Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Wohin der Weg ins führt
Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange
Liliane, frisch geschieden und seit jeher unabhängig, sieht sich plötzlich der Situation gegenüber ihren herzkranken Vater auf seiner letzten Reise zu begleiten. Zu Fuß durch die Wildnis der Hochlands. Völlig unvorbereitet. Und doch geschieht in diesen Tagen etwas, das sie ihren Vater neu kennen lernen, die Vergangenheit neu einordnen und nicht zu letzt ihr eigenes Leben hinterfragen lässt.
Man spürt in jeder Zeile die Weite und Einsamkeit der Natur, die Möglichkeit sich zu besinnen. Trotzdem ging mir dieses Buch weit weniger nahe als angenommen. Ich vermute es lag daran, dass ich mich auf die Personen nicht in Gänze einlassen konnte und sie mir in ihrem Denken und Handeln immer auch etwas fremd blieben.
Lilianes Wandlung zeigt auch keinen geraden Verlauf und mäandert etwas durch die Handlung. Man weiß nicht wohin sie ihre Gedanken treiben und erkennt in ihnen kein klares Ziel. Einerseits zeigt sie sich ängstlich, dann wieder hart und auch ihr Vater lässt kaum hinter seine harte Schale blicken. Liliane bewerten einige seiner Wesenszüge und Entscheidungen neu, nicht immer wäre ich zum gleichen Entschluss wie sie gekommen.
Es liegt Vergebung in diesem Buch. Und innerer Frieden. Zwei Situationen stören dieses Bild in meinen Augen jedoch.
Rezensionen von Anno:
Mit deutlichen Sakrileg-Vibes
Der verbotene Atlas von Sam Sedgman
Was für ein Abenteuer. Das erste Buch war ja bereits toll, aber das hier, das steigert unsere Begeisterung sogar noch! Dieses Mal ist die Thematik für Kinder etwas einfacher zu erfassen, Uhren spielen aber noch immer eine Rolle, nun aber eine viel dezentere. Auch der Schauplatz verändert sich. Und so sehen wir uns nun Paris und seinen Geheimnissen gegenüber.
Die Spannung greift rasch und steigert sich kontinuierlich zu einer rasanten und rätselhaften Schatzsuche. Ich musste dabei ja immer wieder an ‚Sakrileg‘ denken, auch wenn hier der Hintergrund ein anderer ist- nicht religiös, aber auch wissenschaftlich angehaucht (natürlich Alters entsprechend angepasst). Aufgebaut ist auch das jetzige Thema aus realen Begebenheiten und Fiktion. Und beides wurde geschickt zu einer ungemein fesselnden Story verwoben.
Hattie und Isaac kombinieren wie gewohnt sehr geschickt, bekommen Verstärkung, und werden zugleich auch von anderen Mächten gejagt. Vorhersehbar ist die Handlung zu keiner Zeit, was dazu führte, dass selbst ich als mitlesendes Elternteil, gebannt auf den Verlauf der Geschichte war und wir dieses Buch in kurzer Zeit regelrecht weg gesuchtet haben.
Dieses Buch wird ab 10 Jahren empfohlen. Dieter Altersangabe stimme ich zu. Sowohl Erzählstil, als auch der Schwierigkeitsgrad der Themen wurde dem Alter entsprechend gewählt und ist gut verständlich. Das Buch liest sich flüssig und spannend. Die darin vorkommenden französischen Begriffe halten sich in Grenzen und auch die Handlung an sich ist gut nachvollziehbar und zeigt eine Seite von Paris, die sonst eher verborgen bleibt.
Im Buch befindlich sind vereinzelt schwarz-weiße Illustrationen, die sehr detailliert ausgearbeitet, dem Leser ein gutes Bild der Handlung vermitteln und zugleich das Lesen auflockern.
Rezensionen von lorireads:
Tu Gutes und sprich nicht darüber
Theo in Golden von Allen Levi
Nachdem mir die englische Version von 'Theo in Golden' bereits mehrfach auf Social Media begegnet ist und in den höchsten Tönen angepriesen wurde, war ich sehr neugierig auf dieses Buch, auf Theo, aber auch auf die ganzen Menschen, denen er in Golden begegnet.
