Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine humorvolle, lebendige, kindgerechte Kriminalgeschichte
Die besten Tantenretter der Welt von Schomburg Andrea
Seit dem Tod ihrer Eltern vor 8 Jahren leben Jonas und Fabian nun schon bei ihrer etwas verrückt-chaotischen Tante Erdmute. Die dritte bzw. 5 Klasse der Schule haben die Beiden geschafft und nun stehen die Sommerferien vor der Tür. Aber nix ist es mit Ruhe und Erholung, denn Tante Erdmute, die dauerhaft an Geldnöten knabbert, überfällt in ihrem roten Kleid und ihren Highheels einfach so mal eine Bank.
Um erst einmal aus dem Visier der Polizei zu verschwinden, verstecken sich die Drei im Waldhotel. Doch auch hier hören die Schwierigkeiten nicht auf…
Ich habe dieses Buch mit meinem fast neunjährigen Nachbarsbuben gelesen.
Als erstes ist uns das kunterbunte Cover aufgefallen, dass sofort ins Auge fällt und schon erahnen lässt, was auf Jonas, Fabian und Tante Erdmute zukommt.
Die schön große Schrift der Geschichte lässt sich sowohl vom Vorleser, als auch vom Erstleser sehr gut lesen. Da Jonas die Geschichte erzählt ist man noch näher an dem Geschehen dran bzw. wird richtig hinein gezogen.
Jedes neue Kapitel wird nicht nur durch eine eigene Überschrift, sondern auch durch eine kleine Illustration eingeleitet. Auch die gibt Stoff um die Gedanken kreisen zu lassen.
Durch die sehr bildhafte und kindgerechte Schreib- und Erzählweise haben wir nach jedem Kapitel, die nicht zu lang gehalten sind, eine kleine Pause gemacht und das Gelesene Revue passieren lassen. Dadurch wird die Fantasie noch weiter angeregt und das Lesen hat uns noch mehr Spaß gemacht.
Da Tante Erdmute sehr gerne und laut singt, haben wir ihr es nachgemacht, uns kleine Reime ausgedacht und diese dann laut gesungen. Hat uns Beiden riesigen Spaß gemacht.
Obwohl die Tantenretter zwei Jungs sind, finde ich die Geschichte genau so gut für Mädchen geeignet.
Aber nicht nur die Figuren der Tante Erdmute, von Jonas und Fabian sind sehr gut ausgearbeitet. Auch andere Charaktere, wie die kleine Johanna, Herr Hartenbein, die Stinktierfrau, der Penner oder Kommissar Wuttke konnten wir uns gut vorstellen.
Eine wunderbar kindgerechte, lebendige Kriminalgeschichte, die mir als Erwachsene aber auch Spaß gemacht hat zum Lesen, drüber reden und zum Anregen der Fantasie.
Meinem kleinen Nachbarn und mir hat diese Geschichte mit den kleinen Illustrationen sehr gut gefallen.
Rezensionen von begine:
Daisy von Pless
Die englische Fürstin von Sabine Weigand
Die englische Fürstin ist ein neuer Roman von der Autorin Sabine Weigand, der um 1900 beginnt. Die historischen Romane der Autorin habe ich schon immer gerne gelesen. Dieser beschreibt die Zeit in England und Deutschland.
Daisys Familie ist in Geldnöten. In London wird sie als Debütantin angeboten.
Sie träumt von der Lieb, aber sie wird mit dem deutschen Fürsten Hans von Pless vermählt und ihre neue Heimat ist in Schlesien.
Sabine Weigand lässt Daisy zu einer starken Kämpferin werden. Sie versucht der armen Bevölkerung , nachdem sie deres starke Elend sieht, helfen.
Sie bekommt 3 Söhne, die sie tief liebt. Für die sie ihr eigenes Glück zurück stellt.
Die Autorin schreibt die Geschichte besonders lebensecht. Ihre Recherchen für dieses Buch kann man im Nachwort gut nachvollziehen.
Ich bin froh, das ich den Roman gelesen habe, es hat mich gut unterhalten. Ein wahres Highlight.
