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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Das Katzenhuhn: Was macht der Fisch auf dem Dach? von Bernhard Hoëcker; Eva von Mühlenfels

Dieses Huhn verkleidet sich als Katze und wird damit zu einer Art Superhuhn, eine verrückte Idee. Auf dem Cover ist es zu sehen und auf dem Dach der Fisch, wo wir uns fragen lassen, was er da macht.
Von oben sieht alles aus wie ein normaler Bauernhof und so wird er auch im Text angekündigt. Das Huhn Timme und sein Freund Max, der Maulwurf, bauen eine Wippe und probieren sie aus.

Grimm und Gram, die Gänse, kommentieren in „Waldorf und Statler-Manier“. Balduin, der Karpfen, soll die Wippenden mit Zählen unterstützen, doch da geschieht das Unglück, ein Reiher schnappt sich den Fisch und will ihn mitnehmen. Balduin kann sich befreien, landet aber auf dem Dach des Bauernhauses. Einsatz für das Katzenhuhn!!! Sofort saust Timme los und zieht sein Katzenkostüm an und eilt auf das Dach. Doch wir kann er den Fisch wieder in den Teich bekommen? Aber da hat Timme ein Idee und seine Freund*innen unterstützen ihn alle dabei.
Fröhliche bunte Bilder und ein glupschäugiges Huhn unterstützen die Geschichte vom Katzenhuhn. Zwischendurch wird alles etwas chaotisch, doch am Ende rettet kein Superhuhn den Karpfen, sondern alle Tiere des Bauernhofes.

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Rezensionen von Daggy:

Liebevolle Geschichte

Herr Schuhuhu von Waldesruh von Yvonne Hergane

Beim dem Titelhelden handelt es sich um einen Uhu, auf dem Cover winkt er uns mit einem Flügel zu.
„Ich bin ein kleiner Uhuhu, Mach die Augen zuhuuhu, fühl ich genau wie duhuhu, schuhuhu…“ unterstütz durch Luft-Purzelbäume kann Herr Schuhuhu genaz das machen, was er da singt. Er ist also im wahrsten Sinne des Wortes mitfühlend und er liebt Waldmeisterbrause, deshalb hat er auch einen Brausepulvervorrat in einer Kiste hinter seinem Haus.

Doch eines Morgens ist sein Brausepulver verschwunden, alles Suchen hilft nicht, es ist weg. Schnell verdächtigen die Tiere des Waldes den Maulwurf Muff Molton und ziehen los, ihn zu stellen. Unter dem Druck der Menge gibt er auch zu, dass er das Brausepulver hat. Aber Herr Schuhuhu ist mitfühlend und singt einen Vers und macht seine Purzelbäume und erkennt, dass der Maulwurf einsam ist.
Vielleicht sollten wir uns alle ein Beispiel an dem Uhu nehmen und mal sie Augen schließen und sich in den anderen hineinversetzten, als immer nur zu meckern und zu urteilen. Auf diese Art können sicher viele Probleme gelöst werden.
Wie schön kann man von den Illustrationen die Gefühle der Tiere ablesen. Da ist er Uhu mit der Lilia Brille mit den runden Gläsern, die verschiebt, abnimmt und durch die er weise in die Welt schaut. Wie entschlossen die Tiere losziehen, um den Maulwurf zu stellen und wie traurig der kleine Kerl seinen Diebstahl gesteht.
Neben der gefühlvollen Geschichte besticht die schöne Sprache und die „huhuhus“, die weich über die Lippen gehen. Ein Buch, dass unsere Vorlesekiste bereichern wird.

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Rezensionen von Daggy:

Streiten und entschuldigen

Das NEINhorn und der Geburtstag von Marc-Uwe Kling

Es ist schön mal wieder vom NEINhorn und seinen Freund*innen zu hören. Alle sind wieder zusammengekommen, die KönigsDOCHter, der WASbär und der NahUnd. Wie gewohnt streiten NEINhorn und KönigsDochter und die anderen beiden wetten darum, ob die beiden Streitenden wohl einen Tag ohne Streit auskommen würden.

