Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Vicky:
Wie Gewitter und die Zeit ♥
'Winston Brothers - Whenever you fall' ist ein Liebesroman der Autorin Penny Reid. Außerdem bildet der Roman bereits den fünften Band der Winston-Brothers-Reihe.
Das Buchcover finde ich gut gestaltet und passt außerdem toll zu den anderen Covers der Reihe. Die Farben sind schön gewählt und das Cover wird dadurch stimmig.
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Roscoe Winston und Simone Payton holen. Bereits diese kurze Vorschau macht große Lust auf das Buch selbst.
Der Roman umfasst neunundzwanzig Kapitel sowie einen Epilog. Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Roscoe und Simone geschrieben. Diese Gestaltung gibt eine gute Abwechslung und bringt noch mehr Schwung in die Geschichte. Außerdem versteht man so beide Figuren besser, das finde ich sehr gut. Interessant und mal etwas anderes fand ich dass die weibliche Hauptfigur Simone dunkelhäutig ist, so ergänzt sie hier in Green Valley die Vielfalt und gibt einen neuen Blickwinkel auf die fiktive Stadt.
Fazit: Penny Reid schafft es mich erneut vollauf zu begeistern. Ich hätte es nicht gedacht, aber mir gefällt diese Buchreihe mit jedem Band besser! Ich werde weitere Bücher der Winston-Brothers-Reihe auf jeden Fall verfolgen und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Teil.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Liebe und Bücher
Südlichter von Nina George
"Das Lavendelzimmer" habe ich vor einigen Jahren mit Freuden gelesen. Mir hat die Geschichte um Jean Perdu und seiner literarischen Apotheke, der Buchhandlung auf dem Flussschiff, sehr gut gefallen. Deshalb war ich nun mächtig gespannt auf "Südlichter", das Buch im Buch, das Jean geliebt hat.
Geschrieben von Sanary - ein Pseudonym eines Autors, das Jean im Lavendelzimmer entschlüsseln wollte. Wenn ihr wissen wollt, ob es ihm gelang, liest zuerst "Das Lavendelzimmer", bevor ihr zu "Südlichter" greift.
Auch ich habe den ersten Teil nochmals gelesen, einfach um wieder up to date zu sein, um zu wissen, was Monsieur Perdu an "Südlichter" gefiel. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ich musste und wollte mich überraschen lassen, von der Geschichte, die Nina George nun vorlegt.
"Südlichter" ist ein leiser Roman mit zart eingestreuter Magie. Es passiert zwar einiges, wird aber sehr ruhig erzählt. Es geht einerseits um das Thema Liebe, das vor allem in Marie-Jeannes Leben ein grosses Thema ist, andererseits - wie könnte es anders sein - um Bücher.
Die Liebe ist die Erzählerin der Geschichte um Marie-Jeanne und ihre Zieheltern Francis und Elsa. Es spielt sich alles in der Gegend im französischen Nyons ab. Francis, der selbst nie liest und Angst vor Büchern hat, will genau die zu den Dorfbewohnern bringen und sie zum Lesen animieren. Ob und wie das funktioniert, hat Nina George mit viel stillem Humor beschrieben.
Marie-Jeanne hat bei ihrer Geburt die Liebe angeschaut - und sieht bei fast allen Menschen Leuchtfäden, bei jedem woanders. Sie spürt auch, wer füreinander gemacht ist. Etwa ihre Schulfreundin Loulou und Lucas oder ihre Zieheltern Francis und die harte Elsa, die nur selten jemandem ein Lächeln zeigt.
Die Figuren sind interessant, neben der harten, aber innerlich sehr weichen und lieben Elsa gibt es eine sehr steife Notarin und noch viele andere Charaktere, die sehr liebevoll mit Ecken und Kanten gezeichnet sind.
Der Plot und die Idee hinter "Südlichter" ist sehr schön. Doch trotzdem konnte der Roman mich nicht so recht begeistern, so wie "Das Lavendelzimmer" es schaffte. Die Geschichte um die Leuchtfäden und die Leihbücherei auf Rädern ist mir irgendwie zu unaufgeregt geraten. Sie ist auch mehr wie ein Märchen zu lesen als wie ein Roman.
