Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Carolin:
alltagsnah
Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Meine Welt von Maria Höck
Wimmelbücher begeistern mich jedes Mal aufs Neue. Das Suchen und Entdecken weckt nicht nur Neugierde und Freude bei den Kleinen, sondern auch bei mir. Dieses Wimmelbuch "meine Welt - erste Wörter" bezieht Alltagsgegenstände und Alltagssituationen ein, sodass Kinder direkt an die abgebildeten Situationen anknüpfen können.
Die Farben sind bunt und laden so zum vielfältigen Suchen und Entdecken ein. Wir haben jede der Seiten bereits des Öfteren betrachtet und man findet immer wieder etwas Neues, das man zuvor noch nicht entdeckt hatte. Neugierde, Entdeckergeist, Freude und Sprachanlässe werden hier spielerisch geweckt und geboten. Kleine, kurze Texte unterstützen den Einstieg in die abgebildeten Situationen und laden zum Vorlesen ein. Die Sätze sind einfach und kurz gehalten, sodass hier keine Verständnisschwierigkeiten entstehen. Sehr zu empfehlen!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Ein Buch für fortgeschrittene Leserinnen und Leser
Erde von Sven Hillenkamp
Wer in Betracht zieht, "Erde", das neueste Buch des deutschen, nach Schweden ausgewanderten Autors, Soziologen und Philosophen Sven Hillenkamp, lesen zu wollen, dem empfehle ich, zuerst einmal innezuhalten und sich die Frage zu stellen: warum lese ich Bücher und was erwarte ich mir von der Lektüre?
Denn wer sich angenehme Unterhaltung, spannungsgetrieben oder mit schönen Gefühlen, wünscht, der ist hier definitiv falsch.
Dieses Buch ist unbequem, es ist schwierig, es ist fordernd und am Ende werden die meisten Menschen froh sein, wenn sie es wieder zuklappen können. Und doch lässt sich rückblickend viel Erkenntnisgewinn aus dieser unbequemen, aber lohnenden Lektüre ziehen.
Wir befinden uns direkt im Kopf eines Menschen, der es gar nicht leicht hat mit sich und der Welt, und erleben die ganze Geschichte konsequent aus seiner Perspektive: Jan ist so einiges nicht klar in der Welt, das ist schon in seiner Kindheit der Fall und zieht sich auch später durch sein Leben. Die Mutter ist psychisch krank und nimmt sich das Leben, als der Junge 11 Jahre alt ist. Sie wird monatelang verschwunden sein, bis man endlich ihre Leiche findet.
Auch davor war die Beziehung zu ihrem Sohn nicht von viel Liebe geprägt. Der Vater hat sich zu diesem Zeitpunkt längst schon von der Mutter getrennt, er ist eine schwache Persönlichkeit, bemüht sich zwar immer wieder ein bisschen, kann seinem Sohn aber nicht den Halt geben und die Grenzen aufzeigen, die dieser brauchen würde. Eine Ambivalenz, die kaum aushaltbar ist für den heranwachsenden Jungen:
"Ich weiß: Mein Vater ist jämmerlich, ein Kind, ein Idiot, feige, dumm und lächerlich, weniger als ein Nichts. Er hat mich verlassen. Er ist nicht mehr mein Vater. Ich habe keinen Vater.
Ich weiß: Mein Vater ist verständnisvoll und großzügig und immer lustig. Er hat das reinste Herz von uns dreien. Keiner hat einen Vater, wie ich ihn habe. Ich liebe meinen Vater." (S. 80)
Dazu kommt noch Jans sehr spezielle Persönlichkeit, die möglicherweise ein bisschen in Richtung Neurodivergenz/autistisches Spektrum geht (das wird nie explizit so benannt und es ist gar nicht leicht, hier zu differenzieren, was eine Folge der traumatischen Kindheit war und was andere Ursachen haben könnte).
Jedenfalls sucht er zwar die Nähe zu anderen Menschen, kann als junger Mann auch immer wieder Frauen zumindest kurzfristig für sich begeistern, scheint sich aber immer wieder, ihm selbst unbewusst, so zu verhalten, dass sich die Menschen von ihm distanzieren und auch die Eltern seiner Schulkameraden ihren Kindern den Kontakt zu ihm verbieten wollen.