Als dann der Streit in ein Schubsen übergeht eskaliert die ganze Situation und die KönigsDOCHter kündigt dem NEINhorn die Freundschaft und schlimmer noch, sie lädt ihn nicht zu ihrem Geburtstag ein und er darf auch nicht die Torte probieren. Als sich dann herausstellt, dass heute ihr Geburtstag ist, läuft das NEINhorn einfach weg, um die KönigsDOCHter mit einem Geschenk zu besänftigen. Ein Geschenkt findet das NEINhorn nicht, aber neue Freunde, die ebenfalls kleine Macken haben und sehr nervig sind. Kann er die als Geschenk mit zur Feier ins Schloss bringen.
Beim Lesen laut lachen ist eine völlig normale Reaktion bei den NEINhorn-Büchern, absurde Situationen, verrückte Gewohnheiten und Sätze wie „Und vielleicht, nur vielleicht -man weiß ja nicht -, hatte sie ja selber schubsen wollen.“ machen diese Bücher zu etwas Besonderem. Ergänzt wird die Komik noch durch die Bilder und die Sprechblasen, in den das „Nein“ und das „Doch“ nur so hin und her fliegen. Zum Schluss lernen die Beteiligten noch ein neues Wort, dass sie aber auf ein „Sch“ abkürzen. Nein, nicht was Sie vielleicht denken, es geht um das Wort „Entschuldigung!“

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Rezensionen von Frechdachs:

Please fasten your seat belt! - Mit einer kleinen Wühlmaus die Welt im Flug umrunden

Earhart von Torben Kuhlmann

Torben Kuhlmann ist für uns kein ganz unbekannter Autor.

"Die graue Stadt" hatten wir zuletzt von ihm mit viel Begeisterung gelesen und für gut befunden. Wieso wir allerdings von den grandiosen Mäuseabenteuern des "Wiederholungstäters" Kuhlmann noch nichts wussten entzieht sich leider unserer Kenntnis.

Es gibt nämlich bereits vier andere Abenteuergeschichten, in denen Mäuse quasi das Kommando übernehmen.

Aber nun hatten wir das erste Mal das Vergnügen, in die Mäuseabenteuer ein- und gleichzeitig tief abzutauchen.

Der Name Kuhlmann steht für uns in der Familie für ein sehr kreatives Ausnahmetalent. Er zeichnet in seinem aktuellen Werk "Earhart - Der abenteuerliche Flug einer Wühlmaus um die Welt" wieder für Wort und Bild verantwortlich. Genau diese große Gabe spürt man auf jeder einzelnen Seite. Das Buch wirkt wie aus einem Guss und gerade die Liebe zum Detail steckt dann eben in den vielfältigen bunten Illustrationen, die nach unserer Meinung kaum zu toppen sind. Genau diese sehr geniale Symbiose zwischen Bild- und Textanteilen weckt dann das Leseinteresse bei den potenziellen Lesekindern enorm. Die Bebilderung zieht dann einfach fast schon magisch an und fesselt die Kinder an die Geschichte.

Kuhlmann greift bei seinem aktuellen Mäuseabenteuer das Wirken der Abenteurerin und Flugpionierin Amelia Earhart auf und ehrt sie damit posthum nochmals für ihren unglaublichen Mut und ihre Durchsetzungskraft. Was wohl Amelia Earhart darüber sagen würde, wenn sie wüsste, dass eine kleine Wühlmaus hier in diesem Kinderbuch in ihre Fußstapfen tritt? Wird die kleine Wühlmaus dann die Erdumrundung in einem Flugzeug meistern können?

Wir hatten sehr viel und vor allem gute Unterhaltung als Familie beim Lesen des für uns ersten Mäuseabenteuers. Das Buch ist zwar zuvorderst sicherlich an Kinder gerichtet, aber uns machte das Werk auch als Erwachsene so viel Spaß, dass wir gerade ganz aus dem Häuschen sind vor lauter Freude. Wir werden uns auch die anderen Abenteuer der kleinen grauen Nager noch besorgen und gemeinschaftlich in der Familie lesen.

