Kunden em pfehlungen
Rezensionen von D. E.:
Augenöffner
Musik der Stille von Steindl-Rast David
Auch wenn es nicht immer gut geht, ist es doch immer eine Gelegenheit, etwas Gutes daraus zu machen, etwas Gutes zu tun. So habe ich das verstanden. Musikalische Tiefe der Stille. Gründen in der Tiefe der Erfahrung des Zuhörens.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von D. E.Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Australien für daheim
Auf der Suche nach Koalas von Nicole Bergmann; Christian Jindra
Der Reisebericht von Nicole Bergmann und Christian Jindra hat mich sofort gefesselt : ich war noch nie in Australien und habe gang gespannt gelesen, wie die Beiden ihre Zeit in Australien verbracht haben.
Einblicke in das Studium und die Arbeit auf den Plantagen, die Natur, Kultur und Landschaft, die Menschen – das hat mir sehr gut gefallen und ist im Buch mit wundervollen Fotos so toll dargestellt, dass man sich manchmal ein bisschen gefühlt hat, als wäre man direkt dabei.
Der Rückblick der Beiden, wie sich ihre Sicht auf das Land, aber auch das Leben selbst, durch die Zeit in Australien verändert hat, fand ich sehr interessant !
Wer noch nicht in Australien war, oder sich einfach ein bisschen Australienfeeling für daheim holen will, dem empfehle ich von Herzen dieses Buch !
Rezensionen von FogandBooks:
Dieses Buch hat mich leider nicht abgeholt – obwohl ich es unbedingt lieben wollte.
The Deer and the Dragon von CJ Piper
Ich hab mich wirklich auf The Deer and the Dragon gefreut. Endlich mal wieder ein Fantasybuch mit Engeln und Dämonen, das mich vom Klappentext her sofort angesprochen hat. Und dann noch dieses Cover – wow. Ich war richtig hyped und dachte, das könnte ein Highlight werden.
Aber leider hat es ganz schnell nachgelassen.
Der Einstieg war zäh, um nicht zu sagen: komplett misslungen. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte zu viel auf einmal, ohne dabei wirklich etwas zu erzählen. Und wenn ich sage, dass die erste Hälfte des Buches (immerhin über 280 Seiten!) sich wie ein einziger, endloser Prolog liest, übertreibe ich nicht.
Es passiert einfach nichts. Keine Spannung, keine greifbare Handlung, keine Figuren, mit denen ich mitfiebern konnte. Stattdessen verliert sich alles in Details, Namen, Andeutungen – aber ohne Struktur oder Ziel. Und selbst als dann endlich etwas passiert, zieht sich alles wie Kaugummi. Die Handlung kommt einfach nicht in Gang.
Ich hab echt versucht, dranzubleiben, weil ich das Konzept an sich interessant fand. Engel, Dämonen, uralte Kräfte, ein Setting mit Potenzial – klingt erstmal super. Aber bei über 300 Seiten ohne einen einzigen richtigen Spannungsmoment musste ich ehrlich zu mir sein: Ich bin raus.
Ich hab das Buch abgebrochen. Nicht, weil es schlecht geschrieben wäre oder zu viele Seiten hat. Sondern weil ich über so viele Kapitel hinweg einfach keine Verbindung zur Geschichte aufbauen konnte. Kein Mitfiebern, kein Staunen, kein „Nur noch ein Kapitel“-Gefühl. Und genau das ist es, was für mich gute Fantasy ausmacht.
Rezensionen von nil_liest:
Zwischen Elbe, Erinnerungen und Tattoos
Flusslinien von Katharina Hagena
Katharina Hagena hat mit Flusslinien einen stillen, eindringlichen Generationenroman geschrieben, der Erinnerungen, Verluste und Neuanfänge auf poetische Weise miteinander verwebt. Im Zentrum stehen drei Figuren, deren Leben auf unterschiedliche Weise von Vergangenheit und Gegenwart geprägt ist: die 102-jährige Margrit, ihre Enkelin Luzie und der junge Fahrer Arthur.
Ihre Geschichten entfalten sich entlang der Elbe – einem Fluss, der nicht nur landschaftlicher Fixpunkt, sondern auch symbolischer Resonanzraum für das Vergehen der Zeit ist.
