Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Vobabooks:
Gemütlicher Strickkrimi aus Lüttjekoog
Mörderisch verstrickt. Ein Strickclub ermittelt von Susanne Oswald
In „Mörderisch verstrickt“ von Susanne Oswald geht es um einen Strickclub aus dem kleinen Lüttjekoog an der Nordseeküste. Dieser besteht aus Pfarrerin Anne, der Eigentümerin des Strickgeschäfts Mette, der Friseurin Brunhilde und dem Bootsverleiher Gustavsen. Die vier stricken für ihr Leben gerne.
Doch aufregende Ereignisse nehmen ihren Lauf, so macht Anne einen unglaublichen Fund am Meer, wird überfallen und dann wird später auch noch ein Toter gefunden…
Ein gemütlicher Küstenkrimi, den ich gerne gelesen habe. Besonders mochte ich die entspannte Atmosphäre und die Verbindung zum Stricken, so sind auch am Ende des Buchs drei Strickanleitungen enthalten. Die Charaktere sind wirklich liebenswürdig und kümmern sich umeinander. Ich habe es rasch durchgelesen gehabt, der Schreibstil ist locker und gut unterhaltend. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Erzählperspektiven geschrieben. Ein wenig Spannung kommt im letzten Drittel des Buchs auf, wo dann vermehrt ermittelt wird. Das Buch kann ich mir auch gut als Urlaubslektüre vorstellen. Ich empfehle es gerne weiter für Liebhabende von cozy crime, Stricken und Küstenbüchern.
Rezensionen von Ele:
Liebe von Anfang an
Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas von Jay McLean
Loving Lucas aus der Preston Brothers Reihe, Roman von Jay McLean, 505 Seiten, erschienen im Ravensburger-Verlag.
Erster Band der Preston-Brothers Reihe
Als sie beide noch Kinder waren, trafen sie sich zum ersten Mal Lois und Lucas, seitdem sind die beiden unzertrennlich, beide müssen ohne Mutter aufwachsen und sind immer füreinander da, doch dann kommt die Liebe dazu.
Obwohl es bei Lois schon immer Liebe auf den ersten Blick gewesen ist. Auch Luke merkt ziemlich bald wie sehr er Lois, genannt Laney liebt, doch das entscheidende Wort findet nicht über die Lippen der Beiden. Durch viele Verwicklungen und Missverständnisse und da ist ja auch noch Lucas Großfamilie - finden die Beiden zueinander?
Dieses Buch ist Teil eines einer Trilogie um die Familie Preston, sechs Brüder und eine Schwester. Eine Großfamilie die großzügig nach Bedarf erweitert wird, Die Herzlichkeit, Liebe und Hilfsbereitschaft wird bei den Prestons großgeschrieben. Und genau das ist es was den ganz besonderen Charme dieses Buches ausmacht, die Liebe und Herzlichkeit ist gut dargestellt und quillt aus jeder Zeile.
Das Buch besteht aus 41 Kapiteln, in verschiedenen Erzählebenen, zum Teil aus der Sicht von Laney oder auch Luke, jedes Mal in der Ich-Form, somit ist es dem Leser möglich die Gedanken und Gefühle der beiden bis ins genaueste zu erfahren. Inneneinsicht möglich. Die Kapitel spielen in der Gegenwart und Rückblicke in die Vergangenheit, sowie eine Vorschau – ein Jahr später. Jederzeit ist der Leser informiert, denn die Kapitel tragen Überschriften, den Namen der Erzählfigur und bei Rückschauen den Zusatz „damals“. Briefe und Chatnachrichten sind besonders markiert und somit deutlich erkennbar. Begeistert haben mich die frechen und lustigen Dialoge, zwischen den Charakteren, zum Teil in Jugend- oder Umgangssprache. Logan und auch Lachlan haben mit ihren Sprüchen des Öfteren für Erheiterung gesorgt.
