Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PeLi:
nicht ganz das, was ich erwartet hatte
Du gehörst mir von Peter Middendorp
Der Bauer und Familienvater Tille Storkema hat schon als Kind ein sehr einschneidendes Erlebnis, mach dem er völlig alleine gelassen wird. Er wächst in einer völlig lieblosen und kalten Familie auf, heiratet dann die einzige junge Frau, die sich jemals für ihn interessiert hat, die aber auch einige seltsame Eigenheiten hat.
Die beiden bekommen zwei Kinder, leben aber irgendwie einfach nur nebeneinander her. Eines Abends, als er, wie so oft, von seiner Frau sexuell abgewiesen wird, fährt er mit dem Fahrrad durch die Gegend und dabei überfällt er ein junges Mädchen, vergewaltigt und tötet sie.
Danach lebt er 13 lange Jahre weiter, als wäre nichts passiert, bis er schließlich durch eine DNA Probe, gefasst wird. Und der Autor lässt uns nun in die Gedankenwelt des Mörders , bis zu seiner Verhaftung eintauchen.
Nach der Leseprobe, die mich wirklich begeistert hat, war ich nun nach dem Lesen von "Du gehörst mir" von Peter Middendorp eher etwas enttäuscht.
Der Autor schreibt aus der Sicht des Täters, aber trotzdem bleibt einem dieser im Grunde bis zum Ende ziemlich fremd. Der Schreibstil war schwierig, oft musste man sich vieles zusammenreimen, weil es nur ganz kurz angedeutet wurde und man eben nur die Gedanken von Tille als Anhaltspunkt hatte, die aber oft ziemlich wirr und emotionslos waren.
Was mich z.B. interessiert hätte, sind auch die Gefühle seiner Frau, mich hätte interessiert, ob sie vor der Verhaftung schon etwas ahnte, oder ob Tille sogar schon Andeutungen gemacht hat. Ich habe da eine Szene ziemlich am Schluss im Kopf, als er vor dem Bett seiner Frau und der Tochter steht. Stellt die sich da schlafend oder schläft sie wirklich?
Und solche verwirrenden Szenen gibt es in diesem Buch immer wieder, es werden kurze Andeutungen gemacht, dann kommt wieder ein riesiger Sprung zu einer ganz anderen Szene oder sogar in eine ganz andere Zeit. Das machte es für mich sehr schwierig, mich zurechtzufinden, mir irgendwie zusammenzureimen , was Realität und was nur die Gedanken von Tille sind.
Es ist natürlich schwer, das alles genauer zu beschreiben, wenn man nur aus der Sicht des Täters berichtet, denn die Gedanken von dem, sind halt einfach nicht logisch. Aber als Leser hat man es dann wirklich oft nicht leicht, da durchzusteigen.
Ich bin bei diesem Buch auch irgendwie hin und her gerissen, denn einerseits ist mir vieles zu sehr im Dunkeln geblieben und ich hatte am Ende noch zu viele Fragen, die für mich unbeantwortet blieben. Es kamen zu wenige Emotionen rüber, aber andererseits ist die Psyche eines Mörders, der völlig unerkannt einfach 13 Jahre lang sein Familienleben weiter lebt, ja auch gar nicht logisch und gefesselt hat mich das Buch, trotz des schwierigen Schreibstils.
Mitleid mit Tille kam bei mir nur anfangs auf, als von seiner sehr schwierigen und lieblosen Kindheit berichtet wurde. Aber selbst dort wurde vieles nur kurz angeschnitten, z.B., dass er wohl in vielen verschiedenen Schulen war, weil er in den vorangegangen immer gemobbt (?) wurde, oder selbst aggressiv war (?). Ich wurde aus der Erzählung da einfach nicht schlau, da fehlten mir einfach mehr Details und Erklärungen.
Beklemmend fand ich es, wenn er über die Liebe zu seiner Tochter nachdachte, denn ich hatte immer Angst, dass sie irgendwann sein nächstes Opfer wird. Sein Sohn blieb völlig unsichtbar, eigentlich hatte ich da immer das Gefühl, der wird später mal die gleichen Probleme haben wie sein Vater, da er irgendwie genauso still und unbeachtet in der Familie lebt wie Tille damals.
