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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherwurm78:

Familiengeschichte mit Geheimnissen

Vor hundert Sommern von Katharina Fuchs

Anja räumt zusammen mit ihrer Tochter Lena die Wohnung ihrer Mutter Elisabeth aus. Dabei stoßen sie auf viele Dinge von Clara, der Großtante von Anja. Unter anderem Gegenstände aus einem Hundesalon, den Clara in den 1930er Jahren besessen hat. Es gab immer ein Geheimnis in der Familiengeschichte, nach und nach erzählt Elisabeth ihrer Tochter und Enkeltochter davon.

Vor hundert Sommern ist ein Roman über ein Familiengeheimnis. Er spielt auf zwei Ebenen. Es geht vor allem um Clara Brand, und ihr Leben in den 1920er und 1930er Jahren in Berlin. Und im Heute geht es um ihre Großnichte Anja und ihre Töchter. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es spiegelt sehr gut das damalige Leben vor 100 Jahren wieder und auch die aktuelle politische Situation ist gut in die Story eingeflossen und zeigt auch Parallelen zu früher auf. Das Buch hat sich sehr flüssig gelesen, es gab keine langweiligen Passagen im Text. Die einzelnen Kapitel waren immer mit Namen und Zeit überschrieben, so dass man auch immer wusste aus welcher Sicht man nun liest. Als Leser konnte man mit den Hauptpersonen gut mitfühlen, vor allem mit Clara und ihren Erlebnissen. Die Geschichte der Familie Brand und ihren Nachfahren ist gut durchdacht und umgesetzt im Buch. Für mich blieb es auch bis zum Ende spannend und ich bin neugierig geblieben wie es wohl ausgehen wird und vor allem was das große Familiengeheimnis ist.
Fazit: ein wirklich spannender und empfehlenswerter Roman.

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Rezensionen von carola1475:

Eine bewegende Lebens- und Liebesgeschichte

Für Polina von Takis Würger

Hannes hat eine wunderbare Kindheit in der Villa im Moor, oft kommt Polina mit ihrer Mutter zu Besuch. Die Kinder wurden am gleichen Tag geboren und seitdem sind auch die beiden unkonventionellen Mütter befreundet. Polina ist quirlig und an allem interessiert, während Hannes vorsichtig in die Welt hinein lauscht und vom Hören fasziniert ist, nach außen hin erscheint er ruhig und schwerfällig.

Hannes kann nicht anders, als Menschen und Gefühle in Musik zu übersetzen und so komponiert er mit 14 eine Sonate für Polina, die nicht nur seine Liebe zu ihr ausdrückt, sondern ihr ganzes Wesen beschreibt.
Doch als Hannes' Mutter stirbt, muss Hannes das Moor verlassen, auch die Musik und Polina verschwinden aus Hannes Leben. Seine Trauer um die Mutter lähmt ihn jahrelang, bis er beschließt, Polina wieder zu finden.

Takis Würger schreibt lebendig, klar und nüchtern, dennoch sehr einfühlsam. Seine Figuren haben Ecken und Kanten und haben alle ihr Päckchen zu tragen. Die Charaktere sind vielschichtig, authentisch und berühren. Ich habe mich für Hannes gefreut, dass er in der Kindheit den knorrigen Herrn Hildebrand an seiner Seite und später im starken Kollegen Bosch einen guten Freund gefunden hat. Auch die Nebenfiguren sind glaubwürdig und interessant. Der Autor ist seinen Charakteren zugewandt und es gelingt ihm, den Leser in diese Nähe einzubeziehen.
Takis Würger erschafft wunderschöne, intensive, auch humorvolle Bilder, wenn er Hannes Leben beschreibt und auch, was ich über klassische Musik und den Klavierbau erfahre, habe ich gern gelesen.
'Für Polina' mit dem Diogenes-typischen, passenden Cover ist eine mitreißende und bewegende Lebens- und Liebesgeschichte und hat mir sehr gut gefallen. Ich empfehle das Buch Lesern mit Interesse an einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte und an Musik.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Süße Sports Romance

Mismatch von Laura Willud

Cover: Cute, passt perfekt zum Inhalt - inklusive Joyce' Eyeliner. Ich mag ja Cover dieser Art = gezeichnete Figuren (z.B. auch typisch für U.S. RomCom-Werke) unheimlich gerne.

