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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pusteblümchen:

Einfach schön!

Neuanfang in Notting Hill von Norie Clarke

Jess ist Anfang 30 und wurde gerade von ihrem Freund sitzen gelassen. Sie sucht ein neues Zuhause und stößt auf eine ungewöhnliche Zeitungsannonce, in der die 80jährige Joan eine Untermieterin sucht. Die Chemie zwischen den beiden Frauen stimmt direkt und sie gehen einen Deal ein. Joan, die bisher sehr zurückgezogen gelebt hat und wenig technikaffin ist, geht online und Jess, die bisher ständig online ist, geht dafür offline.

Mir waren die beiden Protagonistinnen und auch die Nebencharaktere direkt sympathisch. Berichtet wird im Wechsel aus Jess` und Joans Perspektive, so dass wir viel über die Vergangenheit der beiden Frauen erfahren.

Die Story ist nicht wirklich überraschend oder spannend, sondern ruhig und leicht aber mit Tiefgang.
Mir gefiel der Umgang der Protagonistinnen miteinander, deren Entwicklung und die lebendigen Dialoge. Das Buch zeigt wieviel unterschiedliche Generationen voneinander lernen können, wie sehr uns unsere Vergangenheit beeinflusst und welche Rolle Social Media spielt.

Das Setting in Notting Hill ist gut gewählt und mich hat dieser leichte, sommerliche Roman nachdenklich gemacht und gut unterhalten.

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Rezensionen von gabiliest:

Aufbruch ins Leben

Der Weg der Frauen von Marie Pierre

Mit “Der Weg der Frauen- Das Pensionat an der Mosel” schließt die bekannte Autorin und Homer Preisträgerin Marie Pierre aka Maria W. Peter ihre Trilogie über das Mädchenpensionat ab. Schon das gelungene Cover zeigt fröhliche Schülerinnen, die dabei sind, ihren Weg ins Leben zu gehen, auch die Skyline des Stadtchens Diedenhofen- Thionville im Jahr 1912 im Reichsland Elsass-Lothringen stimmt auf den Schauplatz des Geschehens ein.

Diedenhofen ist damals eine preußisch bayrische Garnisonsstadt, die im Jahr 1871 ebenso wie Elsass- Lothringen an das deutsche Kaiserreich gefallen ist.

Doch Pauline Martin, Leiterin des Pensionats an der Mosel und Lehrerin aus Berufung, bemüht sich, ihren Schülerinnen die französische Sprache und Lebensart zu vermitteln. Ebenso ist es ihr wichtig, die Mädchen zu selbständigem Denken und eigenständigem Handeln zu erziehen. Obwohl sie aus diesem Grund den Lehrplan eher locker auslegt, ist sie doch an die Konventionen der Zeit gebunden. So werden berufstätige Frauen nicht ernst genommen und für unfähig im Wirtschaftsleben gehalten. Gesellschaftlich ist der Mann bzw. Vater das Oberhaupt der Familie, normalerweise trifft er alle Entscheidungen. Aus diesem Grund hat Pauline auch die Leitung des Pensionats dem Eheleben vorgezogen.

Doch selbst Pauline kommen Zweifel an ihrer Kompetenz und ihren Möglichkeiten, als ihre Schülerin Sophie verhaftet wird, weil sie an einer Demonstration für Frauenrechte teilgenommen hat. Sophies Vater, der die Tochter nach Luxemburg nach Hause holt, reagiert entsetzlich, das Mädchen wird geprügelt und erhält ein Medikament gegen ihre Aufsässigkeit. Noch weiß niemand, welchen Schaden diese Medizin bewirken wird. Sophies Mutter wird sich erst nach langer Zeit gegen ihren Mann auflehnen und der Tochter beistehen.

Auch im persönlichen Umgang ist Pauline bedacht, den Ruf ihres Pensionats nicht zu gefährden. Zwar fühlt sie sich zu dem preußischen Offizier Erich von Pliesnitz hingezogen, doch mehr als nur zufällig erfolgte Treffen erlauben die Konventionen nicht. Neben dieser zarten Liebesgeschichte, die keine Aussicht auf Erfüllung zu haben scheint, macht auch Paulines ehemaliger Verlobter ihr wieder den Hof. Mittlerweile verwitwet und Vater eines kleinen Sohnes, hofft er Pauline zurück zu gewinnen.

