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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sternzauber:

Weihnachtlicher Zauber und berührende Tiefe - einfach wunderschön!

Frau Elises Stand der kleinen Weihnachtswunder von Vanessa Göcking

„Frau Elises Stand der kleinen Weihnachtswunder“ wird von einem wunderschönen Cover geziert, das bei mir unmittelbar für Weihnachtsstimmung sorgt. Vor allem die liebevollen Details gefallen mir extrem gut und auch die Farben sind sehr harmonisch aufeinander abgestimmt. Entfernt man den Schutzumschlag, so ist auch das Buch selber sehr schön gestaltet, es gibt einen hübschen Farbschnitt und auch im Inneren erwarten uns LeserInnen einige gestalterische Highlights.

So sind nicht nur die Kapitelanfänge und -abschlüsse visuell sehr schön inszeniert, sondern es gibt auch noch ein Page Overlay – dieses Buch ist wirklich schon alleine optisch etwas ganz Besonderes!

Aber für mich persönlich toppt die Geschichte selber die Optik sogar noch! Wobei ich eigentlich sagen müsste „die Geschichten“, denn das Buch ist, passend zum Advent, in 24 Kapitel aufgeteilt und jeden Tag lernen wir LeserInnen eine neue Geschichte kennen, die die Besucher an Frau Elises Stand auf dem Winterswalder Weihnachtsmarkt bringen. Mir gefällt dieses Konzept unglaublich gut und ich habe mich jedes Mal sehr auf eine neue Begegnung gefreut, bin aber auch begeistert, wie gut die einzelnen Geschichten in die Rahmenhandlung eingebunden sind.

Vanessa Göcking erzählt in einem angenehm leichten Ton, der mühelos lesbar ist und sie hat mich mitgenommen in eine ganz leise, zarte Geschichte, die ich wirklich liebe. Sie enthält unglaublich viel Weihnachtszauber, kommt aber ohne Kitsch und Glitzer aus, sondern wirkt eher nachdenklich und tiefgründig – auf die bestmögliche Art! Denn die Charaktere sind sehr authentisch und lebensnah gezeichnet, so dass mich die Dinge, die sie bewegt haben, schnell erreichen und berühren konnten. Ich habe wirklich mit ihnen gefühlt und das trotz der kurzen Zeit bzw. der wenigen Seiten, die ich sie nur jeweils kennen lernen durfte. Am allermeisten nachgehallt hat bei mir nach der Lektüre jedoch das Gefühl von Hoffnung und Zuversicht, dass das ganze Buch durchdringt und das finde ich einfach wundervoll!

Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht verraten, denn es ist einfach zu schön, Frau Elise und ihrer Besucher selber kennen zu lernen, so dass ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte. Verraten kann ich aber noch, dass für mich auch der Abschluss des Buches einfach perfekt war und die einzelnen Episoden zuvor wunderbar abgerundet hat. Und zudem gibt es am Ende sogar noch ein Rezept, das uns noch weiter in Frau Elises Welt hinein bringen kann und auf dessen Zubereitung ich mich schon richtig freue!

„Frau Elises Stand der kleinen Weihnachtswunder“ ist für mich der perfekte Adventsbegleiter, denn ich liebe einfach alles an diesem Buch! In meinem Regal wird es einen Ehrenplatz erhalten und ich werde es sicherlich immer wieder zur Hand nehmen, denn die Geschichten wirken nach. Ich würde am liebsten gleich 10 Sterne vergeben, empfehle es von Herzen gerne weiter und wünsche euch eine zauberhafte Lesezeit damit!

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Die vielfältigen Facetten der Trauer

Jeder Mensch kann trauern von Eric Wrede; Fee Vogel

Das Cover von „Jeder Mensch kann trauern“ von Fee Vogel und Eric Wrede ist sehr schlicht gestaltet und gefällt mir genau deshalb sehr. Titel und Farben sprechen für sich, ganz ohne die typischen und oft etwas kitschigen Bildergänzungen, die viele Bücher zum Thema zieren. Auch im Inneren erwartet uns LeserInnen eine klare Gestaltung, Textelemente die von Erfahrungen berichten, heben sich jedoch optisch vom restlichen Text ab und auch Bereiche, die zu eigenen Überlegungen anregen sind visuell sofort erkennbar – das gefällt mir sehr!

