Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Merri:
Der richtige Umgang mit Konflikten ist wichtig!
tiptoi® Bildergeschichten über den Umgang mit Gefühlen - Kira Katze und die Sache mit dem Streit von Anja Kiel
Das Buch „Kira Katze und die Sache mit dem Streit“ ist ein TipToi-Buch. Die Geschichte ist für Kinder im Alter zwischen 4 und 7 Jahren.
Das Buch ist Tiptoi-typisch mit dem dazugehörigen Stift abspielbar. Es gibt Textabschnitte, die durch Antippen eine Geschichte vorlesen lassen. Die Geschichte ist recht lang, aber wirklich süß und gehaltvoll.
In der Nachbarschaft soll ein Fest stattfinden, zudem sind neue Nachbarn hergezogen. Dies alles birgt einiges an Streitpotenzial. Die Vielfalt von Streit wird thematisiert: Streit mit Nachbarn, Freunden oder auch Geschwistern. Alle Beispiele sind aus dem Lebensalltag von Kindern und daher gut nachvollziehbar. Es wird der Umgang mit Streits, die Reaktionen des Körpers auf Streits aufgezeigt sowie, dass Streits etwas ganz normales sind und Streiten erlernt werden kann.
Die Personen sind allesamt Tiere und die Vor- und Nachnamen sind Alliterationen (Bsp.: Kira Katze, Hugo Hund, Gesa Gans). So fällt es viel leichter die Namen dem Tier zuzuordnen.
Die Bilder sind schön und detailverliebt. Durch Antippen mit dem Tiptoi-Stift wird auch hierzu etwas erzählt. Es kann einiges entdeckt werden.
Am Ende kann man noch ein Quiz absolvieren. Hier werden Sätze zur Geschichte vorgetragen und man muss entscheiden, ob diese richtig oder falsch sind. Ein schönes Gimmick zum Schluss!
Rezensionen von Harakiri:
ein tolles Buch
Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann
Jonas‘ Tochter Isabell ist vor 7 Jahren spurlos verschwunden. Nun ist wieder ein Mädchen unauffindbar und dessen Großmutter beauftragt Privatermittlerin Franca nach der Suche. Franca vermutet einen Zusammenhang mit dem Verschwinden von Isabell, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Sämtliche Zeugen mauern.
Nur Isabells Vater Jonas will immer noch die Wahrheit wissen und begibt sich mit Franca auf die Suche. Doch die beiden stochern in ein Wespennest.
Winkelmanns neuer Thriller ist ein Cold Case. Und wie alle alten Fällen schwierig zu lösen. Man fragt sich unwillkürlich, wie der Autor diese Situation auflösen wird. Aber man liest hier ja einen Winkelmann und der ist immer für Überraschungen und Wendungen gut.
Franca fand ich als Person sehr gelungen. Sie ist durchsetzungsstark und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Jonas hingegen war eher schwach, was aber auch authentisch war, weil er den Verlust seiner Tochter nicht verkraften konnte. Wie akribisch die beiden jeden Stein umdrehen und ab und zu auf einen treffen, der sie weiterführt fand ich klasse.
Die Kapitel sind kurz und rasant und manche in kursiver Schrift. Um wen es sich hier handelt wird erst später aufgelöst und lädt zum Rätseln ein.
„Ihr werdet sie nicht finden“ ist ein Stand-Alone, wobei ich mir Franca und Jonas gut in einer Fortsetzung vorstellen könnte.
Fazit: wieder ein Buch, das es in sich hat. Eine Story, die man sich nicht ausdenken könnte und Spannung bis zum unerwarteten Ende.
Rezensionen von jam:
Ein unterhaltsamer Krimi auf Sylt - mit zwei eigensinnigen Rentnern als Top-Ermittler! Herrlich!
Die eiskalte Strohwitwe von Sylt von Dany R. Wood
"Wir sollten uns einfach alle duzen, diese förmlichen Anreden braucht es doch gar nicht, wenn ich bloß euren Dreck wegmachen soll."
Kapitel 2
Eigentlich will Oma Käthe ihre Zeit mit ihrer neuen Liebe Hinnerk auf Sylt genießen und sicher nicht als Putzfrau agieren. Doch ihre Schwägerin in Spe, frisch aus den USA auf Besuch, treibt sie in den Wahnsinn.
