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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sternzauber:

Krimispaß, Kunstgenuss und eine spannende Geschichte im Comicstil

Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum von Hannah Tunnicliffe

„Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum“ ist für mich ein ungewöhnliches Kinderbuch, denn es ist wie ein Comic gestaltet. Eigentlich mag ich diese Art der Geschichtenerzählung nicht so gerne, mein junger Freund Julian, 7 Jahre alt, mit dem ich dieses Buch kennen gelernt habe, war allerdings ganz begeistert davon und auch ich habe mich von diesem Buch gerne überzeugen lassen.

Die Geschichte erzählt von Detektiv Stanley, der gerade in Rente gegangen ist und seine Ruhe genießen möchte, als ihn ein Hilferuf aus dem Museum erreicht. Dort ist eingebrochen worden und natürlich hilft er dabei das seltsame Verbrechen aufzuklären, denn die Räume sind verwüstet, aber es fehlt nichts… sehr seltsam!

Hannah Tunnicliffe und Erica Harrison drücken diese Geschichte in einer sehr gelungenen Mischung aus Text und Bild aus. Die Texte sind kurz gehalten und, wie sich das für ein Comic gehört, teilweise durch Sprechblasen ergänzt. Diese Art des Erzählens beinhaltet eine gewisse Unruhe, passt aber sehr gut zu der Art der Geschichte und wurde im vorliegenden Buch sehr gut eingesetzt sowie mit dem Geschehen kombiniert. Manche Ausdrucksweise oder Wortwahl wird Kinder des Alters ab 6 Jahren vielleicht noch etwas überfordern, diese Dinge regen jedoch auch zur Wortschatzerweiterung an und machen eine erwachsene Begleitung des Leseerlebnisses noch wertvoller.

Die Bilder von Erica Harrison sind sehr bunt und mit stark plakativ eingesetzten Farben gestaltet. Eigentlich entspricht auch dies nicht ganz meinem persönlichen Geschmack, aber ich finde, dass es zum Einen wunderbar zum Comic passt, zum anderen aber vor allem die Verbindung zu den Kunstwerken von Piet Mondrian, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen, hervorragend herausstellt. Manche Seiten sind von einem einzigen Bild bedeckt und mit „normalem“ Textbaustein versehen, andere Seiten zeigen unterschiedlich viele, aber einzelne Szenen im Comicstil. Dadurch bleibt das Leseerlebnis sehr abwechslungsreich und der Verlauf der Geschichte wird trotzdem visuell nicht zu unruhig.

Die Kombinationsarbeit des Detektivs wird sehr ansprechend und detailliert dargestellt und bei uns war es eine Freude nach der ersten Entdeckung der Geschichte gleich noch einmal von Vorne zu beginnen und die einzelnen Schritte genau nachzuvollziehen. Die Kinder werden zu eigenem Kombinieren und Entdecken angeregt, erhalten Sachinformationen und können mitfiebern. Besonders gelungen finde ich zudem, dass am Ende eine Doppelseite zu dem realen Maler Piet Mondrian eingefügt wird, die grundlegende Informationen zu dessen Leben und Werk enthält, die aber auch neugierig darauf macht, noch mehr über ihn zu erfahren.

In diesem hochwertigen und mit festem Einband versehenen Comicbuch für Kinder ab 6 Jahren wird eine ansprechende und spannende Geschichte präsentiert, die die Kinder zum Rätseln und Mitdenken, zum genauem Hinschauen und Kombinieren einlädt und die Krimilust und Kunstgenuss wunderbar miteinander verbindet. Für uns war es ein tolles Erlebnis und wir empfehlen dieses Buch sehr gerne weiter!

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Außergewöhnlich!

Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck

„Die Geschichte des Klangs“ von Ben Shattuck wird von einem Cover geschmückt, dem man Teile des Inhalts bereits ansieht und das gefällt mir sehr. Das Cover ist in seiner Klarheit sehr ansprechend und auch die Farben sind für meinen Geschmack gut gewählt, denn sie vereinen Nostalgie und Moderne.

