Kunden em pfehlungen
Rezensionen von MaMaMia :
Ein Highlight
Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Einsatzkräfte von Carola von Kessel
Der Band "Einsatzkräfte" ist in der Sonderserie "Leuchte & entdecke" der bekannten "Wieso? Weshalb? Warum?"-Reihe im Ravensburg Verlag erschienen. Empfohlen wird das Buch für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren.
Das Buch umfasst 16 Seiten und hat die typische, praktische Spiralbindung wie bei den Büchern der "Wieso? Weshalb ? Warum?"-Reihe üblich.
Ganz viele Klappen laden die Kids dazu ein zusätzliche Bildchen, Texte und Infos zum Thema zu entdecken. Die Klappen sind stabil und auch allgemein ist dieser Band in der gewohnt guten Qualität und ansprechenden Art dieser Reihe gestaltet. Was aber neu ist, ist die enthaltene "Taschenlampe", mit der die Kids zusätzlich zu den üblichen Klappen noch aktiver das Buch und das Thema entdecken können. Dabei handelt es sich um eine Taschenlampe aus Pappe mit einem weißen, runden Kreis als Leuchtkegel davor, die am Ende des Buches vorsichtig aus einer Klappe rausgetrennt werden kann. Dazu gibt es dann im Buch komplette Folien-Seiten, die jeweils mit einer dunklen Papp-Seite von der nächsten "normalen" Buchseite abgetrennt sind. Schiebt man nun die Papp-Taschenlampe zwischen die bunte Folie und den schwarzen Hintergrund, entdeckt man quasi im hellen Lichtkegel, also dem weißen Kreis als Untergrund, die Bilder auf der Folie. Eigentlich ganz simpel, aber für die Kids natürlich sehr spannend und cool! Die Idee ist einfach super und meine Jungs lieben es! Das Buch ist hier momentan sehr sehr beliebt... die Taschenlampe, die Klappen und dann auch noch DAS Lieblingsthema meiner Kids!
Sehr praktisch und durchdacht: es gibt auf den letzten Seiten auch eine Aufbewahrungs-Lasche für die Papp-Taschenlampe.
Die Texte sind wie bei der Reihe gewohnt, sehr gut verständlich und dem Alter der Zielgruppe (zwischen 4 und 7 Jahren) entsprechend verfasst. Und die Illustrationen sind wie erwartet einfach super... kindgerecht, bunt, detailliert.
Unser Fazit: Das Buch ist ein absolutes Highlight! Meine Jungs (2 und 5) sind total begeistert! Das Thema, die Taschenlampe, die vielen Klappen und Infos... einfach die perfekte Mischung! Wir lieben die Wieso Weshalb Warum Reihe und die Sonderserie "Leuchte & entdecke" übertrifft einfach alles!
Rezensionen von Sonne89:
Mal was ganz anderes
True Crime in Nature von Farina Graßmann
True Crime in Nature befasst sich mit den ganz natürlichen Verbrechen, die sich in der Natur Tag für Tag abspielen und ganz normal sind, da einige Tiere und Pflanzen damit ihr überleben sichern.
Das Buch liefert dabei sehr interessante Fakten über unsere Tier- und Pflanzenwelt und schockiert auch an der ein oder anderen Stelle.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und fließend. Obwohl es viel um Faktendarstellung geht, sind die Informationen so in den Text mit eingebunden, dass man das Gefühl hat einen sehr spannenden Krimi zu lesen und kein Sachbuch.
Gut gefällt mir auch, dass die Pflanzen und Tiere mitunter auch durch Echtfotographien gezeigt werden. Zusätzlich lockern noch witzige (zum Teil auch makabere) Karikaturen das Buch auf.
Wer mal was ganz anderes lesen möchte, sich für Krimis und Natur interessiert, ist mit diesem Buch gut aufgehoben.
Rezensionen von MarcoL:
Eine Liebeserklärung an das Leben – an den Regen, literarisch hochwertig.
Regen von Ferdinand von Schirach
Als was mögen wir dieses Büchlein bezeichnen? Als Erzählung, fünfzig augenfreundlich gesetzte Zeilen, und ein nochmal so langes Interview mit interessanten Lebenseinblicken des Autors? Oder als Theatermonolog?
Auf jeden Fall ein leicht und locker zu lesendes Werk über das Leben. Über die Melancholie, wie sie es nur der Regen schaffen kann.
