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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Bayern statt Karibik – Ein wundervoller Roman

Aber bitte mit Sonne von Angelika Schwarzhuber

Ich habe mich so sehr auf das Buch gefreut : das Cover, der Klappentext : hier hat mich wirklich alles angesprochen – zumal ich schon Bücher von Angelika Schwarzhuber kenne und ihren Schreibstil sehr, sehr gerne mag !
Der Einstieg in das Buch gelingt leicht, sicher durch den tollen Schreibstil von Angelika Schwarzhuber, aber auch, weil die Geschichte und die Charaktere wirklich toll ausgeführt sind.

Obwohl es auch um ernste Themen geht, verliert das Buch nie seine Leichtigkeit – da hat Angelika Schwarzhuber bewiesen : man kann alles toll verpacken, wenn man nur mit dem richtigen Gefühl an die Geschichte geht. Wirklich, das ist mega !
Humor, Sonne, das Leben und die Liebe – Protagonistin Lucy wünscht sich das in der Karibik und strandet dann in Bayern….wo sich tolle neue Chancen auftun.
Mir hat dieses Buch so gut gefallen und ich habe mich in dieser Geschichte so wohl gefühlt, dass ich es mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet habe : ich wollte unbedingt wissen, wie es endet – hätte aber trotzdem so gerne weiter mit den Figuren in Bayern verweilt.
Ein toller Roman, der wunderbare Lesestunden beschert und den ich von ganzem Herzen empfehle !!!

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Rezensionen von Alo:

Müde vom Leben

Der Schlaf der Anderen von Tamar Noort

Schlafprobleme – klingt erst mal banal? Wer hat nicht schon mal ein oder zwei Nächte schlecht geschlafen. Doch wer länger nicht schlafen kann, für den wird das schnell existenziell. Schlaf ist lebenswichtig. Im Schlaf arbeitet unser glymphatisches System, die Putzkolonne fürs Gehirn, ohne es geraten wir gesundheitlich in echte Schwierigkeiten.

Der Schlaf der Anderen geht diesem Thema auf sehr eindringliche Weise nach. Dabei ist es kein Sachbuch über Schlafmedizin, sondern ein Roman, der zeigt, was Schlafentzug mit Menschen macht – persönlich und gesellschaftlich. Es geht um die Frage, wie Schlafmangel nicht nur das eigene Leben, sondern auch Arbeit, Familie und soziale Beziehungen verändert.

Die Handlung ist auf den ersten Blick schlicht: Zwei Frauen treffen aufeinander. Sina muss ins Schlaflabor, weil sie schon lange nicht mehr richtig schlafen kann. Jannis arbeitet dort als Nachtwache. Beide sind erschöpft, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch, müde vom Leben. Ihre Begegnung verändert etwas in ihnen.

Das Buch ist dabei klar feministisch und systemkritisch. Es wirft Fragen auf, etwa wie Gesellschaft und Arbeitswelt mit menschlichen Bedürfnissen wie Schlaf umgehen. Mir hat das sehr gefallen. Obwohl „nicht viel passiert“, hat der Roman enormen Tiefgang. Er hat mich beim Lesen zum Nachdenken gebracht und ich finde, genau das sollte Literatur tun.

Ich möchte dieses Buch allen empfehlen, die sich für feinfühlige, gesellschaftskritische Themen interessieren. Klare Leseempfehlung, auch das Hörbuch ist sehr gelungen.

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Rezensionen von Sonne89:

Gallien gewinnt

Idefix und die Unbeugsamen 08 von René Goscinny; Albert Uderzo; Lison d'Andréa; Philippe Clerc; Olivier Serrano

Der neue Idefix-Band enthält wieder mehrere Geschichten im Comic-Stil. Die Länge der Geschichten ist angemessen und eignet sich auch gut zum Vorlesen.
In der Hauptrolle befindet sich Idefix, auch die grundlegende Geschichte rund um Gallien und Rom, bekannt aus der Asterix und Obelix- Reihe wird grob umrissen.

In dieser Serie sind die gallischen Tiere im Mittelpunkt und trotzen Rom wie bisher. Idefix wird von seinen Freunden, genannt die Unbeugsamen, unterstützt. Zusammengesetzt aus Hunden, Katzen und Vögeln zeigt jeder seine Stärken und Schwächen und die Geschichte ist sehr unterhaltsam und humorvoll.
Zu Beginn des Comics werden alle Tiere kurz vorgestellt – bildlich und mit kurzem Lebenslauf. „Idefix und die Jagd nach dem grünen Fläschchen“ ist bereits der 8.Band der Reihe.
Natürlich gewinnt, wie immer, Gallien.