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Rezensionen von Jenny:

Geht, hat mich aber etwas enttäuscht

Pineapple Street von Jenny Jackson

Das Cover ist sehr schlicht gehalten, aber dennoch sehr elegant. Ich finde es allerdings etwas schade, dass die Straße Pineapple Street heißt, auf dem Cover aber keine Ananas abgebildet ist. Aber gut, das ist dann so.
Das Buch handelt im Endeffekt um drei Geschichten über das Leben von einer reichen Familie.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und man findet auch sehr schnell herein. Ich hatte nur einige Probleme mit den Kapitelwechseln. Erst hat man ein Kapitel aus Saschas Sicht, dann aus Georgianas und dann aus Darleys. Das Problem ist, dass die Kapitel nicht wirklich aufeinander aufbauen und man sich alle drei Kapitel wieder in die Geschichte einfinden muss. Die Geschichte aber nur nach den jeweiligen Kapiteln von zum Beispiel Sasha zu lesen, geht aber auch nicht, da die Kapitel doch immer mal wieder das aufgreifen, was in den Kapiteln der anderen beiden Frauen passiert ist. Natürlich ist das nicht immer der Fall. Nachher am Ende ist es relativ gut hinteinander weg zu lesen, da dort die Kapitel doch ineinander greifen.
In die beiden Storys von Darley und Georgiana habe ich gut eingefunden und die Storys hatten auch eine ordentliche Handlung. Die Story von Sasha hat sich mir leider nicht wirklich erschlossen. Ich habe keinen wirklichen roten Faden gefunden, der sich durch ihre Kapitel durchzieht, sondern immer wieder abwechselnde Höhepunkte. Sowohl bei Georgiana als auch bei Darley hingegen, ist für mich ein klarer roter Faden erkennbar. Wobei ich aber sagen muss, dass Georgianas Geschichte für mich am klarsten hervorgehoben war.
Mir gefallen die drei Hauptfiguren sehr gut. Sasha, das „einfache Mädchen aus dem Volk“, die in diese reiche Familie hineingeheiratet hat und zwar das mittlere Kind der Stocktons, Georgiana, das jüngste Kind der Familie Stockton und dann die älteste Schwester, Darley.
Jede dieser Frauen ist authentisch sehr gut dargestellt und gefällt mir sehr gut.
Sasha, die aus keinem reichen Haushalt kommt und nun mit dieser Familie konfrontiert wird. Sie kämpft darum von der Familie anerkannt zu werden, was aber nicht so einfach ist.
Georgiana tut mir auf ihrem Weg einfach nur leid. Sie kommt einem auf den ersten Seiten wie eine verwöhnte Göre vor, aber man merkt, dass da viel mehr hintersteckt.
Bei Darley merkt man sofort, dass sie zwar den ganzen Reichtum schätzt, den sie besitzt, aber auch ganz genau weiß, wie das Leben für andere läuft.
Leider hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Ich ging davon aus, mehr mit den Problemen der Reichen konfrontiert zu werden, aber im Endeffekt waren es genau 3 Probleme, die jedem von uns passieren können, ohne auf den Stand des Geldes zu achten. Ich habe mir mehr erhofft. Man sollte dieses Buch nicht über einen längeren Zeitraum lesen, einfach weil man sonst die Geschichten der drei Frauen nicht mehr auseinander bekommt. Im Endeffekt ist das Buch meiner Meinung nach ganz ok, aber ob es wirklich Jane Austen reif ist, stelle ich in Frage.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Interessantes aus Wurzeln & Co

Wurzeln und Knollen von Doris Kern

In diesem Buch stellt uns Kräuterexpertin Doris Kern die wohltuende Wirkung von 20 unterschiedlichen Pflanzen wie von A wie Alant und Z Zichorie vor. Diesmal widmet sie sich den Wurzeln und Knollen dieser Pflanzen. Manche davon wie die Karotte oder Zwiebel ist aus unseren Küchen nicht wegzudenken, daher sind sie fast immer vorrätig.

In 90 Rezepten zeigt sie die heilenden Kräfte die in den unterirdischen Teilen der Pflanzen stecken. Es lohnt sich daher, diesen Pflanzenteilen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Ob als Tee, Tinktur, Umschlag, Salbe oder Räuchermischung - die Heilkraft der Wurzeln und Knollen lässt sich einfach für Körper und Seele anwenden.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem farbenfrohen Buch, das uns in die Welt der heilenden Wurzeln und Knollen einführt, 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine interessante Biografie

Wallis Simpson von Michaela Lindinger

Die österreichische Historikerin und Autorin Michaela Lindinger ist bekannt dafür, sich mit kontroversiellen Frauen der Geschichte zu beschäftigen. Diesmal hat sich in diesem 9. Band der Serie „Reihenweise kluge Frauen“ einer Frau gewidmet, der man die Eigenschaft „klug“ nicht unbedingt zuordnen würde: Wallis Simpson (1896-1986).

