Kunden em pfehlungen
Rezensionen von 19cici95:
Ein Buch thematisch so schwer wie die Tagesschau und so locker geschrieben wie ein Insta-Post
Most Hated Girl von Kirsty Lockwood
Odette ist eine junge Frau, die in den schwierigsten Verhältnissen aufgewachsen ist und sich nicht damit abfinden will. Trotz aller ihr in den Weg gelegten Widerstände, sei es durch ihre eigene Mutter und deren Freunde oder dem britischen Jobcenter, kämpft sie sich auf bewundernswerte Weise durch das Leben.
Über weite Strecken könnte Odettes Unfähigkeit sozial mit anderen Menschen zu verkehren, wie Neurodivergenz gedeutet werden. Dieses Thema wird zumindest aber nicht ausdrücklich aufgegriffen. Eher wird auf ihre verkorkste Mutter eingegangen, die Odette von anderen Menschen fern hält. Deswegen wünscht sie sich nichts mehr als Freunde – und zu Amos Verderben, findet sie welche.
Die Beziehung zwischen der 19-jährigen Odette und dem 80-jährgen Amos fängt unscheinbar an und entwickelt sich zusehends in eine Richtung, die von der Öffentlichkeit erst gefeiert und dann abgelehnt wird. Das Social-Media-Thema ist immer präsent, wird jedoch nie zum Hauptteil der Geschichte, was mir grundsätzlich sehr gut gefallen hat. Einzig die Darstellung der Entwicklung wie sich Odette ihre Kenntnisse über Social Media aneignet, kommt ein bisschen zu kurz. Dafür, dass sie lange Zeit nicht mal ein Handy besaß, weiß sie am Ende ziemlich gut, wie man im Livestream am besten viral geht.
Der Titel des Buches ist natürlich aufmerksamkeitsheischend gewählt. Der Hass, der Odette entgegenschlägt kommt aber leider nicht so wirklich rüber. Man kriegt einige Hasskommentare zu sehen, doch eine richtige hasserfüllte Stimmung ihr gegenüber will sich beim Lesen nicht wirklich einstellen. Dafür ist die Beziehung zwischen Odette und Amos sehr gut geschrieben. Bei jeder Seite und jedem Stimmungswechsel stellt man sich selbst und seine Empfindungen in Frage, und Amos und Odette gleich mit. Dadurch kann Odettes Reise mit Amos am eigenen Leib nachgefühlt werden. Auf die genaue Thematik will ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen, doch ich empfehle das Buch ganz klar für Leute, die mal eine ganz andere Art Beziehungsroman lesen wollen, der unterhaltsam und spannend geschrieben wichtige Themen aufgreift.
Rezensionen von milky:
Leider zu oberflächlich
Silent Whispers – Wie Stimmen im Wind von Sophia Como
Der Roman "Silent Whispers" von Sophie Como handelt von Giulia und Scott. Eines Tages findet Scott Giulia verletzt im Wald, als er mit seiner kleinen Schwester baden ist. Er bringt die ängstliche Giulia zunächst zur Ärztin und anschließend zu seiner Familie auf die Farm, da sie scheinbar niemanden hat, zu dem sie zurückkann.
Beide haben eine schwierige Vergangenheit, die innerhalb des Romans behandelt wird.
Mir gefällt gut, dass die Geschichte abwechselnd aus Giulias und Scotts Sichtweise erzählt wird und jeweils in der Ich-Perspektive. Dadurch bekommt man als Leser eine Verbindung zu beiden Hauptfiguren und kann sich in sie hineinversetzen. Leider ist das jedoch eher an der Oberfläche geblieben und ist in meinen Augen ausbaufähig. Ich hatte stellenweise einen ganz guten Draht zu beiden Charakteren, aber insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht gepackt - dabei hat die Idee dahinter sehr viel Potential. Auch war der Ablauf der Handlungen teilweise für mich nicht stimmig und hat sich irgendwie falsch angefühlt.
Fazit: Insgesamt ein vom Schreibstil angenehm zu lesendes Buch, dem leider der Tiefgang fehlt.
Rezensionen von v_im_wunderland:
richtig gut
Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike
Das Cover finde ich sehr gut gestaltet. Und es ist einfach schon sehr prägnant. Dieses Buch handelt von einer ganz jungen Landstreicherin in Zeiten des Mittelalters. Schon die ersten Seiten beginnen sehr schwer für dieses junge Mädchen. Denn sie verliert ihre Mutter. Und muss ich nun um Ihre neugeborene Schwester kümmern.
