Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BarbaraM:
Ein Volltreffer für kleine Fußballfans!
Kosmos SchlauFUX Fußball, von Birk Grüling
Ich bin wirklich begeistert von dem Buch „Fußball“ von Dirk Grünling. Für mich ist das Konzept nahezu unschlagbar: Kinder werden hier nicht einfach nur mit Informationen „gefüttert“, sondern wirklich ernst genommen und dazu eingeladen, sich auf ihre ganz eigene Art Wissen rund um den Ball anzueignen.
Genau das macht dieses Buch so besonders.
Erschienen ist das Buch im Kosmos Verlag und gehört zur Reihe SchlauFUX. Auf unglaublichen 64 Seiten stecken hier nicht nur jede Menge fundierte Informationen, sondern auch herrliche Fotos, die das Gelesene lebendig machen und zusätzlich begeistern.
Besonders gut gefallen mir die klar strukturierten Kategorien, die durch gleichbleibende Icons sofort erkennbar sind. Das sorgt für Orientierung und macht es auch jüngeren Leserinnen und Lesern leicht, sich zurechtzufinden und gezielt in Themen einzutauchen, die sie gerade interessieren.
Inhaltlich lässt das Buch für mich keine Wünsche offen. Es deckt wirklich alles ab, was man über Fußball wissen kann: von den Anfängen des Spiels über große Superstars und Vereine bis hin zu Taktik, kuriosen Fakten und spannenden Einblicken in den Frauenfußball. Auch Themen wie Fußball auf verschiedenen Kontinenten, die Bundesliga, wichtige Trophäen und Pokale, die Rolle der FIFA sowie Fußball im Fernsehen und Radio werden anschaulich behandelt.
Ich habe das Gefühl, dass hier ein echtes Gesamtpaket entstanden ist. Es ist so umfassend, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass irgendetwas Wichtiges fehlt. Mein kleiner Fußballexperte wird dieses Buch ganz sicher nicht mehr aus der Hand legen. Für alle fußballbegeisterten Kinder ist es aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung.
Rezensionen von PMelittaM:
Ich bin auf Band 2 gespannt
Nightingale von Danielle Weidig
Gerade aus den Flitterwochen zurück, soll nun Lydia Nightingales neues Leben als Countess beginnen. Schon am ersten Tag wird sie in einen Mordfall verwickelt, und ihr Ehemann Nigel bald als Täter verdächtigt. Was bleibt ihr anders übrig, als selbst zu ermitteln und den Fall zu lösen. Zum Glück steht ihr dabei Godfrey Goodfellow, der Butler ihrer Schwiegermutter zur Seite.
Ein britischer Cosy Crime, der in der heutigen Zeit spielt, sich aber trotzdem in Adelskreisen bewegt, dazu der Start in eine neue Reihe, das machte mich zusätzlich zum Klappentext neugierig.
Zunächst hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Erzählstil, zu viel ging es um die Beschreibung des Äußeren, die Kleidung und vor allem das Make up, doch dann las ich, dass Lydia von Beruf Kosmetikerin und Maskenbildnerin ist, und so konnte ich es zumindest akzeptieren, im weiteren Verlauf wird es auch weniger.
Lydia ist mir sympathisch, aber mein Favorit unter den Charakteren ist ganz klar der Butler, der durchaus die butlerübliche Verhaltensweisen an den Tag legt, aber auch darüber hinaus gehen kann, und zum Beispiel die Zeit nutzt, wenn seine Chefin anderweitig beschäftigt ist, und seine Dienste voraussichtlich nicht benötigt. Außerdem besitzt er die eine oder andere nützliche Fähigkeit, kennt sich an den Örtlichkeiten aus, und ist ziemlich liebenswert. Dass er zudem gerne Sprichwörter, diese aber grundsätzlich falsch, benutzt, lässt einen immer wieder schmunzeln.
