Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sago:
Und täglich grüßt Agatha
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle von Stuart Turton
Der Krimi wird beworben mit"Agatha Christie trifft Und täglich grüßt das Murmeltier". Das bringt es bereits perfekt auf den Punkt. Unser Protagonist, der sich erst nach einer ganzen Weile dunkel erinnern kann, dass er in Wirklichkeit Aidan heißt, findet sich nach und nach im Körper von acht Wirten wieder, um immer wieder denselben Tag zu durchleben.
Es gilt, einen Mord aufzuklären, oder besser noch, ihn zu verhindern. Dabei trifft Aidan auf mysteriöse verkleidete Gegenspieler und andere Figuren, die versuchen, ihm bei der Aufklärung zuvor zu kommen. Denn nur der Rätsellöser wird der Zeitschleife entkommen. Wer Freund und wer Feind ist, fällt schwer zu unterscheiden. Auf den gesamten 600 Seiten weiß der Autor immer wieder zu überraschen, denn hinter dem ursprünglichen Mord verbergen sich immer weitere.
Aidan fällt es zunehmend schwerer, sich an seine ursprüngliche Identität zu klammern. Wie er seine unterschiedlichen Wirte empfindet, ist grandios geschildert. Man kann dem Autor auch gar nicht genug Respekt zollen, dass er bei dem komplizierten Strickmuster des Romans stets den Überblick behält. Als Leser muss man wirklich am Ball bleiben, damit das gleichfalls gelingt, anderenfalls wird es manchmal etwas mühselig. Eigentlich müsste man das Buch an einem Stück lesen oder nach dem Auslesen gleich noch einmal, um alles zu würdigen.
Gelungen ist auch die Schilderung der Atmosphäre des runtergekommenen Landhauses Blackheath, das das Setting bildet. Vor dem Hintergrund der ungewöhnlichen Aufklärung des Zeitschleifen-Rätsels eine gewagte, aber erfolgreiche Kombination.
Rezensionen von yellowdog:
Der Bienenzüchter der Eifel
Winterbienen von Norbert Scheuer
Der Roman ist sprachlich außerordentlich fein gestaltet. Es gibt genaue landschaftliche und situative Beschreibungen. Jeder Satz ist ausgearbeitet und doch ist das ganz im Fluss! Ein Fest für die Leser, die Literatur lieben.
Erzähler ist Egidius Arimond, ein ehemaliger Lehrer, der jetzt Bienenzüchter in der Eifel ist und gelegentlich verfolgte Juden über die Grenze bringt.
Aufgrund seiner Epilepsie befindet er sich in einer isolierten Grenzsituation. Er wurde deswegen auch nicht in den Krieg eingezogen und ist somit einer der wenigen Männer mittleren Alters, die in der Umgebung noch da ist. Er ruht sehr in sich selbst, doch die Angst, dass die Krankheit schlimmer wird oder er keine Medikamente mehr bekommt ist ebenfalls da. Je mehr sich die Kriegszeit dem Ende nähert, desto chaotischer wird es.
Zwischendurch gibt es Abschnitte aus Fragmenten eines seines Vorfahren, eines Mönches aus dem 15.Jahrhundert, dessen Texte Egidius aus dem Latein übersetzt. Das sind interessante Passagen..
Norbert Scheuer hat eine metaphernreiche, bildmächtige Sprache, die sich aber gleichzeitig erstaunlich zurücknimmt und von Lakonie bestimmt ist. Sehr überzeugend!
Rezensionen von Sago:
Kleine Kunstwerke
Der lange Weg zu dir von Widmark Martin
Auch als Erwachsene haben mich die etwa 40 Seiten dieses Kinderbuches tief berührt.
Ein Tier zu verlieren, das ist für mich eines der schlimmsten Ereignisse, die mir widerfahren können. Und dennoch in der Regel irgendwann unvermeidlich.
So geht es auch Adam, dessen alter Hund stirbt. Es verlässt ihn jeder Lebensmut.
Auf der anderen Seite des Meeres leben die kleine Sonia und ihre Katze Mitzi, die sich mühsam durchschlagen müssen. Doch Mitzi spürt instinktiv, dass sie gebraucht werden und so machen sich beide auf die gefahrvolle Reise zu Adam.
