Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Spannend und leicht zu lesen
Heiße Spur und kalte Schnauze von Nikola Huppertz; Achim Engstler
Im Laufe der Geschichte sind immer mehr Kinder unterwegs und die sehen wir alle zusammen mit dem Hund Olli, der der Auslöser für das ganze Abenteuer ist.
Es beginnt mit Conner, der zu spät wach wird, und sich deshalb das neue tolle Fahrrad seiner Schwester ausleiht. Und es kommt, wie zu befürchten ist, es geht verloren.
Zum Glück findet Conner mit Clara eine beherzte Freundin, die ihn tatkräftig und mit guten Einfällen unterstützt. So befragen die beiden zunächst Dunja, von der sie wissen, dass die auf dem Klettergerüst war und vielleicht gesehen hat, wer das Fahrrad genommen haben könnte. Dunja kann einen Mann beschreiben und schließt sich gleich der Suche an.
Obwohl das Buch in 18 Kapitel gegliedert ist, ist es leicht zu lesen. Die großen Buchstaben und die breiten Zeilenabstände, machen alles etwas aufgelockerter. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Zeichnungen und über den Abschnitten ist immer der Kopf von Conner oder Clara zu sehen (einmal taucht auch Tarek auf). Conner, der viel für ein Diktat geübt hat, dass er nicht verpassen möchte, der aber anscheinend viele andere Talente hat, ist ein taffer Junge und Clara, die mit ihrer Mutter, die Ärztin ist, zur besseren Schicht gehört, emfindet die Suche hinter der rostigen Tür schon als Abenteuer.
Rezensionen von clematis:
Rotes Kreuz
Der Kindersuchdienst von Antonia Blum
Das Rote Kreuz unterhält nach dem Zweiten Weltkrieg einen Suchdienst für Personen, um auseinandergerissene Familien wieder zusammenzuführen. Annegret und Charlotte sind aus ganz unterschiedlichen Gründen dabei, Turbulenzen mit schwierigen Vorgesetzten, einem unliebsamen Polizeihauptkommissar und Geldsorgen erschweren die Arbeit immer wieder.
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt dieser Roman Szenen aus den 1950er-Jahren, zeigt auf, wie wenig eine Frau und ihre Meinung wertgeschätzt wird, insbesondere eine Alleinerziehende mit unehelichem Kind. Dass so manche junge Dame aber doch Mut und Willenskraft aufbringt, wenn es um das Wohl der Kinder geht, das schildert Antonia Blum auf beeindruckende Weise mit diesem kurzweiligen Buch. So schließen Annegret, heimliche Mutter eines aufgeweckten Sohnes, und Charlotte, die aus einer wohlhabenden Reederfamilie stammt, trotz ihrer gegensätzlichen Herkunft bald Freundschaft in der Arbeit und helfen einander mit Karteien, Schriftstücken und Gesprächen mit verzweifelten Suchenden. Aufregende Recherchearbeit im Suchdienst wird auf unterhaltsame Weise verknüpft mit den privaten Schicksalen der beiden jungen Damen, arrangierte Eheversprechen und zarte Liebeleien bringen Schwung und Abwechslung ins Geschehen. So nimmt es nicht wunder, dass man vom flüssigen Schreibstil und den interessanten historischen Details bis hin zu Bundeskanzler Konrad Adenauer Kapitel um Kapitel verschlingt, die oftmals mit spannenden Momenten enden und so immer wieder zum Weiterlesen animieren.
Ein Roman, der informativ und unterhaltsam zugleich ist und mit vielen liebenswerten Charakteren punktet, dass da und dort auch ein Bösewicht mitmischt, entspricht wohl der Realität. Nach anregenden Lesestunden spreche ich gerne eine Empfehlung für den Kindersuchdienst aus.
Rezensionen von Claudia R.:
Küstenfeeling
Die eiskalte Strohwitwe von Sylt von Dany R. Wood
Klappentext / Inhalt:
Oma Käthe hat neuerdings ein Helfer-und-Putz-Syndrom: Sie übernimmt für eine erkrankte Bekannte deren Job als Haushälterin in der Villa der Unternehmerfamilie Lindholm. Dort rasselt sie sofort mit der jungen und bildhübschen Millionärsgattin Fernanda aneinander. Am nächsten Tag wird die Brasilianerin tot in den Dünen gefunden.
Ermordet!
Während für die Kripo Fernandas Stalker dringend tatverdächtig ist, ermittelt Oma Käthe mit dem Staubwedel bewaffnet auf eigene Faust, um mehr über die Familie des Opfers herauszufinden. Kurios: Niemand trauert um das unbeliebte Opfer. Welches Geheimnis die Lindholms wohl unter den Teppich zu kehren versuchten? In diesem Vier-Generationen-Haus verhalten sich nämlich alle merkwürdig.
