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Rezensionen von Baerbel82:
Dunkle Geheimnisse
Seelendunkel von Robert Bryndza
„Seelendunkel“ von Robert Bryndza ist der dritte Fall für die ehemalige Polizistin Kate Marshall. Es ist nicht unbedingt nötig, die Vorgänger gelesen zu haben, aber es würde den Zugang zu den Protagonisten schon deutlich erleichtern. Zudem wird oft auf Vorkommnisse aus der Vergangenheit angespielt, die naturgemäß dem Neueinsteiger unbekannt ist.
2002: Was für ein grausiger Prolog: Journalistin Joanna (Jo) Duncan wird brutal ermordet. Sie erstickt. Wer ist der Täter und wo liegt das Motiv? Hat es mit ihrem Job zu tun?
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Kate und ihrem Partner Tristan Harper. Sie haben zusammen eine Detektei gegründet. Tristans Schwester Sarah und ihr Mann Gary sind auch wieder mit von der Partie. Lauter ‚alte‘ Bekannte. Das ist wie nach Hause kommen.
Jos Mutter Bev beauftragt die Detektive, ihre Tochter zu finden. Nach 13 Jahren will sie Gewissheit. Kate und Tristan nehmen die Ermittlungen auf und besuchen Bev und ihren Lebensgefährten Bill. Bill hat sich die Fallakten kommen lassen und so können Kate und Tristan gleich durchstarten.
Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden Detektive auf die Namen zweier junger Männer, die wie Joanna eines Tages ganz plötzlich verschwanden. Ist Jos Mörder womöglich ein Serienkiller?
Robert Bryndza hat eine durchdachte Geschichte geschaffen. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Akribische Polizeiarbeit, das ist genau mein Ding. Auch die Mischung aus Kriminalfall und Privatleben.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Spannend und wendungsreich. Die Auflösung ist überraschend. Am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst. Und so freue ich mich schon heute auf den nächsten Einsatz der beiden Detektive.
Fazit: Fall Nr. 3 für Kate Marshall. Klare Empfehlung an alle, die es gerne komplexer mögen.
Hart. Schonungslos. Brutal.
Die Blutliste von Rainer Löffler
„Die Blutliste“ von Rainer Löffler ist bereits der 4. Fall für den Stuttgarter Fallanalytiker Martin Abel. In Sachen blutiger Grausamkeit hat der Autor versucht, bisherige Maßstäbe zu toppen. Ist ihm das gelungen? Auf jeden Fall!
Ein unheimliches Setting, nachts auf einem Kölner Friedhof. Friedhofswärter Jan Willner macht eine grausige Entdeckung: Das Grab der neunzehnjährigen Sonja Maurer ist leer, dafür befindet sich dort eine männliche Leiche.
Nackt, gehäutet und gepfählt. Wer ist der Tote? Und wer ist der Täter? Fallanalytiker Martin Abel wird nach Köln beordert, um die Ermittlungen zu unterstützen.
Sonja wurde vergewaltigt und ermordet - und nun wurde ihre Leiche geraubt. Handelt es sich um ein und denselben Täter? Wo liegt das Motiv?
„Die Blutliste“ ist harte Kost. Die Morde sind extrem grotesk. Was für ein kranker Sch**ß? Das ist einfach nur widerwärtig. Der Täter scheint ein absoluter Freak zu sein. Die Geschichte dahinter jedoch, lässt einen sprachlos zurück.
Immer mal wieder sind Rückblicke in die Vergangenheit aus Tätersicht eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Das ist wirklich gut gemacht.
Über das Wiedersehen mit Abel habe ich mich sehr gefreut. Denn ich mag ihn und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Doris Stange mag ich natürlich auch. Last but not least hoffe ich, dass Abel seinen Seelenfrieden gefunden hat. Jedenfalls freue ich mich schon auf seinen nächsten Einsatz - und hoffe, dass wir nicht wieder 5 Jahre warten müssen.
Fazit: Definitiv nichts für sanfte Gemüter oder Leute mit einem schwachen Magen. Ihr seid jetzt gewarnt.
Düster und verstörend
So eiskalt der Tod von Robert Bryndza
„So blutig die Nacht“ von Robert Bryndza hatte mich begeistert. Und auch „So eiskalt der Tod“, der zweite Fall für Ex-Polizistin Kate Marshall hat mich nicht enttäuscht.
Was für ein heftiger Einstieg! Der 18-jährige Simon Kendal wird in den Tod getrieben. Danach gibt es ein Wiedersehen mit Kate.
Sie findet Simons Leiche beim Tauchen in einem Stausee.
Als der Fall als Unfall zu den Akten gelegt werden soll, forscht Kate auf Bitten von Simons Mutter weiter nach. Unterstützt wird sie von ihrem Assistenten Tristan Harper.
