Kunden em pfehlungen
Rezensionen von *RC*:
Plötzlich Familie – Liebe und Hiebe
Als uns Einstein vom Himmel fiel von Pfeffer Anna
Wenn aus Freunden auf einmal Geschwister werden, dann werden neue Spielregeln aufgestellt! Ein tolles Buch über das sich Zusammenraufen in einer Patchwork-Familie.
Nia und Luke sind schon seit der Kindergartenzeit sehr gut miteinander befreundet; und Lukes Mutter und Nias Vater haben sich ineinander verliebt.
So sind die beiden Kinder anfangs absolut begeistert als nach einem Wasserschaden Luke und seine Mutter bei Nia und ihrem Vater einziehen sollen. Wow, aus Freunden werden nun Geschwister. Dass es aber nicht unbedingt ein Zuckerschlecken sein wird, das will Nia nicht ganz glauben, auch wenn ihre beste Freundin Jule sie vor dem ausstehenden „Geschwisterkampf“ warnt. Und Jule hat recht! Es ist nicht einfach, sich plötzlich in der Patchwork-Familie zurechtzufinden. Nicht nur Nia und Luke müssen sich arrangieren, auch für die Eltern ist die Situation ganz neu.
Nia ist nun quasi überfordert und findet es auf einmal gar nicht mehr super und versucht mit sämtlichen Raffinessen, Luke das Leben schwer zu machen. Und Luke bietet ihr die Stirn, so dass das Familienleben einer Belastungsprobe ausgesetzt wird. Dann, als Nias Hamster durch den ständigen Hick-Hack in eine gefährliche Situation gerät, merken Nia und Luke, dass es so nicht mehr weitergehen kann!
Das Buch ist richtig genial! Es greift ein aktuelles Thema auf die lustig-nette aber auch zum Nachdenken anregende Art und Weise auf: Die Patchwork-Familie.
Der Schreibstil ist beschwingt und einfach, die Sätze relativ kurz und genau richtig für Kinder im Alter ab 8/9 Jahren. Auch ist der Umfang des Buches mit 147 Seiten ideal.
Das gezeichnete Cover ist herrlich: Ein aus dem Nichts plumpsender grinsender Hamster und Nia und Luke, die sich Rücken an Rücken skeptisch-verschmitzt über die Schulter blickend anschielen sowie Smileys, die hier in der Geschichte immer wieder eine tragende Rolle spielen.
Viele Zeichnungen lockern das Textbild auf, so dass die Seiten nicht nur durch Text vollgepresst sind.
Die Protagonisten und ihre „Probleme“ sind glaubhaft dargestellt. Aufgelockert wird das Buch vor allem durch Nias Freundin Jule, die ihre Kommentare immer in Form eines Reims von sich gibt als auch durch Nias zotteligen Hamster Einstein, der ständig stinkende Pupse von sich lässt.
Mir gefällt besonders, dass die in der Geschichte genannten Gefühle der Protagonisten mit den aus den sozialen Netzwerken bekannten Smileys, die scheinbar hinter den Personen aufsteigen, beschrieben werden.
Für mich ist dieses Buch mit der turbulenten, chaotischen Familiengeschichte ein absolut liebenswertes Schmöker-Highlight, aus dem man auch viel über Respekt und Kompromissbereitschaft lernen kann.
Anna Pfeffer – unter dem Pseudonym steckt das Autorenduo Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit - ist hiermit ein gelungen ein echter Hit. Unbedingt lesen und jungen Lesefreunden schenken!
✶ ✶ ✶ ✶ ✶
Rezensionen von Nele33:
Perfide Realität
Der Preis des Lebens von Bernhard Kreutner
Der Debut- Krimi "Der Preis des Lebens" von Bernhard Kreutner ist der erste Fall für den Polizisten Michael Lenhart und Preis die beide strafversetzt in eine Sonderabteilung wurden. Sie sind herrlich unangepasst und es macht Freude sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Schön war , dass sie bis auf ihr unangepasst sein völlig normale Personen und keine unsozialen Einzelgänger, wie man sie häufig in Krimis vorfindet, sind.
