, wer würde nicht gerne in einem alten Cottage Marmelade kochen und von Fantasywesen umgeben sein?

Wer Cozy Dinge wie das Buch Magie und Milchschaum oder das Spiel Stardew Valley liebt, wird sich in dieses Buch ebenso verlieben!

Verzehrempfehlung: dieses Buch liest sich am besten in einer stürmischen Herbstnacht vor einem Kamin und mit Kakao und Marmeladengebäck.

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Rezensionen von MarcoL:

Ein Buch voll mit Zamonischem Humor und 20 interessanten Flabeln

Das Einhörnchen, das rückwärts leben wollte von Walter Moers

Der Autor greift hier wieder äußerst tief in seine Trickkiste und beschert uns mit zwanzig wunderbaren Flabeln. Ja, FLabeln, mit L, denn nach Zamonischen Lesegeschmack sind normale Fabeln unlustig. Und hier wurde Zamonischer Humor hineingepackt, darum das L in Flabeln. Ein Humor, denn der Rest der Welt natürlich sehr genüsslich missinterpretiert und das Ganze eher dem Makaberen zuweist.

Aber dennoch – herrlich erzählte Geschichten, wie es bei Fabeln und Flabeln so ist, meistens lehrreich. Zumindest was die Zamonische Artenvielfalt anbelangt. Und auch dem Tun und Handeln der beschriebenen Geschöpfe kann man einen gewissen pädagogischen Ansatz nicht abstreiten, denn am Ende weiß man zumindest, wie man es nicht macht. So ein Rückwärtsleben wie es das Einhörnchen wollte kann dann schon auch Grenzen haben. Und auch Werwölfe haben so ihre Probleme, wenn sie lieber Wiewölfe sein möchten und von Latein so ziemlich null Ahnung haben. Für den Ubufanten, der nur noch donnerstags sein wollte, endete sein Wunsch auch nicht gerade so, wie er es sich vorgestellt hatte. Aber immerhin donnerstags …
Und dann treffen wir zum Beispiel noch Vampirgeier, Silberne Witwen, oder yhollische Trollbluthunde. Und natürlich die allseits liebenswerte Buchlinge in ihrer abgeschlossenen Ledernen Grotte. Nur Wudlik Jelzer Fohnemaz wollte die Welt neu erfinden, und dachte sich da was mit Herz und so aus. Nunja ... welcome to real life.
Walter Moers hat die Geschichten wieder wunderbar übersetzt, und dieser Hildegunst strotz gerade so vor Einfallsreichtum. Ihn hat das Orm (Zamonienliebhaber wissen was gemeint ist) wirklich und wahrlich durchströmt. In Summe sind es sehr amüsante (obwohl, das mit dem Humor …) Geschichten, und das Buch mit zahlreichen Zeichnungen und Illustrationen, ist ruckzuck gelesen.
Apropos Humor: im Nachwort von Walter Moers wird noch etwas genauer darauf eingegangen.
Von mir eine ganz große Leseempfehlung für alle Zamonienfans und solche, die es noch werden wollen.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mir extrem gut gefallen

Birds of Paris - Das magische Pendel von Kathrin Tordasi

Zum Inhalt:
Lea ist das schon gewohnt, immer wieder muss sie umziehen. Da fällt es schon schwer Freunde zu finden. Im Garten von Notre Dame trifft sie auf ein Mädchen, dass scheinbar mit einem Vogel spricht. Und sie erfährt, dass Paris ein Ort voller Magie ist, zumindest für die Bande von Straßenkindern zu der auch das Mädchen gehört.

Und scheinbar hat auch Lea ein Talent dafür.
Meine Meinung:
Ich war am Anfang gar nicht so sicher, wie ich das Buch finden soll, aber dann nahm es plötzlich so Fahrt auf, dass ich nur noch weiterlesen wollte. Mein Gott war das ein spannendes Kinderbuch, wobei ich irgendwann völlig vergessen habe, dass es ja eigentlich ein Kinderbuch ist. Der Cliffhanger am Ende ist auch mal ganz böse, da bin ich jetzt schon gespannt, wie das weitergeht. Der Schreibstil war sehr schön, die Story meiner Meinung nach für groß und klein geeignet und sehr fantasievoll und spannend.
Fazit:
Hat mir extrem gut gefallen

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Rezensionen von brauneye29:

Wieder gut

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister von Robert Thorogood

Zum Inhalt:
Der Bürgermeister von Marlow bricht bei einer Ratssitzung tot zusammen. Schnell ist klar, dass er ermordet wurde, denn in der Kaffeetasse wurde Gift gefunden. Doch wer hatte ein Interesse am Tod des Bürgermeisters. Judith und ihre Freundinnen ermitteln natürlich wieder mit Feuereifer mit, doch diesmal scheint die Lösung des Falls deutlich schwieriger.