Die Figuren zumindest die guten, haben mir Freude gemacht, sie haben sich allesamt gut entwickelt, haben Fortschritte gemacht. Ich mochte sie alle, sie sind mir ans Herz gewachsen und freue mich in weiteren Bänden ihnen wieder zu begegnen. Mein ganz besonderer Liebling war Lachy, ein ganz liebenswerter kleiner Kerl. Die Liebesszenen waren in keinster Weise peinlich, sehr romantisch und gefühlvoll erzählt. Immer wieder hat es die Autorin geschafft, mich mit unvorhersehbaren Wendungen und Geschehnissen die sehr emotional waren, ans Buch zu fesseln, ich musste immer weiterlesen. Das Ende konnte mich tatsächlich noch überraschen. Ich habe mit den Charakteren gebangt, gelacht und geliebt, ich fühlte mich rundherum äußerst gut unterhalten.
Ich freue mich auf die weiteren Bände und vergebe hier 5 Sterne, die volle Punktzahl. Meine Empfehlung an alle die gerne berührende Geschichten lesen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine Geschichte, die mich zum Nachdenken anregt
Vorsehung von Liane Moriarty
Es ist eigentlich ein ganz normaler Linienflug von Hobart in Tasmanien nach Sydney, nur dass er mit fast 2 Std. Verspätung abhebt. Der später dann doch etwas absonderlich wird. Währenddessen lerne ich erst mal die Passagiere dieses Fluges kennen. Da wäre z.B. Leo Vodrik, der es nicht zur Musicalvorführung in die Schule seiner Tochter schaffen wird; Sue und Max O´Sullivan, ein älteres Ehepaar, die gerade von einer Tasmanien-Rundreise mit dem Wohnmobil zurück kommen oder Eve und Dom, ein junges Paar auf Flitterwochenreise.
Sie alle fiebern ganz gechillt dem Abflug entgegen. Bis eine alte Dame aufsteht, durch den Gang geht und mit den Worten „Ich erwarte“ auf jeweils eine Person zeigt und ihr die Todesart und das Alter nennt, zu dem es sie ereilen wird. Bis endlich Flugbegleiterin Ellie, die heute Geburtstag hat, ihr versichert, dass sie ihre Aufgabe erfüllt hat und sie sich wieder hinsetzen kann. Klar, dass sich nun jeder Einzelne über die Worte der „Todesdame“ seine Gedanken macht.
Autorin Liane Moriarty hat mich mit ihrem Roman „Vorsehung“ positiv überraschen können. Obwohl ich den Klappentext kannte, hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt.
Es ist eine ganz leise Geschichte, in der ich auf den ersten 100 Seiten die Menschen dieses Fluges kennenlerne. Bis zu dem Zeitpunkt, wo Cherry Lockwood mit ihren Weissagungen beginnt. Da kommt eine Spannung auf, die ich richtig spüren kann. Ist sie eine Hellseherin? Oder nur eine alte Spinnerin, die sich wichtig machen will? Die Passagiere sind einerseits schockiert, andererseits macht sie diese Aussage, die Cherry vor ihnen ausbreitet, sprachlos. Und wie werden sie damit in der kommenden Zeit umgehen?
Ich lerne aber auch Cherry Lockwell mit ihrer Lebensgeschichte sehr gut kennen und verstehe nun, wie sie dazu gekommen ist, diese Aussagen zu treffen. Ohne die Menschen um die es hier geht vorher zu kennen.
Die Geschichte liest sich sehr leicht und flüssig und durch die kurzen Kapitel baut sich nach und nach eine subtile Spannung auf. Dadurch die so unterschiedlichen Menschen kommt zu keinem Zeitpunkt eine Langatmigkeit oder Langeweile auf. Ganz im Gegenteil, die Geschichte ist so vielschichtig und abwechslungsreich, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es ist so interessant mitzuerleben, wie sich die Lebenswege der einzelnen Menschen nach dieser Voraussage weiter entwickeln.
Obwohl es sehr viele Menschen sind, die ich hier kennenlerne, habe ich sie durch ihre verschiedenen Merkmale, ihre Probleme und auch ihr Alter bald sehr gut unterscheiden und auseinander halten können.