Bauernschlau vielleicht, berechnend, zielstrebig, intrigant und manipulativ jedenfalls.

In vier großen Abschnitten, die in viele kleine Kapitel unterteilt sind, geht die Autorin den Spuren der Person Wallis Simpson, die 1896 als Bessiewallis Warfield in Pennsylvania, geboren und nach dem Tod des Vaters in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen wird, und später als meistgehasste Frau der Welt gilt, nach.

Wir steigen im ersten Kapitel in das Leben von Wallis Simpson und Edward, kurz nach seiner Abdankung als König im Dezember 1936 ein. Er muss England auf Druck der königlichen Familie und des Parlaments verlassen, reist nach Österreich, wo er als Gast der Baronin Rothschild in deren Schloss wohnt. Auf Grund der gültigen Gesetze muss er getrennt von Wallis auf deren Scheidung von Ernest Simpson warten und geht der Gastgeberin recht bald gehörig auf die Nerven.

Im zweiten Kapitel erhalten wir Einblick in die frühe Lebensgeschichte von Wallis sowie in ihre Herkunft in Amerika, ihre Ehen sowie ihre Kunst, Freundinnen die Männer auszuspannen inklusive. Hier erfahren wir, dass Wallis wahrscheinlich mit einer Störung der Geschlechtsentwicklung (DSD) zur Welt gekommen sein dürfte, was ihr extrem androgynes Aussehen bewirkt hat und ihr extrem große, männlich anmutende Hände beschert hat. Edward hingegen hat kaum Bartwuchs und wird in der Army wegen seiner fehlenden Brusthaare (damals der Inbegriff der Männlichkeit) gehänselt.

Das dritte Kapitel beschäftigt nicht nur die Klatschpresse mit dem akkurat von Wallis geplanten Zusammentreffen mit Edward sondern auch mit dem späteren Eheleben der beiden. Nach der Abdankung, die Wallis aller Zukunftsträume als „Königin“ beraubt, wird am 3. Juni 1937 geheiratet. Doch nicht wie von Wallis gewünscht mit Hunderten Gästen in Westminster Abbey, sondern im allerkleinsten Kreis ohne Edwards Familie. Eigentlich hat Wallis das Interesse an Edward schon längst verloren. Sie gibt sich mit anderen Männern ab und demütigt den ehemaligen König auch in aller Öffentlichkeit. Dass er sich das alles gefallen lässt, lässt auch tief blicken. Es scheint, als wäre er ihr hörig gewesen.

Das vierte und letzte Kapitel beschreibt Wallis Leben als Witwe und ihr einsames Sterben.

Michaela Lindinger, die schon Biografien über Hedy Lamarr, Elisabeth Petznek und Marie Antoinette geschrieben hat, versteht ihr Handwerk. Penible Recherche fördert bislang nicht oder wenig Bekanntes zu Tage. So erfahren wir, dass beide kaum jemals ein Buch gelesen haben, wenig gebildet sind (Was bei einem Mann, der einst Herrscher über das Britische Empire war, doch ein wenig befremdlich wirkt.) und politische Ansichten zum Besten geben, die dem Britischen Königshaus die Grausbirnen aufsteigen lässt (und damit ist nicht nur die Anbiederung an Nazi-Deutschland gemeint). Immerhin, der Ex-König strickt, um seine Nervosität zu beruhigen. Leider erfährt man nicht ob es Socken oder Pullover geworden sind. Vermutlich weder noch.

Die Autorin versucht aus den ihr zu Verfügung stehen Queller herauszufinden, was diese Frau antreibt. Angst vor einem Leben im Mittelmaß oder gar Armut? Übersteigertes Geltungsbedürfnis? Obwohl sich Michaela Lindinger Wallis Simpson sehr sachlich nähert, ist das Wesen dieser Frau nicht ganz zu erfassen.

Diese Biografie passt in ihrer Aufmachung bestens zu den acht anderen Lebensgeschichten dieser Reihe. Das doch ein wenig schrille Rot des Covers mit dem Porträt im weißen Lichtkegel weckt gleich das Interesse. Dutzende Fotos, unter anderem das kompromittierende mit Hitler, sowie ein ausführliches Quellenverzeichnis ergänzen das als Harcover ausgeführte Buch.