Fee Vogel und Eric Wrede nehmen uns in diesem Buch sehr intensiv mit hinein in das Gefühl der Trauer.

An Hand verschiedener Kapitel und Schwerpunkte beleuchten die beiden fachlich geschulten AutorInnen viele verschiedene Facetten dieses Erlebens. So geht es z. B. um körperliche, seelische und soziale Aspekte, um Trauer bei Kindern und am Arbeitsplatz. Sehr gefallen hat mir zudem, dass sich der erste Teil an Menschen richtet, die gerade sehr akut trauern und der zweite Teil Unterstützung bietet, wenn der Verlust bereits eine Weile zurück liegt.

Als besonders wertvoll habe ich es beim Lesen empfunden, dass die Autoren ganz offensichtlich spürbar bereits viel Erfahrung mit trauernden Menschen haben und sie nicht müde werden zu betonen, wie individuell Trauer ist. Es kann also so sein, wie beschrieben, oder ganz anders. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass die Impulse dadurch beliebig werden, sondern im Gegenteil Raum schaffen, um sich selber zwischen den Zeilen zu entdecken, zu hinterfragen und seinen eigenen Weg damit finden zu können. Dieses Buch will nicht schnell „alles wieder gut machen“, sondern es nimmt an die Hand, zeigt, dass Trauer zum Leben dazu gehört und wie wir für uns ganz persönlich einen guten Weg finden können, um sie in unser neues Leben zu integrieren.

Die Texte lesen sich angenehm flüssig, leicht und sind so unterteilt, dass ich immer kleinere Abschnitte habe, denen ich mich widmen kann. Gerade in Zeiten, in denen es den Lesenden nicht gut geht und vielleicht die Kraft für lange Passagen fehlt, finde ich diese Einteilung sehr gelungen. Auch die Anregungen zur Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken und Gefühlen finde ich sehr anregend und wertvoll. Bereiche für Eintragungen sind zwar viel zu knapp bemessen, dienen aber scheinbar auch mehr als Platzhalter, denn als tatsächliche Schreibfläche. Zudem gibt es ganz am Ende auch noch einen Abschnitt der sich damit befasst, dass auch wir als Gesellschaft Trauer brauchen. Diese Gedanken waren für mich ganz neu, haben mich aber stark zum Nachdenken angeregt und nachgeklungen. Zudem gibt es Einordnungshilfen und Anlaufstellen für den Fall, wenn sich die Trauer festgesetzt hat sowie weitere Literaturempfehlungen, was dieses Buch für mich perfekt abrundet.

„Jeder Mensch kann trauern“ ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Buch. Ein Buch, dass uns als Menschen sehr nah kommt, das an die Hand nimmt, das vor allem aber auch Mut macht, denn der Titel ist auf jeden Fall Programm. Deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und auch, wenn man gerade nicht akut trauert, bietet es meiner Meinung nach wertvolle Lesestunden (z. B. um trauernde im Umfeld besser zu verstehen) – ich wünsche euch eine anregende Lesezeit!

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Eine Hexen-Familie mit besonderer Mission

Die Hexen vom Honeysuckle House von Liz Parker

Das Cover von „Die Hexen vom Honeysuckle House“ gefällt mir sehr, denn es passt meiner Meinung nach unglaublich gut zur Geschichte und strahlt mit der dunklen Gestaltung etwas Mystisches aus. Es wirkt sogar ein bisschen bedrohlich und gleichzeitig aber auch cosy und das ist eine sehr stimmige Mischung zur diesem Buch.

Eine tolle Ergänzung ist dazu der tolle Farbschnitt, der die Gestaltung wunderbar ergänzt und auch den goldenen Einband des Buches finde ich super schön! Dazu kommt, dass es auch im Inneren immer wieder Gestaltungselemente gibt, die das Leseerlebnis visuell untermalen und das sorgt dafür, dass dieses Buch optisch wirklich ein Highlight ist!

