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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von froschman:

Ein Team für alle Fälle

Die Kurve von Dirk Schmidt

Carl, der in seinem früheren Leben einmal Leiter des Jugendheimes Kurve in Herne war, hat sich selbständig gemacht und führt nunmehr ein etwas eigenwilliges Unternehmen für kriminelle Dienstleistungen. Mit seinem kleinen Team löst er alle möglichen Probleme, bis hin zum Mord. Er bekommt beinahe gleichzeitig zwei Aufträge.

Ein amerikanischer Millionär sucht den Mörder seiner Tochter und ein sterbenskranker Mafioso braucht einen geeigneten Nachfolger. Für beide Fälle hat Carl die richtigen Personen für die Lösung parat: Ridley, Mathematikgenie, und Betty, Tabledancerin, beide ehemals in der Kurve Stammgast. Er selbst lebt an der Cote Azur und steuert von dort aus telefonisch seine Mitarbeiter.
Dirk Schmidt hat mit diesem Buch sicher keinen Thriller geschrieben, sondern einen Krimi mit vielen Zeit- und Gedankensprüngen, die große Aufmerksamkeit benötigen. Obwohl kaum eine Gewalthandlung direkt beschrieben wird, ist Skrupellosigkeit und Gewalt ein Dauerthema. Die einzelnen Handlungsstränge waren etwas verwirrend, das Buch konnte mich nicht vollständig überzeugen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Hier dreht sich alles um Drachengeschichten

Die schönsten Leselöwen-Geschichten zum ersten Selberlesen - Drachen von

In diesem LeseLöwen-Kinderbuch für die 2. Klasse sind 7 spannende Drachengeschichten von den Autorinnen Anna Taube, Katja Richert und Alexandra Fischer-Hunold in einem Sammelband zusammen gefasst. Die farbenfrohen Illustrationen, die genau zu den Geschichten passen und diese toll ergänzen kommen von Elke Broska, Eva Czerwenka und Steffen Winkler,

Wir lernen den Drachen Belo und Ritter Kunibert kennen, die lieber zu Fuß gehen als zu fliegen; Wotan Wasserdrache, der zeigt, dass ein Drache nicht unbedingt Feuer speien muss; Ritter Richard, der lieber mit einem Drachen Schach spielt, als eine Prinzessin zu heiraten; Drache Samsil und Ritter Theo, die Detektiv spielen um die Krone von Prinzessin Lia wiederzufinden; Prinzessin Clara, die viel lieber auf einem Drachen reitet, als auf einem Pony; Drache Lexi, der doch noch zu seiner Medaille kommt und Drache Drago, der seine kleine Schwester Dragonella in die Drachenwelt einführt.

Mit diesen so unterschiedlichen LeseLöwen-Geschichten können die schon etwas geübten Leseanfänger*innen ihre Lesefähigkeit mit ganz viel Spaß weiter verbessern. Die einfach zu verstehenden, kurzen Sätze in großer Schrift unterstützen dabei sehr gut.
Mit seinem, wie ich finde, sehr ansprechenden Preis zum 50-jährigen LeseLöwen-Geburtstag eignet sich dieses Buch auch wunderbar als kleines Geschenk oder Mitbringsel.

Drachengeschichten für Jungs und Mädchen, die damit ganz bestimmt ihren Spaß beim Lesen lernen haben werden. Unser Enkel zumindest ist ganz begeistert.

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Rezensionen von peedee:

Bewertung für die deutsche Version „Die schweigende Tochter“

The Secrets in Silence von Nicole Trope

=== Die deutsche Version ist im Katalog nicht verfügbar ===
Ein einfacher Toilettenbesuch im Shoppingcenter wird zum Wendepunkt in Minnies Leben: Sie findet ein neugeborenes Baby – weggeworfen wie Abfall! Anstatt die Polizei zu rufen, nimmt sie das Baby zu sich nach Hause und sieht es als Geschenk des Schicksals an, dass sie nun doch noch Mutter sein dürfe.