Mich selbst hat das Buch zum Nachdenken gebracht. Wie würde ich reagieren, wenn man mir eine solche Voraussage machen würde? Würde ich es auf mich zukommen lassen oder wie manche hier in Aktionismus ausbrechen?
Ein Buch, das mich berührt hat. Das mal wieder zeigt, dass ich jeden Tag leben sollte, als wenn es mein letzter wäre. Ein Roman, den ich nur empfehlen kann.
Rezensionen von Tintenteufel:
Plot mit mehr Potential
Reset von Peter Grandl
Die Ausgangssituation in Peter Grandls Roman ist ebenso spannend wie realitätsnah: Durch Eingriffe unbekannten Ursprungs ist auf sämtliche digitalen Kommunikationskanäle und Medien kein Verlass mehr. Überall tauchen deep fakes auf, die nicht nur die allgemeine Informationsbeschaffung, sondern jede digital basierte Kommunikation unmöglich machen.
Ein interessantes und beklemmendes Szenario, das den Leser in seinen Bann zieht und unendlich viele Schwierigkeiten und Katastrophen erahnen lässt. Wie soll die Weltgemeinschaft auf eine globale Bedrohung reagieren, wenn die selbstverständlich gewordenen Kommunikationswege nicht mehr zur Verfügung stehen?
Als Fan politischer Thriller habe ich mir nach dem ersten Teil zusehends mehr Möglichkeiten des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Missbrauchs ausgemalt und entsprechend viele Vermutungen bezüglich der Drahtzieher dieses Chaos‘ angestellt. Ohne zu spoilern, kann ich hier nicht andeuten, weshalb mich die Auflösung enttäuscht hat, doch unter anderem lenkten die literarischen Andeutungen meinen Verdacht ungefähr ab der Hälfte des Buches relativ schnell in die richtige Richtung.
Dennoch war es eine spannende Lektüre, deren ursprünglich etwas unübersichtlichen Handlungsfäden plausibel zusammengeführt wurden. Die Charaktere waren glaubwürdig, und die fachlichen Grundlagen sauber recherchiert. Nur schade, dass der Plot noch mehr Potential gehabt hätte, das nicht genutzt wurde.
Rezensionen von fantasia:
Vom Weiterleben
Strandgut von Benjamin Myers
Benjamin Myers überzeugt in diesem Buch wie auch in seinem anderen Werk „Offene See“ mit seiner Sprache. Sensibel und bildhaft beschreibt er seinen Protagonisten - den 70-jährigen Bucky - der nach dem Tod seiner Frau vor sich hinlebt und erst nach der Einnahme von Schmerztabletten und einem zweiten Kaffee, den er „in sich hineingeschüttet hatte.
Dann, erst dann, mochte er in Betracht ziehen, seinen Korpus aus den vier Wänden des kleinen, müden Hauses hinauszubewegen, das er seit vierzig Jahren sein Zuhause nannte.“ (S.13) Das Geld reicht nur für das Allernötigste, er hat keine Krankenversicherung - alles in allem trostlos.
Die Einladung zu einem Musikfestival in England trifft ihn unvorbereitet, er soll dort für eine gute Entlohnung seinen Song singen, den er als 17-Jähriger aufgenommen hatte. In England erwartet ihn Dinah, die trotz ihres alkoholabhängigen und bisweilen stehlenden, arbeitslosen Mannes und ihres in den Tag hineinlebenden Sohnes ihr Leben mehr oder weniger meistert. Er trifft auch auf Shabana eine indische Putzfrau, die still und leise jede Drecksarbeit verrichtet. Alle drei – vom Leben gezeichnet und auf ihre Weise getrieben – wirken wie vom Schicksal an Land gespültes Strandgut. Der Roman bildet nur wenige Tage ab, doch diese Begegnungen und die raue und imposante Kulisse der Nordsee verändern Bucky und die anderen.
