Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Mutationen
Shark Heart von Emily Habeck
"Shark Heart" von Emily Habeck wird als einzigartiger Roman über Liebe, Verlust und die Frage nach der Menschlichkeit beworben. Ich finde die Grundidee des Buches - Mutationen vom Menschen zum Tier - extrem spannend.
Die Geschichte spinnt sich vorrangig um Wren und Lewis, der zu einem weißen Hai mutiert.
Dabei umfasst dieser Handlungsabschnitt nur einen Teil des Buches, in dem anderen Teil lernen wir über Wren und ihre Mutter. Dabei steht über beiden Teilen des Buches der Verlust einer geliebten Person im Fokus - schlussendlich ist Wren damit Hauptprotagonistin dieses Buches.
Die Teile des Buches sind geprägt durch relativ kurze Absätze, vieles wird mit einer Szene, ähnlich einer Theaterinszenierung eingeleitet, was Lewis Leidenschaft für Theater aufgreift, ansonsten wenig inhaltliche Bezugspunkte liefert. Diese Aufmachung gefiel mir gut, sie lockerte die Atmosphäre auf und verhalf zu einem zügigen Lesetempo.
Was mich etwas enttäuscht hat, war der Umgang mit dem finalen Mutationsschritt, denn hier hatte ich mir etwas anderes erwartet. Insbesondere bei Lewis und Wren mehr Kontakt zueinander. Ich habe diesbezüglich insgesamt eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Verlust und der Wandlung von Mensch zu Tier erhofft - an diesem Punkt konnte das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Dennoch finde ich die grundlegende Prämisse gut und habe das Buch gern gelesen.
Rezensionen von kuhasi:
So romantisch
Neuanfang in Notting Hill von Norie Clarke
Nachdem ich ein London Fan bin und Romanzen sehr gerne mag, bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden. Auch die Covergestaltung und der deutschsprachige Titel sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen.
Jess hat schon viel mitgemacht in ihrem Leben, die Mutter ist verstorben und der Freund hat sich mit ihrem Ersparten aus dem Staub gemacht.
Zur Not kommt die junge Frau bei ihrer besten Freundin unter, doch der Einzug ist auch schon 1 Jahr her, Nachwuchs Nummer vier kommt bei der Freundin an und der Platz in der Wohnung wird benötigt. So beschließt Jess eine WG zu suchen und wird doch tatsächlich in einer der schönsten Gegenden von London fündig. Bei der 79jährigen Joan findet sie ein wunderschönes Zimmer und endlich fühlt sie sich angekommen. Aus einer blöden Situation heraus beschließen die beiden ungleichen Frauen das "Sozialleben" zu tauschen. Sprich: Joan steigt bei Social Media ein und Jess gibt ihr komplettes virtuelles Leben inklusive Handy ab. Als dann bei ihr aber auch noch der Jobverlust droht und sie sich in Ed, den Sohn ihrer Vermieterin verschaut geht alles drunter und drüber.
Der Roman war für mich ein richtiges Highlight und ich habe ihn geradezu verschlungen. Durch die unterschiedlichen ALTERSSTRUKTUREN in dem Buch ist es wirklich für jedes Alter nett, vorausgesetzt man mag Liebesromane.
Absolut empfehlenswert!!
Rezensionen von clematis:
Warum?
Heute kein Abschied von Daan Heerma van Voss
Oskar J. R. van Bohemen ereilt am Flughafen Schiphol ein Herzinfarkt, der Weg in den Urlaub führt in den Tod. Nun sollen seine drei erwachsenen Kinder und seine Ex-Frau Abschied nehmen, aber irgendwie fehlen ihnen die Worte.
Tessel, Moor und Cat planen gemeinsam mit ihrer Mutter Elise die Beerdigung und merken schnell, wie fremd ihnen Oskar auch nach seinem Tod noch ist.
Was soll man in die Traueranzeige schreiben, in wessen Wohnung den Verstorbenen aufbahren, warum ist er zu dem geworden, der er war, was ist in seinem Leben wirklich passiert? Erst nach und nach begreifen die Töchter, der Sohn, dass die Rollen im Leben weitergegeben werden, man nachrückt an des Älteren Stelle und dessen Sein einen größeren Einfluss auf einen selbst hat als bislang gedacht. Oskar hat fotografiert und Kisten an Bildern gesammelt. Und diese Bilder sind es nun, die Stück für Stück sein Leben zusammensetzen und auf eine neue Art und Weise wiedergeben. Gemeinsam mit anderen Erbstücken kann jetzt endlich begriffen werden, was zuvor wie Qual und Leid gewirkt hat.