Und so lässt sich Käthe doch breitschlagen und übernimmt die Aufgaben von Hinnerks Nachbarin Renate Hahnbeck als Haushälterin bei den Lindholms.
Und wer Oma Käthe kennt, weiß, dass das sicher nicht so laufen wird, wie sich das die Nachbarin und ihre neuen Chefs vorstellen. Ihre unkonventionelle Art zeigt sie gleich zu Beginn - und kommt damit nicht bei jedem Mitglied der hochdotierten Familie Lindholm gleich gut an.
Als dann auch noch die junge Frau Lindholm ermordet aufgefunden wird, wird ihre neue Anstellung zur Nebensache. Diese gibt ihr aber genug Möglichkeiten, gemeinsam mit dem pensionierten Polizisten Hinnerk eigene Ermittlungen anzustellen. Denn als Schwiegermutter eines Polizisten im Saarland hat sie ja genug Erfahrung mit der Aufklärung von Mordfällen.
Die ermordete Fernanda war sicher keine Traum-Schwiegertochter für die alte Frau Lindholm, und auch ihr viel älterer Ehemann hat sich lieber ins Ausland verzogen und sie so als Strohwitwe auf Sylt geparkt. Hat sie sich einen Liebhaber angelacht und wurde ihr das zum Verhängnis? Oder war ihre Schwiegermutter die junge Diva leid? Hinweise gibt es wie immer viele und mit Geschick und Hartnäckigkeit verfolgt Käthe mit Hinnerk jede Spur!
Ich bin ein großer Fan der Familie Backes und von Oma Käthe sowieso! Dass sie nun ihre eigene Buchreihe auf Sylt bekommt, wo Dany R. Woods einmaliger Humor noch mit ordentlich Seeluft und Sand gemischt wird, übertrifft meine kühnsten Träume!
Der Band kann unabhängig vom Vorgänger und auch der Jupp-Backes-Reihe gelesen werden - aber warum sollte man sich den Spaß der anderen Bücher entgehen lassen?
Die Seiten fliegen nur so dahin - zwischen Sanddünen, unterhaltsamen Friseurbesuchen, tollpatschigen Ermittlungen.
Schon beim ersten Fall habe ich mich sehr gut unterhalten geführt - und auch geschickt in die Irre geführt. Und so gelingt es dem Autor auch in diesem Band, für Spannung zu sorgen und eine überraschende, aber auch stimmige Auflösung zu servieren!
Wie immer kann ich das nächste Buch von Dany R. Wood kaum erwarten!
Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi auf Sylt - mit zwei eigensinnigen Rentnern als Top-Ermittler! Herrlich!
Rezensionen von jam:
Sehr unterhaltsamer Roman über den nicht alltäglichen Pflägealltag.
Sie haben Ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen von Sybille Bullatschek
Es geht wieder rund im Haus Sonnenuntergang! Einerseits verbreitet jemand schlechte Rezensionen über Sybille und ihre Kollegen im Pflegeheim. Andererseits will diese unbedingt mit den Bewohnern an der "Ü-80-Show" - einer Quizshow für Senior:innen - teilnehmen.
Heimleiter Otterle ist natürlich dagegen.
Aber Sybille wäre nicht Sybille, wenn sie nicht einen Weg finden würde, um ihren Willen durchzusetzen!
Nebenbei steht ihre "Slimmy-Jimmy-Diät" an und sie kümmert sich um den Wellensittich Bulli ihrer Nachbarn - da ist Chaos vorprogrammiert!
Bereits zum dritten Mal durfte ich dem nicht ganz so alltäglichen Pflegealltag im Haus Sonnenuntergang beiwohnen. Sybille ist ein liebenswerter Schussel, der sich immer wieder in die skurrilsten Situationen bringt - und irgendwie trotzdem immer ungeschoren davonkommt. Der Band kann unabhängig von den Vorgängern gelesen werden.
Die ersten beiden Bände habe ich als Hörbuch - von der Autorin persönlich in schönstem Schwäbisch eingesprochen - genossen. Mir nicht klar, dass das auch im gedruckten Werk teilweise so ist, hab mich aber köstlich amüsiert dabei.
Mit viel Liebe und Engagement versucht Sybille nur das Beste für die Bewohner des Hauses Sonnenuntergang. Dass sie dabei auch mal übers Ziel hinausschießt, macht das Buch gleich nochmal mal unterhaltsamer und liebenswerter! Auch die Nebenstränge, wie das Beaufsichtigen des Wellensittichs, ihre Diät, zu der sie genug Essen muss, wegen des Jojo-Effektes, bieten genügend Anlass, herzlich zu schmunzeln!