Lydias Schwiegermutter, die für das junge Paar ihr bisheriges Domizil im Castle aufgegeben und in ein Herrenhaus gezogen ist, hat natürlich gewisse Allüren, man kann sie aber mögen, auch wenn sie Probleme gerne in Sherry ertränkt. Das Personal der Familie und einige Bewohner:innen des nahegelegenen Örtchens spielen ebenfalls eine Rolle, manche wird man sicher wiedertreffen.
Die Polizei, in Form von Liam Lawson, der Lydias Ehemann von Kindheit an kennt und anscheinend nicht so richtig mag, schießt sich schnell auf Nigel ein. Ihn auf andere Spuren zu bringen ist nicht so einfach, zumal wirklich einige Indizien auf Nigel hindeuten. Am Ende wird der fall einigermaßen nachvollziehbar aufgeklärt.
Dieses Ende allerdings hat mir den Roman etwas verleidet. Viel zu früh erfährt man die Auflösung, und dann wird über viele Seiten hinweg erklärt, was passiert ist, natürlich von dem:der Täter:in hochstpersönlich. Das Drumherum zu diesen Erklärungen, ich möchte das aus Spoilergründen nicht näher ausführen, soll wohl spannend sein, ist es vielleicht auch für einige, mich konnte es nicht überzeugen, mir war das Ganze viel zu langatmig und wirkte auf mich etwas weit hergeholt und nicht immer logisch. Die Motivation konnte ich schon erkennen, aber das Drumherum empfand ich als eher albern.
Ich bin gespannt, ob im nächsten Band, der schon am Ende diesen Bandes seinen Auftakt hat, noch einmal auf die Geschehnisse zurück gekommen wird. Ich würde es begrüßen, auch um zu erfahren, wie es für manche aus- beziehungsweise weiterging.
Der erste Band der Reihe konnte mich, trotz seines weniger ansprechenden Endes, unterhalten. Ich mag das Setting und besonders den die Protagonistin bei ihren Ermittlungen unterstützenden Butler. Ich vergebe hoffnungsvolle 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde, und bin auf Band 2 gespannt.
Rezensionen von manu63:
Auftakt mit Potential nach oben
Witch of the Wolves: Halbmond Erbe von Kaylee Archer
Witch of the wolves Halbmonderbe ist der Auftakt der Blood Legacy Reihe der Autorin Kaylee Archer. Auf wie viele Teile die Reihe angelegt ist, konnte ich noch nicht heraus finden, es gibt zumindest zwei Bände von denen der zweite noch nicht erschienen ist.
Cordelia entstammt einer Reihe von mächtigen Hexen und wächst bei ihrer Tante Lenora in London auf.
Als plötzlich ein geheimnisvoller Fremder in ihr Leben tritt, wird dieses völlig aus der gewohnten Bahn geworfen und Cordelia erfährt Dinge aus ihrer Vergangenheit die ihr nicht bekannt waren und die sie zum Teil verstören.
Die Geschichte wird flüssig erzählt und hat in der Handlung einige sprunghafte Szenen in denen sich die Wahrheiten und Gegebenheiten rasch ändern. Cordelia muss sich immer wieder auf neue Wahrheiten oder Lügen einstellen und als Leser kann man den verschiedenen Wendungen manches mal gar nicht so schnell folgen wie sie erscheinen. Viele Charaktere werden erwähnt die nur ein kurzes Szenario haben und man weiß oft nicht, ob sie nur Randfiguren sind oder ob ihnen stärkere Bedeutung zukommt. Da wäre weniger oft mehr gewesen.
Die in der Beschreibung angedeuteten Spicy Szenen fand ich an einigen Stellen recht unpassend und auch eher nicht so spicy.
Cordelias Gedankenwelt dreht sich mehrfach im Kreise und da wäre mir eine straffere Erzählweise lieber gewesen.
Trotz der erwähnten Schwächen hat mich die Geschichte im Ganzen recht gut unterhalten und ich bin neugierig wie es in Teil zwei weiter geht.
Rezensionen von Tara:
Düster & atmosphärisch
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
„Home Before Dark“ ist ein atmosphärischer Psychothriller der in Reykjavík lebenden Autorin Eva Björg Ægisdóttir.
