Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anndlich:
Fehlende Verbindungen
Super-GAU von Bea Davies
Super-Gau verspricht im Klappentext eine Verbundenheit zwischen der tragischen Fukushima-Katastrophe am 11.03.2011 und den persönlichen Schicksalen einzelner Menschen in Japan und Berlin und genau darin liegt leider auch mein Problem. Ich hatte vermutet, dass es Verbindungen zwischen Berlin und Japan gibt, die teils offensichtlich sind und teils weniger.
Letztendlich gab es aber lediglich eine Verbindung die man wirklich wahrnehmen konnte, der Rest wirkte lediglich wie das Aufzeigen zweier Orte und die Darstellung, dass das Leben auf der einen Seite (Japan) tragische Züge nimmt und auf der anderen Seite (Berlin) seinen gewohnten Gang geht und doch auch traurige Einzeltragödien zeitgleich (aber unabhängig voneinander) geschehen. Das wurde eindrücklich und bildgewaltig rübergebracht. Die Zeichnungen von Bea Davies wirken nach und ziehen einen in den Bann, das durchgehende schwarz-weiß mit hohen Schwarzanteilen verstärkt die melancholische Stimmung der Graphic Novel. Trotzdem bin ich am Ende etwas enttäuscht, da meine Erwartungen doch andere waren und sich mir manche Entwicklungen nicht erschließen, vor allem im Bezug auf die Verbindungen zu Fukushima.
Rezensionen von Ruth:
Informative und unterhaltsame Vorlesegeschichten
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 2 - Was passiert in Wald und Wiese? von Anna Pooch
Die bewährte Sachbuchreihe „ Wieso Weshalb Warum?“ hat sich vergrößert. Unter dem Label „ Meine Vorlesegeschichten“ gibt es schon drei Bände, die Wissen in kleine Geschichten verpacken. Wir, meine Enkelin ( 4) und ich haben gemeinsam das Buch „Was passiert in Wald und Wiese?“ gelesen .
In insgesamt 15 mehrseitigen, in sich abgeschlossenen Geschichten wird das Thema Natur von allen Seiten beleuchtet. Gleich zu Beginn werden die Protagonisten vorgestellt, insgesamt vier Familien mit zusammen fünf Kinder. Dabei fällt sogleich die Diversität der Figuren auf. Es finden sich verschiedene Hautfarben und Nationalitäten und die unterschiedlichsten Familienkonstellationen. Auch werden klassische Rollenklischees vermieden.
In einer Erzählung erfahren wir, wie klug und einfallsreich Krähen sind ( der Favorit bei meiner Enkelin). In einer anderen lernen wir, worin sich Wespen und Bienen unterscheiden und den richtigen Umgang mit diesen nützlichen Insekten. Ein Besuch auf dem Bauernhof , bei dem es um verschiedene Getreidesorten geht, endet mit gemütlichem Stockbrotessen . Und als die frisch geernteten Himbeeren nach einiger Zeit matschig geworden sind, werden sie nicht weggeworfen, sondern zu leckerer Marmelade verarbeitet. Schon an diesen Beispielen wird deutlich, dass es hier nicht um reines Faktenwissen geht, sondern um den richtigen Umgang mit der Natur, um Respekt und Nachhaltigkeit.
Auch die farbenfrohen Illustrationen überzeugen .
Ein ideales Vorlesebuch , das die kindliche Erfahrungswelt widerspiegelt und gleichzeitig Sachwissen vermittelt.
Rezensionen von Anndlich:
Der Geschwisterwunsch und seine Folgen.
Der süßeste Bruder der Welt - und andere Irrtümer von Elin Lindell
Danica ‚Dani‘ wünscht sich von ihrer alleinstehenden Mutter unbedingt ein kleines Geschwisterchen. Doch diese lehnt ihren Wunsch strikt ab. Doch dann spielt Dani mit ihrer Freundin Minna am Handy ihrer Mutter rum und swiped bei einem peinlichen Typen versehentlich nach rechts. Dani hat das schon längst wieder vergessen als ihre Mutter ihr eröffnet, dass sie sich verliebt hat.