Kurz darauf wird eine junge Frau im Nebel an der A1328 entlang des Shadow Sands Stausees entführt. Schnell ist klar, dass hier ein Serienkiller am Werk sein muss.
War Simon zur falschen Zeit am falschen Ort?
Robert Bryndza hat seinen neuen Thriller spannend inszeniert. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Immer mal wieder sind Kapitel aus Opfersicht eingestreut. Gruselig. Man erhält auch tiefe Einblicke in die Gedanken des Täters. Ein Spiel mit der Angst.
Ab und zu gibt es Bezüge zum Vorgänger, Peter, der Nine Elms Cannibal. Er ist der Vater von Kates Sohn Jake. Auch das Privatleben nimmt viel Raum ein. Im Vorgänger stand Kate im Mittelpunkt. Diesmal erfahren wir mehr über Tristan.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, aber nicht ganz so gut wie Band 1. Hier haben mir ein bisschen die psychologischen Raffinessen gefehlt.
Nichtsdestotrotz werde ich die Fortsetzung lesen, so es denn eine geben wird. Denn Kate und Tristan sind mir ans Herz gewachsen und ich bin schon gespannt, wie es mit ihnen weitergeht.
Fazit: Fall Nr. 2 für Ex-Polizistin Kate Marshall. Nicht ganz so gut wie der Vorgänger.
Verdammt düster, das alles.
Teufelsnetz von Max Seeck
„Hexenjäger“ von Max Seeck hatte mich begeistert. Und auch „Teufelsnetz“, der zweite Fall für die finnische Kommissarin Jessica Niemi hat mich nicht enttäuscht.
Was für ein verstörender Prolog! Die Gedanken von Akifumi, ein Manga-Fetischist? Sex und Tod. Danach lernen wir Lisa Yamamoto kennen.
Sie ist eine Bloggerin. Wie es scheint, wurde sie entführt. Auch Jason Nervander, ein weiterer Blogger, wird vermisst. Kurz darauf wird Lisas Tod in den sozialen Medien gemeldet. Ein Fake?
Schließlich gibt es ein Wiedersehen mit Jessica Niemi. Sie wird beim Joggen attackiert. Was meint der Täter mit „Heiligabend“? Sodom und Gomorra in Helsinki!
Als eine junge Frau, gekleidet wie ein Manga-Mädchen, am Strand tot aufgefunden wird, vermutet die Kriminalpolizei einen Zusammenhang. Jessica und ihr Team ermitteln...
In einem ganz eigenen Stil schildert Max Seeck die Geschichte seiner Protagonistin. Jessica kämpft noch immer mit den Dämonen der Vergangenheit. Als wäre das nicht schon genug, muss sie sich auch noch mit ihrer neuen Chefin Hellu auseinandersetzen.
Der Thriller punktet mit knallharter Spannung und überraschenden Wendungen. Hart und brutal. Es geht um Menschenhandel, Prostitution und Erpressung. Max Seeck thematisiert den teils leichtfertigen Umgang mit sensiblen Daten in den sozialen Medien und seine Folgen. Aktuell und brisant. Erst ganz am Ende schließt sich der Kreis. Der Autor lässt uns erneut in tiefe menschliche Abgründe blicken.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Aber nicht ganz so gut wie der Vorgänger. Die Geschichte ist mir zu abgedreht, zu verstörend. Nichtsdestotrotz werde ich die Fortsetzung lesen, so es denn eine geben wird. Denn Jessica und ihr Team sind mir ans Herz gewachsen und ich bin schon gespannt, wie es mit ihr (und Jusuf) weitergeht.
Fazit: Fall Nr. 2 für Jessica Niemi. Düster, kalt, böse.
Blutig und brutal
Der Spiegelmann von Lars Kepler
„Der Spiegelmann“ von Lars Kepler ist bereits der achte Fall für Joona „Superstar“ Linna. Um es gleich zu sagen, ich war mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen: Jede Menge Gewalt und Tod. Immer wieder sollen Beine oder Füße abgesägt werden und Schlimmeres...
Jenny, eine 16-jährige Schülerin, verschwindet auf dem Heimweg spurlos.
Fünf Jahre später wird sie auf einem Spielplatz, mitten in Stockholm, ermordet aufgefunden. Das Mädchen ist wahrscheinlich nicht das einzige Opfer. Denn in einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Pamela und Martin kennen. Ihre Tochter Alice verschwindet bei einem Angelausflug mit ihrem Vater.
Wie sich herausstellt, war Martin auch am Tatort, als Jenny starb. Aber er kann sich nicht erinnern. Und so bittet Joona den Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe...
Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Autorenpaares Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. „Lars“ verstehen sie als Hommage an Stieg Larsson, „Kepler“ erinnert an den Astronomen, der das europäische Weltbild erschütterte.
