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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peedee:

Eine tödliche Leidenschaft

Sachertorte mit Schuss von Ulrike Moshammer

Valerie Thaller, Band 3: Im Kurort Bad Gastein steht Grosses bevor, und zwar in Form eines Tortenwettbewerbs, der im Fernsehen übertragen wird. In Valerie Thallers Grand Hotel ist auch ein Team der Konditoren untergekommen. Der Wettbewerb lockt viele Touristen an, einer davon wird beim Genuss einer Sachertorte kaltblütig erschossen.

Kurz darauf verschwindet ein Wettbewerbsteilnehmer. Als wäre das alles nicht Aufregung genug, ist ausgerechnet Valeries Schwager Christian der Hauptverdächtige! Valerie und ihre beste Freundin „müssen“ doch einfach ermitteln…

Erster Eindruck: Der Titel und das Cover gefallen mir sehr gut!

Dies ist Band 3 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.

Welch‘ eine Aufregung in Bad Gastein! Ein Tortenwettbewerb, bei dem es um österreichische Mehlspeisen geht, und der erst noch vom Fernsehen übertragen wird! Und dann ist da noch der Umbau eines Hauses in ein Zen-Kloster. Valerie, die Entspannung dringend nötig hat, geht mit ihrer Freundin Nora zu einem Vortrag des Zen-Meisters Schmidt. Allein seine Stimme sorgt bei ihnen schon für Entspannung – beide Frauen sind begeistert. Doch vorher ist ja noch dieser Wettbewerb.
Bei einer Walking-Runde kehren die Freundinnen in ein Café ein und geniessen die Ruhe. Diese wird jäh unterbrochen, als ein Gast beim Essen einer Sachertorte erschossen wird! Valerie informiert schnell Erwin und Dorothea von der Polizei. Sie will sich nicht vorwerfen lassen, dass sie sich wieder eingemischt und auf eigene Faust ermittelt hat.
Die ersten Ermittlungsergebnisse sind schockierend, denn als Hauptverdächtiger wird ausgerechnet Viktors Bruder Christian genannt. Die Familie ist entsetzt. Ich fand es berührend, dass Viktor, der die Alleingänge seiner Frau stets verurteilte, Valerie nun bittet, Christian zu helfen.

Valerie und Nora sind mit den besten Vorsätzen („nur gucken, alles der Polizei überlassen“) ausgerüstet, die aber auch dieses Mal wieder durch ihre Neugier zu Fall gebracht werden. Die Beschreibungen waren jeweils so bildhaft, dass ich beim Lesen über die Süssspeisen Sachertorte, Esterházy, Malakoff und Co. bestimmt ein Kilo zugenommen habe! Die Geschichte war – mit Ausnahme der Todesfälle natürlich – sehr amüsant. Von mir gibt es 4 Sterne. Warum nur habe ich jetzt Lust auf Schokolade?

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Rezensionen von Daggy:

Voller Fantasie und liebenswerter Gestalten

Die Insel der Schlasocks von Nils Mohl

Das Cover kommt sehr fröhlich daher, in der Mitte ist Jasper, der Held der Geschichte, zu sehen und um ihn herum die Schlasocks und andere Gestalten, die die Insel bewohnen.
Jetzt muss ich euch natürlich erstmal von Jasper erzählen und wie er auf diese Insel gekommen ist. Jasper wohnt mit seiner Schwester zusammen, die sich ständig Sorgen um das Geld machen muss.

Da sie die Wohnung sowieso bald verlieren soll Jasper vielleicht in ein Internat. Eiche ist ein alter Nachbar, dessen fauler Enkel Honz die Ferien bei ihm verbringen soll. Und dann gibt es diese Drohne, mit der Honz wegfliegen soll, die beiden Jungen haben aber andere Pläne und so steigt Jasper auf die Drohne und landet auf dieser ungewöhnlichen Insel auf der Schlasocks hausen. Zottelige Gestalten, die alle unterschiedlich aussehen, leider wollen sie keine Fremden auf der Insel und ein Kind schon gar nicht. Doch Jasper ist eine pfiffiger Junge und er versucht mit den Inselbewohnern Freundschaft zu schließen.
Wir erleben zusammen mit Jasper eine fantastische Reise und ungewöhnliche Abenteuer. Die Bewohner der Insel sind so fantasievoll erdacht und die Illustrationen sind einfach so erstklassig gezeichnet, dass sie unsere Fantasie enorm unterstützen. Wir bangen mit Jasper und freuen uns mit ihm, wenn seine manchmal doch sehr wagemutigen Pläne gelingen. Fantastisch, abenteuerlich und voller verrückter Ideen, ein Buch, das man einfach lesen muss.

