Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Only You
Only you Alles beginnt in Rom von Eberlen Kate
Nachdem ich den Roman "Miss You" der Autorin gelesen habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich habe eine einfühlsame und romantische Story erwartet. Leider wurde diese Erwartung nicht erfüllt.
Der Schreibstil der Autorin istdurchaus angehm zu lesen, er ist sehr beschreibend und bildreich.
An einigen Stellen verliert sich die Erzählung jedoch in Beschreibungen, an anderen Stellen wirkt es zu oberflächlich.
Die beiden Protagonisten Letty und Alf sind mir zunächst sympathisch, es wird jedoch im Verlauf der Story klar, dass die Darstellung recht oberflächlich und meinem Empfinden nach auch wenig kohärent ist. Das ist schade, denn so konnte ich keine gute Bindung zu den beiden aufbauen, immer wieder habe ich mich verwirrt gefragt, warum die beiden so handeln, wie sie handeln. Einiges wird im Verlauf klar, anderes noch unklarer.
Das Storytellying ist eher schleppend. Leider verliert sich die Autorin zu Teilwn in ausschweifenden Beschreibungen, die meines Erachtens nach wenig mit dem Vorankommen der Story gemein haben. An Stellen, die Charaktere wesentlich prägen waren die Beschreibungen eher knapp. Hier wurde wenig in die Tiefe gegangen, wodurch eine gewisse Oberflächlichkeit deutlich wird. Weiterhin hatte ich das Gefühl, dass kein Klischee ausgelassen wurde. Schade, denn so wurde ich nur wenig überrascht.
Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht für sich begeistern. Weder Charaktere noch Story haben mich berührt - eigentlich war mir egal, wie es mit Letty und Alf endet.
Rezensionen von yellowdog:
Weniger witzig als die Vorgänger
Only you Alles beginnt in Rom von Eberlen Kate
Der Roman hält den forschen Ton der Vorgänger bei, ist für meinen Geschmack diesmal aber weniger witzig. Ellen und Simon trennen sich. Trennungsgeschichten sind selbst bei leichter Literatur immer mit einer Spur Bitterkeit versehen. Dennoch ist es von der Autorin Gill Sims natürlich konsequent, auch die schweren Dinge des Lebens erzählerisch nicht auszulassen.
Die Idee, dass die Icherzählerin Ellen mit ihren Kindern aufs Land zieht, fand ich gut. Die Teenagertochter Jane findet es nicht gerade cool auf dem Land. Ihr jüngerer Bruder Peter sieht es gelassener. Sehr gut haben mir wieder die Dialoge zwischen Ellen und ihren Kindern gefallen. Da steckt viel Witz drin. Die ausufernden Gespräche Ellens mit Freundinnen hingegen waren weniger zwingend. Den Mittelteil fand ich relativ lahm. Doch zum Glück fängt sich der Roman schließlich und es gibt immer wieder Passagen, in deren Ellens herrliche Ironie gut funktioniert.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein informatives, kreatives, inspirierendes und wunderschön bebildertes Garten-Erlebnis
Mein Wabi Sabi-Garten von Annette Lepple
„Mein Wabi Sabi-Garten: Respektvoll gestalten, achtsam genießen. Der Weg zum perfekt unperfekten Garten“ von Annette Lepple ist 2020 im Verlag Eugen Ulmer erschienen und umfasst 144 Seiten.
Das vorliegende Buch betrachtet das Thema Garten auf der einen Seite eher Philosophisch und ästhetisch, auf der anderen Seite gibt die Autorin aber auch viele praktische Gestaltungsideen und Tipps und begeistert das Auge des Lesers/Betrachters durch unglaublich schöne, inspirierende Fotos.
In einem ersten Kapitel bringt Annette Lepple dem Leser ganz allgemein nahe, was denn eigentlich Wabi Sabi ist, nämlich die Schönheit der Unvollkommenheit. Dieses ästhetische Konzept ist sehr eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden.
Im zweiten Kapitel wird dann die Verbindung des Wabi Sabi zum Garten hergestellt und die Autorin geht auf Themen wie Wasser, Asymmetrie, Pflanzenstil usw. ein.
Ein großes Augenmerk liegt dann in einem dritten Kapitel, das sich mit den Pflanzen im Wabi Sabi-Garten beschäftigt. Pflanzen werden in all ihren Stadien betrachtet, vom selbstständigen Aussäen bis zum Verwelken und schließlich zum Vergehen.
Der Autorin gelingt es mit ihrem angenehmen und informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Konzept des Wabi Sabi nahe zu bringen. Ihr gelingt dies auf sehr positive, ruhige und anschauliche Art und Weise. Viele Tipps, Tabellen und wunderbare Fotos lassen das Buch zu einem absoluten Leseerlebnis werden.