Lars Kepler hat seinen neuen Thriller wieder packend in Szene gesetzt. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Aber auch blutig und brutal - und viel „schmückendes“ Beiwerk. Ab und zu finden sich Verknüpfungen zu den Vorgängertiteln.
Über das Wiedersehen mit Joona habe ich mich gefreut. Joona Linna ist Finnlandschwede und einer der besten Ermittler Schwedens, der auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurückschreckt. Zudem sieht er auch noch verdammt gut aus: diese eisgrauen Augen!
Typisch für Schwedenkrimis, auch mit Gesellschaftskritik sparen die Autoren nicht: Es geht um (sexuelle) Gewalt gegen Frauen. Bisschen konstruiert finde ich die Geschichte schon. Aber am Ende ist alles stimmig aufgelöst. Auch der Titel erklärt sich zu guter Letzt.
Fazit: Packender Pageturner. Weiter so!
Sex sells?
Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie von Läckberg Camilla
Die Krimis von Camilla Läckberg mochte ich alle sehr. „Golden Cage“ hatte mich schon nicht vom Hocker gerissen. Aber, schlimmer geht immer.
Faye hatte den Fehler begangen, die Zukunft als selbstverständlich zu erachten. Aber ihrem Ex-Mann ist die Flucht aus dem Gefängnis gelungen, sein bester Freund und Geschäftspartner will ihre Firma übernehmen und ihr neuer Lover…
Camilla Läckberg erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen.
Rückblicke in die Vergangenheit in der Ich-Perspektive aus Sicht von Matilda, wie Faye damals noch hieß, Kapitel in der Gegenwart in der neutralen Erzählperspektive. Eingestreut finden sich Szenen wie aus einem Pornofilm.
Faye kommt mega unsympathisch rüber und schreckt auch vor Mord nicht zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Ein Buch voller Klischees. Glaubwürdig ist das nicht und auch nur mäßig spannend. Immerhin das Ende ist überraschend.
Fazit: Die Rache einer Frau geht weiter. Ein Satz mit X - das war wohl nix!
Hat Cupido überlebt?
Nemesis von Jilliane Hoffman
Als Fan der ersten Stunde musste ich dieses Buch unbedingt haben - und wurde nicht enttäuscht. Der neue Thriller von Jilliane Hoffman ist der Hammer!
Lana ist mit vier anderen Mädels in Miami und langweilt sich. Eigentlich ist klar was passiert, als sie über Tinder eine Nachricht erhält: Match! Du und Reid habt euch gelikt.
Cupido ist ja an und für sich tot. Wer also ist der Killer?
Staatsanwältin C.J. Townsend kommt einem Snuffclub auf die Spur, der per Videokonferenz Frauen quälen und töten lässt. Dank Informationen, die nur ihr vorliegen, nimmt C.J. erneut das Gesetz selbst in die Hand.
Auch in Band 4 werden Leser (un-)freiwillig zu Komplizen der mordenden Hauptfigur.
Fazit: C.J. Townsend auf dem Rachetrip. Ende der Cupido-Reihe?
Das Böse stirbt niemals wirklich
Lazarus von Lars Kepler
Um es gleich vorwegzunehmen, „Lazarus“ von Lars Kepler ist bereits der siebte Schweden-Krimi mit dem sympathischen Ermittler Joona Linna. Die Vorgänger hatten mich begeistert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Worum geht es?
Der Einstieg ist echt gruselig. Ist Serienkiller Jurek Walter doch noch am Leben? Hat er sich nach dem Tod seines Zwillingsbruders einen neuen Partner gesucht? Oder ist Joona paranoid? Gleich mehrere Handlungsstränge gilt es zu verfolgen.
Zwei Streifenpolizisten machen einen grausigen Fund. Danach begegnen wir Valeria, Joonas Freundin.
Über das Wiedersehen mit Joona und Saga Bauer, Kommissarin beim schwedischen Staatsschutz, habe ich mich sehr gefreut. Aber der Killer hat Valeria und Sagas kleine Schwester Pellerina längst im Visier. Joona versucht, wenigstens seine Tochter Lumi zu retten. Denn Jurek droht, alle lebendig zu begraben, die ihm lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Autorenpaares Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. „Lars“ verstehen sie als Hommage an Stieg Larsson, „Kepler“ erinnert an den Astronomen, der das europäische Weltbild erschütterte.
Lars Kepler hat seinen Kriminalroman wieder packend in Szene gesetzt. Wechselnde Schauplätze und Perspektiven sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Aber auch blutig und brutal. Ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern. Nichtsdestotrotz könnte ich mir vorstellen, dass Neueinsteiger, die die ersten Bände nicht kennen, Verständnisprobleme haben.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Joona Linna ist Finnlandschwede und einer der besten Ermittler Schwedens, der auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurückschreckt. Natürlich sieht er auch noch verdammt gut aus. Jurek, der Antiheld, ist quasi „unkaputtbar“ und der Polizei immer einen Schritt voraus.