Schreibstil: Sehr angenehm, detaillierte Beschreibungen, glaubwürdige Dialoge. Liest sich fein!

Figuren & Handlung:

Joyce war mir sympathisch, aber ihre Neugier empfand ich teilweise als übertrieben - soll heißen: nervig, da in meinen Augen gänzlich unbegründet.

Nicht überall lauert die nächste große Story und sie hatte anfangs null Grund, Austin dermaßen auf dem Kieker zu haben (auch wenn sie es natürlich überaus charmant angestellt hat).

Das Verhalten ihres Bruders … ohne Worte. Einfach nur kindisch, sei es in Bezug auf sie oder gegenüber seinem neuen Team-Kollegen. Wie es mir mit "seiner" Story ergehen wird, die in Band 2 erzählt wird - ich bin gespannt! Der Titel "Foul Play" passt auf jeden Fall schon mal zu seinem bisherigen Verhalten. *hüstel*

Austins großes Geheimnis wird relativ früh gelüftet - wir müssen also nicht bis kurz vorm Ende der Handlung warten -, und entpuppt sich dann als weniger tragisch als vermutet … was nicht schlimm ist, sondern zum allgemeinen Feeling der Story passt.

Meine Highlights waren Austins knuddelige Oma und das mega tolle Basketball-Flair, hier kommt der Sport definitiv nicht zu kurz.

Fazit:
Süße Sports-Romance, die ich allen NA-Fans gerne weiterempfehle.

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Rezensionen von Lilli33:

Originelle Figuren mit Witz

»Wenn Ende gut, dann alles« von Volker Klüpfel

Originelle Figuren mit Witz

Inhalt:
Als Tommi und seine ukrainische Putzfrau Svetlana am Waldrand ein einsames Kind auflesen, ahnen sie nicht, dass dahinter ein Verbrechen steckt und sie sich mit ihren Nachforschungen nach der Mutter des Kindes schließlich in große Gefahr begeben.

Meine Meinung:
Dieser Roman lebt von seinen originellen Figuren, die Volker Klüpfel mit viel Wärme und Herzblut beschreibt.

Tommi, angehender Thriller-Autor, hat es nicht leicht. Seine Freundin hat sich von ihm getrennt, sein Vater verschleudert sein Erbe in einer Luxus-Seniorenresidenz und mit dem Schreiben läuft es auch nicht so wirklich. Kein Wunder, muss er doch aus finanziellen Gründen in dem alten Wohnmobil seines Vaters leben und jeden Tag einen neuen Stellplatz suchen. Eine Konstante in Tommies Leben ist seine ukrainische Putzfrau Svetlana, die mehr über Tommi weiß als er über sie und ihm mit ihren ukrainischen Sprichwörtern den Weg weist oder ihn auch mal komplett verwirrt.

Svetlana ist der deutschen Sprache nicht ganz mächtig, was des Öfteren zu Missverständnissen und herrlichen Wortspielen führt, manchmal für die Lesenden aber auch etwas anstrengend ist. Man muss sie einfach lieben, diese pragmatische Frau mit einem großen Herzen und ebenso viel Verstand.

Die Handlung beginnt recht gemächlich und relativ unspektakulär, nimmt aber im weiteren Verlauf rasant an Fahrt auf. Am Ende wird es sogar richtig spannend und gefährlich für unsere Protagonist*innen.

Das Buch konnte mich fesseln und gut unterhalten. Ich mochte die Figuren unheimlich gerne, auch wenn mir der Witz manchmal zu viel war. Aber die trockene Art, mit der Volker Klüpfel erzählt, fand ich super passend und angenehm zu lesen.