In einem kunterbunten Querschnitt aus Oskars Leben, verbunden durch das aktuelle Geschehen nach seinem plötzlichen Ableben, erfahren die einzelnen Familienmitglieder endlich, was sich von Generation zu Generation fortpflanzt, was Oskars Charakter geprägt, wer ihn schließlich zu „Oskar“ werden hat lassen. Mit seiner ganz eigenen Art zu erzählen, mit überaus authentischen Figuren, die mitunter fremdartige Ausdrücke aus dem Englischen verwenden (vor allem Moor) und dem kurzweiligen Hin und Her zwischen Jetzt und längst vergangenen Zeiten bringt Autor Daan Heerma van Voss Licht ins Dunkel. „Alles Gute, fremder, fremder Mann, den ich Papa nenne.“ [kindle, Pos. 4937] spricht Moor und kann hoffentlich irgendwann verstehen, wer dieser Fremde denn wirklich war. Begleitet wird der Abschied immer wieder von Leonard Cohens Liedern, die wunderbaren Melodien zu „Hallelujah“ und „There ain’t no cure for love“ werden noch länger in mir nachklingen.
Ein berührender Roman, obwohl die einzelnen Personen eher hinter einem Schleier von Fremdheit und Distanz verborgen bleiben.
Rezensionen von Lydia_Te:
Selbstfindung
Sputnik von Christian Berkel
Ich habe den Roman von Christian Berkel sehr gerne gelesen und regelrecht verschlungen. Aufgrund der zahlreich behandelten Themen, fällt mir eine ebenbürtige Rezension aber etwas schwer. Ich kriege das einfach nicht alles unter einen Hut, Christian Berkel hingegen hat einen ausgewogenen Roman geschaffen der schwierige Themen interessant verpackt (Judentum, zweiter Weltkrieg, Verfolgung, Flucht, Selbstfindung).
Dadurch, dass wir gemeinsam mit Sputnik im Unterleib seiner Mutter in die Geschichte starten, können wir eine einzigartige Beziehung zum Protagonisten aufbauen. Wir durchleben zusammen mit ihm seine Geburt (und Wiedergeburt!), seine Kindheit, Jungend und Teenagerjahre bis er ein erwachsener Mann wird. Wir können seine Selbstzweifel spüren und merken, dass er eine Gemeinschaft sucht, in der er sich wohl fühlt und welche ihn akzeptiert. Er versucht sich in verschiedene Rollen zu zwängen, schlussendlich landet er in der Schauspielerei (wie es sein Wunsch war), jedoch in Deutschland.
Ein interessanter und abwechslungsreicher Roman über Selbstfindung, Familiengeschichte, den Holocaust und vieles mehr.
Rezensionen von manu63:
Guter Abschluss
We free the Stars von Hafsah Faizal
We free the stars ist der zweite Teil der Dilogie Die Reiche von Arawiya geschrieben von der Autorin Hafsan Faizal.
Die Handlung setzt unmittelbar nach dem Ende des ersten Bandes ein und führt die Geschichte um die Befreiung der Magie von Arawiya weiter.
Die aus Band 1 bekannten Charaktere erleben teilweise chaotisches und traumatisches und die Szenen sind teilweise recht brutal.
Die verschiedenen Perspektiven geben einen guten Einblick in die Gefühls-und Gedankenwelt der Charaktere und bilden einen Schwerpunkt bei der Geschichte. Die Entwicklung der Ereignisse und der Personen lässt sich dadurch gut nach verfolgen und auch die Gewissenskonflikte der unterschiedlichen Parteien.
Die Handlung hätte gerne straffer erzählt werden können, es gibt für mich einige Längen im Buch. Nach den Längen kommen aber immer wieder spannende und neugierig machende Momente, so das ich mit den Längen leben konnte.
Den Abschluss der Geschichte fand ich gut gewählt und es war für mich ein passendes Ende der Dilogie.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Sehnsüchte
Hello Baby von Kim Eui-kyung
Unerfüllter Kinderwunsch ist ein sensibles und sehr emotionales Thema, das in der Öffentlichkeit kaum stattfindet.
Mich hat es gefreut, dass die Autorin sich an diese Thematik herangetraut hat.
Es geht um sechs unterschiedliche Frauen, die eine Gemeinsamkeit haben. Sie wünschen sich ein Kind und sind in der Baby-Angel-Fruchtbarkeitsklinik in Seoul in Behandlung.
Über den Baby-Gruppenchat tauschen sie sich aus und versuchen sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei wird schnell deutlich, dass es sind nicht nur physische und psychische Belastungen sind, die eine gescheiterte Kinderwunschbehandlung mit sich bringt, sondern auch der gesellschaftliche Druck und die familiären Erwartungen, die den Frauen das Leben schwer macht.