Auch bei Käthe und ihrem Lebensgefährten Hinnerk, einem pensionierten Kriminalkommissar, hängt der Haussegen schief: Hinnerks Schwester zieht bei den Senioren ein und sorgt für jede Menge Zündstoff. Kein Wunder, dass Käthe lieber bei den Millionären wischt und saugt, statt sich daheim mit dem Pöbel zu quälen und zu zoffen!
Cover:
Das Cover wirkt humorvoll und bringt die Küstenstimmung richtig gut herüber. Der Leuchtturm und die Möwe setzen das Ganze sehr gut in Szene und das Szenario hinterm Gartenzaun ist auch prächtig umgesetzt. Neugier wird hier in jedem Fall geweckt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei bereits um den zweiten Band von Oma Käthe, die Schwiegermutter von Kult-Kommissar Jupp Backes. Die Bücher sind jedoch sehr gut allein lesbar, die die einzelnen Fälle in sich geschlossenen sind.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar. Schnell findet man sich in Charaktere und Geschehen hinein. Es wird bildlich und atmosphärisch geschrieben und man hat das Gefühl an der Küste und direkt dabei zu sein. Oma Käthe ist einfach klasse und manche Sprüche sind schon heftig, aber irgendwie auch passen. Die Charaktere haben Ecken und Kanten und irgendwie auch ihren ganz eigenen Charme, was es aber auch sehr sympathisch macht.
Den Ermittlungen kann man gut folgen und so manche Wendungen sind ziemlich überraschend. Spannung kommt gut auf, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme Länge und lassen sich kurzweilig lesen. Die Anfänge sind einfach und gut erkennbar. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen.
Ein toller Küstenkrimi, der für gute Unterhaltung sorgt. Mir hat es wieder gut gefallen. Charaktere und Story konnten überzeugen.
Fazit:
Ein toller Küstenkrimi, der für gute Unterhaltung sorgt. Küstenfeeling, Spannung und Humor im guten Wechsel.
Rezensionen von Leseritual:
Die großen Spiele im Zoo von Sophie Schoenwald
Der reine Geist der Spiele: Dabei sein ist alles
Eine Tierolympiade im Zoo, was für eine geniale Idee und alle Tiere sind dabei. Der rüstige Zoodirektor Alfred Ungestüm lässt die olympische Fackel tragen und gemeinsam kommen die Tiere an ihr Ziel: Das zoolympische Feuer brennt auf dem Dach der Zoovilla.
Doch schon bei der ersten Disziplin, dem 100-Meter-Lauf, zeigt sich, dass es ziemlich ungerecht zugeht. Vollkommen klar, dass Gerda Gepard und Zacharias Zebra das Rennen machen. Wohingegen Ferdi Faultier sich erst am Abend über die Ziellinie schleppt. Doch hat Ferdi überhaupt eine Chance? Er kann nicht gewinnen und trotzdem hält Ferdi durch. Doch was wäre, wenn die Disziplin „Durchhalten“ gewesen wäre? Hätte er dann nicht gewonnen? - Auch etliche andere Zootiere machen ähnliche Erfahrungen. Sei es der Hochsprung für Schlange Anne und Nilpferd Nicki, Kugelstoßen für Ameisenbär Eddie oder Wettschwimmen für Erdmännchen Eberhard. Daher passt Ignaz Pfefferminz Igel die Spiele an und spätestens beim Huckepackschwimmen wird klar, gemeinsam können wir viel mehr Spaß haben und der Satz: „Dabei sein ist alles!“, bekommt endlich wieder Bedeutung.
Der Leser kann sich auf ein herrliches Abenteuer mit Zoodirektor Ungestüm und seinen Tieren freuen, welches auf unterhaltsame Weise die Einzigartigkeit und die Stärken eines jeden thematisiert – sofern man sie erkennen will. Mit einem leichten Augenzwinkern Richtung Schulsystems unterhält diese Geschichte Mädchen und Jungen mit der Frage: Wer schafft es aufs Siegertreppchen? - Oder gewinnt jeder, wenn alle Spaß haben?
Die herrlichen Illustrationen von Günther Jakobs führen uns wieder durch die Zoowelt und begleiten die Geschichte stimmungsvoll. Ein wirklich gelungener siebter Band der Abenteuer-Im-Zoo-Reihe, welcher mit einem tollen Tischaufsteller kommt. (Weiteres Zusatzmaterial zu dieser Buchreihe findet man auf baumhausbande.com.)