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Rezensionen von clematis:

Das Ende der Welt

Waldestod von Robert Preis

Emmi Beinhart fühlt sich nicht mehr wohl in der Wiener Zeitungsredaktion und hat schon ihre Kündigung vorbereitet, als Chefin Sani Kovacic ihr eine Reportage in der Steiermark vorschlägt, die sie nicht ablehnen kann. Eine schreckliche Hochwasserkatastrophe hat sich im abgelegenen Dorf Rabenwald - beinahe am Ende der Welt - ereignet, nachdem ein kleiner Bach weit über seine Ufer getreten ist, die persönlichen Berichte der Betroffenen sollen Emmi die Karriereleiter hinaufklettern lassen.

Völlig unpassend gekleidet landet die junge Journalistin naiv im waldreichsten Bundesland Österreichs und wird, wie schon vom Kollegen Sandberg vorgewarnt, nicht besonders freundlich von den Einheimischen empfangen. Zum Glück kann sie sich im Ferienhäuschen Sandbergs für ein paar Tage wohnlich einrichten und sogleich mit der Recherche beginnen, aber schon bald wird sie von unheimlichen Ereignissen eingeholt: da schleichen Männer in weißen Overalls durch den Wald, hängt eine Leiche am Baum, scheint jemand Emmi durchs Fenster zu beobachten. Alpträume suchen Emmi heim, bald weiß sie nicht mehr, ob sie phantasiert oder all das wirklich erlebt. Die düstere Stimmung mit den wortkargen Steirern, dem dunklen Wald und der unmittelbar vorangegangenen Naturkatastrophe fängt Robert Preis blendend ein, die fesselnde Geschichte nimmt zügig ihren Lauf. Sowohl für die Journalistin als auch für den Leser bleibt lange im Verborgenen, was hier genau passiert und wer welche Ziele vor Augen hat. Kann Emmi dem „Hausmeister für alles“ Severin Moser vertrauen oder will er sie nur unter Kontrolle halten? Warum reagiert der Bürgermeister so ablehnend und wieso richtet die Frau im Rollstuhl eine Flinte auf sie? Eine gespenstische Atmosphäre und entsetzte Gesichter prägen die seltsamen Vorgänge in einer Welt, die gerade aus den Fugen gerät, ja dem Untergang geweiht sein soll. Geheimnisvoll und mystisch mutet so manche Szene an, wie nebenbei und ohne oberlehrerhaft erhobenen Zeigefinger flicht Preis die Dynamik der Klimaveränderung in diesen Krimi ein und endet mit einer Hommage an den Wald als wertvollen Lebens- und Erholungsraum.

Ein bizarrer Krimi mit gruseligen Elementen und einer Erinnerung daran, wie wir unserer Umwelt begegnen sollten – unterhaltsam umgesetzt und daher eine Empfehlung wert.

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Rezensionen von carola1475:

Spannender Thriller mit origineller Idee und filmreif geschrieben

Sein Wille geschehe von Andrew Bridgeman

Fünf Tage vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten und seiner Vizepräsidentin wird ein 20 Jahre alter Cold Case gelöst. Der junge Ben Danvers und sein Zwillingsbruder wurden damals entführt und Ben jetzt durch einen Zufalls-DNA-Abgleich gefunden. Er ist der leibliche Sohn der zukünftigen Vizepräsidentin.

Sein ganzes Leben gerät aus den Fugen und er setzt sich ab und versucht, Hinweise zu finden in dem Haus, in dem er aufgewachsen ist.

Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven Bens, des Special Agent Briar Metcalf, der den Entführungsfall damals nicht lösen konnte, und seiner neuen Partnerin Special Agent Emma Noble. Die Kapitel enden oft mit Cliffhangern, so dass es schwierig ist, eine Lesepause einzulegen.

Andrew Bridgemans Schreibstil ist fesselnd, bildhaft und ironisch, kann aber auch nüchtern und distanziert sein bei den Aktionen der Antagonisten, die jetzt einen vor Jahrzehnten geschmiedeten Plan zum Abschluss bringen wollen. Das Umfeld für den perfiden Plan könnte nicht besser sein angesichts des aktuellen politischen Klimas, das der Autor in den Gesprächen seiner Protagonisten auch thematisiert.

