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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

Trauerarbeit

Die Frau und der Fjord von Anette Strohmeyer

So ein hübsches Cover - als Lofotenfan war ich da natürlich sofort interessiert.
Aber das Cover trügt ein klein wenig. Zumindest ich habe mir - bis ich den Klappentext gelesen habe - eine harmlose Geschichte vor atemberaubender Naturkulisse vorgestellt.

Letzteres passt, aber die Handlung ist durchaus anspruchsvoll.

Es geht um Gro, deren Mann überraschend verstorben ist.
Gro lässt einen anspruchsvollen Job in der Ölindustrie und das Stadt-Leben hinter sich und verkriecht sich regelrecht in einem kleinen Häuschen auf den Lofoten.

Wir begleiten sie in ihrer Trauer - und das ist jetzt kein "mal geschwind 50 Seiten trauern und dann kommt die neue Liebe und alles wird gut" (wie ich ehrlich gesagt vermutet hatte), nein, das geht hier tief und dadurch ist das Buch auch keine leichte nebenbei-Lektüre.

Die Kombination aus Tiefgang, Natur, kritischem Auseinandersetzen mit der Öl-Industrie, Veränderungen in Freundschaft und Beziehungen hat mir gut gefallen.
Es ist eine eher leises Buch, das durchaus auch Längen für mich hatte, die aber wiederum der Handlung gar nicht so schlecht anstanden.

Mein Kritikpunkt, weswegen es auch keine fünf Sterne wurden: eine wirkliche Beziehung konnte ich zu Gro nicht aufbauen, sie blieb mir trotz 400 Seiten fremd und ich habe aus der Distanz gelesen.

Fazit: Man muss sich ein wenig darauf einlassen und es auch aushalten, dass schwere Themen viel Raum haben.
Dann bekommt man aber eine interessante Geschichte mit vielen Aspekten.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine Geschichte, die mich richtig aufgewühlt hat

Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann

Vor 7 Jahren beginnt für Polizist Jonas Waider ein nicht enden wollender Albtraum. Seine 17-jährige Tochter Isabell kommt nachts von einer Party nicht zurück und bleibt auch nach intensivster Suche verschwunden. Jonas ist sich aber bald sicher in Bernd Vollstedt, dem Vater einer Mitschülerin von Isabell, den Mörder seiner Tochter gefunden zu haben.

Er betreibt Selbstjustiz und muss für 7 Jahre wegen Totschlags ins Gefängnis. Aber auch heute, nach seiner Entlassung, gibt er die Suche nach seiner Tochter nicht auf.
Privatdetektivin Franca Lichtenwalter hat von Frau Dr. Frieling den Auftrag deren Enkelin Silvia zu suchen, die sie seit einiger Zeit nicht mehr gesehen hat.
Immer wieder bekomme ich Einblicke in die Vergangenheit und erfahre so nach und nach was da vor 7 Jahren passiert ist.
Langsam laufen die Ermittlungen von Jonas und Franca zusammen und die beiden beginnen gemeinsam zu ermitteln. Bis aus den beiden Fällen schließlich einer wird.

Autor Andreas Winkelmann schafft es mit dem Fall des verschwundenen Mädchens und vor allem auch der Selbstjustiz des Vaters mich ganz schnell an die Geschichte zu fesseln. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, ob und wie die Zusammenhänge zwischen Isabell und Geistersilvie, wie die von ihrer Großmutter Gesuchte von ihren Mitschülerinnen genannt wurde, sind. Es gibt immer wieder kleine Hinweise, die mich aber nicht weiter bringen. Und dann löst sich alles ganz anders auf als ich es erwartet hatte.
Sehr sympathisch finde ich das so ungleiche Ermittlerduo. Eine Privatdetektivin, die ihre Freiheit liebt und in einem alten Wohnmobil unterwegs ist, und ein entlassener Polizist, der nicht aufgibt seine vermisste Tochter zu finden. Es war sehr interessant dabei zu sein, wie die Beiden ganz langsam von zwei „Ermittelnden“ zu einer suchenden Einheit werden, die sich wirklich aufeinander verlassen können. Bei Jonas konnte ich seine Emotionen, seine Gedanken und seine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Beide kommen in ihrem Tun und ihrem Charakter sehr menschlich und authentisch bei mir an.