Dieses stete, leicht rauschende, mal plätschernde Geräusch, das einen einlullen mag in Gedankengänge, die bei Sonnenschein wohl kaum zu Tage kommen. Die Frage nach dem Scheitern, nach einem Verlust, die graue Monotonie, das tun zu müssen, was wir nicht tun wollen. Über den Sinn des Lebens sinieren? Oder einfach nur Alltäglichkeiten vergessen und fortspülen lassen, Raum schaffen für sinnfreilose Banalitäten.
Der Protagonist wird als Schöffe bestellt. Wider seinem Willem. Er erzählt vom Gericht, von den Verhandlungen – in einer markanten Präzision; und dennoch hat man das Gefühl als wäre es eine Nebensächlichkeit, mit einem Winken der Hand abgetan. Aber es geht in die Tiefe. In die Abgründe des Seins. Wer klagt hier wen an und warum? Dürfen wir das überhaupt oder sind wir befangen?
Während all dieser tieferen Gedanken kommen Trivialitäten ans Tageslicht. Von Schirach arbeitet mit Humor und Sarkasmus Ideen aus, die einem normalerweise wohl kaum in den Sinn kommen würden
Zum Beispiel die 80%-Regel. 80% unseres Alltags beschäftigen sich mit „Mist“. Mit unnötigen Dingen, die wir dennoch tun. Egal, ob Erledigungen, oder ein Buch (wie er meint, aber da halte ich dagegen), oder die visuelle Berieselung seitens Film oder TV.
Oder die Geschichte mit den weißen Karibikstränden. Hinterfragt doch mal, woher der schöne weiße Sand kommt. Oder in was wir da tatsächlich im Meer so herumschwimmen … tierisch.
Dieses kleine Schriftstück ist eine herrliche Persiflage auf das Leben an sich, kurz und prägnant erläutert, oft in spartanischen Sätzen, die das riesengroße Allgemeinwissen des Autors und dessen Genius unterstreichen.
Auch das anschließende Interview ist sehr lesenswert und lässt tiefe Einblicke zu.
In Summe sehr gerne gelesen. Leseempfehlung für diesen literarischen Ausflug
Rezensionen von EvaLiest:
Tolle Abenteuergeschichte
Hilda Hasenherz. Das Abenteuer auf der Adlerinsel von Tobias Goldfarb
Hilda Hasenherz – Das Abenteuer auf der Adlerinsel von Tobias Goldfarb mit Illustrationen von Verena Körting ist ein lustiges und liebevoll gestaltetes Kinderbuch zum Vorlesen.
Wir begleiten Hilda und Lämpchen mitsamt ihren Freunden auf einem großen Abenteuer: die Hasen haben erfahren, dass die Mama von Lämpchen auf der Adlerinsel festgehalten wird und nun müssen sie sie natürlich befreien.
Dabei begegnen sie vielen verschiedenen Tieren, die ihnen mal helfen, mal die Reise erschweren. Diese unterscheiden sich tatsächlich in vielen Details und sind auch nicht stereotyp konzipiert. Beim Vorlesen ist es manchmal gar nicht so einfach, denn teilweise nutzen sie sehr eigene Sprache (vor allem zum Beispiel die Zottelhasen) und ich bin immer mal wieder mit den Stimmen der Charaktere durcheinander geraten (es wurde mir verziehen ???? ).
Einige der Charaktere kommen wohl schon im ersten Band vor. Wir haben diesen nicht gelesen, konnten dem Inhalt aber wunderbar folgen. Lediglich bei ganz wenigen Dingen habe ich mich gefragt, ob sie vielleicht im ersten Buch erklärt wurden (zum Beispiel, warum Eicho immer „Guppa!“ ruft).
Ich fand das Buch wirklich niedlich und eine schöne Abenteuergeschichte ohne Genderklischees. Mein Sohn wollte immer weiter lesen und das ist auch der einzige Kritikpunkt: die abendliche Vorlesezeit wurde immer länger und länger…
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Berührend und echt
Trocken von Daniel Wagner
Mittlerweile habe ich einige autobiografische Bücher zum Thema Alkoholismus gelesen, erst vor kurzem „Rausch und Klarheit“ von Mia Gatow.
Auch in „Trocken“ erzählt der Autor Daniel Wagner von seiner Sucht, aber es ist ein bisschen anders. Wagner verzichtet auf eine gesellschaftliche, soziale und/oder eine geschichtliche Einordnung von Alkoholismus.