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Rezensionen von Cxicken:

Maskierter Unmut

Schattengrünes Tal von Kristina Hauff

Der Roman der, bereits etablierten, Autorin Kristina Hauff namens „Schattengrünes Tal“ behandelt die Geschichte einer jungen Frau namens Lisa und deren Umfeld, nachdem eine neue Person in ihr Leben kommt und irgendwie alles auf den Kopf stellt. Wird Lisa es schaffen, alles wieder hinzurichten?
Doch zuerst will ich auf die Gestaltung eingehen.

Den Titel mag ich sehr gerne. Er löst bei mir direkt eine Assoziation und ein Bild in meinem Kopf aus. Auch inhaltlich ist er sehr passend. Mit dem Coverbild kann ich hingegen eher weniger anfangen. Zwar sehen die Vögel sehr ästhetisch aus, jedoch passt es irgendwie nicht so komplett zur Geschichte. Die Farbe des Buchdeckels überzeugt mich wiederum wieder. Es handelt sich hier um ein dunkles Waldgrün, was mir auch bei dem Titel in den Kopf kam.
Die Themen sind vielseitig: Von Eltern-Kind-Beziehungen über Fremdgehen, Wunsch nach Glück, Einsamkeit und vielen weiteren Aspekten. Diese sind auch sehr überzeugend in den Roman eingebunden. Am Anfang des Romans standen so viele Fragen offen im Raum, die sich während der Erzählung auch verschärft haben, jedoch gelang es Hauff schlussendlich eine runde Geschichte zu veröffentlichen. Die Geschichte hat mich auch ziemlich emotional mitgenommen. Insbesondere bei einigen Taten des Ehemanns der Protagonistin „Simon“ war ich wirklich aufgebracht und geschockt.
Damit kann ich auch zu den Charakteren übergehen: Diese empfand ich als sehr authentisch. Zwar gab es, wie immer, auch einige Personen, die nur kurz vorkommen und man deshalb auch nur deren Oberfläche kennt, dies fiel jedoch nicht als ein negativer Aspekt auf.
Zum Schreibstil kann ich tatsächlich nicht so viel sagen, da er mir nicht besonders auffiel. Also nicht positiv oder negativ.
Zusammengefasst kann ich den Roman insbesondere Leser:innen empfehlen, die zum einen eine Verbindung zur Natur/zum Schwarzwald haben (hier spielt der Roman nämlich), die vielleicht auch eine schwierige Beziehung zu ihren Eltern führen oder sich auch persönlich stark belasten.

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Rezensionen von Cxicken:

Zuhause kann ich ich sein.

Wohin du auch gehst von Christina Fonthes

Mit ihrem Debütroman „Wohin du auch gehst“ erzählt die Autorin Christina Fonthes eine emotional mitreißende, lebhafte Geschichte über das Leben von queeren Afrikaner:innen und generationsübergreifenden Fehlern.
Wie es von dem Verlag Diogenes gewohnt ist, sagt das Cover von alleine nicht viel aus.

Es ist eine schwarze Frau mit einem Afro abgebildet, die die lesende Person direkt anschaut. Hierbei könnte es sich um eine der Protagonistinnen Bijoux oder Mira handeln, richtig deutlich wird es jedoch nicht. Auch der Buchdeckel ist sehr schlicht, in einem dunklen Blau, gehalten. Bestimmt hätte man eine etwas auffälligere Gestaltung wählen können, was jedoch nicht mit der Devise des Verlages übereinstimmt.
Die Themen sind sehr hart und vielfältig. Es geht um Selbstbestimmtheit, Sexualität, Vergewaltigungen, Religion, Geschlechterrollen und Vorurteile. Diese Themen werden an der Geschichte von Mira und Bijoux dargestellt. Bijoux ist queer und ihre Tante kann dies nicht akzeptieren. Aber auch Mira hat in ihrem Leben bereits schlimmes erlebt und konnte dies nicht wirklich aufarbeiten. Die Geschichte ist allesamt rund und auch zum Ende tun sich stetig Plot Twists auf. Manchmal kann man diese vorahnen, meist kommen sie jedoch aus dem Nichts. Es war wirklich bis ganz zum Ende spannend.
Auch die Charaktere sind sehr authentisch. Man kann insbesondere mit den Protagonistinnen sympathisieren und deren Geschichte nachvollziehen.
Der Schreibstil ist erwähnenswert, da immer wieder Begriffe aus der Sprache der Einheimischen aus der Demokratischen Republik Kongo verwendet, da dort die Charaktere herkommen. Die kann für einige Menschen bestimmt etwas verwirrend wirken, hat mir jedoch geholfen mich in die Geschichte einzufühlen.
Ich kann den Roman allen Menschen empfehlen, die ihr Sichtfeld erweitern wollen, speziell in dem Bezug auf das Verständnis von Queerness in Mittelafrikanischen Ländern, spezifisch Kongo. Ich kann die Empfehlung nicht auf eine Altersgruppe festmachen, da ich denke, dass fast alle Menschen etwas finden, mit dem sie resonieren können.