Auf ihrem Weg trifft sie zum Glück einen netten Menschen, der ihr hilft. Jedoch ist die Reise natürlich nicht einfach. Wie immer in historischen Romane über das Mittelalter wird man sehr gut in diese Zeitalter hineingenommen und ich habe mich sehr gut hinein versetzt gefühlt. Das Buch ist sehr gut geschrieben und von Seite 1 ist man inmitten des Geschehens.
Die Geschichte ist bewegend und sehr tief und ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, da es mich nicht losgelassen hat und ich immer weiterlesen musste.
Rezensionen von Annabell95:
Guter Plot
Kaltes Versprechen von Katharina Peters
Die Kriminalpsychologin Hannah Jakob wird tot aufgefunden, doch Kommissarin Rebekka Just merkt schnell, dass der angebliche Unfall nicht stimmt. Kaum hat sie ihren neuen Job bei der Hamburger Mordkommission begonnen, stößt sie mit ihren Nachforschungen auf Widerstand. Sie bekommt Unterstützung ausgerechnet von Krølle, der außerhalb der Gesetze agiert.
Gemeinsam decken sie ein Geflecht aus Täuschungen und eine Wahrheit auf, für die jemand bereit ist, wieder zu töten.
"Kaltes Versprechen" ist der Auftakt in eine neue Reihe mit der Kommissarin Rebekka Just und Krølle.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, was grundsätzlich für Spannung sorgt. Jedoch plätschert die Handlung hier sehr lange vor sich hin, bevor mal Tempo in das Geschehen kommt. Die Dynamik geht durch einige Wiederholungen verloren. Es wird an manchen Stellen nochmal zusammengefasst, was man kurz zuvor bereits schon gelesen hat. Dadurch geht der Flow etwas verloren. Wünschenswert wären ein paar mehr falsche Fährten und unerwartete Wendungen.
Der Schreibstil ist einfach gehalten und dadurch flüssig zu lesen.
Die Hauptprotagonistin Rebekka blieb noch ein wenig blass. Es kam zwar immer wieder die Sprache auf ihre Vergangenheit und was ihr widerfahren ist, aber es hat ihr keine besonderen Charakterzüge gegeben. Krølle hingegen ist etwas speziell und auch brutal in seinen Vorgehensweisen. Diese Andersartigkeit bzw. dieser Gegensatz zu Rebekka macht aber den besonderen Reiz aus. Ihre Zusammenarbeit ist geprägt von Misstrauen und Reibungen, die zusätzlich für Spannung sorgen.
Durch die große Anzahl an Nebencharakteren entsteht schnell Verwirrung und man kommt durcheinander, wo und wie man sie einzuordnen hat.
Mein Fazit:
Auf dem Cover steht "Thriller", aber es war eher ein Krimi mit einem guten Plot, der aber durchaus ein wenig mehr Spannung vertragen hätte. Es waren zu wenig unerwartete Twists und Nervenkitzel für einen richtig guten Thriller. Ob ich die Reihe weiterverfolgen werde, kann ich noch nicht sagen, aber das Buch hat trotzdem eine gute Leseempfehlung verdient.
Rezensionen von Linelovesreading :
Nette Geschichte
Storm 1: Das Internat des Gruselns von Judith Weber
Das Buch klang sehr gut und hat sofort meine Neugier geweckt. Eine Geschichte mit Vampiren und Katzen ist genau das richtige für mich und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen, was vor allem auch die Comic-Elemente der Fall war. Dadurch wurde der Text sehr gut aufgelockert und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Auch der Schreibstil war sehr gut lesbar und es hat einfach Spaß gemacht, zu lesen, was Storm so alles im Internat treibt.
Die Geschichte war die perfekte Mischung aus lustig und gruselig für Kinder, ohne dass es zu gruselig wurde.
Die Charaktere mochte ich sehr gerne, da sie gut ausgearbeitet sind und so angelegt sind, dass sie Kindern gut gefallen.
Die Comics zwischendurch haben mir auch gut gefallen, da der Stil sehr schön ist und die Bilder meiner Meinung nach toll gezeichnet sind. Insgesamt ein sehr tolles Buch, das ich nur empfehlen kann.
Rezensionen von verhei:
humorvolle, italienische Miss Marple
Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti
Dolceacqua, ein kleiner Ort in bergiger Lage in Ligurien nahe der französischen Grenze. Eigentlich läuft hier alles recht beschaulich. Marcella, die nach einigen Jahren in Deutschland, nun schon länger wieder in der Heimat ist, soll die neue Freundin ihres Sohnes Domenico, Carabinieri des Ortes kennen lernen.
