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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Keine Beute sein!

Das wirkliche Leben Roman. Gebunden. von Dieudonné Adeline

Es handelt sich um eine packende Darstellung eines schlimmen Familienleben.
Da ist ein gewalttätiger Mann, der seine Frau oft verprügelt und die ganze Familie in Angst hält. Diese Gewalt ist drastisch.
Erzählt wird die Geschichte von der anfangs 10jährigen Tochter.

Es gibt dramatisch geschriebene Passagen.

Da ist zum Beispiel die lange Szene nachts im Wald, als der Vater, ein Jäger, bestimmt, dass seine Tochter die Beute sein soll.

Das Buch ist teilweise sehr hart und die physische und psychische kann man als Leser nicht gerade genießen, aber dann packt einen der Roman wieder sehr und man kann nicht aufhören weiterzulesen.
Mich überzeugt, wie das Mädchen versucht, sich zu wehren, aber nicht ihre Menschlichkeit zu verlieren. Sie hat innere Stärke und will kein Opfer sein.

Ein bemerkenswertes Romandebüt. Ich bin gespannt, was von der französischen Autorin Adeline Dieudonné in Zukunft noch kommen wird.

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Rezensionen von begine:

Besonders Klasse

Das wirkliche Leben Roman. Gebunden. von Dieudonné Adeline


„Wie uns die Liebe fand“ von Claire Stihlé ist ein schöner berührender Roman.
Die fast 93jährige Madame Nan erzählt ihre Geschichte in einem elsässischem Dorf.
Sie und ihre vier Töchter betreiben einen Kolonialwarenladen.
Madame Nan zeigt uns die Erinnerungen aus dem Krieg, in dem ihr Vater erschossen wurde, weil er nicht kämpfen wollte, als sie noch ein kleines Mädchen war.

Die Autorin lässt Madame Nan mit besonderer Art erzählen. Überhaupt, wenn sie von ihrem Alter spricht. Wie sie über ihre Töchter denkt ist besonders liebenswert. Sie sind ein eingespieltes Team und man denkt, man kennt sie jetzt persönlich.
In ihrem langen Leben hat sie einiges erlebt und musste viel mitmachen. Trotzdem hat sie nie den Mut verloren.

Dieser Roman ist fesselnd und faszinierend. Ich habe ihn in einem Rutsch gelesen.
Also kann ich ihn empfehlen.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Resilienz

Das wirkliche Leben Roman. Gebunden. von Dieudonné Adeline

Die zehnjährige namenlose Ich-Erzählerin wächst zusammen mit ihrem kleinen Bruder in einem Elternhaus auf, das von den Gewaltausbrüchen des Vaters geprägt ist. Die Mutter ist von Angst gekennzeichnet, die einzige sichtbare Zuneigung, zu der sie noch fähig ist, ist die zu ihren Haustieren.
Als dann noch ein schrecklicher Vorfall geschieht, spitzt sich die Lage immer mehr zu.

Das mit nur 239 Seiten eher schmale Buch zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit hoffnungslosen Lagen umgehen. Von Resignation, Zusammenschluss mit dem Bösen und Widerstandskraft ist die volle Bandbreite vertreten.

Die Autorin schafft es, die Atmosphäre des Hauses zu real zu schildern, dass man selbst beinahe die Luft anhalten muss, wenn der Vater sich der Tochter und Mutter nähert. Erstaunlicherweise in einem doch eher schnörkellosen, geradlinigen Stil, der jedoch nichts von dem Spüren des Grauens und der Angst nimmt und uns als Lesende betroffen macht.

Mir ist das Buch sehr nahe gegangen, es ist zwar vom Schreibstil sehr leicht zu lesen (Kompliment an die Autorin), aber der Inhalt ist harte Kost. Vor allem, weil dies in ähnlicher Weise so auch ständig um uns herum passiert und man nicht erleichtert den Buchdeckel zu klappen kann, weil die fiktive Geschichte nun ja beendet ist.

Ein Buch mit Nachklang.

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Rezensionen von begine:

Vater - Sohn - Beziehung.

Pandatage von Gould-Bourn James


Der Schriftsteller James Gould-Bourn beschreibt in seinem Roman „Pandatage“
eine Vater - Sohn - Beziehung.

Danny Maloony ist alleinerziehender Vater. Vor einem Jahr ist seine Frau mit dem Auto tödlich verunglückt. Der Sohn Will überlebt den Unfall, aber seit er aus dem Koma erwachte spricht er nicht mehr.

Dann verliert Danny auch noch seinen Job.
Sein Vermieter droht, das ihm das Knie zertrümmert wird, wenn er nicht bald die Miete bezahlt.
Da kauft er sich ein Pandakostüm und verdient sein Geld als Tanzbär. Will verschweigt er alles. Will hat auch noch Ärger mit einem Mitschüler.