Also Alles in Allem eine total bedrückende und deprimierende Geschichte, die ich aber dennoch gerne gelesen habe.
Rezensionen von Streiflicht:
Welch ein Schatz
Dort oben sehe ich euch wachsen von Liesa Rechenburg
Welch ein Schatz, das dachte ich bei diesem Buch öfter. Einerseits, weil das Buch so reichhaltig, toll und interessant ist, aber auch andererseits, weil die Natur uns so viel zu geben hat – und nur ein Bruchteil davon ist in diesem dicken Wälzer aufgeführt. Wer das nicht zu schätzen weiß, hat das Geheimnis unseres Lebens wohl noch nicht ganz verstanden.
Seit ich das Buch habe, habe ich es immer wieder und wieder in die Hand genommen und voller Begeisterung durchgeblättert und geschmökert. Jedes Mal blieb ich woanders hängen und habe mich festgelesen. Auch die vielen tollen Bilder haben mir sehr gut gefallen. Sie sind auch sehr hilfreich, wenn es um die Bestimmung von Pflanzen geht. Besonders gut finde ich hier auch die Hinweise auf die jeweiligen Doppelgänger, die nicht gut für den Menschen sind. Mit diesen Tipps sollte man eine Verwechslung ausschließen können.
Schon der Einstieg in das Buch mit der Einleitung der Autorin und den Ideen von Kamillus Krater, dessen umfangreiches Wissen so festgehalten wurde, hat mich begeistert.
Die Gestaltung ist hochwertig und übersichtlich, einfach zu verstehen und wirklich sehr, sehr umfangreich. Die Aufteilung der Themen in dem Buch, die vielen Tipps, Ideen, Rezepte und Gedanken gefallen mir richtig gut. Man lernt so vieles, zum Beispiel wie man welche Pflanzen wofür richtig erntet, was bei welchen Beschwerden hilft und vieles mehr.
Das Buch wird für mich ein Schatz bleiben, noch viele Jahre lang! Besonders praktisch ist auch das kleine Minibuch, das man problemlos in jede Tasche stecken und zum Wandern und Entdecken mitnehmen kann. Rundum gelungen! Einfach nur empfehlenswert!
Rezensionen von Streiflicht:
Spanennd und unglaublich temporeich
Dort oben sehe ich euch wachsen von Liesa Rechenburg
Dieses Buch hat mich von den ersten Seiten an in seinen Bann gezogen und ich habe es regelrecht gefressen. Es ist einfach spannend und unglaublich temporeich. Bereits im Vorwort tauchen zwei mächtige Gegner auf, die sich belauern. Man kann schon ahnen, dass das nicht gut ausgeht und für schlimme Ereignisse sorgen wird, wenn sie immer wieder auf einander treffen und um die Macht kämpfen.
Mehr mag ich an dieser Stelle aber nicht verraten – nur soviel: es ist und bleibt mörderspannend!
Das Buch besticht durch einen Auftakt, der den Leser sofort ins Geschehen wirft. Es gibt keinen zarten Aufbau, stattdessen ist man sofort mittendrin. Es geht gleich in die Vollen. Einfach toll.
Besonders gut gefallen haben mir die Wechsel zwischen den Personen und Zeiten. Dadurch muss man zwar genauer lesen und aufpassen, aber es ist dafür umso spannender und actionreich. Immer wieder entstehen kleine Cliffhanger und man möchte einfach immer weiter lesen. Durch das ganze Buch hinweg fiebert man mit der Hauptfigur Katharina mit. Sie ist ziemlich hart im Nehmen, auch wenn sie das anfangs noch gar nicht ahnt. Genau wie sie weiß man nicht, wem man trauen kann und wem nicht. Es ist so unglaublich rasant und spannend, dass man auch als Leser gar nicht mehr weiß, was man glauben soll. Und es gibt immer wieder Überraschungen. Das hat mir wirklich gut gefallen und ich würde zu gerne wieder was von dieser Autorin lesen!
Rezensionen von LEXI:
In einer Welt, die ein liebender Gott erschaffen hat, geschieht nichts durch Zufall.
Ufer der Erinnerung von Lynn Austin
In einer Welt, die ein liebender Gott erschaffen hat, geschieht nichts durch Zufall.
