Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich gut unterhalten
Was macht ein gebürtiger Steirer in Kärnten?
Er beobachtet die Menschen in seiner Wahlheimat und macht sich manchmal mit feinsinnigen Humor über sie lustig. Die Außensicht, auch wenn nach 18 Jahren Kärnten-Aufenthalt schon ein wenig abgenutzt, lässt den Autor sich nach wie vor über so manche Eigenheiten staunen.
Dabei macht er weder vor liebgewonnen Gewohnheiten noch vor Politikern Halt. Einfach genial!
Seine klugen und satirischen Gedanken aht er in sechs Kategorien zusammengefasst, die da sind:
Von Heimat und dem, was davon übrig ist
Von Kunst, Kultur und so Sachen
Von Politik, Gesellschaft und anderen lästigen Dingen
Von Bildung, Religion und anderen Glaubensfragen
Von Menschen und anderen Tieren
Zu guter Letzt
Die Texte werden durch gelungene Zeichnungen von Heinz Ortner unterstützt.
Fazit:
Dieses kleine Buch, das im Klagenfurter Wieser-Verlag erschienen ist, hat mich mit seinen pointierten Texten bestens unterhalten. Gern gebe ich hier 5 Sterne - auch als Geschenk eine gute Wahl.
Rezensionen von Ele:
Zwei Arten der Liebe
Die Kleider der Frauen von Natasha Lester
Die Kleider der Frauen, Historischer Roman von Natasha Lester, 512 Seiten, erschienen bei Aufbau Taschenbuch
Der große Traum der jungen Mode-Designerin Estella in den 40iger Jahren, von einem eigenen Mode-Label, führt bis in die Gegenwart zu ihrer Enkelin Fabienne.
Paris 1940 die junge Haute-Couture-Schneiderin Estella wird durch ihre Mutter in die Verwicklungen der Resistance hineingezogen.
Ihr bleibt nur noch die Flucht nach New York. Dort beginnt sie sich als Designerin einen Namen zu machen. Hier begegnet sie Alex, der mehr über sie und ihre Mutter zu wissen scheint. New York 2015 ihre Enkelin Fabienne will mehr über die Ungereimtheiten im Leben ihrer Großmutter herausfinden.
Das Buch beinhaltet 12 Teile, die in 38 Kapitel aufgegliedert sind. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und teilt sich in zwei Erzählstränge. Zum einen in den 40iger Jahren, die Geschichte Estallas und zum anderen die Erlebnisse ihrer Enkelin Fabienne im Jahr 2015. Jeder der beiden Frauen ist abwechselnd, ein Teil gewidmet, die Kapitel sind mit Ort und Datum überschrieben, die Zeitebenen und auch das Setting sind somit ganz klar erkennbar. Natasha Lester erzählt spannend, bildhaft und in auktorialer Erzählweise. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Einfühlsam erzählt die Autorin wie sich Estella in der schillernden Welt der Mode einen Namen gemacht hat und wie die alte Dame ihrer Enkelin die Zukunft der Firma ans Herz legt. Nebenbei entwickelt sich eine Liebesgeschichte voller Verwicklungen, Dramatik und Romantik. Der Estella-Faden und die Geschehnisse in der Vergangenheit waren interessanter und auch ausführlicher beschrieben doch für meinen Geschmack stellenweise zu dick aufgetragen um noch nachvollziehbar zu sein. Der Fabienne-Faden ist auf einer eher emotionalen Ebene und weniger ereignisreich. Am besten gefallen hat mir die Beschreibung der Stoffe, der Kleider und die schillernde Welt der Haute Couture. Die Kleider sind so gut beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen konnte.
Durch den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, hat es die Autorin geschafft Spannung zu erzeugen, um die Ereignisse, die in den Jahren dazwischen geschehen sind, zu erkunden.
Die Personen handelten m. M nach nicht immer nachvollziehbar, die Trennung Estellas von Alex und die Gründe dafür fand ich hanebüchen, auch zur damaligen Zeit einfach nicht glaubhaft. Die gesamten Verwandtschaftlichen Verhältnisse, vor allem die Verbindung Evelyn Nesbitt und Harry Thaws musste ich noch einmal lesen, das habe ich auf Anhieb nicht durchschauen können. Interessanterweise erfährt der Leser im Nachwort, dass einem Teil des Romans tatsächliche Fakten zugrunde liegen.
