Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Eine niedliche kleine Maus fühlt sich groß
Maus geht auf große Reise von Friederike Dammermann
Auf dem Cover ist Maus zu sehen, die mit einer großen gelben Tasche auf eine Reise gehen möchte.
Zunächst packt Maus, die schon groß ist und alleine verreisen kann, ihre Tasche. Was sie mitnimmt, ist doch etwas ungewöhnlich. Schon vor der Höhle trifft sie Eichhörnchen, das sie nach ihrem Ziel fragt.
Da denkt Maus nach und das Bild zeigt unsere kleine Maus, die nachdenklich ein Pfote ins Gesicht hält. Vom Nachdenken wird sie hungrig, doch da schlägt Eichhörnchen vor, dass sie gemeinsam reisen können. Bald treffen sie auf Frosch, der sie zum Segeln einlädt. So paddeln sie gemeinsam in der gelben Tasche auf dem Teich und sehen von dort die Wohnung unseres Eichhörnchens.
Eine niedliche kleine Geschichte über eine Maus, die sich groß genug fühlt, allein die weite Welt zu erobern. Dass diese Welt nicht ganz so weit ist und dass sie am Abend wieder von ihrer Mama in die Arme genommen wird, wundert sicher nur uns Erwachsenen, die Kinder für die dieses Buch geschrieben und gezeichnet wurde, werden sich in der Maus finden und das Abenteuer gerne als Zuschauer begleiten.
Klare schöne Zeichnungen und kurze Texte werden das Buch sicher zum oft gewünschten Vorlesebuch machen.
Rezensionen von Daggy:
Witzige Tier mit Buchstaben
Buchstabentiere von Maria Vohn
Der Titel „Buchstabentiere ist wörtlich zu nehmen, denn alle Tier haben genau wie die Giraffe auf dem Cover, ihren Namen auf das Fell geschrieben. Die zwei Kinder neben dem Tier finde ich echt witzig.
Zwischen den Schuppen des Fisches kann man die Buchstaben „FISCH“ lesen, auch das Meer und das Schiff sind mit ihrem Namen versehen.
Der kleine gereimte Text lebt vom Wiederholen der Worte. „Seine Kuh auf grüner Wiese nannte Bauer Lauter Liese“ daneben sehen wir die zartgrüne Kuh mit ebendiesen Buchstaben. Die Ziege erfährt auf der nächsten Seite, dass es Erdbeereis gibt, dass ihr im Hörnchen angereicht wird. Da der Hase in Bieelfeld wohnt, kann man in den Sprechblasen lesen „Bielefeld“ „Das gibt es doch gar nicht“ ein Gag für die Erwachsenen, aber den Kinder schwierig zu erklären. Eisbär, Schnecke, Fuchs, Giraffe, Katze, Löwe und Maus werden in kurzen witzigen Reimen vorgestellt und zuletzt geht es um den Wal. „Neulich traf ich einen Wal, doch das war nicht in Wuppertal.“ Das hätte mich auch gewundert.
Ein humorvolles Pappbilderbuch mit einem gereimten Text und Tieren, deren Bezeichnung wir von ihnen ablesen können.
Rezensionen von Daggy:
Hervorragender 3. Band um tolle Kids, die ihren Weg machen werden
Neue Heimat 0502 von Frauke Angel
Diesmal erzählt Vivi, die Ghettoqueen aus Nummer 0502 die Geschichte. Sie macht sich im Moment sehr große Sorgen um ihre Mutter. Die hübsche junge Frau ist arbeitslos und ertränkt ihre Sorgen immer häufiger im Alkohol. Deshalb ist Vivi eine ganze Zeit nicht mehr bei der Neue-Heimat-Gang aufgetaucht, denn sie wollte ihre Mutter nicht unbeobachtet lassen.
An einem Morgen trifft sie dann auf Enna, deren Tourette-Aussprüche, inzwischen weniger krass sind. Die beiden sind entsetzt, denn im Eingangsbereich des Hochhauses gibt es Blutspuren, die in den Fahrstuhl führen. Nachdem sie der Spur nachgegangen sind, melden sie den Vorfall der Polizei. Doch die sehen das nicht als Fall an und so werden alle Spuren beseitig. Die Gang wir sofort benachrichtigt und der lässt die Sache keine Ruhe. Trotzdem genießen sie den Sommer und gehen in der Kiesi schwimmen und lassen sich die Pommes mit Majo im Paradies schmecken. Dort unternehmen die Kids so einiges, um den Umsatz voranzubringen.