Die in dunklen Farben gehaltenen Illustrationen sind wirklich kleine Kunstwerke und ergänzen den Text perfekt.
Auf kindgerechte Weise wird hier versucht, das eigentlich immer wieder Unbegreifbare erfassbar zu machen. Ein Buch über tiefe Trauer, Freundschaft und darüber, die Kraft für einen Neubeginn zu finden.
Rezensionen von Gaby 2707:
Spritzige, leicht böse Comedy vom Feinsten
Frauen, die Bärbel heißen von Marie Reiners
Als die Dermoplastikerin und Einsiedlerin Bärbel Böttcher mit ihrer Mischlingshündin Frieda beim morgendlichen Gassigehen einen MAMIL = middle age man in lycra mit einem Stöckchen, das sich perfekt für Frieda eignen würde, im Auge findet, ahnt sie noch nicht, dass es mit ihrem eintönigen, perfekt eingerichteten Alltag ohne fremde Menschen nun endgültig vorbei ist und ihr bisheriges Leben total auf den Kopf gestellt wird.
Von den Scherereien, die sie hat, mal ganz abgesehen.
Ich weiß ja nicht, ob ich Bärbel Böttcher, hier ohne einen Funken Empathie, was vielleicht auch ihrer schweren Kindheit geschuldet ist, im normalen Leben als meine Freundin haben möchte. Aber hier in der Geschichte, wo ich sie immer näher kennenlerne, ist sie mir mit ihrer verschrobenen, durchgeknallten, etwas naiven Art und ihren schrulligen Gedanken schon sehr bald ans Herz gewachsen. Sie erzählt hier ihre Geschichte in der Ich-Form, was mich noch näher an ihr dran sein lässt.
Kurze Kapitel und ein eingängiger, leicht zu lesender Schreib- und Erzählstil machen das Lesen für einige Stunden zu einem besonderen Erlebnis und einer rasanten Fahrt durch einige Wochen aus Bärbels Leben.
Aber nicht nur Bärbel ist eine aussergewöhnliche Frau. Auch die weiteren Protagonisten, sei es das MAMIL = Schauspieler Ansgar Wonnemuth, seine Frau Valerie, die Bärbel wegen ihrer großen rehbraunen Augen nur Bambi nennt, Beate Hahn, dank ihrer Größe und Figur nur „Liberty“ genannt – alle sind so außergewöhnlich, so skurril und trotzdem lebensecht gezeichnet, dass ich bei vielen Szenen das Grinsen nicht aus meinem Gesicht bekam.
Eine Geschichte über die Freundschaft und den Aufbruch in ein unfreiwillig neues ganz anderes Leben.
Für Liebhaber skurriler Comedy, interessanten Wortschöpfungen, bissigem, schwarzen Humor, guter Unterhaltung mit einem Schuss Spannung und schrägen Protagonisten mit einem Hang zur Selbstinszenierung ist dieser Roman / Krimi ein Muss.
Mich jedenfalls hat Marie Reiners sehr gut unterhalten. Von diesem Humor hätte ich sehr gerne mehr.
Rezensionen von Tara:
Geschichte spannend vermittelt
Über die Grenze von Maja Lunde
„Über die Grenze“ ist ein spannendes Kinderbuch für kleine Leser ab 9 Jahren, in dem die norwegischen Autorin Maja Lunde ein wichtiges Stück Geschichte altersgerecht vermittelt.
Mitten im Zweiten Weltkrieg bleiben die beiden Geschwister Gerda und Otto nach der Verhaftung ihrer Eltern alleine in ihrem Elternhaus zurück, da diesen vorgeworfen wird jüdische Kinder im Keller versteckt zu haben.
Für die abenteuerlustige Gerda ist direkt klar, dass sie nun Daniel und Sarah, die glücklicherweise nicht direkt entdeckt wurden, helfen muss, um von Norwegen nach Schweden zu fliehen, wo ihr Vater auf sie wartet.
Die vier Protagonisten werden authentisch und sehr unterschiedlich dargestellt. Während Gerda sehr lebendig, impulsiv und abenteuerlustig ist, wirkt Otto eher vorsichtig und zurückhaltend. Ihr Vorhaben ist mutig, nicht perfekt geplant und kleine Reibereien zwischen den Geschwistern gibt es auch.