Schon auf den ersten Seiten hat mich der ganz besondere Schreibstil des Autors gefangen genommen.
Normalerweise tendiere ich dazu, schnell zu lesen und auch mal einzelne Wörter und Halbsätze zu überspringen, aber hier habe ich jedes Wort aufgenommen und mich auf die Erzählweise eingelassen. Man merkt schnell, dass Theo ein ganz besonderer Mensch ist, auch wenn er bis zuletzt nur wenig und auch das meist nur bruchstückhaft von sich preisgibt. Im Zentrum stehen vielmehr seine Begegnungen mit den Menschen in Golden und seine Art, deren Geschichten durch geschicktes und aufmerksames Fragen aus Ihnen herauszuholen. Die Porträts der Einwohner:innen, die in einem Café in Golden ausgestellt sind und die Theo nach und nach kauft, um sie ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben und dadurch mit ihnen ins Gespräch zu kommen haben der Geschichte einen tollen Rahmen gegeben. Trotz der vielen neuen Personen, die nach und nach eingeführt wurden gelang es dem Autor immer, ein genaues Bild jedes einzelnen zu zeichnen, sodass man sich, auch wenn einige Kapitel dazwischen lagen, immer wieder an die Personen erinnern konnte, sobald sie wieder auf die Bildfläche traten.
Schleichend bemerkt man beim Lesen die Veränderungen, die durch Theos Auftauchen bei den Einwohnern von Golden losgetreten werden und die sich auch in deren eigenem Handeln widerspiegeln. Ohne dafür große Anerkennung zu wollen oder seine Taten ins Licht zu rücken, schenkt Theo den Menschen so viel mehr als nur ihre Porträts und hat auch mich immer wieder nachdenklich gestimmt.
Ich mochte die durchweg positive Stimmung im Buch sehr gerne, die die Eigenarten eines jeden Charakters oft ganz neutral hervorhebt, aber nie Kritik enthält. Auf nur wenigen Seiten gelang es dem Autor, auch anfangs sehr seltsam oder auch unsympathisch anmutende Personen begreifbar zu machen, in dem er ihre persönliche Geschichte offen legte und den ganzen Menschen dadurch viel nahbarer werden lies.
Durch die Geheimnisse, die Theo umgaben und die Klarstellung bereits zu Beginn, dass seine Zeit in Golden auf ein Jahr begrenzt ist, war ich während des Lesens stets neugierig, was hier verborgen bleibt. Dennoch hatte das Buch für mich keinen richtigen Spannungsbogen und zog sich dadurch an einigen Stellen. Besonders gegen Ende wurde mir die Geschichte auch ein wenig zu kitschig und plakativ. Ein weiterer Punkt, der mir ab und an negativ aufgefallen ist, ist das christlich-traditionelle Weltbild Theos, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann. Auch das dadurch entstehende Frauenbild und die an einer Stelle sexistischen Beschreibungen einer jungen Frau fand ich eher unangebracht.
Alles in allem schafft das Buch eine besondere und zum Nachdenken anregende Atmosphäre, aber gleitet manchmal auch etwas träge dahin und konnte mich nicht vollständig überzeugen.
Rezensionen von Anno:
Kann was
Canvas (Cryptos, Band 2) von Ursula Poznanski
Vorab sei erwähnt, ich kenne das vorangegangene Band nicht. Zu weiterführenden Handlungen, Zusammenhängen oder unterschwellig vorhandenen Andeutungen, kann ich daher keine Auskunft geben. Trotzdem kam ich ganz wunderbar und praktisch sofort in der Handlung an. Was zu welchem Buch gehört, was Wiederholung und was neu ist, ist praktisch nicht voneinander zu trennen.
Genügend Informationen werden aber trotzdem vermittelt um alles problemlos verstehen zu können- auch mit fehlenden Vorkenntnissen.