Tara wacht im Krankenhaus auf, verwirrt und ohne Worte. Sie sind wohl in ihrem Kopf, aber sie verlassen den Mund nicht. Was ist mit ihr passiert? Die anderen sagen, sie hätte ein Baby geboren, aber das ist nicht möglich, denn dann müsste das Baby ja irgendwo sein und sie könnte sich erinnern…

Erster Eindruck: Ein guter Buchtitel, doch noch interessanter ist der Untertitel; das Cover gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, sodass die Leser:innen mehr wissen als die einzelnen Protagonisten. Als ich die Original-Inhaltsbeschreibung gelesen habe, dachte ich nur, oha, wie kann diese Geschichte bloss ausgehen?

Tara ist 15 Jahre alt und wohnt mit ihrem Vater, der Stiefmutter Alicia und den beiden Halbbrüdern zusammen. Ihre Mutter ist psychisch krank und in einer entsprechenden Institution. Lange war für Tara die grösste Angst, so zu werden wie ihre Mutter. Doch dann wurde sie schwanger und sie blendet alles aus – auch die Geburt. Ein riesiges Loch in ihren Gedanken. Sie versucht krampfhaft, sich zu erinnern, doch da ist nichts. Nur ein schwarzes Loch.
Minnie ist 47 Jahre alt und hat vor kurzem ihre Mutter verloren. Nichtsdestotrotz spricht sie immer mit ihr und holt sich Rat. Aufgrund ihres immensen Übergewichts hat sie sich sehr zurückgezogen – das Essen ist ihr einziger Lebensinhalt. Das ändert sich mit „ihrem“ Baby, das sie fortan Kate nennt. Endlich meint es das Schicksal gut mit ihr. Ihr ist wohl bewusst, dass sie einst dafür büssen würde, aber sie lebt im Hier und Jetzt.
Den Leser:innen ist bewusst, dass sich die Wege der beiden kreuzen werden. Die Frage ist nur, wie und wann? Findet Tara ihre Sprache wieder? Erinnert sie sich? Kommt Minnie zur Einsicht, dass sie mit dem Baby zur Polizei sollte?

Ich habe schon mehrere Bücher von Nicole Trope gelesen – dieses hier gehört für mich zu den schwächeren Werken. Die Spannung kam sehr spät und währte nur kurz. Das Ende der Geschichte war abrupt und hat mich mässig zufriedengestellt, daher 3 Sterne.

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Rezensionen von JD:

Das Geisterdorf

Der dunkle Sommer von Vera Buck

"Der dunkle Sommer" ist ein Thriller, der mich extrem überrascht hat- und das im positiven Sinne. Von Beginn an hat mich das Buch gefesselt und in seinen Bann gezogen. Ich konnte es stellenweise gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Handlung ist in mehrere Stränge aufgeteilt, die sich am Ende zu einem Ganzen zusammenfügen lassen.

Ich mochte die Figuren im Buch, die alle Charakter hatten und nicht nur schwarz oder weiß gekennzeichnet waren. Auch hat die Autorin die eine oder andere Überraschung für den Leser parat. Ich war am Ende des Buches echt ein bisschen traurig, dass die Geschichte zu Ende erzählt war, weil mich der Thriller wirklich sehr gut unterhalten hat. Für mich war das Buch vor allem eins: vollkommen rund- alles hat am Ende einen Sinn ergeben. Aus diesem Grund gibt es von mir die Höchstwertung.

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Rezensionen von Marw76:

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter...

National Geographic Kids - Jenseits der Unendlichkeit von

Cover: Schon allein das Cover lässt einen ehrfürchtig werden und man denkt daran, dass man selbst nur "ein Staubkorn im großen Universum" ist. Die vielen Sterne und sind einfach wunderschön und schon das Cover ist atemberaubend (und passt natürlich wunderbar zum Inhalt).

Inhalt: In diesem tollen Buch, dass ein tolles, großes Format besitzt, dreht sich alles um das Universum.

..Planeten, Supernova, Wie entstand überhaupt das Universum, Wie entstehen Sterne und welche Geheimnisse birgt das Sonnensystem...all das und noch mehr wird in diesem Buch beantwortet, neben unzähligen spektakulären Bildern!