Die Handlung beginnt 1977 in Island aus der Perspektive der 24-jährigen Marsibel – kurz Marsi. Vor zehn Jahren ist ihre Schwester Stina verschwunden. Damals wollte sie sich mit einem Brieffreund treffen, dem gegenüber sie sich als ihre Schwester ausgegeben hatte.
Sie schafft es nicht zu dem Treffen, stattdessen verschwindet Stina. Nun erhält sie einen rätselhaften Brief von ihrem damaligen Brieffreund. Sie ist geschockt, will aber, dass die Wahrheit über das, was damals passiert ist, endlich ans Licht kommt. Zum zehnjährigen Jahrestag von Stinas Tod gibt es einen weiteren Todesfall und es wird ein weiterer Brief an Marsi gefunden.
Marsibil leidet seit zehn Jahren unter Schuldgefühlen, Schlaflosigkeit und Halluzinationen. Die Erinnerungen an ihre Kindheit sind bruchstückhaft und sie weiß nicht, ob sie ihnen trauen kann. Dadurch wurde sie auch für mich als Leserin zu einer unzuverlässigen Erzählerin.
Bereits zu Beginn wird eine beklemmende Atmosphäre aufgebaut. Marsis Schuldgefühle und ihre Verzweiflung sind spürbar.
Die Handlung wechselt zwischen den derzeitigen Ereignissen im Jahr 1977 und der Vergangenheit, dem Jahr, in dem Stina verschwand. Zudem wird sie aus unterschiedlichen verschiedene Perspektiven erzählt, wodurch die Spannung hoch gehalten wird. Dazu kommen zahlreiche unvorhersehbare Wendungen. Letztendlich ist nichts, wie ich zunächst dachte und gleichzeitig hat Eva Björg Ægisdóttir genau dies zuvor angedeutet, ohne, dass ich es erkannt habe.
Auch wenn ich ein wenig überrascht war, dass die Brieffreundschaft nur eine recht untergeordnet Rolle gespielt hat, konnte mich der Thriller durch seine intensive und beklemmende Atmosphäre fesseln und überzeugen, so dass ich gespannt auf weitere Bücher der Autorin bin.
Rezensionen von nanu?!:
Zusammen isst man weniger allein
Easy Morning - Frühstück & Brunch von Christina Schierlinger-Brandmayr
Der Morgen ist die liebste Tageszeit der Autorin, denn da nutzt sie die morgendliche Ruhe, um für sich und der Familie ein gemütliches Frühstück zuzubereiten.
Im Alltag ist das meistens nur ein schnelles Granola oder Brot, aber wenn die Zeit es erlaubt, wird das Frühstück richtig zelebriert.
Die Autorin betont in ihrem Vorwort, dass sie bewusst nach Rezepten gesucht hat, für die man nicht stundenlang in der Küche stehen muss, oder die im Vorfeld schon leicht vorzubereiten sind.
Man selber will schließlich auch mit am Tisch sitzen und schlemmen, den Tag genießen und nicht noch ständig herumwuseln um tausend Sachen noch fertig zu kriegen.
Aufgeteilt ist das Buch in sechs Kapitel, wobei die Einführung gar nicht mitgezählt ist.
Die Autorin erzählt erst ein wenig über sich und ihre Vorlieben und worauf es bei ihr auf ein gutes Frühstück ankommt. Dabei kommt sie sehr sympathisch und entspannt rüber.
- Dann geht es los mit den BASICS wie selbstgemachtes Granola, Marmelade, Gewürzmischungen, die echte Gamechanger sind, verschiedene Varianten von Hummus, andere Dips, usw.
- Das GETRÄNKEkapitel finde ich für mich persönlich nicht so interessant. Hier geht es um kalt aufgebrühten Kaffee und Tee, der wohl gerade voll im Trend liegt.
Dann noch weitere Kaffee- und Teespezialitäten, Drinks und selbstgemachte Limonaden.
- Das Kapitel mit dem BROT & GEBÄCK gefällt mir dagegen sehr, denn die Vorschläge sind unkompliziert und auch für Anfänger machbar. Ruckzuck-Focaccia, Joghurt-Fladenbrote, Scones und Hefezöpfe. Nur das Sauerteigbrot braucht ein bisschen mehr Zuwendung, und Anstellgut hat ja auch nicht jeder zu Hause.