Björn, der peinliche Typ, bringt auch noch einen Bruder mit in die Familie. Doch der Grufti Joschi erfüllt ihrer Traum von einem Geschwisterchen absolut nicht. Nun muss Plan B her und Dani macht sich auf die Suche nach ihrem dänischen Spendervater, hat CRPO:4268 vielleicht noch mehr Kinder?
Die Graphic Novel Der süßeste Bruder der Welt - und andere Irrtümer von Elin Lindell zeichnet sich durch einen außergwöhnlichen Zeichenstil und einem guten Humor aus, der mich komplett erreichen konnte.
In einem lustigen Gewand verpackt Lindell viele ernstere Themen (Samenspende, Patchworkfamilie, Umzüge und ihre Folgen) und auch solche, die in Kinderbücher noch wenig Platz finden. Die Protagonistin Danica ist nicht nur ohne ihren/einen Vater aufgewachsen, sondern sie kennt von ihrem Erzeuger auch nur seine Nationalität und seinen Erkennungscode bei der Samenspende.
Und das neue Geschwisterchen ist kein süßes Baby, sondern ein Junge zu dem sie keinerlei Bezug hat und der ganz anders ist als sie. Eine Situation, die einige Kinder kennen, wenn für sie das Leben in einer Patchworkfamilie beginnt.
Die Aufarbeitung der Themen hat mir super gefallen, auch weil sie eigenen Spielraum für Interpretationen lassen und durch den Humor locker rübergebracht werden. Bei der Altersempfehlung würde ich tendenziell eher zwei Jahre draufpacken, auch weil ich die Protagonistin zwischen 12-14 einordnen würde.
Rezensionen von rewareni:
Horror pur
Zwielicht 21 von Algernon Blackwood
Die Herausgeber Michael Schmidt und Achim Hildebrand haben in Zwielicht 21 wieder einmal eine gute Bandbreite aus 20 verschiedenen Geschichten zusammen gestellt.
Es ist erstaunlich, wie vielschichtig diese Geschichten sind, wo mir dieses Mal alle gut gefallen haben.
Egal ob es unheimliche Kinder sind, bei denen einem das Gruseln kommt oder ein einfaches Stück Glas, das verflucht zu sein scheint, man wird immer gut unterhalten.
Auch dieses Mal gibt es eine Geschichte von Algernon Blackwood, der zwar schon 1951 verstorben ist, aber seine Erzählung nach wie vor ein Vergnügen ist, wo man sich gruseln kann, aber auch ein wenig Schadenfreude bei dem unsympathischen Protagonisten empfindet. Es sind viele berührende Geschichten dabei und menschliche Schicksale die zu Herzen gehen.
Auch ein Artikel von Karin Reddemann über Hexenverfolgung passt perfekt zu der Ausgabe dazu. Schöne Innenillustrationen von Frank G. Gerigk und Adrian van Schwamen, der ebenfalls eine interessante Geschichte in Zwielicht verfasst hat, macht die Ausgabe noch interessanter, weil die Bilder ihren eigenen Gruselfaktor haben.
Eine tolle 21. Ausgabe aus der Zwielicht Reihe.
Rezensionen von FogandBooks:
Naja...
Timelock, Band 1 - Zeitrebellen von Michael Peinkofer
Die Geschichte von Timelock – Zeitrebellen hat mich mit einem vielversprechenden Klappentext und einer interessanten Grundidee gelockt. Leider konnte der erste Band der Trilogie meine Erwartungen nicht vollends erfüllen.
Michael Peinkofer wählt einen angenehmen, gut lesbaren Schreibstil, der den Einstieg erleichtert.
Auch wenn ich es bevorzuge, Geschichten aus der Ich-Perspektive zu erleben, war die dritte Person hier keine große Hürde. Trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas, um wirklich in die Geschichte einzutauchen.
Eines der größten Probleme dieses Romans ist für mich das Fehlen von Spannung. Die Handlung plätschert dahin, ohne wirkliche Höhepunkte oder mitreißende Wendungen. Bis Kapitel 20 habe ich mich noch motivieren können, aber danach war meine Lust, weiterzulesen, leider kaum noch vorhanden.
Auch das Cover konnte mich nicht überzeugen – es wirkt auf mich wenig ansprechend. Im Gegensatz dazu fand ich den Klappentext sehr gelungen, weshalb ich dem Buch überhaupt eine Chance gegeben habe.