Die Figurenzeichnung ist gelungen, die verschiedenen Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig. Emma überrascht mit einem speziellen familiären Hintergrund und Ben erfährt eine rasante und nachvollziehbare Entwicklung.

Die Handlung ist temporeich, spannend und komplex, es gibt viele unerwartete Wendungen, gegen Ende waren mir die Twists fast etwas zu viel. Ich hätte mir außerdem mehr Informationen zum Drahtzieher des Komplotts gewünscht. Dennoch hat mich 'Sein Wille geschehe' sehr gut unterhalten, Andrew Bridgeman ist ein überzeugendes Debüt gelungen. Ich vergebe 4,5 Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Ungewöhnliche Geschichte

Anna oder: Was von einem Leben bleibt von Henning Sußebach

Zum Inhalt:
Über seine Urgroßmutter weiß der Autor nicht viel. Es gab einige Fotos, Poesiealbum, Postkarten, eine Kaffeeservice, einen Verlobungsring. Doch wie soll man daraus eine ein Geschichte erzählen? Aber nach einer gewissen Zeit ergibt sich immer mehr ein Bild einer eigentlich gewöhnlichen Frau, die ein doch ungewöhnliches Leben geführt hat, weil sie sich gegen alle Widerstände nahm was sie wollte.

Meine Meinung:
Anna ist eine Frau, die ich persönlich gerne kennengelernt hätte, so ungewöhnlich wie sie für ihre Zeit war, so sympathisch wirkte sie auf mich. Natürlich hat der Autor sich die Freiheit genommen, Dinge zu ergänzen, da ihm nur wenig Informationen vorlagen. Nebenher bekommt man eine Geschichtsreise dazu und das hat mich auch noch fasziniert. Schön finde ich den Gedanken, ein Buch zu schreiben, damit eine Person nicht in Vergessenheit gerät. Ich hatte die Hörbuchversion und fand diese auch gut gelesen.
Fazit:
Ungewöhnliche Geschichte

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fundierte Analyse

Die Rückkehr des Krieges von Franz-Stefan Gady

Dieses, vom österreichischen Militäranalysten und Journalisten Franz Stefan Gady verfasste Sachbuch spricht das an, was spätestens seit dem 24. Februar 2022 in die Köpfe von uns in Europa Lebenden zurückgekehrt ist: Krieg in Europa. Nach dem Ende der NS-Diktatur sind Kriege zwischen einzelnen europäischen Staaten nicht mehr vorhanden, wenn man vom Jugoslawien-Krieg, der eher in die Kategorie Bürgerkrieg eingeordnet werden sollte, und der Annexion der Krim 2014, die man rückwirkend als Blaupause für den aktuellen Krieg in der Ukraine ansehen muss, aber 2014 mehr oder weniger achselzuckend ignoriert hat, absieht.

Franz Stefan Gady erläutert in insgesamt sieben Kapiteln, die in drei Abschnitte zusammengefasst sind, warum es notwendig ist, die Armeen in Europa (vor allem jene Deutschlands und Österreichs) wieder in Stand zu setzen.

„Denn in Europa haben wir vergessen, was der eigentliche Zweck einer Armee ist: Krieg gar nicht zuzulassen. Es wäre gut, wenn wir uns wieder daran erinnern. Möglichst schnell.“

Teil 1: Warum der Krieg wieder zurück ist
Kapitel 1: Fehleinschätzung als Kriegsgrund
Kapitel 2: Technologische Fehleinschätzungen
Kapitel 3: Strukturelle Fehleinschätzungen

Teil 2: Was wir über den Krieg wieder lernen müssen
Kapitel 4: Die konstante Natur des Krieges
Kapitel 5: Der wechselnde Charakter der Kriegsführung

Teil 3: Kriege der Zukunft
Kapitel 6: Was tun, wenn Kriege wahrscheinlicher werden?
Kapitel 7: Mit welchen Kriegen ist zu rechnen?

Gady zitiert mehrmals Clausewitz, der „Kriege als Fortsetzung der Politik“ sieht. Wenn Putin nach dem Zerfall der UdSSR von einer Wiederauferstehung eines Russlands in der Größe eines Zarenreiches oder gar eines stalinistischen träumt, und dies nicht auf einem Verhandlungsweg möglich ist, weil sich zahlreiche Sowjetrepubliken sich von der UdSSR losgesagt haben, und in seinen Augen abtrünnige Provinzen sind, die gewaltsam wieder in das Russische Reich zurückgeholt werden müssen, ist der Krieg in der Ukraine für ihn ein legitimes Mittel zur Fortsetzung der Politik.