Dieser Fall ist abgeschlossen, aber die Fortsetzung folgt hoffentlich bald. Da freue ich mich schon drauf.

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Rezensionen von clematis:

Auge um Auge

Mörderfinder – Das Muster des Bösen von Arno Strobel

Bereits vor der offiziellen Eröffnung der gemeinsamen Detektei WaBi von Fallanalytiker Max Bischoff und Rechtspsychologen Marvin Wagner ergibt sich ein erster Fall: der neunjährige Sohn eines Richters wird entführt, wahrscheinlich deshalb, weil der Richter zu milde Urteile gefällt hat und jetzt Rache geübt werden soll: Auge um Auge.

Spannende Szenen mit dem Knastfriseur Kai Weinand, der wichtige Informationen an Max Bischof liefert, eröffnen diesen fünften Fall der Mörderfinder-Reihe. Zwischen Eröffnungsfeier der Detektei, Internetrecherche und Ermittlungen schieben sich kursiv gedruckte Abschnitte aus Tätersicht mit durchaus brutalen Einzelheiten, denen man nicht zartbesaitet gegenübertreten sollte - grausame Details, auch an Kindern, werden hier geschildert. Spätestens, als es weitere Opfer gibt, ist klar, dass schnell gehandelt werden muss, da kommt es Max und Marvin gerade recht, dass sich freiwillige Helfer nahezu aufdrängen. Zudem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit Bischofs Ex-Kollegen und nunmehrigem Leiter im KK11, Horst Böhmer. Recht bald habe ich einen Täter im Visier, aber weit gefehlt, Arno Strobel hält am Ende eine ganz andere Auflösung für mich bereit. Es geht im Laufe der Handlung immer turbulenter und gefährlicher zu, sodass die Abhandlung des Motivs dann doch fast ein wenig zu flott daherkommt. Insgesamt ist der Fall aber sehr fesselnd und die Figuren können einen wie gewohnt in ihren Bann ziehen.

Ein in sich abgeschlossener Fall, den man auch für sich allein stehend lesen kann, in der Gesamtheit der ganzen Reihe ist „Das Muster des Bösen“ aber gewiss noch besser. Interessante Themen werden aufgegriffen und auf geschickte Weise in die Handlung eingebettet. Mir hat‘s wieder gut gefallen!

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Rezensionen von Harakiri:

berührend, tiefgehend und spannend

Leb wohl, Schwester von Sabine Thiesler

Donato Neri ist zurück – mit seinem schwersten Fall.
In einem Zelt wird ein junges Paar erschossen und es gibt keinerlei Hinweise auf den Täter. Neri und seine neue Kollegin Romina Rosselli ermitteln fieberhaft, finden aber keine Spur. Als ein zweiter Mord geschieht, geraten die beiden unter Zugzwang – doch auch hier hat der Täter keine Spuren hinterlassen.

Die Suche nach dem Mörder scheint aussichtslos, doch dann kommt ein Zufall den beiden zu Hilfe.
Ich liebe Donato Neri vom ersten Band an und freue mich jedes Mal über einen neuen Band.
Thiesler hat es wieder geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Kurze Kapitel verleiten dazu, immer noch ein weiteres lesen zu wollen. Und die haben es wirklich in sich. Besonders zu Anfang, als die Eltern ihre toten Kinder identifizieren müssen – hier hätte ich fast geweint, so intensiv waren die Szenen beschrieben und so gut konnte ich mich in alles einfühlen.
Über große Strecken liest man von der Täterin, die gleich im ersten Kapitel auftritt. Mal etwas anderes, den Fall so aufzurollen, dass man den Täter schon kennt.
Die Autorin ist bekannt für ihre spannenden und emotionalen Geschichten und schafft es auch in ihrem neuesten Buch wieder, eine dichte und packende Atmosphäre zu zaubern, die den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Und über die musste ich fast schmunzeln. Neri und seine Frau Gabriella idyllisch am See und dann ….
Die inneren Konflikte der Täterin zu lesen, war absolut fesselnd und Thiesler deckt die dunklen Geheimnisse hinter ihren Motiven erst langsam im Laufe der Geschichte auf. Hierbei bedient sie sich eines flüssigen Schreibstils und teilweise recht trockenen Aussagen. Ein Satz verändert manchmal die komplette Denkweise des Lesers – und das fand ich genial.
Fazit: Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Ein Buch, das nachwirkt und ein Buch, das man so schnell nicht vergisst.

