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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Baerbel82:

Episch

Der Clan – Die Straße von Pascal Engman


Seit 2019 und „Der Patriot“ bin ich ein großer Fan von Pascal Engman. „Der Clan - Die Straße“ ist der Auftakt einer neuen Trilogie, die in einem Vorort Stockholms verortet ist. Es geht um Clankriminalität, wie Banden entstehen und Fuß fassen.
Im Mittelpunkt stehen Josef und Antonia. Sie sind am selben Tag, im selben Jahr geboren.

Josef ist der Sohn einer alleinerziehenden Mutter mit ausländischen Wurzeln, der von Anfang an mit anpacken muss. Antonia wächst behütet in einer bürgerlichen Familie auf, scheinbar in Sicherheit.
Während Josef in den Sog des Mansour-Clans gerät und mit Drogen dealt, um seine Schulden und die seiner Mutter zu bezahlen, wird Antonia gemobbt und von einem Stalker bedroht.
Und dann ist da noch der Polizist Hjalmar, der mit anschauen muss, wie die Gewalt mit jedem Tag eskaliert. Immer mehr Kriminelle, die Drogen nehmen: „Wandelnde Zombies mit Waffen in der Hand.“
„Der Clan“ ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Dennoch hochspannend. Ein Epos über die zunehmende Bandenkriminalität in Schweden im 21. Jahrhundert.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. „Der Clan“ ist auch ein Buch, das Ehrenmorde, familiäre Beziehungen, persönliche Lebensumstände und die Liebe thematisiert.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit Josef, Antonia und der Familie Mansour weitergeht. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Der Clan - Die Regeln“, die Anfang 2027 erscheinen soll.

Fazit: Packender Auftakt einer Thriller-Trilogie. Brandaktuell, realistisch und beklemmend.

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Zwischen Taunus und Himalaja

Alles wird Asche von Nele Neuhaus

Da ich selbst im Taunus lebe, sind die Krimis von Nele Neuhaus seit über zwanzig Jahren ein Must Read für mich. Das Warten hat sich gelohnt. Auch „Alles wird Asche“, der zwölfte Fall für Pia Sander und Oliver von Bodenstein, hat mir gefallen. Worum geht es?
Zunächst scheinen es tragische Unfälle zu sein: eine Frau stirbt bei einem Brand in ihrer Villa in Kronberg im Taunus, ein Bauunternehmer wird tot im Rohbau eines Frankfurter Hochhauses gefunden und auch in der Nähe von Bad Camberg kommt es zu einem bizarren Todesfall.

Schnell wird klar, dass es sich um eine brutale Mordserie handelt. Die Spuren führen zum Umkreis eines verstorbenen Tech-Milliardärs und Entwicklers eines KI-Chatbots, die weltweit erste echte generative KI, womit Oliver und Pia in ein Geflecht aus familiären und geschäftlichen Geheimnissen geraten.
„Alles wird Asche“ ist spannend und unterhaltsam. Zwei Handlungsstränge gilt es zu verfolgen. Die Geschehnisse in der Familie und die Ermittlungen der Polizei. Dadurch gibt es Redundanzen. Denn wir Lesende sind den Ermittlern immer einen Schritt voraus.
Ab und zu sind Abschnitte in Kursivschrift eingestreut, aus Tätersicht. Liegt das Motiv in der Vergangenheit, als Patrick Brinkhoff am Mount Everest starb?
„Alles wird Asche“ ist ein Buch, das KI thematisiert. Es geht um Familie, Rache und Verrat. Zum Glück sind vorne im Buch ein Personenregister und ein Stammbaum der Familie Brinkhoff eingefügt, damit man den Überblick nicht verliert. Denn die Verwandtschaftsverhältnisse sind ziemlich kompliziert.
Über das Wiedersehen mit Pia & Co habe ich mich sehr gefreut. Das ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Die Ermittler wirken inzwischen wie gute Bekannte, wobei das Privatleben von Pia viel Raum einnimmt.
Am Ende schließt sich der Kreis. Denn genau wie Nele Neuhaus‘ Krimidebüt „Unter Haien“, spielt „Alles wird Asche“ in der Welt der Mächtigen und Reichen.
Auch wenn der zwölfte Band vielleicht nicht der beste Band der Reihe ist, habe ich das Buch mit Freude gelesen und empfehle es hiermit gerne weiter.

Fazit: Fall Nr. 12 für Pia und Oliver. Gut, aber für mich nicht das beste Buch der Reihe.