Unsere Meinung: Sowohl mein 8- jähriger Sohn als auch ich sind von diesem tollen Buch sehr beeindruckt! Wir mussten es sofort aufschlagen, sind darin eingetaucht und sind von diesem Buch von Anfang bis Ende in den Bann gezogen worden! Selbst mein drei Jahre alter Sohn hat sich für die wunderschönen Sternbilder interessiert und wollte sich diese ansehen! Die Bilder haben uns regelrecht umgehauen! Man wird wirklich ehrfürchtig wenn man in die Bilder eintaucht und kann nur staunen und diese immer wieder betrachten und genießen! Aber auch der Wissensteil dieses Buches ist absolut gelungen! Mein Sohn liebt das Thema Sterne und Planeten aber auch ich als Erwachsener konnte sehr viel Neues in diesem Buch erfahren! Das Buch ist in einer klaren und oft auch großen Schrift verfasst, sodass mein Sohn damit keine Probleme hatte. Besonders interessant fanden wir die Infos über Teleskope, Geburt einer Galaxie und das wissen über die Sterne, von der Entstehung bis zur Supernova! Aber auch die Seiten in denen Forscher zu Wort kamen fanden wir total interessant und spannend! Mein Sohn und ich finden beide: wenn man sich auch nur ein wenig für das Universum, Planeten und Sterne interessiert sollte man dieses Buch auf jeden Fall näher ansehen! Denn wir haben schon einige Bücher zu diesem Thema kennengelernt und gelesen, aber so atemberaubende Bilder wie in diesem Buch findet man selten!

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Rezensionen von DoraLupin:

Toller Kinderkrimi in einem historischen Setting

Midwatch - Schule der unerwünschten Mädchen von Judith Rossell

4.5 Sterne

Schon alleine die Aufmachung des Buches ist wirklich ein paar Sätze wert! Das Cover ist so schön anzusehen aber such das Innere des Buches ist so schön! Es gibt fast auf jeder Seite Zeichnungen, die wunderbar zur Geschichte passen und manche dieser Illustrationen ziehen sich sogar über eine Doppelseite und sind ein echter Blickfang! Deshalb eignet sich dieses Buch auch ganz hervorragend als schönes Geschenk für alle Kinder ab ungefähr 10 Jahren.

Inhaltlich wird das Waisenkind Maggie Fishbone auf das berüchtigte Midwatch-Institut für unerwünschte Mädchen geschickt, dort erwartet sie das Schlimmste, denkt sie. Doch Maggie findet schnell heraus, dass Midwatch anders ist, als es scheint, nämlich eine geheime Ausbildungsstätte für Nachwuchs- Ermittlerinnen! Die exzentrische Direktorin Miss Mandelay heißt die verstoßenen Mädchen freundlich willkommen und ermutigt sie, ihre Talente auszuleben und allerlei nützliche Dinge zu erlernen wie etwa wie einem Krokodil zu entkommen oder Schweizerdeutsch zu sprechen. Schon bald erleben Maggie und ihre neuen Freundinnen in der funkelnden Stadt voller Geheimnisse ein gefährliches Abenteuer, das sie tief unter die Erde und hoch über die Wolken führt, Sie müssen nämlich den Fall der verschwundenen Miss Fenchurch lösen und dieser ist verzwickt.

Trotz der vielen schönen Illustrationen auf fast jeder Seite, empfehle ich das Buch erst für Kinder ab ungefähr 10 Jahren, denn die Schrift im Buch ist schon sehr klein und auch das Abenteuer ist eher etwas für ältere und lesegeübte Kinder. Der Schreibstil passt sehr gut zum Genre des Kinderbuches, aber auch ich als Erwachsene habe die Geschichte sehr gerne gelesen und wurde mitgerissen von der Handlung. Ganz süss fand ich nach jedem Kapitel auch die "nützlichen Dinge die jedes Mädchen wissen sollte". Die Autorin schafft es ausserdem sehr gut Midwatch und die Stadt zu beschreiben und ich hatte alles bildhaft vor meinen Augen, die Zeichnungen im Buch unterstützen natürlich noch dabei. Maggie ist ein aufgewecktes und sympathisches Mädchen mit der man schnell mitfiebern kann, aber auch ihre Freundinnen habe ich schnell ins Herz geschlossen. Ich mochte das Setting des Buches sehr gerne. Die Geschichte spielt zwar in der Vergangenheit in der Waisenhäuser an der Tagesordnung sind und Kinder schlecht behandelt und übersehen werden, aber es gibt auch schon moderne Errungenschaften wie Zeppeline oder Straßenbahnen. In dieses Setting wird ein spannender und interessanter Kriminalfall verwoben, der unblutig ist aber dennoch auch seine gruseligen Momente hat. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte das Buch in wenigen Stunden beendet und mir hat die Geschichte unglaublich viel Spaß gemacht. Lediglich die Auflösung und die Beweggründe des Schurken fand ich nicht so ganz stark, deshalb ziehe ich einen halben Stern ab. Ansonsten aber eine wirklich tolle Geschichte und ich hoffe auf weitere Bände mit den entschlossenen Midwatch- Mädels, für die kein Fall zu schwer scheint.