Der Autor lässt die Geschichte interessant werden. Danny und Will werden liebenswert und realistisch dargestellt.
Der Roman ist fesselnd humorvoll.

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Rezensionen von hans.schilling@aon.at:

Mutige Frauen

Der Zorn des Meeres von Bram Stoker

Wäre Bram (Abraham) Stocker nicht der Autor von "Dracula" wäre diese Erzählung über eine junge Frau welche den Mut und die unerschütterliche Liebe zu ihrem Vater und ihrem Verlobten erzählt, wohl nie ins Deutsche übertragen worden und ich hätte diese Geschichte niemals lesen dürfen.

Was für ein Verlust wäre dies gewesen! Aber sie wurde übertragen und wie ich meine in allerbester Weise. Stoker der viele Sommer in Cruden Bay, dem Ort der Handlung verbrachte und hier auch "Dracula" niederschrieb, hat mit "The Watter's Mou" diesem Ort ein kleines und feines Denkmal gesetzt. Und diese Erzählung hat mich auch zum Vergleichen der weiblichen Charaktere gebracht. Sowohl Minna Harker wie auch Maggie MacWhirter sind Frauen welche aus Liebe über sich hinaus wachsen und das allergrößte Risiko auf sich nehmen um die Liebe ihres Lebens zu beschützen. "Doch denken hieße zögern und zögern bedeutet Scheitern".(S. 68) Und ein Scheitern kommt für beide nicht infrage. Während es aber bei "Dracula" gut endet ist es bei "Der Zorn des Meeres" ein tragisches Ende welches Stoker hier geschehen lässt. Als ich dieses schmale Bändchen in mheyner Buchhandlung erblickte schreckte mich der Preis doch ab. Zum Glück habe ich es trotzdem gekauft, denn diese 150 Seiten sind ihren Preis wert. Papierqualität, Schriftbild und Aufmachung heben sich wohltuend vom Mainstream der 800-Seiten-Wälzer ab und machen das Lesen zu einem Vergnügen. In diesem Sinne, Hans Schilling

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Rezensionen von Biene2004:

Wunderbar, witzig mit überraschenden Wendungen!

Until we fall *POD von Jasmina Lisa

Inhalt:
Wenn dir der Mensch, von dem du dich am meisten unterscheidest, auf einmal am nächsten steht

»Ohne eine Antwort abzuwarten, drehte sie sich herum und stolzierte hoch erhobenen Hauptes zurück zu den Kindern. Das konnte sie im Gegensatz zum Tanzen ziemlich gut. Obwohl …«

Winnie Fullers Leben ist so, wie ihr Terminkalender – durchgeplant, geordnet und bedacht.

Gar nicht so leicht. Denn nicht nur mit der Stiftung, für die sie arbeitet, hat Winnie alle Hände voll zu tun, nun soll sie auch noch eine Kindertanzgruppe übernehmen. Eher suboptimal, wenn man chronisch unsportlich ist. Als ihr dann aber noch Jona Montague, Sportler und genauso launisch wie gutaussehend, dabei aushelfen soll, wird ihr sonst so geordnetes Leben ordentlich auf den Kopf gestellt – verrenkte Knochen und Halbstriptease inklusive.

»Until we Fall« ist der neunte Band der Sports-Romance Serie Read! Sport! Love! von Piper Gefühlvoll. Die Bände der Serie stammen von verschiedenen Autorinnen und hängen inhaltlich nicht zusammen, aber in jeder Geschichte stehen Sport und große Gefühle im Zentrum.

Eigene Meinung:
Das wunderschön gestaltete Cover und die kurze Inhaltsangabe haben meine Neugier und mein Interesse geweckt, dieses Buch lesen zu wollen, und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich am Ende dieser Geschichte wirklich positiv überrascht gewesen bin. Aber jetzt erstmal der Reihe nach...

Der Schreibstil der mir bis dato völlig unbekannten Autorin ist locker und leicht verständlich, sodass ich von der ersten Zeile an ohne Probleme von Winnie´s Geschichte abgeholt werden konnte. Auch wenn ich hier anfangs leichte Bedenken hatte, vielleicht nicht so richtig ins Geschehen abtauchen zu können aufgrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Buch hier bereits um den neunten Teil der Read! Sport! Love! - Reihe handelt, wurde ich hier relativ zügig eines Besseren belehrt. Jede Geschichte scheint in sich abgeschlossen und mit den anderen Büchern dieser Reihe nichts zu tun zu haben.