Das Thema des Thrillers ist hoch aktuell, gerade was Datenschutz und Organhandel angeht. Dr. André Keller und Dr. Eva Vekete finden lukratve Einnahmen indem sie über die Krankenkassendaten geeignte Spender für ihre (reichen und bekannten) Patienten finden. Wieviele Menschen warten auf ein Organ und erhalten es nicht, da sie auf der Liste niemals ganz oben landen, dies auch, weil sich angesehene Persönlichkeiten Organe quasi bestellen und kaufe können. Wie perfide ist dieses Konstrukt eigentlich und dadurch wird die Handlung leider nur zu realistisch. Mir hat besonders die Umsetzung des Themas gefallen und der Schauplatz Wien war äußerst passend, da diese Stadt einen tollen Flair hat.
Der Autor muss in den vielen Bereichen die thematisiert wurden sehr genau und aufwendig recherchiert haben, da die Details absolut stimmig sind. Sei es der IT Bereich oder die medizinischen Aspekte.
Der Krimi beginnt mit Spnnung und kann sie bis zum Ende halten und sich sogar noch steigern.
Durch die Wendungen der Story, wird der Leser auf verschiedene Fährten gelockt, da einige Enden möglich sind.
Der Schreibstil des Autors ist locker und dadurch leicht zu lesen, die eingebauten Aristoteles Zitate die benutzt werden geben dem Buch einen Hauch Philosophie an die Seite, wodurch die Geschichte in meinen augen an Tiefe gewinnt.
Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne für die Verarbeitung dieses aktuellen Themenmixes und empfehle das Buch gerne weiter.
Rezensionen von liesmal:
Brasilien ist nichts für Anfänger
Hans Noll in Amazonien von Franz Josef Brüseke
Bereits als Neunjähriger konnte sich Hans Noll begeistern für Reiseberichte und abenteuerliche Geschichten aus fernen Ländern. Darum ist es nicht verwunderlich, dass der Geologe dreißig Jahre in Brasilien lebt – in Belém, dem Einfallstor zum tropischen Regenwald, wie es in der Buchbeschreibung heißt.
Zurück in Deutschland, trifft sich Noll zwei Jahre lang regelmäßig mit einem Mann, dem er viele seiner Erlebnisse, berufliche, private und auch ganz persönliche, erzählt. Ohne sich irgendwelche Notizen zu machen, bringt der Chronist das Gehörte zu Papier.
Der Schreibstil des Autors Franz Josef Brüseke ist nicht alltäglich, sondern sehr ungewöhnlich, abenteuerlich, originell und unglaublich unterhaltsam.
Neben Nolls Forschungsprojekt zum Goldbergbau in Amazonien und zur Verwendung von Quecksilber (und Zyankali) zur Goldgewinnung führt ihn seine Arbeit durch das ganze Land. Diese Reisen sind recht abenteuerlich. Es macht Spaß, die Orte, von denen ich zum Teil noch nie gehört habe, auf der Landkarte zu suchen. Doch es geht nicht nur um Goldsucher, sondern auch um Waffenschmuggel und illegalen Holzhandel. Brandrodungen, die den Regenwald, die grüne Lunge der Erde, bedrohen, sind zurzeit ein brisantes Weltthema, was dieses Buch zum jetzigen Zeitpunkt für mich besonders interessant macht.
Es sind manchmal nur ein paar kurze Sätze, die sehr viel beinhalten. So liebt Noll eher den Schatten als die Sonne, besonders genießt er den Schatten der Mangobäume – eine herrliche Vorstellung! Umso mehr erschrecke ich, wenn ich lese, dass ein 100 Jahre alter Mangobaum gefällt wird für umgerechnet 30 Euro!
Doch dieses Buch hat mehr zu bieten! So lernt Noll in einer Kneipe zum Beispiel den „Doktor“ kennen. Der erzählt gern und viel, liebt Wortspielereien und kann über seinen eigenen „Blödsinn“ herzhaft lachen. Der Chronist drückt es so aus: „Der Doktor brütet seine eigenwilligen Theorien aus.“ Jedenfalls fachsimpeln die beiden Männer gern und häufig miteinander.