Die Geschichte erzählt von den beiden Hexen-Schwestern Florence und Evie, die ein schweres Erbe tragen. Denn ihre Familie ist verflucht und alle 13 Jahre stirbt ein geliebter Mensch. Jede auf ihre Weise versuchen sie über die Jahre den Fluch zu brechen, doch als sich das Wesen ihres magischen Hauses plötzlich verändert und ein Raum Feuer fängt, müssen sie sich doch zusammen tun und sich ihrer Vergangenheit stellen, um das Schlimmste zu verhindern.

Eigentlich lese ich keine Fantasy Bücher, weil es nicht mein bevorzugtes Genre ist, aber da es hier auch um eine Buchhandlung geht und ich Bücher-Bücher liebe, hat mich dieses Buch dann doch so gereizt, dass ich es unbedingt lesen wollte – und ich habe es nicht bereut! Neben der wunderschönen Gestaltung hat mich nämlich eine Geschichte erwartet, die mich absolut in ihren Bann gezogen hat. Liz Parker schreibt sehr angenehm und flüssig, so dass sich der Text sehr leicht lesen lässt und die Schwestern haben sich sehr schnell in mein Herz geschlichen. Sowohl sie, als auch andere Charaktere wirken auf mich stimmig und ihre Handlungen nachvollziehbar. Es wird zudem aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so dass ich den Frauen der Familie Caldwell sehr nahe kommen durfte. Ich mag das sehr, zu mal ich somit besonders stark mit ihnen fühlen durfte. Zu den Hexen der früheren Generationen hätte ich oft gerne etwas mehr erfahren, doch das hätte hier auch mit Sicherheit einfach den Rahmen der Geschichte gesprengt.

Beim Lesen entspann sich eine sehr komplexe und auch tiefgründige Familiengeschichte, deren Zusammenhänge sich erst nach und nach gezeigt haben. So entstand, in Kombination mit der Bedrohung des Fluches, ein starker Sog und eine große Spannung, die sich bis zuletzt gehalten hat – toll! Sehr gefallen hat mir zudem, dass das Haus einen eigenen und lebendigen Charakter darstellt. Ein solches Element kannte ich bisher aus keiner anderen Geschichte, habe aber festgestellt, dass mich dieses hier sehr berühren konnte.

Die Geschichte vereint sehr elementare und existentiell bedeutsame Themen mit cosy Momenten, wunderbarer Unterhaltung, Liebe in verschiedenen Facetten und Spannung – jedoch ohne großen Grusel. Mir hat diese außergewöhnliche Mischung und die Lesezeit in dieser ganz eigenen magischen Welt sehr gefallen und ich möchte „Die Hexen vom Honeysuckle House“ wärmstens weiter empfehlen – viel Freude beim Lesen!

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Sehr berührende Geschichte mit Tiefgang und Atmosphäre

Jede Seite an dir von Jana Crämer

Das Cover von „Jede Seite an dir“ ist einfach zauberhaft! Ich liebe die farbliche Gestaltung genau so, wie die zarten bildlichen Elemente und die perfekt abgestimmten Schriften. Das ergänzende Highlight der Gestaltung ist dann natürlich noch der Farbschnitt der das besondere Erscheinungsbild perfekt abrundet und veredelt – insgesamt ein wunderschöner Anblick!

Die Geschichte erzählt von Romy, die die Stille und Sicherheit ihrer Buchhandlung liebt und sich zwischen den Regalen vor der Welt versteckt.

Doch dann wird ihr Mietvertrag gekündigt und die einzig greifbare Rettung scheint ein Deal, der allem entgegen steht, was Romy verkörpert, denn der Social-Media-Star Max braucht ihren Laden als Kulisse für eine groß angelegte Kampagne. Es prallen Welten aufeinander und trotz der gravierenden Unterschiede entsteht etwas zwischen den Beiden, das sich echt anfühlt…

Ich kannte Jana Crämer bisher nicht, durfte aber mit „Jede Seite an dir“ feststellen, dass mich ihre sehr intensive und authentisch-offene Erzählweise absolut in ihren Bann gezogen hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass diese Geschichte so viel Tiefe zeigen und so viele ernste Themen aufgreifen würde. Cover und Beschreibung waren für mich eher ein Hinweis auf eine Wohlfühlgeschichte und dieses Buch hat auch durchaus Elemente dieser, geht jedoch viel tiefer und konfrontiert die LeserInnen auf sehr eindrückliche, weil nachvollziehbare und fühlbare Weise mit sehr ernsten Themen wie z. B. Mobbing, psychischen Erkrankungen, Selbstliebe und dem Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen. Doch keine Sorge, es ist nicht nur schwer, sondern macht auch große Freude diese Geschichte zu lesen und Romy und Max zu begleiten. Denn es gibt auch viele wunderschöne Szenen, die Leichtigkeit, Romantik, Humor, Bücherliebe und weihnachtlichen Zauber hinein bringen.