Margrit, ehemalige Stimmbildnerin, blickt auf ein langes, verwickeltes Leben zurück – auf Krieg, Liebe, Verlust und die Geschichte ihrer Mutter, deren Beziehung zur realhistorischen Gärtnerin Hoffa das Buch mit einer interessanten feministisch-historischen Perspektive anreichert. Ihre Schilderungen sind geprägt von einer fast körperlichen Erinnerung, die durch das Motiv des Atems eine besondere Präsenz bekommt.
Luzie, die junge Tätowiererin, ringt nach einem traumatischen Erlebnis mit sich und der Welt. Ihre Wut, ihr Trotz, aber auch ihre zarte Verbundenheit mit der Großmutter verleihen dem Roman eine berührende Authentizität. Arthur schließlich, der Fahrer mit dem Herzen eines Sprachforschers und Umweltschützers, bringt eine stille Melancholie und versponnene Sprachphilosophie ein, die das Buch immer wieder mit klugen Gedanken zur Ausdruckskraft von Worten bereichert.
Flusslinien scheut keine großen Themen: Nationalsozialismus, sexuelle Gewalt, Klimawandel, Sprachphilosophie, familiäre Traumata, Verlust, Schuld und Selbstermächtigung – vieles wird angerissen, manches durchleuchtet, anderes bleibt skizzenhaft. Diese thematische Vielfalt ist einerseits beeindruckend und zeugt von literarischem Anspruch. Andererseits wirkt sie stellenweise überbordend; nicht alle Motive fügen sich nahtlos in den Erzählfluss ein. Gerade bei Nebenepisoden wie einem Besuch in Belarus oder metaphorisch aufgeladenen Tierkämpfen fragt man sich nach deren narrative Notwendigkeit.
Erzählstil: poetisch, ruhig, atmosphärisch
Wer auf rasante Handlung aus ist, wird sich mitunter an der ruhigen, episodenhaften Erzählweise stören. Flusslinien lebt weniger von Plot als von Atmosphäre. Der Stil ist leise, präzise und poetisch – eine Sprache, die ohne Pathos existenzielle Fragen berührt. Besonders gelungen ist die Darstellung der Natur an der Elbe, die nicht nur als Kulisse, sondern als Resonanzraum menschlicher Emotionen dient.
Flusslinien ist ein literarisch anspruchsvoller Roman, der mit ungewöhnlichen Figuren, vielschichtigen Themen und poetischer Sprache überzeugt. Zwar bleiben manche Aspekte etwas unfokussiert und einige Motive wirken zu bemüht, doch überwiegt der Eindruck eines klugen, berührenden Textes über Erinnerung, Sprache, Familie und das Ringen um Sinn. Für Leser*innen, die sich gerne auf eine erzählerische Strömung einlassen, die mal ruhig, mal tiefgründig ist – ein empfehlenswerter literarischer Flusslauf.
4 von 5 Punkten.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Wundervoller Roman
Manchmal liegt das Glück auf dem Löffel von Bettina Meiselbach
Durch den flüssigen und leichten Schreibstil der Autorin Bettina Meiselbach bin ich recht schnell in die Geschichte um Stella gekommen und muss sagen, hier habe ich mich richtig wohlgefühlt.
Dies liegt sicherlich auch an den Charakteren, die Bettina Meiselbach so toll authentisch darstellt. So habe ich die Geschichte gespannt verfolgt und mochte den Odenwald-Flair total gerne ! Da ich den Odenwald kenne, muss ich sage, dass die Autorin es hier geschafft hat, die Örtlichkeiten so toll wieder zu geben, dass ich immer ein Bild vor Augen hatte.
Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und dann konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen – wirklich toll !