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Rezensionen von clematis:

Nach Hause

Für Polina von Takis Würger

Hannes und Polina werden am selben Tag geboren, die Mütter freunden sich noch im Krankenhaus an, sodass die Kinder viel Zeit miteinander verbringen. Hannes ist von Anfang an besonders, er ist auf fast beängstigende Weise ruhig und hinkt in seiner Entwicklung anderen Kindern hinterher. Aber – er brennt für die Musik, ist überaus talentiert am Klavier und komponiert bald eigene Melodien, die er auf seine Mitmenschen abstimmt.

Viele Jahre, nachdem sich seine und Polinas Wege getrennt haben, will er das Mädchen, in das er sich einst verliebt hat, wiederfinden, selbstverständlich mit der Melodie, welche er mit vierzehn für sie erschaffen hat.

Mit seiner gelassenen, angenehm dahinfließenden Schreibweise setzt Takis Würger die wenigen Personen in diesem Buch perfekt in Szene, beschreibt überaus anschaulich, wie Hannes das Licht der Welt erblickt und eine ganz außergewöhnliche Kindheit durchlebt. Der Bub bemerkt natürlich sein „Anderssein“, kommt damit allerdings allem Anschein nach gut zurecht, bis ihm ein Unfall die Mutter raubt. Er merkt, dass ihn mit Polina mehr verbindet als „beste Freunde sein“ und erspürt aus seinem Innersten ein Lied, das er auf dem Klavier zum Leben erweckt, kann aber seine Gefühle ihr selbst gegenüber nicht in Worte fassen und zum Ausdruck bringen. So vergehen wichtige Momente, ohne dass Hannes und Polina sich einander wirklich öffnen, ihre Leben driften auseinander, kreuzen sich nur noch für wenige Augenblicke. In der Zwischenzeit begleiten wir Johannes durch einen steinigen Weg, der ihm viel abverlangt – und auch für den Leser bisweilen lang ist – bis er wieder zur Musik und zum Klavier – und nach Hause – zurückfindet.

Distanziert und dennoch voller Gefühl – das ist mein Eindruck von „Für Polina“, eine bittersüße Liebesgeschichte, fernab von Alltäglichkeit oder romantischem Kitsch. Wer Außergewöhnliches sucht, findet es hier!

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Rezensionen von Harakiri:

super Abschluss

Dämmersee von Johanna Mo

Hannas ehemaliger Chef Ove wird ermordert aufgefunden. Wer hatte einen Grund, ihn zu töten? Hanna und ihr Team beginnen fieberhaft zu ermitteln – denn Hanna heiratet in ein paar Tagen und will den Fall bis dahin unbedingt aufgeklärt haben.
Ein weiterer Fall für Hanna Duncker und ihr Team und immer noch scheint nicht abschließend klar zu sein, wer Ester ermordet hat.

Zumindest sieht es der Vater des Täters so und sorgt somit für Unruhe im Dorf.
Ein wenig unspektakulär geht die Handlung mit einem der Verdächtigen zu Ende, aber sonst gibt es nichts zu meckern. Das Buch hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und mitgerissen. Bei Mo menschelt es – Hanna und auch die anderen Charaktere haben eine Tiefe, die man selten in einem Thriller findet.
Zusätzliche Einschübe die den letzten Tag von Ove beschreiben, sorgen für ein perfekt abgerundetes Leseerlebnis.
Fazit: Eine Ära geht zu Ende. Vom ersten Band an folge ich Hanna Duncker durch Dick und Dünn, Hochs und Tiefs, Hell und Dunkel. Leider ist die Reihe nun zu Ende, aber im Grunde auch auserzählt. Und macht Raum – und Hoffnung – auf etwas Neues von Johanna Mo.