Anna „Anneke“ Nicholson betrachtet nach dem Besuch bei ihrer Großmutter Geesje die Welt, in der sie lebt, mit anderen Augen. Sie fühlt sich angesichts ihrer gesellschaftlichen Verpflichtungen gefangen und empfindet ihr Dasein als nutzlos.
Geesjes einfaches Leben und ihre stete Bereitschaft, alles mit anderen Menschen zu teilen, haben sie tief beeindruckt. Zurück in ihrer Heimatstadt Chicago bringt die mitfühlende junge Frau nur langsam den Mut auf, gegen den Luxus und die Exzesse der wohlhabenden Gesellschaft aufzubegehren. Um den finanziellen Ruin ihrer Familie abzuwenden, willigte sie ein, den aufstrebenden Geschäftsmann William Wilkinson aus einer wichtigen Chicagoer Familie zu heiraten. Der Mann möchte Anna die Welt zu Füßen legen, versteht jedoch weder das Bestreben seiner Verlobten, etwas über ihre leiblichen Eltern herauszufinden, noch ihren leidenschaftlichen Wunsch, Gott zu dienen. Darüber hinaus denkt Anneke oft an Derk Vander Veen, der ihr in Holland ein guter Freund geworden ist. Während Derk offen mit Anna über seine Gedanken und Gefühle sowie über seinen Glauben sprach, lehnt William ihren Wunsch nach tiefgründigen Gesprächen rigoros ab. Anna fühlt sich gefangen und ist nicht glücklich mit der Richtung, die ihr Leben genommen hat.
Geesje de Jonge lebt in der Kleinstadt Holland in Michigan und hat dank des regen Briefwechsels mit ihrer geliebten Enkelin Anneke Anteil an deren Leben. Geesje besitzt einen sehr starken Glauben, tut vielen Menschen Gutes, und zeigt ihnen Gottes Liebe. Ihrem Sohn zuliebe nimmt sie eine junge Einwanderin namens Cornelia Den Herder bei sich auf. Die siebzehnjährige Niederländerin verlor bei einem Brand beinahe ihre gesamte Familie, ihr einziger noch lebender Verwandter ist ihr Großvater Marinus Den Herder. Der große und würdevolle Mann ist ehemaliger Pastor, er verhält sich kalt und unnachgiebig. Sein Stolz und seine Sturheit veranlassen ihn nicht selten zu einem gnadenlosen und unbarmherzigen Verhalten. Cornelia trägt schlimme Erinnerungen und eine drückende Last mit sich herum und macht es Geesje schwer, Zugang zu ihr zu finden.
Im Nachfolgeband des beeindruckenden Romans „Töchter der Küste“ befasst sich Lynn Austin im Jahre 1897 mit Anna „Anneke“ de Jonge, die nach dem tragischen Schiffsunglück und dem Tod ihrer Mutter Christina von der wohlhabenden Chicagoer Familie Nicholson adoptiert wurde. Die beiden Schauplätze der Handlung – Holland (Michigan), und Chicago (Illinois) – stellen zugleich auch die Wohnorte der beiden Protagonistinnen Geesje und Anna dar. Die eindrucksvollen Schilderungen der Autorin vermitteln ein detailliertes Bild der Verpflichtungen und Zwänge der besseren Gesellschaft. Sie offenbaren ein Leben, das Anna seit dem Besuch bei ihrer Großmutter Geesje als sinnlos und leer empfindet. Der Gehorsam und die große Liebe zu ihren Eltern veranlassten die junge Frau dazu, sich den Wünschen und Erwartungen anderer zu fügen. Annas Wunsch, Gott zu dienen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, stößt auf Ablehnung und Widerstand.
„Du hast doch nicht die Bibel zitiert, oder? Kein Wunder, dass sie beleidigt waren. Ich dachte, du wüsstest, dass man in höflicher Gesellschaft nicht über Religion oder Politik redet.“
„Mein Leben fühlt sich an wie ein Kreisel, den jemand anders dreht und über den ich keinerlei Kontrolle habe. Aber ich bin fest entschlossen, von jetzt an herauszufinden, wie ich ihn selbst lenken kann. „
Annas hartnäckige Suche nach Hinweisen auf ihre leiblichen Eltern steuert schließlich auf einen Wendepunkt in dieser Geschichte zu und sorgt für einen Eklat in der Gesellschaft.