Otterle ist ja nicht gerade ein Fan unserer liebsten Pflägekraft (Eigenschreibweise der Autorin), und so will ihre Idee mit der Teilnahme an der Quizshow auf keinen Fall umsetzen. Und wenn es schon sein muss, dann ganz sicher nicht mit ihr vor der Kamera. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!
Und so schafft es Sybille mit mehr Glück als Verstand, dass sich letzten Endes (fast) alles zum Guten wendet.
Auch wenn das Leben im Heim sehr überzeichnet ist, macht es doch Spaß, davon zu lesen. Und Hoffnung, dass Senioren und Seniorinnen nicht nur dort geparkt, sondern wirklich umsorgt werden!
Fazit: Sehr unterhaltsamer Roman über den nicht alltäglichen Pflägealltag.
Rezensionen von Claudia H.:
Wie ich eine Eiskönigin zum Schmelzen bringe
Die Anwältin von Bobbie Young
Worum es geht:
Lydia liebt Herausforderungen und in ihrer Chefin Cecile, eine aufstrebende Rechtsanwältin, hat sie diese auch gefunden. Nie ist dies Zufrieden, wirft ihr nur genervte Blicke zu. Doch auf einer Firmenfeier zeigt Cecile ihr wahres Ich und das mit ganz vielen Gefühlen.
Mein Fazit:
Ich muss zunächst einmal zugeben, dass ich eigentlich Liebesroman von Männern nicht so gerne lese.
Bei lesbischen Liebesromanen habe ich bislang da auch eher schlechte Erfahrungen mit gemacht. Doch Bobbie Young hat mich wirklich überrascht. Man ist gleich mittendrin in der Story, was ich immer sehr gerne mag. Mir hat die Story richtig gut gefallen und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Ich konnte mich gut in Lydia und Cecile hineinversetzen. Die Story ist spannend geschrieben, wobei erotische Szenen nur angedeutet wurden, was für mich auch völlig in Ordnung ist. Mir ist es lieber so, als wenn ich Sexszenen im Buch habe, die mir gar nicht zusagen.
Zum Ende hin wurde es schon mal ein bisschen langatmig, da habe ich mal ein bisschen quergelesen, war also gar nicht schlimm. Für mich ist es eine rundum gelungene Lovestory.
Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne eine Lovestory ohne Kitsch lesen möchten und ich gebe gerne 4 gute Sterne.
Rezensionen von Marie aus E.:
Sensationelles Debüt und gewohnte Stärke beim Ehemann
Ursula und das V-Team von C. K. McDonnell; Elaine Ofori
Ich bin riesiger Fan der Stranger Times Reihe von C.K. McDonnell.
Jetzt ist auch seine Frau in die Welt des "abgefahrenen Bücher schreiben" eingetaucht und gemeinsam haben sie mit "Ursula und das V-Team" einen gar köstlichen, absurden, schrägen gemeinsamen Erstling abgeliefert.
Anfangs habe ich ein wenig gefremdelt mit dem Buch, ich war wohl noch zu sehr in Gedanken bei den Stranger Times. Doch nach etwas eingrooven in die die Stadt Köln (alleine das, warum lassen die Briten ihre Handlung in Köln spielen?) und die Geister-Hunnen, die sie heimsuchen, war ich angekommen im Buch. Aber sowas von!
Ich fand die Story viel einfacher zu lesen als die Stranger Times, für mich war es deutlich übersichtlicher und nicht ganz so komplex.
Die Bücher haben überhaupt nichts miteinander zu tun, keine Bange, man braucht keine Vorkenntnisse.
Dazu ist es ein Frauen-Power-Buch - Ursula und ihre elf Freundinnen sind alles starke Charaktere, die zeigen, was frau so kann.
Natürlich gibt es wieder jede Menge schräger Figuren, sei es ein an der Wand hängender Elchkopf, der ein Hotel managen muss oder Adam, ein spontan für den Hunnenkampf Rekrutierter, der nicht ganz in die Mädels-Riege passt, aber einer meiner Lieblingscharaktere wurde.