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Rezensionen von Kwinsu:

Von Minen, Freunden, der Liebe und Feinden

Eine Welt nur für uns von Claire Deya

Fabien leitet einen Entminungstrupp, der einen Küstenabschnitt in Südfrankreich von den tödlichen Fallen befreien soll. Eines Tages stößt Vincent zu ihnen, der dem Leiter erst suspekt, dann aber schnell zum Vertrauten wird. Doch Vincent hat nur eins im Sinn: die Wahrheit über den Verbleib seiner Geliebten Ariane herauszufinden.

Dafür muss er Kontakt mit den deutschen Kriegsgefangenen aufnehmen, die in der Truppe unfreiwillig mitarbeiten. Er findet einen Deutschen, Lukas, der etwas über Ariane herausfinden kann. Doch im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass Lukas seine eigenen Ziele verfolgt...

Die Historikerin Claire Deya beschreibt in "Eine Welt nur für uns" ein Kapitel Zeitgeschichte, dass nur wenig Aufmerksamkeit bekommt: den fatalen Gefahren der Minen. Dabei zeigt sie aus unterschiedlichen Perspektiven mehrere Protagonisten, die alle mit ihren eigenen Traumata zurecht kommen müssen. Vincent musste mehrere Jahre als Kriegsgefangener in einem Lager in Deutschland verbringen und versucht mit all seiner Kraft seine große Liebe wiederzufinden. Fabien hat seine Geliebte verloren und stellt sein Können - dem Minenentschärfen und seine Führungskraft - dem Wohle aller zur Verfügung. Lukas, der deutsche Kriegsgefangene, der ausbrechen will, um seine Geliebte wiederzusehen. Und schließlich Saskia, eine Jüdin, deren Familie im Holocaust umgekommen ist und die Elternhaus von anderen Menschen bewohnt vorfinden muss - sie sucht nach Gerechtigkeit. Ihrer aller Leben ist auf ungewisse Weise miteinander verwoben, was sich erst im Laufe der Geschichte mit aller Klarheit zeigt.

Die Sprache des Romans ist kurzweilig, was den Roman schnell lesbar macht. Allerdings ist sie oft auch pathetisch und neigt zum Schwülstigen, was besonders zu Beginn und am Ende wahrnehmbar ist. Teilweise werden die unterschiedlichen Minen in einer Detailliertheit beschrieben, die für den Fortgang der Geschichte unnötig erscheint und auch etwas langweilt. Nichtsdestotrotz ist es sehr lehrreich, über die Aufwändigkeit der Minenentschärfung, mit all ihren katastrophalen Konsequenzen zu erfahren. Allerdings weiß man nie so genau, ob man jetzt einen Liebesroman, einen Roman über den Schrecken des zweiten Weltkrieges oder ein Buch über all die verborgenen Geheimnisse der einzelnen Figuren liest. Hinzu kommt, dass die persönlichen Geschichten der einzelnen Figuren recht umfangreich geschildert werden, man allerdings etwas den Überblick über die Charaktere verliert. Die geschilderten Beziehungen bleiben größtenteils oberflächlich und nicht immer glaubhaft bzw. nachvollziehbar. Die inneren Konflikte der Protagonist:innen werden zwar beschrieben, über weite Teile konnte ich sie aber nicht mitfühlen, was vermutlich an der verschnörkelten Sprache lag. Mir hat einfach das gewisse literarische Etwas gefehlt. Was mir aber eindringlich in Erinnerung bleiben wird, ist die Schilderung einer missglückten Minenentschärfung; dieses Kapitel ist der Autorin wirklich sehr gut gelungen.

