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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

Dämonischer Freund oder Feind?

Drowning Sorrows in Raging Fire 1 von Priest

Viel Geld für wenig Aufwand, das erhofft sich Xuan Ji von seinem neuen Job, welchen ihm sein einflussreicher Freund Xiao Zheng organisiert hat. In einer Behörde, welche für paranormale Phänomene zuständig ist, soll er hinter den Einsatzkräften aufräumen, Entschädigungen regeln oder die Geschehnisse mit irgendwelchen nicht-magischen Ursachen erklären wie z.

B. einem Gasleck. Klingt also alles recht unspektakulär. Mit noch druckfrischem Mitarbeiter-Ausweis gerät er bei seinem ersten Einsatz an einen mächtigen Dämon mit einer Vergangenheit voller Gewalt und somit in ein Abenteuer, welches in Zusammenhang mit seinen eigenen magischen Fähigkeiten stehen könnte: er ist ein Fähiger des Feuers.
Was als Urban Fantasy beginnt, vermischt sich gekonnt mit fantastischen Szenen im (fiktiven) alten China. Neben magiebegabten Menschen liest man von Yao-Wesen und Dämonen, von Freundschaft und Verrat und einem blutigen Krieg, dessen Ende zugleich der Anfang dieser Geschichte ist. Die Perspektiven wechseln sich ab, wobei Xuan Ji zunächst wie ein Lebemann daherkommt, der sich für Arbeit zu schade ist, aber leider seine Rechnungen bezahlen muss. Die Story wartet allerdings mit so einigen Überraschungen auf, sowohl die Charaktere als auch deren Hintergründe betreffend. Und so undurchschaubar wie die Charaktere ist auch der Verlauf der Handlung; sobald man meint, sich ein Bild gemacht zu haben, wirft die Autorin einen Teil davon über den Haufen und streut neue Hinweise. Amüsant hierbei ist auch Xuan Jis Buch der Tausend Yao, so eine Art Gedanken-Handbuch, welches immer mal aufpoppt und ihm Hinweise liefert, die ihn manchmal mehr verwirren als wirklich hilfreich sind.
Mir hat diese Undurchschaubarkeit der Geheimnisse sehr gefallen, nicht nur die Personen betreffend, sondern auch rund um die Geschehnisse damals sowie heute. Von der beworbenen SlowBurn Gay-Romance (Danmei) konnte ich im ersten Teil der Buchreihe noch nichts spüren, behaupte aber mal, die Weichen hierfür sind geschickt in Stellung gebracht. Es hätte hier auch einfach noch nicht reingepasst. Der teils freche Humor sowie die fantastischen Ideen und Intrigen haben für unterhaltsame Spannung gesorgt. Das Buch enthält mehrere s/w-Illustrationen im Webtoon-Stil sowie ein Glossar mit Personenregister und einigen Erläuterungen.
Wer Lust hat auf Urban Fantasy mit Bezug zu historischen Elementen, ein perfides Verwirrspiel mit gefährlichem Dämon sowie aussergewöhnliche Ideen, wird hier auf seine Kosten kommen.

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Rezensionen von Phija:

Bleibst du still oder sprichst du drüber?

Silent Whispers - Wie Stimmen im Wind von Sophia Como

Giulia und Scott wollen beide ihre Vergangenheit lieber verdrängen. Doch als sich ihre Wege schicksalhaft kreuzen, scheint dieses Vorhaben wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen. Und so stellt sich die Frage: Ist geteiltes Leid halbes Leid oder macht es das nur schlimmer?

"Silent Whispers" ist ein Buch, bei dem es mir unglaublich schwerfällt, Sterne zu vergeben.