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Rache ist süß

DAISY – Und all deine Geheimnisse werden mir gehören von Melanie Raabe

Tatsächlich habe ich von Melanie Raabe erst ein einziges Buch gelesen, „Die Wälder“. Alles andere hatte ich abgebrochen, weil langweilig, langatmig oder gar nicht erst angefangen.
Aber der Klappentext zu „DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören“ klang vielversprechend. Dazu das Cover in schwarz, wie der Tod und rot, wie die Liebe.

Natürlich darf auch das Gänseblümchen nicht fehlen. Worum geht es?
Luca Palmer ist Anwältin in einer Berliner Kanzlei. Nachts sorgt sie auf andere Art für Gerechtigkeit. Dann nämlich sucht sie die Reichen und Mächtigen auf, die straflos mit etwas Bösem davongekommen sind. Und hinterlässt dabei ihr Markenzeichen - ein Gänseblümchen.
Eines Tages wird Luca bei einem ihrer nächtlichen Einsätze fast erwischt. Und plötzlich hängen in der ganzen Stadt rätselhafte Plakate: „Ich werde dich finden. Und all deine Geheimnisse werden mir gehören.“ Zusammen mit ihrem fast 80-jährigen Vertrauten Walther versucht sie, ihren Verfolger aufzuspüren…
„Daisy“ ist leidlich spannend und vorhersehbar. Die Sprache ist einfach. Lucas Aktionen finde ich ein bisschen kindisch. Wie ein weiblicher Robin Hood, der Rächer der Enterbten und Beschützer von Witwen und Waisen. Luca war mir nicht sympathisch, ihre 10-Dinge-Listen haben mich genervt.
Rückblicke in die Vergangenheit, vor siebzehn Jahren, erzählen, wie es zu Lucas Racheplan kam. „Daisy“ ist eher ein Spannungsroman als einen Thriller. Denn für einen Thriller hat mir der Thrill gefehlt. Alles in allem vermochte mich die Geschichte nicht zu überzeugen.

Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

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Auge um Auge. Zahn um Zahn. Ein Leben für ein Leben.

Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel


„Lie to me“ kenne ich nicht und auch die Autorin kannte ich bisher nicht. Eine originelle Plotidee. Dennoch vermochte mich „Die Lüge in ihrem Gesicht“ von Anne Keßel nicht zu überzeugen. Worum geht es?
Eine Frau schweigt. Seit Stunden sitzt sie bei der Polizei. Ein junger Mann hatte sie bedrängt und mit einem Messer bedroht.

Sie hat sich mit einem tödlichen Handkantenschlag gewehrt. Handelt es sich um Notwehr oder Mord? Wer ist diese Frau und warum verschweigt sie ihre Identität?
Psychologieprofessorin Marlene Nielsen, eine Expertin für Mikroexpressionen, spürt: Hier stimmt etwas nicht. Die Namenlose lässt sich nicht lesen - bis Marlene ihr die entscheidende Frage stellt...
„Die Lüge in ihrem Gesicht“ ist unterhaltsam. Dem starken Anfang folgt ein schwacher Mittelteil. Eine irre, wirre Geschichte. Opfer, die zu Tätern werden. Nichts ist, wie es scheint. Es geht um Rache und Vergeltung, Macht und Kontrolle und um Lügen und Verlust.
Marlene kommt mega unsympathisch rüber. Sie will, nein, sie muss wissen, warum die Unbekannte Sven getötet hat. Denn ein traumatisches Kindheitserlebnis hat sie geprägt.
Ständige Wiederholungen gehen zu Lasten der Spannung. Zudem hat mir für einen Thriller der Thrill gefehlt. Eine sehr emotionale Geschichte mit etwas zu rührselig geratenen Ende.

Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

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Die Welt am Abgrund

Red Star Down von D. B. John


„Red Star Down“ von D.B. John ist die Fortsetzung von „Stern des Nordens“ aus dem Jahr 2019. Ein packender Spionagethriller, den ich gern gelesen habe.
Im Mittelpunkt stehen die CIA-Agentin Jenna, die wir bereits aus dem Vorgänger kennen, Ljoscha, ein Moskauer Student und Eric, ein nordkoreanischer Spion.

Die Geschichte spielt in den Jahren 2017/ 2018. Donald Trump ist zum ersten Mal Präsident der Vereinigten Staaten. In Russland ist Wladimir Putin Präsident und in Nordkorea herrscht Kim Jong-un.
„Red Star Down“ ist spannend und unterhaltsam. Ein Mix aus Fakten und Fiktion. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Exotische Schauplätze, Macht und Verschwörung, das sind die Zutaten für diesen rasanten Thriller.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Jenna hat eine Zwillingsschwester, die an einem Südkoreanischen Strand entführt wurde und nach zwölf Jahren von Jenna in einer spektakulären Aktion befreit werden konnte.
Ljoscha hatte Putin live im Fernsehen herausfordert und bekommt nun seine Rache zu spüren. Sein Vater, ein russischer Spion und Doppelagent, stirbt fast zeitgleich in Washington.
Eric ist der einzige Absolvent des sogenannten Saat-Programms, der es in die USA, bis ins Weiße Haus geschafft hat. Und dann ist da noch ein 16-jähriger Teenager, der sich Stephen nennt…
Die drei Hauptfiguren gehen auf ihre jeweils eigene Art und Weise mit Spionage, politischen Intrigen und Verrat um. Es bleibt abzuwarten, wem sie sich zuwenden werden, während sich die Lage dramatisch verändert.
Das Ende rundet die Geschichte gelungen ab und lässt gleichzeitig Raum für einen dritten Band.