Wer gern mal einen Krimi oder auch einen Liebesroman liest, aber noch interessierter daran ist, neben guter, humorvoller und kurzweiliger Unterhaltung so ganz nebenbei auch noch etwas zu lernen, dem empfehle ich gern „Hans Noll in Amazonien“. Ich zähle mich zu dieser Gruppe und habe mich sehr gut unterhalten.
Rezensionen von C.P.:
Interessanter Einstieg in das Thema mit vielen vegangen Rezepten
Intervallfasten von Petra Bracht
Intervallfasten ist seit einigen Jahren schon in aller Munde. Ich nahm mir vor Monaten schon vor, mich mit dem Thema mehr auseinander zusetzen, da ich noch immer auf der Suche nach einer für mich gut funktionierenden Ernährungsweise bin, um gesund abzunehmen und fitter zu werden. Doch wie es so oft im Leben ist, verdrängte ich das Thema.
Zumindest bis mir dieses Buch in die Hände fiel.
Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass die Ernährung eine sehr persönliche Angelegenheit ist. Aus diesem Grund ist meine Rezension auch sehr persönlich geworden und ich habe viele Kritikpunkte angesprochen, die für jemand ganz anderen vielleicht sehr hilfreich sein könnten.
Dr. med. Petra Bracht (Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren) und Mira Flatt schrieben das Buch gemeinsam. Beide Autorinnen erklären in eigenen Kapiteln, weshalb sie sich für die Methode des Intervallfastens entschieden haben.
Das Prinzip des Intervallfastens ist in der Theorie denkbar einfach, folgt man der 16/8-Methode: 16 Stunden fasten und ein Zeitfenster von 8 Stunden, in dem man zwei bis drei Mahlzeiten zu sich nimmt. Hierbei sind die 16 Stunden Essenspause das Mindestmaß.
Nach der Theorie des Intervallfastens folgen etliche kleine Absätze über Vitamine, Ballaststoffe oder auch Nachhaltigkeit. Diese haben mir wirklich gut gefallen und ich konnte noch die ein oder andere halbwegs neue Information aus diesen kurzen Absätzen gewinnen. Auch Tipps um dem Heißhunger auszuweichen, findet man, wobei diese Dinge hinlänglich bekannt sein sollten.
Wie auch andere Rezensenten habe ich es überlesen, dass es sich bei den abgedruckten Rezepten um rein vegane Rezepte handelt. Ich probiere gerne viel aus und habe schon etliche vegane Rezepte nachgekocht. Für eine rein pflanzenbasierte Ernährung möchte ich mich zum derzeitigen Stand aber nicht entscheiden. Dass ich den Klappentext nur sehr dürftig überflogen habe, da ich mich generell für das Thema interessiere und vom Titel schon so eingenommen war, und diesen etwas fehlinterpretiert habe, kann man dem Buch nicht anlasten, weshalb dieser Punkt nicht in meine Bewertung einfließt. Ich wollte nur andere interessierte Leser darauf aufmerksam machen. Es wäre vom Verlag in meinen Augen etwas geschickter gewesen, vegan mit in den Titel aufzunehmen um eben solche Missverständnisse gleich zu umgehen.
Kritik möchte ich bei dem Thema lieber zwar auch an der Stelle doch auf andere Art und Weise üben. Der Großteil der Bevölkerung ernährt sich nicht vegan. Dieses Buch ist auf eine sehr bestimmte Zielgruppe zugeschnitten und bedient dadurch nicht die breite Masse. Ich hatte mir Rezepte gewünscht, die sich leicht in meinen Alltag integrieren lassen und die - zumindest in Teilen - zu meiner gewohnten beziehungsweise alltäglichen Ernährungsweise passen. Mahlzeiten durch vegane Rezepte zu ersetzen, fällt mir nicht schwer. Meine Ernährung jedoch komplett vegan umzustellen hatte und habe ich nach wie vor nicht vor. Aber das ist auch kein Muss, das gefordert wird!