Kommt uns das bekannt vor? Man muss sich nur an 1938 zurück erinnern, als die Appeasement-Politik die Annexion Österreich und der Tschechoslowakei („Heim ins Reich!“) durch Hitler-Deutschland hingenommen hat und erst mit dem Einmarsch in Polen quasi „aufgewacht“ ist. Soll es wieder soweit kommen, dass ein Land andere überfällt, um die Großmachtsfantasien eines Diktators zufriedenzustellen?

Der Autor sieht sich nicht als Kriegstreiber, sondern zeigt Fakten auf, die für den einen oder anderen Leser unbekannt und/oder verstörend sein können. Am Beispiel vergangener Kriege analysiert Gady die konstante Natur des Krieges (Kap. 4) sowie die sich wandelnden Charaktere der Kriegsführung (Kap. 5).

Dieses Buch sollte von all jenen Politikern gelesen werden, die die eigene Landesverteidigung seit Jahrzehnten kaputt gespart haben und sich darauf verlassen haben, dass andere ihnen im Ernstfall zu Hilfe kommen werden. In einem Ernstfall, der möglicherweise schneller eintritt, als erwartet. Daher sollte man sich auf den eigentlichen Zweck einer Armee besinnen: Einen Krieg gar nicht zulassen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem fundierten Sachbuch, das einige unangenehme Tatsachen auf den Tisch legt, 5 Sterne.

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Rezensionen von Sago:

Auf der Suche nach Antworten

The Last One - Schicksalsberührt (Band 1) von Rachel Howzell Hall

"Aber während ich zudrücke, flackert irgendetwas, vielleicht eine Erinnerung, in meinem Hinterkopf auf. Irgendjemand irgendwo hat mir einmal gesagt, dass ich zu schnell handle, zu schnell urteile, zu ungeduldig bin, um die besten Entscheidungen zu treffen, dass ich sorgfältiger über die Konsequenzen nachdenken muss.

"

Kai erwacht orientierungslos in einer fremd erscheinenden Welt. Selbst ihren Namen und Worte muss sie erst wiederfinden. Als ihr eine Diebin auch noch ihre Kleidung und ihr Amulett stiehlt, verschlägt es sie in das von Krankheit und Verfall gezeichnete, feindselige Dorf Maford. Ausgerechnet die Diebin und ihr Bruder, der äußerst attraktive Schmied Jadon, nehmen sie auf. Auf der Suche nach Antworten warten auf Kai nicht nur Überraschungen, sondern auch jede Menge Gewalt...

Das Buch barg für mich Licht und Schatten. Zu Beginn zog mich die düstere Schilderung des Settings in seinen Bann. Andererseits fand ich die Ursache, warum Kai in Maford festgehalten wird, arg konstruiert und der Aufenthalt im müffelnden Maford zog sich recht lang hin. Die Suche nach Kais Identität hat mich gefesselt, aber weder Kai selbst noch Jadon oder die beiden als Paar konnten mich berühren. Zum Ende hin wurde es noch einmal spannend als Überleitung zum zweiten Teil der Dilogie. Insgesamt wieder einmal ein Buch, dessen Inhalt nicht ganz mit der Individualität des wunderschönen Farbschnitts mithalten kann.

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Rezensionen von Ele:

Die Ritterburg

Nach dem Sommerregen von Kristina Pfister


Nach dem Sommerregen, Familienroman von Kristina Pfister, 350 Seiten, Fischer Verlag.
Der neue Roman von Kristina Pfister.
Die Familie Ritter trifft sich immer wieder in ihrem Ferienhaus, in dem sie früher den ganzen Sommer verbracht haben. Als sie zum 70. Geburtstag des Vaters dort zusammenkommen, ist es anders als gewohnt.