Rezensionen von yellowdog:
Sensible Trennungsgeschichte
Kintsugi von Miku Sophie Kühmel
Kintsugi ist ein gediegener Roman mit einigen bemerkenswerten Eigenschaften. Im Mittelpunkt steht ein schwules Paar, dass schon lange zusammen ist. Max und Reik, Sie bekommen Besuch von ihrem alten Freund Tonio und dessen erwachsenen Tochter Pega. Gemeinsam verbringen sie ein Wochenende, nachdem sich de sie Beziehungen zueinander entscheidend ändern werden.
Die Dialoge werden gesondert herausgestellt und haben einige amüsante Stellen.
Kintsugi ist dieses Jahr nominiert auf der Longlist des deutschen Buchpreises, was vielleicht ein wenig übertrieben ist.
Es überzeugt zwar die sensible Erzählweise, doch es bleibt inhaltlich doch sehr verhalten. Dass das Buch nicht mehr will, als es letztlich bietet, ist Stärke und Schwäche zugleich.
Rezensionen von C. P.:
Lebende Tote durch die Magie der Schamanen
Kintsugi von Miku Sophie Kühmel
Inari wächst in einem Tal auf, welches durch die Toten ihres Volkes vor dem mit ihnen verfeindeten Clan beschützt wird. Die Magie der Schamanen erweckt die Toten zu einem seelenlosen Leben und lässt diese an den Grenzen patrouillen. Auch Inaris Vater gehört zu diesen Wächtern, seitdem er bei einem Unfall im Wald ums Leben kam.
Als sie mitten im Herbst einen Strauß Maiglöckchen (im Roman Schneeschellen genannt) vor der Hütte findet, führen die Blumen sie zu ihrem Vater. Sind die lebenden Toten vielleicht doch nicht so seelenlos, wie behauptet wird?
Zugegeben, die Idee ist erstmal grandios: Durch Magie am Leben gehaltene Zombies, die ihre Angehörigen beschützen. Dafür möchte ich die Autorin loben, da hat sie sich wirklich was Schönes einfallen lassen. Auch die Ursachen, wie es dazu kam, und warum einige Untote beseelt sind. Zudem ist Inari mit ihren 18 Jahren etwas speziell, eher eine Einzelgängerin, die sich vom Rest des Dorfes abkapselt und nicht immer die richtigen Entscheidungen fällt. Leider bleibt das Buch für meinen Geschmack jedoch etwas distanziert die Hauptcharaktere bestreffend. Der Fokus ist primär auf eine handvoll Charaktere fixiert, das gesamte Leben des Volkes wird kaum beschrieben, so dass mir das Volk bis zum Schluss etwas fremd blieb mit seinem Aberglauben und seinen magischen Künsten der Schamanen. Auch wenn einige Wendungen vorkamen, habe ich ein wenig die Komplexität im Roman vermisst, welche die an sich schöne Idee noch stärker hätte machen können. Vor allem die Macht der Schamanen hätten noch einiges hergeben können.
Der Schreibstil ist angenehm. Die Szenen werden ausreichend beschrieben und es geht in einem guten Tempo in der Erzählung voran.
Die Idee des Romans ist wirklich gut, gar keine Frage. Für ein Erstlingswerk ist das Buch in meinen Augen auch sehr schön gelungen. Mir fehlten nur, wie bereits erwähnt, etwas mehr Komplexität und Tiefgang, die das Buch zu einem noch schöneren Erlebnis gemacht hätten. Bei der Kreativität, welche die Autorin zu haben scheint, traue ich ihr das allerdings zu und würde mich freuen, ein weiteres Buch von ihr lesen zu können.
Rezensionen von marsu:
Harry
Messer von Jo Nesbø
Harry Hole ist wieder zurück, sehnsüchtig habe ich hier auf eine Fortsetzung der Reihe gewartet.
Für Harry Hole sind schwere Zeiten angebrochen, denn seine schon seit Längerem nicht mehr sehr stabile Ehe, scheint nun endgültig am Ende zu sein, denn seine Frau Rakel hat ihn endgültig verlassen.
Er fängt wieder an zu trinken und muss deswegen wieder als einfacher Polizist arbeiten. Aber dann erfährt Harry, dass Svein Finne wieder auf freiem Fuß ist und Harry wird immer tiefer in eine verzwickte Geschichte hinein gezogen.