Eine sehr spannende und intensive Geschichte, die mich aufgewühlt und mitgenommen hat. Die im wahrsten Sinne des Wortes so vielschichtig ist, voller falscher Verdächtigungen und voller Wendungen mit denen ich gerade an diesen Stellen nicht gerechnet habe. Und auch das sehr emotionalen Ende habe ich so nicht kommen sehen.
Ein absolut gelungener Thriller, spannend von Anfang bis Ende, mit zwei sympathischen Ermittlern. So muss Krimi sein!

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Rezensionen von ReiShimura:

Agenten, Amnesie und Attraktivität

Never Trust Your Fake Husband von Ally Carter

Ally Carter kannte ich bis zu diesem Buch nicht, obwohl sie laut meinen Recherchen eine Bestsellerautorin ist und mehrere sehr bekannte Reihen geschrieben hat. Auf dieses Buch bin ich auch nur zufällig gestoßen, aber der Klappentext klang so herrlich skurril, dass ich einfach nicht widerstehen konnte.

Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass es sich hierbei um ein Buch handelt, welches mich gut unterhalten wird. Kein langes Vorgeplänkel, keine großartige Einführung von Personen oder Hintergründen. Einfach mitten rein ins Geschehen. Man weiß weder so genau was vor sich geht noch, wen man da eigentlich auf der Reise begleitet. Aber warum sollte es der Leserin auch besser gehen als der Protagonistin? Diese hat nämlich auch keine Ahnung, wer sie ist, noch was vor sich geht. Sie weiß nur, dass es da einen unglaublich heißen Mann gibt, vielleicht den heißesten Mann der Welt und er sie scheinbar kennt. Oder doch nicht?
Es handelt sich bei dem Buch um einen New Adult Roman und das empfohlene Lesealter ist mit 16 Jahren angegeben. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Sprache eher einfach gehalten ist. Das heißt aber nicht, dass das Buch schlecht geschrieben ist oder nicht auf für Erwachsene interessant sein kann. Ich gehöre definitiv nicht zur eigentlichen Zielgruppe dieses Buches und lese durchaus auch gerne „anspruchsvolle“ Literatur. Ich habe mich von der Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt und wollte meinen E-Reader gar nicht mehr aus der Hand legen.
Dies lag vor allem an der zwar äußerst unrealistischen, aber unterhaltsamen Handlung, den liebenswerten und komplett verschiedenen Charakteren und dem ansprechenden Humor. Gerade letzterer hat mir in diesem Buch sehr zugesagt und das, obwohl ich mit Klamauk-Agenten-Geschichten in den wenigsten Fällen etwas anfangen kann. Meistens sind die Witze zu abgedroschen und übertrieben, so dass es eher lächerlich wirkt und man sich ein klein wenig fremdschämt. Ally Carter hat ihre weibliche Hauptperson, ich vermeide es den Namen zu nennen, um nicht zu spoilern, mit einer großartigen Mischung aus Wortwitz und Tollpatschigkeit ausgestattet, die ich einfach nur herzerwärmend fand. Ihr Wortkreationen sind wirklich zuckersüß und haben diesem Buch noch einen besonderen Touch gegeben.
Er hingegen ist das genaue Gegenteil, athletisch, ernst und knallhart. Die beiden sind wie Hund und Katze, wie Feuer und Eis, wie Tag und Nacht. Wobei Tag und Nacht ein gutes Stichwort ist. Denn beim Lesen habe ich oft an den Film Knight and Day mit Tom Cruise und Cameron Diaz denken müssen. Wer den Film kennt und mag, wird definitiv auch an diesem Buch seine Freude haben.
Die Handlung des Buches wird hauptsächlich von actiongeladenen Szenen und irrwitzigen Gesprächen dominiert. Aber natürlich dürfen auch die Gefühle und vor allem die Liebe nicht fehlen. Ally Carter treibt hierbei die Actionszenen manchmal auf die Spitze und an diversen Stellen dachte ich mir, das war jetzt aber vielleicht ein wenig übertrieben. Lustig war es aber dann doch irgendwie.
Die Geschichte wird abwechseln aus der Sicht von ihr und ihm erzählt. So weit so ungewöhnlich. Spannend wird es aber dadurch, dass sich die Autorin für den Stil des personalen Erzählers entschieden hat. Dies hat mich im ersten Augenblick ein wenig irritiert und mir das Hineinversetzen in die jeweilige Person erschwert, mit der Zeit habe ich diesen Stil aber schätzen und lieben gelernt.
Die kunterbunte Mischung aus Komödie, Agententhriller und Liebesroman hat mir gut gefallen und ich hatte ein paar außerordentlich amüsante Lesestunden. Wenn es die Autorin auch noch geschafft hätte der Geschichte ein wenig mehr Tiefe zu geben, dann hätte dies ein 5 Sterne Buch sein können.