Mit der tief gläubigen und liebevollen Geesje und ihrer Enkeltochter Anna präsentiert die Autorin zwei wundervolle Protagonistinnen, die mir bereits im Vorgängerband sehr ans Herz gewachsen sind. Doch auch die Nebenfiguren der Handlung wurden hervorragend charakterisiert. Sie ermöglichten es mir, tief ins Geschehen einzutauchen und ihre Gedanken und Emotionen hautnah mitzuerleben. Während ich für die stille, unsichtbar wirkende Cornelia Den Herder sofort Sympathie und später Mitleid empfand, waren Marinus Den Herders altmodische Ansichten, seine herrische und lieblose Art und vor allem sein Umgang mit der wohlmeinenden Geesje nicht nur für Geesje eine regelrechte Herausforderung. Mit Annas Verlobtem William Wilkinson konnte ich mich nach wie vor nicht anfreunden. Der verschlossene und disziplinierte junge Mann weist egoistische Züge auf, er stellt seinen gesellschaftlichen Status und die öffentliche Meinung über seine Beziehung zu Anna. Annekes Rivalin Clarice Beacham würde ich als klassische Antagonistin bezeichnen. Angesichts ihrer Skrupellosigkeit und ihres selbstsüchtigen und bösartigen Vorgehens entwickelte ich eine starke Aversion gegen sie. Derk Vander Veen war bereits im Vorgängerband meine favorisierte handelnde Figur. Seine schlichte, ungekünstelte Art und sein respekt- und liebevoller Umgang mit seinen Mitmenschen machen ihn zum absoluten Sympathieträger. Der angehende Pastor liebt Anneke, möchte ihrem Glück jedoch nicht im Wege stehen. Durch Annas Nachforschungen erfährt man in diesem Band auch vom Schicksal ihrer Mutter Christina, die mit ihrem damaligen Freund Jack Newell durchbrannte und nie wieder nach Holland zurückkehrte.
Obgleich ich Bücher in der Kombination Präsens und Ich-Form grundsätzlich meide, war ich von der ersten Seite an im Bann dieser Geschichte. Lynn Austins Schreibstil kann ich einfach nur als hervorragend bezeichnen. Die Autorin besitzt das Talent, ihre Leserschaft sofort in die Geschichte einzubeziehen. Ihre lebendigen Schilderungen von Örtlichkeiten und Handlungen, aber auch die wundervolle Charakterzeichnung ihrer Figuren, machten die Lektüre dieses Buches zu einem reinen Vergnügen. Der Glaube hat bei Lynn Austins Werken einen sehr hohen Stellenwert. Die Protagonisten verleihen ihren Ängsten und Hoffnungen Ausdruck und bringen diese im Gebet vor Gott. Der enge Zusammenhalt und der wertschätzende und liebevolle Umgang miteinander zeichnen Geesjes Familie und Kirchengemeinde aus.
„Ich weiß, dass er nicht liebenswert erscheint. Aber die nicht liebenswerten Menschen sind es, die unsere Liebe besonders nötig haben.“
FAZIT: Dieser Roman bescherte mir eine ganz besonders beeindruckendes Leseerlebnis und hat mir ausgezeichnet gefallen. In dieser tief vom Glauben geprägten Geschichte darf man an der Seite der beiden starken Frauen miterleben, wie sie aller Widerstände zum Trotz ihren Weg im Leben finden. „Ufer der Erinnerung“ ist ein erstklassiger und tief berührender Roman einer begnadeten christlichen Autorin, den ich uneingeschränkt weiterempfehle. Über eine Fortsetzung und ein Wiedersehen mit den sympathischen Charakteren der beiden Bände würde ich mich über alle Maßen freuen.
Rezensionen von C.P.:
Spionage im Kalten Krieg und ein toller Ermittler
Die stille Tochter von Sveen
In einem See bei Oslo wird die Leiche einer Frau gefunden, Tommy Bergmann nimmt die Ermittlung auf. Und bald wird ihm klar, dass hinter diesem Mord sehr viel mehr steckt. Seine Recherche führt ihn mitten hinein in die verworrenen Geflechte der Spionage im Kalten Krieg. Handelt es sich bei der Leiche wirklich um die verschollene Christel Heinze, die für den KGB tätig war?