Meine Meinung:
Judith und ihre Freundinnen sind wieder in ihrem Element und das ist wieder recht amüsant mit britischen Humor und einer Miss Marple Attitüde. Der Fall war recht komplex und die Lösung habe ich so nicht kommen sehen. Die immer neuen Ideen, um der Lösung näher zu kommen, haben mir gut gefallen. Bin schon auf den nächsten Fall gespannt. Ich hatte die Hörbuchversion und ich fand diese sehr kurzweilig zu hören. Die Sprecherin hat einen guten Job gemacht.
Fazit:
Wieder gut

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Rezensionen von brauneye29:

Beeindruckende Geschichte

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Zum Inhalt:
Im Jahr 1849 trifft eine große Hungersnot die Iren. Honora und ihr Mann William ziehen mit anderen zum Gutsherrn für Hilfe, doch dieser verweigert diese und sie müssen zurück. Doch Honora ist unwissentlich schwanger und bringt schließlich ihr Kind tot zur Welt. Nachdem sie auch noch ihren Mann verloren hat, bricht sie auf nach Amerika.

Wird sie dort ihr Glück finden.
Meine Meinung:
Ich kannte die Geschichte um die große Hungersnot nicht und musste nach Abschluss des Buches erstmal ein wenig recherchieren. Ich finde es gut, dass die Autorin anhand von Honora die Geschichte erzählt hat. Die Geschichte der Honora ist nicht leicht zu ertragen, denn diese macht wirklich viel durch und sie ist trotzdem eine sehr starke Frau, die einfach nicht aufgibt und hat mir extrem gut gefallen. Man möchte gar nicht ermessen, was die Iren in dieser schweren Zeit durchgemacht haben und jetzt doch mehr verständlich, warum sich so viel Iren aufgemacht haben um in Amerika ihr Glück zu suchen.
Fazit:
Beeindruckende Geschichte

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Rezensionen von clematis:

Die Tochter

Loreley - Fluss der Zeit von Susanne Popp

1842 am Rhein: Lisette, Julies Tochter, steht nun, 17 Jahre später, im Mittelpunkt der Erzählung rund um die Sage der Loreley und anderen Geheimnissen. Aktuelle Geschehnisse und Vergangenes beantworten (fast) alle Fragen, welche nach Band Eins noch offen waren.

Nach dem frühen Verlust der Mutter wächst Lisette, Lissi, gemeinsam mit ihrer Halbschwester Hildchen in Bacharach auf und verliebt sich in den Gastwirtssohn Manuel.

Einer gemeinsamen Zukunft stehen allerdings einige Hindernisse im Wege. Während Manuel im Rahmen seiner Ausbildung nach London geht, verbringt Lissi den Sommer am Dampfschiff, welches ihr Vater Johann geschickt den Rhein stromauf, stromab manövriert. Und hier, nahe am Loerelyfelsen, wo schon Mutter Julie verschollen ist, ereignet sich ein folgenschweres Unglück.

Susanne Popps angenehme Sprachmelodie begleitet den Leser in vergangene Zeiten, die Verquickung von Lissis Geschichte und Rückblenden zu Mutter und Großmutter gelingen wunderbar. Berührende Szenen, interessante historische Details, die Autorin bringt von allem etwas, und das in sehr ausgewogener Form, sodass der Roman stets kurzweilig bleibt und man da und dort auch mitfiebern darf mit den sehr glaubwürdig gezeichneten Figuren.

Die lebendige Handlung mit teils historisch belegten Persönlichkeiten bietet beste Unterhaltung. Ich empfehle die beiden Loreley-Romane sehr gerne weiter.

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Rezensionen von readpassion9:

ruhiger Krimi, der etwas mehr Spannung vertragen könnte

Im Unterholz von Sara Strömberg

Schauplatz Schweden, im Hinterland. Die ehemalige Journalistin Vera Bergström musste sich nach der Schließung der Zeitungsfiliale neu orientieren. In der örtlichen Schule hat sie einen Job als Aushilfslehrerin gefunden, der sie jedoch nicht erfüllt. Sie trauert der Zeit nach, als sie als Journalistin unterwegs war und noch eine intakte Beziehung hatte.

Als einige Dörfer weiter eine Frau ermordet im Wald gefunden wird, erhält sie von ihrem ehemaligen Chef den Auftrag, zu recherchieren und die Stimmung der Bevölkerung einzufangen. Je mehr Vera bohrt, desto mehr alte Geheimnisse kommen als Licht.