Jasmina versteht es überragend, in ihren Zeilen ein bisschen Sarkasmus oder auch schwarzen Humor zu verstecken. Gerade die absolut unsportliche Winnie hat viele dieser eben angesprochenen sarkastischen Gedankengänge, die mich so manches Mal ganz laut haben losprusten lassen.

Winnie mag ich von Anfang an sehr gerne, sie wird wunderbar authentisch und echt beschrieben, sodass ich mich in Sachen Unsportlichkeit definitiv in ihr wiederfinden kann. Aber auch Jona mag ich unheimlich gerne. Hier gefällt es mir mehr als gut, dass er nicht als der typische Eiskhockeystar gefeiert wird, wie man es aus anderen Büchern dieses Genre gewohnt ist. Jona ist tatsächlich ein bodenständiger junger Mann, der einfach leidenschaftlich gerne Eishockey spielt, dabei aber nicht all die Mädels aufreisst, die nicht schnell genug die Kurve kratzen können und auch sonst nicht großartig aus der Rolle fällt. Sein Training kommt manches Mal zu kurz, da er nebenbei versucht, sein Studium zu absolvieren und sich um seine demenzkranke Oma zu kümmern. Als er dann durch Zufall Winnie kennenlernt, prallen zwei absolute Gegensätze aufeinander.

Die Autorin (be) schreibt ihre Geschichte abwechselnd aus der jeweiligen Sicht der beiden Hauptprotagonisten, was mir persönlich immer am besten gefällt, da ich als Leserin so viel besser die Chance bekomme, mich in die verschiedenen Charaktere hinversetzen zu können. Die Überschriften der einzelnen Kapitel sind jeweils ein bisschen anders als gewohnt - daher absolut auffällig und originell.

Überragend gut hat mir gefallen, dass sich der Verlauf dieser Geschichte nicht so gestaltet hat wie ursprünglich von mir angenommen. Hier ist nämlich ehrlich gesagt genau das Gegenteil eingetreten und das Buch hat eine völlig andere Wendung eingeschlagen als von mir zunächst vorhergesehen und vorausgesagt. Achtung Spoiler So war ich mir nämlich eigentlich sicher, dass Jona´s kranke Oma am Ende diejenige sein wird, die vielleicht zwischen diese junge Liebe grätscht (natürlich nicht böswillig). Doch hier hat sich eine absolut andere Entwicklung aufgetan, das hat diesem Buch aus meiner Sicht mindestens einen zusätzlichen Stern eingebracht!

Ein bisschen schade ist, dass sich relativ viele Rechtschreibfehler eingeschlichen haben (was der Geschichte aber natürlich keinen Abbruch tut).

Ebenfalls hat mir gut gefallen, dass Winnie mit ihrer Familie die Stiftung ihres verstorbenen Vaters weiter führt und dass alle mit Herzblut bei der Sache sind. Hier wird ziemlich schnell klar, wieviel diese Stiftung allen Beteiligten bedeutet und wieviel Gutes jeder einzelne von ihnen damit erreichen will. Diese Tatsache regt nebenbei auch noch ein kleines bisschen zum Nachdenken an, ebenso wie die Umstände und Zusammenhänge, die im Laufe der Geschichte ans Tageslicht kommen.

Wir als Leser haben es hier also nicht nur mit einer herkömmlichen Lovestory zu tun, sondern die ganze Geschichte hat Tiefgang und lässt mich nicht nur froh und zufrieden, sondern definitiv auch ein kleines bisschen nachdenklich zurück.

Fazit:
Ein tolles Buch, welches ich von der ersten Zeile an genossen und in dessen Charaktere ich mich innerhalb weniger Kapitel verliebt habe! Von mir daher eine ganz klare Leseempfehlung - ein MUSS für jeden, der Bücher dieses Genres genau so liebt wie ich!

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Rezensionen von Pearl:

Wie uns die Liebe fand

Until we fall *POD von Jasmina Lisa

Madame Nan erzählt in diesem Roman von ihrem langen Leben in einem kleinen elsässischen Dorf. Sie ist nun 92 Jahre alt und kann als alleinerziehende Mutter auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Mittlerweile sind die Töchter erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, haben sie einen guten Geschäftssinn um zu Geld zu kommen, was im Dorf für einige Überraschungen sorgt.

Mehr wird nicht verraten. Durch die Gedanken von Nan die in die Vergangenheit zurückgehen, in der es um Liebe und Verlust, aber auch um Völkerverständigung zwischen Deutschland und Frankreich geht, da der Elsass Grenzgebiet ist, erfährt man viel über ihr gewegtes Leben. Durch die Erinnerungen kommt auch ein langgehütetes Geheimnis ans Licht. Hier wird vor allen Dingen der Familiensinn sehr hochgehalten und alles ist sehr emontional in Szene gesetzt.
Ein herausragender Roman der einen mitreißt und sehr amüsant daherkommt.
Tolle Idee mit den angehängten Rezepte aus der Region Elsass am Schluss des Buches, die zum Nachkochen einladen.

