Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sina:
Alphabetischer Lernspaß
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein ABC der Tiere von Susanne Gernhäuser
„Mein ABC der Tiere“ ist ein Sonderband der beliebten „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe aus dem Ravensburger Verlag, geschrieben von Susanne Gernhäuser und empfohlen für Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren.
Es handelt sich um ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch-Lexikon, mit dessen Hilfe die Kleinen sich spielerisch ans Alphabet herantasten können.
Zu jedem Buchstaben haben die jungen Leser:innen eine kleine Selektion an passenden Tieren - mal heimisch, mal exotisch - detailreich illustriert und mit einem Informationstext zu dessen Lebensweise. Die Texte haben eine gute Länge und sind zudem klar verständlich und kindgerecht formuliert.
Einige Seiten weisen klappbare Elemente auf, welche zusätzlichen Lernspaß garantieren. Ein besonderes Extra ist außerdem das tolle große Poster.
Eine klare Empfehlung von mir!
Rezensionen von Natalie:
Thriller mit Tiefgang
Himmelerdenblau von Romy Hausmann
Vor 20 Jahren verschwand die 16-jährige Julie Novak spurlos, die Familie ist daran zerbrochen. Die Podcasterin Liv nimmt den Fall auf und wendet sich an Theo, den Vater von Julie. Mit einer angeblich neuen Spur, die sie gefunden hat. Theo, der mittlerweile an beginnender Demenz leidet, weiß, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, bis all seine Erinnerungen endgültig verschwinden und er jetzt noch eine letzte Chance hat, seine Julie zu finden.
Die Atmosphäre des Thriller ist düster, obwohl dieser nicht mit blutigen Szenen aufwartet. Das liegt einerseits an dem Fall an sich - man möchte sich gar nicht die Frage stellen, was das spurlose Verschwinden eines geliebten Menschen mit einem macht - und andererseits an Theos Krankheitsbild. Die Autorin hat die Auswirkungen der Demenz, den Übergang von klaren Momenten zu den verschwommenen unglaublich gut hinbekommen. Auch Theos Gefühlschaos wird von ihr so treffend beschrieben. Man merkt, dass der Autorin ein authentisches Darstellen dahingehend sehr wichtig ist. Zusätzlich zu den (manchmal verwirrenden) Kapiteln aus Theos Sicht wird durch die weiteren Sichtweisen, auch in die Vergangenheit, Spannung aufgebaut. Auch der schmale Grat zwischen reiner Sensationsgier und ehrlichem Interesse an einem Cold Case von True Crime Podcastern wird kritisch betrachtet. Liv wird hierbei als wichtiger Nebencharakter sehr gut dargestellt, ihr Gewissen und ihre Moral kommen immer wieder zum Vorschein, gleichzeitig ist sie aber emotional von Phil, ihrem (Podcast-)Partner abhängig, was ihre Entscheidungen immer wieder beeinflusst.
Ich habe den Plot als gut aufgebaut empfunden, mehrere Wendungen geben dem Cold Case immer wieder neue Spannung und auch das Ende war in sich schlüssig. Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von nessabo:
Gute Grundlage, aber auf Figurenebene leider ziemlich schwach
Bis mein Herz wieder schlägt von Becky Hunter
Ich habe große Erwartungen in dieses Buch gesetzt, weil es mich im Setting an „Wolke Sieben ganz nah“ erinnert hat, das ich letztes Jahr von vorn bis hinten geliebt habe. Diese Konkurrenz ist also schon hart, aber auch ungeachtet dessen konnte mich „Bis mein Herz wieder schlägt“ leider nicht überzeugen.
Besonders durch die erste Hälfte habe ich mich eher geschleppt. Die Zeitsprünge in hohem Tempo laufen immer nur auf Emerys Herzanfälle hinaus. Was danach passiert oder wie es den beteiligten Nebenfiguren währenddessen ergangen ist? Nebensächlich. Kann so entschieden werden, führt in der Konsequenz bei mir aber dazu, dass ich keine Nähe zur Geschichte aufbauen kann, weil sie bruchstückhaft und wenig plausibel wirkt.
Die zweite Hälfte hat mir besser gefallen, was zu großen Teilen daran lag, dass es ein paar spannungstreibende Elemente gab, deren Auflösung ich gerne erfahren wollte. Und ganz am Ende hab ich auch geweint, die Emotionalität kam mir insgesamt aber einfach viel zu spät.