Der Schreibstil von Kim Eui-kyung ist für ein so emotionales Thema sehr nüchtern und sachlich, was ich als angenehm empfunden habe, um die schwierige Situation der Frauen besser greifen zu könne.
Der Roman zeigt deutlich wie viel Frauen für ihre Wünsche und Sehnsüchte auf sich nehmen und wie schwer es ihnen von der Gesellschaft gemacht wird. Es ist ein gelungener Einblick in einen sehr privaten Themenbereich, der für mehr Verständnis und Zurückhaltung in der Öffentlichkeit sorgen sollte.
Rezensionen von Lesebienchen36:
Eine bewegende Geschichte, die einen nicht so schnell loslässt
Am Meer ist es schön von Barbara Leciejewski
Inhalt:
Die achtjährige Susanne wird, auf Anraten des Arztes, in eine Kurklinik geschickt. Sechs Wochen soll ihr Aufenthalt in St. Peter Ording dauern und auf den ersten Blick klingt dies verlockend. Mit anderen Kindern den ganzen Tag am Meer zu verbringen, wer möchte da nicht tauschen. Die Wirklichkeit sah leider anders aus: wer nicht hören will, der bekommt es auch zu spüren! Unartige Kinder wurden gedemütigt, in den Keller gesperrt oder mussten stundenlang auf einen Stuhl stehen.
Ihre Briefe wurden kontrolliert und wenn der Text den Erziehern nicht gefiel, wurde dieser zerrissen und musste nach Vorgaben neu geschrieben werden. Was eigentlich zur Erholung dienen sollte, war der pure Horror und die zarten Kinderseelen wurden mehr und mehr vergiftet. Spätfolgen wurden in Kauf genommen.
Mittlerweile ist Susanne erwachsen, alleinerziehend und lebt mit ihrer Tochter Julia in München, wo auch ihre Mutter in einem Seniorenheim lebt. Als Louise im Sterben liegt, bittet sie Susanne um Entschuldigung, woraufhin Susanne erstmals über die schreckliche Zeit an der Nordsee berichtet. Schockierend hören Mutter Louise, Bruder Wolfgang, Schwester Edith und Tochter Julia zu und sind über die Verhaltensregeln in der Kur herrschten, entsetzt.
„Am Meer ist es schön“ ist das neuste Werk von Barbara Leciejewski, dass im Mai 2025 im List Verlag erschienen ist. Ich liebe die bewegenden Romane der Autorin, aber dieses ist mit keinem der Vorherigen zu vergleichen. Zwar sind Charaktere sowie der Handlungsort „Haus Morgentau“ hier fiktiver Natur, aber die Handlungen basiert auf wahre Begebenheiten. In vielen Verschickungsheimen herrschten solch herzlose und grausame Erziehungsmaßnahmen und keiner konnte was dagegen tun. Die absolute Verschwiegenheit und auch das alles unter den berühmten Teppich gekehrt wurde, trugen dazu bei, dass nichts an die Öffentlichkeit drang. Erst nachdem Betroffene ihr Schweigen gebrochen und von ihren Erlebnissen erzählt haben, wurden diese schrecklichen Zustände publik. Dank einer Reportage, die die Autorin per Zufall im Fernsehen gesehen hatte, beschloss Barbara Leciejewski sich dieses Thema anzunehmen und eine Geschichte zu kreieren. Ich muss gestehen, dass ich mit dem Thema „Verschickungskindern“ rein gar nichts anfangen konnte, aber der Klapptext und die dazugehörige Leseprobe haben meine Neugierde mehr als nur geweckt. Obwohl der Schreibstil flüssig und auch leicht zu lesen ist, musste ich dieses Buch mehrfach aus den Händen legen. Ich war einfach nur schockiert und unfassbar wütend, was man Schutzbefohlenen alles antat. Anstatt ihnen zu helfen, wurde ihnen noch mehr Leid zugefügt. Für mich ist es immer noch völlig unvorstellbar, dass solch grausame Zustände bis weit in die 80er Jahre unentdeckt blieben. Obwohl mich dieser Roman noch lange noch beschäftigen wird, werde ich das eine oder andere Buch zu diesem Thema garantiert noch lesen.
5 von 5 Sternen und dieser Roman muss gelesen werden.
Rezensionen von Tara:
Die perfekte Sommerlektüre
Das Versprechen eines Sommertags von Elena Sonnberg
„Das Versprechen eines Sommertags“ ist ein herzerwärmender Roman der in Stuttgart lebenden Autorin Elena Sonnberg.