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich "Das Lavendelzimmer" erst nach der Lektüre von "Südlichter" nochmals gelesen hätte, anstatt davor. Vielleicht sollte man das Bücherschiff auch komplett ausblenden und erwartungslos an den neuen Roman gehen. Gut, Erwartungen hatte ich zumindest inhaltsmässig keine spezifischen, aber ich ging davon aus, dass mich "Südlichter" ebenso begeistern kann, was nicht der Fall war. So bleibe ich leider ein wenig gelangweilt zurück.
Fazit: "Südlichter" ist eine sprachlich und inhaltlich schön geschriebene, aber sehr ruhige Erzählung, die mich aufgrund fehlender Spannung nicht überzeugen konnte.
3.5 Punkte.
Rezensionen von yellowdog:
Gut durchkomponiert
Cherubino von Andrea Grill
Cherubino erzählt von einer Frau in schwieriger Situation. Die Wienerin Iris ist Mezzossopran, eine engagierte Sängerin, die jetzt endlich davorsteht, beruflichen Erfolg zu haben. Sie kann Cherubino aus Mozarts Die Hochzeit des Figaro an der Met in New York singen und außerdem Sophies Choice. 2 wichtige Rollen, die ihr den großen Durchbruch bringen könnten.
Da merkt sie, dass sie schwanger ist. Aber ob das Kind von ihrem Freund Sergio ist oder von ihrem heimlichen Geliebten, Ludwig, der außerdem schon verheiratet ist, weiß sie nicht.
Die österreichische Schriftstellerin Andrea Grill lässt die Emotionen von Iris lebendig werden. Iris muss berufliche Anforderungen und den Zustand der Schwangerschaft in Einklang bringen, außerdem erzählt sie unabhängig voneinander gleich beiden Männern, sie wären der Vater.
Die Autorin fügt jeder Kapitelzahl die Größe des Kindes bei und strukturiert somit den zeitlichen Verlauf über die ganzen 9 Monate, die den Roman umfassen. Damit hat sie den Roman gut durchkomponiert.
Es ist ein stimmungsvolles Buch, durchaus ein Genuss, es zu lesen.
Rezensionen von Jules118:
Liebevoll gestaltet mit interessanten Geschichten
Verrückt nach Karten von Andrea Grill
Nach den teilweise gemischten Reaktionen auf das Buch, war ich etwas skeptisch was mich erwarten würde.
Aber die Neugier siegte und mein Mann wollte es unbedingt haben. Schon beim ersten Durchblättern des Buches viel direkt auf, mit wie viel Liebe dieses Buch gestaltet wurde.
Auf fast jeder Seite gibt es Karten, teilweise sogar doppelseitig, je nach Größe.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt:
• Täuschend echt
• Literarische Karten
• Karten erstellen
• Karten lesen
In jedem Kapitel erfährt man mehr, über die Autoren und die Entstehung der Karten. War das Buch zuerst da oder war die Grundlage der Geschichte die Karte selbst?
Die meisten der Geschichten zu den Karten kannte ich und habe mich sofort wieder in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt. Und die Geschichten, die ich nicht kenne, interessieren mich jetzt auf den Fall.
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall jedem Karten- und Fantasy Liebhaber empfehlen und bin sehr froh, es doch gekauft zu haben.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Lea, 12 Jahra aus Wattens,
Das Herz der Zeit: Die unsichtbare Stadt von Monika Peetz
Lena wächst bei ihrer Tante und ihren zwei Cousinen, Carlotta und Fiona auf. Ihre Eltern sind bei einem Autounfall verstorben. Lena stellt sich vor, wie das Leben mit ihren Eltern wäre. Bald stellt sich heraus, dass sie das auch kann, denn als ihre Tante aufräumt, entdeckt sie eine besondere Uhr, in der ihr Name eingraviert ist.
Lena beginnt in die Zeit zu reisen und alles was schief gehen kann, geht schief...
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es war spannend. Das einzige ist, dass es zuerst sehr spannnend ist, aber dann wird es ein paar Kapitel langweilig.
Rezensionen von begine:
Palästina Israel Konflikt
Am Boden des Himmels von Joana Osman
Am Boden des Himmels,ist ein Debütroman vom der Autorin Joana Osman. Sie hat einen palästinensischen Vater und eine deutsche Mutter. Sie hat in Israel Verwandte und konnte so die Geschichte mit deren Blickwinkel gut darstellen.
Die Protagonistin ist eine junge palästinensische Journalistin Layla.