Der Schreibstil ist lebendig und spannend. Dabei vermittelt die Autorin altersgerecht ein Stück Geschichte ohne sich dabei zu sehr in Details zu verlieren.
Die Flucht der Kinder ist spannend und fesselnd, so dass sich das Buch nur schwer aus der Hand legen lässt.
Auch die optische Gestaltung ist gut gelungen und macht Spaß. Jedes Kapitel beginnt mit einer passenden Abbildung der Illustratorin Regine Kehn.
Ich finde das Buch perfekt, um kleinen Lesern ein Stück Geschichte näherzubringen und habe es gerne gelesen.
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein Highlight! Mehr davon!
Wind in deinen Segeln von Jessica Winter
Emerald, genannt „Em“ ist auf dem Weg nach Hause. Doch war dieses Zuhause schon immer ihre persönliche Hölle. Aber sie hat ein Versprechen gegeben, dass sie unbedingt halten muss. Auf dem Weg bleibt sie mit ihrem Auto liegen und der Einzige, der ihr helfen kann ist Gabe, genannt „Angel“. Leider ist er nun wirklich kein Engel.
Elf Monate unschuldig im Gefängnis, haben aus ihm einen unausstehlichen Zeitgenossen gemacht. Doch Em kratzt mit ihrer frechen Art an seiner harten Schale und schon bald entsteht eine Nähe, die beide nicht erwartet haben.
Mich hat die Leseprobe von „Wind in deinen Segeln“ davon überzeugt, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ich mag es sehr gerne, wenn Kapitel aus unterschiedlichen Sichten geschrieben sind. Auch hier sind die Kapitel entweder aus Ems Sicht oder aus Gabes. So erfährt der Leser immer mehr, als die Personen selbst. Ich persönlich mag das unheimlich gerne. Jessica Winter ist dies sehr gut gelungen. Dazu hat sie einen wirklich schönen Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so dahin und man merkt gar nicht, wie viel man eigentlich schon gelesen hat.
Emerald war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist mutig, stur und ziemlich frech. Dabei merkt man aber, dass sie trotzdem sehr verletzlich ist. Sie macht eine tolle Entwicklung in diesem Buch durch und einiges von dem was wir über sie erfahren, hat mich doch sehr überrascht.
Gabe ist nur auf den ersten Blick ein unhöflicher Vollidiot. Man merkt schnell, dass ihm zu viel passiert ist und er zurzeit einfach nicht anders kann, als sich auf diese Weise zu schützen. Ich habe mit Freuden miterlebt, wie er immer mehr aufgetaut ist und mehr von sich preisgegeben hat.
Beide zusammen waren ein Feuerwerk an coolen Sprüchen, Gezanke und tiefen Gesprächen. Ich habe die Geschichte von Anfang bis Ende verschlungen und fast schon geflucht, als das Buch mit einem Cliffhanger endete. Ich warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung und empfehle in dieser Zeit allen dieses wundervolle Buch!
Rezensionen von rewareni:
ICH
Wind in deinen Segeln von Jessica Winter
Keiner hätte gedacht, dass ein kurzer TV-Werbespot die digitale Sprachassistentin Omega Savanta kurzzeitig außer Betrieb setzen würde. Die Frage, ob sie ein menschenähnliches Bewusstsein entwickeln könnte, löst eine Kettenreaktion aus, mit ungehnten Folgen. Der ehemalige Professor für Künstliche Intelligenz- KI- Kai Tiefenbach, beginnt die Gefahr zu erkennen, die von selbstlernenden Maschinen ausgeht.
Gemeinsam mit der Journalistin und Bloggerin Lucy Hartmann möchte er die Öffentlichkeit darüber aufklären, doch soweit sollte es nicht mehr kommen, da er plötzlich bei einem Autounfall stirbt. Für Lucy stellt sich die Frage, der Manipultion an dem selbstfahrenden Auto, doch für die Polizei war es ein normaler Unfall. Es gelingt ihr den ehemaligen Kognitionspsychologen Robert Wonzak, früherer Mitarbeiter des Technologiekonzerns Omega Future Technologies dazu zu überreden, sie bei ihren Recherchen zu unterstützen. Schon bald müssen beide am eigenen Leib verspüren, dass anscheinend Kräfte am Werk sind, die alles daran setzen, dass niemand der Firma Omega und somit der Künstlichen Intelligenz, die sich hinter Savanta verbirgt, schadet. Dass diese aber selbst mit einem unbekannten Gegener in sich selbst zu kämpfen hat, weiß keiner.