Die tollen Inhalte werden ergänzt durch eine sehr angenehme und oft sogar richtig schöne Sprache, die sich leicht lesen lässt und mich daher ganz in die Geschehnisse hat eintauchen lassen. Ich habe zudem so intensiv mitgefühlt, dass mich die Geschichte gar nicht mehr losgelassen hat und ich mehrfach Tränen in den Augen hatte – wundervoll! Für mich persönlich hätte es zwar gerne weniger Spice sein dürfen, aber die Authentizität der Geschichte hat mich wirklich umgehauen. Im Nachwort berichtet die Autorin, dass sie selber Erfahrungen mit einigen der schwierigen Themen des Buches gemacht hat und das erklärt für mich auch, warum sich diese Geschichte so nah, so echt und so schmerzhaft-schön anfühlt. Ich möchte Jana Crämer am liebsten für ihren Mut danken, der sicherlich auch so vielen anderen Menschen eine Stimmer gibt und dafür sorgt, dass sie sich nicht so ganz alleine fühlen mit ihren Erfahrungen.

Mich begeistert, bewegt und erfreut dieses Buch sehr, weshalb ich es von Herzen gerne weiter empfehlen möchte. Als Geschichte mit viel Tiefe und wichtigen Themen, aber auch einfach als tolle Lektüre – viel Freude beim Lesen!

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Sinnsuche und der persönliche Lebensweg

Das Cafe am Rande der Welt von John P. Strelecky

Das Cover von „Das Café am Rande der Welt“ gefällt mir sehr und vor allem hat es für mich einen hohen Wiedererkennungswert - seit Jahren habe ich es vor Augen und nun habe ich das Buch auch endlich gelesen. Die starken Farben sind ein absoluter Eyecatcher und wirken trotzdem harmonisch. Auch im Inneren wird die Geschichte von Bildern im gleichen Stil begleitet und jeden Kapitelanfang ziert ein kleiner Bilderrahmen.

Mir gefällt das sehr und die naive Bildsprache passt meiner Empfindung nach auch wunderbar zur Geschichte, genau wie die Wärme, die vor allem das satte Gelb ausstrahlt.

John Strelecky erzählt die Geschichte eines gestressten Managers, der auf dem Weg in den Urlaub ist, als er buchstäblich vom Weg abkommt und in einem ganz besonderen Café am Rande der Welt landet. Er wird mit tollem Essen versorgt, jedoch auch mit Fragen zum Sinn des Lebens konfrontiert und führt so eindrückliche Gespräche, dass in ihm etwas in Bewegung gerät…

Für mich ist es das erste Buch des Autors und ich mochte sehr, wie einfach, aber eindrücklich er seine Geschichte erzählt. Auf nur 127 Seiten entfaltet er sehr konzentriert eine Geschichte über die wesentlichen Fragen des Lebens und darüber, was uns wirklich wichtig ist, wie wir leben möchten. Er wählt einfache Worte und anschauliche Vergleiche, was mir sehr gefallen hat und was der Tiefe der Themen viel Raum lässt. Diese Geschichte regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, bietet Gesprächsanlässe und die Möglichkeit seine eigenen Einstellungen, Wünsche und Bedürfnisse zu hinterfragen. Völlig unaufgeregt und ohne dramatische Gesten führt der Autor uns LeserInnen zu der Erkundungsmöglichkeit des eigenen Lebenssinns.

Mir hat dieses Gedankenexperiment sehr gefallen und ich spüre, dass es in mir arbeitet. Ich bin wirklich gespannt, was diese Geschichte im Nachhinein noch in mir anregt und möchte sie all jenen LeserInnen empfehlen, die sich mit den großen Fragen des Lebens beschäftigen – viel Freude beim Entdecken!