So ist sein Leben in allen Bereichen von abrupten Beziehungsabbrüchen geprägt, die ihm selbst oft unverständlich bleiben (der beobachtende Leser hat hingegen oft durchaus eine Idee, wie es dazu gekommen sein könnte):
"Mein Chef sagt: "Paul und Viktor wollen nicht in der gleichen Schicht wie du arbeiten. Sie wollen eher kündigen, als mit dir zu arbeiten." Ich gehe zu Paul. "Warum kannst du mich nicht leiden?", "Ich kann dich nicht leiden, das ist alles." (S. 97)
Dabei hat Jan durchaus eine sehr sensible Seele, fühlt sich der Natur und ihren Geschöpfen verbunden und kann es kaum ertragen, wenn diesen von den Menschen Leid zugefügt wird:
"Ich gehe in Richtung des Wassers. Fort von den verhassten Menschen. Die Menschen zerstören alles. Jedes Paradies." (S. 8)
Wir haben hier also das Psychogramm eines in vielerlei Hinsicht ungewöhnlichen Menschen, der vom Schicksal schwer gezeichnet ist, von vielen missverstanden wird und auch selbst die Welt und die Menschen nicht wirklich versteht.
Selbst aus dieser Innensicht ist Jans Persönlichkeit und Motivation oft nicht eindeutig: wir haben in einer Leserunde ausführlich über seinen Charakter diskutiert, der an vielen Stellen ganz unterschiedlich gelesen und interpretiert werden kann, je nachdem, mit welcher Linse man darauf schaut.
Es erfordert große Meisterschaft in den Bereichen Empathie und schriftstellerischer Ausdruck, ein Buch so konsequent aus dem Innenleben eines so stark von den Normen und dem Durchschnitt der Gesellschaft abweichenden Charakters zu schreiben. Und es braucht Mut, so ein Buch, das bewusst unbequem und störrisch ist und sehr wahrscheinlich nicht den Geschmack der großen Masse treffen wird, zu veröffentlichen. Dafür hat der Autor meinen tiefsten Respekt.
Empfehlen kann ich das Buch all jenen, die auch vor sehr anspruchsvollen Werken nicht zurückschrecken, die offen sind, sich auf einen sehr schwierigen Charakter, dunkle Themen und eine insgesamt depressive Stimmung einzulassen, die sich für die Tiefen der menschlichen Seele interessieren und diese ergründen wollen und die gerne über das Innenleben eines Menschen, der sich vielleicht stark von einem selbst und von den meisten Menschen, die man kennt, unterscheidet, nicht nur abstrakt lesen, sondern dieses von innen heraus erleben wollen.
Rezensionen von DoraLupin:
Ein richtiger Buchschatz!
Lass deine Träume fliegen von Nathalie Seïdou
Die kleine Hexe Kamille ist beseelt von einer tiefen Neugier auf die Welt und das Leben. Sie träumt davon, endlich fliegen zu können – bis hoch zu den Sternen, die mit der Blauen Fee über die Erde wachen. Schon schwebt sie über den Wolken und macht sich auf den Weg. Dabei begegnet sie vielen anderen Tieren.
Wovon träumen sie? Was ist deren innigster Wunsch? Kamille staunt über die Einzigartigkeit aller Lebewesen und ihrer Träume. Erfüllt von einer tiefen Zuneigung schafft sie es schließlich bis zu den Sternen zu fliegen, wo die Blaue Fee sie liebevoll empfängt. Zurück in ihrem Baumhaus wacht Kamille auf – war alles nur ein Traum?
Schon als mein Sohn (4 Jahre alt) und ich das wunderbare Cover gesehen haben, waren mir total fasziniert und gegeistert davon! Heutzutage ist es sehr selten das man so ein bezauberndes Cover im Kinderbuchbereich findet, das märchenhaft schön ist und gleich zum träumen einlädt! Genauso ist das Buch auch im inneren und stellt für uns beide deshalb auch ein richtiges Highlight da, weil es ganz besonders ist!