Die Charaktere sind grundsätzlich interessant: Jason und Namira haben Potenzial, doch ihre Darstellung bleibt leider recht blass. Jason sucht nach Antworten, doch diese wirken oft oberflächlich oder nicht tief genug durchdacht, was meine Begeisterung für seine Reise dämpfte. Yusuf bleibt mir bis zuletzt ein sehr undurchsichtiger Charakter, was aber immerhin ein wenig Neugier weckt. Ein positiver Aspekt war für mich die Idee mit den Zahlennamen, die ich kreativ und passend zur Thematik fand.
Letztlich bleibt mein Eindruck zwiegespalten. Timelock – Zeitrebellen hat eine interessante Grundidee und einige nette Ansätze, doch das schleppende Tempo und die faden Charakterdynamiken konnten mich nicht fesseln. Vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann noch eine zweite Chance – aber vorerst bleibt es bei einer soliden, wenn auch nicht begeisternden, 3-Sterne-Bewertung.
Rezensionen von Anndlich:
-XX-
The Twenty von Sam Holland
Am Tatort muss DCI Adam Bishop den Anblick von einigen ausgebluteten Leichen aushalten, doch noch etwas scheint seltsam, der Tatort weißt Nummerierungen vor, der Täter zählt herunter und ist noch lange nicht bei Null angekommen. Bald darauf hat Bishops Ex-Frau ein seltsames Gefühl und findet Beweise, die sie bestätigen und darauf hindeuten, dass die Mordserie bereits vor knapp dreißig Jahren begann.
Können die Morde wirklich zusammenhängen? Bishop muss den Killer schnell finden, denn er kommt ihnen immer näher.
Ich hatte auf den ersten Seiten Probleme mit The Twenty von Sam Holland, denn wir werden direkt in das Geschehen reingeschmissen und müssen erstmal die handelnden Personen kennenlernen und die Verbindungen derer ziehen. Durch den ständigen Perspektivwechsel und einem Schreibstil, der sehr stark die Gedankengänge der Protagonisten darstellt und daher durch kurze Sätze und viele Adjektive geprägt ist, war das gar nicht so einfach.
Der Schreibstil hat mir mit jeder Seite immer besser gefallen, als ich alle Perspektiven einordnen konnte und die Figuren besser kennengelernt habe, habe ich diesen Schreibstil regelrecht geliebt und er erzielte eine richtige Sogwirkung, aber als Einstieg (eines ersten Bands) empfand ich ihn eher ungeschickt. Mittlerweile habe ich jedoch gesehen, dass The Twenty im Englischen der zweite Band ist und The Echo Man dort als erster Band geführt wird. Möglicherweise gelingt der Einstieg dann besser, denn vielleicht sind einem DCI Adam Bishop und DS Jamie Hoxton dann schon bekannte Charaktere. Schließlich ist die Protagonistin des ersten Bands (DCI Cara Elliott) auch hier eine Nebenfigur.
Der Fall selbst war spannend und konnte ein paar Twists vorweisen bzw. Figuren erschaffen, denen man bis zum Ende nicht trauen konnte. Besonders gefallen hat mir, dass durch Hollands Schreibstil die Gefühlswelt der Perspektiven transparent dargestellt wird und die Ermittler durch ihr Handeln nicht nur als knallharte Kerle rüberkommen, sondern auch ihr innerer Kampf in solchen Situationen dargestellt wird. Das ist mir in diesem Maße bisher noch nicht untergekommen und hat mir sehr gut gefallen.
Gegen Ende war es vielleicht noch etwas zu viel des Ganzen und das teilweise offene Ende ist auch nicht richtig meins gewesen, dennoch hat The Twenty mir sehr viel Spaß gemacht und das Dranbleiben hat sich bezahlt gemacht. Ich freu mich schon jetzt auf den nächsten Teil (The Puppet Master) und ich bin mir sicher, dass ich Sam Hollands Schreibstil dann von Beginn an genießen kann.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Die "ganz normalen Menschen" & der Nationalsozialismus
Ginsterburg von Arno Frank
Noch ein Buch über die NS-Zeit? Ist über diese Zeit nicht längst schon alles gesagt und erzählt worden in den letzten 80 Jahren? Kann noch etwas Neues dazu gezeigt werden?