Doch gerade jetzt scheint das Pensionat in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu stecken. Verleumdungen machen die Runde, Schülerinnen werden abgemeldet. Doch die meisten Mädchen im Pensionat stehen hinter Pauline. Wird es gelingen, diese Anschuldigungen zu entkräften?

Besonders hervorzuheben sind auch die exzellent gezeichneten Charaktere der Schülerinnen, des Hauspersonals und der Lehrkräfte, wobei Pauline erstmals einen Mann als Lehrer beschäftigt, dessen Überheblichkeit aber sehr schnell von Respekt für Paulines Leistung abgelöst wird. Natürlich wird auf soziale Probleme eingegangen, arm steht neben reich, der preußische Wunsch nach Ordnung schlägt sich manchmal mit dem savoir vivre. Das Schicksal unehelicher Kinder wird ebenso beleuchtet wie die medizinischen Verhältnisse der damaligen Zeit, die oftmals mehr Schaden als Nutzen anrichteten. Besonders ist der Autorin aber daran gelegen, das historische Schulwesen, die gesellschaftlichen Strukturen und die Lebensumstände im Jahr 1912 zu beschreiben.

Mit “Der Weg der Frauen- Das Pensionat an der Mosel” hat Marie Pierre einen angenehm zu lesenden historischen Roman geschrieben, der vor allem durch die eindringliche Schilderung der menschlichen Schicksale berührt. Dadurch wird auch die Spannung gehalten, denn natürlich möchte man wissen, wie die Protagonisten alle Herausforderungen meistern. Das im Anhang befindliche umfangreiche Quellenverzeichnis zeugt von historischer Detailgenauigkeit und profunder Recherche.

Obwohl ich die ersten beiden Bände der Reihe nicht kenne, bin ich ohne Schwierigkeiten in die Geschichte eingetaucht, zur besseren Übersicht gibt es am Anfang des Buches ein Personenverzeichnis. Auf der Innenseite des vorderen Buchumschlages findet man eine Landkarte des Bezirks Lothringen, ebenso aus 1912, und für die Lesenden, die gerne auf historischen Spuren wandeln, gibt es im Anhang Reise- und Stöbertipps. Ich empfehle diesen interessanten und gelungenen Roman gerne weiter und bewerte ihn mit verdienten fünf Sternen.

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Rezensionen von rainbowly:

Gaming-Romance

Novel Haven - Levels of Love von Anabelle Stehl

Inhalt
Lara und Luca stecken beide ihr ganzes Herzblut in die Programmierung ihre Games. Doch als sie sich bei einem Wettbewerb kennenlernen und Gefühle füreinander entwickeln, kann am Ende doch nur einer gewinnen.

Sprache
Die Geschichte hat ein tolles Tempo. Man lernt die Charaktere schon am Anfang gut kennen, aber jeder hat Facetten, die erst im Laufe der Geschichte hervorkommen.

Es werden verschiedene Dinge aus der Vergangenheit angeteasert. Die man unbedingt besser verstehen will und man möchte erfahren, was dahinter steckt. Das hat für mich eine absolute Sogwirkung entwickelt.
Es wurden auch psychische Erkrankungen und Traumata thematisiert und der Umgang damit war einfühlsam und passend für mich.
Die Liebesgeschichte zwischen Lara und Luca war süß, hat für mich aber gar nicht die Hauptrolle in der Geschichte gespielt. Sie lernen sich kennen, spüren eine Verbindung und eine immer stärker werdende Anziehung, aber es gibt kein Übereinanderherfallen oder eine rein sexuelle Anziehung. Das hat mir gut gefallen.
Für mich hat das Setting die größte Rolle für die Stimmung der Geschichte gespielt. Dieser Wettbewerb zwischen verschiedenen Games hat mir sehr gut gefallen! Ich kenne mich in der Branche nicht so aus, aber für mich hat es einen authentischen Eindruck gemacht. Verschiedene Charaktere treffen aufeinander, jeder ist ehrgeizig und brennt für sein Spiel. Und da gab es so tolle Game-Ideen! Vor allem Novel Haven würde ich so gerne spielen!
Leider gab es für mich aber ein paar Logiklücken. Einige Entscheidungen kamen mir nicht realistisch vor oder wurden für mich nicht ausreichend erklärt.