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Vielschichtigkeit, Tiefe und starke Emotionen – ein ganz besonderes Buch!

Wolkenberührpunkt von Christoph Kramer

Ich finde das Cover von „Wolkenberührpunkt“ super stimmig und einfach schön! Das angenehme Himmelblau, die Wolke, der Mast und die drei Personen darauf ergeben ein faszinierendes Bild, das zudem hervorragend zur Geschichte passt und auch die anderen Elemente sind sehr stimmig ergänzt.

Erzählt wird eine Vergleichsgeschichte – auf der einen Seite der behütete und privilegierte Fußballweltmeister, auf der anderen Seite ein Mann, der nie ein echtes Gefühl von „Zuhause“ und „selbstverständlicher Geborgenheit“ erleben durfte.

Der Klappentext bleibt bei diesem zweiten Buch von Christoph Kramer recht vage und so wusste ich nicht so wirklich, auf was ich mich da einlasse. Für mich war es das erste Buch des Autors und ich bin absolut positiv überrascht worden, denn mit einer solchen emotionalen Wucht und Tiefe hatte ich überhaupt nicht gerechnet – wirklich toll! Zum Inhalt werde ich nicht mehr verraten, da es schade wäre versehentlich zu spoilern, aber ich möchte erwähnen, dass diese Geschichte auf zwei Ebenen erzählt wird. Es gibt die rahmenden und einordnenden, sehr reflektierten Passagen mit der Stimme des Autors und daneben deutlich längere Passagen, die die Lebensgeschichte seines Gegenübers erzählen. Diese beiden Elemente sind auch optisch ganz anders gestaltet, was mir sehr gefällt und ich liebe die Symbiose, die diese beiden miteinander bilden. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass dieser Wechsel einen solchen Sog und solche Kraft erzeugt und bin ganz begeistert davon.

Diese Eigenschaften weist aber eigentlich auch das ganze Buch auf. Egal in welchem Bereich, hat mich die Erzählung sehr bewegt, mitfühlen lassen, zum Nachdenken angeregt und nachgeklungen. Immer wieder wanderten meine Gedanken zu dem Gelesenen zurück und es erstaunt mich sehr, wie Vielschichtig und Tief der Text ist. Viele sehr elementare und existenziell bedeutsame Fragen werden in dieser Geschichte aufgeworfen und stimmig thematisiert, doch die Atmosphäre ist keinesfalls so bedrückend, wie es auf den ersten Blick scheinen könnte. Im Gegenteil: es gibt wunderbar heitere und herzerwärmende Gegenspieler, die für eine angenehme Leichtigkeit und Hoffnung sorgen, ohne den wesentlichen Themen ihre Daseinsberechtigung und Ernsthaftigkeit zu nehmen.

Christoph Kramer schreibt in sehr leichter und eingänglicher Form, so dass sich die Geschichte sehr schnell liest. Doch für mich war es trotzdem kein „durchrauschen“, sondern ich habe immer wieder innegehalten und das Gelesene hat ohnehin auch nach der Lektüre weiter in mir gearbeitet. Dabei fand ich es sehr erfrischend und beeindruckend, wie ehrlich und offen die Passagen aus Sicht des Autors wirken und wie selbstreflektiert er uns an seinem Leben teilhaben lässt.

„Wolkenberührpunkt“ ist für mich eine wunderbare und absolut überzeugende Entdeckung, die mich mit Tiefe, Vielfalt und starken Emotionen begeistert hat. Es ist ein ganz besonderes Buch, dem ich ganz viele glückliche LeserInnen wünsche und deshalb möchte ich es von Herzen weiter empfehlen – viel Freude beim Lesen!

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Eine tolle Mischung aus Wissensvermittlung, Unterhaltung und Anregung

Achtsam faulenzen von Heike Abidi; Daniela Nagel

Das Cover von „Achtsam faulenzen“ gefällt mir sehr, denn die Gestaltung ist für mich sehr stimmig und klar, aber trotzdem auch ein wenig verspielt und es passt hervorragend zu dem ersten Buch der beiden Autorinnen. Der faule Koala ist zudem „herzallerliebst“ und stimmt wunderbar auf das Thema ein.