Aufschlussreich war das Nachwort der Autorin, das uns wissen lässt, das einige familiäre, aber auch ihr erzählten Geschichten in den Roman eingeflossen sind, was im Nachgang zu einer größeren Glaubhaftigkeit führt. Trotzdem wurden einige Plottwists zu kurz abgehandelt und nicht immer schlüssig auserzählt, was einen unbefriedigenden Nachgeschmack hinterlässt. Nichtdestotrotz zeigt sie aber auch die Menschlichkeit, die trotz all der Grausamkeit immer wieder hervorblitzt. Einige großartige, philosophisch anmutende Sätze kann das Buch auch aufweisen.

Mein Fazit: "Eine Welt nur für uns" ist ein in großen Teil kurzweiliger Roman, der sich schnell lesen lässt. Er gibt aufschlussreiche Informationen über ein Kapitel in der Geschichte, das nur wenig Aufmerksamkeit erlangt: der gefährlichen Tätigkeit der Minenräumung. Leider fehlt es für meinen Geschmack der Sprache an dem gewissen literarischen Etwas und wirkt oft schwülstig und pathetisch. Die Auflösung der aufgebauten Spannungselemente passieren recht schnell und meines Erachtens öfters unbefriedigend, Zudem bleiben die Charaktere recht oberflächlich und unzugänglich. Trotzdem ist das Buch lesenswert für alle, die mehr über die Alltagsgeschichte des Endes des Zweiten Weltkriegs wissen wollen und die es nicht stört, dass vielleicht nicht alles so schlüssig und unpathetisch erzählt wird.

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Rezensionen von Kwinsu:

Ahoi dem Inselleben

Die Ahoibande von Silke Lambeck

Willi und sein Hund Ohdschi, Paule, Jojo und Schulz leben auf der Nordseeinsel Süderhoorn. Naja, Schulz nicht immer, denn er ist aus Berlin, besucht aber seine Oma und seine Ahoibande regelmäßig. Gemeinsam erkunden sie die Welt und erleben allerhand Abenteuer auf der kleinen Insel. Ob Surfen, Robben, Schlittenfahren oder Wikinger-Amulette, die Insel bietet viel zu entdecken.

Und gemeinsam macht es einfach mehr Spaß.

Silke Lambeck erzählt in "Die Ahoi-Bande" liebevolle und kindgerechte Geschichten um eine kleine Rasselbande, die durch dick und dünn geht. Sie begegnen allerhand schrulligen, aber netten Erwachsenen, aber auch verrückten und wagemutigen Tieren und den verschiedenen Elementen der Natur. Sie sind stets gemeinsam unterwegs und können sich aufeinander verlassen, denn Freundschaft ist das beste Gut. Doch es geht nicht nur um Abenteuer, denn die Bande ist hilfsbereit: sie retten den alten Hannes, springen ein, wenn in der Frühstückspension von Paulas Mutter Not an der Frau ist und sie helfen einander, wenn Willi seine Tauchangst überwinden mag.

In neun entzückenden, in sich abgeschlossenen Geschichten, die einmal die ganzen Jahreszeiten durchmachen, wird in wohliger Atmosphäre erzählt, wie sie alle Herausforderungen meistern. Das besondere an der Ahoibande ist, dass kein negatives Wort fällt, keine negativen Ereignisse ihren Weg kreuzen. Es ist der heile, manchmal für die Kinder auch langweilige Inselalltag, der ihr Leben zu etwas ganz besonderen macht.

Untermalt werden diese schönen Kindergeschichten mit wunderbaren Illustrationen von Lena Hesse, die das Buch zu einem wahren Augenschmaus machen.

Mein Fazit: Die Ahoibande ist ein wunderschön illustriertes Kinderbuch mit 9 abgeschlossenen Geschichten um eine kleine Kinderbande auf einer Nordseeinsel, die in den verschiedenen Jahreszeiten Zusammenhalt und Abenteuer erleben. Es ist unterhaltsam und zeigt Kindern, welch positive Kraft Freundschaft und Hilfsbereitschaft ist.

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Rezensionen von Kwinsu:

Das Geheimnis von Botigalli

Der dunkle Sommer von Vera Buck

Um ihrem eigenen Trauma zu entkommen, kauft sich Tilda in dem Geisterdorf Botigalli auf Sardinien ein Haus um einen Euro. Sie sehnt sich nach Einsamkeit, auch wenn diese schwer zu ertragen ist - besonders, weil in dem Dorf unheimliche Dinge vor sich gehen. Bald trifft sie auf den Journalisten Enzo, der den Urheber eines lang zurückliegenden Massakers in dem Dorf aufdecken möchte.