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Rezensionen von Ameland:

Inhaltlich wie auch sprachlich ein Highlight

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Im Winter 1900 wird in dem schottischen Dorf Skerry ein Junge an den Strand gespült. In dem Pfarrhaus, in das er zunächst gebracht wurde, kann er nur ein paar Tage bleiben. Danach nimmt sich die Lehrerin Dorothy des Jungen an. Sie verlor vor Jahren ihren eigenen Jungen an das Meer. Dieser unbekannte Junge weckt nicht nur bei ihr Erinnerungen an jene Zeit und Nacht als Moses verschwand.

Julia R. Kelly hat ihre Charaktere sehr lebendig gezeichnet. Ich konnte mich mit ihnen freuen, habe mit ihnen gelitten und manche Person hätte ich gerne geschüttelt. Besonders Dorothy hätte ich gerne ein paar Ratschläge mit auf den Weg gegeben. Als sie in das Dorf kommt, wird sie als hochnäsig empfunden. In Wirklichkeit mangelt es ihr aufgrund einer lieblosen und wenig wertgeschätzten Kindheit nur an Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Sie muss erst lernen sich selbst zu vertrauen und auch Gefühle zu zeigen.

Die Atmosphäre des Romans ist melancholisch und teilweise bedrückend. Diese Stimmung wird zusätzlich durch die Mythen, die Abgeschiedenheit des Dorfes, das raue Meer und das harte Leben der Bewohner noch verstärkt. Rückblicke, Erinnerungen und die aktuellen Geschehnisse sind wie einzelne Puzzleteile, die nach und nach ein Gesamtbild ergeben.

Dieser Junge war nicht nur ein Geschenk für Dorothy, sondern für das ganze Dorf. Die Geschichte kommt still und leise daher, bewegt und berührt durch die Schicksale der Dorfbewohner. Eine Liebe, die nicht gelebt werden kann, unerwiderte Liebe, Sehnsüchte, unerfüllte Träume, Neid, Verlust, Schuld, Verzeihen und kleine Glücksmomente machen dieses Buch zu etwas Besonderem.

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Rezensionen von Anndlich:

Die drei ??? sind zurück!

Die Auferstehung von Andreas Eschbach

Vor vielen Jahren verschwand eine junge Frau im Regenwald, nun taucht sie plötzlich wieder auf. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews haben den drei ??? mittlerweile den Rücken gekehrt, sind Erwachsen und alle in unterschiedlichen Bereichen tätig. Doch der Fall der Auferstandenen kommt bei allen Dreien auf den Tisch und so finden sie einander wieder, um einen neuen Fall zu lösen, der sie in die eigene Vergangenheit befördert.

Die Auferstehung von Andreas Eschbach ist eine Reunion der drei ??? in ihren 50er Jahren, deren Freundschaft vor einiger Zeit in die Brüche ging und die nun doch wieder zusammen finden. Der Bruch zwischen den Dreien ist auch lange ein großes Thema, weswegen der Fall selbst nur langsam ins Rollen kommt und erst sehr spät konnten allen Fakten präsentiert werden. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir das drei ??? Universum nicht so geläufig ist, aber alles rund um die Freundschaft war für mich leider weniger interessant und ich hätte gerne mehr Spannung im Bezug auf den Fall gehabt. Dieser war für mich jedoch sehr vorhersehbar und konnte mich leider nicht vom Hocker hauen.
Mir gefiel die Idee, die drei ??? zurückzuholen und sie als Erwachsene zu zeigen. Die Beschreibung der einzelnen Charaktere und ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen, aber der Zwist zwischen ihnen war weniger meins und ich hätte stattdessen lieber mehr Twists im Fall gehabt. Auch hier gefiel mir zwar die Idee, jedoch war es mir zu vorhersehbar.