Fazit: Ich nehme dieses Buch immer wieder gerne zur Hand. Es entschleunigt mich und meine Art des Umgangs mit meinem Garten auf eine positive Art und Weise. Liegt nicht gerade in der Unvollkommenheit die Vollkommenheit? Schluß mit der geplanten Perfektion! Wabi Sabi tut mir und meinem Garten sehr gut.
Rezensionen von dorli:
Wir hofften auf bessere Zeiten
Wir hofften auf bessere Zeiten von Erin Bartels
In ihrem Roman „Wir hofften auf bessere Zeiten“ erzählt Erin Bartels eine mitreißende Familiengeschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt. Gleichzeitig schildert die Autorin den Umgang mit Rassismus im Norden der USA im Wandel der Zeit, indem sie den Leser auf eine Zeitreise zu den Rassenunruhen 1967 in Detroit sowie in die 1860er Jahre auf eine Farm mitnimmt, die während des Sezessionskrieges Teil eines Fluchthilfenetzwerks war, welches Sklaven auf der Flucht aus den Südstaaten nach Kanada Unterschlupf gewährte.
Die Detroiter Journalistin Elizabeth Balsam wird gebeten, eine alte Kamera und eine Schachtel voller Fotos an Nora Balsam - angeblich eine entfernte Verwandte von ihr - zu übergeben. Da Elizabeth weder Nora kennt, noch Zeit und Interesse hat, will sie der Bitte nicht nachkommen. Erst als sie erfährt, dass es sich bei den Fotos um Bildmaterial über die 1967er Unruhen handelt, wird sie hellhörig. Als ihr Chef ihr kurz darauf unerwartet kündigt, beschließt Elizabeth, Nora ausfindig zu machen. Ihr Weg führt sie zu einem alten Farmhaus nahe Lapeer, in dem Nora seit vielen Jahren lebt. Während ihres Aufenthalts lernt Elizabeth nicht nur die alte Frau, bei der es sich tatsächlich um ihre Großtante handelt, peu à peu besser kennen, sie stößt auch auf ein über 150 Jahre zurückliegendes Drama, in dem Noras Urgroßmutter Mary die Hauptrolle spielt…
„Wir hofften auf bessere Zeiten“ wird fesselnd erzählt und entwickelt schnell einen Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann. Der Roman besticht vor allen Dingen durch ein abwechslungsreiches Geschehen und einen vielschichtigen Handlungsaufbau – eine Vielzahl an Personen und die drei unterschiedlichen, ständig wechselnden Zeitebenen verlangen dabei besonders auf den ersten Seiten konzentriertes Lesen, um nicht den Faden zu verlieren.
Es ist Erin Bartels ganz hervorragend gelungen, die gegenwärtige Handlung mit den dramatischen Ereignissen der 1860er und 1960er Jahre zu verknüpfen. Die Autorin lässt ihre drei Hauptfiguren im Wechsel zu Wort kommen, so dass man die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln verfolgen und intensiv am Schicksal der einzelnen Akteure teilhaben kann.
Obwohl die Lebensläufe der drei Balsam-Frauen gänzlich unterschiedlich sind, verbindet sie doch eine Sache – jede von ihnen setzt sich über die für ihre Zeit geltenden gesellschaftlichen Konventionen hinweg und versucht trotz Verachtung, Beleidigungen und Einschüchterungen durch ihre Mitmenschen auf ihre Weise die Mauern zwischen Schwarz und Weiß einzureißen. Abseits davon macht die Autorin auch deutlich, wie wichtig es im Leben ist, anderen Menschen deren Schuld vergeben zu können.
„Wir hofften auf bessere Zeiten“ ist sowohl mitreißende Familiengeschichte wie auch fesselndes Gesellschaftsporträt – ein Roman, der mich mit seinen ineinander verschlungenen außergewöhnlichen Lebensgeschichten durchweg begeistert hat.
Rezensionen von Nele33:
Wechselbad
Die Geheimnisse meiner Mutter von Jessie Burton
Die Geheimnisse meiner Mutter löst bei mir ein Wechselbad der Gefühle aus und ich weiß bis jetzt nicht, wie ich das Buch gefunden habe.
Rose wird als Baby von ihrer Mutter verlassen und wächst bei ihrem Vater auf-so weit - so gut. Ihr Vater kann und will ihr bis sie selbst schon erwachsen ist nichts über ihre Mutter erzählen.