Und zeitnah sterben unerwartet einige rüstige Bewohner der Orte in der Gegend. Unerwartet, jung und alle werden in ihrer Heimat begraben? Marcella, die eine Vorliebe für Krimis hat, lässt all das nicht in Ruhe.
Wie man schon an der sehr gelungenen Aufmachung des Buches erkennt, handelt es sich um einen Krimi der Kategorie Cozy-Crime, der viel italienisches Lebensgefühl aufnimmt. Man lernt nebenbei etwas die Region, vor allem aber das Essen kennen und begegnet so manchem Klischee.
Der Schreibstil ist locker und humorvoll und schafft es gut durch den Einwurf italienischer Worte, das Italienfeeling zu transportieren.
Besonders gelungen sind dem Autor meines Erachtens die Charaktere, aber teilweise vielleicht etwas klischeehaft. Marcella, eine italienische Mama, die ihren Sohn gerne bekocht. Aber sie würde auch gerne etwas im Leben ihres Sohnes mitbestimmen würde und ist mit dessen Frauenwahl nicht einverstanden ist. Doch sehr resolut und gewieft in den Ermittlungen. Und eine rasante Autofahrerin. Harry, deutscher Hippie Künstler, wohnt bei ihr zur Untermiete und nutzt gerne diverse Substanzen zur Wahrnehmungserweiterung. Er bildet den etwas ruhigeren Gegenpol in den Ermittlungen. Und schließlich Sohn Domenico, der es seiner Mutter schwer recht machen kann.
Die Geschichte und das Rätsel sind spannend, mischt doch nach Marcellas und Harry Meinung die Mafia mit. Und warum sterben wirklich so viele Personen in Marcellas Alter. Blutrünstige Szenen sucht man in einem Cozy-Crime natürlich vergeblich, allerdings war der Spannungsverlauf doch eher flach. Leider zieht sich die Geschichte teilweise etwas. Man bleibt als Leser aber dennoch dabei, da man ja die Auflösung kennen möchte. Und die fand ich solide und interessant gestrickt.
Nichtsdestotrotz würde ich mich über weiter humorvolle Bände von Miss Marple auf Italienisch freuen.
Rezensionen von Linelovesreading :
Sehr informativ
Der kleine Alexander von Humboldt. Eine Reise durch die Wälder dieser Erde von Verena Linde
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, da es sehr viele interessante Informationen enthält, die auf tolle Weise vermittelt werden.
Die Geschichte an sich ist für Kinder sehr spannend, da sie in einem hohen Tempo erzählt wird. Dabei fällt gar nicht so auf, dass auf so gut wie jeder Seite Informationen über die Wälder unserer Erde versteckt sind.
So lernen Kinder eine Menge, während sie das Buch lesen oder vorgelesen bekommen.
Viele Informationen sind zusätzlich als Zeichnungen dargestellt. So wird das Wissen auch visuell gefestigt.
Die Texte haben eine gute Länge und sind dadurch gut für Kinder geeignet, die schon selbst gut lesen können.
Die Illustrationen gefallen mir auch sehr gut, da sie kindgerecht sind.
Gestört hat mich lediglich, dass die Kinder in der Geschichte noch recht jung sind und sich nicht immer ihrem Alter entsprechend verhalten.
Rezensionen von Gavroche:
Mysterös und magisch
Godless von Annie Waye
Asta ist eine Assassine und die letzte Überlebende ihres Volkes. Sie ist eine Gottlose, hat ihrem Gott gewissermaßen ihre Gefolgschaft versagt. Denn sie ist auf Rache aus für die Toten ihrer Familie.
Asta soll Nero töten, einen Priester. Sie tötet allerdings nur seinen Körper und nicht seinen Geist, denn Nero lebt nun mit in ihrem Körper, den sie sich von da an teilen.
Und das führt zu vielen (aber)witzigen Wortgefechten zwischen den beiden und zu manch einer eigenartigen Konstellation. Mir haben diese Wortgefechte voller Witz sehr gut gefallen und sie haben mich gut unterhalten und amüsieren können. Aber wie soll es weitergehen mit diesem geteilten Körper?
Schreibstil und Geschichte haben mir insgesamt gut gefallen und auch die Welt wurde gut und interessant dargestellt.