Nesbo ist es wieder einmal gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und mich in die Geschichte hineinzuziehen. Unglaublich spannend von Anfang bis Ende und ich fand es schön, Harry Hole ein Stück auf seinem schweren Weg zu begleiten.
Rezensionen von yellowdog:
Innenwelten eines Fußballers
Nicht wie ihr von Tonio Schachinger
Das Buch „Nicht wie ihr“ ist der Überraschungstitel auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019, da es die erste Veröffentlichung des Autors Tonio Schachinger ist, zudem noch bei einem kleinen Verlag.
Der Roman ist ungewöhnlich, denn er gibt den Lesern einen Einblick in die Gedankenwelt eines erfolgreichen Fußballspielers.
Dadurch wird das Buch auch sprachlich stark bestimmt.
Es ist teilweise unangenehm, Ivos Gedanken zu folgen. Er agiert und spricht überwiegend sehr prollmäßig. Fußball steht bei ihm an erster Stelle und er hatte auch Erfolge. Doch auch da gibt es Zweifel. Zwar wurde er schon als junger Spieler Champions League-Sieger, aber da war er überwiegend nur auf der Bank oder Tribüne, d.h. an dem großen Erfolg hat er relativ wenig beigetragen. Inzwischen ist er kein ganz so junger Spieler mehr und gelegentlich in der Kritik. Als österreichischer Nationalspieler, der jetzt offenbar in der Bundesliga spielt, sind weitere große sportliche Erfolge unwahrscheinlich. Das macht ihm durchaus zu schaffen, denn nur durch den Fußball definiert er sich.
Dann gibt es auch noch sein Problem mit den Frauen, den obwohl er verheiratet ist, gibt es auch noch eine starke Anziehung zu Mirna.
Der Roman hat seine nervigen wie amüsanten Momente, nicht zuletzt durch den Einsatz von Wiener Dialekt. Und obwohl mir Ivo als Charakter alles andere als sympathisch ist, bleibt man von ihm und den geschickt gemachten Text gefesselt.
Für ein realistisches Portrait des Profisports halte ich den Roman aber nicht, da es ganz verschiedene Spielertypen gibt, von bescheiden bis arrogant, von ehrgeizig bis anpassungsfähig, Einzelkämpfer und Teamplayer. Ivo ist letztlich nur ein Beispiel für einen Typ, der zum Glück nicht für alle steht.
Rezensionen von marsu:
Eve
Eve of Man - Die letzte Frau von Tom Fletcher; Giovanna Fletcher
Eine interessante Idee für ein Buch und ich war schon aufgrund des Klappentextes sehr gespannt auf die Umsetzung. Leider brauchte das Buch ganz schön lange, um "Fahrt aufzunehmen" und um auf den Punkt zu kommen. Da hat der Klappentext ganz schön vorgelegt. Die zweite Hälfte des Buches fand ich wesentlich besser und darum kann ich nur schreiben, dass es sich lohnt, hier Durchhaltevermögen zu zeigen.
Aber meines Erachtens brauchte die Geschichte eindeutig zu lange, bis ich "angekommen" war. Eve, die Protagonistin, ist ein interessanter Charakter und die Zwickmühle, in der sie sich befindet, ist nicht angenehm. Auf der anderen Seite haben wir Bram - der alle wohldurchdachten Pläne durcheinander bringt und die Geschichte ins Rollen bringt.
Eine Geschichte, die braucht, bis sie durchstartet, mich dann aber interessiert hat.
Rezensionen von marsu:
Das Marschmädchen
Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
Im Marschland leben schon lange Menschen etwas außerhalb des Gesetzes, früher waren es oft entlaufene Sklaven oder aber auch Kriminelle, die sich dort versteckt haben. Auch Kya lebt dort, doch als sie sechs Jahre alt ist, packt ihre Mutter eines Tages ihren Koffer und verschwindet, um nicht mehr zurück zu kommen.
Ihre älteren Geschwister verlassen auch nach und nach das Haus; am längsten noch hält es Jodie aus, sieben Jahre älter und vom Alter her am nächsten an Kya. Doch auch er lässt sie alleine mit dem gewalttätigen und beinahe ständig betrunkenen Vater. Eine Zeitlang geht es besser und sie erlebt auch einige schöne Momente mit dem Vater, doch dann verschwindet auch er und Kya muss sich alleine durchs Leben schlagen.