Auch zum Thema Alkoholkonsum und Gender wirst du hier keine Einlassungen finden.
Wagner erzählt kompromisslos und ehrlich von seinem Erleben der Sucht und von seinem Kampf gegen die Krankheit. Er beschreibt einen typischen Tag am Tiefpunkt seiner jahrelangen schweren Alkoholsucht und dieser Tag macht mich tief betroffen und traurig. zu diesem Zeitpunkt hat Wagner längst den Punkt erreicht, an dem er Alkohol schon gleich nach dem Aufstehen und zum klar denken und funktionieren braucht.
Aber von klar denken und funktionieren, wie wir es uns vorstellen, kann keine Rede mehr sein. Wagner braucht einen Pegel von 3 Promille um seinen Suchtdruck zu befriedigen.
Wagner ist der taumelnde und ungepflegte Alkoholiker, der dich auf der Strasse anpöbelt oder der betrunken in einer Hecke liegt.
Sein Selbsthass und seine Verachtung sind grenzenlos und dagegen hilft nur wieder noch mehr Alkohol.
“Mehrmals täglich bringt mich die Diskrepanz zwischen Sucht und Sehnsucht an meine Grenzen. Die Sehnsucht nach einem nüchternen Leben kämpft gegen die Sucht nach Alkohol. Die zerrende Angst und die unendliche Leere in mir kämpfen gegen den anhaltenden Rausch. Der Gewinner steht wie immer schon vorher fest. Aus meiner Trauer wird Aggression.”
Lange sieht es so aus, als würde Wagner den Kampf gegen die Sucht verlieren. Er ist suizidal. Jeder Lebenswille wurde von dem „Monster“, wie seine Krankheit auch nennt, aufgezehrt.
Schonungslos und erschreckend beschreibt Wagner, was er alles an die Sucht verloren hat. Ihm fehlen ganze Lebensjahre, die er der Sucht geopfert hat, Freundschaften und Beziehungen hat er dadurch zerstört, dass immer der Alkohol an erster Stelle stand. Und am allermeisten hat er sich selbst geopfert und zerstört.
“Aber das war es mir wert.
Und im Wesentlichen beschreibt, was ich da erlebt habe, das Wesen einer Sucht.
Sich selbst zu opfern, um sich lebendig zu fühlen.”
Im Kapitel „Dieses Buch“ schreibt Wagner wieviel ihm das Schreiben abverlangt hat. Er beschreibt seine Bemühungen und Schwierigkeiten, mental in diese dunkle Zeit seines Lebens zurückzukehren. Von seinem Wunsch, wahrhaftig und echt zu schreiben. Und ich kann das beim Lesen fühlen. Es fühlt sich echt an und auch unendlich traurig. Mein Mitgefühl für den Erzähler am Tiefpunkt seiner Krankheit ist grenzenlos.
Und obwohl Wagner sicher keine pädagogische oder politische Agenda verfolgt, prangert er das Selbstverständnis an, mit dem die Droge Alkohol in unserer Gesellschaft kulturell verankert ist und selbst starker Konsum aus Profitgier normalisiert und gefördert wird. Das gilt für Österreich genauso wie für Deutschland. In dem Bundesland, in dem ich wohne, ist betreutes Trinken ab 14 Jahren legal erlaubt.
Daniel Wagner hat für mich in seinem intimen ersten Buch „Trocken“ seine Alkoholsucht und seinen Kampf erlebbar gemacht und mich damit sehr berührt. Auch literarisch zeigt Wagner mit seinem authentischen Text in seiner Verletzlichkeit und Direktheit eine große Qualität. Das Buch war für mich ein Highlight.
Ich hoffe sehr, dass Wagner seine schriftstellerische Arbeit fortsetzt und ich noch weitere Bücher aus seiner Hand lesen kann.
Rezensionen von Chris:
Langweilig wie ein 0815 Vorstadtvorgarten
Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann
Der Titel und das Cover des Buches haben mich auf eine Geschichte mit Humor, Witz und etwas Ironie hoffen lassen. Ich war gespannt auf eine interessante Familiengeschichte und den Einfallsreichtum der Eltern die Pleite vor der Verwandtschaft, den Nachbarn und Freunden zu verstecken.
Leider wurde diese Erwartung in keinster Weise erfüllt und ich musste mich wirklich durch das Buch quälen.