Charaktere
Lara hat mit Unsicherheiten und Ängsten zu kämpfen, die auf Erlebnisse in ihrer Vergangenheit zurückzuführen sind. Und der Wettbewerb verlangt ihr einiges ab. Sie macht im Laufe der Geschichte eine tolle Entwicklung durch, auch weil sie tolle Menschen an ihrer Seite hat.

Aber auch Luca ist nicht ganz unbelastet und deshalb versteht er Lara auch so gut. Er ist wirklich eine absolute Green Flag, ein einfühlsamer und rücksichtsvoller Charakter, der für andere da ist und für seine Ziele nicht über Leichen geht.

Und auch die Nebencharaktere sind wirklich erwähnenswert. Da gibt es starke Freundschaften, tolle Arbeitskollegen mit echtem Zusammenhalt - super schön!

Fazit
Eine tolle Story, bei der die Liebesgeschichte für mich gar nicht die wichtigste Rolle gespielt hat, leider mit ein paar Logiklücken.

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Rezensionen von qq:

Kunst für die Kleinen

Mein magisches Museum und Vincent van Gogh von Anne Funck

Kunst für die Kleinen

„Mein magisches Museum und Vincent van Gogh“ ist ein liebevoll gestaltetes, interaktives Kinderbuch, das Kunstvermittlung und Kreativität verbindet.
In diesem Mitmach-Buch ab 6 Jahren schlüpfen junge Leser:innen in die Rolle von Kunstentdecker:innen.
Professor Dell’Arte bemerkt kurz vor einer Van‑Gogh‑Ausstellung, dass mysteriöse Farbwichtel die Farben durcheinandergebracht haben.

Nun heißt es: Kinder helfen, den Malstil von Vincent van Gogh zu entschlüsseln und seine Bilder zu „retten“.
Ich muss aber leider auch einige Punkte kritisch hervorheben:
Es gibt keine Auflösungen im Buch enthalten, das finde ich teilweise schade. Manche kreative Aufgaben (z. B. Farben mit rohen Eiern herstellen) sind recht aufwendig - somit sollten Eltern mit den Kindern gemeinsam das Buch durcharbeiten. Ich persönlich finde es einfach teilweise unpassend aufwendig gestaltet.
Im Großen und Ganzen aber ein tolles Werk mit kleinen Schwächen.

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Rezensionen von Palme123:

Tolle Mischung aus Spannung, Liebe und Unterhaltung

Never Trust Your Fake Husband von Ally Carter

Das Buchcover gefällt mir – trotz Personen auf dem Cover – sehr gut und zeigt vor einem dunklen Pariser Nachthimmel ein junges Paar. Irgendwie spiegelt das Buchcover sehr gut die Handlung im Inneren wieder und verspricht etwas Geheimnisvolles bzw. Agentenromatik und eine Anziehung zwischen der dem Mann und der Frau.

Der farbige Buchschnitt rundet das Ganze perfekt ab.

In „Never Trust Your Fake Husband“ erwacht eine junge Frau mitten in Paris ohne jegliche Erinnerung. Neben ihr ist der sehr attraktive (manche sagen auch „der heißeste Kerl der Welt) Typ names Jake – ein mürrischer Geheimagent. Plötzlich fallen Schüsse und um ihr Leben zu retten, geben sich die Beiden als frisch verheiratetes Paar aus. Aber mit der Zeit kommen wahre Gefühle hoch und die Tarnung wird zu einer Herausforderung.