Somit nehme ich viele tolle Rezepte mit, die ich definitiv in meine Wochenpläne integrieren werde, doch es wird im Buch leider wenig Rücksicht genommen auf andere Ernährungsarten. Schade, ein Mix aus veganen und zumindest vegetarischen Gerichten wäre mir viel lieber gewesen.
Aufgegliedert ist der Rezeptteil des Buches in vier Bereiche: Erste Mahlzeit („Frühstück“), Zweite Mahlzeit (kohlenhydrate-lastig), Dritte Mahlzeit (Eiweiß) und „Süße Sünden“.
Der Frühstücksteil war für meinen Geschmack viel zu Smoothie-lastig. Für jemanden, der abnehmen möchte, eignen sich diese Rezepte leider nicht so gut. Es macht viel mehr satt, wenn man die Zutaten der Smoothies getrennt zu sich nimmt. Somit viel für mich ein großer Teil der Frühstücks-Rezepte weg. Wer jedoch gerne mit Smoothies experimentieren möchte, da diese sich nun wirklich gut zum Mitnehmen eignen, der wird hier definitiv fündig werden.
Sehr interessant fand ich die Rezepte zu selbstgemachten Nuss- und Pflanzendrinks. Vielleicht werde ich von diesen auch in der Zukunft einmal eines ausprobieren. Doch im Moment greife ich lieber auf im Supermarkt erhältliche Packungen zurück.
Aus dem Frühstücks-Teil nehme ich aber auf jeden Fall die Rezepte für Bircher Müsli und auch die Erdbeer-Basilikum-Bowl mit.
Die Rezepte für die zweite Mahlzeit fand ich durchweg gut. Viele der Zutaten sind wahrscheinlich nicht in jedem Küchenschrank zu finden, doch einmal gekauft, halten sie sich lange und finden oft Verwendung in den Rezepten. Nur bei einigen wenigen Zutaten hatte ich Probleme, diese zu besorgen, da diese gerade nicht die Saison für diese ist oder meine Supermärkte diese nicht vorrätig hatten. Ein paar Rezepte – vorwiegend die mit Grünkohl – werde ich später im Jahr definitiv einmal ausprobieren.
Die Eiweiß-Rezepte der dritten Mahlzeit konnten mich eher weniger vom Hocker reißen. Wirklich innovative und neue Rezepte fand ich in diesem Abschnitt nicht, doch ein, zwei Rezepte habe ich mir für die kommenden Wochen vorgemerkt, unter anderem ein Curry mit Süßkartoffeln und Erbsen. In einen möglichen Essensplan für meine Intervallfasten-Reise werde ich aus dem Kapitel für den Beginn weniger Rezepte einplanen. Doch es ist gut zu wissen, dass ich zur Not in einer ideenarmen Zeit auf das ein oder andere zurückgreifen kann.
Die süßen „Sünden“ fand ich wiederum ganz gut und viele der Rezepte werde ich hier zu Hause integrieren, da ich mit einer wahren Naschkatze als Freund gesegnet bin. Somit finden wir beide einen guten Kompromiss (der Kokosmilchreis kam auf jeden Fall schon super an!). Viele dieser Rezepte interessieren mich sehr. Kekse mit Avocado habe ich zum Beispiel noch nie gebacken und diese finde ich wirklich sehr spannend.
Die Wirkungsweisen der einzelnen Lebensmittel kann und möchte ich nicht bestreiten, fehlt mir doch dazu definitiv das Wissen für diese. Auch eine wissenschaftliche Abhandlung über das Thema Ernährung habe ich in diesem Buch nicht finden wollen und auch nicht erwartet. Für meinen Geschmack war bei diesem Buch einfach etwas zu viel Geschwurbel dabei. Ob goldene Milch nun mein „inneres Feuer aktiviert“ oder eben nicht , mir sträuben sich bei solchen Formulierungen einfach die Nackenhaare. Ein solides „tut dem Körper gut, weil [...]“ beziehungsweise eine nüchternere Betrachtungsweise hätten mir an vielen Stellen einfach gereicht. Im Laufe des Buches nahmen diese Formulierungen jedoch deutlich ab und lassen sich vermehrt nur im ersten Drittel des Buches finden.