Auch im Inneren überzeugt mich das Layout und ich mag vor allem die visuelle Auflockerung durch Überschriften in anderer Schriftart, grau unterlegte Bereiche und kleine Koalas, die manche Texte begleiten sowie die Kapitel einläuten.

Heike Abidi und Daniela Nagel nähern sich dem Thema Faulenzen im Buch auf sehr vielseitige Weise und beleuchten es aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. Sie werfen genau so einen Blick in die Geschichte, wie auf das Heute, teilen persönliche Erlebnisse mit uns und liefern anderweitige Fallbeispiele, berichten aus der Wissenschaft und Forschung, aber auch aus dem Alltag. Dabei wirken die Inhalt auf mich sehr gut recherchiert und kompetent verknüpft. Trotz der Tatsache, dass Faulenzen in der Regel eher negativ bewertet wird, ist dies ein sehr wohlwollender Blick darauf und wir erfahren als LeserInnen, wie viele positive Seiten diese Art der Freizeitgestaltung hat.

Und trotzdem ist dies kein trockenes Wissensbuch, sondern den beiden Autorinnen ist es in ihren abwechselnd verfassten Texten gelungen, mich bei der Lektüre richtig gut zu unterhalten. Ja, es ist ein Sachbuch, aber ich hatte beim Lesen mehr das Gefühl eines inhaltlich anregenden Gespräches, als das der unbedingten Wissensvermittlung – so konnte ich viele neue Erkenntnisse und Einblicke sammeln, ohne mich belehrt zu fühlen und hatte auch noch Spaß dabei. Eine sehr gelungene Mischung! Und es gab sogar eine Geschichten, die mich sehr berührt hat sowie viele Anschauungsbeispiele, die mich ebenfalls erreichen konnten.

Daniela Nagel und Heike Abidi schreiben in sehr flüssiger und angenehm leichter Sprache, so dass das Lesen an sich mühelos gelingt und haben ihre Texte auch immer wieder mit direkter Ansprache an die LeserInnen gespickt, was ich sehr mag. Zudem gibt es eine Checkliste und einen Test, um sich selber ein wenig einschätzen zu können.

Alles in allem ist „Achtsam faulenzen“ ein sehr abwechslungsreiches, anregendes und tolles Buch, das mir neben viel inhaltlichem Wissen und konkreten Denkanstößen eine sehr unterhaltsame Lesezeit geschenkt hat. Für mich ist es ein wirklich bereicherndes Buch und ich möchte es sehr gerne allen interessierten LeserInnen empfehlen – viel Freude beim Entdecken!

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Freundschaft und Neuanfang in Schweden – wunderbar!

Die Regenschwimmerin von Romy Fölck

Ich finde das Cover von „Die Regenschwimmerin“ von Romy Fölck wunderschön und genieße es sehr, dass es mich sofort nach Schweden mitnimmt, wo dieser Roman auch spielt. Das Bild strahlt meinem Empfinden nach eine ganz besondere Atmosphäre aus und ich finde, dass auch die Kombination mit Titel und Autorinnenname wunderbar gelungen ist.

In diesem dritten Roman erzählt Romy Fölck die Geschichte von drei Frauen, die sich auf einer kleinen Insel bei Stockholm wieder begegnen. Judith will dort nach dem Scheitern ihrer Ehe zur Ruhe kommen und ihr Leben neu ordnen, während Evi mit einer Taubheit in ihren Fingern kämpft, die ihr Leben als Künstlerin bedroht. Als Jugendliche waren die Beiden beste Freundinnen, hatten sich jedoch zerstritten und fühlen dennoch ihre alte Verbundenheit, als sie sich nun nach langer Zeit wieder sehen. Zudem treffen sie auf Marga, die Waldfrau der Insel, die nur bei Regen im See schwimmt und die den Frauen vorlebt, dass es sich immer lohnt für ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen – und für die Freundschaft.