Für mich ein perfektes Urlaubsbuch, dass sich leicht lesen lässt und dem Leser / der Leserin wohlige Lesestunden bereitet – bitte gerne mehr von Stella !!!!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Nabelschau einer selbstbezogenen Frau in zwei Szenarien
Im Leben nebenan von Anne Sauer
"Im Leben nebenan", das Debüt von Anne Sauer, klang erst einmal wirklich vielversprechend: erzählt werden zwei parallele mögliche Leben einer jungen Frau. Abwechselnd lesen wir in kurzen Kapiteln von "Toni" und von "Antonia". Die Rahmenhandlung und Perspektive, aus der beide Leben reflektiert werden, bildet dabei Toni, deren Ich zum Teil in einer Parallelwelt landet, in der sie sich anders entschieden hat und als Folge daraus ein ganz anderes Leben führt.
Toni hat schon jung eine sehr innige Beziehung mit Adam geführt. Doch Adam hatte keine so großen Ambitionen wie sie, ihm reichte ein Studium in der Nähe, er ist heimatverwurzelt und wollte Familie. Toni hingegen wollte "etwas aus sich machen", in die große Stadt und dort studieren. Dafür hat sie ihn verlassen und ihm das Herz gebrochen. Danach hat sie sich in diverse Kurzzeitbeziehungen gestürzt und schließlich Jakob kennen gelernt. Die beiden haben - als Selbstzahler, denn heiraten möchten sie in ihrer alternativen Szene offenbar nicht oder zumindest ringt sich keiner von beiden dazu durch, das Thema anzugehen - unzählige erfolglose Kinderwunschbehandlungen einschließlich Fehlgeburten hinter sich. Nun will Toni das nicht länger mit sich machen lassen und hat einseitig ihren Kinderwunsch aufgegeben.
Parallel dazu erfahren wir das Leben von Antonia, einem Parallel-Ich von Toni, in das sie geschleudert wird, während gleichzeitig in den anderen Kapiteln Tonis Leben weitergeht. Toni/Antonia wacht auf einmal in einem Leben auf, in dem sie Adam nie verlassen hat, immer an seiner Seite war, in dem sie verheiratet sind und eine kleine Tochter haben. Sogar eine Kaiserschnittnarbe hat sie und es gibt Fotos, Sprachnachrichten und Erinnerungen vieler anderer Menschen an dieses Leben... nur Antonia erinnert sich an nichts davon, nicht an Schwangerschaft, Geburt, Hochzeit etc., denn ihre Erinnerungen sind die an das Leben von Toni mit Jakob in der großen Stadt.
Anfangs will Antonia unbedingt aus dem als fremd erlebten Leben flüchten und kann sich überhaupt nicht auf das neue Leben einlassen. Obwohl ihre innere Toni-Identität so viele erfolglose Kinderwunschbehandlungen im anderen Leben hinter sich hatte, an die sie sich erinnert, lehnt sie ihre Mutterrolle nun so sehr ab, dass sie mehrmals überlegt, sich selbst, ihrem Kind oder beiden das Leben zu nehmen und dafür sogar konkrete Pläne macht, die für alle, die mit dem süßen kleinen Baby Hanna mitfühlen, sehr schmerzhaft zu lesen sein könnten. Erst langsam gewöhnt sie sich an ihr neues Leben und kann ihm durchaus auch etwas abgewinnen.
Insgesamt lässt mich die Lektüre dieses Buches etwas ratlos zurück. Hängen bleibt bei mir das Psychogramm einer sehr selbstbezogenen Frau - das trifft sowohl für Toni als auch für Antonia zu - die viele Entscheidungen sehr unbedacht und egoistisch trifft und dabei andere Menschen verletzt, und der auch jeglicher Sinn dafür fehlt, zu schätzen, was sie Gutes in ihrem Leben hat: das gilt für beide Szenarien. Damit ist mir Toni/Antonia sehr unsympathisch. Das macht sie als Figur aber nicht unrealistisch, denn solche Menschen gibt es und in sich ist die Figur durchaus konsistent dargestellt.
Das Szenario mit den zwei parallelen Leben hätte hingegen mehr Potential gehabt. Dadurch, dass Toni so in Antonias Leben geschleudert wird, aber mit den Erinnerungen und der Persönlichkeit Toni bleibt, war wenig Raum für grundsätzlich unterschiedliche Persönlichkeitsentwicklungen, die bei zwei real so unterschiedlich verlaufenden Leben sehr wahrscheinlich gewesen wären. Wir haben somit einerseits die Kapitel aus Tonis Perspektive und andererseits jene, in denen Toni/Antonia am liebsten ihr Toni-Leben zurückwill. Das hat für mich das alternative Szenario sehr blass gemacht - da kenne ich deutlich gelungenere Bücher zu alternativen Leben. Auch das Ende war zumindest mir nicht ganz klar und hat mich rätselnd zurückgelassen.
