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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von froschman:

Osterfeiertage einmal anders

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola

Commissario Salvatore Gaetano verbringt wie jedes Jahr die Osterfeiertage auf dem Weingut seines Vaters, in Neapel finden zahlreiche Osterprozessionen statt. Gaetanos neue Kollegin Beppa Bellucci ruft ihn jedoch an und teilt mit, dass sie am Hafen einen toten Mann im Wasser entdeckt habe. Da Beppa noch nie einen großen Fall zu bearbeiten hatte und außerdem wegen der Osterzeit viele Kollegen auf Urlaub sind, unterbricht Salvatore sein Urlaubswochenende, um Beppa zu unterstützen.

Es stellt sich heraus, dass der Tote ein wichtiger Mitarbeiter der Firma Spirafarm ist, ein Aushängeschild der neapolitanischen Wirtschaft und knapp vor dem Börsengang. Da Gaetanos Vorgesetzte den Todesfall als Selbstmord deklarieren wollen, muss er im Geheimen weiterermitteln. Zahlreiche Wendungen machen das Buch bis zum Ende spannend.
Fabio Nola gelingt es hervorragend, die Landschaft, die Gerüche und traditionelle religiöse Osterbräuche zu beschreiben. Etliche italienische Wörter und Ausdrücke werden zum besseren Verständnis in einem Glossar am Ende des Buches erklärt.

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Nebel im Moorland

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Malia Gold beginnt ihre neue Arbeitsstelle in Moorbach und hat gleich zwei Aufgaben zu lösen. Toma wird im dichten Nebel von einem Fahrzeug angefahren und in den Moorgraben neben der Straße geschleudert, der Lenker begeht Fahrerflucht. Weiters verschwinden die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana, sie wollten im Nebel für ihren geheimnisvollen TikTok-Kanal Aufnahmen von einem Turm aus machen.

Auf diesem Kanal werden erschütternde Bilder gefunden. Für Malia ist das Moor ein Heimspiel, ist sie doch in dieser Region aufgewachsen. Auf dem TikTok-Kanal sind neue erschütternde Bilder von Jana aufgetaucht. Als auf dem Dach des Turmes eine GoPro-Kamera gefunden wird und die Ermittler die Aufnahmen sehen, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn nichts ist so, wie es scheint.
Winkelmann ist mit diesem Buch wieder der Beweis gelungen, dass er es versteht, Spannung aufzubauen, sie zu halten und noch zu steigern. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven ist das Buch rasch zu lesen und gipfelt in einem überraschenden Ende.

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Frauenpower

Tödliche Freundinnen von Tess Sharpe

An Chloe Harpers 16. Geburtstag geschieht etwas Schreckliches, das ihr Leben total verändert. Gemeinsam mit ihrer Freundin Mel hat sie den Kleingangster Toby in Notwehr getötet und ihn im Wald verscharrt. Chloe flieht in die Wildnis, niemand weiß, wohin. Mel wird Detektivin. Die Familie Harper beauftragt Mel, nach Chloe zu suchen.

Aber nicht nur sie sucht nach Chloe, denn Toby hatte mächtige Männer bestohlen, die seine Beute zurückholen wollen. Mel findet Chloe und kann sie überreden, zurückzukommen. Doch beim Rückflug stürzt das Privatflugzeug der Harpers ab, beide Frauen überleben, werden aber von der reichen Familie geschnappt, können aber immer wieder fliehen.
Tess Sharpe beschreibt eine Liebe zwischen zwei Frauen, die in der Kleinstadt geheim bleiben muss. Aus Liebe flieht Chloe, damit Mel nichts passiert. In kurzen Kapiteln., die jeweils mit dem Namen, aus deren Sicht erzählt wird, sowie in Zeitsprüngen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, wird eine spannende Verfolgungsjagd auf die beiden Frauen geschildert. Überraschende Wendungen mit einem Ende, das eigentlich niemand erwarten würde.

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Nächte auf der Tankstelle

Giftiger Grund von Thomas Knüwer

Charu ist bankrott, sie ist bei ihrer Schwester untergekommen. Als Podcasterin ist sie noch zu wenig bekannt, um von ihren Lost-Places-Aufnahmen leben zu können. Jetzt ist sie unterwegs zu einer verlassenen Tankstelle, an der vor Jahren ein Überfall stattfand, um ihre Kamera zu verstecken. Joran, einer der damaligen drei Täter, wird von seinem Vater erpresst.