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Rezensionen von S.:

Origineller Krimi

»Wenn Ende gut, dann alles« von Volker Klüpfel

Der Klüpfel diesmal allein also.
Sein Held Tomme ist offenbar ein Loser. Lebt im Wohnwagen seines Vaters, schleicht sich zur Übernachtung von Parkplatz zu Parkplatz und versucht sich als Thrillerautor. Seine „Putzfrau“ Svetlana aber ist genial. In originellem Deutsch äußert sie ihre Meinung und setzt diese meistens auch durch.

Vor allem, als sie ein einsames Mädchen am Waldrand finden. Wohin gehört das stumme Mädchen? Tomme und Svetlana betätigten sich als Detektive. Das Gesetz wird kreativ „umgangen“. Leider erweist sich Tomme als leicht trottelig und unzuverlässig, wird von Volker Klüpfel nicht geschont. So allerdings kommt es zu bizarren Situationen.
Ernste Töne gibt es aber auch, wer wollte wirklich den Tod der Ukrainerin? Svetlanas Nachforschungen sind clever angelegt. Sie agiert zielstrebig, erzieht sich ihre Pappenheimer und kennt nicht nur viele ukrainische Sprichwörter, sondern mindestens genauso viele unorthodoxe Heilmittel (Wodka hilft so ziemlich immer). Tomme hingegen als Doktor Watschel ist eine passende Ergänzung, zumindest als Chauffeur.
Klüpfel kann es also auch solo. Unterhaltsam, spannend und mit überraschenden Twists legt er hier einen originellen Krimi vor, der sich bestens lesen lässt.

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Rezensionen von Anjulia :

Über der Themse

Die Brücke von London von Julius Arth

Die alte London Bridge war lange Zeit die einzige Brücke, die in London über die Themse führte. Das beeindruckende an ihr war die Bebauung mit Geschäfts- und Wohnhäusern. Die junge Witwe Juliana Hamley führt eine Tuchhandlung auf der London Bridge. Aber nicht nur Konkurrenz aus der Innenstadt und der Bau der Westminster Bridge bedroht ihr Geschäft.

Ihr verstorbener Ehemann hat ihr horrende Schulden überlassen. Gemeinsam mit dem Straßenjungen Alder steigt sie deshalb notgedrungen ins Schmuggelgeschäft ein. Ein gefährliches Unterfangen, nicht nur weil Juliana sich bereits einen mächtigen Feind gemacht hat.

Historische Romane sind eines meiner Lieblingsgenres und Die Brücke von London von Julius Arth, eine Geschichte die ins London in Jahre 1749 entführt, konnte mich wirklich mitreißen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Kapitel über Tuchhändlerin Juliana, Straßenjunge Alder und über Oliver Morris, ein neuer Gehilfe im Dienste des Bridge House, wechseln sich ab. Überrascht hat mich der zweite Erzählstrang, der im Jahre 1202 zu Beginn des Baues der London Bridge spielt. Hier geraten die Schwestern Estrid und Sibilla in eine gefährliche Situation. Brückenbaumeister Gilbert beschuldigt Kräuerfrau Sibilla nach einem Unglück der Hexerei. Estrid versucht, gegen den Willen ihres Mannes, ihre Schwester zu warnen und vor den Fanatikern zu retten. Ich mochte viele der Protagonisten des Romans. Hauptdarstellerin ist für mich aber die beeindruckende London Bridge selbst. Die Atmosphäre die der Autor schafft ist sehr lebendig und teilweise auch spannend. Man taucht richtig in das geschäftigen Leben auf der Brücke ein. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, deshalb 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.

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