Inzwischen sind die Kinder selbst erwachsen, Cecilia die Älteste und Vernünftige, die immer alles wuppt und alles im Griff hat. Jonas der mittlere, Lehrer aber im Innersten ein Kind geblieben und Marika die jüngste, das Nesthäkchen, die ungewollt schwanger ist. Die Eltern lassen sich scheiden und das Haus soll verkauft werden. Deshalb beschließen die Geschwister sich zu ein paar letzten Wochenenden dort zu treffen und das Ferienhaus, welches nicht nur voll von altem Gerümpel sondern auch voller Erinnerungen ist, auszuräumen.
Jedes der Kinder, aber auch die Eltern haben ihre Probleme und Geheimnisse, welche nach und nach ans Licht kommen. Besonders für die Kinder ist es schwer loszulassen, da die Ferien und die Kindheit damals unbeschwert waren.
Das Buch teilt sich in vier Teile, beginnt mit dem Sommer und endet im Frühling. Die Kapitel sind wie die Wochenenden in Freitag, Samstag und Sonntag eingeteilt. Dazu kommen die Leseabschnitte die mit einer den Inhalt zusammenfassenden Überschrift versehen sind. Der Erzählstil ist flüssig, lebensnah und mit viel Humor, jedoch sind immer wieder Abschnitte die nachdenklich und traurig machen. Die Autorin schreibt im auktorialen Stil, so werden die Ansichten der verschiedenen Personen gut herausgearbeitet.
Die Figuren sind gut beschrieben und richtig authentisch, sie handeln nicht immer vernünftig aber glaubhaft. Meine Lieblingsfigur ist Cecilia, mit ihr konnte ich mich am ehesten identifizieren. Doch auch die anderen Personen sind sympathisch, eine Entwicklung war feststellbar. Nur Marianne, die Mutter mochte ich nicht, sie wirkt egoistisch und kalt. Hier werden eigentlich alltägliche Familienthemen äußerst gefühlvoll und lebensnah erzählt. Ehekrisen, überforderte Mütter, Spannungen im Geschwistergefüge, wie in so vielen Familien.
Den am Kapitelanfang kursiv geschriebenen Unterhaltungen, Chats bzw. Briefen konnte ich nicht immer folgen. Das war manches Mal zusammenhanglos und verwirrend. Die Spannungskurve war nicht besonders hoch, doch zum Ende hin wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Eine schöne Urlaubslektüre, die ich empfehlen möchte. Wer humorvolle Familiengeschichten, mit kleinen Verwicklungen mag, wird hier gut unterhalten. Mir hat der Roman gefallen. 4 Sterne.

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Rezensionen von liesmal:

Ein Ort, an dem Frauen sicher sind

Die Frauen vom Rosenhag. Traum vom Neubeginn von Corina Bomann

Schauplatz der Geschichte, zu der es einen Folgeband geben wird, ist die Hafenstadt Karlskrona in Schweden Anfang des 20. Jahrhunderts.

Liv gehört durch die Heirat mit Sten zur sogenannten „besseren Gesellschaft“. Doch sie lebt in einer lieblosen Ehe in einer Zeit, in der immer noch viele Frauen würdelos behandelt wurden, und zwar nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.

Es war eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit.

Eine Szene, in der Liv großen Mut beweist, zeigt, dass erst durch Frauen, die sich trauen, etwas bewegt werden kann, damit Frauen in der Zukunft anerkannt werden.

Marlene ist eine Frau, die sich für andere Frauen einsetzt. Sie ist eine Arbeiterfrau, deren Mann, ein Seefahrer, auf See gestorben ist.

Durch Zufall lernen sich die unterschiedlichen Frauen Liv und Marlene kennen. Langsam wird ihre Verbindung enger, und es ist schön zu lesen, wie die beiden ungleichen Frauen zu Freundinnen werden.

Marlene träumt von einem Ort, an dem Frauen sich sicher fühlen können. Dann ist da plötzlich dieses kleine Wildhüterhaus…

Kurze Kapitel und damit verbunden ein ständiger Perspektivwechsel sorgen für eine Spannung, die einfach nicht endet. Fast sieht es so aus, als ob sich Marlenes Traum erfüllen könnte. Doch es liegen eine Menge Steine im Weg. Auch Liv hat mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, und die Rechte der Frauen lassen wirklich kaum eine Möglichkeit, ihr Vorhaben zu verwirklichen.

Schön wird es – und hoffnungsvoll – als das Rosenhag ins Spiel kommt. Wieder einmal habe ich mit diesem Buch einen von A – Z fesselnden Roman von Corina Bomann gefunden, durch den ich viele spannende Lesestunden erleben konnte und den ich sehr gern weiterempfehle.

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