Mir hat der New-Adult-Roman sehr gut gefallen. Man ist gleich zu Beginn in der Geschichte drin und fliegt nur so durch die Seiten. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und sehr unterhaltsam. Ally Carter verknüpft bekannte Elemente wie Fake‑Dating, Identitätsverlust und Spionage zu einer unterhaltsamen Mischung. Die Action und der Humor treiben die Handlung voran, und die Chemie zwischen den Protagonisten wirkt echt und macht Spaß in ihrer Entwicklung. Die Dialoge zwischen den beiden Hauptprotagonisten sind witzig, mit einer feinen Ironie und auch die Nebencharaktere werden liebevoll skizziert und bringen zusätzliche Leichtigkeit. Die Geschichte ist stellenweise etwas überdreht, aber genau das verleiht ihr ihren Charme. Wer RomComs mit Action, Agentenflair und etwas Herz sucht, findet hier eine gelungene Kombination.

„Never Trust Your Fake Husband“ ist eine erfrischend unkonventionelle New‑Adult‑Romance. Spannend, humorvoll und romantisch – perfekt für Leser, die eine leichte, aber auch spannende Geschichte mit Agenten-Twist genießen wollen und definitiv eine Leseempfehlung!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

"Messer vor Leben" - übers Ausbrennen im Arztberuf

Emotional Female von Yumiko Kadota

"Emotional Female" von Yumiko Kadota ist der ausführliche Lebens- und Berufsbericht einer jungen Frau mit japanischen Wurzeln, die im öffentlichen australischen Gesundheitssystem als Ärztin so sehr ausgebrannt ist, dass sie dieses am Ende verlassen musste.

Angesprochen hat mich bei dem Thema schon der Titel "Emotional Female".

Auf diesen geht die Autorin gleich am Anfang ein und bestärkt Menschen, zu ihrer Emotionalität zu stehen und diese als etwas Positives zu sehen. Das hat sie mir gleich sympathisch gemacht und mich für ihre Erzählung emotional geöffnet.

Das sehr umfangreiche Buch beginnt mit ein paar drastischen Szenen aus Yumikos Alltag als Ärztin, um danach ganz zurück zum Anfang zu gehen: erst einmal begleiten wir Yumiko ausführlich durch ihre Kindheit, Jugend und Studentinnenzeit. Wer schon neugierig darauf ist, endlich mehr über ihre Erfahrungen als Ärztin zu erfahren, für den könnte dieser Teil stellenweise etwas langatmig wirken.

Jedoch lernen wir dabei Yumikos Persönlichkeit und familiären und kulturellen Hintergrund besser kennen: sie stammt aus einer extrem leistungsorientierten, japanischen Familie, und hat auch selbst eine sehr ambitionierte Persönlichkeit.

Diese Persönlichkeit, gemeinsam mit ihrer sicherlich hohen Intelligenz, verschafft ihr auch einen Platz im Medizinstudium, zu dem der Zugang sehr kompetitiv ist: alle erfolgreichen Erstsemestrigen haben mehr als 99 % der Punkte im Aufnahmeverfahren und unterscheiden sich nur in den Nachkommastellen. Das zeigt schon, was für ein ganz spezielles, extrem leistungsorientiertes und zur Selbstausbeutung neigendes soziales Milieu hier herrscht.

Besonders interessant waren für mich Yumikos tatsächliche Erfahrungen in den Kliniken: erst als Praktikantin während dem Studium und dann als Ärztin mit dem Wunsch, Fachärztin der Chirurgie zu werden. In dem System gibt es nicht nur wenig Solidarität unter dem ärztlichen Personal, viel Konkurrenz, sexuelle Belästigungen, die kaum geahndet werden können, ohne sich ins berufliche Aus zu schießen, und rassistische Bemerkungen gegenüber der japanischstämmigen jungen Frau, sondern auch einen unglaublichen Leistungsdruck.

Yumiko lässt sich anfangs darauf ein und versucht sogar, noch mehr Stunden zu arbeiten, als von ihr gefordert wird, überall 150 Prozent zu bringen, jeden Tag vor dem Frühdienst noch ins Fitnesscenter trainieren zu gehen, an Laufwettbewerben teilzunehmen und ehrenamtlich tätig zu sein... das alles bis zum Zusammenbruch. "Messer vor Familie", das sei die Devise derjenigen, die eine Fachausbildung im Bereich Chirurgie anstreben... Yumiko hat noch keine eigene Familie, also modifiziert sie den Spruch zu "Messer vor Leben".