Als dann auch noch mit Arvid Storholt ein weiterer vermutlicher Agent ermordet aufgefunden wird, beginnt für Tommy Bergmann eine Ermittlung, dessen Ausmaß er selber kaum fassen kann.
Die Reihe rund um Tommy Bergmann war mir bis zu diesem Buch kein Begriff, doch der Klappentext machte mich neugierig. Ich bin gerade sehr auf einem Podcast-Trip und in einer Folge eines Podcasts ging es um Spionage nach dem zweiten Weltkrieg. Da passte das Buch einfach zu gut und ich begann ohne weitere Vorkenntnisse der Reihe, das Buch zu lesen.
Ich kam unheimlich schnell und gut in die Geschichte rein. Sehr spannend war der Beginn der Handlung, wobei diese Spannung leider nicht gänzlich gehalten werden konnte. Phasenweise war mir die Handlung etwas zu ruhig und plätscherte mehr vor sich hin, vor allem im ersten Drittel des Buches. Gegen Ende hin nahm die Handlung dann jedoch deutlich an Fahrt auf und die letzten 100 Seiten verschlang ich innerhalb kürzester Zeit.
Tommy Bergmann gefiel mir sehr gut als Ermittler und ich werde die anderen Bände der Reihe auf jeden Fall nun auch noch lesen. Seine ruhige Art und die Betrachtung der Welt um ihn herum wirkten auf mich sehr sympathisch. Verbunden mit seinem scharfen Verstand ergab er für mich den perfekten Protagonisten.
Die Geschichte an sich gefiel mir gut. Die Handlung springt immer wieder in der Zeit zwischen Tommy 2016 und Christel ab 1973 hin und her. Die Geschichte rund um Christel fand ich sehr spannend und die Einblicke in ihr Leben sehr interessant.
Am Ende des Buches blieben ein paar Fragen für mich leider nicht ganz zufriedenstellend unerklärt. Doch die eigentliche Auflösung des Falls war sehr schlüssig und verständnisvoll geschrieben.
Rezensionen von Meli:
Eine würdige Fortsetzung mit skurrilem Charme
Die Spiegelreisende 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast von Christelle Dabos
Erstmal ist es schön, die geliebten Charaktere wiederzusehen und in die skurrile Welt der Archen und Familiengeister einzutauchen. Wem der Stil vom ersten Band gefallen hat, wird sich hier sicher auch wohlfühlen!
Wieder mangelt es nicht an spannenden Intrigen und Komplotten und auch der humorvolle Charme der Welt konnte mich in seinen Bann ziehen.
Wie erhofft gibt es hier noch mehr Magie! Es gibt mehr Details, die erklärt wurden, und man merkt auch, wie die Welt weiter Form annimmt. Und auch wenn man bei manchen Fragen Fortschritte zur Aufklärung macht, bleiben sie doch sehr rätselhaft. Gepaart mit der eigensinnigen, undurchschaubaren Art der Charaktere blieb ich oft eher verwirrt zurück, wo es hätte spannend sein können.
Manche Charaktere konnte ich auch nicht so richtig ernst nehmen, weil ihre Handlungen so willkürlich wirken. Manchmal ist es dann unterhaltsam-komisch, aber wenn es das nicht ist, wird es auch schnell lächerlich.
Ophelia wächst weiter über sich hinaus. Am Pol läuft natürlich nie irgendwas nach Plan, aber diese Leserin und Spiegelreisende bleibt sich immer treu. Die vielen Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt werden, bekämpft sie, weil sie es für notwendig hält, und das macht sie selbstbewusst und mutig, obwohl Ophelia schon wieder zu schüchtern ist, um das so zu sehen. Und das macht sie so liebenswert!
Auch Thorn bleibt seinen Prinzipien treu, auch wenn man immer wieder kurze Blicke hinter die kühle Fassade erhaschen kann. Diese fand ich wegen seiner Distanziertheit besonders entzückend!