Ich gebe zu, ich habe gezögert, mich für dieses Buch zu entscheiden, denn ich war des Themas schon etwas müde, hatte schon dutzende, wenn nicht hunderte, Bücher dazu gelesen in meinem Leben.
.. doch einige Empfehlungen haben den Ausschlag gegeben, es lesen zu wollen. Ich bin so froh darüber, es getan zu haben!
Ja, dieses Buch schafft es - nach all den bestehenden eindringlichen Werken zum Thema - etwas grundlegend Neues zu schaffen und damit die Menschen noch einmal anders als bisher zum Denken anzuregen. Es geht um eine schreckliche Zeit, doch die allseits bekannten Schrecken werden nur subtil angedeutet: ein Kalendereintrag hier, eine kleine Bemerkung da... und doch wissen wir alle, worum es geht, und das macht es noch beklemmender zu lesen.
Die fiktive deutsche Kleinstadt "Ginsterburg" wird im Roman zu drei Zeitpunkten beschrieben: ausführlich im Jahr 1935 und 1940 sowie knapp am Ende im Jahr 1945. Wir erleben die Stadt und das Zeitgeschehen durch die Augen ihrer Bewohner. Im Jahr 1935 gibt es einen Wanderzirkus mit altem Tiger, Motorradkünstler und Wahrsagerin... diese tauchen später nicht mehr auf, so etwas wird aus dem Zeitbild verschwunden sein. Es gibt die Buchhändlerin Merle, eine überzeugte Sozialistin, die wird es weiterhin geben... mit angepasstem Buchsortiment... und kritische Worte wird man von ihr nur mehr sehr spärlich vernehmen, und schon gar nicht öffentlich... es überwiegt die Sorge um sich und ihren Sohn Lothar.
Ja, Lothar, den habe ich ins Herz geschlossen am Anfang des Buches. Ein sensibler, ruhiger, stiller, intelligenter Junge. Einer, der lieber für sich alleine ist und die Natur erforscht, der keinem Verein und keiner Gruppe beitreten will, von anderen gemobbt wird und vom Fliegen träumt. Das Fliegen, das wird dann auch sein Schicksal und gibt seinen Weg vor, denn Flieger werden kann er nur im vorherrschenden System und das ist nationalsozialistische... also findet auch er zur HJ und wird später Kampfflieger, einer der besten, geehrt und bewundert. Der Redakteur Eugen, so stolz auf seinen Intellekt, seine Bildung und seine kritischen Glossen... auch er wird sich dem System anpassen und hoffen, dass seine scharfen Worte von früher unentdeckt bleiben und ihm nicht zum Nachteil geraten. Weitere Menschen, auch solche in scheinbaren Machtpositionen, die sich aber auch erpressbar machen, etwa durch abweichende sexuelle Neigungen, von denen keiner wissen darf und für die sie verfolgt werden könnten...
Alle diese und viele weitere, sind "ganz normale Menschen", wie es sie auch heute in jeder Kleinstadt zu finden gibt. Menschen mit Wünschen, Hoffnungen und Träumen, die individuell das Beste aus ihrem Leben machen möchten unter den vorherrschenden Bedingungen. Auch einige Menschen mit starken politischen Überzeugungen - aber kaum welche, die bereit sind, dafür in der Diktatur Leib und Leben zu opfern... da passen sie sich doch lieber an... würden wir unter diesen Bedingungen wirklich anders handeln und uns und unsere Familien gefährden? Viele kritische und auch unbequeme Fragen wirft das Buch auf.
Natürlich gibt es auch richtig unsympathische Menschen in dem Buch, solche, die voll von der vorherrschenden Ideologie überzeugt sind, und ihr alles opfern, selbst das eigene Kind. Blockwarte, Denunzianten und Sadisten hat es natürlich auch immer gegeben... doch auf diesen ist nicht das Hauptaugenmerk des Buches, sondern auf den "normalen", Menschen wie wir alle.