Er hat seine siebenjährige Haftstrafe vor kurzem abgesessen und ist ebenfalls mittellos, aber er hatte die Beute von 700 Dollar in einem Kanalschacht bei der Tankstelle versteckt. Doch anstelle des Geldes findet er im Schacht die Leiche von Aras, seinem Mittäter. Bleibt nur mehr einer des Trios übrig. Ist Marvin der Mörder? Entsetzt merkt Joran, dass er nicht der einzige ist auf dem verlassenen Gelände. Charu hat ihre Kamera in der Waschstraße, ein kleines Mädchen im Schlafanzug und Gummistiefeln kommt jede Nacht hier her. Niemand weiß, warum. Doch auch sie hat Geheimnisse. Außerdem wird Joran von Marvin unter Druck gesetzt.
Thomas Knüwer hat einen Krimi geschrieben ohne Ermittler, nur drei Personen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen! Er lässt seine Hauptcharaktere die kurzen Kapitel selbst erzählen. War richtig spannend zu lesen.

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Die Zeit drängt

Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Luisa Menkhoff verlässt die Uni und sieht auf einem Flugblatt das Foto der verschwundenen Nicole Klement. Sie hat sie jahrelang nicht mehr gesehen, aber da sie ein sogenanntes eidetisches Gedächtnis hat, kann sie sich an alles erinnern, als ob es gerade erst gestern gewesen wäre. Sie selbst wurde im Alter von 5 Jahren entführt und dabei hat Nicole Klement eine Rolle gespielt, sie war die Lebensgefährtin des Entführers! Luisa meldet sich sofort bei der Polizei und schildert ihre Beweggründe.

Ramin Brunner; der gerade eine Cold-Case-Einheit aufbauen soll, ist von den Aussagen Luisas verblüfft – sie kann sich wegen ihres besonderen Gedächtnisses an alle Einzelheiten erinnern. Aber jetzt deutet alles darauf hin, dass Dr. Joachim Lichner, ihr damaliger Entführer, jetzt Nicole Klement in seiner Hand hat. Luisa wird als externe Beraterin hinzugezogen, begibt sich dabei aber selbst in große Gefahr.
Arno Strobel hat mit diesem Thriller den Beginn einer neuen Serie veröffentlicht. Auch diese Reihe wird wieder ein toller Erfolg werden, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein temporeicher Thriller mit starken Persönlichkeiten, Rückblicke in die Vergangenheit sowie kurze Kapitel erleichtern das Lesen ungemein.

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Blutrot in der Winterlandschaft

Nebelbeute von Benjamin Cors

Mila Weiss, Mitglied einer Spezialeinheit für Schwerverbrechen, hat sich im Dienst Auszeit genommen, um auf eigene Faust in Österreich einem Phantom aus der Vergangenheit nachzuspüren. Der Serienverbrecher Johannes Toblach soll sich in einem Dorf in den Bergen aufhalten. Ihn will sie stellen, sie hat es den Eltern der entführten Kinder versprochen.

Bereits an ihrem Ankunftstag im Ort wird eine Leiche gefunden, gefangen in Seilen zwischen den Bäumen und vom Dorfplatz aus sichtbar! Mila wird von einem Tag auf den anderen von der Jägerin zur Gejagten und verschwindet spurlos. Da sie nicht mehr erreichbar ist, macht sich ihre Gruppe 4, geleitet von Jakob Groh, auf die Suche.
Benjamin Cors gelingt es mit seiner Schreibweise, die bedrückende Atmosphäre des abgeschiedenen Ortes wiederzugeben, eine latente Bedrohung wird sichtbar. Unerwartete Wendungen erzeugen starke Emotionen mit psychologischer Tiefe.

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Junggesellinnenabschied in den Schären

Bachelorette Party von Camilla Sten

Die Podcast-Autorin Tessa Nilsson feiert mit drei Freundinnen und ihrer Schwester den Junggesellinnenabschied von Anneliese auf einer bis vor kurzem menschenleeren Insel in den Schären, auf der ein Yogaretreat neu erbaut wurde. Doch Tessa kann sich erinnern, dass bereits vor 10 Jahren in dieser Gegend vier Frauen bei einem Polterabend spurlos verschwunden sind und sie will auf dieser Insel nach Spuren dieses Falls suchen.

Auf der Insel angekommen, geben alle Teilnehmerinnen die Handys ab, damit sie ungestört feiern können. Bereits am ersten Abend verschwindet eine Teilnehmerin spurlos, auch das sicher vertäute Boot treibt plötzlich im offenen Meer. Die feiernden sind auf der Insel gefangen und können keine Hilfe holen. Schließlich findet Tessa die vermisste Caroline tot in dem ans Land gespülten Boot – ermordet!
Camilla Sten schreibt aus der Sicht von Tessa, die anscheinend als einzige von den Vorkommnissen der Vergangenheit bescheid weiß, Rückblenden auf die 10 Jahre zuvor Verschwundenen zeigen Ähnlichkeiten auf. Ein Thriller mit überraschenden Wendungen, einer dichten Atmosphäre und einer konstanten Spannung.