Rezensionen von brauneye29:
Sehr spannend
Der Trailer (Donkerbloem 1) Donkerbloem von Linus Geschke
Zum Inhalt:
Vor fünfzehn Jahren verschwand eine Studentin unter mysteriösen Umständen von einem Campingplatz in den Ardennen. Der Fall wurde nie geklärt, deshalb nimmt die suspendierte Kommissarin Frida Stahnke an einem True-Crime-Podcast teil, um vielleicht doch noch Hinweise zu bekommen. Was sie nicht ahnt ist, dass sie damit weitere Morde auslösen wird.
Meine Meinung:
Wie sich dieser Thriller entwickeln wird, habe ich nicht kommen sehen. Sei es zum Beispiel den nicht wirklich sympathischen Wout, mit dem Frieda notgedrungen zusammenarbeiten muss. Aber auch Tayfun und Kathinka, die wie Wout nicht mit offenen Karten spielen, da allesamt Leichen im Keller haben, die besser nicht ans Licht kommen sollten. Irgendwie wurde dieses Viergespann trotzdem immer sympathischer, vielleicht weil man immer mehr von ihnen erfuhr. Den Spannungsbogen fand ich sehr hoch und ich hatte bis Kurz vor Schluss auch nicht ein Auftaktband-Gefühl, sondern eher das einer abgeschlossenen Geschichte. Wie schade, dass wir jetzt doch wieder einige Zeit auf eine Fortsetzung warten müssen. Ich hatte die Hörbuchversion und fand sie gut gelesen.
Fazit:
Sehr spannend
Rezensionen von brauneye29:
Lesenswert
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Zum Inhalt:
Charlie ist nicht gerade das, was man einen fröhlichen Teenager nennt, sie vermisst ihren Vater, ist nicht gerade beliebt und ihre beste Freundin orientiert sich gerade auch anders. Zum Glück kommt dann Pommes, der eigentlich Kornelius heißt, neu in ihr Leben und man die Welt wieder ein bisschen fröhlicher.
Meine Meinung:
Im Grunde eine Geschichte, die viele Teenager erleben. Sie fühlen sich unwohl, ungeliebt, wissen noch nicht wo sie stehen. Das Ganze ist gut erzählt und man kann sich in Charlie sehr gut hineinversetzen, denn sie und ihr Gefühlsleben wird gut dargestellt und lässt einen mitfühlen. Im Verlauf des Buches wächst sie und die Persönlichkeit wird stärker und stärker, was natürlich auch mit Pommes zu tun hat, der an ihrer Seite ist und es auch nicht gerade leicht im Leben hatte. Mir hat es gefallen, die beiden mehr kennenzulernen und ihre Entwicklung mitzuerleben. Vielleicht fühlt man sich auch an die eigene Jugendzeit erinnert und auch das macht das Buch besonders.
Fazit:
Lesenswert
Rezensionen von Harakiri:
ich fand Band 1 besser
Wer ins Licht treten will von Melanie Metzenthin
Ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung und auf das Wiedersehen mit Renate und Matthias gefreut und war gespannt, wie es ihnen ergangen ist.
Renate wird auf die Frauenstation versetzt und muss nicht mehr unter ihrem alten Vorgesetzten leiden. Der neue lässt ihr mehr Spielraum. Matthias hingegen hat einen Fußballunfall und droht zu verbittern.
Rudi und Goldie kommen aus Amerika zu Besuch und vor allem Goldie wünscht sich eine Versöhnung mit Ella.
Soweit zur Handlung – und mehr passiert eigentlich auch nicht. Der Großteil der Handlung dreht sich um Goldie. Das fand ich teilweise etwas ermüdend. Stand im ersten Band noch Renate und ihre Ausbildung im Vordergrund, so geriet die fast ins Hintertreffen. Sicher, sie behält eine große Rolle, auch in Goldies Verwandlung, aber mir passierte in diesem Band einfach nicht genug Mitreißendes.
Das große Thema Umweltverschmutzung und Vergiftung der Gewässer, wird nur angerissen, hier hätte man viel mehr draus machen und die Story interessanter gestalten können.
Der Schreibstil von Metzenthin war aber wieder sehr flüssig und die Charaktere authentisch und lebendig.
Fazit: mir hat Band 1 besser gefallen
Rezensionen von Harakiri:
Sehr gut
Nach dem Leben von Anna Johannsen
Ein neuer Fall für Hanna Will und Jan De Bruyn
Nachdem Hanna und Jan nun ein Paar geworden sind, verbringen sie viel Zeit in Hannas Wohnmobil. Das eignet sich auch perfekt für Observierungen und Verfolgungen. Und die gibt es in ihrem neuen Fall zuhauf: ein Rentner wird durch eine Insulininjektion ermordet und die Verdächtigen sind vielzählig, aber keinem ist etwas nachzuweisen.