Es passiert wieder eine ganze Menge in und um die Hochhäuser und an der Kiesgrube. Jack und Joy werden zu zwei Personen, Vivians Mutter Nelly arbeitet wieder, Polizisten tauchen bei Firuz mit einer Überraschung auf und dann geht es noch um Häusliche Gewalt und die Rettung einer Ente.
Ich hab das Buch in einem Rutsch lesen müssen, weil es so spannend war und weil die Schicksale dieser Kinder und ihrer Familien so viel Zündstoff bietet, dass ich einfach dranbleiben musste.
Ich muss noch etwas zu den kleinen Bildern am Anfang eines jeden Kapitels sagen, sie sind so schön gezeichnet und machen neugierig aufs Lesen.
Rezensionen von Daggy:
Informatives Sachkinderbuch
memo Wissen. Fossilien von Paul D. Taylor
Schon auf dem Cover ist ein wunderschöner schillernder Ammonit zu sehen, neben ihm kleine Exponate. Ein kleiner Querschnitt der verschiedenen Funde zeigt die erste Doppelseite, es folgt die Inhaltsangabe, die mit der Frage „Was ist ein Fossil?“ beginnt. Es sind Überreste oder Spuren von Tieren oder Pflanzen, so hat die Forschung gezeigt, das es seit 3,5 Milliarden Jahren Leben auf unserer Erde gibt.
Die wissenschaftliche Erforschung begann vor 300 Jahren und einige Kinder mache sich die Paläontologie zum Hobby und suchen selbst nach Versteinerungen. Aber einige Funde werden selbst von Fachleuten als selten eingestuft, einige davon werden hier beschrieben. Mich haben die bunten Schnecken, die man oben auf Seite 26/27 sieht, fasziniert, aber wenn sie man zu Fossilien werden, geht diese Farbe leider verloren. Ein lebendes Fossil ist der Nautilus, sein Foto ist ebenfalls sehr schön. Das Kapitel „Fossile Brennstoffe“ erklärt, was wir da alles nutzen, um uns das Leben angenehmer zu machen. Natürlich kommen wir in diesem Buch nicht an den Dinosauriern vorbei, ihnen sind einige Seiten gewidmet. Zum Ende des Buches können wir uns Werkzeuge anschauen, die für die Fossiliensuche genutzt werden.
In diesem Buch gibt es viele Informationen, interessante Tipps und schöne Fotos. Da werden uns Menschen vorgestellt, die als Paläotologen bekannt wurden. Kleine Kästchen, durch ein Auge gekennzeichnet, bringen Ein- und Rückblicke zum Thema. Sicher werden viele junge Forscher*innen, dieses Buch verschlingen und als Ratgeber und Lexikon nutzen. Ich kann es sehr empfehlen!
Rezensionen von Daggy:
Abenteuer in Edo
Die Zeit-Agenten 6. Die Mission des Samurai von S. J. King
Acht Kinder aus aller Welt verbergen sich unter dem Begriff „Zeit-Agenten“, sie werden eingesetzt, wenn der Zeitdieb Mora versucht in der Vergangenheit Einfluss zu nehmen.
Diesmal werden Sarah aus Jordanien, die gerne schreibt und Notizbücher sammelt, und Alex nach Edo, das ehemalige Tokio, geschickt.
Unterstützt werden sie von dem magischen Vogel Tempo, der immer wieder „Kuckuck“ ruft.
Natürlich tragen die beiden die passende Kleidung, die uns zum Ende des Buches beschrieben und erklärt wird. Bald treffen die beiden auf einen Samurai, der eine Botschaft überbringen soll. Wenn der Shogun diese Nachricht nicht erhält, könnte es in Japan zu Kampfhandlungen kommen. Die beiden Zeit-Agenten tun alles um den jungen Krieger zu unterstützen, denn Mora versucht mit allen Mitteln, die Übergabe der Nachricht zu verhindern.