Mit feinem Gespür zieht der Autor die LeserInnen in das Geschehen hinein. Bisweilen berührend traurig und wiederum voller Wärme, Menschlichkeit und Lebensmut - auch im Alter. Ein absolut lesenswerter Roman der leisen, nachhallenden Töne.
Rezensionen von Bianca:
Spannung pur
Yoko von Bernhard Aichner
Ein weiteres Buch von Bernhard Aichner, welches so spannend und fesselnd geschrieben ist, dass man das Buch nur sehr ungern aus der Hand gibt. Nach der Trilogie "Totenfrau", welche ich als absolut gelungen beschreiben würde, war ich etwas kritisch gegenüber dem Buch "Yoko". Doch es hat mich absolut überzeugt, dass ich bereits den Nachfolger "John" gekauft habe.
Eine absolute Kaufempfehlung!
Rezensionen von ReiShimura:
Gefangen zwischen Trauer und Ikigai
Vermissen auf Japanisch von Yukiko Tominaga
Asiatische Literatur ist auch auf dem deutschsprachigen Büchermarkt immer mehr im Vormarsch. Insbesondere japanische und koreanische Bücher finden langsam, aber sicher den Weg in unsere Bücherregale. Gefühlsmäßig war asiatische Literatur vor einigen Jahren noch ein Nischenprodukt und ich kann mich noch erinnern wie ich stundenlang durch Buchhandlungen gestreift bin, um eines der Bücher zu finden.
Daher freut mich dieser Trend ganz besonders.
Ich persönlich mag die meist ruhige und nachdenkliche Art des Erzählens dieser Bücher sehr gern. Die oft sehr poetische Sprache lädt dazu ein, nicht durch die Seiten zu fliegen, sondern immer wieder über das Gelesene nachzudenken und kurz im Augenblick zu verweilen.
Der Debütroman von Yukiko Tominaga stellt hierbei keine Ausnahme dar und trotzdem sticht er auf besondere Art und Weise hervor. Denn Tominaga-san hält sich nicht an die gängigen Konventionen eine Geschichte zu erzählen. Chronologie und Struktur sucht man bei diesem Roman vergeblich. Auf den ersten Blick herrscht hier ein heilloses Durcheinander und man fragt sich beim Lesen oft, was sie sich dabei gedacht hat. Doch nimmt man sich die erkennt man Strukturen, einen roten Faden und ein System in dem Chaos.
Ich gebe ehrlich zu, dass ich anfangs meine Schwierigkeiten hatte dem Buch folgen zu können. Es gibt keinen geradlinigen Ablauf in der Geschichte, sondern man springt von einer Episode zur nächsten Begebenheit, von einem Ort zum anderen. Mal ein paar Jahre vor und dann wieder zurück. Eigentlich nichts völlig Neues, doch in diesem Buch passiert dies so überraschend von einem Absatz zum nächsten. Doch wie weiter oben bereits erwähnt, es gibt es System in diesem augenscheinlichen Chaos. Man muss nur den Mut haben sich darauf einzulassen.
Dieser Roman zeichnet sich aber nicht nur durch seinen gewöhnungsbedürftigen Aufbau aus. Yukiko Tominaga widmet sich in diesem Buch einem nicht besonders leichtem, aber dafür sehr wichtigen Thema: Trauer. Jede Kultur, jede Religion, aber auch jedes Individuum hat eine eigene Art mit dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen. Ein sehr belastendes Thema, für das man meiner Meinung nach sehr viel Fingerspitzengefühl braucht. Denn man muss aufpassen, dass man das ganze weder ins Lächerliche zieht noch zu kitschig romantisiert darstellt. Yukiko Tominaga hat genau diese Fähigkeiten und auch die Ehrlichkeit. Denn zu Trauer gehört nicht nur die Verzweiflung über den Verlust, sondern auch die Wut und der Hass.