In Summe ist es ein solides Buch, das durchaus interessant und unterhaltsam geschrieben ist und zum Nachdenken anregt. Aus der Idee hätte sich aber mehr machen lassen. Ich empfehle das Buch jenen, die sich für diese Thematik interessieren und die gerade kein persönliches Thema mit Kinderwunsch oder Kinderwunschbehandlungen haben (ansonsten könnte einiges im Buch sehr triggernd sein).
Rezensionen von gerlisch:
Witzige Story
Breakups and Butterflies von Kyra Groh
Mara hat ihr Leben sehr genau durchgeplant. Sie ist seit 8 Jahren in einer Beziehung, Heirat, Haus und Kinder sind schon in Aussicht. Ihre Chefin Alex, eine erfolgreiche Bloggerin, verlässt sich voll und ganz auf sie, weiß aber ihren unermüdlichen Einsatz überhaupt nicht zu schätzen. Als Sebastian plötzlich ihre Verlobung löst und sie vor die Tür setzt, fällt sie aus allen Wolken.
Nun steht sie vor der Herausforderung ihr Leben neu zu überdenken.
Breakups and Butterflies ist eine Neuauflage von dem 2018 erschienenen Buch Gar kein Plan ist auch keine Lösung.
Aus Sicht von Mara erleben wir sehr authentisch ihre Niedergeschlagenheit und hre Ängste, aber auch ihre Zweifel und innere Zerrissenheit als sie den M+Ms kauenden, sieben Jahre jüngeren, planlos glücklichen Marius kennenlernt. Obwohl ihre Liebesgeschichte zuckersüß ist, steht mehr Maras Lebensgeschichte und ihre Entwicklung im Vordergrund, was dem Ganzen mehr Tiefe gibt.
Die Zeichnung der Charaktere ist gut gelungen, samt der vielleicht etwas skurilen Nebenfiguren, die der Story den besonderen Charme gegeben haben.
Die Autorin lässt uns auf humorvolle und herzerwärmende Weise an Maras Gedanken teilhaben und obwohl zum Schluss nicht alle Beziehungsprobleme aufgedröselt sind, hat mich das Buch voll gecatcht und mit einem dicken Schmunzeln im Herzen zurückgelassen
Rezensionen von brauneye29:
Witzig und sarkastisch
Staying Alive von Eva Mirasol
Zum Inhalt:
Nicki fängt neu als Assistenzärztin in einem großen Berliner Krankenhaus an und das ausgerechnet auch noch in der Rettungsstelle. Der zuständige Oberarzt überlässt sie nach ein paar Witzen dem alltäglichen Wahnsinn und für Nicki beginnt eine Ausnahmezustand, Privatleben ist einfach nicht mehr existent und Schlaf wird eh überbewertet.
Dass sich dann aber ausgerechnet noch in den Oberarzt verliebt, setzt dem ganzen die Krone auf
Meine Meinung:
Das ist wirklich nicht das, was man so also typischen Arztroman bezeichnet, denn es geht wirklich um den alltäglichen Wahnsinn, der Nicki aber so was von im Griff hält. Mit vielen wahnwitzigen Erlebnissen, sei es mit Patienten oder auch anderen Ärzten oder Krankenschwestern erlebt man, was ein Arzt so für ein Leben hat. Klar ist es auch überspitzt dargestellt aber es wirkt vielfach schon auch realistisch. Die Liebesgeschichte passt in den Kontext und ist nicht zu viel. Dazu noch medizinische Erläuterungen im Anhang, ich fand das Buch rundum gelungen.
Fazit:
Witzig und sarkastisch
Rezensionen von kabo16:
Tote Ehemänner und lustige Witwen?
Very Bad Widows von Sue Hincenbergs
Das Cover und die LP machen den Eindruck, dass es sich hier um einen lustigen Sommerroman für die Ferien handelt. Aber manchmal täuscht der erste Eindruck halt gewaltig.
