Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Illustrationen zum Dahinschmelzen
Das längste Tier der Welt von Klaus Cäsar Zehrer; Uli Krappen
Auf dem Cover sind schon einige Tiere zu sehen, da kommt mir die Giraffe, deren Kopf schon wegen ihrer Größe nicht mehr zu sehen ist ziemlich lang vor.
Ein Zirkuszelt und der Hinweis man solle auf die Ameisen achten, erstaunt mich zunächst. In der Manege sitzen ein kleiner Schimpanse und ein Mädchen an einem Tisch und sie haben ein Blatt vor sich liegen.
An der Wand hängen schon einige Bilder von Tieren. Die Frage nach dem „längsten“ Tier wird gestellt. Auf der nächsten Doppelseite ist das Schimpansenkind zu sehen und es schaut uns so niedlich aus großen braunen Augen an. Dann malt es viele Tiere, die es erwähnt auf das Blatt. Nach einigen Seiten entdecken Kind und Affe eine Erdbeerpflanze. Im Text heißt es „Eine Beere. Die Erdbeere“, auf der nächsten Seite taucht ein Eiswagen auf und nun heißt es „Ein Eis. Ein Beereneis. Das Erdbeereis.“ In wunderschönen Erdbeergondeln geht es dann vom Zirkus auf einen Berg, den Erdbeereisberg, mit der Erbeereisbergbahn. Die Bahn endet an einem Bahnhof, dem Erdbeereisbergbahnhof.
Uns so setzt sich die Geschichte immer weiter fort und das Wort wir immer länger und länger. Allerdings muss man es beim Vorlesen auch immer, wie am Anfang erwähnt, durch alle Formen verlängern. Von „Ein Hund“ bis „Der Erbeereisbergbahnhofshund“.
Da muss man schon sehr konzentriert bleiben vom Vorlesen, denn das Wort und damit das Tier wird immer länger.
Ein witziges Buch mit einem schwierig zu lesenden Text und wunderschönen Illustrationen, die mich total begeistern.
Rezensionen von Tobias Kallfell:
Hammer-Buch
Der Weg - Jeder Schritt könnte dein letzter sein von Rebecca Russ
Die beiden Freundinnen Jules und Nicki wollen in Schweden gemeinsam eine Wanderung unternehmen. Sie wollen den sog. Kungsleden erschließen (auf Deutsch: Königspfad), einen der beliebtesten Wanderwege des skandinavischen Landes, mit einer ungefähren Länge von 400 km. Und eines gleich vorweg: Die Handlung wird um schöne Schilderungen von Natur ergänzt.
Bei mir entstanden wundervolle Bilder vor dem inneren Auge.
Der Einstieg in den Thriller erfolgt unmittelbar, es geht direkt los. Eh man sich versieht, sitzen beide Freundinnen bereits im Flieger nach Schweden und verbringen noch eine Nacht in einer Pension, bevor sie dann loslaufen. Sie lassen sich auch von den widrigen Wetterbedingungen nicht abhalten.
Während der Wanderung wird das Beziehungsverhältnis von Jules und Nicki vertieft. Beide haben sich auseinandergelebt und Nicki hat eine schwere Zeit hinter sich. Doch was genau in ihr vorgeht, gibt sie ihrer Freundin nicht preis… Sie wirkt aber oft abwesend und mit den Gedanken woanders. Als Leser beginnt man natürlich zu rätseln, was mit ihr los ist. Das ist geschickt arrangiert!
Weiterhin wird schnell deutlich, dass Jules sich sehr auf die Wanderkompetenz ihrer Freundin verlässt, v.a. was die Navigation angeht. Das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn nach einer gemeinsamen Nacht im Zelt, wacht Jules am nächsten Morgen allein auf und weiß nicht, wo Nicki steckt. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach ihr und ist ganz auf sich allein gestellt. Sie ist orientierungslos und weiß nicht, was sie tun soll. Sie agiert dabei ziemlich leichtsinnig und schon bald verläuft sie sich…Die Situation wird brenzlig und gewinnt an Dynamik. Und gleichzeitig stellt man sich die Frage, was mit Nicki passiert ist. In meinen Augen eine äußerst spannende Ausgangssituation! Und mit zunehmendem Handlungsverlauf wird der Plot immer spannender und wendungsreicher. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, die Bedrohungssituation spitzt sich immer mehr zu. Eine Sogwirkung beim Lesen entstand! Ich habe das Schicksal von Jules mit Anspannung begleitet und bin auch an einigen Stellen vom Verlauf des Inhalts überrascht worden. Die Darstellung des inneren Zustands von Jules hat mich ebenfalls überzeugt.