Christian Schünemann hat es leider nicht geschafft Interesse bei mir zu wecken, keine der Figuren im Buch haben mich berühren können, mit keiner dieser Personen habe ich mich verbinden können und es war mir sozusagen durchweg egal warum und weshalb der Gerichtsvollzieher an der Tür klingelte, was das mit den Kindern oder den Eltern machte und was das für Folgen für die Familie haben würde.
Egal ob die Geschichte fiktiv oder real war, mich hat sie leider so ganz und gar nicht abgeholt.
Rezensionen von clematis:
Schweigen
Wir hätten uns alles gesagt von Judith Hermann
Ein Buch über das Leben einer Schriftstellerin, ein Buch über den Alltag, das Schreiben, das Erleben – so in etwa habe ich mir das vorgestellt aufgrund des Klappentextes. Ich hätte das nicht tun sollen, denn gekommen ist alles anders.
In diesem Buch lässt Judith Hermann ihr Leben Revue passieren, sie fängt mittendrinnen an, springt zurück in ihre Kindheit und vorwärts ins Jetzt, mit ihren über fünfzig Jahren.
In loser Abfolge berichtet sie in oft reduzierten Sätzen über Dagewesenes und Geträumtes, lässt Erinnerungen ineinanderfließen, die sich zusammenfügen zu dem, was bleibt von einem Leben. [Während ich das schreibe, daran zurückdenke, bin ich gar nicht sicher, ob das tatsächlich stattgefunden hat. Kindle, Pos. 547] Dabei bleibt aber alles nebulos, denn eigentlich will sie gar nichts sagen, nichts erzählen vom traumatisierten Kind eines depressiven Vaters, einer Familie von Verrückten. [Kindle, Pos. 1497] Final bleibt es dabei, zu schweigen, nichts preisgeben zu können oder zu wollen, nichts außer einer Collage von einzelnen Bildern, die von Psychotherapie, Wohnen in Berlin und Sommern am Meer handeln, von einer Wahlfamilie und der Abgeschiedenheit während der Pandemie. All dem fehlt aber jegliche Lebendigkeit, ich verspüre beim Lesen keine Gefühle, nur Ohnmacht ob der Tristesse und Melancholie, welche in jedem einzelnen Satz mitschwingt. Wenn das Hermanns Botschaft ist, dann kommt sie bei mir nicht an.
Obwohl ich mich aufgrund anderer Leserstimmen zum Werk Judith Hermanns gefreut habe auf diese Lektüre, kann ich damit leider nicht wirklich umgehen, das Verschwiegene bleibt mir verborgen.
Rezensionen von Austrian Bookaholic :
Toller Reihenauftakt
A Million Stars Above von Ayla Dade
Ich habe mich so über dieses Buch gefreut. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und auch den Zirkus. Daher die perfekte Kombination für mich.
Das Setting hat mich wie erwartet umgehauen. Ich konnte es mir einfach richtig gut vorstellen und der Zirkus hat einfach eine gewisse Magie. Die Autorin scheint sich auch mit der Thematik recht gut auseinandergesetzt zu haben.
Das ist mir persönlich immer sehr wichtig.
Die Protagonisten haben beide einen lebendigen Charakter, was die Geschichte emotional mitreisend macht. Hell konnte ich anfangs einfach überhaupt nicht ausstehen. Ich gehe aber davon aus, dass genau das von der Autorin so gewollt ist..
Wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt, gefällt mir sehr gut, allerdings könnte es hier ein bisschen mehr aus der Perspektive von Hell sein. Sein Weg von enemy to lover kommt etwas unvermittelt, hier würde ich gern etwas mehr an seinem Gefühlsleben teilhaben können.
Davon abgesehen, zieht sich aber über das ganze Buch sich ein Spannungsbogen, der ist für mich zu einem richtigen Pageturner gemacht hat.
Das Ende des Buches kommt mit einem Cliffhanger. Wenig überraschend ist daher, dass ich es kaum erwarten kann, Bd. 2 in meinen Händen zu halten.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Der dritte Mann lässt grüßen ....
Internationale Zone von Milo Dor; Reinhard Federmann
Der 1984 gegründet Picus Verlag bringt jedes Jahr ca. 35 Bücher heraus. Dabei sind auch einige Neuausgaben wie dieses gemeinsam Buch von Milo Dor (1923 - 2005) & Reinhard Federmann (1923 - 1976) „Internationale Zone“, dabei. Der Roman ist in gediegener Aufmachung in Leinen und Lesebändchen wieder auf dem Markt gebracht werden.