- Im vierten Kapitel geht es um Rezepte FÜR JEDEN TAG.
Hirsebrei, Müsli, selbstgemachten Joghurt, ... alles Dinge, die perfekt für ein schnelles Frühstück sind, und trotzdem spontan abgewandelt werden können, je nach Laune, und damit es nicht jeden Tag gleich schmeckt.
- Meine persönlichen Lieblingskapitel sind die beiden letzten, mit den herzhaften Brunchgerichten. Hier geht es um Salate, Platten mit Grillgemüse, Frittata, ... alles ein bisschen gehaltvoller und perfekt für ein ausgedehntes Frühstück.
Ausprobiert habe ich hier bereits die Pancakes mit Joghurt und Beeren, den ofengerösteten Kürbis mit Dukkah, Joghurt und Cranberrys, die gegrillten Spitzpaprika mit Feta-Topping und den Dinkelreissalat mit Gurke und Rosinen.
Mir gefällt wie die Autorin salzige und süße Komponenten miteinander kombiniert.
Praktisch ist auch, das diese Gerichte auch gut zum Barbecue oder Abendessen serviert werden können.
- Das letzte Kapitel behandelt deftige Rezepte aus aller Welt, wie englisches Frühstück mit Bohnen oder türkisches Menemen.
Das Buch selbst ist modern gestaltet, mit verschiedenen Schriftgrößen zur besseren Ansicht.
Zu jedem Rezept gibt es einen kleinen Einleitungstext mit Erklärungen und oft findet man darin noch weitere Tipps, wie man das jeweilige Gericht noch verändern oder verbessern kann.
Die Kochanleitungen sind laufende Texte, und keine Schritte zum abhaken. Trotzdem sind sie klar und deutlich geschrieben, Fragen bleiben keine offen.
Die Zutaten sind überall leicht zu bekommen und nichts kompliziert exotisches ist dabei.
Alle Rezepte sind vegetarisch, bis auf eines. Die Autorin erklärt aber, warum sie dieses eine ins Buch aufgenommen hat.
Die Fotos finde ich sehr gelungen. Die Autorin hat ihre Speisen immer sehr schön in Szene gesetzt und auch oft mit Blüten dekoriert.
Das Buch empfehle ich gerne weiter, es bietet jede Menge Abwechslung und viele neue Ideen. Daumen hoch!
Rezensionen von Streiflicht:
Wenn die Realität zur Inspiration wird ...
Am helllichten Tag von Peter Probst
Wenn die Realität zur Inspiration wird, dann ist es oft spannender und grusliger, als wenn sich jemand einfach irgendetwas ausdenken würde. Ich habe bisher kein Buch von Peter Probst gelesen, aber da habe ich wohl was verpasst! Gut, dass ich über dieses Buch gestolpert bin, das mich vom ersten Moment an fasziniert hat.
Schon die Kurzbeschreibung und das Cover in Kombination mit dem eingängigen Titel haben mich sofort neugierig gemacht.
Basierend auf wahren Begebenheiten hat der Autor hier einen richtigen Pageturner geschrieben. Toni war mir sofort sympathisch, ich konnte wunderbar mit ihr mitfühlen und mitfiebern. Das Rätsel, das ihr ihr Vater aufgegeben hat, war mehr als schwierig, gut, dass sie ein paar Helfer und Mitstreiter hatte. Leo mochte ich auch sehr und ich würde mich freuen, weitere Bücher mit dem ungleichen Duo, das sich aber so gut ergänzt, zu lesen.
Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch sehr berührend und bringt einen immer wieder ins Nachdenken und Grübeln. Umso mehr, weil man weiß, dass es damals wirklich entführte Kinder gab und die Taten nie aufgeklärt wurden. Da überlegt man ja immer ... Gleichzeitig hat der Autor es geschafft, die Atmosphäre damals und heute gut einzufangen und erlebbar zu machen. Ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe. Ich war ein bisschen traurig, als ich es zu Ende gelesen hatte.