Ich kenne bereits den ersten Roman der Autorin und habe mich sehr auf dieses neue Buch gefreut, das mich nun auch wirklich sehr begeistert hat. Romy Fölcks Art zu erzählen gefällt mir ausgesprochen gut und es fasziniert mich vor allem, wie sehr es ihr gelingt mich in die Buchwelt hineinzuziehen und mich mitfühlen zu lassen. Ich bin regelrecht durch die Seiten geglitten und wollte gar nicht mehr auftauchen aus dem Geschehen. Die Autorin baut die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven auf und lässt uns LeserInnen diese aus der Sicht von Marga, Evi und Judith erleben. Durch diese Wechsel können wir ganz nah am Geschehen, erst recht aber an den Gefühlen der Protagonistinnen bleiben und das mochte ich sehr. Zudem erzeugen sie eine zusätzliche Spannung, die die Geschichte im positiven Sinne weiter treibt und die mich noch mehr dazu verleitet hat, immer weiter lesen zu wollen.

Neben den intensiven Gefühlen, die ich in der Geschichte miterleben durfte, haben mich auch die atmosphärischen Beschreibungen der Umgebung und der Stimmungen begeistert. Sie haben mich mitgenommen auf diese schwedische Insel und einen ganz eigenen Kosmos der ProtagonistInnen heraufbeschworen, in dem ich mich sehr wohl gefühlt habe. Die Charaktere erscheinen mir authentisch und lebensnah mit all ihren Brüchen, Unsicherheiten und Problemen, aber auch mit ihren Hoffnungen, Sehnsüchten und Glücksmomenten.

„Die Regenschwimmerin“ ist für mich eine rundum stimmige Geschichte, die authentische Emotionen und die Höhen und Tiefen des Lebens einfängt. Es geht um Freundschaft, Selbstbestimmung, Trauer und Verlust, die Macht der Erinnerungen und verschiedene Lebensentwürfe, sowie den Mut, nach Niederschlägen aufzustehen und neu zu beginnen. Mich hat diese kraftvolle Geschichte absolut für sich eingenommen und ich merke, dass sie in mir arbeitet… Ich empfehle sie von Herzen gerne weiter und wünsche euch ganz viel Freude beim Lesen!

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Bereichernde Einblicke und wertvolle Anregungen

Gärtnern für die Artenvielfalt von Jasmin Schreiber

Ich liebe das wunderschöne Cover von „Gärtnern für die Artenvielfalt“ von Jasmin Schreiber. Die petrol-türkise Grundfarbe entspricht sehr meinem Geschmack, vor allem begeistert mich aber die Kombination mit den feinen Zeichnungen aus der Tier- und Pflanzenwelt, die gemeinsam ein wunderschönes Bild ergeben, das einlädt dieses Buch kennen lernen zu wollen.

Auch die Kapitelanfänge im Buch sind in dieser Weise, aber in unterschiedlichen Farben gestaltet und das gefällt mir unheimlich gut. Zudem gibt es auch im Verlauf des Textes immer wieder kleine, kolorierte Zeichnungen von Tieren und Pflanzen, die die Seitenstruktur auflockern und Freude machen. Und nicht zuletzt sind auch ab und zu Fotos eingefügt, die Impressionen aus dem Garten der Autorin bieten. So schenkt dieses Buch neben der reinen Lektüre auch immer wieder sehr schöne visuelle Anregungen und veranschaulicht das Gelesene, was mir sehr gefällt.

Jasmin Schreiber ist Biologin und vermittelt in „Gärtnern für die Artenvielfalt“ auf lockere und angenehme Art und Weise viel Wissenswertes rund um das Thema. Dabei wirken ihre Aussagen gut durchdacht und kompetent, greifen aber auch den Gartenalltag und das reale Lebensumfeld von uns Hobby-GärtnerInnen auf, so dass die Anregungen nahbar und umsetzbar erscheinen - Das ist mir sehr wichtig! An mancher Stelle geht sie zwar sehr ins Detail, so dass die grauen Zellen der LeserInnen stärker beansprucht werden, doch für mich war der gesamte Text als Laie gut verständlich. Besonders positiv möchte ich hervorheben, dass es für die Autorin offensichtlich nicht nur um die Vermittlung reinen Fachwissens geht, sondern dass sie auch persönliche Überlegungen und Einblicke anfügt. Das macht das Lese- und Lernerlebnis für mich viel persönlicher und wertvoller und gerade diese Dinge haben bei mir für besonders viele Denkanstöße gesorgt. Über die Frage, wem ein Garten eigentlich wirklich gehört, hatte ich mir zuvor zum Beispiel noch nie Gedanken gemacht und fand die Auseinandersetzung damit sehr bereichernd.