Eingeschoben sind auch regelmäßige Rückblicke, die im weiteren Handlungsverlauf eine weitere Dynamik erzeugen. Ich will über sie nicht zu viel verraten, denn sie haben eine wichtige Funktion. Nur so viel: Sie sind ein absoluter Gewinn für die Handlung! Durch sie erhalten die Figuren viel mehr Tiefe und ich konnte dadurch eine bessere Beziehung zu ihnen aufbauen und mehr mitfiebern.
Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig. Ich bin nur so durch die Seiten gerast. Vieles von dem, was ich gelesen habe, ging sehr unter die Haut und hat mich emotional gepackt. Das Setting erinnerte mich sehr an „Der Ausflug" von Ulf Kvensler, aber es lassen sich in meinen Augen auch gut Bezüge zu Freida McFaddens „Wenn sie wüsste“ herstellen. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. In meinen Augen ist der Autorin hier ein ganz großer Wurf gelungen. Ich bin gespannt, ob sie es damit in die Bestseller-Listen schafft. Ich bin jedenfalls auf weitere Bücher der Autorin gespannt!
Rezensionen von Sophie H.:
Schwermütig
Noch fünfzig Sommer mehr von Avril Maury
Eleni hat ihre Kindheit bei ihren Großeltern in der Bretagne verbracht. Es war eine sehr schöne Kindheit, geprägt von Freiheit und Abenteuern. Doch dann gibt es in Elenis Leben mehrere Schicksalsschläge. Nach dem plötzlichen Tod ihrer großen Liebe Theo traut Eleni sich nicht mehr aus dem Haus. Das Kaninchen Anemone ist die einzige Gesellschaft, die Eleni noch hat.
Eines Tages findet sie eine Blume mit einem geheimnisvollen Brief vor ihrem Haus. Eleni kann sich keinen Reim darauf machen, von wem dieses Geschenk ist. In den nächsten Tagen folgen noch mehrere Blumen und Nachrichten. Eleni versucht herauszufinden, von wem diese stammen und muss sich dabei ihrer Vergangenheit stellen.
Mich hatte das wunderschöne Buchcover sehr angesprochen, verspricht es doch eine vergnügliche und leichte Sommerlektüre. Doch das Buch ist eher schwermütig. Die Protagonistin Eleni leidet unter Depressionen und Angstzuständen, die einen sehr großen Raum in der Geschichte einnehmen. Für mich blieb Eleni blass und unnahbar. Ich konnte nicht mit ihr mitfühlen. Auch fand ich das Ende der Geschichte ab einem Drittel des Buches sehr vorhersehbar. Wendungen oder Überraschungen blieben für mich aus. Zu guter Letzt fand ich auch den Schreibstil der Autorin, die unter einem Pseudonym veröffentlicht, nicht besonders gut. Es gibt sehr viele Wiederholungen und die Unsitte, dass wörtliche Rede gegrinst oder gelacht wird. Daher gibt es von mir leider nur 3 Sterne.
Rezensionen von nil_liest:
Ein Buch voller Flair!
Le Sud von Rebekah Peppler
Kochbücher sind einer meiner Leidenschaften und ich liiiiiiebe es sie nach Rezepten zu durchforsten. Dabei dürfen sie gerne ansprechend gestaltet sein und mich komplett einnehmen. Soviel zur Vorrede. Nun zu diesem Kochbuch le SUD von Rebekah Peppler mit Fotografien von Joann Pal.
Hier bin ich in einem starken Zwiespalt, seit einer Woche blättere ich darin herum versinke in den MEGA tollen Fotografien und liebe einfach den nonchalanten Vibe dieses Buches.
Einfach traumhaft bei Hitze hier zu blättern und sich in Südfrankreich wieder zu finden. Die Gestaltung, das Flair, die Fotografien, toll in Szene gesetzt. Das hat Joann Pal super gut gemacht.
Nun kommen wir zum Rest. Also gut, dass über dem Titel Rezepte und Geschichten aus Südfrankreich steht. Es ist aus meiner Sicht mehr Coffeetable Book und ein tolles Geschenk für Südfrankreich Liebhaber als ein brauchbares Kochbuch. Warum? Weil ich für „La Piscine“ kein Buch brauche: Glas, Eiswürfel und dann den Wein. Was hier aber auch passiert. Ist eine Erzählung in Speisen und Genuss. Das ist wiederum toll.