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich den Schritt bei dieser Rezension gerne übersprungen, denn keine Zahl wird dieser Geschichte so wirklich gerecht. Warum, werde ich nun weiter ausführen:
Die Themen des Buches sind heftig. Triggerwarnungen sind vorhanden und sollten wirklich beachtet werden, wenn es Themen in deinem Leben gibt, die dir ein ungutes Gefühl geben könnten. Jedoch sind es eben Themen, die besprochen werden müssen, ganz ohne Scham, da sie mitten in unserer Gesellschaft stattfinden. Da ich allerdings keine betroffene Person bin, kann ich mir in dem Punkt nicht anmaßen, einzuschätzen, ob die Repräsentation gelungen ist oder nicht. Ich kann nur sagen, dass ich es als wichtig erachte, dass darüber gesprochen und nicht weiter weggeschaut wird. Alleine deswegen würde ich für dieses Buch eigentlich schon eine Empfehlung aussprechen.
Die Figuren und die Liebesgeschichte haben mir persönlich gut gefallen. Giulia und Scott sind beides spannende Charaktere, welche sich selbst im Verlauf von ihren Fesseln befreien. Das anzusehen, war wirklich auf eine gewisse Art heilend und hat mich sehr berührt. Das Tempo hat mir abgesehen vom Schluss wirklich gut gefallen. Am Ende haben sich für mein Empfinden die Ereignisse aber etwas zu sehr überschlagen.
Mein größtes "Problem" war jedoch meine eigene Erwartungshaltung an diese Geschichte. Das Marketing rund um dieses Buch hat für mich klassischen New-Adult-Booktok-Charakter, insbesondere durch die angepriesenen Tropes. Jedoch hat sich die Geschichte für mich nicht so ganz danach angefühlt. Ganz genau kann ich ehrlicherweise nicht sagen, woran das lag und warum es mich gerade bei der ersten Hälfte des Buches so irritiert hat. Vielleicht lag es am sehr poetischen, bildhaften, detailverliebten Schreibstil, welcher mich eher an zeitgenössische Literatur erinnert hat. Vielleicht lag es aber auch an der Atmosphäre, die etwas distanzierter war, wie ich es sonst aus dem Genre kenne. Vielleicht auch am Tempo der Geschichte, was teils jugendbuchhaften Charakter hatte? Vielleicht lag es auch an was ganz anderem. Hätte ich einen Gegenvorschlag, in welchem Genre dieses Buch sonst einzuordnen wäre? Leider nein. Ich habe das Gefühl, dass sich die Geschichte ziemlich auf der Kippe bewegt zwischen zeitgenössischer Literatur und TikTok-fähiger Romance. Und warum nicht mal etwas mischen und probieren? Schließlich ist das auch immer die Chance für etwas ganz großes.

Alles in allem, auch wenn der letzte Abschnitt nun irgendwie kritisch klingen mag, ist das Buch eine Empfehlung, gerade für die nun kommenden etwas kälteren Herbstmonate. "Silent Whispers" ist eine Liebesgeschichte, die alles andere als schnell vergessen ist. Gerade in der schnelllebigen Zeit ein doch gutes Zeichen, oder?

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Leseempfehlung

Alles wird Asche von Nele Neuhaus

Mit diesem Krimi ist das Dutzend der Reihe um Pia Sander und Oliver von Bodenstein voll. Es darf wieder in mehreren Mordfällen, die zunächst nichts gemeinsam zu haben scheinen, ermittelt werden. Wenig später stoßen die Ermittler auf den am Mount Evererst verstorbenen Hightech-Unternehmer Patrick Brinkhoff, der sich mit KI (What else?) beschäftigt hat, und auf dessen Familie, die in einem komplexen Beziehungsgeflecht verstrickt ist.

Damit kommt Bewegung in die Sache. Natürlich dürfen Geheimnisse, die besser unentdeckt geblieben wären alte Kränkungen sowie Gerangel um Macht und Geld nicht fehlen.

Es war ja nur eine (kurze) Frage der Zeit, bis sich die KI und das Drumherum der Krimi- und Thrillerliteratur bemächtigen. Da man noch nichts Genaues weiß und alles vermutet, ist hier der Fantasie der AutorInnen kaum eine Grenze gesetzt. Gut, dass Nele Neuhaus nicht ins technische Detail geht. Wir wollen ja Unterhaltung und keine Diplomarbeit.