Lieblingspersonen hatte ich mehrere z.B. Alex, Janie, Sam, Will und auch seine Schwester. Dagegen fand ich Estellas Mutter und natürlich Harry Thaws unmöglich. Fabienne blieb im Roman dagegen eher blass, diese Figur wäre es wert gewesen, sie besser auszubauen.
Insgesamt finde ich das Buch unterhaltsam, jedoch an einigen Stellen etwas zu langatmig und unglaubhaft. Meine Leseempfehlung gilt denjenigen Leserinnen die sich gerne in die schillernde Welt der Mode entführen lassen und dabei eine romantische Liebesgeschichte erleben wollen. Von mir dafür 3 Sterne.
Rezensionen von Ele:
Zwei Arten der Liebe
Die Kleider der Frauen von Natasha Lester
Die Kleider der Frauen, Historischer Roman von Natasha Lester, 512 Seiten, erschienen bei Aufbau Taschenbuch
Der große Traum der jungen Mode-Designerin Estella in den 40iger Jahren, von einem eigenen Mode-Label, führt bis in die Gegenwart zu ihrer Enkelin Fabienne.
Paris 1940 die junge Haute-Couture-Schneiderin Estella wird durch ihre Mutter in die Verwicklungen der Resistance hineingezogen.
Ihr bleibt nur noch die Flucht nach New York. Dort beginnt sie sich als Designerin einen Namen zu machen. Hier begegnet sie Alex, der mehr über sie und ihre Mutter zu wissen scheint. New York 2015 ihre Enkelin Fabienne will mehr über die Ungereimtheiten im Leben ihrer Großmutter herausfinden.
Das Buch beinhaltet 12 Teile, die in 38 Kapitel aufgegliedert sind. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und teilt sich in zwei Erzählstränge. Zum einen in den 40iger Jahren, die Geschichte Estallas und zum anderen die Erlebnisse ihrer Enkelin Fabienne im Jahr 2015. Jeder der beiden Frauen ist abwechselnd, ein Teil gewidmet, die Kapitel sind mit Ort und Datum überschrieben, die Zeitebenen und auch das Setting sind somit ganz klar erkennbar. Natasha Lester erzählt spannend, bildhaft und in auktorialer Erzählweise. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Einfühlsam erzählt die Autorin wie sich Estella in der schillernden Welt der Mode einen Namen gemacht hat und wie die alte Dame ihrer Enkelin die Zukunft der Firma ans Herz legt. Nebenbei entwickelt sich eine Liebesgeschichte voller Verwicklungen, Dramatik und Romantik. Der Estella-Faden und die Geschehnisse in der Vergangenheit waren interessanter und auch ausführlicher beschrieben doch für meinen Geschmack stellenweise zu dick aufgetragen um noch nachvollziehbar zu sein. Der Fabienne-Faden ist auf einer eher emotionalen Ebene und weniger ereignisreich. Am besten gefallen hat mir die Beschreibung der Stoffe, der Kleider und die schillernde Welt der Haute Couture. Die Kleider sind so gut beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen konnte.
Durch den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, hat es die Autorin geschafft Spannung zu erzeugen, um die Ereignisse, die in den Jahren dazwischen geschehen sind, zu erkunden.
Die Personen handelten m. M nach nicht immer nachvollziehbar, die Trennung Estellas von Alex und die Gründe dafür fand ich hanebüchen, auch zur damaligen Zeit einfach nicht glaubhaft. Die gesamten Verwandtschaftlichen Verhältnisse, vor allem die Verbindung Evelyn Nesbitt und Harry Thaws musste ich noch einmal lesen, das habe ich auf Anhieb nicht durchschauen können. Interessanterweise erfährt der Leser im Nachwort, dass einem Teil des Romans tatsächliche Fakten zugrunde liegen.
Lieblingspersonen hatte ich mehrere z.B. Alex, Janie, Sam, Will und auch seine Schwester. Dagegen fand ich Estellas Mutter und natürlich Harry Thaws unmöglich. Fabienne blieb im Roman dagegen eher blass, diese Figur wäre es wert gewesen, sie besser auszubauen.
Insgesamt finde ich das Buch unterhaltsam, jedoch an einigen Stellen etwas zu langatmig und unglaubhaft. Meine Leseempfehlung gilt denjenigen Leserinnen die sich gerne in die schillernde Welt der Mode entführen lassen und dabei eine romantische Liebesgeschichte erleben wollen. Von mir dafür 3 Sterne.
Rezensionen von Hexenaugen:
Kann Gelato Sünde sein?