Ihr seht ich bin amivalent was dieses Buch angeht. Würde aber sagen: Tolles Geschenk, liest und schaut sich gut an. Aber bitte nicht als praktisches Kochbuch verstehen.
Rezensionen von Claudia R.:
vampirisch gut
Fürchte die Sonne von Jana Jeworreck
Klappentext / Inhalt:
Vampire beherrschen die Welt.
Menschen dienen nur noch als Blutbank, zur Zucht oder zur Erschaffung neuer Nachtgestalten.
Trotz biologischer und technologischer Überlegenheit der Vampire gibt es noch eine äußerst wehrhafte Gruppe menschlicher Freiheitskämpfer.
Im Verborgenen kämpfen sie für ihre Zukunft.
Und sie besitzen ein Wissen, mit dem sie den Vampiren ernsthaft gefährlich werden.
Cover:
Die Umrisse einer hoch technologisierten Stadt mit allerlei Besonderheiten sind hier erkennbar. Optisch und grafisch ist dies sehr schön umgesetzt und es zeigt hier ein zukünftiges Szenario, welches durch das Cover das Interesse und die Neugier erweckt.
Meinung:
Die Welt ist nicht mehr, wie sie scheint. Vampire haben die Macht und Herrschaft übernommen und Menschen versklavt bzw. diesen zumeist als Blutreserve. Die zukünftige Szenario wird sehr bildlich und gut vorstellbar beschrieben und schnell findet man sich in die Vorstellungen und alltäglichen Begebenheiten der Zeit hinein.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Die Anfänge beginnen zwar teils auch mitten auf der Seite sind aber optisch sehr gut hervorgehoben, so dass man diese gut erkennen kann. Die Kapitel sind teils recht kurz und ermöglichen so einen angenehmen Lesefluss, zudem wird so Tempo und Spannung erzeugt. Die Überschriften sind passend gewählt und verraten dabei nicht zu viel, sondern machen neugierig auf das Folgende.
Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und auch die Entwicklungen sehr gut gelungen und umgesetzt. Die wechselnden Perspektiven machen es fesselnd und die die verschiedenen Charaktere bringen Vielfältigkeit und Facettenreichtum hinein. Man kommt gut in Gedanken und Emotionen hinein und kann dem ganzen sehr gut folgen.
Am Ende bleibt jedoch einiges offen, so dass die Hoffnung, auf weitere Bände und Klärung der noch offenen Fragen, vorhanden ist.
Alles in allem sehr spannend und wendungsreich umgesetzt und zudem sehr gut durchdacht. Man wird schnell an Geschehnisse und Charaktere gebunden und möchte stets gern wissen, wie es weiter geht. Alles in allem rund, obwohl mir manchmal die Technik fast noch etwas zu unausgereift ist, da hätte ich mir für die doch weiter entfernte Zukunft mehr erwartete. Aber dies ist Ansichtssache und natürlich auch der eigenen Kreativität überlassen.
Die Erzählung ist spannend von Beginn bis zum Ende umgesetzt. Die bildlichen Beschreibungen machen ein Eintauchen in die Welt und Charaktere möglich.
Fazit:
Spannende, mitreißende und wendungsreiche Erzählung, bei der am Ende noch einige Fragen offen bleiben. Vampirisch gut...
Rezensionen von Immenhof:
Kindgerecht
Wieso? Weshalb? Warum? Kernreihe, Band 58 - Unsere Gefühle von Andrea Erne
Das Buch "Unsere Gefühle" der Wieso, Weshalb, Warum?-Reihe spricht verschiedene Gefühle kindgerecht und schön illustriert an. Das Buch verfügt über eine tolle Einstiegsseite, welche alltagsnahe Situationen und mögliche Gefühle dazu beschreibt. Gelungen finde ich auch die Doppelseiten, auf welchen "Kerngefühle", wie Wut.
Freude, Traurigkeit, Angst und Liebe ausführlicher beschrieben werden. Oftmals ist der Umgang in dieser Altersspanne ja noch schwierig. Auch diese Verwirrung wird im Buch schön erklärt. Toll finde ich auch das Gefühlread, welches als Beilage im Buch enthalten ist und farblich, mit Illustrationen und Wörtern Kinder darstellen lässt, wie sie sich momentan fühlen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Buch nicht nur häufig vorkommende Gefühle thematisiert, sondern auch Hintergründe kindgrecht erklärt.