Als Rose mittlerweile 35 Jahre alt ist, schenkt ihr Vater ihr zwei Bücher mit dem Hinweis, die Autorin sei eine bekannte Schriftstellerin gewesen und hätte ihre Mutter gekannt. Für Rose geht ein Traum-oder auch Albtraum in Erüllung. SIe macht sich auf den Weg zu Constanze und verschafft sich als Haushaltshilfe zugang zu ihr. Schnell merkt sie die Frau ist nicht einfach.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt, einmal aus dem Leben von Elise, Roses Mutter und dann im Heute von Rose. Die Autorin hat eine interessante Geschichte geschrieben, die für mich jedoch einige Längen hatte. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und auch die Wortwahl und die Wahrheit über das Frauenbild hat mir gefallen. Alleine die Umsetzung hat nicht so ganz meinen Geschmack getroffen. Ich denke entweder liebt man dieses Buch, oder man kann so gar nichts damit anfangen.
Rezensionen von KimVi:
Spannender Ostsee-Krimi, der durch einige Wendungen überrascht
Ostseegruft von Eva Almstädt
Kommissarin Pia Korittki hat ihre Freundin Kirsten zum letzten Mal auf deren Hochzeit gesehen. Nun muss sie sich auf Kirstens Trauerfeier von ihr verabschieden. Pia erfährt, dass Kirsten viel zu früh bei einem Unfall gestorben ist. Am Grab taucht allerdings ein Unbekannter auf, der behauptet, dass Kirstens Tod kein Unfall war.
Dadurch wird Pias Misstrauen geweckt. Sie beginnt nachzuforschen und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten....
"Ostseegruft" ist bereits der fünfzehnte Band der Reihe, in der Kommissarin Pia Korittki ermittelt. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie kennt. Um allerdings die beruflichen und privaten Nebenhandlungen und die Weiterentwicklung der Hauptcharaktere zu verfolgen, ist es empfehlenswert, die Reihenfolge einzuhalten.
Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man ganz in die Ermittlungen eintauchen kann und dabei alles mühelos vor Augen hat. Auch in diesem Band erfährt man wieder einiges aus dem Privatleben der sympathischen Kommissarin. Diese Nebenhandlungen nehmen allerdings nicht zu viel Raum ein. Sie sind ausgewogen in den Krimi eingeflochten, sodass man sich als Fan der Reihe über das Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch über neue Entwicklungen, freuen darf.
Es ist von Anfang an klar, dass diese Ermittlungen einen besonderen Status bei Pia einnehmen, da ihre Freundin Kirsten das Opfer ist. Pias Nachforschungen sind von Anfang an interessant, denn man beginnt sofort mitzurätseln. Nach und nach lernt man Kirstens Umfeld kennen und schon bald stellt man eigene Vermutungen an. Doch hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Immer wenn man meint, dass man der Lösung einen Schritt näher gekommen ist, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man die eigenen Ermittlungen über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Dadurch tappt man nicht nur bis fast zum Schluss im Dunkeln, sondern ist überrascht, in welche Richtung sich dieser Fall entwickelt. Die Spannung ist durchgehend spürbar und steigert sich zum Ende hin noch enorm. Auch wenn der Täter und die Hintergründe abschließend feststehen, bleiben noch ein paar Fragen offen. Das ist aber der einzige Kritikpunkt bei diesem spannenden Ostsee-Krimi.
Ein durchgehend spannender Ostsee-Krimi, den man, einmal angefangen, kaum aus der Hand legen mag, da man immer wieder durch unverhoffte Wendungen überrascht wird.
Rezensionen von gertraud.lantschner@gmail.com:
Ostseegruft von Eva Almstädt
Beim Lesen dieses Buches habe ich mich an alte Zeiten erinnert: Abenteuer erleben, Schmetterlinge im Bauch... Die Story ist romantisch schön mit sympathischen Charakteren und einer traumhaften Landschaft. Durch die bildhafte Sprache ist das Buch angenehm und einfach zu lesen. Das perfekte Buch für einen Tag am Strand.
Rezensionen von begine:
Emigrantenschicksale
American Dirt von Jeanine Cummins
Die amerikanische Schriftstellerin Jeanine Cummins beschreibt in ihrem Roman „American Dirt“ Das Schicksal der Mutter Lydia und ihres achtjährigen Sohn Luca.
Lydia ist Buchhändlerin in Accapulco , ihr Mann ist Journalist.
Plötzlich wird ihre ganze Familie von einem Drogenkartell ausgemetzelt, nur Lydia und Luca überleben und sind in Gefahr.
Eine gefährliche Flucht durch Mexiko nach den USA beginnt.