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Rezensionen von brauneye29:

Schwierig

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Zum Inhalt:
Am Strand von Skerry wird ein lebloser Junge angeschwemmt, der dem verschwunden Kind von Lehrerin Dorothy unglaublich ähnlich sieht. Ihr Sohn war ins Meer gegangen und ward nie mehr gesehen. Ausgerechnet Dorothy nimmt den Jungen bei sich auf, zu mindestens bis die Herkunft geklärt ist.

Erstaunlicherweise war damals und auch heute jeweils der Fischer Joseph anwesend, was natürlich Fragen im Dorf aufwirft. Damals haben sich Dorothy und Joseph erbittert gestritten, aber keiner weiß warum. Und warum wurden sie nie ein Paar, wo doch jeder sieht, dass sie sich sehr mögen.
Meine Meinung:
Ich habe das Buch als recht düster empfunden. Dorothy hat sich vom Verschwinden des eigenen Kindes immer noch erholt, wie auch, wenn ein Kind spurlos verschwindet. Dass sie nun ein Kind aufnimmt, dass ihrem Kind so ähnlich sieht, erstaunt alle im Dorf. Ich bin ehrlich, ich weiß nicht, ob ich das Buch zu Ende gelesen hätte, hätte ich das Buch gehabt. Als Hörbuch fällt mir das Dranbleiben leichter. So richtig ist der Stoff bei mir nicht angekommen. Lag es am Setting, an der düsteren Stimmung, den Protagonisten mit denen ich nicht warm wurde? Ich weiß es nicht, vielleicht eine Mischung aus allem. Gelesen war es gut, aber sich richtig begeistert hat mich das Buch nicht.
Fazit:
Schwierig

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Rezensionen von brauneye29:

Unterhaltsam

Und plötzlich ist es wunderbar von Mhairi McFarlane

Zum Inhalt:
Edie hatte eigentlich mit Schauspieler Elliot Schluss gemacht, doch jetzt steht er ausgerechnet an Weihnachten vor der Tür. Ein Blick genügt und beide wissen, dass es diesmal gelingen könnte. Doch nicht nur ein Ozean liegt zwischen ihnen, auch die Klatschpresse ist hinter ihnen her und es wird richtig dreckig, so dass Edie sich fragt, ob das ganze nicht nur ein Traum bleiben sollte.