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Vermisst im Surferparadies

Heaven's Gate von Daniel Faßbender

Der ehemalige deutsche Profi-Surfer Caruso macht Auszeit auf der philippinischen Insel Surogao. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit kleinen Detektivarbeiten, allerdings steht er bereits bei Vielen in der Kreide. Er trinkt zu viel, flüchtet sich immer wieder zum Surfen ins Meer und ist zu keinen Bindungen bereit.

Da kommt ihm das Angebot einer schönen Spanierin sehr gelegen, deren Sohn vermisst wird und von ihr einen großen Vorschuss erhält. Doch bald muss er erkennen, dass es sich nicht nur um einen Vermisstenfall handelt, die Insel ist ein gefährlicher Drogenumschlagplatz geworden, ein Drogenmafiakrieg bahnt sich an, Caruso begibt sich in große Gefahr.
Faßbender hat einen Krimi mit kurzen Kapiteln geschrieben, flüssig zu lesen. Caruso als ehemaliger Surfprofi entkommt oft nur mit Glück den gefährlichen Situationen. Die Charaktere sind klar nachvollziehbar gestaltet. Die Spannung steigt ständig an, der Schluss fesselt einen so richtig.

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Träume werden sichtbar

REM von Annika Strauss

Alysee wächst bei einer Pflegefamilie auf, ihre Mutter ist vor Jahren gestorben und ihr Vater wurde bestialisch ermordet, als sie erst vier Jahre alt war. Sie kann sich nur an daran erinnern, dass ihr Vater sie panisch gebeten hat, nicht einzuschlafen. Doch ihr fallen einfach die Augen zu. Als sie wieder erwacht, ist ihr Vater tot.

Die Angst vor dem Einschlafen hat sie nie verlassen. Mit 25 Jahre erfährt Alysee, dass ihr Vater ihr das Hotel de Ville vererbt hat. Da sie derzeit sowieso nichts zu tun hat, fährt sie mit Nico, ihrem Pflegebruder, zu dem Hotel, das an der deutsch-polnischen Grenze liegt. Und hier beginnt das Grauen.
Kurze Kapitel erleichtern das rasche Lesen, sie bringen Spannung, die bis zum Schluss gesteigert wird. Einige Wendungen lenken das Geschehen in eine andere Richtung, als man zuvor gedacht hatte. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mir meine Träume als Film anschauen kann, dann gruselt mir davon.

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Mord im Surferparadies

Die Tote von Nazaré von Miguel Silva

Nach einem Banküberfall, bei dem sie einen Kopfschuss erlitt, will sich die Kölner Hauptkommissarin Maren Berger in Nazaré, einem kleinen Ort Portugal, erholen. Hier soll es die höchsten Wellen für Surfer geben. Am nächsten Morgen geht sie in Richtung Festung, von dort aus kann man die Surfer am besten sehen.

Sie hat ihr Handy in der Unterkunft gelassen, weil sie in Ruhe gelassen werden will. Bei der großen Surfer-Statue noch vor der Festung findet sie die Leiche einer jungen Frau. Da sie kein Handy mithat, muss sie zurück in Richtung Ort, um von dort die Polizei zu verständigen. Doch als sie mit der Polizei zur Statue kommt, ist die Leiche verschwunden, die Polizisten glauben ihr nicht. Einzig Inspetor Ferreira von der Policia Judicaria, der auch in Deutschland Ausbildungen absolviert hatte, glaubt ihr. Bald finden sie eine weitere Leiche und Maren erkennt das Opfer. Es ist ein ehemaliger Arbeitskollege aus Köln. Hat das Ganze etwa mit Ermittlungen zu tun, die sie vor dem Banküberfall in Köln durchgeführt hatte? Aber sie kann sich an die letzten vier Monate vor dem Überfall nicht mehr erinnern.
Miguel Silva hat einen Krimi mit viel Lokalkolorit geschrieben, man möchte sofort Urlaub in Nazaré mit der wilden Küste und den hohen Wellen machen. Die flüssige Schreibweise erlaubt ein rasches Lesen, die beteiligten Hauptprotagonisten Maren und Joao Ferreira wirken sympathisch, das Ende ist überraschend.

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