Die Handlung wird getragen von einem faszinierendem Weltenkonzept aus bekannten Themen, die kreativ umgesetzt und erweitert wurden. Darin angesiedelt ist eine Story in deren Zentrum Jana steht- eine der Designerinnen, die dieses ganze System am Laufen halten. In ihrer Welt ziehen sich die Menschen in virtuelle Welten zurück, während ihr Körper in Kapseln ruht. Das Klima ist zwischenzeitlich heiß und unwirtlich und diese programmierten Welten die einzige Möglichkeit sich auszuleben. Doch dieses System hat Tücken und sieht sich einer unsichtbaren Gefahr ausgesetzt, die den meisten Menschen verborgen bleibt. Sie ahnen nichts vom drohenden Unheil. Jana jedoch erkennt nach und nach die Fehler. Und als ein Wissenschaftler ermordet aufgefunden und ein Insasse aus seinem körperlichen und virtuellem Gefängnis entkommt, entbrennt ein Katz und Maus Spiel, das sich über die verschiedensten Welten erstreckt und Jana einiges abverlangt.
So toll die einzelnen Welten auch sind, das System dahinter hat auch Lücken. Manche davon wurden mir leider nicht ganz klar: wieso darin Ambients überhaupt von Nöten sind, gehört zum Beispiel hier dazu. Man hätte sie doch auch computerbasiert… nun ja, aber dann hätte die gesamte Story wohl nicht mehr funktioniert. Und sie hätte auch deutlich an Raffinesse verloren. Daher scheint mir, dass man manche Kleinigkeiten in der Handlung einfach hinnehmen und nicht hinterfragen sollte. Gelingt dies, dann ist dieses Buch in der Tat etwas ganz aussergewöhnliches.
Rezensionen von Piet1990:
Frech, traurig und ganz besonders
Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike
„Eine kleine Schwindelei“ war für mich mal etwas ganz anderes. Die Geschichte spielt in England um 1500 und begleitet Tibb Ingleby, eine junge Landstreicherin, die sich mit viel Mut, Witz und Überlebenskunst durchs Leben schlägt. Schon allein diese Perspektive fand ich ungewöhnlich, weil historische Romane sonst oft ganz andere Figuren in den Mittelpunkt stellen.
Tibb ist für mich ganz klar die Stärke des Buches. Sie ist frech, eigensinnig, manchmal auch ziemlich direkt, aber gerade dadurch wirkt sie lebendig und echt. Man merkt schnell, dass ihr Leben alles andere als leicht ist, trotzdem verliert die Geschichte nie komplett ihre Leichtigkeit. Diese Mischung aus Humor, Tragik und rauer Realität hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und hat einen eigenen Ton. Es gibt viele bildhafte Szenen, aber das Buch wirkt dabei nicht trocken oder schwer. Die Zeit, in der Tibb lebt, wird sehr anschaulich dargestellt, ohne dass man das Gefühl hat, eine Geschichtsstunde zu bekommen.
Nicht alles hat mich gleich stark gepackt, und an manchen Stellen war mir die Geschichte etwas zu sprunghaft. Trotzdem bleibt Tibb als Figur im Kopf, und genau das macht das Buch für mich besonders.
Fazit:
Ein ungewöhnlicher historischer Roman mit einer starken, frechen Hauptfigur und viel Herz. Wer Lust auf eine Geschichte abseits der üblichen historischen Romane hat, sollte „Eine kleine Schwindelei“ auf jeden Fall eine Chance geben.
Rezensionen von C.J.W.:
Eine besondere Vater-Tochter-Geschichte
Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange
„Alte Pfade“ war mein erstes Buch von Alexa Hennig von Lange und hat mich positiv überrascht. Im Mittelpunkt stehen Liliane und ihr 89-jähriger Vater, die gemeinsam durch die schottischen Highlands wandern. Dabei kommen nach und nach alte Erinnerungen, Verletzungen und die schwierige Familiengeschichte ans Licht.
Besonders mochte ich, dass sich ihre Beziehung nicht plötzlich, sondern ganz langsam verändert. Auch die raue und unberechenbare Landschaft passt wunderbar zur Geschichte. Themen wie Verlust, Einsamkeit, Familie und die Prägung durch frühere Generationen werden auf eine nachdenkliche Art aufgegriffen.
Mir war die Handlung stellenweise etwas zu ruhig, trotzdem hat mich das Buch berührt und beschäftigt.