Das Buch ist reich mit schwarz-weiß-Zeichnungen bebildert und der Text ist leicht zu lesen. Allerdings habe ich Zweifel, dass es 1750 schon Nudeln-to-go gab. An einer Stelle leiht sich Sarah Strohhüte, die auf den Bildern nicht betragen werden. Kleinigkeiten sicher, aber da bin ich etwas pingelig.
Rezensionen von Daggy:
Da macht das Entdecken der Umgebung Spaß
Schau genau hin! von Giselle Clarkson
Ein ungewöhnliches Sachbuch über die Tiere, die so um uns rum kreuchen und fleuchen. Die Kinder werden aufgefordert, wie der Titel es schon sagt, zu gucken und zu beobachten. Dazu gehört natürlich auch das richtige Werkzeug. „Beobachtologie“ ist die Kunst des genauen Hinschauens und die wird hier gelehrt.
Gegliedert ist das Buch in vier perfekte Orte für Expeditionen, es beginnt mit der „feuchten Erde“. Dort finden wir neben Schnecken auch Pilze, Landasseln und Hundertfüßer. Zu jedem dieser Tiere finden wir viel Informationen und wir lernen, wie und wo wir sie finden. Aber auch der „Gehweg“ kann zu einer Fundgrube an Tieren werden, das sehen wir Ameisen, Flechten, Würmer und wir können Vögel beobachten. Sehr interessant fand ich, wie man einen Wurm richtig rettet. Auch „zugewucherte Flecken“ eignen sich zur Tierbeobachtung, Bienen und Wespen sind hier zu finden. „Hinter dem Vorhang“ finden wir Fliegen, Schaben, Spinnen und Nachtfalter.
Eine Seite ist der Fruchtfliege gewidmet, ein Insekt, dass meist nervig ist. Hier schaut es uns mit seinen „umwerfend roten Augen“ an. Auch die Überschrift „Beobachtung mit den Ohren“ hat mir gut gefallen, den auch Insekten machen unterschiedliche Geräusche. Was ist der Unterschied zwischen Nachtfalter und Schmetterling, wüsstet ihr da die Antwort?
Man kann viel lernen als Beobachtologe oder Beobachtologin, dieses Buch endet mit einer Abschlussprüfung und dann kann man seinen Namen in der Urkunde eintragen.
Viele leicht verständliche und gut lesbare Informationen und viele ausführliche Zeichnungen machen dieses Handbuch aus. Empfehlenswert für alle die neugierig auf ihre nähere Umgebung sind und die bereits sind mit offenen Sinnen in der Natur unterwegs zu sein.
Rezensionen von peedee:
Eine tödliche Leidenschaft
Sachertorte mit Schuss von Ulrike Moshammer
Valerie Thaller, Band 3: Im Kurort Bad Gastein steht Grosses bevor, und zwar in Form eines Tortenwettbewerbs, der im Fernsehen übertragen wird. In Valerie Thallers Grand Hotel ist auch ein Team der Konditoren untergekommen. Der Wettbewerb lockt viele Touristen an, einer davon wird beim Genuss einer Sachertorte kaltblütig erschossen.
Kurz darauf verschwindet ein Wettbewerbsteilnehmer. Als wäre das alles nicht Aufregung genug, ist ausgerechnet Valeries Schwager Christian der Hauptverdächtige! Valerie und ihre beste Freundin „müssen“ doch einfach ermitteln…
Erster Eindruck: Der Titel und das Cover gefallen mir sehr gut!
Dies ist Band 3 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.
Welch‘ eine Aufregung in Bad Gastein! Ein Tortenwettbewerb, bei dem es um österreichische Mehlspeisen geht, und der erst noch vom Fernsehen übertragen wird! Und dann ist da noch der Umbau eines Hauses in ein Zen-Kloster. Valerie, die Entspannung dringend nötig hat, geht mit ihrer Freundin Nora zu einem Vortrag des Zen-Meisters Schmidt. Allein seine Stimme sorgt bei ihnen schon für Entspannung – beide Frauen sind begeistert. Doch vorher ist ja noch dieser Wettbewerb.