Rezensionen von Baerbel82:
Die Vergangenheit holt einen immer ein
Einsam wie der Tod von Bernhard Stäber
Bernhard Stäber folge ich schon lange und habe die beiden Vorgänger mit Freude gelesen. Auch sein neuer Norwegenkrimi „Einsam wie der Tod“, der dritte Fall für Privatdetektiv Wolf Larsen und die Journalistin Sanna Bjørnstad, überzeugt. Worum geht es?
Ein Rückblick in die Vergangenheit, im Mai 2009.
Wir begegnen der kleinen Sanna und ihrer Schwester Elin. Sie leben sie in einem Holzhäuschen in der Provinz Telemark. Die beiden haben eine schlimme Kindheit: ein gewalttätiger Vater, eine Mutter, die sich weg duckt.
Viele Jahre später, im Januar 2024, gibt es ein Wiedersehen mit Wolf. Er ist in Oslo, im Viertel Aker Brygge. Wolf trifft sich mit dem YouTuber Vidar Kvernberg. Der hatte behauptet, dass Sannas Vater noch lebt. Wer ist Vidars Kontakt? Tatsächlich ein Polizist/ eine Polizistin?
„Einsam wie der Tod“ ist ein Buch, dass die traumatische Vergangenheit und familiäre Geheimnisse von Sanna und Elin thematisiert. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.
Sannas verschiedene Persönlichkeiten, sie leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS). Irgendwie war mir das alles ein bisschen „too much“. Denn wer die beiden Vorgänger gelesen hat, weiß ja Bescheid. Auch Sannas Schwester Elin ist psychisch krank.
Das Ende überrascht und schockiert. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Atmosphärisch und unterhaltsam. Auch, dass ein Teil in Schottland und den Orkneys verortet ist.
Fazit: Fall Nr. 3 für Wolf und Sanna. Gut, aber nicht ganz so spannend wie die Vorgänger.
Rezensionen von Ameland:
Nicht unbedingt für jeden Tag
Easy Morning - Frühstück & Brunch von Christina Schierlinger-Brandmayr
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Alles sieht appetitlich aus und ist so hübsch angerichtet. Ich sitze sehr gerne etwas länger am Frühstückstisch, am liebsten in Gesellschaft und habe eine mehr oder minder große Auswahl.
Gegliedert ist das Buch nach der Einführung in folgende sechs Bereiche: Basics, Getränke, Brot & Gebäck, für jeden Tag, Sharing Plates / Brunch und Frühstücksrezepte aus aller Welt.
Anschließend gibt es neben dem alphabetischen Register noch eine Sortierung der 70 Rezepte nach Jahreszeit oder einem Motto-Brunch.
Zu fast jedem Rezept findet sich neben der Zutatenliste und der Anleitung ein ansprechendes Foto und manchmal ein Extra-Tipp. Zu meiner Überraschung gibt es nur vegetarische und vegane Rezepte in diesem Buch. Bei den Hauptmahlzeiten verzichte ich zwar meistens auf Fleisch, aber beim Frühstück oder gerade beim Brunch nehmen wir doch gerne mal etwas Frühstücksspeck, Wurst oder ein kleines Würstchen dazu.
Ich habe für mich einige Anregungen aus den Vorschlägen mitnehmen können. Da das Buch insgesamt sehr modern aufgemacht ist, mag es auch an meinem Alter liegen, dass für mich persönlich die Rezepte aus diesem Buch überwiegend eher etwas für einen Brunch mit Freunden sind als etwas für jeden Tag.
Rezensionen von peedee:
Natalies göttliche Mission
Yesteryear von Caro Claire Burke
Natalie Heller Mills ist eine gute Christin, eine liebevolle Ehefrau, Mutter von sechs Kindern, die sie zu Hause unterrichtet. Mit ihrem Mann bewirtschaftet sie eine idyllische Farm – alles scheint ihr mühelos zu gelingen. Dies ist zumindest das Bild, das sie auf Social Media vermittelt, wo ihr Millionen Menschen folgen.