Sie soll einen Artikel über einen Engel, der in einem Ort lebt, schreiben.
Er entpuppt sich als Malek Sabateen, ein junger Mann, mit dem Gemüt eines Kindes. Der kleine Oman erzählt der Journalistin von ihm.
Die beiden kommen in den Verdacht Attentäter zu sein und kommen ins Gefängnis.
Es gibt noch viele starke Charaktere.
Die Autorin schreibt das wunderbar mit poetischer Perspektive und flicht noch eine Liebesgeschichte zu einem Israeli ein. Immer wieder gibt es Anschläge. Es ist teilweise eine bedrückende Geschichte. Der Kampf zwischen Palästina und Israel ist ja immer noch akut.Es ist eine beeindruckende interessante Lektüre
Rezensionen von heinoko:
Lesen im Schleudergang zwischen Lachen und Weinen
Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy
Auf dieses Buch war ich nicht gefasst! Kannte ich doch Ildikó von Kürthy als humorvolle Kolumnistin und Verfasserin heiterer Frauenromane. Und jetzt dieses Buch, das mich umwarf, das mich mitten ins Zentrum traf, das mich schier zerquetschte zwischen Lachen und Weinen, das mich in einen Schleudergang versetzte zwischen Aufbegehren und Einsicht, zwischen Heiterkeit und tiefer Traurigkeit.
Judith, knapp 50, kehrt in ihre Heimat zurück, um ihre Mutter zu begraben. Doch sie kehrt auch zurück zu altbekannten Hoffnungen, Träumen und Albträumen - und zu einem 20 Jahre alten Geheimnis. Eine wiedergefundene Freundin lebt mit einer todbringenden Krankheit und Judiths bisheriges Leben einschließlich ihrer langjährigen Routine-Ehe gerät zunehmend aus den Fugen.
Leben, Tod, Lieben, Heimat, Verzeihen, Altern, Hoffen – keines dieser Themen bleibt ausgespart. „Es wird Zeit handelt davon, dass Hoffnung nie falsch sein und man sich nie zu früh freuen kann. Es geht um die Schuld und die Wahrheit, um das Bindegewebe und die Liebe. Oder um das, was mal das Bindegewebe war. Und die Liebe. Dieses Buch ist ein Versprechen und eine Reise. Eine Reise bis ans Ende der Welt und vielleicht bis darüber hinaus,“ sagt Ildikó von Kürthy selbst über ihr Buch, und auch, dass ihr das Buch am Herzen liegt wie noch keines davor. Zurecht! Die Autorin schafft es auf unvergleichliche Art, geschliffen scharfe Pointen zum Bauchwehlachen zu setzen unmittelbar neben messerscharfe, sezierende, den Atem nehmende Innen- und Außenansichten eines Lebens in seiner Vergänglichkeit. Ja, ja, genau – so möchte man alle paar Seiten ausrufen, fühlt sich ertappt oder verstanden oder beides und bewundert zutiefst, wie die Autorin es schafft, sich genial zweischneidig durch das Innengeflecht des Lebens hindurchzuschreiben, tief traurig und hellauf lachend. Großartig!
Rezensionen von Ele:
Hier endet deine Jagd, hier beginnt die meine
Die Stille des Todes von Eva Garcia Saenz
Die Stille des Todes, Thriller von Eva Garcia Saenz, 576 Seiten erschienen bei Fischer Scherz.
Inspektor Ayala genannt Kraken ermittelt mit seiner Kollegin Inspectora Gauna in ihrem ersten gemeinsamen Fall.
In einer alten Kathedrale in Vitoria im Baskenland wurden die Leichen eines jungen Paares gefunden, die Auffinde-Situation erinnert an eine Mordserie die Zwanzig Jahre zuvor die Stadt in Angst und Schrecken versetzt.