Das Buch ist für mich ein "Eigentlich"-Buch. Eigentlich eine gute Idee, eigentlich eine nette Protagonistin, eigentlich nicht schlecht zu lesen. Wenn da nicht das gewisse Etwas fehlen würde. Die Stimmung, Atmosphäre in Schweden ist gut eingefangen, nutzt sich aber im Verlauf ab. Vera ist mir eigentlich sympathisch, aber sie hängt noch zu sehr an der Vergangenheit, an ihrem Mann der sie für eine andere verlassen hat. Sie wirkt lethargisch, bekommt ihr Leben nicht wirklich auf die Reihe. Als Journalistin hat sie mir gefallen, allerdings möchte ich manche Dinge nicht wirklich erfahren, z. B. wie oft und wie stark ihre Zwischenblutung ist. WTF? Die Story ist in Ordnung, insgesamt ist mir das Setting aber zu düster und ich vermisse die Spannung.

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Rezensionen von Kwinsu:

Alle Wege führen übers Wasser

Am Himmel die Flüsse von Elif Shafak

Arthur hat ein besonderes Talent - sein Erinnerungsvermögen ist außergewöhnlich, jeder Tag seines Lebens ist ihm geistig präsent. Geboren in Londons Armenvierteln des 19. Jahrhunderts, verschafft ihm seine Gabe im Laufe der Zeit gesellschaftlichen Aufstieg. Alles was er will, ist Ninive zu erforschen, jene Stadt Mesopotamiens, die durch steinerne und tönerne Artefakte der Nachwelt erhalten geblieben ist und dessen gefundene und geborgene Schätze die Aufmerksamkeit der interessierten englischen Bevölkerung auf sich zieht.

Arthur kann sich die Keilschrift beibringen und erhält den Auftrag des British Museums hunderte Tontafeln zu enträtseln. Nach einer sensationellen Entdeckung scheint Arthur sein Ziel erreicht zu haben: er wird beauftragt, in sein umträumtes Mesopotamien zu reisen, um dort fehlende Textbausteine zu suchen.

Gut 150 Jahre später entdeckt die neunjährige Jesidin Narin auf einem alten Friedhof am Tigris den Grabstein des Engländers und fragt sich, was es mit diesem "König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere" auf sich hat. Wie ist ihr Schicksal miteinander verbunden?

Auch die Hydrologin Zaleekah scheint mit den beiden ein Band zu haben, aber das ist lange nicht ersichtlich. Sie kämpft mit der Trennung von ihrem Mann und mit den Erwartungen ihrer Familie, welche sie scheinbar nicht erfüllen kann. Was alle vereint ist ein einziger Tropfen Wasser.

Elif Shafak schafft in "Am Himmel die Flüsse" einen einfühlsamen und schönsprachigen Roman, der durch die unterschiedlichen Zeiten springt und die drei Handlungsebenen schlussendlich stimmig miteinander vereint. Alle Protagonist:innen werden zeitgenössisch portraitiert, sodass es ein Leichtes ist, sich in deren Situation hineinzuversetzen. Die Sprache Shafaks ist oft tiefgründig und philosophisch, oft regt sie zum Nachdenken an. Einer der vielen Beispiele: "Arthur kommt der Verdacht, dass wir mit dem Wort Kultur das wenige bezeichnen, das wir vor einem Verlust retten konnten, an den sich niemand erinnern will." (S. 423)

Vor allem die Geschichte um Arthur, die am ausführlichsten erzählt wird, hat mich in den Bann gezogen. Spannend ist, dass seine Figur eine reale, historische Person als Vorbild hat, auch weitere Protagonist:innen sind an historische Persönlichkeiten angelehnt, wie uns die Autorin im Nachwort ausführlich wissen lässt. Nichtsdestotrotz hat der Roman seine Längen. Besonders die Geschichte um Narin enthält viele Schilderungen, welche die Jesidische Kultur erklären. Zwar finde ich das grundsätzlich äußerst interessant, hier hat mich die Autorin aber aufgrund des Detailreichtums um den (Aber-)Glauben oft verloren, ich empfand es als irrsinnig langatmig und musste das Buch regelmäßig zur Seite legen. Oft habe ich mich gefragt, weshalb sich die Autorin dazu entschieden hat, drei Charaktere in den Fokus zu nehmen. Besonders Arthur, aber auch Zaleekah hätten einen eigenen Roman verdient, ich hätte gerne noch mehr über sie gewusst. Für dieses Buch hätte ich mir aber manchmal etwas knappere Beschreibungen gewünscht, da etliche Schilderungen für den Fortgang der zusammenhängenden Geschichte nicht unbedingt notwendig gewesen wären und für meinen Geschmack eine gewisse Langatmigkeit geliefert haben.