Die helfenden Hände im Hintergrund sollen bleiben, wie sie sind, nämlich unsichtbar. Eines Tages wacht sie auf und muss das echte Leben einer Pioniersfrau leben, das sie immer nur vorgetäuscht hat…
Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages gefällt mir nicht wirklich (ich bin kein Fan von Schutzumschlägen), aber das umlaufende Bild auf dem Hardcover ist sehr schön – schade, dass nicht dieses Bild das Cover ist.
Das Buch spielt auf verschiedenen Ebenen, was durchaus etwas Konzentration benötigte, da man ein paar Seiten in der Gegenwart war, dann wieder zurück in der Vergangenheit.
Wow, Natalie konnte mitnichten Sympathiepunkte bei mir sammeln. Gegen aussen die perfekte Fassade, aber innen – was wir Leser:innen natürlich vermittelt bekamen – ist sie bösartig. Aus ihrer Sicht ist ihr Ehemann wohl der dümmste Mann auf Erden. Und ihre Kinder kann sie ebenfalls nicht leiden. Ihre Mutter geht ihr auf die Nerven, und ihre Schwester mit deren Nichtsnutz von Ehemann sowieso. Und von den Schwiegereltern wollen wir gar nicht erst anfangen. Oha! Aber: Auf Social Media sieht man nur wunderbare Fotos ihrer Familie, es werden Koch- und Backrezepte ins richtige Licht gestellt (und selbstverständlich gibt es auch die nötigen Merchandise-Produkte zu kaufen), alles mühelos, alles easy. Die „wütenden Weiber“, die sich im Netz abfällig zu ihren Posts, Reels und Stories äussern, sind im tiefsten Innern einfach neidisch. Recht so – meint Natalie.
„Manchmal wurde mir fast schlecht, wenn ich darüber nachdachte, wie perfekt mein Leben war und wie gut mir alles gelang.“
Dies ist wieder einmal eine Rezension, die mir nicht leicht fällt. Aber nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hätte, nein, ganz im Gegenteil: Ich fand es ein aussergewöhnliches Buch und möchte in meiner Rezension auch die richtigen Worte finden ohne zu spoilern. Und das ist das Schwierige. Die Tradwives wurden in letzter Zeit vermehrt in den Medien thematisiert. Wenn eine Frau als Tradwife („traditional housewife“) die traditionelle Rollenverteilung für ihre Familie als richtig ansieht, ist das ihre Sache, aber das sich dem Manne Unterordnen, ist für mich nicht stimmig. Ebenso wenig dieses „Theater“, das Inszenieren einer Perfektion, einer romantisierten Idylle.
„Eine Frau hatte drei Aufgaben. Eine gute Mutter zu sein, eine gute Ehefrau zu sein und das Haus sauber zu halten. Ach, und immer schön lächeln!“
Als sich Natalie plötzlich effektiv in der Rolle einer Pioniersfrau von 1800 befindet, merkt sie, wie wenig glamourös diese Zeit ohne all ihre Helfer – Mensch oder Maschinen – in Wirklichkeit war. Ich war sehr gespannt, wie diese Verschiebung in die Vergangenheit am Schluss aufgelöst werden würde und konnte fast nicht schnell genug lesen. Und? Die Auflösung war mehr als gelungen, bravo! 5 wohlverdiente Sterne – dieses Drama gehört auf jeden Fall zu meinen Highlights des Jahres 2026.
Rezensionen von dorli:
Aufwühlend, unterhaltsam, bereichernd.
Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber
Die Karriere der Kölner Fernsehjournalistin Alina Alev will einfach nicht in Schwung kommen. Alina ist überzeugt davon, bei einem kurzfristig anberaumten Meeting ihre Kündigung zu bekommen. Doch das Gegenteil ist der Fall, sie erhält unerwartet die Chance, an einem neuen Projekt mitzuarbeiten. Sie soll eine Reportage zum Thema Obdachlosigkeit erstellen.