Es geht schon auch ganz schön zur Sache, denn Ursula & friends kämpfen nicht nur gegen eine Geisterarmee von Hunnen, nein, im Laufe des Buches wird es noch deutlich übler. Manchmal auch ein wenig eklig. Aber vor allem: so witzig, so schräg, so gut!
Hoffentlich gibt es Folgebände, ich wäre auf jeden Fall wieder dabei.
Ach ja, unbedingt auch die Danksagung am Ende lesen!
Rezensionen von nessabo:
Super spannender Einblick mit recht distanzierten Protagonistinnen
Hello Baby von Kim Eui-kyung
Großer Kritikpunkt vorab, der meine Bewertung um 0,5 Sterne schmälert: Ein mithilfe von KI erstelltes Cover halte ich für einen immensen Fehler. Kunst ist kein Feld, in dem diese Unterstützung irgendwie gerechtfertigt wäre und ich finde es ganz besonders für ein feministisches Buch völlig fehlplatziert.
Inhaltlich hat mir „Hello Baby“, was gleichzeitig der Chatgruppen-Name der Protagonistinnen ist, durchaus gut gefallen. Ich mochte die vielschichtige Betrachtung von Kinderwunschbehandlungen, der Roman ist ein richtiger Deep Dive in die Fachtermini und Etappen ebendieser. Lobenswert fand ich auch die Diversität der behandelten Frauen. Alle sind Ü35, aber ihre Lebensstile recht verschieden. Manche Frau möchte als Single ein Kind bekommen, andere innerhalb einer festen Beziehung und andere irgendwie auch aus einer gesellschaftlichen Verpflichtung heraus.
Trotz der unterschiedlichen Lebensrealitäten treffen sich alle Patientinnen bei ähnlichen Herausforderungen. Nicht nur durch die Behandlung und deren ausbleibenden Erfolgs selbst, sondern auch aufgrund externer Faktoren. In den Fokus gerät immer wieder die kompetitive Berufswelt, in der Schwangere und Mütter oder eben einfach Frauen, die sich beides wünschen, keinen Platz bekommen und sich zu eisernem Weiterarbeiten gezwungen sehen. Als Außenstehende würde ich die Situation in Deutschland zwar als ein klein wenig entspannter einschätzen, aber die grundlegende Erwartungshaltung an sowie das mangelnde Verständnis für Menschen mit Uterus sind natürlich gleich. Daher halte ich die Geschichte auch für ein wichtiges Werk.
Emotional habe ich aber nicht so recht einen Zugang gefunden. Die Protagonistinnen erschienen mir alle eher distanziert und nüchtern, obwohl sie untereinander durchaus über ihre Herausforderungen sprechen. Doch selbst in den inneren Monologen blieben die Sorgen oft organisatorischer Natur, die mich nicht so erreichen konnte. Auch war der Zusammenhalt zwischen den Frauen zwar da, aber nicht in einer Form, die mich jetzt emotional sehr aufgefangen hätte. Die gegenseitige Fürsorge blieb meiner Meinung nach eher oberflächlich.
Da ich sehr wenig Kontakt mit koreanischen Namen habe, fand ich das Auseinanderhalten der Figuren auch herausfordernd, aber das kreide ich natürlich nicht dem Buch an, zeigt es doch einfach nur meine sehr westlich geprägte Lesegewohnheit.
Das Ende ist schon früh recht vorhersehbar, aber das fand ich persönlich nicht schlimm. Es geht ja viel mehr um die grundlegende Thematik und der räumt dieser gut lesbare Roman in jedem Fall viel Raum ein. Eine Leseempfehlung für Interessierte des Themas, die keinen starken Figurenfokus suchen und von Themen rund um (unerfüllten) Kinderwunsch sowie Fehlgeburten nicht getriggert werden, denn die werden natürlich wiederholt angesprochen.
3,5 Sterne
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Recht? Gerechtigkeit? Rache?
Dunkle Momente von Elisa Hoven
Ferdinand von Schirach hat mit seinen Erzählbänden mein Interesse an juristischen Fallgeschichten geweckt – dadurch waren meine Erwartungen an „Dunkle Momente“ natürlich sehr hoch.
Um es gleich zu sagen: ich wurde nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen!
Neun völlig unterschiedliche Fälle werden hier verhandelt, gemeinsam ist ihnen nur die Tatsache, dass es alles Grenzbereiche des Strafrechtes sind.