Wir LeserInnen sind der Polizei immer wieder einen halben oder ganzen Schritt voraus. Doch das macht nichts. Ich finde es ja immer spannend, die manchmal kontroversen Diskussionen der Ermittler zu beobachten.

Wie wir es von Nele Neuhaus gewöhnt sind, braucht sie jede Menge „Personal“, um LeserInnen und Ermittler auf falsche Fährten zu locken.

Pias Privatleben wird einmal mehr viel Platz eingeräumt, was für mich persönlich ein wenig gekürzt werden hätte können. Andererseits, kenne ich die Reihe schon so lange, dass die Protagonisten wie schon länger nicht mehr getroffene Freunde wirken, die sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt haben. Immerhin sind seit dem Erscheinen des 11. Band („Monster“) drei Jahre vergangen.

Fazit:

Wieder ein komplexer Krimi mit dem bekannten Ermittler-Duo Pia Sander und Oliver von Bodenstein, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

verstörend

Seltsame Sally Diamond von Liz Nugent

Unglaublich. Verstörend. Ich bin zutiefst erschüttert.
Das ist wirklich ein Psychothriller den man nie wieder vergisst!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

Familienaufarbeitung

Über vier Leben von Pauline Hatscher

Eine Familiengeschichte wollte ich lesen. Solche Romane mag ich sehr. Dieser hier war allerdings keinesfalls eine nette Sommerlektüre sondern hat mich kalt erwischt und zutiefst berührt.
Mirabell kriegt ihr Leben einfach nicht auf die Reihe und vermutet die Ursache dafür in den vorangegangenen Generationen.

Sie macht sich auf die Suche nach den Lebensläufen ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter.
Sehr realistisch erzählt. In klarer, lebendiger Sprache. Sehr gut lesbar.
Große Empfehlung!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

Ist doch schön hier von Miriam Burdelski

Ein Buch das meines Erachtens Potenzial hätte, leider aber immer wieder in uninteressantes, langweiliges Abdriftet. Ich habe mir mehr über das Schicksal der Vertriebenen erwartet. Hier geht es aber um die Enkeltochter, die sich selbst finden möchte. Naja.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

flach

Über der Brandung von Franziska Jebens

Die Zutaten:
=> scheinbar gescheiterte Frau die ihrem bisherigen Leben entflieht
=> Delfine, Wale, Schildkröten und anderes Getier
=> Kräuter- und Hexenwissen
Das Ergebnis:
Eine flache, vorhersehbare Geschichte die mich weder unterhalten noch in sonst irgendwelcher Weise weitergebracht hat.

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Rezensionen von Leser:

sehr unterhaltsam

The Brave and the Reckless von Dilan Dyer

Ein erster Blick auf das ungewöhnliche Buchcover und ich musste sofort reinschauen, um was es hier geht.
Es erinnerte mich an die alten Cowboyfilme, ist aber völlig anders, sehr modern und unterhaltsam.

Die Geschichte nimmt ihre Leser mit nach Bravetown, in einen "Westernvergnügungpark".

Das ist mal ein anderer Handlungsort, an den ich gerne gereist bin. Dank der guten Beschreibungen hat man immer direkt ein Bild vor Augen.

Eine unterhaltsame Wildwest-RomCom mit viel Humor, hitzigen Wortgefechten und spice Szenen (die ruhig weniger hätten sein können), welche mich regelrecht in ihren Sog gezogen hat.
Das lag nicht nur am tollen Schreibstil, es lag vor allem an den beiden symphatischenHauptcharakteren, Noah alias Bandit Ace Ryder und Esra alias Annie Lou.
Die beiden mögen sich anfangs so gar nicht und es war interessant zu sehen, wie sich sich langsam annähern.

Mir hat es gefallen!!!