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Rezensionen von Sternzauber:

Sehr persönlich, berührend und erschreckend – das Leben und Sterben einer geliebten Schwester

Lilianas unvergänglicher Sommer von Cristina Rivera Garza

Das Cover von „Lilianas unvergänglicher Sommer“ von Christina Rivera Garza stellte mich im ersten Moment vor eine Herausforderung, denn ich konnte mir zunächst keinen Reim darauf machen, wie das Bild einer Schwimmerin zum Inhalt passt. Doch nach der Lektüre darf ich verraten, dass das Coverbild wirklich ausgesprochen gut harmoniert und eine wunderbare Abrundung des Textes bildet.

Außerdem gefällt es mir wirklich sehr gut und zeigt eine faszinierende Unterwasserszene.

Die Autorin erzählt in diesem Buch von der Ermordung ihrer Schwester und davon, wie sie nach vielen Jahrzenten versucht ihr, dem schrecklichen Verbrechen und dem Mörder nahe zu kommen, um zu verstehen, um zu trauern, um auf eine gewisse Art loslassen zu können und um zu erinnern. Sie möchte auf das Leben und den Tod ihrer Schwester aufmerksam machen, so wie darauf, dass es immer noch viele Gewalttaten gegen Frauen gibt, einfach, weil sie Frauen sind.

In sehr schöner Sprache und starkem Ausdruck beschwört Christina Rivera Garza das Bild ihrer Schwester herauf und lässt uns LeserInnen teilhaben am Leben einer jungen Frau, die mitten im Leben stand, vielfältige Talente besaß, sehr geschätzt und geliebt wurde und der Mittelpunkt ihrer Freundesclique war. Sie erzählt von Lilianas Einstellung zur Liebe und davon, wie es geschah, dass diese in den Umkreis ihres zukünftigen Mörders geriet. Dabei ist der Schmerz zu spüren, den die Autorin mit sich trägt und die Ungläubigkeit ob der schrecklichen Entwicklung, aber auch die Liebe zu ihrer Schwester. Und bei aller Tragik und Grausamkeit der Situation konnte ich das Buch doch gut lesen und empfinde es als wichtiges Zeugnis der Erinnerung und der Mahnung – Femizide müssen verhindert werden!

Die Autorin erzählt in eigenen Erinnerungen und zeigt ihre Bemühungen zur Aufklärung des Verbrechens auf, lässt aber auch offizielle Dokumente und Zeitungsartikel einfließen und Weggefährten sowie Familienangehörige zu Wort kommen. Außerdem sind Texte von Liliana eingefügt, die selber sehr viel schrieb und die Informationen „aus erster Hand“ liefern. Mich hat es erstaunlich schnell durch das Buch gezogen und durch die Abwechslung der Texte und Darstellungen war die Lektüre sehr kurzweilig. Sehr gut gefallen hat es mir zudem, dass z. B. die Zeitungsartikel auch als solche gestaltet dargestellt wurden und einzelne Fotos im Buch zu finden sind.

„Lilianas unvergänglicher Sommer“ ist ein erstaunlich intimes und persönliches sowie berührendes Buch, das das Leben und Sterben einer lebenslustigen, kreativen, talentierten und bedrohten Frau beleuchtet. Ich wünsche der Autorin, dass sie mit diesem Buch ihrer Trauer Ausdruck verleihen und ein bleibendes Erinnerungswerk an ihre Schwester schaffen konnte, das viele LeserInnen finden wird!

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Rezensionen von dannylovesreading:

Ein Zoo voller Sieger

Die großen Spiele im Zoo von Sophie Schoenwald

Sophie Schoenwald begeistert wieder mit einem herrlich charmanten und witzigen Kinderbuch rund um Zoodirektor Alfred Ungestüm, Iganz Pfefferminz Igel und die anderen tierischen Bewohner des Zoos. In “Die großen Spiele im Zoo”, erschienen im Baumhaus-Verlag im Juli 2025, geht es diesmal sportlich zu, denn die Tiere treten in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an.