Kann Gelato Sünde sein? von Tessa Hennig
Die Protagonisten werden gewohnt humorvoll vorgestellt und man kann sich wunderbar auf die literarische Reise nach Italien einstellen. Man kann gespannt sein,
was in Kalabrien alles auf Julia und Emilia wartet.
Emilia, im Ruhestand, leidet ein wenig unter Einsamkeit nur unterbrochen von gelegentlichen Treffen mit ihren Freundinnen und auch ihre Tochter Julia, die in Italien studiert, meldet sich nur selten seit Julia mit ihrem Freund eine Pension eröffnet hat.
Kurzentschlossen macht sich Emilia auf den Weg nach Kalabrien, um die Italiener von den Vorzügen ihrer Schwarzwälder Kirschtorte zu überzeugen und um den Traum
von einer eigenen Konditorei in die Tat umzusetzen.
Ihre Tochter Julia ist von der Idee wenig begeistert zumal sie sich Urlaub auf dem Bauernhof anbieten und sich mit einem Agriturismo-Betrieb selbstständig machen will.
Der Bürgermeister erst recht nicht da dieser den Bewohnern des Dorfes das Sterben verbieten will, um den Fortbestand des Dorfes zu sichern.
Ob Emilia sowie Julia in Italien ihr Glück finden werden müsst ihr schon selber lesen. ;-)
Mutter und Tochter, sind gut beschrieben und ihr Leben scheint gut nachvollziehbar zu sein und auch der Humor kommt in diesem Roman nicht zu kurz.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter!!! ;-)
Rezensionen von Marie aus E.:
Auf die Pandas
Pandatage von Gould-Bourn James
Ich hatte ja etwas Bedenken, eine einsamer Witwer mit trauerndem, nicht mehr sprechenden Sohn - das hätte auch ein schwer aushaltbarer Betroffenheitsroman werden können; gerade jetzt möchte ich so etwas nicht lesen.
Aber Pandatage hat mich eines besseren belehrt. Ja, das Thema ist das oben skizzierte und ja, es ist traurig, sehr traurig sogar.
Aber eben auch herzerwärmend und vor allem trotz des ernsten Themas unfassbar witzig.
Der Humor des Buches ist genau mein Ding, trocken, sarkastisch, etwas albern, ganz großes Kino, was der Autor da geschrieben hat.
Ein Beispiel? "Er lud das Stück herunter, das sie ausgewählt hatte, ein aggressives elektronisches Musikstück, das klang, als wäre es auf Guantanamos Greatest Hits vertreten."
Die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Witz hier hinzubekommen, das ist ein Meisterstück, das absolut gelungen ist. Das Buch driftet niemals in Klamauk ab und schafft es, dass man gleichzeitig tief getroffen ist, im nächsten Moment aber schon wieder kichern muss.
Die unterschiedlichen Charaktere sind super gezeichnet, ich weiß gar nicht, wer mein Favorit ist. Definitiv in der engsten Auswahl ist Dannys Kollege.
Was mir auch noch sehr gut gefallen hat: der Schluss. Ganz anders als ich es erwartet habe.
Ihr müsst dieses Buch einfach lesen, es ist mein bisheriges Highlight 2020 und wird schwer zu toppen sein.
Ganz große Buchliebe.
Hach - zu schade, dass es nun ausgelesen ist.
Rezensionen von yellowdog:
Widerstand für die Welt
Young Rebels von Benjamin Knödler; Christine Knödler
Young Rebels versammelt knappe Kurzportraits über jugendliche Aktivisten. Es sind Jugendliche, die sich für verschiedene Dinge einsetzten, Für Umweltschutz, für Demokratie, gegen Waffen, für Bildung, gegen Rassentrennung etc.
Die Autoren Christine und Benjamin Knödler haben eine gute Auswahl getroffen.
Die Mischung stimmt. Es sind Menschen aus der aktuellen Zeit dabei wie aus dem vergangenen Jahrhundert.
Manche sind sehr bekannt, wie Greta Thunberg, Joshua Wong, Pussy Riot oder Malala, andere kannte ich nicht und war erstaunt, was sie geleistet haben.
Aus den Kurzportraits erfährt man nur die auffälligsten Fakten. Dass die Geschichten dieser Menschen viel komplexer sind, ist klar und als Leser bekommt man die Anregungen sich weiter zu informieren.