,,ICH Inkognito´´ , ist der spannungsgeladene Roman von Guido Kniesel, der ein unheimliches und mögliches Zukunftsszenario heraufbeschwört, von dem wir hoffentlich verschont bleiben. Der Schreibstil des Autors ist fesselnd, präzise, aber auch gespickt mit computer technischen Details und Ausdrücken, die den Leser in seiner Aufmerksamkeit gefordert haben. Seine Geschichte der KI lässt den Leser mit einem etwas mulmigen Gefühl zurück, da es ja bereits jetzt schon viele technische Möglichkeiten, wie Sprachassisten, selbstfahrende Autos…..gibt. Sein Roman beschäftigt sich mit der Frage, ob es möglich sein kann, dass eine KI ein menschenähnliches Bewusstsein entwickeln kann. Dabei hat er dem ,,ICH´´ immer wieder kurze Kapitel gewidmet, wo sich diese KI selbst weiterentwickelt hat und auf Fragen gekommen ist, die für die Menschen nicht unwichtig sind. So hat sich Savanta mit dem Klimawandel genauso befasst, wie mit Kriegen oder der Gier der Menschen nach Ruhm und Geld. Sehr spannend war auch, dass zwei verschiedene Kräfte im ,,Gehirn´´ der KI gekämpft haben, wo das ,,ICH“ gespürt hat, dass sein sogenanntes ,,Inkognito" alles daran setzen möchte, sich und seine mörderischen Absichten vor dem Entdecken zu schützen.
Dass es dabei auch zu Todesfällen kommt, hat die Geschichte noch erschreckender gemacht. Ich habe schon lange nicht mehr so einen interessanten und aufwühlenden Roman gelesen, wo die tapferen Protagonisten einem scheinbar unbezwingbaren Gegener gegenüber gestanden sind. Ich könnte mir durchaus vorstellen dass die Geschichte noch weitergehen kann, weil es bestimmt viele technische Möglichkeit gibt, wie sich Savanta noch weiterentwickeln kann.
Rezensionen von Petra:
beobachten statt reden
Die vollkommene Lady von Sharp Margery
Klappentext
Julia Packett ist die Fröhlichkeit in Person. In London führt sie ein freies, ausgelassenes Leben, nur leise getrübt durch den einen oder anderen finanziellen Engpass. Als ihre Tochter sich nach Jahren wieder bei ihr meldet und sie um Beistand bei der Wahl ihres Ehemanns bittet, lasst Julia mit neu entflammtem Mutterherz alles stehen und liegen, um ihrer Tochter zu Hilfe zu eilen.
Kaum in der Luxusvilla in der Haute-Savoie angekommen, begreift Julia jedoch, dass ihre Tochter sich in einen zur Ehe vollig ungeeigneten jungen Mann verliebt hat, denn er ist wie sie selbst, Julia: charmant, aber schwer zu domestizieren. Wie kann es Julia nur gelingen, ihrer Tochter den Verlobten auszureden, ohne ihren eigenen Status als vollkommene Lady zu gefährden? Die Anreise des vornehmen Sir William Waring kompliziert die Situation nur noch weiter. Und schon bald gerat ihr Plan, das Glück ihrer Tochter zu retten, hoffnungslos außer Kontrolle ...
Meinung
Die vollkommene Lady beobachtet viel und redet wenig. Denn sie fühlt sich nicht vollkommen sondern anders. Nicht jeder kann anders sein würdigen, dieser Situation möchte sie entgehen.Deshalb erfindet sie sehr viele Schliche damit man nicht hinter ihre Fassade schauen kann. Selbst ihre Tochter sieht nur dieses Bild bis endlich einer kommt der dahinter schaut und begeistert ist.
Es war interessant zu lesen was und wie die Lady beobachtet und ihre Gedanken dazu. Schön war die Beschreibungen der Lebensumstände (beschränkt auf die Mittelschicht) in England der Jahre zwischen den Weltkriegen. Etwas gestört haben die sich wiederholenden Selbstbetrachtungen der Lady., Das Buch hat einen leisen Humor nicht typisch englisch, sehr angenehm.