Das Autoren-Duo hat einen fesselnden Roman verfasst, dessen Story sich so, oder so ähnlich im Wien von 1950 abgespielt haben kann.
Die ersten Jahre des blühenden Schwarzmarktes sind vorbei. Schieber, Straßenhändler und Profiteure der Nachkriegs(un)ordnung müssen sich nach anderen Einnahmequellen umsehen. Da kommen ihnen die unterschiedlichen Eigeninteressen der vier Besatzungsmächte gerade recht.
Nur, was ist nur die aktuell interessante Ware? Nun zuerst einmal Informationen, denn die Alliierten trauen einander nicht über den Weg. In weiterer Folge ist Menschenhandel im Auftrag einer der vier Besatzungsmächte ein lukrativer Job. Passieren darf allerdings nichts, sonst ist das gefährliche Geschäft hinfällig. Das müssen auch die Protagonisten leidvoll lernen, als ihnen eine für die Russen gesuchte Person unterwegs stirbt.
Wer sich nun von Klappentext und Cover an den „Dritten Mann“ von Graham Greene und den gleichnamigen Film erinnert fühlt, liegt richtig. Das Wien von 1950 ist, wie der Rest von Österreich in vier Besatzungszonen aufgeteilt, und im ersten Bezirk, der „Interalliierten oder Interantionalen Zone“, fahren die „Vier im Jeep“ gemeinsam Streife.
Der Schreibstil erinnert an amerikanische Hard Boild-Krimis. Kurze Sätze, schneller Szenenwechsel - im Film als „harter Schnitt“ bezeichnet.
Fazit:
Mir hat dieser Roman aus dem Nachkriegs-Wien sehr gut gefallen. Die eine oder andere diesbezügliche Andeutung haben meine Großeltern fallen lassen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Schmutziges Geld
Der Teufel von Luzern von Patrick Greiner
Als Lisa, die in Australien lebende Schweizerin, nach Luzern zurückkommt, um das Erbe ihre Tante Vera anzutreten, weiß sie noch nicht, was sie genau erwartet. Denn neben einem Haus in bester Lage, einem Sparbuch und Goldmünzen, entdeckt sie in einer alten Waschmaschine 2 Millionen Franken mit der kryptischen Nachricht „An diesem Geld klebt Blut“.
Paavo Baumgartner, ein Polizist kann hier nicht helfen und verweist sie an den Privatermittler Armand Godel.
Gemeinsam versuchen sie dem Ursprung des Geldes auf die Spur zu kommen und Lisa kommt dabei nicht nur ihrer eigenen dunklen Familiengeschichte nahe, sondern auch einer Gruppe einflussreicher wie skrupelloser Männer und ihren kriminellen Machenschaften.
Meine Meinung:
Dieser Krimi gewährt uns Einblicke in die Geschäfte der Geldwäsche, in der auch zahlreiche (Privat)Banken der Schweiz verwickelt sind. Es wimmelt von Strohmännern, die wie die Marionetten auf dem Filmplakat des „Paten“ an den Fäden ihrer Hintermänner zappeln.
Die Handlung ist interessant, aber es dauert ein wenig, bis sie so richtig in Gang kommt. Beinahe wäre der Krimi ohne Leichen ausgekommen. Letztendlich gibt es dann doch zwei Tote.
Die Charaktere wie oder Armand haben so manche Ecke und Kante, die sie interessant und sympathisch machen. Das schweizerische Flair wird durch Streifzüge in der Stadt Luzern und die typischen Schweizer Ausdrücke wie parkieren und Gipfeli vermittelt- Schmunzeln musste ich über Armand Godel Auto, den Oldtimer De Soto, den er vor Jahren aus Kuba importiert hat.
Patrick Greiner räumt mit der Mär der ach so sauberen und gesetzestreuen Schweiz ziemlich auf. Überall dort, wo viel Geld zu lukrieren ist, ist das Verbrechen nicht weit. Der Autor weiß, worüber er schreibt, ist er doch Jurist und hat Erfahrung sowohl als Anwalt, Notar und Berater in der Finanzindustrie als auch als Untersuchungsrichter bei der Staatsanwaltschaft in Luzern.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi 4 Sterne.