Die Beobachtungen der unterschiedlichen Kulturen und deren Aufeinandertreffen sind Shafak besonders geglückt und hat mich viel darüber gelehrt. Das Buch ist grundsätzlich sehr lehrreich, neben den Kulturen und der mesopotanischen Geschichte, erfahren die Lesenden auch viel über Wasser und Flüsse und wie der Mensch diese geprägt und/oder versucht hat zu unterdrücken. Im Nachwort erfahren wir, dass die Autorin umfangreich recherchiert hat und setzt das Erzählte somit auf eine fundierte Wissensbasis.

Mein Fazit: Am Himmel die Flüsse ist ein schönsprachiger und gedankenanregender Roman auf drei Erzählebenen, der die drei Schicksale der Protagonist:innen langsam aber stimmig zusammenführt. Ein Stück weit betrachtet er unterschiedliche Kulturen, ist sehr lehrreich und philosophisch, weißt aber durch ab und an auftretenden Detailreichtum auch seine Längen auf. Trotzdem: eine absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

gewöhnlich wie ein Terrier

Die Sache mit Rachel von Caroline O'Donoghue

"Die Sache mit Rachel" von Caroline O'Donoghue ist in der Hörbuchfassung von Nora Schulte gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören.

Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Die Stimmfarbe habe ich zu Beginn als nicht ganz sp angenehm zum Hören empfunden, konnte mich im Verlauf des Buches jedoch gut daran gewöhnen.
Dieses Buch word als "Eine außergewöhnliche Geschichte über Freundschaft, die Suche nach sich selbst und den Rausch der ersten Beziehungen." beworben - das schürt hohe Erwartungen - für mich zu hohe Erwartungen, die sich nicht erfüllen konnten. Zu Beginn des Buches hatte ich einige Schwierigkeiten in die Handlung hinen zu kommen, im ersten Drittel des Buches ist es mir dann jedoch gut gelungen. Mehrmals war ich beim Lesen der Meinung, dass das Buch gleich zu Ende sein müsste, dann zog sich die Handlung jedoch erneut - für mich ein Gefühl beinahe so, als wolle man einen festgetretenen Kaugummi von der Schuhsohle entfernen. Sehr schade, denn grundsätzlich hat mir die Story sehr gut gefallen, für mich waren zu viele Längen und uninteressante Passagen eingearbeitet. Die Berichte über das Leben und die Gesellschaft in Irland fand ich wiederum interessant.
Protagonistin Rachel war mir selten sympathisch, häufig schien sie mir zu egozentrisch und passiv. Nicht nur einmal hätte ich sie am liebsten durchgeschüttelt. Immerhin wurde ein wenig Charakterentwicklung deutlich, was mich etwas versöhnen konnte. Dennoch hätte ich mir im Verlauf etwas mehr Reflexionsvermögen gewünscht.
Schreibstil und Sprache der Autorin, übersetzt durch Christian Lux haben mir insgesamt jedoch gut gefallen - nicht klar erkennbare Zeitsprünge haben mir das Lesen dann wiederum erschwert.
"Die Sache mit Rachel" ist ein nettes Buch, das mich nach der Lektüre aber leider nicht weiter beschäftigen wird und sicherlich nicht nachhallen wird.

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Rezensionen von Rinoa:

Ein tolles Buch

Maybrick und die Toten vom East End von Vanessa Glas

Was für ein tolles Buch! Auch einige Tage danach bin ich immer noch ganz begeistert von der Geschichte und der Atmosphäre, in die ich regelrecht hineingezogen wurde. Es war ganz anders, als ich erwartet hatte, es war auch weniger Krimi als ich dachte, aber das machte die Lektüre nicht minder spannend.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, Maybrick und Dr. Roberts kommen zu Wort, Hester und Heath, die im East End Schmuggelware verkaufen, Gwen und Jorma, zwei Kinder, die sich in den Gassen der Docks herumtreiben. Daraus ergibt sich ein vielfältiges und vielschichtiges Panorama einer Zeit und eines Ortes, an dem alle irgendwie um ihr Überleben kämpfen müssen, wo Gewalt an der Tagesordnung steht und jeder sich selbst am Nächsten scheint.
Doch auch hier gibt es Lichtblicke, Menschen, die sich um andere kümmern, denen es nicht egal ist, wenn Kinder sterben. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und mich mitgefreut, auch wenn es manchmal nur Kleinigkeiten waren.

Ich mochte wirklich alles an dem Buch. Ja, es ist sehr ausführlich und auch eher eine Milieustudie als ein Krimi, aber der Autorin gelingt es wirklich außerordentlich gut, ihre Charaktere zu beschreiben, die Stimmungen einzufangen und sie hat mich damit total mitgerissen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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