Gleiches gelingt dem Autor auch in der Geschichte, denn er vereint zwei Zeitstränge miteinander, die gemeinsam eine runde Erzählung ergeben: So lernen wir auf der einen Seite Lionel kennen, der in David seine große Liebe findet und einen Sommer lang mit ihm gemeinsam Lieder auf Wachswalzen sammelt. Und wir begegnen Annie, die sich in ihrem ereignislosen Leben gefangen fühlt, bis sie in einem geheimen Versteck des neuen Hauses seltsame Gegenstände findet, die sie eine andere Lebenswelt erahnen lassen.

Ben Shattuck ist es mit dieser kleinen Erzählung von rund 100 Seiten gelungen einen ganz eigenen Kosmos zu schaffen und mir von Menschen zu erzählen, die mich berührt haben. Seine ProtagonistInnen wirken äußerst authentisch und haben nachvollziehbare, weil „alltägliche“ bzw. lebensnahe Probleme und Gefühle.

Ganz besonders gut gefallen hat mir die sprachliche bzw. strukturelle Gestaltung des Textes, denn sie ist vielfältig (mal in Form einer Art therapeutischer Aufzeichnung vom Erzähler selber verfasst, mal wie eine Geschichte von außen) und einnehmend. Irgendwie gelingt es dem Auto, dass ich mich den Charakteren in den Worten sehr nah fühle und seine Art des Schreibens enthält zudem teilweise sehr poetische und schöne Zeilen (z. B. „In den Bäumen zirpten die Zikaden und nähten die Nacht zusammen.“). Dabei liest sich die Geschichte sehr flüssig und angenehm leicht, enthält für mich aber eine eindringliche Substanz, die mich auch nach der Lektüre noch immer wieder beschäftigt hat.

„Die Geschichte des Klangs“ greift verschiedene Themen aus der menschlichen Lebenswelt auf und zeigt, wie groß und einflussreich eine Liebe sein kann, auch, wenn deren Erleben nicht lange bestehen bleiben konnte. Für mich ist es ein wunderbares Buch mit federleichter Tiefe, gelungen gesetzten Worten sowie ganz viel Sehnsucht nach dem prallen Leben und der großen Liebe – unbedingt empfehlenswert!

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Ein Wohlfühlroman von einem ganz besonderen Ort an der Küste Cornwalls

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe von Katharina Herzog

Ich mag das Cover von „A taste of Cornwall” von Katharina Herzog sehr, denn der blaue Farbverlauf harmoniert hervorragend mit den rot-orangen Elementen und das Teekannenhaus ist einfach nur zauberhaft! Dieses Cover spiegelt den Wohlfühlcharakter des Buches und zeigt den LeserInnen von Anfang an, was sie erwartet.

Die Geschichte erzählt von der erfolgreichen Restaurantkritikerin Sophie, die auf Grund persönlicher Hintergründe eine Kritik an dem Restaurant eines berühmten Models veröffentlicht, die ihr einen ausgewachsenen Shitstorm einbringt. Daraufhin legt ihr Chef ihr eine Auszeit mit Bedingungen für einen Wiedereinstieg nahe, der Sophie samt ihrer Tochter und Mutter nach Cornwall verschlägt, wo sie einen alten Pub übernimmt, den sie zu einem gehobenen Gourmettempel umwandeln soll. Doch die Einheimischen sind von Veränderungen gar nicht begeistert und der Neustart gestaltet sich alles andere als einfach…

Ich habe bereits andere Bücher der Autorin gelesen und mag ihren angenehmen Schreibstil sehr gerne. Sie versteht es sehr gut ihrer Geschichte eine Umgebung „auf die Seiten“ zu schreiben, die mich in ihren Bann ziehen: ich hatte oft das Gefühl mit den Charakteren in der kleinen Bucht direkt am Meer zu stehen und auf die schäumenden Wellen zu schauen! Das liebe ich sehr! Aber auch die ProtagonistInnen dieser Geschichte sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ihre ungewöhnlichen und teils skurrilen Eigenschaften machen sie zu etwas Besonderem und jede Figur hat einen eigenen individuellen Hintergrund, der für menschliche Vielfalt sorgt.