Alles in allem hat mir das Buch durchaus weiterhelfen können und hat mir das Thema Intervallfasten näher gebracht.
Rezensionen von BarbaraM:
Eine Welt voller Runen und Magie
Die Runenmeisterin von Fink Torsten
Ich finde das Buch „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink richtig gut. Es gelingt ihm in seinem Roman eine ganz eigene herrliche, magische Welt zu erschaffen, aus der man sich als Leser nur schwer losreißen kann.
Das Buch ist im Thienemann-Esslinger Verlag 2019 erschienen und umfasst 448 Seiten.
Das Cover ist wunderschön in Blautönen und schimmernd gestaltet. Es zeigt die Runenmeisterin und wirkt sehr geheimnisvoll.
Ayrin Rabentochter und Baren Rabensohn wurden als Babys in einem kleinen Dorf abgegeben und sind dort bei einer älteren Dame und dem Wirt des Dorfes aufgewachsen. Als zwei Fremde in das Dorf kommen wird an der geheimnisvollen Vergangenheit der beiden mittlerweile fast Erwachsenen gerüttelt. Als die beiden sich dem umherziehenden Runenmeister anschließen, begeben sie sich hinein in eine spannende Welt voller weißer und schwarzer Hexen und Magier, Alben und geheimnisvoller Runen. Und vor allem Ayrin erkennt ihr Talent im Zeichnen und Umgang mit den Runen.
Torsten Fink ist ein toller Autor, dem es durch seinen Schreibstil gelingt durchgängig die Spannung aufrechtzuerhalten. Er schreibt anschaulich, spannend, atmosphärisch und lässt dem Leser dennoch genug Spielraum, sich seine eigenen Gedanken zu machen und diese in die Geschichte einfließen zu lassen.
Das Buch hat zwar ein Ende, aber einige Handlungsstränge schreien förmlich nach einer Fortsetzung und alles Geheimnisvolle ist auch noch nicht geklärt. Ich persönlich würde mich über einen zweiten, dritten… Teil sehr freuen.
Fazit: Dieses Buch wird jeder Fantasy-Fan richtig gerne kennen lernen wollen. Die Geschichte ist schön aufgebaut, in sich logisch und lässt sich flüssig lesen.
Rezensionen von Ecinev:
Leben in der Wildnis Schottlands
Sal von Mick Kitson
Sal hat mit ihren 13 Jahren eine Menge erleben müssen. Die Mutter alkoholsüchtig mit wechselnden Freunden die Sal seit ihrem 10 Lebensjahr missbrauchen. Die Mutter kümmert sich nicht um die Mädchen und so muss Sal für ihre jüngere Schwester sorgen.
Über YouTube Videos hat sie viel gelernt über das Überleben in der Wildnis und eines Tages brechen die beiden Mädchen auf nachdem ihnen eingeredet wurde in getrennte Kinderheime oder Pflegefamilien zu geraten falls das Jugendamt sich einschaltet.
Aus Sicht der 13-jährigen Sal erfährt man in Rückblicken die ganze familiäre Tragödie und das Leben in freier Natur. Als die jüngere Schwester krank wird finden sie Hilfe bei einer älteren Deutschen die seit Jahren im Wald lebt.
Der Schreibstil aus der Sicht von Sal ist teils kindlich, teils abgeklärt. Der Mittelteil hat einige Längen wenn sich alles wiederholt. Auch die Begegnung mit Ingrid, der Deutschen und ihrer Erzählung aus der Kindheit und Jugend in der DDR ist sehr interessant, für das Buch aber irrelevant. Teilweise hat man den Eindruck ein Handbuch über Survival Tricks zu lesen bzw. eine Werbebroschüre für Outdoor Bekleidung.
Das Cover ist schlicht gehalten und zeigt 2 Mädchen inmitten unberührter Natur passend zu dem Buch.
