Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücherfreundin:
Melancholische und sensibel erzählte Geschichte
Perlen von Siân Hughes
Die englische Autorin Siân Hughes hat ihren Debütroman "Perlen" veröffentlicht. Das Buch, das über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten entstanden ist, war in England ein großer Erfolg und schaffte es 2023 auf die Longlist für den Booker Prize und auf die Shortlist für den Author’s Club Best First Novel.
Marianne, die Ich-Erzählerin, ist acht Jahre alt, als ihre Mutter Margaret kurz nach der Geburt des kleinen Joe verschwindet, ohne jemandem zu sagen, wohin sie geht und wann sie wiederkommt. Die Kinder wachsen bei ihrem Vater Edward, einem Geschichtsdozenten, in einem alten Haus am Rand eines kleinen Dorfes und später in einem gemieteten Stadthaus auf. Marianne bleiben Erinnerungen an ihre Mutter und die Liebe, die sie miteinander verband, an die Märchen und Lieder von damals, die gemeinsamen Spiele - und an "Pearl", das Lieblingsgedicht der Mutter. Je älter sie wird, desto mehr sucht sie nach den Gründen, die Margaret dazu veranlassten, ihre Familie zu verlassen. Als sie 30 Jahre nach Margarets Weggang selbst Mutter einer kleinen Tochter wird, stürzt ihr unbewältigtes Trauma sie in eine tiefe Depression.
Die Geschichte, in der Marianne sich rückblickend an den Schmerz über den Weggang der Mutter erinnert und in der es um die zentralen Themen Verlust, Mutterschaft, Trauer und Trauerbewältigung geht, ist in wunderschöner und ruhiger Sprache geschrieben, sie hat mich gefesselt und zutiefst berührt. Die Autorin zeichnet ihre Protagonisten, ganz besonders Marianne, sehr bildhaft und authentisch. Wir erfahren, wie die Abwesenheit der Mutter das Leben ihrer zurückgebliebenen Tochter prägte, erleben neben ihrer Kindheit auch die schwierigen Jahre ihrer Jugend und blicken dabei tief in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.
Ich hatte nicht nur tiefes Mitgefühl für das kleine Mädchen, das den Alltag mit dem Vater und Joe allein bewältigen muss und die Mutter so schmerzlich vermisst, sondern auch für die wütende und aufbegehrende Heranwachsende, die sich selbst Verletzungen zufügt.
Die sensibel erzählte Geschichte hat mir sehr gut gefallen - Leseempfehlung!
Rezensionen von Liddy:
Zum Gruseln zu lustig
Leserabe 1. Lesestufe - Gruselgeschichten von Michael Petrowitz
Das Buch „Gruselgeschichten“ ist für Leseanfänger ab der 1. Klasse geeignet.
Die Texte sind einfach und in kurzen Absätzen gehalten. Die große Fibelschrift unterstützt dabei enorm. Nach jedem geschafften Kapitel kann man einen Belohnungssticker einkleben. Dies motiviert und wir wollten direkt das nächste Kapitel lesen.
Das Cover ist schön ausgewählt. Es zeigt bereits, dass es sich hier um lustige Geschichten handeln wird. Das Buch beinhaltet vier Geschichten: Knofi-Brot für die Vampirin, die Tag-Wanderung, Endspiel des Grauens und die Grusel-AG. Jede Geschichte ist super lustig erzählt. Unser persönliches Highlight war definitiv das Endspiel des Grauens. Wir haben viel gelacht beim Lesen und die Zeichnungen haben uns ebenfalls sehr begeistert.
Ganz große Herzensempfehlung für alle jungen Lesebegeisterten!
Rezensionen von Daggy:
Mord in der beschaulichen Eifel
Über Stock und Mörderstein von Carla Capellmann
Die Privatdetektivin Ellen Engels wird von einer Juwelierin angeheuert, die glaubt, dass ihr Mann eine andere hat. Da Jörg mit anderen Vorstandsmitgliedern seines Verein eine mehrtätige Wandertour antritt, empfiehlt sie Ellen als Fotografin. So kann sie Undercover die Gruppe begleiten und beobachten.