Bei einer Walking-Runde kehren die Freundinnen in ein Café ein und geniessen die Ruhe. Diese wird jäh unterbrochen, als ein Gast beim Essen einer Sachertorte erschossen wird! Valerie informiert schnell Erwin und Dorothea von der Polizei. Sie will sich nicht vorwerfen lassen, dass sie sich wieder eingemischt und auf eigene Faust ermittelt hat.
Die ersten Ermittlungsergebnisse sind schockierend, denn als Hauptverdächtiger wird ausgerechnet Viktors Bruder Christian genannt. Die Familie ist entsetzt. Ich fand es berührend, dass Viktor, der die Alleingänge seiner Frau stets verurteilte, Valerie nun bittet, Christian zu helfen.
Valerie und Nora sind mit den besten Vorsätzen („nur gucken, alles der Polizei überlassen“) ausgerüstet, die aber auch dieses Mal wieder durch ihre Neugier zu Fall gebracht werden. Die Beschreibungen waren jeweils so bildhaft, dass ich beim Lesen über die Süssspeisen Sachertorte, Esterházy, Malakoff und Co. bestimmt ein Kilo zugenommen habe! Die Geschichte war – mit Ausnahme der Todesfälle natürlich – sehr amüsant. Von mir gibt es 4 Sterne. Warum nur habe ich jetzt Lust auf Schokolade?
Rezensionen von Daggy:
Voller Fantasie und liebenswerter Gestalten
Die Insel der Schlasocks von Nils Mohl
Das Cover kommt sehr fröhlich daher, in der Mitte ist Jasper, der Held der Geschichte, zu sehen und um ihn herum die Schlasocks und andere Gestalten, die die Insel bewohnen.
Jetzt muss ich euch natürlich erstmal von Jasper erzählen und wie er auf diese Insel gekommen ist. Jasper wohnt mit seiner Schwester zusammen, die sich ständig Sorgen um das Geld machen muss.
Da sie die Wohnung sowieso bald verlieren soll Jasper vielleicht in ein Internat. Eiche ist ein alter Nachbar, dessen fauler Enkel Honz die Ferien bei ihm verbringen soll. Und dann gibt es diese Drohne, mit der Honz wegfliegen soll, die beiden Jungen haben aber andere Pläne und so steigt Jasper auf die Drohne und landet auf dieser ungewöhnlichen Insel auf der Schlasocks hausen. Zottelige Gestalten, die alle unterschiedlich aussehen, leider wollen sie keine Fremden auf der Insel und ein Kind schon gar nicht. Doch Jasper ist eine pfiffiger Junge und er versucht mit den Inselbewohnern Freundschaft zu schließen.
Wir erleben zusammen mit Jasper eine fantastische Reise und ungewöhnliche Abenteuer. Die Bewohner der Insel sind so fantasievoll erdacht und die Illustrationen sind einfach so erstklassig gezeichnet, dass sie unsere Fantasie enorm unterstützen. Wir bangen mit Jasper und freuen uns mit ihm, wenn seine manchmal doch sehr wagemutigen Pläne gelingen. Fantastisch, abenteuerlich und voller verrückter Ideen, ein Buch, das man einfach lesen muss.
Rezensionen von Cxicken:
Maskierter Unmut
Schattengrünes Tal von Kristina Hauff
Der Roman der, bereits etablierten, Autorin Kristina Hauff namens „Schattengrünes Tal“ behandelt die Geschichte einer jungen Frau namens Lisa und deren Umfeld, nachdem eine neue Person in ihr Leben kommt und irgendwie alles auf den Kopf stellt. Wird Lisa es schaffen, alles wieder hinzurichten?
Doch zuerst will ich auf die Gestaltung eingehen.
Den Titel mag ich sehr gerne. Er löst bei mir direkt eine Assoziation und ein Bild in meinem Kopf aus. Auch inhaltlich ist er sehr passend. Mit dem Coverbild kann ich hingegen eher weniger anfangen. Zwar sehen die Vögel sehr ästhetisch aus, jedoch passt es irgendwie nicht so komplett zur Geschichte. Die Farbe des Buchdeckels überzeugt mich wiederum wieder. Es handelt sich hier um ein dunkles Waldgrün, was mir auch bei dem Titel in den Kopf kam.