Rezensionen von Claudia R.:
Geheimnisvoll, tiefgründig
Die Töchter des Henkers von Jana Jeworreck
Klappentext/ Inhalt:
Unter jungen Männern des Landes Weossuno gilt es als Mutprobe, dem Henker des Königs die Liste der Todgeweihten zu bringen. Wer dabei dessen Töchter erspäht, gilt als besonders erfolgreich, denn der Vater hält die Mädchen vor der Welt versteckt. Doch vor allem die jüngere Tochter Felia träumt von einem anderen Leben und rebelliert zunehmend gegen den Vater.
Außerdem gibt es Streit mit der älteren Schwester Tonja, die durch eine schwere Krankheit gezeichnet ist und als entstellt gilt. Als der Prinz des Landes und sein Freund eine Wette abschließen, sich als Boten ausgeben und den Frauen auflauern, verliebt sich Felia. Und Tonjas sehnlichster Wunsch, einmal so makellos wie ihre Schwester auszusehen, geht in Erfüllung ...
Cover:
Geheimnisvoll und mystisch wirkt das Cover, welches durch die Silhouetten zweier Frauen und einem mystischen Waldgeflecht im Hintergrund besticht und entsprechend des Inhaltes passend umgesetzt wurde.
Meinung:
Eine geheimnisvolle, wendungsreiche und stimmungsvolle Erzählung, in der viele Betrachtungen auch nachdenklich stimmen und eine gewisse Tiefe aufweisen. Eine märchenhafte Erzählung in der viel wahres und bedeutendes steckt, was erst auf dem zweiten oder dritten Blick ersichtlich wird. Die Töchter des Henkers werden von ihm vor der Welt, aus geheimnisvollen Gründen, zurückgehalten. Beide Töchter unterscheiden sich sehr, sowohl vom Aussehen, wie auch von den inneren Werten und ihrem Streben. Während Felia äußerlich schön, doch die Nase etwas zu hoch trägt, ist Tonja vom Schicksal gezeichnet, sehr hilfsbreit, aber eher schüchtern und zurückhaltend und doch würde sie gern einmal erleben, wie es wäre in Felias Haut zu stecken. Als sich dies erfüllt bemerkt Tonja jedoch nicht Vorteile, sondern sieht manches aus einem anderen Blickwinkeln und auch Felia bemerkt Veränderungen.
Doch vom Inhalt möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Informationen dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Durch die wechselnden Perspektiven findet man sich gut in die einzelnen Charaktere und dessen Gedanken und Emotionen hinein. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und auch die Entwicklungen erstaunlich. Auch eine gewisse Tiefe schwingt hier mit und regt auch durchaus zum Nachdenken an.
Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und haben eine gute und angenehme Länge. Tempo und Spannung wird so schnell und gut erzeigt und auch ein angenehmer Lesefluss wird so ermöglicht.
Spannung kommt hier sehr schnell auf und auch der Seelentausch macht es geheimnisvoll, aber auch spannend und berührend zugleich und auch die Beobachtungen, die damit einher gehen.
Die Entwicklungen sind wendungsreich und besonders das Ende hat überrascht und fügt alles sehr gut zusammen, damit hätte ich so nicht gerechnet und wurde davon überrascht, aber auch begeistert. Mir hat die Geschichte und der Verlauf sehr gut gefallen. Es ist spannend und kurzweilig zugleich.
Eine wundervolle Märchennovelle, die zum Nachdenken anregt und so einige Überraschungen bereit hält.
Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel haben eine gute Länge. Die Anfänge sind sehr gut erkennbar und hervorgehoben. Die Überschriften sind knapp und passend und verraten nicht zu viel. Die wechselnden Perspektiven bringen Spannung und Tempo hinein.
Fazit:
Eine geheimnisvolle, wendungsreiche und stimmungsvolle Märchennovelle, die zum Nachdenken anregt und so manche Überraschung bereit hält.c
Rezensionen von nil_liest:
Tod und Leben – so nah beieinander
Von hier aus weiter von Susann Pásztor
Ein Roman, der mich mit seiner leisen Kraft tief berührt hat – weil er sich traut, vom Tod zu erzählen, ohne ins Dramatische abzurutschen, und vom Leben, ohne es zu beschönigen.
Im Zentrum steht Marlene, eine pensionierte Lehrerin, die nach dem Suizid ihres langjährigen Partners Rolf völlig aus der Bahn geworfen wird.
Doch statt der erwartbaren Trauer begegnet uns eine Frau, die wütend ist – enttäuscht, zurückgelassen, in ihrer Selbstbestimmung verletzt. Susann Pásztor gelingt es, diese vielschichtige Emotion in eine literarische Form zu bringen, die weder pathetisch noch distanziert wirkt. Die Sprache ist klar, pointiert und mit trockenem Humor durchzogen – oft lakonisch, manchmal scharf, aber nie gefühllos.