Der Schreibstil ist kindgerecht und einfach geschrieben, hat aber trotzdem eine tolle Leichtigkeit an sich, die auch mich als Erwachsene sehr fasziniert hat! Wir haben Kamille so gerne auf ihrer Reise begleitet und jede einzelne Seite des Buches war ein Erlebnis!
Jede Seite ist zauberhaft illustriert worden und man kommt sich während des Lesens selbst ein wenig wie in einem Traum vor. Das Textverhältnis ist auf jeder Seite sehr gut angepasst, sodass meinem Sohn mit seinen vier Jahren nie langweilig geworden ist.
Mein Sohn haben vorallem die tollen, bunten Bilder faszinieren können und auf jeder Seite hat er Details entdeckt und war sehr begeistert, es war richtig schön das zu sehen.
Fazit: Ein richtiger Schatz im Buchregal! Lange hat mir kein Kinderbuch so gut gefallen wie dieses hier, weil es eine ganz tolle Geschichte mit traumhaft schönen Illustrationen vereint. Ich kann nur sagen: Zugreifen, ihr werdet es nicht bereuen!
Rezensionen von DoraLupin:
Ein Highlight in diesem Genre
Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1) von Emma Carroll
Schon alleine das Cover hat auf mich eine große Faszination ausgeübt und als ich den Klappentext gelesen habe wusste ich, dass dies absolut mein Beuteschema ist! Nachdem ich das Buch gelesen habe kann ich sagen, dass es für mich ein echtes Highlight im Bereich "Middle Grade" darstellt!
Schon ewig gab es in Temstown keinen Vampirangriff mehr.
Doch dann verschwindet eine berühmte Schauspielerin aus ihrem Grab auf dem alten Friedhof – und die Spuren deuten darauf hin, dass sie sich selbst herausgegraben hat! Den Cousinen Mina, Buffy und Bella ist sofort klar, dass da eine Vampirin von den Toten zurückgekehrt ist. Als dann auch noch ihr
Freund Varney gebissen wird, sind sie wild entschlossen, die Stadt von der Vampirin zu befreien und Varney zu retten. Es muss doch eine andere Möglichkeit geben, als ihren Freund noch vor dem nächsten Neumond mit einem Weißdornpfahl zu durchbohren! Und tatsächlich finden die drei ein uraltes Buch über die Heilung von Vampiren. Doch die Seiten sind leer!
Der Schreibstil war von Anfang an leicht verständlich und sehr gut von Kindern zu lesen. Aber auch ich als Erwachsene wurde schon in den ersten Seiten direkt in den Bann gezogen und bin förmlich durch die Story gefolgen, weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht!
Etwas schade finde ich, dass der Klappentext schon sehr viel verrät und ein wenig den Leser "spoilert", am besten man liest sich den gar nicht durch dann ist das Lesevergnügen noch größer!
Die drei Protagonistinnen, die auch auf dem Cover abgebildet sind, waren eigenwillige Mädchen die, wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt haben nicht so leicht abzubringen sind, aber dieser Mut und die Tatkraft haben mich richtig gut gefallen! Auch wie sie ihrem Freund zu Hilfe eilen fand ich richtig stark, das prägt die Themen Zusammenhalt und Freundschaft.
Der schön an diesem Buch fand ich auch die Idee Vampire nicht gleich mit dem Holzpflog zurchbohren zu wollen, sondern nach einer anderen Lösung zu suchen. Diese Idee solche "Erkrankten" möglicherweise heilen zu können hat mir richtig gut gefallen!
Fazit: Das Buch vereint Spannung, ein wenig Grusel, ein wenig Action, sehr viel Zusammenhalt und Freundschaft und den Glauben an das Gute in einem und stellt für mich ein Genrehighlight dar! Ich kann es nur weiterempfehlen.
Rezensionen von felidae:
Erwartungen wurden nicht erfüllt
Mehr Himmel, als gut für uns ist von Dominika Meindl
Das Cover des Buches sowie der Klappentext bzw. die Leseprobe haben mir gut gefallen, weshalb ich mich sehr auf das Buch gefreut habe. Erwartet habe ich ein Abenteuer in den Bergen und spannende Berichte über das Bergsteigen. Leider wurden meine Erwartungen hier nicht erfüllt.