„Lazarus“ hat alles, was das halbwegs gesunde Menschenhirn an Obsessionen, Foltern und Metzeleien ausbrüten kann - einschließlich eines psychopathischen Killers, eines charismatischen Ermittlers und eines actionreichen Showdowns. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, der offen lässt, wie es mit dieser genialen Reihe weitergeht.
Fazit: Joona Linnas 7. und persönlichster Fall. Mein Krimi-Highlight des Jahres!
Ich wachte auf, und die Welt war nicht mehr da.
Die Essenz des Bösen von Parsons Tony
So lautet der erste Satz von „Die Essenz des Bösen“, Fall Nummer fünf für Max Wolfe, Detective bei der Londoner Polizei. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Seit „Dein finsteres Herz“ bin ich ein Fan von Tony Parsons und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Der Autor geht gleich in medias res: Ein Hubschrauberabsturz in London und Wolfe mittendrin. Viele Menschen sterben, aber Wolfe überlebt. Schnell ist klar, dass die Khan-Brüder, zwei Syrienrückkehrer, hinter dem Terroranschlag stecken. Sie werden bei ihrer Festnahme von der Polizei erschossen. Doch wer hat sie mit der Essenz des Bösen infiziert?
Kurz darauf wird der Vater von einem Unbekannten ermordet. Dabei hatte er über dreißig Jahre lang als Busfahrer gearbeitet und schien integriert zu sein. Kann Wolfe wenigstens die 16-jährige Layla vor der aufgebrachten Bevölkerung retten?
Tony Parsons hat in seinem neuen Kriminalroman ein aktuelles und heißes Eisen angepackt. Es geht um zunehmende Gewalt. Auf beiden Seiten. Nicht nur Flüchtlinge und Asylanten haben sich radikalisiert, sondern auch sogenannte Wutbürger. Selbst die Polizei sieht sich im Krieg. Wobei die Verhältnisse in England meiner Meinung nach nicht auf Deutschland übertragbar sind.
Erzählt wird die Geschichte - wie immer - in der Ich-Perspektive aus Sicht von Wolfe. Auch das Privatleben nimmt wieder einen breiten Raum ein. Wolfe ist alleinerziehend und kümmert sich rührend um seine kleine Tochter Scout. Er liebt Hunde und Boxen - und seine Kollegin Edie Wren.
Die Handlung erfährt langsam aber sicher immer wieder neue Wendungen bis zum dramatischen Showdown. Wobei diesmal nicht so sehr Action und Gewalt im Vordergrund stehen, sondern starke Emotionen. Eine Geschichte, die für meinen Geschmack spannender hätte sein können.
Fazit: Der 5. Fall für den Londoner Detective Max Wolfe. Gut, für mich aber nicht das beste Buch der Reihe.
Spannung in Savannah
Echo Killer von Christi Daugherty
Harper McClain ist Reporterin. Eines Tages gerät sie zusammen mit dem Fotografen Miles in eine Schießerei zwischen Gangmitgliedern. Polizist Luke Walker rettet sie.
Harper ist tough. Aber sie kämpft auch mit den Dämonen ihrer Vergangenheit. Sie war zwölf Jahre alt, als sie ihre Mutter tot in der Küche fand, ermordet.
Der Fall ist bis heute ungeklärt.
15 Jahre später scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Marie Whitney, eine Frau Mitte dreißig, wird nackt und erstochen auf dem Küchenboden aufgefunden - von ihrer 12-jährigen Tochter.
Hat der Täter von damals erneut zugeschlagen? Der Modus Operandi ist derselbe. Es gibt keine Fingerabdrücke, keine DNA, keine forensischen Spuren. Zitat: „Es ist, als hätte der Mord an meiner Mutter vor all dieser Zeit einen Riesenlärm gemacht. Und dieser Mord ist das Echo.“
Harper verbeißt sich in den Fall. Sie bricht alle Regeln und bringt sich sogar in Lebensgefahr. Mit ihr bin ich nicht wirklich warm geworden. Auch die Love Story hätte ich nicht gebraucht. Zitat: „Sie brannte wie Feuer, wo er sie berührte. Sein Körper passte so perfekt zu ihrem.“
Dem starken Anfang folgt ein schwacher Mittelteil. Ständige Wiederholungen gehen zu Lasten der Spannung. Ab einem bestimmten Punkt wird die Geschichte daher ziemlich vorhersehbar. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, der zweifellos nach Fortsetzung schreit.
Fazit: Solides Thrillerdebüt mit romantischem Beigeschmack und vorhersehbarem Ende.