Was ich besonders mochte: Die Figuren sind nicht einfach "sympathisch", sondern glaubwürdig. Marlene, Jack, Isa – sie alle tragen ihre Widersprüche mit sich, und genau dadurch wachsen sie einem ans Herz. Jack, der ehemalige Schüler mit den Kochkünsten und den eigenen inneren Baustellen, wird nie zur bloßen Trostfigur. Und auch die Ärztin Isa, still, umsichtig und warmherzig, ist mehr als nur Beiwerk.
Die Handlung wirkt auf den ersten Blick unspektakulär – eine langsame Annäherung an das Leben, unterbrochen von einem Roadtrip Richtung Wien. Doch gerade in dieser entschleunigten Erzählweise liegt die Kraft des Romans: Er nimmt sich Zeit für die Zwischentöne, für Gesten, Blicke, innere Monologe. Dass Susann Pásztor selbst als Sterbebegleiterin arbeitet, spürt man auf jeder Seite: Ihre Beobachtungen sind präzise, ihr Ton ist respektvoll, aber nicht sentimental.
Formal überzeugt der Roman durch die kunstvolle Verbindung von Gegenwart und Rückblenden, durch die feine Symbolik (das leere Haus, das sich wieder füllt) und durch seine dichte Atmosphäre. Einzelne Szenen – wie eine grotesk-komische Toilettenszene auf der Trauerfeier oder ein unerklärliche Rosenstrauß – bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Skurrilität und Tiefe. Gefällt mir gut. Nicht alles wird aufgelöst, aber genau das lässt Raum für eigene Deutungen.
Für mich war Von hier aus weiter ein Buch, das tröstet, ohne zu belehren. Es zeigt, dass es manchmal keine großen Antworten braucht – sondern nur ein paar unerwartete Begegnungen, gutes Essen und die Erlaubnis, weiterzumachen.
Fazit: Ein kluger, warmherziger Roman über Verlust, Zorn, Freundschaft und zweite Chancen – geschrieben mit Feingefühl, Witz und literarischer Leichtigkeit. Klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Reiseweise:
Ganz ok
Great Big Beautiful Life von Emily Henry
Das war mein erster Versuch mit einem Roman von Emely Henry, die mir schon mehrfach im Buchladen begegnet sind. Kurzes Fazit: War ganz nett zu lesen, aber hat mich nicht so recht abgeholt.
Die Story folgt einerseits grob dem Enemy-to-Lovers- Schema auf der einen Seite, auf der anderen ist es eine Familiengeschichte.
Die beiden Protagonist:innen Hayden und Alice auf der einen Seite waren nicht immer ganz so glaubwürdig, die Entwicklung ihrer Beziehung teilweise etwas hölzern. Aber nicht vollkommen unglaubwürdig, wie es ja manchmal sonst in solchen Romanen ist. Die andere Seite ist die Familiengeschichte der Margaret Ives. Diese ist oft deutlich unterhaltsamer als die Liebesgeschichte, auch wenn sie sehr weit ausholt teilweise und es oft auf irgendwelche Beziehungsdinge hinausläuft, was erzählt wird. Insgesamt taugt es als Sommerlektüre.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Buch mit Suchtpotential
Meerblick zu verkaufen von Tina Martens
Mein Fazit :
Lisa, die gerade von ihrem Verlobten getrennt ist, mit dem sie eigentlich nach Mauritius wollte, findet sich nun bei ihren Eltern auf dem alten Gulfhof in Ostfriesland wieder. Der Gulfhof soll verkauft werden und obwohl Lisa die schwere Entscheidung ihrer Eltern verstehen kann, hängt ihr Herz daran.
Dann gibt es auch noch Lisas Schwester, die das genauso sieht und so beschließen die beiden, den Verkauf des Gulfhofes zu boykottieren…..
In die Geschichte bin ich dank des flüssigen und leichten Schreibstils von Tina Martens sehr gut gekommen und habe mich direkt so wohl gefühlt mit Lisa und den anderen Figuren des Buches.
Mich hat das Buch und die tolle Geschichte so gepackt, dass die Seiten nur so geflogen sind und ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen – am Ende war ich wirklich traurig, da ich einfach hätte weiter lesen können.
Für mich bergen die Bücher von Tina Martens Suchtpotential und ich bin tatsächlich Fan der Autorin geworden – bitte noch ganz viel mehr so tolle Bücher !!!