Der neue Krimi von Anna Johannsen ist wieder sehr vergnüglich zu lesen. Zahlreiche Wendungen und Zwischenmenschliches sorgen für eine rasante Handlung. Es wird fieberhaft ermittelt und ganz langsam, Schritt für Schritt, Puzzleteil für Puzzleteil nähert sich der Fall der Aufklärung.
Johannsen hantiert mit vielen Fäden und jongliert mit einigen Bällen, aber am Ende führen alle perfekt zusammen. Man muss aber schon aufpassen, dass man den Faden nicht verliert – denn die vielen Namen und Verdächtigen sorgen teils für Verwirrung. Deshalb ist es gut, dass ich den Nachmittag Zeit hatte und das Buch nicht weglegen musste.
Fazit: toller neuer Krimi von Anna Johannsen.
Rezensionen von Natalie:
Spannender zweiter Band
Eisfeld - Dunkle Enthüllungen von Steffen Weinert
Der Investigativ-Journalist Peter Hester wird mitten in Berlin ermordet. Eine weitere Kollegin des Journalisten wird schwer verletzt. Sofort wird eine bekannte Bande verdächtigt. Doch Kriminalhauptkommissarin Mara Eisfeld hat ihre Zweifel und beginnt mit ihrem Team tiefer zu graben. Was hat der Journalist entdeckt, dass er sterben musste?
Nicht nur der Fall fordert Maras volle Aufmerksamkeit, sondern auch ihre Familie.
Genau dieses Balancieren zwischen beiden Welten hat der Autor authentisch dargestellt und es trägt dazu bei, dass man jederzeit sehr gerne weiterliest. Die eingestreuten Kapitel aus der Sicht des unbekannten Täter bringen Spannung rein und der Mordfall ist dabei vielschichtig und gut konstruiert. Spannend bis zur Auflösung hat mich der zweite Fall rund um Ermittlerin Mara sehr gut unterhalten. Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Daggy:
Erstklassiges Sachbuch zur Neurodiversität
Wundervoll anders von Louise Gooding
Neurodiversität ist zurzeit ein angesagtes Thema und es ist wichtig, dass wir uns informieren, damit wir lernen damit richtig umzugehen. Dieses Buch mit dem Kind auf dem Cover, dem sehr viel durch den Kopf geht, wendet sich schon an Grundschulkinder. Besonders, wenn man die Diagnose Autismus, ADHS oder Legasthenie erhält, möchte man sich und seine Umwelt informieren und dazu eignet sich ein Buch, wie dieses.
Schon die Vorstellung der Autorin, die ADHS hat, gefällt mir sehr gut. Ihre Gedanken wuseln wie Eichhörnchen, Ihre „innere Elster“ lässt sich leicht ablenken und manchmal fühlt sie ihr Gehirn benebelt an, dann kann sie sich kaum konzentrieren. Danach werden uns die „tollen Gehirne“ erklärt, die alle einzigartig sind (genau wie die Kinderschar auf dem Bild). Gut erklärt finde ich auch, die wie unterschiedlich wir reagieren, weil unsere Gehirne unterschiedlich und einzigartig sind.
Ein Bild mit beschrifteten Legosteinen, versinnbildlich uns was wir alles sein können. Die bunte liegende 8 als Symbol für Neurodiversität sieht man jetzt immer häufiger, ist auch hier ein Thema. Autismus, ADS/ADHS, Dyspraxie, Legasthenie, Synästhesie, Dyskalkulie, Dysgraphie, Verarbeitungsstörungen, Schlafstörungen, Angst, Despression, Zwangsstörungen, Bipolare Störungen, Tic-Störungen, Tourette-Syndrom, Krampfanfälle und Epilepsie und Zerebralparese sind die nächsten Seiten überschrieben und es wird genau erklärt, wie sich diese Störungen (dieses Wort scheint mir nicht passend) auswirken. Danach lernen wir noch eine Menge Menschen kennen, die neurodivers waren oder sind.
Was mir an dem Buch besonders gefällt, sind die einfachen und gut verständlichen Erläuterungen. Ich muss zugeben alle waren mir auch nicht bekannt.
Ein wichtiges Buch zum Umgang mit Neurodiversität, denn nur war wir kennen, können wir auch einschätzen und dann unvoreingenommen auf die Menschen zugehen.