Die Erzählweise der Autorin hat mich tief berührt und obwohl ich wissen wollte, wie es weitergeht, habe ich das Buch oft bewusst weggelegt, um über das nachzudenken, was ich gerade gelesen habe. Wobei ich dazu sagen muss, dass mich die Geschichte nicht traurig gemacht hat, auch wenn dies aufgrund des Themas vielleicht seltsam klingt. Denn auch wenn das Hauptthema des Buches die Trauer ist, ist es doch auch eine Überlebensgeschichte; eine Geschichte die Mut und Hoffnung spendet, wenn man ein wenig hinter die Kulisse schaut.
Ein Satz, der mich besonders berührt hat und der Kyokos Leben sehr gut zusammenfasst, ist für mich: "Das Leben ist da, um zu leben, nicht um zu existieren."
"Vermissen auf Japanisch" ist ein durchaus anspruchsvoller Roman, für den man sich Zeit lassen sollte. Doch wenn man sich das Abenteuer zutraut, wird man mit vielen spannenden Einblicken in die japanische Kultur und die japanische Seele belohnt.
Rezensionen von Kat:
Rückblick auf einen Sommer mit der großen Liebe
Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck
Lionel und David lernen sich im Rahmen ihres Studiums kennen, die beiden verbindet die Liebe zur Musik. Aus einem Abend des gemeinsamen Musizierens wird eine Liebesgeschichte. Doch der erste Weltkrieg kommt dazwischen. David meldet sich als Soldat, Lionel bewirtschaftet die Farm seiner Familie. Es scheint unsicher, ob sich die Wege der beiden wieder kreuzen werden.
Doch nach dem Krieg erhält Lionel eine Nachricht von David. Er zögert nicht und nimmt seine Einladung an, mit ihm gemeinsam Folksongs zu sammeln und auf Wachszylinder aufzunehmen. Zusammen erleben die beiden den Sommer ihres Lebens. Auf diesen Sommer blickt Lionel viele, viele Jahre später zurück, als ihn ein Paket mit den alten Wachszylindern erreicht. Wie es zur Wiederentdeckung der Wachszylinder kam, erzählt der zweite Teil des Buches. Hier geht es um Annie, die ihr Studium aufgab, um ihren Mann Henry zu heiraten. Nun ist sie unzufrieden und vermisst die Zeit, in der sie eigene Träume hatte.
Mich hat schon das Cover des Buches sehr angesprochen. Simpel und doch aussagekräftig gibt es genau die Atmosphäre des Buches wieder. Begeistert hat mich der Schreibstil des Autors, der die Geschichte nachdenklich und einfühlsam erzählt. Deshalb hat mich die Liebesgeschichte zwischen Lionel und David so berührt. Es wird durch wunderschöne Formulierungen immer wieder klar, dass David für Lionel wirklich die Liebe seines Lebens war, an die spätere Beziehungen nie auch nur ansatzweise heranreichen konnten. Trotz der Kürze des Buches ist es Ben Shattuck gelungen, die Leserinnen und Leser nah an seine Figuren heranzubringen. Erst war ich skeptisch, da ich selten Bücher von nur etwa 100 Seiten lese, doch "Die Geschichte des Klangs" hat mir gezeigt, dass auch eine kurze Erzählung sehr tiefgründig sein kann. Am Ende des Buches habe ich mir gewünscht, noch weiterlesen zu können und zu erfahren, wie es mit Lionel und Annie weitergehen wird. Doch ich glaube, das Ende des Buches ist an dieser Stelle genau richtig gesetzt - der Zauber der Erzählung wirkt so am besten.
Ich kann "Die Geschichte des Klangs" nur weiterempfehlen und werde sicher nach weiteren Büchern des Autors Ausschau halten.
Rezensionen von cosmea:
Jede Menge Lügen
Eine von uns von Samantha Hayes
Ein Brand zerstört Ginas Haus. Die Familie steht vor dem Nichts. Da nehmen sie gern das Angebot von Ginas alter Freundin Annie an, die für ein paar Monate auf Reisen ist. Gina, ihr Mann Matt und die beiden kleinen Kinder können in ihrem schönen alten Haus wohnen, bis ihr eigenes renoviert ist. Schon wenig später taucht eine junge Frau namens Mary an der Haustür auf, die behauptet, seit einem Jahr als Haushälterin bei Annie zu arbeiten und von nun an jeden Tag zur Arbeit kommen will.