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Rezensionen von fantasia:

Wenn der Krieg mit nach Hause kommt

Buckeye von Patrick Ryan


„Buckeye“, der Roman von Patrick Ryan, ist ein umfangreiches Werk, das sich über mehrere Generationen in den USA hinwegzieht. Im Mittelpunkt stehen die Familien von Becky und Cal sowie Margaret und Felix. Dabei entfaltet sich die Geschichte vor allem aus den Perspektiven von Cal und Margaret, durch deren Wahrnehmung die familiären Beziehungen und Konflikte für die Leser erfahrbar werden.

Der Leser sollte Freude an Romanen haben, die sich über Generationen hinwegziehen. Mir war das bisweilen zu viel und ich hatte Mühe, mich in die Figuren dieses Romans hineinzufinden.
Interessanter fand ich die amerikanische Geschichte rund um die zwei Weltkriege und den Vietnamkrieg. Beides verknüpft der Autor recht geschickt, das Leben der Figuren wird durch die historischen Geschehnisse beeinflusst und fremd bestimmt. So erlebt der Leser die Geschehnisse aus deren Perspektive, die Kriege zeigen sich auch daheim, nicht nur auf dem Schlachtfeld. „Ich bin zurückgekommen, und wir bekamen drei Kinder. Nur den Krieg konnte ich nicht abschütteln. Ich war ein miserabler Ehemann, ein miserabler Vater. Sie haben mich ertragen.“ (S.486) - so Everett zu Becky.

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Rezensionen von Tara:

Einblicke in eine Familie aus unterschiedlichen Perspektiven

Ein Samstag im August von Birgit Bachmann

„Ein Samstag im August“ ist das Debüt der Autorin Birgit Bachmann.

In dem Buch geht es um die Frauen der Familie Wortmann:
Elvira, die gerade mit ihrem Ehemann Jobst auf der Heimreise aus ihrem Urlaub ist,
Sigrid, Elviras 85-jährige Mutter,
Mona, Elviras Schwester,
Kathi, Elviras Schwägerin.

Jedes Familienmitglied hat sein eigenes Leben und damit auch sein eigenes Päckchen zu tragen.
An dem titelgebenden Samstag im August wird durch die Hilfsbereitschaft von Elvira und Jobst an der Autobahnraststätte die Dynamik, auf die sich die Handlung stützt, ins Rollen gebracht.
Sie nehmen ein Paar mit, dessen Auto liegengeblieben ist. Dadurch geraten sie ungewollt in dessen Konflikte und beginnen ihre eigenen zu hinterfragen. Elvira wird dadurch emotional so durcheinander gerüttelt, dass sich ihre Stimmung zu Hause auf den Rest der Familie überträgt. In dieser aufgewühlten Stimmung lüftet Sigrid ein jahrzehntelang gehütetes, schwerwiegendes Familiengeheimnis.

Birgit Bachmann hat die Ereignisse aus sieben wechselnden Perspektiven beschrieben, sodass man zunächst lauter lose Fäden erhält, die erst nach und nach miteinander verknüpft werden.
Ihr Schreibstil ist ruhig und bildhaft. Die Emotionen der Charaktere werden nicht immer ausformuliert, sondern stehen oft zwischen den Zeilen.
Die Handlung ist in kurze Kapitel unterteilt und liest sich dadurch flüssig und mühelos.

Dabei wird schnell deutlich, dass Ereignisse bis in die Gegenwart hineinwirken und Auswirkungen auf die gesamte Familie haben.

Im Grunde schreibt die Autorin über eine ganz normale Familie, in der es in der Vergangenheit Belastungen, Geheimnisse, Träume, den Wunsch nach Anerkennung gab und in der - bis zu diesem Samstag im August - einfach zu wenig miteinander geredet wurde.
Dabei wird uns deutlich vor Augen geführt, wie wenig wir die uns am nächsten stehenden Menschen kennen.

Ich habe diesen ruhigen Sommerroman, bei dem es unter der Oberfläche zu brodeln beginnt, gerne gelesen. Mir gefiel die Atmosphäre des norddeutschen Spätsommers und wie die Autorin den Vergleich von Familie und Flickendecke bildhaft zum Leben erweckt. Wer Bücher mit leisen Tönen mag, liegt hier richtig.

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