Meine Meinung:
Das Buch, besser in meinem Fall Hörbuch, ist einfach sehr erfrischend geschrieben. Man sieht die Protagonisten förmlich vor sich und blickt, wenn auch nur romanhaft, hinter die Kulissen eines berühmten Menschen und sieht, dass diese es auch nicht immer leicht haben. Ich finde, dass dieses Buch durchaus Potenzial hat auch filmisch umgesetzt zu werden, denn da ist echt Unterhaltungswert drin. Scheinbar gibt es auch Vorgängerbände, die habe ich aber nicht vermisst.
Fazit:
Unterhaltsam

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Rezensionen von Julia:

Nicht alles ist so federleicht, wie es scheint

Words Like Feathers von Marie Weis

Olivia hat das große Glück, dass sie als eine von wenigen Teilnehmenden für das diesjährige Retreat für Künstlerinnen und Künstler ausgewählt wurde und zwei Wochen auf einem Schloss mitten in Schottland verbringen darf. Das Retreat startet eigentlich perfekt und sofort findet sie Freunde, aber dann erscheint der Stargast auf der Bildfläche und das ist ausgerechnet ihr Ex, dem sie damals das Herz gebrochen hat und auch noch der ältere Bruder ihrer besten Freundin ist.

Bei dem Klappentext hatte ich Angst vor zu viel Drama, aber für mein Empfinden war es das gar nicht. Ja, es gibt verletzte Gefühle, Missverständnisse und ein Auf und Ab an Emotionen. Es gibt aber auch klare Kommunikation und zauberhafte Dialoge, die trotz gebrochenen Herzen, nicht vorwurfsvoll geprägt sind. Bei den Annäherungen von Tristan und Olivia habe ich mich tatsächlich total wohl gefühlt, und das, obwohl man merkt, dass hier einiges passiert ist, was die Gefühle des anderen verletzt hat. Der Schreibstil hatte eine Sanftheit an sich und die Gegend in Schottland wurde so großartig beschrieben, ich wäre am liebsten selbst zu diesem Retreat gereist.

Immer wieder erfahren wir zwischendurch durch kurze Rückblicke, was damals eigentlich passiert ist. Und dann begleiten wir Olivia dabei, wie sie versucht das Retreat zu genießen und das, obwohl nicht nur Tristan alles durcheinanderbringt, sondern sie auch bei den vielen Talenten mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat. Ich würde dieses Buch nicht unbedingt als Wohlfühlroman beschreiben, da auch das Thema Mental Health eine große Rolle spielt. Aber ich konnte trotzdem super in die Geschichte abtauchen und fand, dass das Thema sehr respektvoll behandelt wurde und keinesfalls die Stimmung getrübt hat.

Ich habe Olivia total gerne bei ihrem Retreat begleitet und kann das Buch daher absolut empfehlen.

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Rezensionen von Julia:

Zwischen Fiktion und Realität

Stille Helden der Nacht von Weina Dai Randel

Ich lese total gerne historische Romane und mag es, wenn sie zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielen. In diesem Buch habe ich dann auch direkt wieder etwas neues gelernt: Nämlich die Rolle der chinesischen Regierung und vor allem die Taten von Dr. Ho Fengshan, die hier zwar in einer fiktiven Geschichte erzählt werden, aber auf wahren Begebenheiten beruhen.

Als Generalkonsul von China erlebt er in Wien gemeinsam mit seiner Frau die Anfänge des Nationalsozialismus hautnah mit. Zunächst versucht er, die guten Beziehungen mit dem dritten Reich aufrechtzuerhalten und verbietet auch seiner Frau, sich weiterhin mit ihrer neuen Freundin Lola, einer Jüdin, zu treffen. Doch schon bald fängt er an, Dinge zu hinterfragen, nicht nur die Entscheidungen des Dritten Reichs, sondern auch die seiner Regierung. Und er entscheidet sich dafür, den Juden zu helfen und Visa für die Ausreise auszustellen.

Die Geschichte von Dr. Ho Fengshan und seiner (fiktiven) Frau fand ich super interessant zu lesen. Man merkt die Zerrissenheit von ihm, einerseits sein Land glücklich zu machen und die Zurückgehaltenheit, die seine Kultur mit sich bringt, und andererseits auch seine eigenen Empfindungen, was Gerechtigkeit bedeutet. Und auch Grace ist ein sehr interessanter Charakter. Die eigentlich sehr stille und zurückhaltende Frau, die nicht einmal die Sprache in einem ihr fremden Land spricht, die für eine einzige Freundin alles in Bewegung setzt, um sie und ihre Familie zu retten.