Das ist einer meiner großen Kritikpunkte: Alles dreht sich nur um Emery, aber die bleibt mir bis zum Ende wenig greifbar. Sie scheint mir sehr lange sehr unreif zu sein, mit wenig Selbstreflexion und Empathie für ihre Herzensmenschen. Auch die Nebenfiguren bleiben mehr oder weniger ohne Profil. Sie bekommen allesamt 1-2 Charakterzüge, über ihre echten Emotionen erfahren wir wenig. Ich habe nichts gegen eine Protagonistin im Fokus, aber auch Nebenfiguren brauchen Tiefe, sonst leidet die gesamte Handlung.
Kritikpunkt 2: Die angekündigte Liebesgeschichte bzw. das Liebesdreieck kommt mir deutlich zu kurz für einen Liebesroman. Colin wird von Emery so schrecklich behandelt und tut mir einfach nur leid. Die Chemie zwischen Nick und Emery stellte sich für mich auch nicht so recht ein und die Romance war mir zu konstruiert - schließlich sehen die beiden sich ja auch immer nur eine kurze Zeit lang.
Der Roman lässt sich sprachlich gut lesen und ich würde auch nicht grundsätzlich von der Lektüre abraten. Mir persönlich drehte sich die Geschichte aber zu sehr um eine selbstbezogene Protagonistin mit wenig Wachstum und dafür mit viel emotionaler Distanz. Nebenbei werden auch immer mal wichtige Themen angesprochen, etwa die Diskriminierung queerer Menschen, doch auch die kommen mir schlicht zu kurz. Das Ende fand ich zu großen Teilen gut und emotional, wenngleich ich es mir auch ein wenig anders gewünscht hätte.
Und abschließend noch ein Wunsch an den Verlag: Inhaltswarnungen wären hier meiner Meinung nach angebracht gewesen.
2,5 Sterne
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TW: Krebserkrankung, Tod, Blut, M0rd
Rezensionen von BarbaraM:
Plitsch, Platsch, Pinselstrich – ein Schwimmbad voller Entdeckerlust!
Schwimmbad von Eilika Mühlenberg
Also ehrlich – Schwimmbad von Eilika Mühlenberg (Gerstenberg Verlag, 2025, 48 Seiten) ist nicht einfach nur ein Buch. Es ist ein echtes Erlebnis! Ein Tauchgang in eine Welt voller Witz, Wärme und Wissen rund ums nasse Element. Kaum hatten wir die erste Doppelseite aufgeschlagen, waren wir mittendrin – im Plätschern, Toben, Staunen und Lachen.
Diese Illustrationen! Was Eilika Mühlenberg da aufs Papier gezaubert hat, ist der absolute Wahnsinn. So viele liebevolle Details, schräge Figuren, witzige Szenen und kleine Überraschungen, dass man beim zweiten, dritten, vierten Lesen immer wieder etwas Neues entdeckt. Die Farben? Ein Sommertraum! Das Layout? Sprudelt über vor Ideen und macht sofort Lust, selbst kreativ zu werden.
Inhaltlich steckt Schwimmbad voll bis zum Beckenrand mit allem, was man sich nur vorstellen kann: Technik (ja, wir haben ernsthaft über Lüftung und Filteranlagen gelacht!), Bademode-Vielfalt, Schwimmabzeichen, Eissorten zum Dahinschmelzen (wir hätten bitte Banana, Haini und Schoko Noki!) – und überall dieser ganz besondere Ton: ermutigend, herzlich, inklusiv.
Das Buch sagt nicht nur „Spring rein“, es ruft: „Trau dich! Es ist okay, wenn du’s anders machst – Hauptsache, du hast Spaß dabei!“ So viel Mut steckt da drin. Mut, es zu probieren. Mut, es immer wieder zu probieren. Und das ist einfach wunderschön.
Wir mussten so lachen – über den Opi mit dem festen Griff (Gott sei Dank in Seitenansicht), über das "Fein-Schwimmerabzeichen", über die Föhnfrisuren, bei denen ich am liebsten gleich zum Hallenbad geflitzt wäre, nur um uns auch so ein Luft-Kunstwerk zu föhnen. Und ja – die Kunstseite ist der Knaller! Da kribbelt es sofort in den Fingern, mit Pinsel, Stift oder Knete loszulegen. Meine Tochter hat schon große Pläne für ihr eigenes Kartonschwimmbad, mit rot-weißen Abtrennbändern und allem drum und dran.
Und dann ist da noch die Seite mit der Bademode – so herrlich divers, so bunt und kreativ, wie das ganze Buch. Jede Figur ist einzigartig, jeder Körper willkommen, jede Pose ein kleines Statement. Schwimmbad ist ein echtes Entdeckerbuch – voller Leben, voller Herz, voller Ideen.