Das Jahr 1940... die Euphorie über den erfolgreichen Blitzkrieg und der Glaube, dass der Krieg nun vorbei und alles gewonnen sei... und die Desillusionierung 1945. Und all die Gräuel des Nationalsozialismus (angedeutet, aber nicht explizit auserzählt... ein Buch, das so vielen expliziten Schilderungen zu diesen Themen folgt, darf das machen, finde ich... denn bekannt sind die schrecklichen Details mittlerweile) und die menschenverachtende Ideologie dahinter, mit der insbesondere die Kinder und Jugendlichen zutiefst indoktriniert wurden.
Wer hätte etwas dagegen machen können? Wann hätte man noch etwas machen können? Wann war es zu spät? Und was hätte es gebraucht, damit sich nicht alle (oder fast alle) so dermaßen angepasst und mitgemacht hätten?
Es ist ein wertvolles, ein besonderes Buch, das zum Nachdenken anregt. Der Autor hat extrem sorgfältig recherchiert, sein Wissen über die damalige Zeit zeigt sich in vielen Details. Auch sprachlich zeichnet sich das Buch aus. Ganz besonders mochte ich die vielfältigen Perspektiven, die subtilen Andeutungen, die Einladungen, selbst zu hinterfragen und nachzudenken und wie es dem Autor gelingt, die Atmosphäre zunehmender Bedrohlichkeit und Vereinnahmung durch das System durch stilistische Mittel zu zeigen (z.B. wird der sensible Junge Lothar ganz nahe in vielen Szenen geschildert, während wir über den Kampfpiloten Lothar fünf bis zehn Jahre später eher aus den Erzählungen anderer hören, aber nicht mehr so wirklich mitkriegen, wie es ihm wirklich damit geht).
Auch das Coverbild passt hervorragend zum Buch. die Wolke, die die idyllische Stadt bedroht, kann auf mindestens zwei Arten interpretiert werden: als die herannahenden feindlichen Bomber, die die Stadt dem Erdboden gleichmachen werden (Hinweise darauf gibt es schon sehr früh, denn eingestreut sind kurze Ausschnitte der Perspektive eines jungen englischen Kampfpiloten, der aus dem Flugzeug fällt und mit seinem Fallschirm auf Ginsterburg zusteuert), aber auch als das giftige nationalsozialistische Klima, das die Stadt und ihre Bewohner immer mehr vergiftet.
Rezensionen von DoraLupin:
Sehr spannender, medizinischer Jugendthriller, schön gelesen
Ginsterburg von Arno Frank
Als ich den Klappentext des Buches gesehen habe, war ich sofort fasziniert und wusste das ich dieses Buch lesen möchte! Die Themen Medizin und Thriller liegen nah beieinander und können faszinieren und da ich selbst aus dem Bereich des Gesundheitswesens komme, war ich gleich Feuer und Flamme für die Geschichte!
Es geht um folgendes: Quinn wird sterben.
Denn ihr Spenderherz hält nicht mehr lange durch. Um den Tod besser zu verstehen, studiert sie Medizin an einer Eliteuniversität. Doch da wird der Rektor getötet, kurz darauf stirbt eine Studentin – und niemand anderes als ihr Bruder gerät unter Verdacht. Quinn muss herausfinden, was wirklich passiert ist. Und dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das nicht nur ihre eigene Welt auf den Kopf stellen könnte!
Der Schreibstil war sehr locker und leicht zu lesen und passt daher hervorragend zum Genre der Jugendbücher. Sehr mitreißend und spannend erfahren wir immer mehr über die Protagonistin und die Eliteuni, die düstere Schatten wirft, wenn man sie näher betrachtet. Ich wollte in jeder freien Minute weiterlesen und hätte am Schluss dieses Reihenauftaktes am liebsten gleich mit Band zwei weiter gemacht!
Quinn ist eine sehr geheimnivolle und anfangs auch unnahbare Protagonistin die mich faszinieren konnte. Sicher werden ihr die meisten Herzen anfangs nicht zufliegen, doch ihre geheimnisvolle und zurückgezogene Art wird sehr nachvollziehbar erklärt. Umso schöner war für mich dann auch die Charakterentwicklung zu lesen, die gut zu Quinn gepasst hat und ich habe sie immer mehr ins Herz geschlossen. Auch die anderen Charaktere des Buches aggieren teils mysteriös und geheimnisvoll, teils aber auch sehr sympathisch und herzlich.