Die Autorin lässt dieses Geschichte mit all ihrem Drama schockieren und berühren. Man zittert mit den Migranten und denkt an die vielen aktuellen Menschen, die auf der Flucht sind. Man hört ja immer wieder wie das Kartell in Mexiko wütet. Es werden immer wieder Massengräber gefunden.
Dieser Roman hat mich gefesselt und aufgerührt.
Rezensionen von rewareni:
Riesen und Zwerge
Riesen sind nur große Menschen von Frauchiger René
Der Pizzabäcker Achilles, der mit einer witzigen und besonderen Gabe ausgestattet ist, lernt Lulu kennen, die aber von einem Tag auf den anderen verschwindet, weil sie entführt wurde. Die Spur führt nach Runzlingen, wo der Lehrer Paul lebt und schon bald, ohne es zu bemerken, von seinen Schülern ob seiner Gutmütigkeit missbraucht wird, da er ihnen den richtigen Weg für eine angebliche Bärenjagd zeigen soll.
Auch wenn Achilles nicht mehr daran glaubt Lulu zu finden, macht er sich auf die Suche nach ihr. Gemeinsam mit Paul macht er dabei die Bekanntschaft mit der Grenzwacht, die ihre eigenen Ziele verfolgen und dabei auch auf Gewalt zurückgreifen.
,,Riesen sind nur große Menschen“ ist der Debütroman von Rene Frauchinger, der dabei seinen Lesern einiges abverlangt. Man wird gleich zu Beginn in eine besondere Erzählperspektive entführt, die ich bisher noch nie gekannt habe. Am Anfang blickt man noch nicht ganz durch, wenn die Figuren, selbst wenn sie an einem anderen Ort und in einer anderen Zeit sind, plötzlich miteinander kommunizieren. Bis der ,,Erzähler“ auftaucht, der ebenfalls seine Ansichten kund tut. Es war ein humorvoller Einfall des Autors, wie sich alle miteinander unterhalten und merken, dass sie selbst Teil einer Geschichte sind und sich sogar über den Erzähler ärgern, wenn ihnen etwas nicht an der Handlung gefällt oder ihm interessiert zuhören, wenn er von den anderen Protagonisten berichtet. Auch war Achilles eine besondere Figur, die einen gewissen Unterhaltungswert geboten hat. Die Geschichte an sich entwickelt sich mit der Zeit zu einer Mischung aus skurrilen Szenen, originellen Handlungen und vielen Fragezeichen, die bei mir am Ende des Romans übergeblieben sind. Es hat eine Zeit gedauert bis klar wurde, dass sich die Geschichte auf und im Körper des liegenden Riesen Hephaistos abspielt. Dabei gibt es dann Andeutungen, wo sich jemand befindet, wenn von der Stirnstadt oder dem Schnauzwald erzählt wird. Die Handlungen im Körper selbst, sei es die Flucht durch die Speiseröhre oder in den Magen, wird so plastisch beschrieben, dass man dabei nicht unbedingt dabei sein möchte, wenn Körpersäfte und ähnliche Flüssigkeiten sich mit den Protagonisten verbinden. Der Autor greift in seiner Geschichte viele Themen auf, die humorvoll verpackt sind, aber doch einen ernsten Hintergrund haben. Es geht um Korruption, Macht oder Ausgrenzung andersartigen. Der Roman ist sicher nicht leicht zu lesen und den Durchblick zu behalten, wo sich gerade jemand befindet ist ebenfalls eine gewisse Herausforderung. Insgesamt ist es ein ungewöhnlicher Roman mit originellen Handlungen und auch die Erzählperspektive ist erfrischend anders. Für mich war es ein wenig zu verwirrend und anstrengend zu lesen, wo man sich einfach darauf einlassen muss auf eine Geschichte mit einem Riesen und vielen kleinen Menschen, die sich im und auf ihm befinden.
Der Pizzabäcker Achilles, der mit einer witzigen und besonderen Gabe ausgestattet ist, lernt Lulu kennen, die aber von einem Tag auf den anderen verschwindet, weil sie entführt wurde. Die Spur führt nach Runzlingen, wo der Lehrer Paul lebt und schon bald, ohne es zu bemerken, von seinen Schülern ob seiner Gutmütigkeit missbraucht wird, da er ihnen den richtigen Weg für eine angebliche Bärenjagd zeigen soll. Auch wenn Achilles nicht mehr daran glaubt Lulu zu finden, macht er sich auf die Suche nach ihr. Gemeinsam mit Paul macht er dabei die Bekanntschaft mit der Grenzwacht, die ihre eigenen Ziele verfolgen und dabei auch auf Gewalt zurückgreifen.