Isabelle und Stefan leben in Hamburg, sind seit 15 Jahren zusammen, haben zwei gemeinsame Kindern und arbeiten im selben Immobilienbüro. Trotz allen Gemeinsamkeiten steht ihre Ehe vor dem aus und die Trennung unsichtbar im Raum.
Bevor sie es mit ihren Familienmitgliedern besprechen können, kommt eine Einladung von Isabelles Eltern aus Mallorca, die ihren Lebensabend auf einer Finca verbringen. Dort möchten sie mit der gesamten Familie ihre Goldene Hochzeit feiern. Da das nun wirklich nicht der angemessene Rahmen ist, um der Familie das Scheitern ihrer Ehe mitzuteilen, beschließen Isabelle und Stefan ihre Zukunftspläne zunächst für sich zu behalten.
Elena Sonnberg Schreibstil ist so mitreißend und authentisch, dass ich durch die Seiten nur so durchgeflogen bin. Das Chaos, das Familie mit sich bringt, beschreibt sie perfekt. Ich konnte es direkt spüren. Zudem hat sie mich mit ihren bildhaften Beschreibungen von Mallorca direkt abgeholt. Die Atmosphäre der Insel und des Sommers sind spürbar.
Die Charaktere werden lebendig beschrieben. Ihre Gefühle und Gedanken sind nachvollziehbar. Sie sind einfach nah am Leben und an ihnen wird deutlich, wie schnell man sich im Alltag verliert, Träume und Wünsche auf der Strecke bleiben.
Insgesamt ist es ein wundervoller Roman zum Wohlfühlen, mit sympathischen Charakteren, der zum Träumen, aber auch zum Nachdenken anregt.
Es ist ein lebendiges und authentisches Buch, das perfekt in den Sommer passt und seine Leser*innen direkt mit nach Mallorca nimmt. Für mich war es beste Unterhaltung und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Rezensionen von Rinoa:
Nicht ganz meins
Haus Waldesruh von David Krems
Im Nachhinein betrachtet bin ich wohl mit etwas falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Aufgrund des Klappentextes bin ich eher von einem spannenden Thriller oder auch einer Art Kammerspiel ausgegangen. Erst danach habe ich gesehen, dass das Buch als Roman bezeichnet ist, was schon eher passt.
Das war aber gar nicht so sehr der Punkt. Bis zum Ende der Lektüre hatte ich große Probleme mit dem Schreibstil des Autors, den ich doch als sehr holprig und auch irgendwie altbacken empfand. Die Dialoge und überhaupt das Miteinander der alten Freunde wirkten sehr konstruiert und für mich einfach nicht natürlich. Mit der Zeit habe ich mich etwas daran gewöhnt, aber ein Gefühl der Distanz und auch der Oberflächlichkeit blieb.
Ich habe mich mehrfach gefragt, wohin die Handlung denn nun führen soll, irgendwie plätscherten die Geschehnisse so vor sich hin, ohne rechtes Ziel. Erst gegen Ende kam mehr Zug in die Geschichte, trotzdem fehlten mir so ein wenig die Erklärungen zum Hintergrund, das blieb doch alles recht schwammig bzw. war mir zu wenig.
Insgesamt fand ich „Haus Waldesruh“ zwar nicht unbedingt schlecht und hatte es aufgrund des eher geringen Umfangs auch schnell ausgelesen, meinen Geschmack hat es allerdings nicht ganz getroffen.
Rezensionen von Streiflicht:
Faszinierende Auseinandersetzung
Das Parlament der Natur von Sarah Darwin; Johannes Vogel; Boris Herrmann
Schon seit ich in der Schule zum ersten Mal von Darwin und der Evolution gehört habe, bin ich absolut fasziniert von diesem Thema. Ich habe sogar eine Arbeit darüber geschrieben und daher war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Weil die Autorin seine Ahnin ist, aber auch wegen des Themas.
Von den ersten Seiten an war ich total begeistert und fasziniert. Das vorliegende Buch ist eine beeindruckende Auseinandersetzung und steigt tief in ein spannendes und so wichtiges Thema ein.
Ich mochte die Form des Interviews sehr gerne, so wirkt das Gespräch sehr authentisch und lebendig.
Die Ausstattung des Buchs ist sehr hochwertig und ansprechend, das mag ich sehr. Und es passt wunderbar zu diesem wichtigen Thema, das uns alle angeht.
Von mir eine absolute Leseempfehlung, für alle, die sich für die Natur und unsere gemeinsame Zukunft interessieren.