Auch nach diesem zweiten Band bleibt vieles im Dunkeln. Es scheint endlich paar Antworten zu geben, aber sofort kommen neue Fragen auf und ich fühle mich nicht schlauer als zuvor. Ich bin froh, dass ich nicht mehr lange auf die Fortsetzung warten muss!
Fazit
"Die Spiegelreisende - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast" entführt den Leser wieder in eine magische Welt mit skurrilem Charme, passt perfekt zur Art des Vorgängers und führt die Geschichte damit gebührend fort!
Rezensionen von Lealein1906:
Ein Buch mit Tiefgang
Die Spiegelreisende 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast von Christelle Dabos
„Die Gärten von Monte Spina“ ist ein wirklich schönes Buch, das nicht nur zu Tränen rührt, aber gleichzeitig auch zum Lachen bringt, sondern auch viel Wahres über das Leben erzählt.
Toni hat ihren Mann verloren und weiß seitdem nicht mehr viel mit sich anzufangen. Da wird sie überzeugt, ihren Gärtnerberuf auf der Atlantikinsel Monte Spina fortzuführen, die dem geheimnisvollen Max Bror gehört.
Da Toni ein ausgesprochen neugieriger Charakter ist, will sie dem Geheimnis von Bror natürlich auf den Grund gehen und muss dabei auch selbst schmerzliche Erfahrungen machen.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Als die Geschichte dann nach Monte Spina getragen wurde, war ich total begeistert von der Atmosphäre der Insel und welche Charaktere darauf leben. Der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass vor allem die Gefühle von Toni sehr gut transportiert werden und man sich immer in sie reinversetzen kann. Spannungsfaktor ist auf jeden Fall das Rätsel um Max Bror, das man selbst unbedingt lösen will.
Ich mag es immer, wenn man Charaktere zwar verstehen, aber trotzdem nie ganz einschätzen kann und die man im Laufe der Geschichte komplett anders wahrnimmt. So ein Typ ist Max Bror. Was der sich leistet, ist wirklich krass, aber mit jeder Seite wird diese Person anders und bleibt doch gleich. Das ist wirklich verblüffend und ich finde ihn großartig kreiert. Die Hauptperson Toni mochte ich von Anfang an, man fühlt sofort mit ihr mit und will, dass sie ihr Glück wiederfindet.
Ich habe die Lektüre von diesem Buch wirklich sehr genossen und empfehle es herzlich weiter. Es ist ein Buch, das Tiefgang hat und einen auch selbst viel über das Leben nachdenken lässt.
Rezensionen von begine:
Ein wunderbares Buch
Über die Grenze von Maja Lunde
Die norwegische Autorin Maria Lunde hat schon verschiedene Jugendromane geschrieben.
Der Roman „Über die Grenze“ spielt 1942, als Norwegen unter deutscher Besatzung stand. Übersetzt wurde die Geschichte von Antje Stubey-Cramer.
Ich dachte erst das Thema wäre vielleicht für 9jahrige Kinder zu schwer.
Maja Lund hat die Geschichte aber sehr einfühlsam und mit Fingerspitzengefühl geschrieben.
Die 10jährige Gerda steht auf Abenteuerromane und so geht sie die Rettung der jüdischen Kinder auch an. Ihr älterer Bruder Otto ist zögerlicher, aber das ist auch wichtig. Es wird eine gefährliche Flucht, die Kinder sind oft am Ende ihrer Kräfte.
Die wunderschönen Illustrationen von Regina Kehn vervollständigen das Buch.
Rezensionen von Tara:
Düster & fesselnd
Die Quellen von Malun - Blutgöttin von Winterfeld Daniela
„Die Quellen von Malun – Blutgöttin“ ist der gelungene Auftakt einer Darkfantasy-Trilogie der Autorin Daniela Winterfeld.
In Sapion und in den umliegenden Reichen herrscht Krieg, da das Wasser immer knapper wird. Es muss durch aufwendige Tunnelsysteme gefördert werden und die Völker kämpfen um ihr Überleben.