Die ersten Seiten sind noch ganz spannend, aber das Thema Bergsteigen dient hier scheinbar nur als eine Art Kulisse, denn im eigentlichen Fokus steht etwas ganz anderes.
In Rückblicken erfährt man einiges aus dem Leben des Protagonisten, der, meiner Meinung nach, zutiefst im Selbstmitleid versinkt.
Der Schreibstil der Autorin ist recht angenehm, der Text lässt sich flüssig lesen. Man kommt schnell durch die Kapitel voran.
Verwirrend wurde es dann gegen Ende des Buches. Auf einmal wird die Geschichte aus der Sicht einer ganz anderen Person weitererzählt. Dieser Wechsel hat mich irritiert und es wirkt fast so als hätte die Autorin nicht gewusst, wie sie die Geschichte sonst zu Ende bringen soll.
Rezensionen von Piet1990:
Leise Freundschaft in dunkler Zeit
Leuchtende Schatten von Iris Wolff
„Leuchtende Schatten“ ist ein sehr ruhiger, fein erzählter Roman über Freundschaft, Verlust und das Erwachsenwerden in einer schwierigen Zeit. Im Mittelpunkt stehen Ella und Harriet, deren Verbindung in Siebenbürgen während des Zweiten Weltkriegs entsteht. Gerade diese Freundschaft hat mir gut gefallen, weil sie nicht übertrieben dramatisch erzählt wird, sondern leise und glaubwürdig wächst.
Iris Wolffs Schreibstil ist sehr poetisch und bildhaft. Man muss sich auf die ruhige Art des Erzählens einlassen, dann entfaltet das Buch eine besondere Stimmung. Die Atmosphäre in Hermannstadt und die Unsicherheit der Kriegszeit sind deutlich spürbar, ohne dass die Geschichte zu schwer oder überladen wirkt.
Das Cover mit den Schattenmorellen finde ich sehr passend und schön gestaltet. Es verrät nicht zu viel, fängt aber die stille, etwas melancholische Stimmung gut ein.
Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, denn die Handlung bleibt insgesamt eher leise. Trotzdem hat mich das Buch berührt, weil es die großen Themen Freundschaft, Liebe und Verlust sehr fein erzählt.
Fazit:
Ein stiller, atmosphärischer Roman mit schöner Sprache und viel Gefühl. Wer ruhige Geschichten mit historischem Hintergrund mag, wird hier sicher eine besondere Lektüre finden.
Rezensionen von ravenmoon:
Wenn die Tiefsee zum Überlebenskampf wird
Be a Light in the Dark Sea 1 von SoftCoral
Wenn die Tiefsee zum Überlebenskampf wird
Was für ein Buch! Ich hätte nach den ersten Seiten nicht unbedingt erwartet, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Der Einstieg wirkt zunächst fast wie eine ruhige Reise in eine faszinierende neue Welt: Park Muhyun kommt als frischgebackener und einziger Zahnarzt auf einer riesigen Unterwasserstation an und muss sich erst einmal in dieser ungewöhnlichen Umgebung zurechtfinden.
Genau dadurch lernen wir gemeinsam mit ihm die Station, ihre Bewohner und die Strukturen kennen.
Das Setting hat mich dabei besonders angesprochen. Unterwasserstationen sind natürlich keine völlig neue Idee, aber im Vergleich zu den inzwischen zahlreichen Science-Fiction-Geschichten über die Eroberung des Weltalls wirkt die Tiefsee erfrischend anders. Vor allem ist diese Zukunft erschreckend nah an unserer eigenen vorstellbaren Realität. Eine Menschheit, die ihre Erde zunehmend unbewohnbar macht und anschließend in die Tiefsee ausweicht, um dort weiter nach Ressourcen zu suchen – das hat durchaus etwas Beklemmendes.
Auch Muhyun als Hauptfigur hat mir gut gefallen. Über seinen Alltag als Zahnarzt bekommt man ganz nebenbei einen Einblick in das Leben auf der Station. Anfangs scheint dort vieles geradezu beneidenswert: gute Bezahlung, Vergünstigungen und eine Gemeinschaft von Menschen, die für ihre Arbeit offenbar ordentlich entlohnt werden. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher zeigen sich die Risse in diesem vermeintlich perfekten System. Die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Nationen und die politischen und sozialen Spannungen sorgen dafür, dass unter der Oberfläche einiges brodelt.