Der Schreibstil des Buches war dann für mich aber dennoch teilweise etwas schwierig, da es immer wieder einen Wechsel im Erzählstil gab. Während man die Kapitel von Dr. Ho Fengshan als Beobachter liest, sind die wenigen Kapitel von Lola und die von Grace in der Ich-Perspektive geschrieben. Und auch wenn das Ende doch sehr schnell abgehandelt wurde (was ich aber auch verstehe, da der Fokus des Buches auf das Handeln von Dr. Ho Fengshan und die Anfänge des NS-Regimes gerichtet ist), so fand ich es dennoch super abgeschlossen. Zu 100 % hat mich der Roman nicht gefesselt, aber ich kann ihn dennoch empfehlen, wenn man vielleicht mal etwas über die Rolle Chinas lesen möchte. Denn die historischen Fakten sind hier wirklich gut recherchiert und die Anspannungen der Hauptcharaktere kann man beim Lesen förmlich spüren.

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Rezensionen von carola1475:

Spannend, bedrückend und tiefgründig

Himmelerdenblau von Romy Hausmann

Als sich das spurlose Verschwinden von Julie Novak zum 20. Mal jährt, nimmt die Podcasterin Liv Keller Kontakt zu Julies Vater Theo auf, sie würde ihn gern interviewen und den Fall wieder ins Zentrum des öffentlichen Interesses rücken. Theo leidet an Demenz und die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr schwierig.

Je mehr Liv zum Verschwinden der damals 16jährigen Julie recherchiert, um so entschlossener versucht sie, den Fall aufzuklären.

Erzählt wird abwechselnd aus mehreren, überwiegend Ich-Perspektiven, wobei mich Theos Sicht sehr berührt hat, ich finde seine Erinnerungslücken und falschen Erinnerungen, die Suche nach Worten, seine Selbstbeobachtung, Verzweiflung und die Angst, seine verstorbene Frau und Julie zu vergessen, eigentlich alle Begleiterscheinungen seiner Demenz, sehr realitätsnah beschrieben, Romy Hausmann hat hier gründlich recherchiert und stellt den Demenzkranken überzeugend dar. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und erscheinen authentisch. Es gelingt der Autorin, die psychischen Folgen eines so gravierenden Ereignisses wie das Verschwinden eines Kindes für alle Beteiligten psychologisch glaubwürdig darzustellen.
Romy Hausmanns Schreibstil ist fesselnd, wortgewandt und distanziert, weckt durch seine Genauigkeit dennoch Emotionen. Für mich war 'Himmelerdenblau' ein sehr intensives Leseerlebnis.
Die Autorin thematisiert neben Theos Demenz auch die Bedingungen in der Pflege und das rücksichtslose, auf Steigerung der Hörerzahlen angelegte Vorgehen von True-Crime-Podcastern, die sich der Konsequenzen für Betroffene entweder nicht bewusst sind oder denen die möglichen Folgen ihrer auch haltlosen Mutmaßungen egal sind.

Romy Hausmann lockt auf falsche Fährten, klärt Zusammenhänge erst spät und hat einen spannenden Thriller geschrieben. Ich fand manche Podcast-Kapitel, die nichts mit dem Fall der Familie Novak zu tun haben, überflüssig, sogar störend, und die Geheimnisse von zwei Charakteren werden am Ende geballt abgehandelt, was die Autorin vielleicht eleganter hätte lösen können.
Das blau-graue Cover mit dem Negativ eines Familienfotos und den verlaufenden Farben passt sehr gut zur atmosphärisch bedrückenden Geschichte. Der tiefgründige Thriller hat mir gut gefallen, ich vergebe 4,5 Sterne.