Fazit: Globaler Spionagethriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

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Neues aus North Falls

Tödliches Verderben von Karin Slaughter


Band 1 der North Falls-Reihe von Karin Slaughter, „Dunkle Sühne“, hatte mir gefallen und auch die Fortsetzung, „Tödliches Verderben“ startet vielversprechend:
Allison Vickery, eine ehemalige Polizistin, wird in ihrem Haus attackiert. Zitat (Seite 13): „…und jedes Mal hatte sie [Allison] damit gerechnet, sich eine Kugel einzufangen.

Aber nicht jetzt. Nicht in ihrem eigenen Haus. Nicht von einem geliebten Menschen.“ Somit war mir klar, wer der Täter ist.
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Sheriff Emmy Clifton und ihrer Schwester Dr. Jude Archer, eine ehemalige FBI-Agentin. Sie sind auf dem Rückweg von der Beerdigung ihrer Mutter, als Schüsse fallen: Allison wird tot in ihrer Küche aufgefunden, ihre 16-jährige Tochter Mandy ist schwer verletzt.
North Falls ist eine amerikanische Kleinstadt in Georgia. Jeder kennt jeden. Fast jeder hat ein Geheimnis, etwas zu verbergen. Nichts ist so, wie es scheint.
„Tödliches Verderben“ ist spannend und unterhaltsam. Ein Buch, das häusliche Gewalt thematisiert. Aber es geht auch um Korruption, eine Verschwörung ganz oben.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven von Emmy und Jude. Ein Familiengeheimnis wurde bereits im Vorgänger gelüftet. Ich empfehle daher dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Viel Privatgedöns. Der eigentliche Kriminalfall nimmt über einen weiten Teil der Strecke nur eine nachrangige Rolle ein. Aber am Ende ist alles schlüssig aufgelöst und meine Vermutung bestätigt. Schade…

Fazit: North Falls 2. Solide Thrillerkost. Vorhersehbar. 3,5*

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Leena Victor ermittelt wieder

Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter

„Tod in heller Sommernacht“ von Lisa Sarah Brandstäter ist nach „Mord in eiskalter Nacht“ der zweite Fall für Kommissarin Leena Victor aus Helsinki und überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht es?
Porvoo, kurz nach Mittsommer: Eine schöne Sommernacht endet für die junge Studentin Lina tödlich.

Ein Auto drängt ihr Moped von der Straße ab und überfährt sie.
Anscheinend hat niemand etwas gesehen. Leena ermittelt zusammen mit ihrem Kollegen Sebastian Nyberg, der aus Göteborg in seine Heimat zurückgekehrt ist.
Hierbei geraten die Kommissare in ein Geflecht aus Widersprüchen, Affären und Lügen. Als ein zweiter Mord den kleinen Ferienort erschüttert und eine junge Frau spurlos verschwindet…
„Tod in heller Sommernacht“ ist spannend und unterhaltsam. Krimis, die in Finnland verortet sind, sind immer etwas Besonderes, denn da gibt es nicht so viele.
Ich mag die düstere Atmosphäre und die Verwurzelung in der finnischen Natur, z.B. die vielen Birken und die Liebe zur Sauna. Und ich mag die Sprache, Mökki, Moikka usw.
„Tod in heller Sommernacht“ ist auch ein Buch, das häusliche Gewalt und Gaslighting thematisiert.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Leena und Sebastian kommen sympathisch rüber. Beide haben ihr Päckchen zu tragen.
Am Ende ist alles stimmig aufgelöst und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Tod im kalten Abendlicht“, die im Herbst 2027 erscheinen soll.

Fazit: Fesselnder Finnland-Krimi mit psychologischer Tiefe und viel Potenzial für weitere Geschichten.

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Nesbø goes Dystopie

Insel der Ratten von Jo Nesbø


Um es gleich zu sagen, „Insel der Ratten“ von Jo Nesbø ist ein dystopisches, finsteres Werk, das in einem Amerika der nahen Zukunft spielt. Worum geht es?
Der Zusammenbruch der Gesellschaft nach einer Pandemie. Die Elite, die sich alles leisten kann, während Plünderer durch die Straßen ziehen.