Dabei kann man sich beim Lesen durchaus die Frage stellen: was hat zum Zusammenbruch geführt, das unbarmherzige, ausbeuterische System oder Yumikos extrem leistungsorientierte Persönlichkeit? Sicher ein Zusammenspiel von beidem... allerdings ist sie mit ihrer Persönlichkeit in diesem System sicherlich keine Ausnahme, denn von Anfang an wurde darauf hin selektiert: angefangen über die Zulassung zum Studium über das Studium selbst bis hin zur Bewerbung für Ausbildungsstellen danach.

Mit ihrer extremen Leistungsorientierung, ihrem Drang, sich als extrem fleißig und intelligent darzustellen und ihrem mangelnden Blick für eine mögliche Solidarisierung mit anderen ist die Autorin sicherlich nicht nur eine Sympathieträgerin für alle. Das laste ich dem Buch aber nicht an, denn die junge Frau ist, wie sie ist, und es hat kulturelle und systemische Gründe, warum sie so geworden ist.

Meinen Respekt hat sie für das Teilen dieser sehr persönlichen Erfahrung im medizinischen System Australiens und fürs Eröffnen einer wichtigen Debatte über die Arbeitsbedingungen für medizinisches Personal: das ist ein wichtiges Thema, das nicht nur Australien betrifft, sondern viele Länder.

Ein bisschen schade fand ich, dass so viel Raum im Buch der Vorgeschichte und dann dem Weg bis zum Burnout gewidmet ist, aber nur recht wenig Platz für die Zeit danach und mögliche Lösungsmöglichkeiten auf gesellschaftlicher Ebene geblieben ist.

Ich habe das Buch insgesamt gerne gelesen und kann es jenen, die bereit sind, sich auf eine etwas außergewöhnliche Persönlichkeit und deren ausführliche Erzählweise einzulassen, durchaus empfehlen.

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Rezensionen von FogandBooks:

Zwischen Vorfreude und Ernüchterung: Ein eher stilles Kapitel in Emily Henrys Bibliothek

Great Big Beautiful Life von Emily Henry

Als großer Fan von Emily Henrys Funny Story habe ich Great Big Beautiful Life mit hohen Erwartungen begonnen, vielleicht sogar zu hohen. Denn leider konnte mich dieser Roman so gar nicht abholen.

Zu Beginn war ich noch voller Begeisterung. Henry schreibt gewohnt atmosphärisch, mit liebevollen Details, besonders was die Hauptfigur Alice betrifft.

Sie ist ein wohliger, vielschichtiger Charakter, der sich wirklich entfaltet. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr schwand meine anfängliche Euphorie. Die Handlung entwickelt sich nur sehr langsam, und die "Geschichte in der Geschichte" hat mich leider überhaupt nicht gepackt. Statt Neugier oder Spannung stellte sich eher Ernüchterung ein.

Auch die Dynamik zwischen den Figuren ließ für mich zu wünschen übrig. Während Alice greifbar und authentisch wirkt, kam mir Hayden eher aufgesetzt und unausgereift vor. Die Chemie zwischen den beiden, für mich normalerweise ein absolutes Highlight bei Henry, blieb hier leider völlig aus.

Alles in allem ist Great Big Beautiful Life kein schlechtes Buch, aber es konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Die Idee hatte Potenzial, doch für mich fehlte das gewisse Etwas, das ihre anderen Werke so besonders macht. 3,5 von 5 Sternen – solide, aber für eingefleischte Henry-Fans eventuell eine kleine Enttäuschung.

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Rezensionen von Allie:

Leider etwas zäh

Holmes & Moriarty von Gareth Rubin

Als ich “Holmes & Moriarty” entdeckt habe, war ich von der Idee begeistert, die beiden Erzfeinde zusammen arbeiten zu lassen und die Story aus den zwei unterschiedlichen Blickwinkeln zu erzählen.
Erzählt wird aus der Sicht von Watson (Assistent von Sherlock Holmes) und Moran (Assistent von Professor Moriarty.

Die Sichtweisen und Erzählstile der beiden sind unterschiedlich und geben Einblick in ihre Denkmuster, beziehungsweise in die ihrer “Chefs”. Insbesondere die Ansichten von Moriarty sind dem Leser eher neu und somit, wie ich finde, sehr interessant.