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Rezensionen von Katyleh:

Eine faszinierende Fantasy Reise

Fae Isles - Der Henker der Königin von Lisette Marshall


"Fae Isles - Der Henker der Königin" von Lisette Marshall hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und ich konnte das Buch in wenigen Tagen durchlesen. Die Protagonistin Emelin ist eine starke und beeindruckende Figur, deren Handlungen und Entscheidungen mich nachhaltig beeindruckt haben. Ihre Geschichte hallt noch lange nach dem Lesen in meinem Kopf nach.

Die Welt der Fae Isles ist detailliert und faszinierend aufgebaut, mit einer komplexen Magie und einer dunklen Atmosphäre. Creon, der stumme Henker, ist ein interessanter Charakter, dessen Beziehung zu Emelin mich besonders gefesselt hat. Die Spannung zwischen ihnen ist greifbar und die romantische Komponente ist clever eingeflochten.

Die Autorin hat eine großartige Geschichte geschrieben, die mich emotional berührt und mich zum Nachdenken angeregt hat. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, insbesondere wenn du Fantasy-Fan bist und nach einer spannenden Geschichte suchst. Die Fae Isles-Reihe hat mich bereits jetzt in ihren Bann gezogen und ich freue mich auf die nächsten Bände! 5/5 Sterne!

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Rezensionen von jam:

Etwas lahme Fortsetzung, die mich nicht fesseln konnte.

Und plötzlich ist es wunderbar von Mhairi McFarlane

"Wofür hast du es denn damals gehalten, wenn nicht für ein Techtelmechtel?", fragte Edie.

"Für den Anfang", antwortete Elliot ohne zu zögern.

Den Anfang für diese Geschichte hat Mhairi McFarlane im Vorgängerband "Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt" gelegt.

Da war Edie die Ghostwriterin für die Biographie des gefeierten Schauspielers Elliot Owen. Die beiden kamen zusammen, mussten aber feststellen, dass ihre Leben zu unterschiedlich sind.

Der zweite Teil startet damit, dass Elliot an Weihnachten vor Edies Tür steht. Er hat sie sehr vermisst und die beiden finden wieder zueinander. Doch an den ursprünglichen Problemen hat das nichts geändert. Sie hat einen tollen Job, aber aufgrund von Vorkommnissen aus dem ersten Band große Probleme mit ihren Kollegen. Beruflich bekommt sie die Chance, mit dem neuen Kollegen Declan eine Zweigstelle zu eröffnen und ist fest in Nottingham verwurzelt. Und Elliot feiert Erfolge in Amerika. Ein gemeinsamer Alltag ist dadurch nicht möglich.

Ich kenne bereits einige Bücher der Autorin und habe mich sehr auf dieses gefreut.

Es heißt, dass man den zweiten Band ohne den ersten lesen kann, aber ich habe fast ein Viertel des (Hör-)Buches gebraucht, um irgendwie ein wenig in die Geschichte reinzufinden. Die vielen Nebenfiguren und ihre Schicksale haben mich verwirrt, und die Beziehung zwischen Edie und Elliot will für mich nicht so richtig in Fahrt kommen. Zu groß sind die Unterschiede in ihren Leben, und als auch noch die Klatschpresse Wind von der Versöhnung bekommt, rückt Edie und ihre Vergangenheit ungewollt ins Rampenlicht. Nach dem Klappentext dachte ich an eine Dreiecks-Geschichte mit Declan, aber irgendwie bleibt er außen vor, bis zu einem künstlich dramatischen Ende.

Die Hauptprotagonisten blieben für mich irgendwie farblos, große Romantik zwischen den beiden ist bei mir nicht angekommen. Auch die Wendung mit einem Maulwurf, der Interna ihrer Beziehung ausplaudert, hat mich nicht richtig gekriegt.

Die Sprecherin Britta Steffenhagen gibt sich große Mühe, die Geschichte gut rüberzubringen. Ihre Stimmfarbe hat für mich aber irgendwie nicht zu den Ereignissen passen wollen und kam bei mir oft "genervt" an.

Alles in allem hat es mich bis zuletzt nicht gepackt.

Fazit:

Etwas lahme Fortsetzung, die mich nicht fesseln konnte.

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