Als unangemeldet Sophie mit ihrem Mann Kevin auftaucht, hat Ellen gleich einen Verdacht. Es gelingt ihr auch Fotos von Jörg und seiner vermeintlichen Geliebten zu machen. Doch schon am nächsten Morgen wird Jörg an der Burg in Monschau tot aufgefunden. Wer ist für seinen Tod verantwortlich und hat das alles mit dem Diebstahl der Diamanten aus dem Geschäft der Eheleute zu tun.
Ellens Verhältnis zu dem Polizisten Max muss ebenso geklärt werden, wie der Wunsch ihrer Nichte bei ihr das Handwerk der Detektivin zu erlernen. Sie selbst hat mit den Problemen der Wechseljahre zu kämpfen, was mich als Frau besonders amüsiert. Weil ich es am eigenen Leib erfahren musste, aber zum Glück diese Lebensphase hinter mir habe. Über dieses Thema wird ja im Gegensatz zur Pubertät lieber geschwiegen. Aber Ellen ist auch sehr taff und setzt gezielt die Technik ein um an Ergebnisse zu kommen. Eine sehr sympathische Ermittlerin.
Neben der spannenden Handlung erfährt man viel über die Schönheit des Eifelstegs und ich könnte mir durchaus die Teilnahme an einer solchen betreuten Tour vorstellen. Denn Tina, die die Tour mit ihrem Transporter begleitet, das Gepäck transportiert und die kleinen Imbiss auf der Strecke serviert, versteht ihr Handwerk sehr gut.
Ein Cosykrimi nach meinem Geschmack!
Rezensionen von Daggy:
Schwere Schicksale miteinander verwoben
Der Zopf von Laetitia Colombani
Zunächst lernen wir Smita kennen, sie wohnt in Indien und gehört keiner Kaste an, deshalb muss sie die Fäkalien der anderen einsammeln. Aber ihr Wunsch ist es, dass es ihr Tochter einmal besser haben soll. Deshalb gibt sie letztlich ihre Haare, damit die Kleine zur Schule gehen kann. Giulia unterstützt ihren Vater bei der Führung einer Perückenfabrik in Sizilien.
Doch auch hier geht die Zeit weiter und so muss sie versuchen die drohende Schließung zu vermeiden. Sarah arbeitet als Rechtsanwältin in einer großen kanadischen Kanzlei. Sie lebt für ihre Kariere und schafft es hervorragend ihren Alltag mit Kindern zu bewältigen. Doch dann kommt ihr, wie so oft, das Leben dazwischen und zerstört ihr Hoffnung auf Teilhaberschaft.
Die einzelnen Abschnitte berichten immer von einer der Frauen und ich fand es erschreckend, dass es in Indien, in dem es so viel Reiche gibt, noch Menschen so vegetieren müssen. Auch Sarahs Karrieresucht hat mich erschreckt, dass es Menschen gibt, die sich so für ihr berufliches Weiterkommen eingrenzen, die ohne Gefühlte leben müssen und alles nur organisieren, damit der Beruf ihr Leben bestimmen kann. Da gefiel mir Giulia besser, sie ist vielleicht dank ihres Vaters sehr selbstbewusst und traut sich zu die Firma zu leiten und neue Wege zu gehen. Sie steht auch zu ihrer Liebe und die beiden ergänzen sich sehr gut.
Es gefiel mir gut, wie die Autorin diese drei so unterschiedlichen Frauen über Haare zusammenknüpfte. Das wechselnde Erzählen gab der Geschichte zusätzlich Spannung und mir Einblick ein die Leben der Frauen. Alle sind sehr stark und werden ihren Weg gehen. Ich hätte gerne noch etwas Abschließendes über Smita und ihre Tochter erfahren.