Rezensionen von Ecinev:
großes Südstaatenepos
Verratenes Land von Iles Greg
Als Marshall McEwan nach Jahren zurück in seine Heimatstadt Bienville in Mississippi zurückkehrt um seine Mutter bei der Pflege des kranken Vaters zu unterstützen muss er erkennen das das Wohl der Stadt nach wie vor von einem zweifelhaften Zusammenschluss aus Reichen und Mächtigen, dem 'Bienville Pokerclub' abhängt.
Das wird deutlich als sein Ziehvater tot aus dem Fluss gezogen wird. Buck Ferris hatte auf dem Gelände auf dem in Kürze eine Papierfabrik entstehen soll Grabungen vorgenommen weil es dort Spuren früh-indigener Kulturen gegeben hat. Mit dem Fund von Knochen hätte das den Bau stoppen können und das sollte auf alle Fälle vermieden werden.
Es ist kein einfaches und schnell zu lesendes Buch. Auf 830 Seiten breitet Greg Iles die Geschichte einer tragischen Kindheit, einer verbotenen Liebe und das aktuelle politische Geschehen in Amerika aus.
Der Schreibstil ist fesselnd allerdings manchmal etwas zu ausführlich. Da hätten es einige 100 Seiten weniger auch getan. Durch diese vielen Längen bleibt für mich die Spannung etwas auf der Strecke.
Rezensionen von Ecinev:
skurril
Harz von Ane Riel
Die kleine Liv ist 6 Jahre als sie in der Brandung vor einer abgelegenen Insel Dänemarks ertrinkt. Das erzählt zumindest der Vater den Behörden denn er möchte alles was ihm lieb ist bei sich behalten. Dafür musste seine Mutter sterben als sie Liv mit auf das Festland nehmen wollte damit sie zur Schule gehen kann.
Es ist eine zutiefst skurrile Welt die in diesem Buch geschildert wird und die für Liv völlig normal ist. Der Vater sammelt alles was ihm in die Finger fällt. Nach und nach wird das Haus und der Hof mit Sachen vollgestellt die ihm bei nächtlichen Diebestouren in die Hände fallen. Für Liv ist das vollkommen normal, ebenso das sie später alleine auf nächtliche Touren geht und Lebensmittel und alle möglichen Sachen in anderen Häusern ‚findet‘. Sie ist auch nicht alleine, ihr Zwillingsbruder ist ja bei ihr. Das dieser als Säugling bei einem Unglück starb tut nichts zur Sache. Die Mutter hat sich selbst aufgegeben, wird fettleibig und kann das Zimmer schon längst nicht mehr verlassen.
Erzählt in Ich Form aus Sicht der kleinen Liv muss man beim Lesen oft schmunzeln während man gleichzeitig eine Gänsehaut bekommt bei der Vorstellung des Geschilderten.
Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen aber als interessanten Roman. Bei Gelegenheit werde ich mir das andere Buch der Autorin besorgen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Jona Hagen – eine aussergewöhnliche Ermittlerin
Stromaufwärts von Sonja Rudorf
Ihre beste Freundin Vesna Ikanovic wird vermisst und Melanie Fritsch-Hagen macht sich große Vorwürfe. Fürchtet sie doch, dass ihr letzter Streit Anlass für Vesna´s Verschwinden ist. Nach zwei Tagen wird die Leiche von Vesna aus dem Main geborgen. Psychotherapeutin Jona Hagen würde ihrer Nichte sehr gerne helfen, kommt aber in Gesprächen nicht an sie heran.
Dann taucht ein Blog auf, den Vesna wohl ins Netz gestellt hat; Zettelchen und ein Abschiedsbrief werden gefunden. Ist Vesna gemobbt worden? Hat sie sich deshalb das Leben genommen?
Vier Freundinnen, eine anstehende Castingshow, eine Lehrerin, die die 4 Mädels scheinbar unterstützt??? Schnell glaubt Jona nicht mehr an einen Selbstmord. Aber Mord???