Es wird über Bestechung oder Brudermord geurteilt, ebenso wie über Kindersoldaten und Gruppenvergewaltigung ( ja… erinnert zumindest zu Beginn doch sehr an „Volksfest“).
Die juristische Expertise ist sicher korrekt, denn Elisa Hoven ist selbst Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof und außerdem Professorin für Strafrecht an der Uni Leipzig.
Die Autorin hat aber mit Eva Herbergen eine Protagonistin erschaffen, die als Strafverteidigerin, die Ambivalenz des Rechts immer wieder thematisiert. Die Frage nach Schuld ist nicht so einfach zu beantworten und gibt es überhaupt eine klare Grenze zwischen Recht und Unrecht?
Und darf man der Gerechtigkeit ein wenig „nachhelfen“?
Es sind auch die Gedanken zu diesen Themen und die Selbstzweifel, die die Protagonistin überzeugend wirken lassen und so sympathisch, dass ich hoffe, bald wieder von ihr lesen zu können.
Rezensionen von gerlisch:
Hat mir gut gefallen
The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson
Vaasa aus dem Reich Asteria wird gezwungen den Vormann von Ikruria zu heiraten. Doch sie will frei sein, bringt es aber nicht über sich Reid von Mireh in ihrer Hochzeitsnacht zu töten. Sie flieht, wird aber von ihrem Ehemann gefunden. Der macht ihr einen verlockenden Vorschlag, dem sie nicht widerstehen kann.
Die Chemie zwischen Vaasa und Reid hat mir super gefallen. Vaasa ist sehr rebellisch, aber merkt sehr schnell, dass sie sich in Ikruria wohlfühlt und die Bewohner ihr sehr am Herzen liegen. Ihr Ehemann Reid war mir sofort sympathisch. Obwohl er brüchtigt für seine Brutalität ist, ist sein Charakter einfach nur zum Dahinschmelzen.
Die Kombination von politischen, hinterhältigen Intrigen und gefährlicher Hexen-Magie wurde geschickt aufgebaut und stand mehr im Vordergrund, aber auch die Emotionen und die Slow-Burn-Romance kam nicht zu kurz.
Besonders gefallen hat mir Vaasas Entwicklung, gerade in Bezug auf ihren inneren Zwiespalt und die Akzeptanz ihrer dunklen Magie.
Beim Schreibstil hatte ich allerdings manchemal das Gefühl, dass manche Dialoge etwas gestelzt herunter gerattert wurden, da sehe ich für die Fortsetzung noch Luft nach oben. Auch das Setting mit der Beschreibung der Fantasy-Welten hätte gern noch präziser sein können.
Ich bin sehr gespannt, was die Dark Inheritance Trilogie noch alles für Überraschungen und Geheimnisse bereit hält und hoffe, dass ich nicht allzu lange auf Band zwei warten muss.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Mutationen
Shark Heart von Emily Habeck
"Shark Heart" von Emily Habeck wird als einzigartiger Roman über Liebe, Verlust und die Frage nach der Menschlichkeit beworben. Ich finde die Grundidee des Buches - Mutationen vom Menschen zum Tier - extrem spannend.
Die Geschichte spinnt sich vorrangig um Wren und Lewis, der zu einem weißen Hai mutiert.
Dabei umfasst dieser Handlungsabschnitt nur einen Teil des Buches, in dem anderen Teil lernen wir über Wren und ihre Mutter. Dabei steht über beiden Teilen des Buches der Verlust einer geliebten Person im Fokus - schlussendlich ist Wren damit Hauptprotagonistin dieses Buches.
Die Teile des Buches sind geprägt durch relativ kurze Absätze, vieles wird mit einer Szene, ähnlich einer Theaterinszenierung eingeleitet, was Lewis Leidenschaft für Theater aufgreift, ansonsten wenig inhaltliche Bezugspunkte liefert. Diese Aufmachung gefiel mir gut, sie lockerte die Atmosphäre auf und verhalf zu einem zügigen Lesetempo.
Was mich etwas enttäuscht hat, war der Umgang mit dem finalen Mutationsschritt, denn hier hatte ich mir etwas anderes erwartet. Insbesondere bei Lewis und Wren mehr Kontakt zueinander. Ich habe diesbezüglich insgesamt eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Verlust und der Wandlung von Mensch zu Tier erhofft - an diesem Punkt konnte das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Dennoch finde ich die grundlegende Prämisse gut und habe das Buch gern gelesen.