Rezensionen von peedee:
Wenn die Gedanken zur Buchstabensuppe werden
Tage wie Buchstabensuppe von Elisabeth Büchle
Goldschmiedin Kayla flieht aus ihrem alten Leben; sie will im Ostallgäu neu anfangen. In einer lebhaften WG findet sie gleich Anschluss. Josch, einer der Freunde ihrer Mitbewohner, rührt etwas in ihrem Herz an, was sie für immer verschollen glaubte. Als Kayla Lio trifft, eine obdachlose Frau mit beginnender Demenz, nimmt sie sie mit in ihre WG.
Die „Adoptivoma“ Lio wächst allen ans Herz und zeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt…
Erster Eindruck: Ein sehr zurückhaltendes, ruhiges Cover mit einem interessanten Buchtitel – gefällt mir sehr.
Kayla zieht ins Ostallgäu, da sie ihr altes Leben zurücklassen will. Sie scheint richtiggehend traumatisiert, aber als Leser:in erfährt man sehr lange nichts über sie und ihre Vergangenheit. Sie zieht in eine WG ein – ein wahrer Glücksgriff! – und hat gleich viele neue Freunde, obwohl sie ziemlich kühl auf mich wirkte. Aber das Merkwürdigste für mich war, dass Kayla eine obdachlose alte Frau aufnimmt, ihr nicht nur für eine Nacht ein Bett zum Schlafen anbietet, sondern sie gleich dauerhaft in der WG aufnimmt. Nun gut, das ist gelebte Nächstenliebe, kein Zweifel und sehr lobenswert, aber dass gleich alle WG-Bewohner dahinter stehen, war für mich schwer vorstellbar.
Lio scheint, trotz ihres schwindenden Gedächtnisses, hinter die Fassaden der Freunde zu blicken. Jeder von ihnen hat ein Päckchen zu tragen, das jedoch weitestgehend negiert wird. Durch Lio ist die Geschichte von Kayla für mich zu stark in den Hintergrund getreten.
„Jedes Lächeln bewirkt eine Veränderung in dieser Welt.“
Demenz, Glaube, Freundschaft, Vergebung, Liebe – dies sind einige der behandelten Stichworte. Die Freunde waren alle grossartig. Am meisten bewegt hat mich die Szene, wo Andi seine Eltern und Grossmutter besuchte. Leider kann ich dazu nichts weiter schreiben, ohne zu spoilern. Das Thema Demenz bringt einen sehr zum Nachdenken. Es ist grausam, einen Menschen immer wieder in die „Buchstabensuppe“ abdriften zu sehen, vor allem in der Zeit, in der die Patient:innen das noch selbst merken und langsam verzweifeln. Da sich für mich der erste Teil des Buches ziemlich hinzog, gebe ich 3 Sterne.
Rezensionen von NT:
Zwischen zwei Leben
Im Leben nebenan von Anne Sauer
Toni lebt mit ihrem Freund in einer Stadtwohnung, ist eigentlich zufrieden, irgendwie angekommen. Doch als sie eines Tages aufwacht, ist alles anders. Sie ist Antonia, ist Mutter, lebt mit ihrer Jugendliebe verheiratet im Heimatdorf. Zwei Lebensrealitäten, die kaum gegensätzlicher sein könnten und doch beide irgendwie möglich.
Anne Sauer erzählt diese stille, emotionale Geschichte mit einer angenehmen Ruhe und großer Nähe zur Protagonistin. Ihr Schreibstil ist clever, die wechselnden Perspektiven zwischen Toni/Antonia und ihrer Ich-Stimme geben der Geschichte Tiefe. Besonders berührt haben mich die schwierigen Themen, die ganz selbstverständlich ihren Platz finden: unerfüllter Kinderwunsch, Fehlgeburt, das Ringen um Entscheidungen, die man nie wirklich leicht treffen kann.
Gerade wenn man selbst zwischen Stadt und Heimat, Familie und Selbstverwirklichung hin- und hergerissen ist, fühlt sich dieses Buch fast persönlich an. Ich habe mich in der Protagonistin oft wiedergefunden mit ihren Alltagszweifeln, Sehnsüchten und großen Fragen. Ein feinfühlig erzählter Roman, der unaufgeregt, aber nachhaltig bewegt.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Großartig
Dunkle Momente von Elisa Hoven
Was für ein Buch! 9 Fälle, die die Strafverteidigerin Eva Herbergen vor Gericht vertritt. Sie bohrt und sucht so lange, bis sie die Wahrheit kennt. Bis ihr die Hintergründe, die zu der Tat geführt haben, bekannt sind.