,,Riesen sind nur große Menschen“ ist der Debütroman von Rene Frauchinger, der dabei seinen Lesern einiges abverlangt. Man wird gleich zu Beginn in eine besondere Erzählperspektive entführt, die ich bisher noch nie gekannt habe. Am Anfang blickt man noch nicht ganz durch, wenn die Figuren, selbst wenn sie an einem anderen Ort und in einer anderen Zeit sind, plötzlich miteinander kommunizieren. Bis der ,,Erzähler“ auftaucht, der ebenfalls seine Ansichten kund tut. Es war ein humorvoller Einfall des Autors, wie sich alle miteinander unterhalten und merken, dass sie selbst Teil einer Geschichte sind und sich sogar über den Erzähler ärgern, wenn ihnen etwas nicht an der Handlung gefällt oder ihm interessiert zuhören, wenn er von den anderen Protagonisten berichtet. Auch war Achilles eine besondere Figur, die einen gewissen Unterhaltungswert geboten hat. Die Geschichte an sich entwickelt sich mit der Zeit zu einer Mischung aus skurrilen Szenen, originellen Handlungen und vielen Fragezeichen, die bei mir am Ende des Romans übergeblieben sind. Es hat eine Zeit gedauert bis klar wurde, dass sich die Geschichte auf und im Körper des liegenden Riesen Hephaistos abspielt. Dabei gibt es dann Andeutungen, wo sich jemand befindet, wenn von der Stirnstadt oder dem Schnauzwald erzählt wird. Die Handlungen im Körper selbst, sei es die Flucht durch die Speiseröhre oder in den Magen, wird so plastisch beschrieben, dass man dabei nicht unbedingt dabei sein möchte, wenn Körpersäfte und ähnliche Flüssigkeiten sich mit den Protagonisten verbinden. Der Autor greift in seiner Geschichte viele Themen auf, die humorvoll verpackt sind, aber doch einen ernsten Hintergrund haben. Es geht um Korruption, Macht oder Ausgrenzung andersartigen. Der Roman ist sicher nicht leicht zu lesen und den Durchblick zu behalten, wo sich gerade jemand befindet ist ebenfalls eine gewisse Herausforderung. Insgesamt ist es ein ungewöhnlicher Roman mit originellen Handlungen und auch die Erzählperspektive ist erfrischend anders. Für mich war es ein wenig zu verwirrend und anstrengend zu lesen, wo man sich einfach darauf einlassen muss auf eine Geschichte mit einem Riesen und vielen kleinen Menschen, die sich im und auf ihm befinden.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Nina, 7 Jahre aus Kirchbichl,
Z wie Zorro von Morgenroth Matthias
Das Buch handelt von Luna und Elias, zwei Schulfreunden, die in der Klasse nebeneinander sitzen. Eines Tages färbt plötzlich jemand die Zunge ihrer nervigen Lehrerin blau, indem er in ihre Teetasse Tinte füllte. Auf einmal entdecken die Schüler, dass an der Tafel ein Z geschrieben ist und auch auf der Mappe der Lehrerin ist ein aus gebrauchtem Kaugummi geklebtes Z.
Nun wissen alle aus der Schule, dass wohl Zorro der Verursacher war. Von nun an taucht immer öfter Zorros Zeichen, das Z, auf. Man glaubt, dass Zorro sich rächt, wenn Menschen ungerecht behandelt werden.
Es war sehr spannend zu lesen, und ich musste mir bei Zorros Streichen sogar oft vor Lachen den Bauch halten.
----------------------------------
Testleserin Maja, 10 Jahre aus Aldrans:
Elias sitzt in der Schule. Alle lachen, denn die strenge, unbeliebte Lehrerin Frau Schöller hat einen komplett blauen Mund. Niemand weiß, wie das passiert ist. Frau Schöller klappt die Tafel auf und zum Vorschein kommt ein großes „Z“. Z wie Zorro! Immer wieder passieren jetzt solche Dinge, aber nur bei denen, die anderen gegenüber gemein sind oder dumme Sachen anstellen. Elias will unbedingt herausfinden, wer diesen Spuk veranstaltet. Elias ist oft bei seinem Leih Opa. Da merkt Elias, dass der dicke Neffe einen bösen Plan hat. So machen sich Elias, seine Freundin Luna und sein Leih Opa auf den Weg in ein spannendes Abenteuer.
Elias ist ein netter Junge, der gerne Abenteuer erlebt, aber trotzdem auch manchmal Angst hat.
Ich fand das Buch richtig cool und konnte es kaum erwarten heraus zu finden, wer Zorro spielt.