Die Uni wird von der Autorin bildhaft und lebendig beschrieben und passt einerseits sehr gut zum Trubel der Studierenden, aber dann auch wieder hat das Gebäude selbst eine düstere und bedrohliche Aura. Ich fand diesen Ort sehr gelungen obwohl er auch kontrovers ist.
Die Thrillerelemente waren spannend und düster, ich habe die ganze Zeit mitgerätselt und habe mitfiebern können. Besonders gelungen fand ich die kleinen Einschübe über die verschiedenen Todesarten. Diese sind in einfachen Worten medizinisch erklärt und erforscht, jagen einem aber trotzdem Schauer über den Rücken.
Das Ende hat mich völlig überrascht und auch ein wenig perplex zurückgelassen, ich hätte deshalb gerne sofort zum nächsten Band gegriffen!
Fazit: Ein sehr spannender Jugendthriller der mich begeistern konnte. Ich warte voller Spannung auf den nächsten Teil!
Fazit:
Rezensionen von DoraLupin:
Sehr spannender, medizinischer Jugendthriller
Academy of Lies (Band 1) - Anatomie einer Verschwörung von Nina Scheweling
https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783743218413/Scheweling-Nina/Academy-of-Lies-Band-1---Anatomie-einer-Verschw%C3%B6rung?bpmctrl=bpmrownr.1%7Cforeign.516539-1-0-0#r490384-0-502001:400388
im Shop ansehen weitere Rezensionen von DoraLupinRezensionen von DoraLupin:
Charmanter Jugendkrimi
Fräulein Florentines Gespür für Mord - Cosy Crime trifft Female Empowerment. Charmanter Krimi im Berlin der 1890er-Jahre mit Farbschnitt in der 1. Auflage von Alexandra Fischer-Hunold
Das Buch ist schon ein richtiger Hingucker mit dem tollen Cover und dem wunderschönen Farbschnitt. Es sieht schon so geheimnisvoll aus und beim betrachten des Covers möchte man sich direkt in die Seiten stürzten, so ist es mir jedenfalls gegangen und ich war sehr positiv überrascht von diesem tollen Jugendkrimi!
Inhaltlich geht es um folgendes: Die 17-jährige Florentine hat zwei große Leidenschaften: Medizin und Kriminologie! Da Frauen im wilhelminischen Zeitalter nicht studieren dürfen, schleicht sich die junge Fabrikantentochter bei jeder Gelegenheit in Männerkleidung in die Berliner Charité.
Doch dann steht sie nicht im Obduktionssaal, sondern im Haus ihrer Cousine Charlotte plötzlich vor einer echten Leiche! Und damit auch vor ihrem ersten Fall: denn der Bräutigam wurde eindeutig ermordet!
Der Schreibstil was wirklich toll zu lesen, sehr frech und modern, was aber super zur Zielgruppe passt aber dabei auch immer spannend und mitreißend. Anfangs hatte ich ein paar kleine Probleme mit den vielen Namen (da war es gut, dass es am Anfang des Buches ein Personenregister gibt) aber nach wenigen Seiten war ich dann ganz in der Geschichte drin und wollte gar nicht mehr aufhören mit lesen, da es immer interessant geschrieben war und ich wissen wollte wie es weiter geht.
Der Krimi ist wirklich schön erzählt, nicht sehr blutig aber mit einigen Rätseln und Geheimnissen, die nicht nur die Zielgruppe der Jugendlichen ansprechen, sondern auch mich als erwachsene Leserin mitreißen konnten! Die Geheimnisse zu ergründen und mit Florentine auf Spurensuche zu gehen hat großen Spaß gemacht! Aber nicht nur der Krimi wird schon erzählt, man taucht auch in die Zeit um 1890 ein und lernt das Leben und die Gedanken der Menschen damals kennen, auch wenn Florentine mit ihren Gedanken der Zeit vorraus ist. Dies hat sie dem Leser sehr sympathisch gemacht und ihre teils etwas freche und vorlaute Art waren sehr erfrischend zu lesen, in einer Zeit , indem das Wort einer Frau nicht viel gezählt hat.
Das Ende der Geschichte ist sehr spannend und konnte mich nochmal richtig überraschen! Ich hatte viel Freude während der Lektütüre und kann sie Jugendlichen sowie interessierten Erwachsenen nur weiter empfehlen!