Großartig geschrieben hat es mich völlig in den Bann gezogen. Ich musste mich zwingen, das Buch aus der Hand zu legen.
Lesen! Unbedingt!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Skurril
Nimms nicht persönlich von Tom Hofland
Ein sonderbares Buch. Es beginnt interessant und glaubwürdig, driftet aber immer weiter in völlige Absurdität ab. Obwohl es sprachlich sehr gut ist und es mir zu Beginn auch wirklich gut gefallen hat verstehe ich nicht, was der Autor durch/mit dieser Geschichte sagen will. Sorry. Ich komme mit dieser Geschichte nicht klar.
Schade, da ich es sprachlich sehr gut fand.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Verlorene Kindheit
Brunnenstraße von Andrea Sawatzki
Das Buch hat mich umgehauen. Ich hatte mir ganz etwas anderes erwartet. Und dann befand ich mich an der Seite eines Kindes, das sich um den Vater kümmern musste, weil die Mutter die Familie durchzubringen hatte. Erschütternd! Das muss Realität sein denn sowas würde sich niemand ausdenken.
Große Empfehlung.
Allerdings keine leichte Kost.
Rezensionen von Marw76:
Nobody is perfect!?
Menschenhausen von Rusanna Danielian
Cover: Das Cover ist wirklich sehr schön gestaltet und passt super zur Geschichte. In der Mitte ist die wunderhübsche Betty zu sehen, die nach Menschenhausen kommt, um sie herum die Bewohner, die alle nicht ganz so perfekt sind wie Betty. Das Cover macht deshalb schonmal sehr gut auf das Thema aufmerksam indem es in diesem Buch geht.
Inhalt: In Menschenhausen stört sich keiner an den kleinen Makeln der anderen Bewohner, da ja niemand ganz fehlerfrei ist. Doch dann kommt die schöne Betty in die Stadt und stellt alles auf den Kopf, denn sie ist wunderschön und ohne einen Makel. Plötzlich schämen sich alle für ihre Fehler und versuchen diese zu verstecken. Irgendwann jedoch stellt sich heraus, dass die perfekte junge Frau auch nicht ganz so fehlerfrei ist wie die anderen zunächst gedacht haben.
Unsere Meinung: Ich habe dieses Buch gemeinsam mit meinem Sohn gelesen, denn das Thema Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen ist wichtig und wir waren deshalb sehr auf die Umsetzung der Geschichte gespannt. Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und passt gut zur Altersgruppe der Kinderbücher. Groß und klar ist auch die Schrift zu lesen, doch einige Worte sind groß oder klein oder in verschiedenen Farben und Formen geschrieben. Hier könnte es Leseanfängern etwas schwer fallen sich zu konzentrieren, mein Sohn der geübter Erstleser ist hatte damit jedoch keine Probleme. Er brauchte etwas Hilfe bei Sätzen, die auf französisch und spanisch geschrieben wurden, aber diese halten sich im gesamten Buch in Grenzen. Die Geschichte fanden wir richtig toll und sehr unterhaltsam. Es wird gut auf die Themen Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen eingegangen aber auch wie es weh tun kann wenn andere über dich lachen. Mit dem Ende der Geschichte hatten wir auch nicht gerechnet und dieses konnte uns überraschen. Ganz verzaubert waren wir außerdem von den vielen, bunten Illustrationen. Diese unterstützen die Geschichte und passen ganz hervorragend zum Text und wem das Cover gefällt, der sollte sich die Illustrationen im Buch nicht entgehen lassen. Uns hat die Geschichte sehr viel Spaß gemacht und wir empfehlen sie gerne weiter. Das Buch erhält gute 4 von 5 Sternen.