Die Themen sind vielseitig: Von Eltern-Kind-Beziehungen über Fremdgehen, Wunsch nach Glück, Einsamkeit und vielen weiteren Aspekten. Diese sind auch sehr überzeugend in den Roman eingebunden. Am Anfang des Romans standen so viele Fragen offen im Raum, die sich während der Erzählung auch verschärft haben, jedoch gelang es Hauff schlussendlich eine runde Geschichte zu veröffentlichen. Die Geschichte hat mich auch ziemlich emotional mitgenommen. Insbesondere bei einigen Taten des Ehemanns der Protagonistin „Simon“ war ich wirklich aufgebracht und geschockt.
Damit kann ich auch zu den Charakteren übergehen: Diese empfand ich als sehr authentisch. Zwar gab es, wie immer, auch einige Personen, die nur kurz vorkommen und man deshalb auch nur deren Oberfläche kennt, dies fiel jedoch nicht als ein negativer Aspekt auf.
Zum Schreibstil kann ich tatsächlich nicht so viel sagen, da er mir nicht besonders auffiel. Also nicht positiv oder negativ.
Zusammengefasst kann ich den Roman insbesondere Leser:innen empfehlen, die zum einen eine Verbindung zur Natur/zum Schwarzwald haben (hier spielt der Roman nämlich), die vielleicht auch eine schwierige Beziehung zu ihren Eltern führen oder sich auch persönlich stark belasten.
Rezensionen von Cxicken:
Zuhause kann ich ich sein.
Wohin du auch gehst von Christina Fonthes
Mit ihrem Debütroman „Wohin du auch gehst“ erzählt die Autorin Christina Fonthes eine emotional mitreißende, lebhafte Geschichte über das Leben von queeren Afrikaner:innen und generationsübergreifenden Fehlern.
Wie es von dem Verlag Diogenes gewohnt ist, sagt das Cover von alleine nicht viel aus.
Es ist eine schwarze Frau mit einem Afro abgebildet, die die lesende Person direkt anschaut. Hierbei könnte es sich um eine der Protagonistinnen Bijoux oder Mira handeln, richtig deutlich wird es jedoch nicht. Auch der Buchdeckel ist sehr schlicht, in einem dunklen Blau, gehalten. Bestimmt hätte man eine etwas auffälligere Gestaltung wählen können, was jedoch nicht mit der Devise des Verlages übereinstimmt.
Die Themen sind sehr hart und vielfältig. Es geht um Selbstbestimmtheit, Sexualität, Vergewaltigungen, Religion, Geschlechterrollen und Vorurteile. Diese Themen werden an der Geschichte von Mira und Bijoux dargestellt. Bijoux ist queer und ihre Tante kann dies nicht akzeptieren. Aber auch Mira hat in ihrem Leben bereits schlimmes erlebt und konnte dies nicht wirklich aufarbeiten. Die Geschichte ist allesamt rund und auch zum Ende tun sich stetig Plot Twists auf. Manchmal kann man diese vorahnen, meist kommen sie jedoch aus dem Nichts. Es war wirklich bis ganz zum Ende spannend.
Auch die Charaktere sind sehr authentisch. Man kann insbesondere mit den Protagonistinnen sympathisieren und deren Geschichte nachvollziehen.
Der Schreibstil ist erwähnenswert, da immer wieder Begriffe aus der Sprache der Einheimischen aus der Demokratischen Republik Kongo verwendet, da dort die Charaktere herkommen. Die kann für einige Menschen bestimmt etwas verwirrend wirken, hat mir jedoch geholfen mich in die Geschichte einzufühlen.
Ich kann den Roman allen Menschen empfehlen, die ihr Sichtfeld erweitern wollen, speziell in dem Bezug auf das Verständnis von Queerness in Mittelafrikanischen Ländern, spezifisch Kongo. Ich kann die Empfehlung nicht auf eine Altersgruppe festmachen, da ich denke, dass fast alle Menschen etwas finden, mit dem sie resonieren können.