Überhaupt hat dieses Buch für mich einige Dinge angestoßen, die ich versuchen werde in meinem Garten und meiner Umgebung umzusetzen und die mir sehr wichtig erscheinen. Das Buch hat mir bei der Einordnung mancher Themen geholfen, mir viele neue Informationen geliefert und zudem dafür gesorgt, dass ich manches bisherige Wissen hinterfrage. Zudem war es auch einfach eine angenehm-interessante Lektüre und die schöne Gestaltung das i-Tüpfelchen – ich möchte dieses Buch von Herzen gerne weiter empfehlen und all jenen LeserInnen ans Herz legen, die sich für die Artenvielfalt einsetzen wollen bzw. eigentlich allen GärtnerInnen – viel Freude beim Entdecken!

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Eine neue Perspektive aufs Fest

Siggi Silberfisch von Julia Regett

Ich mag das Cover von „Siggi Silberfisch – staubige Weihnachten“ sehr, denn es strahlt eine gewisse Festlichkeit, aber auch eine kecke Frische aus. Außerdem dürfen wir LeserInnen Siggi Silberfisch direkt kennen lernen und das mag ich sehr. Erwähnen möchte ich zudem, dass das Buch ein sehr schönes großes Format hat, so dass auch mehrere Kinder gut gemeinsam schauen können und ich mag die matte, leicht raue Oberfläche.

Die Geschichte erzählt von Siggi Silberfisch und seinen Freunden, die eigentlich ganz gemütlich in einem Menschenhaus wohnen, doch dann naht Weihnachten und die Zweibeiner beginnen mit gefährlichen Putzaktionen. Nur durch Zusammenhalt und kreative Lösungen gelingt es den kleinen Tieren sich in Sicherheit zu bringen, doch Dina Papierfischchen fehlt…. Ist sie dem schrecklichen Staubsauger-Monster zum Opfer gefallen?

Dieses Bilderbuch von Julia Regett erwartet junge LeserInnen mit einer ausgefallenen und sehr originellen Weihnachtsgeschichte. Ich finde es toll, dass das Weihnachtsfest hier aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet und aus ungewöhnlichen Blickwinkeln betrachtet wird. Die Ansichten der kleinen Krabbler sind dabei natürlich ganz anders, als die von uns Menschen und es macht großen Spaß sich auf ihre Welt einzulassen.

Für uns gab es an zwei Stellen leider kleine „Logikprobleme“ (z.B. wird sonst nie gestaubsaugt?) und ich persönlich hätte mir auch eine stärkere Botschaft der Geschichte gewünscht. Nichtsdestotrotz hat uns das Lesen und Entdecken viel Spaß gemacht und es führte zu angeregten Gesprächen, z. B. Darüber, ob auch in unsrem Haus kleine Tiere leben. Und das umgetextete Lied am Ende des Buches hat meinen kleinen MitleserInnen sehr viel Spaß gemacht.

Die Bilder sind sehr farbenfroh und detailreich gestaltet, so dass es Einiges zu entdecken gibt. Durch die Tatsache, dass Umrandungen nicht immer genau mit den Farben abschließen, wirken die Bilder außerdem sehr „weich“ und sogar ein wenig wild, aber absolut kindgerecht und auch schön.

Wir haben Siggi Silberfisch und seinen Freunden eine anregende, lustige und schöne Lesezeit zu verdanken, die sich über den Winter und sicherlich auch rund um Weihnachten ausdehnen wird, denn es macht Freude diesen außergewöhnlichen Blickwinkel zu nutzen. Meiner Meinung nach gibt es in zwei Hinsichten etwas Nachbesserungsbedarf, aber wir möchten das Buch trotzdem gerne weiterempfehlen, da die positiven Erfahrungen damit eindeutig überwiegen – viel Freude beim (Vor-)Lesen!

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