Was hat ihre Geschichte mit dem Tod von Chase Andrews zu tun? Langsam nähern sich die Geschichte zeitlich an und es ist ein wenig wie ein Krimi. Doch dieses Buch ist viel mehr, denn der Schreibstil ist unglaublich und wir erfahren so viel über das Marschland mit den Augen des "Marschmädchens".
Rezensionen von Mel3.0:
Fantasy mit Bezug zu Tirol
Dravit 1. Kartoniert / Broschiert. von Koller Susanne
Da ich die Autorin kenne, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Schon nach wenigen Kapiteln hat mich die Geschichte total gefesselt. Das Buch ist sehr sehr spannend geschrieben. Die Handlung spielt im Raum Hall, im Karwendel, in Absam und Gnadenwald. Alle Orte heißen im Buch anders, sind aber für jemanden aus der Gegend leicht zu erkennen.
Rita, eine Weltbürgerin aus dieser Region, kommt durch eine Pforte nach Lodega, eine völlig andere Welt. Die Handlung spielt auf beiden Seiten, der realen Welt und in Lodega. Rita verliebt sich und muss sich daher für eine Welt entscheiden mit allen Konsequenzen. Die Geschichte nimmt mehrere ungeahnte Wendungen und ist so richtig spannend und auch romantisch. Gratulation von mir an die Autorin und absolute Leseempfehlung für alle Fantasy- und Romantikfans!
Rezensionen von Bibliomarie:
Ein schmutziges Geschäft
Öxit von Vertacnik Hans-Peter
Die ehrgeizige Journalistin Lou Sorko wittert die große Story. Ein unbekannter Informant hat ihr heiße Details zu Politikerdeals versprochen.
4 Wochen später ist Lou Sorko tot und Oberst Radek Kubica und sein Kollege Dvorak stochern im Sumpf. Schnell wird klar, dass ihre Arbeit torpediert wird.
Brisante Informationen gelangen an die Presse, in entscheidenden Augenblicken werden sie vom Chef Stankovic zurückgepfiffen und offensichtlich ist ihnen jemand immer einen Schritt voraus. Kein Wunder, bewegen sich doch alle Beteiligten im Bereich der Politik und der einflussreichen Wiener Gesellschaft. Wem können sie eigentlich noch vertrauen?
Das neue Buch von Hans Peter Vertacnik ist ein Politik Krimi erster Güte. Ich hätte ja gerne auch Satire gesagt, aber leider hat die Realität den Einfallsreichtum von Romanciers und Satirikern bereits eingeholt. Man muss sich nur die Schlagzeilen ansehen und das trifft auf die Alpenrepublik genau so zu, wie in anderen Ländern unserer global vernetzten Welt.
Der Krimi ist sehr temporeich und auch anspruchsvoll geschrieben. Kein Buch für so zwischendurch, man braucht schon eine gewisse Konzentration um all die Beteiligten und ihre Schachzüge zu durchschauen. Das hat mir gut gefallen, vor allem weil ich ständig das Gefühl hatte, hier wirklich einen realistisch recherchierten Plot zu lesen. Kein Wunder, denn der Autor kann auf eine veritable Karriere bei der Polizei zurückblicken.
Die Charaktere der Protagonisten sind sehr farbig und vielschichtig angelegt. Bei den Politikern hatte ich sofort Bilder im Kopf von karrieregeilen, gelackten Erfolgsmenschen, die populistisch mit den Medien und ihren Anhängern spielen, ohne je ihre eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren. Es geht halt immer nur um Macht und Geld.
Kubica und Dvorak gefallen mir besonders, auf ihre Weise bleiben sie integer, obwohl sie sich nicht scheuen auch mal etwas krumme Wege zu gehen und eher unkonventionelle Quellen anzuzapfen. Dabei hat mir ihre manchmal melancholische und desillusionierte Weltsicht sehr gut gefallen.
Wien glänzt als Schauplatz, gut beschriebene Locations und stimmig eingefangene Atmosphäre, wie ich finde.
„Öxit“ hat mich überzeugt, das Buch hat mir mitunter Gänsehaut verursacht.