Beim 100-Meter-Lauf, Hochsprung, Kugelstoßen oder Schwimmen zeigen die Tiere, was sie können, doch dabei schneiden in den unterschiedlichen Sportarten naturgemäß einige besser ab als andere. Schnell zeigt sich, dass nicht jeder automatisch in “seiner” Sportart am besten ist. Das sorgt, trotz des olympischen Gedanken, Dabeisein ist alles, für Frust. Doch rührige Zoodirektor hat eine Idee und erfindet die Regeln einfach neu. Plötzlich triumphieren auch die langsamen Tiere und Teamgeist macht alle zu Siegern.

Die Illustrationen von Günther Jakobs sind ein absolutes Highlight. Kindgerecht, bunt und detailreich stecken sie voller kleiner Überraschungen, bei denen es viel zu entdecken und zum Schmunzeln gibt.

Die Geschichte vermittelt spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger, dass jeder auf seine Art gewinnen kann. Ein absolut empfehlenswertes Kinderbuch voller Humor, Witz und liebenswerter Charaktere. Perfekt zum Vorlesen und Mitfiebern.

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Rezensionen von BarbaraM:

Wenn Erinnerung nach Reis duftet

Onigiri von Yuko Kuhn

Onigiri – das sind diese kleinen japanischen Reisbällchen, oft liebevoll von Hand geformt, einfach und doch voller Bedeutung. Schon der Titel hat mich berührt, denn er steht im Buch sinnbildlich für so vieles: Für Fürsorge, für das, was zwischen den Generationen weitergegeben wird, für all das, was man mit Worten vielleicht nicht mehr sagen kann – aber mit einem gemeinsam zubereiteten Essen doch ausdrücken kann.

Yuko Kuhn erzählt in Onigiri die Geschichte von Aki, die mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter nach Japan reist – in das Land, das für die Mutter einst Heimat war. Dort ist ein halbes Jahr zuvor Akis Großmutter gestorben. In Japan beginnt sich die Mutter langsam zu verändern. Etwas in ihr wird wach, etwas, das in Deutschland schon fast verschwunden schien. Aki erkennt in ihr plötzlich eine Frau, die sie so kaum kannte: selbstbewusst, mutig, neugierig.
Für mich war es unglaublich berührend zu sehen, wie über kleine Gesten, über Erinnerungen – aber auch über das gemeinsame Essen – wieder Verbindung entsteht. Die Onigiri stehen dabei fast wie ein stilles Symbol für Zugehörigkeit, für Liebe, für Identität. Und vielleicht auch für Trost.
Das Buch ist eher leise, aber emotional sehr kraftvoll. Yoko Kuhns Sprache ist zurückhaltend, nie überladen – und gerade dadurch so eindrücklich. Sie zeigt auf eine sehr feine Art, wie groß die Spannungen sein können, in denen Menschen leben, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind – besonders die Mutterfigur hat mich tief bewegt. Ihr Schweigen, ihr Aufblühen in Japan, ihre innere Zerrissenheit bleiben mir lange im Gedächtnis.
Onigiri ist für mich ein wunderschönes, tiefgehendes Buch über Erinnerung, Herkunft, Verlust – und über das, was uns trotz allem miteinander verbindet. Ich habe es in aller Ruhe gelesen, oft innegehalten – und ich weiß, dass es noch lange in mir nachklingen wird.

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Rezensionen von Pusteblümchen:

Auf der Flucht!

Deckname: Bird von Louise Doughty

Die gesamte Handlung dreht sich um Heather Berriman genannt Bird. Sie arbeitet für eine Abteilung des britischen Geheimdienstes. Völlig unerwartet gerät sie während einer Besprechung in die Rolle der Verdächtigen. Dank ihrer jahrelangen beruflichen Erfahrung weiß sie, was das bedeutet. Sie muss weg, jetzt und sofort.

Ihre Flucht liest sich wie eine Reise durch unterschiedliche Länder. Dabei muss sie immer wieder neue Rollen einnehmen.
Es ist ein spannender Thriller, der weniger von Action, sondern mehr von seiner atmosphärischen, stets leicht beklemmenden Stimmung lebt und der mit Tiefgang brillant geschrieben ist.
Der Schreibstil ist ruhig und beobachtend, aber stets voller Spannung, eine Kombination, die mich beeindruckt hat. So war ich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Für mich war es das erste Buch von Louise Doughty, aber nun bin ich durchaus gespannt auf weitere Werke von ihr.

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