Ein Buch wie ein Sprung ins kühle Nass an einem heißen Sommertag – erfrischend, überraschend, spaßig und absolut unverzichtbar. Für alle, die Schwimmen lieben. Oder noch ein bisschen Mut brauchen, um es zu lieben.
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
Escape Reality-Show trifft auf Psychothriller
Die Festung von L. D. Smithson
Ich finde es sehr riskant auf das Cover das Zitat " Spannender geht es nicht" zu drucken, da es das Buch zwar interessanter erscheinen lässt, aber es schraubt auch die Erwartungen extrem hoch.
Der Klappentext passt meiner Meinung nach nicht unbedingt zum Inhalt, aber das düstere Cover spiegelt es gut wieder.
Die Geschichte, eine Mischung aus Reality-Show, Escape Rooms und Psychothriller fand ich sehr interessant und es war für mich auch Mal was anderes.
Außer den tragischen Prolog, empfand ich den Anfang nicht ganz so spannend und ich musste mit dem eigensinnigen Charakteren auch erst warm werden, aber als im Mittelteil (fast) alle ihr wahres Gesicht gezeigt haben, wurde es faszinierend mit anzusehen, wie sich Gruppen gebildet haben und wie sich das auf ihr Verhalten bei starken Psychoterror auswirkt hat.
Kurzzeitig hatte ich befürchtet, dass es eintönig werden würde, aber das hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet.
Super fand ich, dass die Kapitel sehr kurz gehalten wurden und es durch den Podcast und den Geständnissen der Kandidaten abwechslungsreich und nie langweilig wurde.
Die letzten hundert Seiten waren mit Abstand die Spannendsten, da würde es zum wahren Pageturner und es kommt ein unerwarteter Twist nach den anderen. Die finale Auflösung hatte mich dann doch überrascht, aber es war schade, dass einige interessante Fragen offen blieben und das Ende sehr abrupt herbeigeführt wurde.
Fazit: Ein sehr abwechslungsreicher und gut inszenierter Thriller mit ein paar Schwächen, aber mit seinen authentischen Charakteren ist er trotzdem lesenswert.
Rezensionen von Daggy:
Fantasie und Wortschöpfungen
Der Wortschatz (Deutsch-Englisch) von Rebecca Gugger; Simon Röthlisberger
Das prämierte Bilderbuch gibt es jetzt auch zweisprachig, der deutsche und der englische Text stehen gleichwertig auf den Seiten. So kann das Buch auf beiden Sprachen vorgelesen werden. Die Worte in den Illustrationen bleiben allerdings und so sehen wir dort „Quietschgelb“, während im englische Text „Shrill-yellow“ steht.
So wird aus „pompös“ „Grandiose“ und aus „monströs“ im Englischen „Enormous“.
Oskar wühlt in seiner Schatztruhe und wirft jede Menge Wörter hinter sich. Auf dem rosa Einbandpapier stehen schon viele, nicht alltägliche Wörter. Und dann marschiert Oskar mit seinem Spaten pfeifend los.
Beim Buddeln findet er eine prächtige Holztruhe und er überlegt sich, was da alles drin sein könnte, aber erst benötigt er Werkzeug, um sie zu öffnen. Er ist dann wohl auch ein wenig enttäuscht, als er die vielen Buchstaben in der Truhe entdeckt. Da nimmt er einfach ein Bündel und wirft es hinter sich. „Quietschgelb“ hieß das Wort und der Igel, dem es auf den Kopf gefallen ist, nimmt diese Farbe an. Oskar macht einige Experimente mit anderen Worten und die Ergebnisse sind schon erstaunlich. Doch irgendwann ist die Kiste leer und Oskar steht wortlos davor. Jetzt ist es an Oskar, sie wieder zu füllen.
Die Geschichte ist voller Fantasie und wunderschöner Worte, die man kennt oder die man hier zum ersten Mal hört. Die Bilder sind sanft in Erdfarben gehalten und punkten ganz besonders in der Verwandlung durch Worte.
Man bekommt Lust, selbst Worte zu finden, die man Oskar in die Kiste packen würde, und sich dann zu überlegen, wer sich durch die Worte wie verändern würde. Das weckt das Spiel mit der Sprache und die Fantasie.
Der Verlag bi libri bietet das Buch auch in anderen Sprachen an.