Rezensionen von PeLi:
vergeudete Lesezeit
Otto von Dana von Suffrin
Otto, ein jüdischer pensionierter Ingenieur wird plötzlich zum Pflegefall und er erwartet von seinen erwachsenen Töchtern Timna und Babi, dass sie rund um die Uhr für ihn da sind. Und brave Töchter, die sie sind, stellen die beiden das auch keine Sekunde infrage, dass sie immer sofort zur Stelle sein müssen, wenn "Otto" ruft.
Sie organisieren eine Pflegerin aus Ungarn , die bei Otto einzieht und die fortan ebenfalls wie eine Leibeigene behandelt wird .
In "Otto" von Dana von Suffrin erzählt die Tochter Timna über die Situation jetzt, aber auch über die Vergangenheit der Familie. Ich fand weder die jetzige Situation , noch die Erzählungen aus der Vergangenheit, besonders interessant, muss ich leider zugeben. Mir kam dieses Buch einfach wie eine willkürliche Aneinanderreihung einzelner Erlebnisse der Familie, vor, die aber allesamt einfach nur belanglos waren. Keine der Personen, die in diesem Buch vorkommen, werden mir besonders im Gedächtnis bleiben, denn dafür sind sie alle viel zu blass geblieben.
Otto selbst lernt man natürlich gut kennen und er ist mir im Laufe der Geschichten immer unsympathischer geworden. Und die Töchter , da schüttelte ich beim Lesen einfach nur immer wieder den Kopf, weil ich es nicht fassen konnte, dass man sich so behandeln lässt, ohne auch nur ein einziges Mal dagegen zu protestieren. Aber wahrscheinlich ist das sogar normal so, wenn man von klein auf die Erfahrung macht, dass alles, was der Vater sagt, gemacht werden muss.
Aber die beiden nahmen es ja sogar einfach so hin, dass sie von ihrem Vater zu hören bekamen, sie wären dumm oder dass ihnen noch schlimmere Ausdrücke an den Kopf geknallt wurden. Von Dankbarkeit , dass die Töchter ihn nicht im Stich ließen, egal, wie gemein er oft zu ihnen war, keine Spur.
Außer, dass ich genervt war von Otto, von den Töchtern, von der Pflegerin, hat diese Geschichte leider keine weiteren Empfindungen in mir wecken können. Was eigentlich verwunderlich ist bei dem Thema, um das es ging, denn es ist ja doch eine sehr traurige Situation , wenn der Vater zum Pflegefall wird. Aber die Geschichten in diesem Buch haben mich einfach nicht berührt.
Rezensionen von Streiflicht:
Spannend und dramatisch
Otto von Dana von Suffrin
Ein Krimi, der auf Lanzarote spielt – darauf war ich sehr neugierig, da ich die Insel selbst kenne. Es hat wirklich Spaß gemacht, all die Orte wieder zu erkennen und zu entdecken und noch einmal (zumindest in Buchform) auf diese besondere Insel zu reisen. Gleichzeitig war das Buch wirklich spannend und unterhaltsam, ich habe es ziemlich „durchgefressen“.
Ich hatte zu Anfang des zweiten Teils eine Idee, wie alles zusammenhängen könnte. Bis ins Letzte ist das aber nicht geklärt für mich. Denn einen Punkt Abzug gibt es dafür, dass der Fall am Ende nicht wirklich gelöst ist und man einen fiesen Cliffhanger vor sich hat. Das Ende ist recht abrupt und ich war wie vor den Kopf gestoßen. Sowas hat der geneigte Leser doch gar nicht verdient...
Ich nehme mal an, dass es mindestens einen zweiten Band geben wird. Diesen werde ich auf jeden Fall lesen, weil ich erstens wissen möchte, wie es weitergeht und zweitens wissen möchte, was genau alles passiert ist.
Die Figuren sind sehr detailreich und lebensnah beschrieben, sodass man direkt wie dabei ist. Man fiebert regelrecht mit und muss einfach eine Seite nach der anderen lesen, man kann gar nicht mehr aufhören.
Man merkt auch, dass der Autor die Insel kennt und die Schönheit und das Besondere dieser Landschaft sehr schätzt und bewundert. So entsteht nicht nur Lokalkolorit, sondern ein kleiner Urlaub vor dem geistigen Auge. Gerne mehr davon!