Die besiegten Völker werden zu Sklaven gemacht und der Umgang mit ihnen ist rau und rücksichtslos. Alia ist eine der Sklavinnen und spielt mit dem Gedanken zu flüchten. Nicht alle sind mit den vorherrschenden Zuständen einverstanden und so versuchen Dorgen – ein Offizier – und Tailin – ein Soldat – dagegen vorzugehen. Neben Alia, Dorgen und Tailin spielt Feyla - die Tochter eines Politikers – eine wichtige Rolle.
Die Autorin hat hier ihre ganz eigene Welt geschaffen, die von Männern dominiert wird, eine eigene Zeitrechnung und keine Jahreszeiten – sondern nur Sonnenzeiten - hat.
Die vier Protagonisten werden nacheinander vorgestellt. Im Wechsel wird die Geschichte aus ihren unterschiedlichen Perspektiven erzählt und man bekommt sehr detaillierte Einblicke in ihr Leben und ihre Welt. Anfangs war mir unklar, wo die Verbindungen des Lebens von Alia, Dorgen, Tailin und Feyla sind, aber die Verknüpfungen werden im Verlauf der Handlung deutlich.
Die Welt ist brutal und düster, der Umgang miteinander rücksichtslos, unbarmherzig und grausam. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, da die Beschreibungen sehr drastisch, klar und deutlich sind. Dieser intensive Schreibstil hat mich entsetzt und fesselt und dafür gesorgt, dass ich beim Lesen Pausen einlegen musste, damit es mir nicht zu viel wird. Ich habe mit den Protagonisten gebangt und gehofft, da jeder einzelne Handlungsstrang interessant zu verfolgen war.
Auch wenn es sich hier um einen Fantasyroman handelt, mit dem Thema Wasserknappheit und den daraus resultierenden Folgen, ist die Autorin unangenehm nah an der Realität. Die Konsequenzen – Krieg – Grausamkeit – Unterdrückung- sind erschreckend authentisch.
Das Buch endet mit einem Cliffhänger, der mich nun gespannt auf den zweiten Band der Trilogie warten lässt.
Rezensionen von Lealein1906:
Sehr fesselnd
Silberdrache von Sage Angie
„Silberdrache“ hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es an meine Lieblingsdrachenbücher „Drachenreiter“ von Cornelia Funke und „Eragon“ von Christopher Paolini nicht ran reicht. Deswegen gibt es vier Sterne von mir und eine klare Leseempfehlung.
In dem Buch gibt es zwei Welten: Unsere normale Menschenwelt, in der wir Sirin kennenlernen, obwohl diese im ersten Teil eher nur eine Nebenrolle spielt, und die Drachenwelt.
Dort findet der Schäferjunge Joss ein silbernes Drachenei. Dadurch geraten er und seine Schwester Allie in die fiesen Machenschaften der Lennox-Familie. Können sie dieses Abenteuer bestehen?
Die Geschichte fand ich wirklich spannend und gut erzählt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht, die Kapitel oft kurz, also auch sehr gut als Jugendbuch umgesetzt. Am Anfang muss man sich ein bisschen zu Recht finden, weil viel zwischen den Charakteren (und eben auch zwischen den beiden Welten) hin und her gewechselt wird, aber wenn man einmal drin ist, hat die Geschichte schnell ihren Reiz gefunden. Auch, dass das Buch aus der Sicht von so vielen verschiedenen Personen erzählt wird, bereichert die Geschichte sehr.
Die Charaktere haben gut zur Geschichte gepasst. Von Sirin würde ich gerne noch mehr kennenlernen und sie vor allem mal nicht traurig erleben. Joss ist leider ein bisschen naiv, auch wenn er sonst ein netter Junge ist. Der Star im Buch ist für mich persönlich Allie, Joss Schwester. Sie ist wirklich mutig, blitzgescheit und hat eine gute Menschenkenntnis. Ohne sie wäre das Buch sicher nicht so gut gewesen. Ganz besonders sind natürlich auch die Drachencharaktere. Mit hat es gut gefallen, dass man auch aus deren Sicht viel erfährt und so die Drachen ganz nahe kennenlernt.
Ich freue mich wirklich schon sehr auf den zweiten Band von „Silberdrache“, eigentlich hätte ich gerne sofort weitergelesen, denn die Geschichte ist wirklich sehr fesselnd.