Sie zieht letztlich mit ihrem „Sohn“ Tyler bei ihnen ein. Gina ist das überhaupt nicht recht. Sie ist misstrauisch und hat das Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Schon bald entdeckt sie auch Ungereimtheiten und Lügen, die den Leser nicht überraschen, denn erzählt wird nicht nur aus Ginas, sondern auch aus Marys Perspektive. Eingeschobene Kapitel mit der Überschrift „Damals“ zeigen, dass alles mit Ereignissen in der Vergangenheit zu tun hat, als ein junges Mädchen namens Sara spurlos verschwand. Gina, Annie, Laura und Sara – die GALS – waren eng befreundet und hatten sich gemäß ihrem Mantra Big love, true friends, no secrets geschworen, niemals Geheimnisse vor einander zu haben. Es kam anders, vor allem, weil sie zu Rivalinnen in ihrem Werben um den attraktiven jungen Matt werden, Ginas Ehemann und Vater ihrer Kinder.
Der nicht durchweg spannende Roman erzählt mit zahllosen Handlungsumschwüngen, was damals geschah und wie sich die Ereignisse in der Gegenwart entwickeln. Vieles kann man erraten oder frühzeitig Marys Hinweisen entnehmen. Die vollständige Auflösung zum Schluss birgt dann doch noch einige Überraschungen. Insgesamt wirkt der Plot auf mich ziemlich unrealistisch und sehr konstruiert. Für mich ist das bestimmt kein Thriller der Spitzenklasse.
Rezensionen von DoraLupin:
Gelungener italienischer Krimi
Süßer Tod am Lago di Garda von Sibilla Bellini
Cover und Klappentext haben mir hier schon sehr gut gefallen und mich von einer tollen und spannenden Zeit in Italien träumen lassen. Und dieses Buch verbindet tatsächlich beides sehr gut, es verbinden sich ein spannender Krimi der zum miträtseln einlädt, und ein tolles Gefühl von Italien und dem Lago di Garda.
Die Geschichte handelt von der mailändischen Profilerin Ricarda Antonini, die nach ihrer Scheidung und einem Burn-out mit ihrer 13-jährigen Tochter Mia in ihre Heimat am Gardasee zurückkehrt, entschlossen, ihr Leben neu zu ordnen. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn ein Serienmörder versetzt die Region in Angst und Schrecken, sodass sie von ihrem Bruder, Kommissar in Brescia, in den Strudel der Ermittlungen gezogen wird. Entsetzt erkennt Ricarda Parallelen zu ihrem letzten Fall. Handelt es sich um einen Trittbrettfahrer oder steckt mehr dahinter?
Der Schreibstil war sehr einfach und leicht zu lesen und hat großen Spaß gemacht, da sind die Seiten nur so dahin geflogen und ich hatte das Buch in wenigen Tagen gelesen. Der Schreibstil ist ausserdem sehr schön bildlich und ich konnte mir Italien und die Landschaft gut vorstellen. Generell macht das Buch, trotz des Krimianteils, Lust selbst einmal an den Lago di Garda zu fahren und das Leben dort zu genießen. Die Protaginistin Ricarda ist mir sehr schnell sympathisch gewesen und ich finde es toll dass man gemeinsam mit ihr in diesem Fall miträtseln kann. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich meist sehr gut nachvollziehen und ich fand es schön, dass es nicht nur um den Krimi ging, sondern dass man auch Ricarda und ihre Tochter besser kennen gelernt hat. Dennoch ist es ein spannder Fall mit dem Ricarda sich da befasst und ich habe die Geschichte und das Lesen deshalb auch sehr genießen können. Deshalb bekommt das Buch von mir auch volle Punktzahl und auf weitere Fälle mit Ricarda wäre ich auf jeden Fall gespannt!