Für wen lohnt sich dieses Buch – und für wen eher nicht? Für Leser, die ruhige, tiefgründige Familiengeschichten mögen.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Können wir bitte alle ein bisschen mehr wie Theo sein
Theo in Golden von Allen Levi
ch hab nach circa 50 Seiten angefangen zu heulen. Und ich hab bis zum Ende nicht damit aufgehört. Dieses Buch kann man echt nicht in der Öffentlichkeit lesen. So schön, so traurig, so ergreifend. Ist mir richtig an die Nieren gegangen.
Ich liebe ja so Geschichten über bedeutsame Begegnungen und besondere Freundschaften.
Und genau so eine Geschichte ist das hier. Theo ist nicht nur stiller Wohltäter, er wird auch zum Freund vieler Menschen in Golden, beeinflusst ihre Leben zum Positiven und steht für Güte und Mitgefühl.
Theo ist wirklich eine außergewöhnliche Romanfigur- kultiviert, belesen, weltgewandt. Aber null versnobt oder überheblich. Es ist einfach eine Freunde ihn bei seinen Streifzügen durch Golden und bei den Treffen rund um die Porträts zu begleiten. Man merkt richtig wie Theo die Leben derer, die er trifft, beeinflusst.
Meine Lieblings sind neben Theo und Tony eindeutig Ellen und Lamisha. Aber generell ist Golden voller herziger Figuren. Dass überall so ein leicht melancholischer Ton mitschwingt, macht die Geschichte noch gehaltvoller.
Das ist ein wunderbares Buch und ganz besonderes Leseerlebnis. Für mich ein Highlight
Rezensionen von Shilo:
Eine Entscheidung mit Folgen
Entscheidung an der Plage des Dames von Eric Vallardon
Schon zu Beginn wird deutlich, dass hier einiges passiert und nicht alles so einfach bleibt, wie es zunächst scheint. Immer wieder tauchen neue Fragen auf und dadurch wollte ich einfach weiterlesen.
Das Frankreich des 19. Jahrhunderts passt sehr gut zu dieser Familiengeschichte. Macht, Abhängigkeit und der Wunsch nach einem eigenen Leben ziehen sich durch die Handlung.
Joséphine weiß, was sie will, und lässt sich nicht einfach von anderen bestimmen. Umso bedrückender war es, zu sehen, wie Jérôme mit ihrer Zurückweisung umgeht und was daraus für Joséphine entsteht.
Später geht es auf der Atlantikinsel Noirmoutier weiter. Was lange zurückliegt, ist dort noch nicht vergessen. Joséphine und ihre Tochter Camille werden wieder mit der Vergangenheit konfrontiert. Für Camille wird diese Situation besonders schwierig, denn bei ihrer Entscheidung geht es auch um die Menschen, die ihr nahestehen. Gerade dieser Teil der Handlung hat mich sehr beschäftigt.
Die Insel und das Meer haben gut zur Handlung gepasst. Auch die Beschreibungen der Atlantikküste haben mir gefallen, weil dadurch ein klares Bild von der Umgebung entstanden ist.
Die Verbindung zwischen den einzelnen Schicksalen fand ich sehr interessant. Jeder hat seine eigenen Sorgen und muss Entscheidungen treffen, die nicht leicht sind. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie lange man etwas hinnehmen kann und wann man den Mut finden muss, selbst etwas zu verändern.
Auch gegen Ende lässt die Spannung nicht nach. Beim Lesen wollte ich immer wieder wissen, was noch ans Licht kommt und wie die Entscheidungen der Figuren alles verändern werden.
Ein unglaublich spannendes Buch, bei dem die Seiten nur so dahinfliegen. Das Ende hat mich dann mit einigen offenen Fragen zurückgelassen. Jetzt möchte ich unbedingt wissen, wie es mit Joséphine und Camille weitergeht.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die fesselnde historische Romane lieben.
Rezensionen von Lilli33:
Spannend, brutal und leider sehr realitätsnah
Der Clan - Die Straße von Pascal Engman
Spannend, brutal und leider sehr realitätsnah
Sollentuna, ein Vorort von Stockholm, wird von der Großfamilie Mansour beherrscht. Deren Mitglieder verdienen sich mit Drogenhandel und Geldwäsche eine goldene Nase. Mit ihnen legt man sich besser nicht an, denn ihre Rache ist brutal. Zunächst ist die sonstige Kriminalität im Ort sogar geringer als anderswo, da keiner den Mansours in die Quere kommen will.