Fazit:

Gerne gebe ich der Biografie dieser eigenartigen Frau, die für das Britische Königshaus bis über ihren Tod hinaus eine Persona non grata ist, 5 Sterne.

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Rezensionen von Jenny:

Zu Tränen gerührt

Für immer und ein Jahr von Stefanie Hansen

Nachdem seine Frau Kaya an Krebs verstorben ist, erfüllt Jan ihren letzten Wunsch und ruft ein Jahr lang alle Leute an, die in Kayas Geburtstagskalender stehen. Dabei geht das Leben immer weiter und auch das Herz findet irgendwann, auch wenn wirklich nur langsam und zögerlich, einen Weg, um jemand neues hineinzulassen.

Ich finde das Cover wundervoll gestaltet. Der dunkelblaue Hintergrund drückt etwas trauriges aus. Das Fenster und der malerische Ausblick daraus, vermittelt ein Gefühl der Düsternis, aber mit dem leichten pink auch etwas Hoffnung. Besonders schön finde ich, dass das „und“ aus dem Titel des Buches mit Schnörkeln versehen wurde, sodass es dem Infinity- oder auch Unendlicheitszeichen gleicht.

Das Thema wird sehr ernsthaft angegangen. In diesem Buch ist es auch nicht nur Kaya, die Krebs hat bzw. hatte. Der Anfang des Buches ist sehr düster gehalten. Das erste Mal, dass ich wirklich schmunzeln musste, war die Stelle, in der Jan mit seinen Kindern versucht einen Kuchen zu backen und die Zutaten fehlen, was man ja einfach mit anderen Zutaten wieder gut machen kann. Es war wie ein erster Lichtblick in dem Buch. Als würde es endlich wieder bergauf gehen. Ab da ist es ein reines Auf und ab. Mal gibt es gute Tage, dann wieder schlechte Tage. Die langsam aufkeimende Liebesgeschichte, wie zwei Menschen nach einem schweren Leben langsam zueinander finden, rührt einen zu gemischten Tränen, zum einen vor Glück, weil die beiden weitermachen können, aber zum anderen auch traurig, da Kaya und Jan ein wundervolles Paar gewesen sind.

Jan ist ein überforderter Mann, der nach dem Tod seiner Frau mit zwei Teenagern alleine zurückbleibt. Sowohl Kayas als auch seine Eltern kommen herbei, zwei Welten, reiche und morderne Leute auf Jans Seite, Esoteriker auf Kayas Seite, die aufeinander treffen, und bringen das neue Leben noch mehr durcheinander als es sowieso schon ist. Jan leidet unter dem Verlust und begräbt sich in seiner Arbeit soweit er kann. Er rafft sich schweren Herzens dazu auf, Kayas letzten Wunsch zu erfüllen und kämpft sich durch die Telefonate, die er führen soll. Sein Leiden ist deutig zu spüren. Auch an den Kindern, geht der Verlust der Mutter nicht spurlos vorbei, aber Jan ist leider zu sehr mit sich beschäftigt, um darauf eingehen zu können, zumindest am Anfang. Alle Figuren sind mehr als nur realistisch dargestellt und auf ihre eigene Art und Weise symphatisch.

Man fühlt sich komplett mitgenommen in dem Buch. Es ist so einfach und wunderbar mitreißend geschrieben. Da ich selbst aus Schleswig-Holstein komme, war auch die Party, wo die Leute nicht perfekt Hochdeutsch gesprochen haben, einfach nur erheiternd und ich dachte immer „Ja, genau so redet man im Norden“ Im Verlaufe des Buches werden in kursiv immer mal wieder Kayas Sichtweisen zu der aktuellen Situation dargestellt. Es scheint, dass Kayas Seele weiterhin bei Jan ist und ihre Meinung zu diesen Sachen hat. Diese kleinen Szenen sind immer wieder herzergreifend.