Dafür sucht sie jemanden, der auf der Straße lebt und den sie einige Zeit durch den Alltag begleiten kann. Eine Sozialarbeiterin empfiehlt ihr, den Mittdreißiger Bohm anzusprechen. Alina macht Bohm ausfindig, erklärt ihm ihr Vorhaben und bietet ihm für seine Mitwirkung tausend Euro an. Doch Bohm wimmelt sie ab. Als das Schicksal ihm kurz darauf einmal mehr ein Bein stellt, ändert er jedoch seine Meinung…
In seinem Roman „Solange ein Streichholz brennt“ beleuchtet Christian Huber den Alltag zweier Menschen, deren Lebenswelten auf den ersten Blick total unterschiedlich sind, bei näherem Hinsehen allerdings frappierende Ähnlichkeiten aufweisen. Mit Alina und Bohm lässt der Autor zwei einsame Seelen aufeinandertreffen, die auf verschiedene Weise mit der Bitternis des Lebens konfrontiert werden.
Christian Huber hat ein sehr gutes Händchen für Figurenzeichnung. Sowohl Alina wie auch Bohm kommen absolut echt und menschlich rüber. Sie handeln entsprechend ihren Eigenarten, treffen logische Entscheidungen und machen eine glaubwürdige Entwicklung durch. Die beiden kommen im stetigen Wechsel zu Wort, so dass man intensiv an ihren Gedanken und Emotionen teilhaben kann und dadurch nicht nur versteht, wie sie ticken, sondern auch ihre innere Zerrissenheit und ihre mentalen Kämpfe miterlebt.
Es war für mich überaus faszinierend zu beobachten, wie die anfängliche Distanz zwischen Alina und Bohm schrumpft und das Band zwischen ihnen immer fester wird. Christian Huber schildert die Annäherung dieser augenscheinlich sehr unterschiedlichen Menschen mit ganz viel Gefühl - ein Knistern hier, ein Funken da, Zuneigung flammt auf, dann wieder auf beiden Seiten abwiegeln und leugnen. Doch als Leser spürt man lange bevor die Protagonisten es wahrhaben wollen, dass der Zug längst ins Rollen gekommen und nicht mehr zu stoppen ist.
„Solange ein Streichholz brennt“ ist nicht nur eine mitreißende Liebesgeschichte, sondern hat auch eine gute Portion Gesellschaftskritik im Gepäck. Dass das Leben auf der Straße kein Zuckerschlecken ist und es in der Medienbranche knallhart und skrupellos zugeht, ist landläufig bekannt. Doch wie lebt es sich, wenn ein sowieso schon schwieriger Alltag durch mangelnde Wertschätzung noch unerträglicher wird? Christian Huber ermöglicht dem Leser einen intensiven Einblick in zwei Welten, in denen ein respektloses und erniedrigendes Verhalten oft üblicher Usus ist. Darüber hinaus zeigt er, wie schnell eine plötzliche Instabilität oder ein Schicksalsschlag ein Leben komplett aus der Bahn werfen kann. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Autor ein gutes Gespür für die richtige Dosierung hat - die gesellschaftlichen Probleme werden mit dem nötigen Ernst dargestellt, überlagern bzw. erdrücken die Liebesgeschichte aber nicht.
Begeistert hat mich, wie das Streichholz in Szene gesetzt wird. Es ist nicht nur titelgebend und auf dem Cover abgebildet, es spielt auch im Verlauf der Handlung eine wichtige Rolle. Die Symbolkraft ist toll. Im Leben ist es wie bei einem herunterbrennenden Streichholz - irgendwann ist da nur noch Schmerz, wenn man nicht loslässt; wenn man Vergangenes nicht hinter sich lässt.
Das Ende der Geschichte habe ich als sehr gelungen empfunden - nicht rosarot, aber voller Hoffnung und mit der Möglichkeit, neue Wege zu gehen.
„Solange ein Streichholz brennt“ ist einfach großartig. Ein Roman, der aufwühlend, unterhaltsam und bereichernd ist. Eine Geschichte, die mich begeistert hat, weil sie nicht nur mit Worten, sondern mit ganz viel Gefühl erzählt wird.