Außerdem greift das Buch verschiedene Themen auf und spiegelt – trotz des Haupterzählstranges rund um Sophie - auch unterschiedliche Erlebenswelten (z. B. erfahren wir einiges aus dem Leben und Erleben ihrer Tochter). Diese Geschichte würde ich auf jeden Fall in die Kategorie der Wohlfühlromane einordnen, doch neben allen genretypischen Attributen wartet diese Geschichte auch mit Themen, wie Trauer und Verlust, Schein und Sein, Neuanfängen, dem goldenen Käfig, negativen Lebensentscheidungen, dem verzweifelten Wunsch nach der Liebe der eigenen Eltern und weiteren Themen auf. Trotzdem gelingt es der Autorin, dass diese Inhalte die Lektüre nicht schwer werden lassen, sondern dass sie dem Geschehen einfach eine Substanz verleihen, die die Geschichte gut ausbalanciert wirken lässt.

„A taste of Cornwall“ ist für mich eine Geschichte, die im Alltag eine kleine Wohlfühl-Auszeit schenkt und die Lust macht auf die angekündigten Folgebände. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen ganz besonderen Pub am Meer, auf außergewöhnliche Charaktere, leckeres Essen und einen vielverspechenden Neuanfang haben – gute Reise!

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Eine gelungene Kombination aus literarischem Sachwissen und persönlichen Ansichten

Einfach Literatur von Klaus Willbrand; Daria Razumovych

Das Cover von „Einfach Literatur – Eine Einladung“ von Klaus Willbrand und Daria Razumovych gefällt mir sehr. Es wirkt edel und ein wenig nostalgisch und ein besonderes Highlight ist dabei die Banderole, die mit dem Bild und der Aussage des Autors noch einen sehr persönlichen Einblick gewährt.

Auch die Gesamtgestaltung mit Lesebändchen und hervorgehobenen Einschüben im Fließtext sagt mir sehr zu.

Das Buch versteht sich - wie der Untertitel bereits sagt – als Einladung zur Beschäftigung mit Literatur und gibt Anregungen ohne Belehrung oder erhobenen Zeigefinger. Die beiden AutorInnen möchten zum Lesen anregen und mir ist ihre eigene Leidenschaft zu guten Büchern regelrecht aus dem Text entgegen gesprungen, was ich sehr mag. Es gibt Leselisten, Beschreibungen einzelner Titel oder Erklärungen zu besonderen Autoren und Autorinnen.

Ergänzt wird viel geballtes Wissen rund um die Literaturwelt mit den individuellen Erlebnissen und Ansichten von Klaus Willbrand und Daria Razumovych, was die Lektüre davor bewahrt unpersönlich oder gar trocken zu werden. Mir gefallen diese Einblicke sehr gut und es hat mir Freude gemacht ein wenig in das außergewöhnliche Leben des Klaus Willbrand hineinschauen zu dürfen.

Der Text liest sich leicht und angenehm flüssig und meiner Meinung nach ist dieses Buch außerdem besonders dafür geeignet immer wieder zur Hand genommen und in einzelnen Abschnitten gelesen zu werden. Besonders berührt haben mich am Ende einige eingefügte Kommentare von Mitgliedern der Community des Antiquariats auf den sozialen Kanälen zu Klaus Willbrands Tod.

Für mich ist das Buch eine sehr gelungene Mischung aus persönlichen Anekdoten und Empfindungen mit Einblicken in die Welt der Literatur und Sachwissen, weshalb ich es allen Literaturbegeisterten gerne empfehle!

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Die spannende Welt der Roboter für junge LeserInnen

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 78 - Die Roboter von Carola von Kessel

Dem Cover von „Die Roboter“ sieht man auf den ersten Blick an, dass dieses Buch zur Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe gehört und das mag ich sehr. Diese Bücher haben eine ganz besondere und wiedererkennbare Bild- und Gestaltungssprache, was ich, was aber auch viele Kinder sehr schätzen und was unmittelbar ein „heimeliges“ Gefühl erzeugt.

Außerdem macht das Coverbild mit dem fröhlich agilen Roboter große Lust darauf das Buch zu entdecken und die Welt der Roboter kennen zu lernen!

Auch im Inneren ist das Buch durchweg bebildert und zusätzlich mit spannenden interaktiven Klappen versehen. Diese laden die Kinder ein noch mehr wissenswertes und spannendes zu entdecken und geben Einblicke z. B. in das Innere eines Roboters. Die Bilder von Marion Kreimeyer-Visse sind bunt und kindgerecht gestaltet, bieten viele Details und wirken trotzdem nicht überfrachtet oder erschlagend.