Abschließend ist zu sagen, dass das Buch nichts für Leute ist, die sich amüsieren wollen oder gemütlich ein Buch lesen wollen. Es ist wirklich harte Kost solche Bücher zu lesen. Ich habe noch nie so oft bei einem Buch geweint, wie bei diesem, da mich das alles total ergriffen und bewegt hat. Insbesondere leider auch, weil ich selbst im letzten Jahr zwei geliebte Menschen an den Krebs verloren habe. Vielleicht habe ich das Buch auch daher, innerhalb von fünf Stunden verschlungen. Aber für jeden, der sich wirklich damit auseinandersetzen will, wie es nach dem Tod für die Hinterbliebenen weitergehen kann und wer genug Taschentücher zur Seite hat, ein wundervolles Buch.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Herrlicher Krimispaß

Der Weihnachtsmannkiller. Ein Winter-Krimi aus Ostfriesland von Klaus-Peter Wolf

Ann Kathrin Klaasen, von den meisten nur AKK genannt, schwört ihr Team darauf ein, die Weihnachtsmänner, die allerorts kleine Geschenke verteilen, im Auge zu behalten, denn in den letzten acht Jahren sind 12 Weihnachtsmänner verschwunden oder tot aufgefunden worden. Und eben wird wieder einer vermisst und ein Drohbrief aufgetaucht.

Nur Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz kann der Soko Weihnachtsmann-Killer so rein gar nichts abgewinnen, obwohl AKK die Fakten gut aufbereitet auf den Tisch legt.

Während AKKs Mann KHK Frank Weller und Kollege KHK Rupert in die Rolle des Weihnachtsmannes schlüpfen, dürfen wir Leser in den Kopf des Täters sowie in dessen Tiefkühltruhe schauen, in der neben Dutzenden Packungen von Fischstäbchen auch tiefgekühlte Weihnachtsmänner gelagert werden. Daher sind wir Leser den Ermittlern immer einen kleinen Schritt voraus.

Auch einen eigenen Adventkalender hat sich der Mörder gebastelt. Noch sind nicht alle Türchen besiedelt.

Meine Meinung:

Ich gestehe, ich kann die Vorweihnachtszeit mit Glühwein, Weihnachtsmann und lautstarkes Weihnachtsliedergedudel (Wham!) überhaupt nicht leiden, weil die angeblich stillste Zeit des Jahres und das friedliche Fest im Kreis der Familie bei uns zu Hause alles andere als friedlich war. Allerdings geht mein Kindheitstrauma nicht soweit, dass ich Weihnachtsmänner ermorden würde. Einen Kurzkrimi, bei dem Weihnachtsmänner den Tod finden, habe ich allerdings auch schon geschrieben.

Wir Serienjunkies, die schon einige oder alle Teile der AKK-Krimis bzw. die Undercovermissionen von Rupert kennen, wissen um die Stärken, Schwächen und Macken der Teammitglieder bestens Bescheid. So sind die außerehelichen Affären Ruperts Legion und mit seinen derben oft unpassenden Sprüchen sowie seinem Alkoholkonsum fällt er immer wieder aus dem Rahmen. Auch diesmal verpasst er den eigentlichen Showdown, weil er sich mit Schnaps zugedröhnt hat und verschläft.

Schmunzeln musste ich, wie der Täter die Weihnachtsmänner im Ort dazu bringt, sich lächerlich zu machen, indem sie sich bis auf die Unterwäsche ausziehen, das Kostüm verbrennen und anschließend das Videos von sich im Internet zu posten.

Für alle jene, die keine Lust auf Weihnachtskitsch haben, ist dieser Krimi genau richtig. Der zweite, nicht ganz ernst gemeinte Weihnachtskrimi erscheint am 25. September 2024.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat, 5 Sterne.

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Rezensionen von yellowdog:

Die italienische Tochter

Kassandra in Mogadischu von Igiaba Scego

Kassandra in Mogadischu ist ein Buch, dass sehr von seiner Erzählperspektive geprägt ist.
Die Erzählerin schreibt Briefe an ihre Nichte Soraya. Zunächst denkt man als Leser sogar, man würde persönlich angesprochen. Ehrlich gesagt, hatte ich keinen Briefroman erwartet. Das ist nicht meine bevorzugte Erzählform, doch mit der Zeit kommt man besser rein.

Man erfährt etwas von Somalia. Die Heimat der Erzählerin ist Rom, auch wenn sie afrikanische Wurzeln hat. Und doch traumatisiert sie, was ab 1991 schreckliches im Bürgerkrieg in Somalia passiert. Es ist auch ein Buch über ihre Familie.
Ich bin der Erzählerin mit Interesse durch das Buch gefolgt.

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