Rezensionen von Streiflicht:
Erneut nordischer Lesegenuss
Eisige Dornen von Jonas Moström
Da ich gerade erst den Vorgänger „Mitternachtsmädchen“ gelesen hatte, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Nathalie, Johan und ihren Mitstreitern weitergeht... Und wieder bin ich begeistert, die schwedischen Autoren wissen einfach, wie man spannend schreibt und seine Leser geschickt fesselt.
Die Hauptfigur Nathalie gefiel mir in diesem Buch besser, ich fand, dass sie sich positiv weiterentwickelt hat. Auch die anderen Figuren fand ich noch tiefgreifender, aber das kann auch daran liegen, dass ich jetzt im Vergleich zum Vorgänger auch einfach tiefer drin bin in der Reihe. „Eisige Dornen“ ist schon der vierte Band der Reihe um Psychiaterin Nathalie Svensson, aber man kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse sehr gut lesen. Ich mag es lieber, Serien in der richtigen Reihenfolge zu lesen, aber es geht auch als Quereinsteiger gut.
Wieder hat mir die Atmosphäre im Buch gut gefallen, so herrlich nordisch. Ich mag die nordischen Autoren sehr, besonders die Schweden. Für mich immer wieder ein Lesegenuss und diese Reihe unterstreicht das perfekt. Das Geschehen wird erbarmungslos beleuchtet, die Schwächen der Figuren herausgearbeitet, das Geschehen ist oft düster, die Stimmung melancholisch – ich liebe das!
In diesem Buch hat der Autor auch noch ein wichtiges Thema aufgegriffen und quasi diskutiert. Ich fand es irre spannend und ich denke, die Problematik wird noch länger nachhallen. Schon heute freue ich mich auf die nächsten Bücher von diesem Autor, hoffentlich wieder mit Nathalie und ihrem Team!
Rezensionen von thora01:
Ein Geschwisterpaar auf Verbrecherjagd
Mord in Barcelona von Esteban Isabella
Inhalt/Klappentext:
Auf dem Friedhof Montjuïc in Barcelona wird eine Tote gefunden, die dort nicht hingehört: Die Frau, eine deutsche Touristin, wurde ermordet und nur stümperhaft versteckt. Comissari Jaume Soler von der Kriminalpolizei übernimmt den Fall, aber für ihn und sein Team gibt es nur wenig Anhaltspunkte.
Daher beschließt Jaumes Schwester Montse, die die Tote zufällig kannte, ihrem Bruder bei der Aufklärung zu “helfen.” Zwischen pittoresken Gräbern, engen Gassen und der Brandung am Meer bringt das unfreiwillige Ermittlerduo nach und nach ein tödliches Drama ans Licht, das noch lange nicht zu Ende ist …
(Quelle: Lübbe)
Meine Meinung:
Sehr schöner wenn auch etwas durchwachsener Krimi. Der Schreibstil gefällt mir gut. Er lässt sich leicht lesen und ich mag die Aufteilung der Kapitel. Die Protagonisten sind etwas unkonventionell und dennoch sehr sympathisch. Ganz besonders gefällt mir Montse. Sie ist eine starke Persönlichkeit die von Neugier getrieben sich in die Ermittlungen von ihrem Bruder einmischt. Sie wirkt auf mich wie ein rassige Südländerin. Sie wirkt teilweise ein wenig unsicher und dennoch habe ich das Gefühl sie weiß was sei eigentlich will. Jaume ist ein für mich ein typischer Polizist, der die Gesetze relativ weiträumig auslegt. Er ist sympathisch und hat eine ausgeprägte beschützerische Ader. Der Storyaufbau gefällt mir sehr gut. Ich finde es sehr interessant die Geschichte aus mehreren Sichten erzählt zu bekommen. Ganz besonders hat mir der Bezug zu Barcelona gefallen. Ich fand die Beschreibungen sehr gelungen und habe mich sofort wieder nach Spanien geträumt. Der Kriminalfall wurde von der Autorin sehr undurchsichtig angelegt und ich habe den roten Faden sehr spät entdeckt. Die Täterschaft habe ich bis zur Auflösung nicht erraten. Die ersten beiden Drittel sind etwas ruhiger gehalten. Sie beschäftigen sich zum großen Teil mit den Hauptprotas. Ich fand angenehm die Beiden so gut kennenzulernen. Das letzte Drittel hat massiv an Spannung und Action dazugewonnen. Ich fand es toll wie die Autorin die Protas in die ein oder andere brenzlige Situation gebracht hat. Der Showdown am Ort des Mordes fand ich genial geschrieben. Er war sehr spannend und mit Überraschungen für den Leser gespickt.