Auch damals gab es Morde an Paaren die in gleicher Weise arrangiert waren. Für die damaligen Verbrechen sitzt seit zwanzig Jahren Tasio de Ortiz der berühmte Historiker im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses. Sein erster Hafturlaub steht unmittelbar bevor. Weitere Morde folgen und Tasio bietet dem Kraken seine Hilfe bei der Überführung des Mörders an. Wurde er damals zu Unrecht verurteilt? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Der Plot teilt sich in 25 spannende Kapitel, welche mit großen Kapitelzahlen und einem Tweed, des inhaftierten Tasios an den Kraken, überschrieben sind. Der Schreibstil der Autorin ist atmosphärisch dicht und unglaublich rasant. Ich war von diesem Debüt regelrecht überwältigt. Dass Saez aus Vitoria stammt, merkt man sofort an der Beschreibung des Settings, man kann sich die geschriebenen Szenen mühelos vorstellen und ist sich stets bewusst, dass die Handlung im Baskenland zuträgt. Dies war mein erster Thriller der in Spanien spielt und nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den ungewöhnlichen Namen von Charakteren und Orten, die glücklicherweise im Anhang extra aufgeführt sind, hat man sich auch daran gewöhnt. Besonders das Personenregister fand ich dabei hilfreich. Die Karten in den Umschlagklappen habe ich ebenfalls des Öfteren zu Rate gezogen. Namen und Ausdrücke in Spanisch bzw. Baskisch sind kursiv gedruckt. Leider konnte ich nicht alle kursiven Wörter im Glossar finden.
Die Geschichte lebendig zu erzählen ist der Autorin sehr gut gelungen, da sie als Schreibstil die Ich-Form aus der Sicht des Protagonisten gewählt hat. Außerdem handelt die Geschichte in zwei Zeitebenen. Wobei mich anfangs der Erzählstrang aus der Vergangenheit noch mehr fesseln konnte. Das Land prägt den Charakter, der handelnden Figuren. Alba, German, die Zwillinge und auch der Großvater des Kraken erscheinen für mich, als ob sie alte Bekannte wären. Alle Personenen authentisch und nachvollziehbar handeln zu lassen hat Eva Garcia Saez in ihrem Debütthriller zur Perfektion gebracht. Die Spannung war durchgehend hoch und zum Ende nervenzerreißend, bis kurz vor dem Schluss konnte ich den wahren Täter noch nicht ausmachen und war von der Auflösung überrascht. Temporeich und zügig liest sich das Buch und nebenbei erfährt der Leser noch einiges über die Historie und Bräuche der Gegend. Meine Lieblingsfigur der Geschichte war der betagte aber rüstige Großvater des Kommissars, eine wahrhaft beeindruckende Figur, die hoffentlich in den Fortsetzungen noch oft mit dabei ist. Die Kollegin Esti dagegen hätte ich mir gerne etwas mehr ausgearbeitet gewünscht. Das Ende gestaltet sich so, dass es eine befriedigende Auflösung gibt, der Leser aber gerne wissen will was in den weiteren Bänden passiert. Da die Serie in Spanien schon mit drei Bänden erschienen ist, wird es bis zum Erscheinen nicht allzu lange dauern. Darauf bin ich wirklich schon gespannt. Die Leseprobe der Fortsetzung im Anschluss an das Buch habe ich gelesen und es geht unmittelbar mit einem neuen Fall weiter. Der vorliegende Band soll verfilmt werden. Das kann ich mir gut vorstellen, denn bei der Lektüre lief die Handlung sowieso schon wie ein Film in meinem Kopf ab. Ein Thriller den ich nur empfehlen kann und 5 Sterne verdient hat.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Trotz vieler Ereignisse fehlt mir die Handlungsdichte – flach geschrieben
Die Stille des Todes von Eva Garcia Saenz
Das Cover des Buches „Das Rezept unserer Freundschaft“ hat mich vom Fleck weg angesprochen, hatte ich von einer anderen Autorin letztes Jahr ein Buch über eine Familienfarm gelesen, die seit Generationen Pies herstellt und verkauft. So eine Geschichte hatte ich mir als Freundschaftsgeschichte erwartet – etwas jünger und peppiger, vielleicht.
Von der Handlung wurde ich jedoch enttäuscht. Okay, hier hätte es ein Sex-and-the-City-Thema mit vier nicht mehr ganz jungen Frauen (für mich sogar mit Mitte bis Ende Vierzig eher alt), die alle mit ihren Problemchen zu kämpfen haben, stinkreich sind und mir alle extrem unreif vorkommen. Eine davon ist die Protagonistin Billy, die als einzige der Gruppe nicht stinkreich ist – sondern von ihrer besten Freundin Lucy, einem Exmodel, überall mitgeschleift wird.