Beim Lesen habe ich mich allerdings ziemlich schwer getan: Die teilweise ziemlich verschachtelten Sätze lassen sich nicht so leicht lesen. Ich musste immer mal wieder neu ansetzen und kam insgesamt recht schleppend voran.
Die Story an sich hat mir gut gefallen, aber der Aspekt des Zusammenarbeitens kam irgendwie zu kurz. Das Ganze entwickelt sich zuerst in zwei parallelen Handlungssträngen, in denen jedes Entwicklerteam für sich bleibt. Das wäre an sich nicht so schlimm, aber widerspricht meinen Erwartungen an das Buch und trübt meine Bewertung somit leider deutlich.

Als Fan von Sherlock Holmes Geschichten, würde ich das Buch aber trotzdem immer wieder lesen, wenn ich es entdecke. Und das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, weil es die Stimmung gut rüberbringt und die analytische Denkweise von Holmes und Moriarty unterstreicht.

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Rezensionen von ReiShimura:

Die Jahreszeiten humorvoll erklärt

Der Sonnendieb von Alice Hemming

Vogel und Eichhörnchen, die beiden Hauptfiguren, kennen wir bereits aus einem anderen Buch der Blätterdieb-Reihe. Schon damals waren sowohl der kleine Leser als auch ich ganz begeistert. Die beiden Figuren sind zuckersüß und herrlich komisch.
Umso gespannter war ich daher auf das neueste Buch der Reihe.

Und um es kurz zu machen, auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Illustrationen sind sehr ansprechend und bunt. Die meisten Bilder sind auf das wesentliche reduziert und trotzdem gibt es immer wieder das eine oder andere kleine Detail zu entdecken. Leider muss ich allerdings anmerken, dass ich die Schriftart und vor allem auch die Schriftfarbe als nicht ideal empfinde. Gerade die schwarze Schrift ist bei den Nachtszenen schwerer lesbar. Hier hätte man eventuell eine hellere Schriftfarbe wählen können. Die Schriftart ist etwas verschnörkelt und gefällt mir optisch eigentlich recht gut. Auch mit der Lesbarkeit hatte ich keine Probleme. Allerdings könnten Leseanfänger hier Schwierigkeiten haben.
Die Texte auf den einzelnen Seiten sind recht kurzgehalten und es macht Spaß, das Buch vorzulesen. Die Zeichnungen unterstützen den Text dabei sehr gut und sowohl der kleine Leser als auch ich mussten immer mal wieder lachen. Besonders gut gefällt mir persönlich die letzte Doppelseite. Hier wird in einigen Sätzen noch einmal erklärt, warum es Jahreszeiten gibt und wie diese zustande kommen. Auch für weitere Fragen, die sich eventuell aus der Geschichte ergeben, liefert diese Doppelseite eine Erklärung. Somit ist sichergestellt, dass die Kinder auch wirklich etwas aus dieser sehr lustigen und herzlichen Geschichte lernen können.
Das Buch gehört wie bereits anfangs erwähnt zu der Blätterdieb-Reihe. Die Bücher bauen aber nicht aufeinander auf und können daher unabhängig voneinander gelesen werden. Wobei ich befürchte, wenn man sich einmal mit Vogel und Eichhörnchen angefreundet hat, werden ganz schnell auch die anderen Bände einziehen.
Bis auf die kleinen Kritikpunkte bezüglich der Schrift muss ich sagen, dass das Buch durchaus gelungen ist und ich es auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Rezensionen von MariasBooks:

Stardew Valley in Buchform

Novel Haven - Levels of Love von Anabelle Stehl

Stardew Valley in Buchform

Zum Buch
Novel Haven - Levels of Love ist der Auftakt einer New Adult Trilogie aus der Feder von Anabelle Stehl. Das Buch ist im LYX Verlag erschienen.

Erwartung
Ich bin ein Gaming-, und Bookgirlie, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war, da es zwei Leidenschaften von mir vereint.

Zudem ist es mein erstes Buch von Anabelle Stehl und ich war sehr neugierig, auf ihren Schreibstil.