Rezensionen von Natalie:
Mal was anderes
Der Stau von Jo Furniss
Belinda Kidd, Kommissarin, will nach ihrer Auszeit in Australien und dem langen Flug nach London einfach nur heim. Doch aufgrund einer Explosion in einem Tunnel kommt der gesamte Verkehr zum Erliegen, nichts geht mehr. Wäre das nicht schon schlimm genug, entdeckt sie in einem der Wagen neben ihrem einen toten Mann… einer der bis vor kurzem noch lebte, was bedeutet, dass der Täter noch in unmittelbarer Nähe sein muss, da niemand wegkommt.
Belinda muss einerseits Ruhe bewahren und gleichzeitig einen Mörder im Stau finden…
Die Idee zum Buch hat mir sehe gefallen, es ist mal ein anderer Ansatz für einen Mord und dessen Ermittlungen. Spannungstechnisch kann dieses Gefangen sein im Stau, wo niemand weg kann und somit der Mörder auch nicht, jedenfalls Akzente setzen. Belinda finde ich als ermittelten Hauptcharakter gelungen, sie hat ihre eigenen Probleme, wirkt aber trotzdem kompetent und auch sympathisch. Mir gefällt auch der Schreibstil, er hat was Lockeres, wodurch ich trotz der ernsten Situation immer wieder mal Schmunzeln musste. Die Umsetzung des Plot selbst ist über weite Strecken gelungen, wird nur durch ein paar wenige Längen unterbrochen. Alles in allem hat mich das Buch aber gut unterhalten. 3,5* von mir.
Rezensionen von Hennie :
Zwei Leben, das Leben davor und das danach
Zwei Leben von Astrid Korten
Ich kenne schon viele Bücher von Astrid Korten, die meisten waren Thriller, und ich habe sie ausnahmslos mit Begeisterung gelesen. Nun konnte mich die Autorin erneut überraschen mit einer neuen Seite ihres schriftstellerischen Könnens. Sie legte ihren ersten historischen Familienroman vor, der auf Erzählungen ihrer Großeltern basiert.
Erscheinungstermin: 28.05.2025 Herausgeber: BoD – Books on Demand
Der Prolog führt in den verschneiten Dezember 1941. Die Szene folgt einer geschickten Dramaturgie. Noch wissen wir nicht, wer die Frau ist, die mit blutbefleckter Kleidung von russischsprechenden Männern in bedenklichem Zustand aufgefunden wird. Schon auf der nächsten Seite gibt es einen Zeitsprung ins Jahr 2013. Großmutter Xannas Begräbnis findet statt und Enkelin Nora muss feststellen, dass sie ihre 90 jährige Oma nie richtig kennenlernte. Beim Sichten des Nachlasses findet sie auf dem Dachboden eine Schatulle mit rätselhaftem Inhalt. Zum gleichen Zeitpunkt verläßt Noras Ehemann sie und den kleinen Sohn abrupt und möchte Neues beginnen. Aus ihrem seelischen Gleichgewicht gebracht, begibt sich die junge Frau mit dem Journalisten Andreas auf die geheimnisvollen Spuren der Großmutter...
Auf 271 Textseiten (das ist so in meiner Printausgabe) und in kurzen Kapiteln entwickelt sich eine erschütternde, tief ergreifende Geschichte, die in den 2. Weltkrieg zurückreicht. Die Handlungsebenen verlaufen abwechselnd in Gegenwart und Vergangenheit. Die Hauptpersonen sind Nora Weiß und Hannah/Xanna. Die wesentlichen Handlungsorte sind Aachen in Deutschland und Glusk in Weißrussland.
Astrids Schreibstil ist wieder so mitreißend, so spannend, wie ich es von ihren Thrillern kenne, dass es mir schwerfiel, das Buch auch mal wieder aus den Händen zu legen. Die Charaktere der Haupt- und Nebenpersonen sind ausnahmslos authentisch dargestellt. Mir ging besonders eine Szene sehr tief ins Herz und an die Nieren. Ich musste innehalten, tief Luft holen, um das unfassbare Geschehen zu verstehen. Mir fehlen die Worte für solche Grausamkeiten! Dem entgegengesetzt sind zum Glück im Roman einfühlsame, gefühlvolle Szenen, die das Dasein lebenswert machen. Das unterstreicht das wunderschöne, farbenfrohe Cover mit den beiden im Flug befindlichen Schwalben und den zwei Mohnblumen.
S. 270 „Das Leben ist unvorhersehbar. Es kann immer in alle Richtungen gehen.“
Dieses Buch brachte mich, da ich bereits im achten Jahrzehnt meines Lebens bin, erneut zum Nachdenken, was ich eigentlich über meine Ahnen weiß bzw. was nicht.