Kommissar Ulf Steiner, der Freund von Melanies Tante sind die Hände gebunden. Ermittelt werden kann erst, wenn ein konkreter Verdacht besteht. Und so schaltet sich Jona selbst ein und versucht Klarheit in die vielen Ungereimtheiten zu bringen.
Sonja Rudorf nimmt mich in dieser Geschichte um die vier Mädchen, die sich in einer Castingshow beweisen wollen, mit nach Frankfurt. Ich lerne Melanie, Kim und Dorothee, die aus total unterschiedlichen Familien kommen, näher kennen und erfahre auch einiges über die tote Vesna, ihre Träume und ihre herausragende Begabung für Musik und Texte. Alle vier haben ihre eigene Persönlichkeit, auf die auch immer wieder eingegangen wird.
Fand ich die Psychotherapeutin Jona Hagen im ersten Teil der Geschichte zu übergriffig – schließlich geht es um das Privatleben ihrer Nichte – fand ich es im zweiten Teil sogar gut, dass sie sich eingemischt und Fragen gestellt hat. Bei ihr erfahre ich auch wieder etwas mehr aus ihrem privaten Bereich, was sie mir noch näher bringt. Eine selbsternannte Ermittlerin, die noch viel Potential hat und die sich gerne weiter einmischen darf.
Die Geschichte ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut und in 2 große Abschnitte aufgeteilt. Ich lerne die Gedanken, Sorgen, Zwistigkeiten und Geheimnisse der Jugendlichen kennen und meine so Jona, die viele Fragen stellt, immer einen kleinen Schritt voraus zu sein. Auch, dass ich die Sichtweise auf die Geschehnisse einmal durch Jona, ein anderes Mal durch Melanie, und auch durch Rückblenden erfahre, macht die Geschichte immer spannender. Bis zu einem Showdown, den ich so wirklich nicht erwartet hatte.
Eine aussergewöhnliche „Ermittlerin“, eine interessante Geschichte um Freundschaft, Intrigen und Geheimnisse – ein Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat mit vier Protagonistinnen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Nicht nur für Frankfurt-Fans ein Krimi, den ich gerne weiter empfehle.
Rezensionen von Ecinev:
Kastanien
Der Kastanienmann von Sveistrup Søren
Dieser erste Fall für Naja Thulin und den Europol Polizisten Mark Hess hat es echt in sich.. Superspannend schon in dem gruseligen Prolog
Vor einem Jahr verschwindet die Tochter der dänischen Sozialministerin spurlos und die Familie droht zu zerbrechen. Der Vater wird zum Alkoholiker, die Mutter tritt nach fast einem Jahr ihren Posten im Ministerium wieder an.
Im Kommissariat versucht Naja Thulin ihrem bislang langweiligen Job bei der Kriminalpolizei durch einen Wechsel in die IT Abteilung zu entkommen. An diesem Tag fängt Mark Hess, ein gefallener Europol Polizist wieder in der Abteilung. Nur widerwillig machen sich die beiden auf den Weg als bei einem Spielplatz eine Leiche gefunden wird.
Später gibt es noch mehr Tote. Am Tatort zurück bleibt ein kleines Kastanienmännchen das den Fingerabdruck der verschwundenen Tochter der Ministerin trägt. Die Spur führt die Ermittler zu anononymen Hinweisen an das Jugendamt wo gegen die ermordeten Frauen ermittelt wurde wegen Vernachlässigung ihrer Kinder.
Am Ende führen alle Wege zur Sozialministerin und ihrer Vergangenheit in einem packenden Finale.
Trotz der 600 Seiten ist das Buch zu keiner Zeit langweilig. Der Schreibstil ist rasant, spannend von Anfang bis Ende. Die Personen werden gut dargestellt, eine gute Mischung aus privaten Umfeld und Ermittlungsarbeit.
Da das Buch aus der Feder eines Drehbuchautors stammt, kann man sich eine Verfilmung auch ganz gut vorstellen. Ich hoffe in nächster Zeit mehr von diesem Autor zu lesen.