Und dann nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Aus dem interessanten Science-Fiction-Setting wird zunehmend ein packender Überlebenskampf. Die Flucht durch die Station, die verschiedenen Gruppen und die Frage, wem man überhaupt noch vertrauen kann, sorgen für ordentlich Spannung. Dabei steigert sich die Dynamik immer weiter, bis es gegen Ende ausgesprochen brutal wird.
Hier auch eine deutliche Warnung: Wer empfindlich auf Gewalt und blutige Szenen reagiert, sollte vorsichtig sein. Gerade im letzten Drittel geht es teilweise sehr heftig zur Sache. Für mich ist das definitiv kein Buch für zarte Gemüter – ich würde es eher ab 16 Jahren empfehlen.
Ein ganz besonderes Lob möchte ich außerdem der Übersetzung aussprechen. Alexandra Dickmann versteht es wirklich hervorragend, mit der deutschen Sprache umzugehen. Die Sprache wirkt anspruchsvoll und gleichzeitig wunderbar flüssig. Keine erzwungene Jugendsprache, keine holprigen Formulierungen – stattdessen finden sich immer wieder richtig schöne sprachliche Bilder und Formulierungen. Für mich war die Sprache tatsächlich eines der Highlights des Buches.
Auch die Ausstattung gefällt mir. Das Buch liegt angenehm in der Hand und die aufklappbaren Umschlagseiten sind ein schönes Detail. Auf der vorderen Klappe wird das Titelmotiv noch einmal aufgegriffen, wobei ich persönlich ein zusätzliches Motiv spannender gefunden hätte. Dafür bietet die hintere Klappe eine Vorschau auf die offenbar vierteilige Reihe.
Und dann dieses Ende … Damit hatte ich so nicht gerechnet. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten. ????
Be a Light in the Dark Sea hat mich jedenfalls von einem zunächst faszinierenden Science-Fiction-Setting bis zu einem ausgesprochen dynamischen und teilweise brutalen Finale mitgenommen. Für mich eine ungewöhnliche Geschichte, die gerade durch ihr Tiefsee-Szenario aus der Masse heraussticht.
Vielen Dank an vorablesen.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst und gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
Rezensionen von Sheilo:
Emotional und spannend - ich liebe es!
Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück
Alize ist eine Frau, die ihren Job als Managerin in der Musikbranche liebt und sich in dem harten Geschäft durchbeißt, ohne dabei ihre liebevolle Art zu verlieren. Am liebsten würde sie ihre eigene Lieblingsband unter Vertrag nehmen - Silentbound. Doch die Band hat keine Kontaktdaten und die Tickets zu ihren sehr spontanen Konzerten werden immer kurzfristig verlost.
Eines Tages hat Alize das Glück, selbst eine Einladung zu erhalten, doch dabei ahnt sie nicht, dass dieser Abend alles für sie ändern wird.
"Songs of the Void: Echo der Stille" ist ein Buch, welches ich kaum aus der Hand legen konnte. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf und gerade das Ende des Buches hat mich wirklich überrascht. Anne Lück ist es wieder einmal gelungen, mich mit ihrem Schreibstil einzunehmen und ich liebe die Emotionen und tiefgründigen Charakter im Buch wirklich sehr. Die Geschichte wird dabei aus der Sicht von Alize und Echo, einem Mitglied von Silentbound, geschildert. Ich mag vor allem die Einschübe von Echo sehr und habe immer wieder nach Hinweisen gesucht, wer die unbekannten Bandmitglieder sein könnten, die ihre Identität hinter Masken verbergen.
Alize kämpft für ihren Erfolg, bleibt aber dabei sich selbst treu. Sie liebt ihren Job und mit ihrem Kollegen und besten Freund Marlo an der Seite bildet sie ein starkes Team. Nachdem sie von der Gefahr in der Stadt weiß, will sie helfen und stellt dabei auch ihre eigenen Interessen zurück.