Fazit:
Zwei Leben – Hinter dem Schweigen ist eine Geschichte, die von unvorstellbarem Leid berichtet. Doch nicht die Gefahren, die Schrecken des Krieges gewinnen die Oberhand, sondern es gibt Hoffnung auf Liebe und Glück, auf die schönen Momente des Lebens. Der Roman hat mich tief berührt und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck auf mich.
Für mich ist das Buch ein Lesehighlight 2025! Deshalb von mir die Höchstbewertung!
Nachsatz:
Die NS-Zeit war eine unfassbar schlimme Zeit und was mit den Juden geschehen ist, darf sich niemals wiederholen! Der jetzigen gesellschaftlichen Entwicklung mit ihren rechtsextremen Auswüchsen muss dringendst entgegengewirkt werden.
Rezensionen von Meli:
Komplizierte Fernbeziehung und emotionale Achterbahnfahrt
Say You'll Remember Me von Abby Jimenez
Nach nur einem einzigen Date wissen Samantha und Xavier, dass sie perfekt zusammen sein könnten - würde Samantha nicht direkt am nächsten Tag umziehen. Sie will sich in Kalifornien um ihre kranke Mutter kümmern, während Xavier in Minnesota eine Tierarztpraxis hat, die er nicht verlassen kann. Doch sie können einander einfach nicht vergessen.
Xavier braucht mehr Geld, wenn er Samantha besuchen will, und dafür muss er neue Prioritäten setzen. Nicht nur die Praxis liegt ihm am Herzen, er kümmert sich auch wirklich gerne um Tiere, aber in letzter Zeit kann er nur noch an Samantha denken und dann bekommt man schnell den Eindruck, dass die Praxis immer mehr zur Last wird.
Bei Samantha kann man auch fühlen, dass sie sich Xavier an ihrer Seite wünscht, nur ist sie nicht ganz so motiviert wie Xavier, es möglich zu machen, denn dafür ist sie auch einfach zu beschäftigt. Ihre Perspektive hat mich oft sehr mitgenommen, weil man gut nachempfinden kann, wie schwer es für ihre Familie ist, mit der Demenz ihrer Mutter umzugehen. Sie lieben sie und wollen für sie da sein, aber sie vermissen die Person, die sie einst gewesen ist, und es ist auch nicht leicht, eine demente Person zu pflegen und gleichzeitig sein eigenes Leben zu leben. Ich fand ihre Probleme und die vielen inneren Konflikte so nachvollziehbar und real - das hat das ganze Buch noch emotionaler gemacht.
Die Liebesgeschichte der beiden fand ich wirklich herzzerreißend, weil man so gut spüren kann, wie sie nicht ohneeinander sein wollen und trotzdem einfach keine Lösung finden können. Das Buch hat aber auch noch viel mehr zu bieten, denn es geht auch um Familie und Verantwortung, und trotz vieler ernster Themen gibt es auch etwas Humor, was die Geschichte schön abrundet.
Rezensionen von Alo:
Podcast trifft auf Demenz
Himmelerdenblau von Romy Hausmann
In „Himmelerdenblau“ will Liv Keller, sie ist zusammen mit ihrem Lebensgefährten Podcasterin, über einen Cold Case Fall berichten. Zum 20. Jahrestag des Verschwindens von Julie Novak möchte sie Julies Vater Theo interviewen. Julie war damals 16 Jahre alt und ist verschwunden. Theo leidet aber an Demenz, was alles sehr schwer macht.
Als Liv auf einen neuen Hinweis stößt, packt sie der Ehrgeiz und die Zwei versuchen zusammen den Fall zu lösen.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Vieles wird aus Theos Sicht beschrieben. Das fand ich an sich interessant, auch wenn ich schon bessere Bücher zum Thema gelesen habe, aber auch sehr anstrengend. Er ist dement und oft ist nicht klar, was wirklich passiert und was nur in seinem Kopf ist. Manche Kapitel musste ich zweimal lesen, um überhaupt zu verstehen, was gerade passiert. Gerade das erste Drittel war für mich sehr zäh. Aber auch später kam für mich keine richtige Spannung auf. Den versprochenen „gnadenlosen Thriller“ habe ich nicht gefunden. Für mich eher ein Buch über die Krankheit, was ihr ja auch ein Anliegen war.
Gut fand ich aber die Kritik an True-Crime-Podcasts. Das Ende hat mir auch gefallen, die Auflösung war gelungen. Aber leider konnte das die mühsamen Teile davor nicht ausgleichen. Insgesamt hat mich das Buch leider nicht richtig überzeugt. 2,5/5 Sterne