Die Texte von Carola von Kessel sind ebenfalls gelungen auf den kognitiven Stand der Zielgruppe von 2-4 Jahren angepasst und bieten den jungen LeserInnen inhaltliches Wissen zum Thema. Besonders schön finde ich es, dass die Kinder auch aktiv angesprochen werden und z. B. Dinos zählen oder sich selber in einen Roboter verwandeln können.

Das Buch ist im Rahmen des Themas sehr vielfältig gestaltet und breit aufgestellt. So werden Roboter gezeigt, die im Haushalt und Alltag eingesetzt werden können (Lebenswelt der Kinder), Roboter in Fabriken, Geschäften und im Museum sowie im Altenheim oder auf einem Bauernhof präsentiert oder erläutert, wo Roboter uns Menschen schützen können (z. B. bei Polizei und Feuerwehr). Außerdem wird die Funktionsweise kindgerecht vermittelt und ein Ausblick in die Zukunft angeboten.

Für mich ist dieser Titel eine gelungene Fortsetzung der Themenreihe für junge Kinder und ich kann ihn wärmstens allen jungen LeserInnen und Familien empfehlen, die sich für Roboter interessieren – viel Freude beim Entdecken!

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Leise, zart und voller Lebensweisheit, Sommerglück und Gartenzauber

Der Garten der kleinen Wunder von Patricia Koelle-Wolken

Das Cover von „Der Garten der kleinen Wunder“ gefällt mir sehr! Es strahlt eine Ahnung von dem Paradies aus, das mein Garten für mich ist und das auch im Roman eine zentrale Rolle spielt. Die weiche und warme Abendstimmung erzeugt zudem ein wohliges Gefühl, das so gut zur Geschichte passt.

Diese erzählt von Toja, die in einer Wohngemeinschaft mit Bär in einem farbenfrohen Haus lebt und die gemeinsam mit diesem den Garten und die Erinnerungen an Wille – eine ganz besondere Frau – aufrecht erhält.

Dieser Garten ist Tojas Zufluchtsort und sicherer Hafen, wenn ihr die Welt um sie herum mal wieder zu laut wird und wo sie in Ruhe die Umschläge für ihre Notizbücher gestalten kann. Als sie drüben am Nachbarzaum Vica entdeckt, der es genauso zu gehen scheint wie ihr, da nimmt sie sich der Jugendlichen an und gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer. Doch wie viel Mut braucht es um man selber zu sein? Und welche Kompromisse sind in Ordnung?

Patricia Koelle-Wolken hat mit diesem Roman eine unglaublich leise, zarte und lebenskluge sowie inspirierende Geschichte geschrieben. LeserInnen, die Action und starke Handlungen suchen, werden hier nicht glücklich werden, aber all jene, die sich an die leisen Töne herantrauen, die beim Lesen mitfühlen und verstehen wollen, die einen Einblick in andere Lebenswelten erhalten oder vielleicht auch sich selber wieder finden wollen, wenn sie selber eine eher leise Person sind, für die ist diese Geschichte in echter Gewinn! Ich habe mich beim Lesen unglaublich wohl gefühlt, denn die ProtagonistInnen sind für meinen Geschmack sehr authentisch und verletzlich, aber auch stark und mutig beschrieben, was mir sehr gefällt.

Die Autorin schreibt in sehr angenehm flüssiger Art und Weise, spickt ihren Text aber zusätzlich mit wunderschönen sprachlichen Bildern und sehr anschaulichen Erklärungen von besonderen Situationen. Mir hat das richtig gut gefallen und ich habe die zarten Dialoge und die wunderschönen Beschreibungen des Gartens in vollen Zügen genossen! Oft war ich wirklich mitten drin und habe gemerkt, dass ich selber langsamer gelesen habe und zunehmend ruhiger geworden bin – der besondere Garten dieser Geschichte hat mich geerdet. Und wunderschön fand ich außerdem, wie sehr ich mitfühlen und mich einfühlen durfte – ein tolles Geschenk!