Keine Sorge, es gibt hier reichlich Wendungen und auch wenn mir die spice Szenen nicht so gefallen haben, so mochte ich dennoch den Rest des Buches und bei dem Ende bin ich neugierig auf die Fortsetzung.
Rezensionen von carola1475:
Einfallsreich, spannend und sehr unterhaltsam
Canvas (Cryptos, Band 2) von Ursula Poznanski
Jana ist Weltendesignerin, sie arbeitet für den Konzern Mastermind, dessen Gründerfamilie zu den privilegierten 'Alphas' gehört. Jana entwirft virtuelle Welten, wartet und erweitert sie bei Bedarf. Die Menschen verbringen fast ihre ganze Zeit in Kapseln in großen Sammeldepots und besuchen virtuelle Welten, denn das Leben in der Realität ist kaum auszuhalten, hohe Temperaturen, eine zerstörte Umwelt und knappe Nahrungsmittel machen virtuelle Erlebnisse zur sehr viel attraktiveren Alternative.
Nur die Alphas leben in den wenigen noch intakten Gebieten.
Janas neueste Welt ist Canvas, eine Art Stellenvermittlung für stundenweise Aufgaben in allen möglichen Welten. So kann man Punkte verdienen, die für den Erwerb von Weltenpässen nötig sind.
Bezüge zum Vorgängerband Cryptos, der bereits vor sechs Jahren erschien, sind gut in die Geschichte integriert, so dass ich keine offensichtlichen Verständnisschwierigkeiten hatte. Im Buch sind die Cryptos-Ereignisse ein Jahr her und dem bisher inhaftierten Lauritz ist die Flucht gelungen. Und seit kurzem verschwinden Menschen aus den verschiedensten Welten, ein Rätsel, das Jana und die anderen vom Designcenter lösen wollen.
Es macht großen Spaß, Jana auf der Suche nach Lauritz und nach Antworten in die virtuellen Welten zu begleiten. Ursula Poznanski beschreibt sie so lebendig, einfallsreich und anschaulich, dass ich mich in die vielfältigen Welten mit hineinversetzt fühle, ich mich entspanne, genieße, staune oder Gänsehaut bekomme. Lange gibt es mehr Fragen als Antworten, aber da aus Janas Ich-Perspektive erzählt wird, kann ich ihren Gedanken folgen und fühle mich nicht allein gelassen.
Die Darstellung der Welten und Janas Erlebnisse dort sind fesselnd, die Charaktere bleiben jedoch eher blass, hier habe ich Tiefe vermisst. In 'Canvas' übt Ursula Poznanski Gesellschaftskritik an der abgeschotteten und auch rücksichtslosen Lebensweise der Elite und an verpasstem Klimaschutz.
Die Geschichte ist spannend und überrascht mit Wendungen, eine fand ich besonders clever erdacht und grandios, die hatte ich überhaupt nicht kommen sehen. Mir hat der Near-Future-Thriller großes Lesevergnügen bereitet. Schon das physische Buch ist ein Highlight mit dem Farbschnitt und der hochwertigen Verarbeitung. 'Canvas' hat mir sehr gut gefallen und bekommt von mir 4,5 Sterne.
Rezensionen von Gavroche:
Die Erbin des Todes
Death's Daughter von S. A. Barnes
Dass dieser Roman eher düster wird, verrät schon das tolle Cover und auch das erste Blatt vorne und hinten im Roman wartet mit tollen Illustrationen aus. Auf dem dunklen Buchschnitt steht noch dunkler "Death". Somit war schon ein düsterer Start gewiss, aber das Buch ist nicht nur einfach düster, sondern bietet ein gutes Dark Academy Setting mit einer interessanten magischen Welt.
Jocasta würde sicherlich lieber ein total normales Leben führen, aber sie ist nun mal die Tochter des Todes und nun soll sie auch noch seine Nachfolge antreten. Dann stirbt auch noch ihre beste Freundin und somit ist es auch noch eine Art Kriminalroman. Jo hat so ihre Ecken und Kanten, was mir gefallen hat.
Auch der männliche Konterpart, Devon, ist differenziert ausgearbeitet.
Mehr möchte ich zum Inhalt nun aber nicht verraten.
Eine dark academy nur mit einem Hauch von spice, was mir persönlich ja sehr entgegenkommt. Und auch noch positive hervorzuheben: es ist zwar der erste Teil, aber es endet nicht mit einem gemeinen Cliffhanger. Dennoch möchte ich natürlich wissen, wie es wohl weitergehen wird.