Tilda bekommt ungebetenen Besuch von ihrem Bruder, der sich im Laufe der Zeit zu einer angenehmen Begebenheit entwickelt. Als dieser aber plötzlich spurlos verschwindet, beginnt nicht nur die Suche nach ihm, sondern auch die atemberaubende Aufdeckung der furchtbaren Wahrheit der Vergangenheit des Dorfes...

Vera Buck schafft in "Der dunkle Sommer" etwas, was nicht viele Thriller vermögen: die Geschichte fesselt, sie baut sich langsam zu einem dichten Konstrukt auf und vor allem wird sie äußerst schlüssig und in perfektem Tempo auserzählt. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wir folgen Tilda und Enzo in der Gegenwart und Franca, einer jungen Dorfbewohnerin, die das Massaker auf Botigalli hautnah miterlebt. Und dann lesen wir noch von einer Person, die sich lange nicht zu erkennen gibt.

Das Erzähltempo ist anfänglich recht gemächlich, steigert sich im Laufe des Romans aber immer mehr und weiß gekonnt zu fesseln. Besonders schön gelingt die Landschaftsbeschreibung, die einen gekonnt und bildgewaltig nach Sardinien und speziell nach Botigalli versetzt. Neben den unheimlichen, aber nicht widernatürlichen Geschehnissen aus der Vergangenheit, schildert die Autorin auch die Beziehungen der unterschiedlichen Figuren zueinander und über weitere Strecken könnte das Buch auch ein bloßer, intensiver Familienroman sein. Doch äußerst mitreißend wird das Rätsel um das Massaker und das langsame Aufklären der Hintergründe erzählt. Im Nachwort lässt uns die Autorin wissen, dass es reale, geschichtliche Vorbilder für die Geschichte gibt. Sie gibt uns Einblicke in kriminelle Machenschaften, die in Italien aufgrund enormer Armut lange Zeit gang und gäbe waren.

Mein Fazit: "Der dunkle Sommer" ist eine gelungene Kombination aus Familienroman und Thriller, die uns in ein recht unbekanntes Kapitel italienischer Geschichte mitnimmt, obwohl sie in der Gegenwart erzählt wird. Die Autorin entwirrt die komplexe Geschichte in perfektem Tempo und äußerst schlüssig und erzeugt wunderbare Kopfbilder vom schönen Sardinien. Eine absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Anjulia :

Die zerbrochene Tänzerin

A Dance of Lies von Brittney Arena

Nach zwei Jahren im Kerker wird Vasalie vor eine Entscheidung gestellt. Entweder spioniert die Tänzerin auf einer Versammlung der Königreiche für König Illian und erlangt dafür Freiheit, oder sie muss zurück in Haft. Doch die lange Gefangenschaft hat chronische Schmerzen und Schwäche hinterlassen.

Nur mit Mühe erhält Vasalie die begehrte Anstellung und auch ihr Gewissen hat Probleme den Anweisungen König Illians Folge zu leisten.

Mir hat der Fantasy / Romantasyroman A Dance of Lies von Brittney Arena unglaublich gut gefallen. Das Buch ist aus Vasalies Ich-Perspektive geschrieben. Einige Kapitel habe ich schon gebraucht, um mich in sie hineinversetzen zu können. Insgesamt fand ich die zweite Hälfte des Buches daher besser. Bemerkenswert ist Vasalies Talent ihre Schwierigkeiten beim Tanzen durch Ideenreichtum auszugleichen und ihr Durchhaltevermögen. Das Setting rund um das Treffen der Königreiche hat mir zugesagt. Es ist gerade zu Ideal für politische Intrigen und um Könige zu stürzen. Der Spionagepart nimmt einen Großteil der Handlung ein. Das Buch bleibt daher durchgehend spannend. Besonders interessant war zu sehen, wie die Fäden die Illian in Hintergrund u.a. auch durch Vasalie spinnt, zum Ende hin zusammenlaufen. Es gibt auch eine Liebesgeschichte und einen Cliffhanger, der auf den zweiten Band neugierig macht. Tanz, Spionage, das Streben nach Macht, Rache, Liebe und Geheimnisse. Einfach ein mitreißendes Buch, das ich sehr empfehlen kann.

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