Gestaltung
Die Covergestaltung ist sehr liebevoll und detailreich gewählt und vor allem die Character Illustrationn auf dem Cover, mit dem gesplitteten Hintergrund, gefällt mir sehr gut.
Jeder Kapitelbeginn wurde mit einer Tutorial-Zeile versehen. Dies ist eine Anspielung an die Ladebildschirme der meisten Spiele und mir hat gefallen, dass diese an das jeweilige Kapitel sowie der POV und Spiels angepasst wurden.
Generell wurde viel Wert auf Eastereggs, eingebauten Details und Gamingbegriffen gesetzt, die aber auf für Außenstehende meist gut erklärt wurden.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren die vielen Anspielungen an das Gaming selbst. Man merkt, dass die Autorin sich in diesem Gebiet auskannte und das Ganze nicht nur als Setting nutzte, sondern auch detailreich einpflegte.
Was mich sehr berührt hat und was auch meine Lieblingsstelle im Buch geworden, ist wie mit Laras Rolle als Frau in der männerdominierten Gamingbranche umgegangen wurde bzw. wie sie sich dabei selbst sieht. Vor allem ihre Selbstzweifel und sich an der Rolle der Frauen, die sie so repräsentiert, habe ich sehr gefühlt und diese Stelle im Buch hat mich sehr berührt.
Anabell Steht hat in diesem Buch perfekt den Ton und Schreibstil passender zur gemütlichen und Geschichte gefunden. Das Buch vermittelt genau diese Gefühle, die man erwartet. aber auch den ersten Themen wird genug Zeit und vor allem emotionale Tiefe ermöglicht.

Was mir weniger gut gefallen hat, war wie das Ende aufgelöst wurde. Es wurden zu viele Probleme mit einem einzigen Lösung gelöst, was zwar gut für einen einheitlichen Abschluss war, aber gleichzeitig etwas unrealistisch gewirkt hat. Vor allem wurden hier nachfolgende Konsequenzen, die dadurch entstehen werden, außer Acht gelassen. Hier hätte ich mir etwas mehr Einfallsreichtum für die verschiedenen Probleme gewünscht.
Die Spice Szene hätte ich auch etwas anders besser gefunden. Es ging zu schnell. Einerseits mit den Geschehnissen vom Vortag, auf die ich aus spoilergründen nicht genauer eingehe. Andererseits wenn man Laras Character betrachtet, vor allem ihre Gedanken, die sie schon die Ganze Zeit im Buch hat, wäre hier vermutlich für sie etwas mehr Zeit von Nöten gewesen, um sich gegenüber Luca komplett zu öffnen. Als jemand der selbst mit seinem äußeren aufgrund von div. Dingen struggelt, weiß ich, dass man nicht von einen Moment auf den anderen alle Zweifel einfach ablegen kann und dass es Zeit und ein langsames Öffnen benötigt und vor allem so etwas inniges in langsamen Schritten über einen längeren Zeitraum passiert. Ich weiß, dass das vom Umfang her leider nicht ins Buch gepasst hätte, aber vor allem bei einer jungen Liebe sollte man den characteren einfach etwas mehr Zeit lassen.

Generell haben mir aber die beiden Protas Lara und Luca sehr gut gefallen.
Sie sind beide eher Ruhepole, aber in ihrer Leidenschaft blühen sie auf. Hier hat mir auch sehr gut gefallen, dass ihre Liebe sich auch auf einem zu den Charaktern passenden Gefühlslevel entwickelt haben. Ihre Liebesgeschichte ist ruhigen Gefühlen, Blicken und Sanftheit geprägt. Wer also eine tensiongefüllte Enemies2Lovers Geschichte sucht, wird hier leider nicht fündig werden.

Was generell auffällt, das Spiel, in dem es sich im Buch handelt, ist 1:1 Stardew Valley nur eben mit einer Buchhandlung statt einer Farm. Manchmal kam es mir zu sehr kopiert vor, auch wenn das ja genau die Intension war.
Wer aber das Spiel mochte, sollte sich das Buch ansehen und umgekehrt.

Fazit
Ein cozy New Adult Roman mit Gamingelementen, in dem es zwar wenig Tension aber viel Unterstüzung und Liebe der Charactere untereinander gibt. Das perfekte Buch für einen gemütlichen Abend.

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