Echo wirkt anfangs sehr abweisend, doch im Verlauf spürt man, wie wichtig ihm sowohl seine Mission als auch Alize, ist. Er versteckt sich hinter einer Fuchsmaske, doch die Fans lieben ihn und seinen ganz besonderen Gesang, genau wie die Stille, welche die Stadt überfallen möchte. Echo will das nicht zulassen und sucht nach einer Möglichkeit, die Gefahr aufzuhalten.
Im Buch wurde es teilweise sehr emotional, sodass ich hier und da ein Tränchen verdrückt habe, aber ich liebe die Abwechslung von Humor und Emotionen sehr. Zudem lässt sich im Buch ein Liebesdreieck finden, in welches auch Léo, ein Kollege von Alize, verstrickt ist. Er ist sehr charmant und schafft es wohl, jede Frau um den Finger zu wickeln.
Alles in allem ergänzen sich die Charakter im Buch sehr gut und ich habe schon einige Vermutungen, wer hinter den Masken der Bandmitglieder stecken könnte. Das Ende lässt mich ein wenig sprachlos zurück, sodass ich es kaum erwarten kann, den zweiten Band in den Händen halten zu können. "Songs of the Void: Echo der Stille" ist mit seinem einzigartigen Cover nicht nur ein echter Blickfang im Bücherregal, sondern für mich ein tolles Romantasy-Highlight.
Rezensionen von begine:
Zweite Chance
Magisch von Annika Büsing
Annika Büsing schreibt mit ihrem Roman „Magisch“ eine besondere Beziehung.
Die Personen wurden etwas eigenartig dargestellt..
Magisch, Marie und Andie wachsen im selben Ort auf.
Magisch und Marie waren in der Jugend verliebt.
Dani ist schon früh bei den Neonazis engagiert, Er und seine Kumpane schlagen Magisch Krankenhausreif.
Für die Familie ist es schwer zu ertragen. Die Eltern lieben ihren Sohn, aber verabscheuen sein Tun.
Dann war Magisch fünfzehn Jahre weg. Und jetzt nach dem Tod der Mutter ist er wieder da.
Marie und Magisch nähern sich wieder an.
In diesem Roman geht es um Liebe.
Um die Neonazis und Migranten.
Trotz allem was passiert ist der Roman ziemlich ruhig und nicht so richtig spannend.
Die Liebesgeschichte zieht sich etwas hin.
Magisch eigenartige Arbeit ist auch etwas Dubios. Dani macht der Familie ordentlich Sorgen.
Trotzdem ist es eine lesenswerte Geschichte.
Rezensionen von bedard:
Spannend und wendungsreich
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Vor anderthalb Jahren ist Juli verschwunden, die Polizei geht von einem Verbrechen aus und verdächtigt den Vater des Mordes an seiner ältesten Tochter. Seit einigen Monaten sitzt er in Haft, obwohl eine Leiche bisher nicht aufgetaucht ist. Seitdem kümmert sich seine Tochter Anna alleine um ihren kleinen Bruder Leon und die psychisch kranke Mutter.
Fest von der Unschuld des Vaters überzeugt, misstraut sie der Polizei und sucht auf eigene Faust nach der Wahrheit. Erst als mit Katharina einer neuen Ermittlerin die Leitung des Falles übergeben wird, ergeben sich neue Hinweise.
Die spannende Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive von Anna und Katharina erzählt und lässt sich wirklich sehr leicht lesen. Einige Charaktere sind allerdings etwas klischeehaft beschrieben. So vernachlässigt die toughe Polizistin Katharina ihr Privatleben, ihr Kollege rivalisiert wegen seines verletzten männlichen Egos, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ausgeglichen wird dieses leichte Manko aber durch die vielen Wendungen, die der Plot nimmt. Eine vermeintlich offensichtliche Auflösung erweist sich als falsch, und auch die nächste Fährte führt in die falsche Richtung. Fast alle Fragen werden zum Ende hin logisch beantwortet, auch wenn das Ende selbst ein wenig konstruiert und abrupt wirkt.
Weil sie lügt ist kein perfekter Thriller, aber gut geschrieben, unterhaltsam und spannend.