Alle haben Geld, alle haben Beziehungen – oder geheiratet, Billy hat eine Mutter, die sich umgebracht hat, als sie ein Kind war, und ihre Liebe zum Essen, aus dem sie bisher zu wenig gemacht hat. Eine Feinschmeckerin in Größe 36, für die sie rund um die Uhr Sport machen müsste – tatsächlich geht sie während der gesamten Handlung einmal für 40 Minuten mit ihren Freundinnen joggen, ansonsten wird nichts erwähnt. Genau das ist ein Beispiel dafür, wie flach viele Themen in dem Buch abgehandelt werden.
Auch, als sich eine der Freundinnen nach einem Streit (Vorsicht – eventuell leichter Spoiler!) nicht mehr meldet, tauschen sich die anderen drei darüber aus, dass sie so gut wie nicht mehr ans Telefon geht – und dass das Verhalten sehr seltsam ist. Auf die Idee, dort mal selbst vorbei zu schauen, kommt von den drei ach so besten Freundinnen niemand – auch das kann ich nicht nachvollziehen, wo es sich doch nicht mehr um junge Mädels sondern um reife Damen handelt.
Kochen und Backen sind zentrale Elemente des Buches, es wird auch die eine oder andere Zutatenliste im Buch genannt. Was ich mir jedoch bei einem Buch, in dem das Kochen oder Backen so eine zentrale Rolle spielt, erwarte – mindestens EIN Rezept, besser noch drei, aus der Handlung im Anhang. Ich war fast schon enttäuscht darüber, nicht das leckere Pierezept zum Coverkuchen im Anhang zu finden.
Weil sich die Handlung in diesem Buch sehr gezogen hat, habe ich auch gefühlt ewig gebraucht, um das Buch zu lesen, und war schon beinahe erleichtert, als ich den ebenso flachen Epilog gelesen habe. Mit den Stereotypen konnte ich mir mit den Charakteren gar nichts anfangen, entweder, sie waren zu blass oder zu vorhersehbar unsympathisch mit wenig eigener Persönlichkeit.
Fazit: Überhaupt nicht das Buch, das ich nach der Leseprobe erwartet habe. Lieblose Abhandlung, stereotype Charaktere, fehlender Tiefgang.
Rezensionen von Marie aus E.:
Aktueller Südstaatenroman
Verratenes Land von Iles Greg
Ein richtig dicker Wälzer ist dieser Südstaatenroman bzw. Thriller mit seinen 896 Seiten.
Ich habe ihn gelesen, als ich nicht weit vom Handlungsort entfernt Urlaub verbracht habe und eine bessere Urlaubslektüre hätte ich nicht finden können.
Das Buch startet zwar gleich mit einem Mord, dann geht es aber mit etwas angezogener Handbremse weiter, so dass ich zuerst skeptisch war und bei knapp 900 Seiten einige Längen befürchtet habe.
Aber weit gefehlt!
Iles beschreibt das heutige Leben in einem kleineren Ort der Südstaaten brilliant. Die Korruption, eine Polizei und Justiz, die nur Marionette der Reichen und Mächtigen ist, die Hoffnungslosigkeit der abgehängten Kleinstadt und ihre Abhängigkeit von einem Investor, alles eingebetttet in das Schicksal zweier Familien. Die Söhne beste Freunde seit Schulzeit und nun Rivalen.
Interessant auch die Zeit der Beiden im Irakkrieg - viele der Söldner damals waren ehemalige Polizisten oder Sheriff‘s Deputys, es war die einzige Hoffnung, jemals mehr als den Mindestlohn zu verdienen. Auch der Auswahlprozess der privaten Kämpfer im Gegensatz zu dem Prozedere der Navy SEALs war aufschlussreich.
Insbesondere all diese Gesellschaftsbeschreibungen machten das Buch für mich so stark - die Respekterweisung und das in den Heldenstatus erheben von Soldaten wurde auch angesprochen.
Das fällt auch im Alltag auf, extra Sitzecken für Veteranen in Einkaufsmalls beispielsweise.
Aber natürlich ist das Buch auch ein Thriller und damit spannend.
Ich hätte es zwar nicht als Thriller eingeordnet, gleichwohl es spannend ist. Jedoch auf die dezente Art, es ist ein Aspekt des Buches, es bietet aber noch so viel mehr. Je weiter das Buch fortschreitet, umso dominanter wird allerdings die Thrillerkomponente.
Für mich ein großes Buch, bei dem sich jede Seite zu lesen lohnt.