„Der Garten der kleinen Wunder“ ist für mich ein Roman, der Mut macht. Mut dazu, dass jeder Mensch sein können sollte, wie er ist und das jeder Mensch richtig ist, so wie er ist. Mut hinzuschauen, hinzufühlen und offen zu sein für diverse Ansichten, Gefühle und Vorlieben. Mut dazu, sich selber treu zu bleiben und seinen eigenen Herzensort oder Herzensmenschen zu finden. Mut dazu, glücklich zu sein.

Ich habe die Lektüre sehr genossen und neue Einblicke für mich gewonnen, aber auch einfach eine sehr angenehme Lesezeit voller Sommerlust und Gartenzauber gehabt – einfach toll! Ich wünsche auch euch viel Freude beim Lesen und empfehle diese Geschichte von Herzen!

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Ein zauberhafter Märchenwald - 5 Reim-Geschichten

Geschichten aus dem Muckligwald - Geschenkbuch mit Zeichnungen von Bestseller-Illustrator Charlie Mackesy von Vicky Cowie

Ich finde das Vorlesebuch „Geschichten aus dem Muckligwald“ wunderschön und berührend nostalgisch!

Vicky Cowie erzählt in diesem aufwendig und wunderschön gestalteten Band 5 Geschichten aus dem sagenumwobenen Muckligwald, die alle dadurch eingerahmt werden, dass die Oma diese den Kindern vorm Schlafengehen erzählt.

Da geht es um eine Reise in den Muckligwald, um einen magischen Maikäfer, um das Geheimnis der Villa Snittington, um Melvin den Maulwurf und Kevin, den Kelpie.

Eine große Besonderheit dieses Buches ist die Reimform, im der es verfasst wurde. Ich persönlich bin nicht wirklich eine Freundin von Gedichten, doch ich habe oft erlebt, wie sehr Kinder sich von gereimten Texten begeistern lassen und wie sehr ihnen der besondere Wortrhythmus gefällt. Und in dem vorliegenden Buch habe auch ich mich ganz davon gefangen nehmen lassen können! Der Autorin und der Übersetzerin (Kathrin Köller) ist es wunderbar gelungen mit den Versen eine ganz besonders zauberhafte Stimmung und Atmosphäre zu kreieren, die mich in den Muckligwald entführt und die mir ganz tolle Lesemomente geschenkt hat. In den Geschichten verschmilzt die reale Welt mit einer magischen Ebene und bietet die Möglichkeit ganz unterschiedliche Themen zu entdecken.

Die Bilder von Charlie Mackesy bilden eine wunderbare Ergänzung dazu, denn auch sie strahlen eine ganz zauberhafte Magie aus. In ihrer Zartheit und der leichten Strichführung lassen sie viel Raum für die eigene Fantasie der Kinder und sie passen einfach hervorragend zu einem Märchenwald und deren Bewohnern! Außerdem gefällt mir sehr, dass sie zwar bunt, aber sehr zurückhaltend und in zarten Farben ausgearbeitet sind.

Das Hardcover-Buch ist insgesamt sehr hochwertig und liebevoll sowie durchgehend farbig gestaltet, strahlt eine wundervolle Nostalgie und einen ganz eigenen Zauber aus, der bestimmt viele junge und ältere LeserInnen in seinen Bann ziehen wird. Ich wünsche euch allen ganz viel Freude beim Eintauchen in die Welt des märchenhaften Muckligwaldes!

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Leider passt es nicht wirklich zu mir...

Sputnik von Christian Berkel

Das Cover von „Sputnik“ gefällt mir gut, denn ich sehe in dem Bild des jungen Mannes den Charakter, um den sich dieses Buch dreht und die schwarz-weiße Gestaltung mit dem grünen Titel sagt mir sehr zu.

Christian Berkel erzählt in Romanform die Geschichte seiner Kindheit und Jugend. Der Klappentext erwähnt dazu „die Zerrissenheit, den Aufbruch und das Abnabeln“ und auch ich habe diese 3 Punkte im Text wiedergefunden.

In einer Mischung aus Realität und Fiktion erleben wir LeserInnen den Weg des Autors bereits ab der Zeit im Mutterleib, bis zum Erwachsenwerden. Dabei erzählt er so, dass sich die Geschichte flüssig lesen lässt, doch ich muss gestehen, dass mich lange Strecken einfach nicht erreichen und fesseln konnten, so dass ich mich zeitweise wirklich durch die Seiten gequält habe.