Mein Fazit:
Toller Krimi. Er ist eher auf der ruhigen Seite angesiedelt und konnte mich sofort nach Barcelona entführen.
Rezensionen von Meli:
Abby muss leiden - aber sie steht auch drauf
Mord in Barcelona von Esteban Isabella
Also das Buch ist auf jeden Fall heftig und hält sich nicht zurück. Es beginnt damit, dass Abby überhaupt keine Kontrolle über ihr Leben hat, bereits mit dem größten Widerling verlobt ist und ständig ekelhaft bedrängt sowie sexuell belästigt oder sogar genötigt wird.
Meistens tat mir Abby sehr leid, weil sie diesen ganzen Mist durchmachen muss und es auch nicht besser wird, als die Neuen auf die Schule kommen.
Ich habe den Klappentext etwas anders interpretiert, daher hat es mich überrascht, wie grausam sie waren. Sie sind genauso gnadenlos wie die Typen, die sonst ihr Leben bestimmen. Das war auch irritierend, weil Abby total scharf auf einen von ihnen ist, trotz der Dinge, die er ihr antut. Man konnte es teilweise auch noch nachvollziehen, aber ich war trotzdem entsetzt. Wobei ich auch nachvollziehen konnte, warum sie sich so fühlt, bei all der Verzweiflung und Demütigung. Sie ist ganz klar das Opfer der Geschichte und die Neuen treten auch noch nach ihr, obwohl sie emotional schon lange am Boden liegt.
Eines der Dinge, die mich am meisten genervt haben, war, dass hier alle ständig erregt sind und das auch überhaupt nicht verbergen. Vor allem sind sie scharf auf Abby und das Mädchen sieht Erektionen, so weit das Auge reicht. Ja, klar. Da konnte ich echt nur die Augen verdrehen.
Ab der Hälfte hat mir das Buch etwas besser gefallen, weil die Handlung nicht mehr so abgedreht war und man langsam begann, die Charaktere besser zu verstehen. Trotzdem blieb es noch so übertrieben und die Beziehungen zwischen den Charakteren waren mir etwas zu verrückt.
Fazit
"Hate is all I feel" war schockierend, die meisten Charaktere waren mir letztendlich doch zu verrückt und fies und insgesamt war es mir etwas zu sexuell geladen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
OXEN zum 4ten, zum 4ten Mal ein Lesegenuss
Oxen. Lupus von Jensen Jens Henrik
Niels OXEN, Ex-Jägersoldat mit PTBS, ist zurück. OXEN zum 4ten; mit Magnus, seinem 14-jährigen pubertierenden Sohn – zumindest 14tägig, am Anfang und am Ende.
OXEN, ein Naturbursch und Wolfliebhaber. „LUPUS“ zweifach: Die Spezies an sich und „als flüchtiger Schatten“, dem Axel Mossman, Ex-PET-Chef früh begegnet ist und jetzt in seiner Pension auf den Spuren ist: Es geht um irgendeine Form von Einmischung von außen, die für Gerechtigkeit sorgen soll.
LUPUS - existiert er wirklich?
Margrethe Franck wieder in PET-Diensten, voll im Stress, wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Vor 12 Jahren fährt die junge Polizistin Franck mit ihrem älteren Kollegen Klaus Trane Streife und wird über einen Banküberfall informiert. Damals erschießt sie den Fahrer des Wagens, der sie dennoch anfährt und ihr Bein zerschmettert.
Ihre Recherchen um den Lenker und die Umstände des Bankraubes wecken dunkle gefährliche Geister.
Wäre Agnethe, die Schwester von Poul und Esben Hansen im Winter 1963 nicht auf den Weihnachtsball gegangen, dann hätte alles verhindert werden können und die Historie hätte einen ganz anderen Verlauf genommen. Und OXEN LUPUS wäre ein ganz anderer geworden und hätte nie stattgefunden.
Mit relativ wenig Action, dafür mit einem abgeklärten Niels OXEN, der sich auf seine Einsätze gewohnt professionell vorbereitet. Geschickt werden von Jens Henrik Jensen die verschiedenen Erzählstränge, deren Aufklärung sich logischerweise erst später ergibt, am Ende zusammengeführt. Trotz der 600 Seiten fällt die Spannung mit dem ausgereiften Schreibstil nie ab.