Es herrschen Chaos und Gewalt.
Colin Lowe und sein Freund Will Adams stehen auf dem Dach eines Hochhauses. Die Reichsten der Reichen warten auf den Helikopter, der sie zu einem Flugzeugträger bringen soll. Das Schiff hat Platz für 3500 Menschen und ausreichend Lebensmittel, Medikamente und auch alles andere an Bord, was es braucht, um in den nächsten vier Jahren keinen Hafen anlaufen zu müssen.
Davor: Colin, einer der reichsten Unternehmer des Landes, rettet sich mit seiner Familie auf die Insel der Ratten, während sich Will mit seiner Familie in ihrem Haus verschanzt. Dort werden sie eines Tages von Colins Sohn Brad und seiner Bande überfallen. Wills Frau Heidi wird vergewaltigt und seine Tochter Amy getötet. Aber Will sinnt nicht auf Rache, er will Gerechtigkeit…
„Insel der Ratten“ ist spannend und beklemmend. Ganz anders als die Krimis und Thriller, die Jo Nesbø sonst schreibt. Der Autor kann auch Horror und Terror.
Die Angst geht um. Es gilt das Gesetz des Stärkeren. Von wegen vor dem Gesetz sind alle gleich. Was ist freier Wille, wo sind wir unfrei? Diese und andere philosophische Fragen werden gestellt.

Fazit: Spannung gepaart mit Gesellschaftskritik. Hammer!

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Tatort Norfolk

Ein unglücklicher Tod von Peter Grainger


Peter Grainger kannte ich bisher nicht. Eine echte Entdeckung! Denn „Ein unglücklicher Tod: Ein Fall für DC Smith“, ist ein richtig schöner britischer Krimi. Humorvoll, wunderbare Sprache. Worum geht es?
Der kürzlich degradierte Detective Constable Smith kehrt trotz des Drucks seiner Vorgesetzten, nach einer internen Untersuchung eines seiner früheren Fälle in den Ruhestand zu gehen, zum Polizeirevier Kings Lake in Norfork zurück.

DC Smith wird mit einem Routinefall betraut. War der Tod des 17-jährigen Wayne Fletcher tatsächlich ein Unfall? Scheinbar ist er ertrunken. Außerdem soll er seinen neuen Kollegen Chris Waters einarbeiten. Smith entdeckt Unstimmigkeiten…
„Ein unglücklicher Tod“ ist spannend und unterhaltsam. Peter Gainger, der eigentlich Robert Partridge heißt, hat einen atmosphärisch dichten Krimi geschrieben. Dazu ein flüssig zu lesender, sprachlich gewandter Schreibstil.
Gut skizzierte Figuren machen die Story authentisch. DC Smith war mir sofort sympathisch. Seine unkonventionellen Methoden. Ein bisschen wie Inspector Rebus aus den Büchern von Ian Rankin.
Und so bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, „Gnade vor Recht“, die im September erscheinen soll.

Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe mit britischem Humor und treffsicheren Dialogen.

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Rays Erbe

Eine zu viel von Samantha Hayes


„Eine von uns“ von Samantha Hayes schlummert noch auf meinem SUB. Aber „Eine zu viel“ ist ein wendungsreicher Psychothriller, den ich problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen konnte. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog. Eine Leiche wird aus einem See geborgen. Ist es einer von ihnen?
Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt Mutter Connie ihre drei Töchter Kate, Darby und Bea samt Partnern und Kindern in eine abgelegene schottische Lodge ein, um ein brisantes Geheimnis zu lüften.

„Eine zu viel“ ist eine spannende, tragische Familiengeschichte. Erzählt wird sie in wechselnden Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen.
Bald wird den Lesenden klar, dass es noch eine weitere Tochter geben muss. Fest steht aber auch, dass Ray nur zwei Töchter hatte. Wie geht das zusammen? Anscheinend war Ray nicht der liebevolle Vater und Großvater, sondern ein herrischer Patriarch, ein Kontrollfreak.
Die Autorin lässt uns in tiefe menschliche Abgründe blicken. Beziehungen auf Lügen aufgebaut, Schmerz und Rache. Nichts ist, wie es scheint, keiner so unschuldig, wie er tut. Fast jeder hat ein Geheimnis, etwas zu verbergen. Nicht alle Figuren sind sympathisch.
Nach einem dramatischen Showdown sind alle Rätsel gelöst - oder etwa doch nicht? Was für ein Durcheinander!

Fazit: Packender Psychothriller voller unvorhersehbarer Wendungen.

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