Dabei gab es durchaus auch interessante Passagen und manche Stellen habe ich gerne gelesen, insgesamt passt diese Geschichte jedoch leider nicht zu meinen Lesevorlieben - obwohl ich mich so sehr auf das Buch gefreut hatte! Bereits seit langem wollte ich die Bücher von Christian Berkel lesen, bin jedoch bisher nicht dazu gekommen und habe nun mit diesem dritten Band begonnen. Ich weiß noch nicht, ob ich mich an einen der anderen Titel wagen werde, für dieses Buch kann ich aus meiner Sicht jedoch leider nicht wirklich eine positive Leseempfehlung aussprechen…

Abgesehen von den Teilen, die mich so gar nicht erreicht haben, waren manche zeitgeschichtlichen Inhalte oder Teile der Beschreibung seines Aufenthalts in Frankreich für mich sehr interessant und ich mochte phasenweise auch Sputniks Innenschau. Passagen in denen es viel um sexuelle Erfahrungen oder Drogenkonsum ging oder um die Reibereien mit seinen Eltern waren mit teilweise jedoch viel zu „platt“ beschrieben, unreflektiert und einfach zu viel.

Schade, aber ich bin mit diesem Buch einfach überhaupt nicht warm geworden…. Trotzdem wünsche ich allen anderen LeserInnen viel Freude bei der Lektüre!

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Ein mausstarkes, mardermutiges und mottenspannendes Abenteuer!

Toni Tintenklecks auf mäusischer Mission von Kathleen Freitag

Das Vorlesebuch „Toni Tintenklecks – Auf mäusischer Mission“ ziert ein sehr ansprechendes Coverbild, das direkt Lust macht auf die Geschichte. Wir lernen die drei Hauptcharaktere Toni Tintenklecks, Motte Lotte und Matti Marder bereits kennen und auch ein Einblick in die Geschichte ist mit der Darstellung des Briefes bereits gegeben.

Außerdem wirkt die Farbgestaltung auf mich sehr harmonisch.

In der Geschichte von Kathleen Freitag erleben die drei ungleichen Freunde Toni, Lotte und Matti ein spannendes Abenteuer, denn Herr Pantoffel, in dessen Haus sie leben, schreibt einen Brief, der auf gar keinen Fall bei seiner Empfängerin ankommen darf! Toni hat seine Behausung noch nie verlassen und wollte daran auch eigentlich nichts ändern, doch durch die wichtige Mission, mit der sie ihr aller Zuhause retten wollen, bleibt ihm gar nichts anderes übrig und er überwindet seine Angst vor der großen, weiten und gefährlichen Welt. So beginnt eine rasante Verfolgungsjagd quer durch die Stadt und die drei Freunde werden immer wieder überrascht...

Kathleen Freitag hat mit dieser Geschichte ein tolles Abenteuer geschaffen, das Toni aus seiner Komfortzone holt und kleinen LeserInnen deutlich macht, dass der eigene Horizont durch solchen Mut wunderbar erweitert wird. Sie begegnen Vorurteilen und (unbegründeten) Ängsten, die die drei Freunde tapfer überwinden und sie erkennen die Kraft, den Halt und die Geborgenheit von Gemeinschaft und Freundschaft. Die Geschichte ist spannend erzählt, ohne Angst zu machen und verleitet immer wieder dazu, doch noch das nächste Kapitel lesen zu wollen.

Ebenfalls sehr gefallen hat uns der Einblick in das Zustellwesen der Post. Die beschriebenen Vorgänge haben meinen Neffen so neugierig gemacht, dass wir uns anschließend genauer nach der Arbeit von Postmitarbeitern und Briefträgern erkundigen mussten – ein sehr bereichernder Effekt! Und der Text lässt sich zudem wunderbar flüssig und angenehm (vor-)lesen. Besonders begeistert hat mich das tierisch-sprachspielerische Talent der Autorin und auch mein Neffe musste immer wieder über Wörter wie „mausgespannt“, „käsewohl“ oder „fledermausfinster“ schmunzeln, was ihn zu eigenen Wortkreationen angeregt hat.