Dieses Werk mit fast 500 Seiten ist mehr. Es ist lustig und spannend, ja stimmt, aber es ist gleichzeitig voller Überraschungen und Wendungen, und immer wieder staunt der Leser.
Die Kurzbeschreibung hinten auf dem Cover und der Titel deuten auf eine andere Geschichte hin, aber Sue Hincenbergs hat hier wirklich ihr ganzes Können hinein gepackt.
Allein die vier Ehepaare, die alle kurz vor der Rente stehen und sich schon aus viele Jahre kennen, werden so intensiv und warmherzig beschrieben, dass man sie einfach mag. Kein Neid oder Gerede untereinander. Freizeiten und Urlaube werden zusammen verbracht.
Das Blatt wendet sich, als einer der vier Männer ihre gesammten Ersparnisse für ihr Rentnerdasein verliert. Ab da weht ein anderer Wind, hinzu kommen bei jedem Ehepaar ein paar Probleme.
Zwei Parteien: Frauen und Männer. Dann stirbt einer der Männer!
Mehr wird nicht verraten. Ach doch, mir gefiel der Frisör am Besten.
Hoffentlich gibt es bald mal wieder ein Buch von dieser Autorin.
Rezensionen von Gaby 2707:
Der große Traum von der Unsterblichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeit von Austin Taylor
Für Zoe Kyriakidis, die für ihr Chemiestudium einen Platz an der renommierten Harvard-Universität in Cambridge ergattert, steht die Wissenschaft seit Kindesbeinen an erster Stelle. In einer Vorlesung lernt sie Jack Leahy kennen, einen jungen Mann aus ärmlichen Verhältnissen, der sich aus eigener Kraft an die Elite-Uni gekämpft hat.
Nächtelang diskutieren sie über ihre Forschungen und welches Potential diese haben. Bis sie eines Tages den Durchbruch geschafft zu haben scheinen. Investoren rennen ihnen die Türen ein und überhäufen sie mit Forschungsgeldern. Bis eine Entdeckung Zoes Werte, ihre Träume und vor allem ihre Gefühle für Jack fast zunichte macht.
„Das Gefühl von Unendlichkeit“ ist eines der wenigen Bücher, die mich bei meiner Beurteilung etwas unentschieden zurück lassen. Einerseits bin ich Zoe und Jack sowohl bei ihren Forschungen, als auch in ihrer sich ganz langsam anbahnenden und dann sehr intensiven Liebesbeziehung sehr gerne gefolgt. Andererseits konnte ich mit den vielen Kapiteln und Absätzen und den Fachausdrücken, die die reine Forschung und ihre Ergebnisse beinhalten, so gar nichts anfangen. Hier merkt man, dass Autorin Austin Taylor selbst Chemie studiert hat und genau weiß, wovon sie schreibt.
Die Menschen, mit denen ich es hier zu tun bekomme, konnte ich mir, bis auf wenige Ausnahmen sehr gut vorstellen. Egal ob Sophia, Gabby und Hanna, mit denen Zoe in einer WG lebt, oder Carter, Mitchell, James und Rafael, auf die Zoe in Jacks WG immer wieder trifft. Ob ihre Eltern oder ihr Bruder Alex, der eine Zeit lang in ihrer Firma mitarbeitet, oder die Professoren, die mir immer wieder über den Weg laufen. Alle finde ich sehr menschlich und bildhaft beschrieben. Die meisten davon sind mir auch recht sympathisch.
Auch die vielen verschiedenen Gedanken über das Leben, die sich Zoe sich mit oder ohne Joint macht, und die tiefgehenden Gespräche, die sie nicht nur mit Jack führt, haben mir sehr gut gefallen und auch mich zum Nachdenken gebracht. Einzig die vielen Ausdrücke aus der Biochemie, mit denen ich gar nichts anfangen konnte, haben mir das Lesen hier und da etwas schwer gemacht.
Trotz der kleinen Kritikpunkte habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Ein wirklich fesselnder Roman über eine große Liebe und die Frage, wie weit man für seine Träume zu gehen bereit ist.