Deshalb hält sich sogar die Polizei zurück und lässt sie gewähren. Doch mit den Jahren geht es immer heftiger zu auf den Straßen Sollentunas.
Wieder einmal hat Pascal Engman es geschafft, mich komplett zu begeistern. Die Story ist dermaßen fesselnd erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dabei wirkt die Handlung leider sehr realitätsnah. Man kann sich gut vorstellen, dass es genau so in Wirklichkeit läuft.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen einzelnen Familienmitgliedern der Mansours, dem Polizisten Hjalmar, dem Jugendlichen Josef, dessen alleinerziehende Mutter Fatima sich krumm und bucklig schuftet, und der jungen Antonia aus gutem Hause, die eigentlich ein unbesorgtes Leben führen sollte, sich jedoch mit Mobbing und Stalking auseinandersetzen muss.
Sie alle werden über einige Jahre auf ihrem Lebensweg begleitet. Ihre Pfade kreuzen sich immer wieder und laufen zum Teil parallel. Sehr glaubwürdig wird nachvollzogen, wie junge Leute unverhofft auf die schiefe Bahn geraten können, obwohl sie das eigentlich gar nicht wollen, und wie schwierig es ist, aus dem Teufelskreis wieder herauszukommen.
Am meisten habe ich mit Josef mitgefiebert, den seine Mutter über alles liebt, die ihm aber trotz aller Bemühungen kein angenehmes Leben bieten kann. Auch er liebt seine Mutter und versucht zu helfen - auf seine Art.
„Die Straße“ ist ein großartiger Auftakt der neuen Reihe von Pascal Engman. Die Geschichte ist von vornherein auf drei Bände angelegt. Zwar ist am Ende von Band 1 erstmal ein kleiner Abschluss, aber es ist noch so vieles offen, dass ich jetzt schon der Fortsetzung entgegenfiebere.
Die Trilogie:
1. Die Straße
2. Die Regeln (ET voraussichtlich 15. Januar 2027)
3. Der Krieg (ET noch nicht bekannt)
Rezensionen von Anonym:
Sehr lehrreich für die eigene Körperakzeptanz
Unshame von Louisa Dellert
Das Buch behandelt ein gesellschaftlich super wichtiges Thema: nämlich Schönheitsideale. Diese werden von allen möglichen Seiten beleuchtet. Dabei geht es unter anderem über das Altern, Rassismus, Schwangerschaft und vieles mehr. Immer wieder stehen dabei die sozialen Medien im Mittelpunkt, die natürlich maßgeblich zu einem gewissen Körperbild beitragen.
Die Autorin schreibt viel von ihren eigenen Erfahrungen, wie sie seit ihrer Kindheit von außen bezüglich ihres Körpers beeinflusst wurde, aber auch wie sie selbst als Fitnessinfluencerin aktiv zur Erhaltung gewisser Schönheitsstandards beigetragen hat. Dabei wird sie sehr persönlich, nahbar und verletzlich.
Am Ende jedes Kapitels regt sie mit Fragen zum Selbstreflektieren und Handlungsempfehlungen zur Überwindung von internalisierten Gedanken an. Sie ruft außerdem zu Solidarität und Akzeptanz gerade unter Frauen auf.
Am spannendsten fand ich die Frage, wer davon profitiert, Frauen durch Selbstzweifel beschäftigt zu halten und wie wir lernen, unseren Körper, so wie er ist, akzeptieren zu können.
Teilweise hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, da mich die angerissenen Themen wirklich sehr interessiert haben. Dafür gibt es aber immer wieder Literatur- und Profilempfehlungen, die ich mir auf jeden Fall näher ansehen werde.
Insgesamt fand ich es einen guten Mix aus sachlichen Fakten und persönlichen Erzählungen. Dieses Buch wäre eigentlich für jeden wichtig, um Bewertungen ab- und Akzeptanz gegenüber sich selbst und anderen aufzubauen.