Eine sehr schöne Ergänzung sind die eingestreuten Bilder von Ulla Mersmeyer, die auf detailreiche und liebevolle Art und Weise die Geschichte begleiten. Vor allem der Ausdruck in den Gesichtern der tierischen oder menschlichen Charaktere ist besonders einnehmend gelungen, aber auch insgesamt machen die Bilder einfach Freude und passen hervorragend zum Text.

Eine abenteuerliche Geschichte zum Vor- oder (für ältere Kinder auch zum) Selberlesen, die positive Werte vermittelt und einfach Spaß macht – von uns gibt es eine mausstarke Leseempfehlung!

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Lebensfreude und das eigene Ich

Merci Agneta von Emma Hamberg

Das Cover von „Merci Agneta“ erkennt jede LeserIn des ersten Bandes gleich als zugehörig zu „Bonjour Agneta“ und das gefällt mir sehr. Außerdem hat die Darstellung des teilweise sichtbaren Frauenkörpers im rosa Kleid eine ungewöhnliche Präsents und strahlt eine starke Lebendigkeit sowie Bewegung in sich aus, was hervorragend zur Geschichte passt.

Die Geschichte baut auf dem ersten Buch der Autorin auf und erzählt die Entwicklung von Agneta weiter. Sie hat ihr altes Leben in Schweden, das von Pragmatismus und Kälte geprägt war, verlassen, kümmert sich um den dementen Einar in Saint Carelle und lernt sich selber, ihre Bedürfnisse und Wünsche immer besser kennen. Sie kommt in Einklang mit sich selber und genießt das Leben in vollen Zügen, doch dann ist das Kloster, in dem sie mit Einar lebt und ein Zuhause gefunden hat, plötzlich bedroht und Agneta muss um alles kämpfen, was ihr Lieb und Teuer geworden ist…

Emma Hamberg schreibt ihre Geschichte in einer ganz eigenen, individuellen und unglaublich lebendigen Sprache, die das pralle Leben, viel Leidenschaft und eine wundervolle Umgebung so verpackt, dass ich als Leserin (die auch den ersten Band kennt), ganz in diese besondere Welt aus Licht und Genüssen eingetaucht bin. Die Geschichte lässt sich sehr leicht und angenehm lesen und sie sprüht wirklich voller Lebensfreude und Genuss.

Wie auch im ersten Teil von Agnetas Reise zu sich selbst, spielen eine intensive Körperlichkeit und Erotik eine wesentliche Rolle. Eigentlich ist das gar nicht so mein Bereich, aber zu dieser Geschichte passt es so gut, dass ich diese Themen nicht als aufgesetzt und störend, sondern als stimmig erlebe. Die emotionale Entwicklung Agnetas steht dem in nichts nach und so enthält diese Geschichte eine erstaunliche Tiefe und viele wertvolle Erkenntnisse über das Leben und den Umgang mit sich selbst. Die wichtigste Aussage ist für mich jedoch die, dass jeder Mensch sich selber wertschätzen, sich selber sehen und seinen Bedürfnissen (soweit möglich) gerecht werden sollte. Diese Erkenntnis durchdringt Agnetas Reise und bietet für mich das Potential auch vielen LeserInnen einen Anreiz zu schenken. Sehr berührt hat mich zu diesem Thema auch das Nachwort der Autorin.

Ergänzt wird Agnetas persönliche Entwicklung mit allen Irrungen und Wirrungen, durch weitere Themen, die so geschickt in die Handlung eingeflochten sind, dass sich eine runde Geschichte und ein lebendiges Kaleidoskop an Erlebbarem ergibt. Z. B. spielen Trauer, Liebe und Verliebtheit, Verlust, verschiedene Lebenswege und Freundschaft eine wichtige Rolle. Die teilweise ungewöhnlichen oder sogar skurrilen Eigenschaften der ProtagonistInnen bilden einen weiteren Aspekt dieser Geschichte und sorgen für so manches Schmunzeln.

Ich würde auf jeden Fall empfehlen die Bücher in der aufeinander folgenden Reihenfolge zu lesen, denn nur so machen sie für mich Sinn und nur so kann der Leser Agnetas Entfaltung wirklich verfolgen. An Hand dieser Geschichte gehe ich stark davon aus, dass es einen weiteren Band geben wird und freue mich bereits sehr darauf Agneta erneut begegnen zu dürfen!

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