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Rezensionen von Tara:

Spannend, detailliert und nichts für schwache Nerven

Until we fall *POD von Jasmina Lisa

„Belladonna“ ist der erste Band der Grant-County-Reihe der Autorin Karin Slaughter, der von der Sprecherin Nina Petri gelesen wird.
In der Kleinstadt Heartsdale in Grant County ist Sara Linton Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin. Nach der Scheidung von ihrem Mann Jeffrey lebt sie alleine. Jeffrey ist Polizeichef und somit haben die beiden beruflich noch miteinander zu tun.

Als Sara sich mit ihrer Schwester Tessa in einem Restaurant trifft, findet sie auf der Toilette eine grauenvoll zugerichtete Frau. Die blinde Sybil Adams wurde brutal vergewaltigt und aufgeschlitzt. Noch lebt die Frau und Sara versucht sie erfolglos zu retten. Bei dem Opfer handelt es sich um die Zwillingsschwester von Lena, einer jungen Polizistin. Bei der Obduktion kommen erschreckende Einzelheiten zutage und schon bald verschwindet eine zweite Frau…
Es tun sich menschliche Abgründe auf, die an Grausamkeit kaum zu überbieten sind. Karin Slaughter hat nicht mit Einzelheiten gespart und alles wird äußerst detailliert geschildert, sowohl die Charaktere, als auch die Taten und Schauplätze. Für Kopfkino wird hier bestens gesorgt.
Die Spannung wächst von Minute zu Minute und die Abartigkeit, die der Täter an den Tag legt ist so schockierend, dass man das Buch mit Sicherheit lange im Gedächtnis behält.
Die Protagonisten werden authentisch beschrieben und man kann ihre Ängste und Gefühle gut nachvollziehen. Insbesondere Sara ist mir ans Herz gewachsen, ihr Umgang mit Jeffrey wird hier gelungen dargestellt und ich bin gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden in den nächsten Bänden entwickelt.
Nina Petri intoniert das Buch eher ruhig, teilweise schon fast monoton, was ein starker Kontrast zu den spannenden Ereignissen ist, mir aber gut gefiel, da ich die Handlung auch so aufregend genug fand.
„Belladonna“ ist ein rundum gelungener Auftaktband der Grant County-Reihe, nach dem ich nun gespannt auf weitere Fälle mit Sara und Jeffrey bin.

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Rezensionen von dorli:

Tage der Hoffnung

Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung von Brigitte Riebe

In ihrer Romanreihe „Die Schwestern vom Ku'damm“ nimmt Brigitte Riebe den Leser mit auf eine spannende Zeitreise in die Mitte des 20. Jahrhunderts nach Berlin.

„Tage der Hoffnung“ ist der dritte Band der Trilogie und spielt in den Jahren 1958 bis 1963. Da die Ereignisse in diesem Band auf die Geschehnisse der vorherigen Teile aufbauen, halte ich es für ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Nach Rike und Silvie steht diesmal mit der 24-jährigen Florentine die jüngste der Thalheim-Schwestern im Mittelpunkt des Geschehens.

Flori kehrt nach einer herben Enttäuschung aus Paris zurück in ihre Heimatstadt Berlin. Statt sich allerdings - wie ihre Familie es gerne sehen würde - voll und ganz dem Modekaufhaus der Thalheims zu verschreiben, steckt die schon immer ein wenig rebellische Flori ihr ganzes Herzblut weiterhin in die Kunst. Sie will ihren großen Traum verwirklichen und bewirbt sich um einen Studienplatz an der Hochschule für bildende Künste…

Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mit den Thalheims und ihrem Umfeld vertraut und habe gespannt das Geschehen verfolgt. Nicht nur für Flori gilt es, nachdem sie nach hartem Kampf ihr erstes Etappenziel erreicht hat und als Studentin an der Hochschule angenommen wurde, zahlreiche Hürden zu überwinden, auch die anderen Familienmitglieder durchleben in diesem Band wieder einige Höhen und Tiefen - die Thalheims dürfen sich an den schönen Dingen der Zeit erfreuen, müssen aber auch einige Veränderungen hinnehmen und mehrere Schicksalsschläge erdulden.

Brigitte Riebe wartet mit einer großen Portion Zeit- und Lokalkolorit auf und erweckt das Berlin der ausgehenden 1950er und beginnenden 1960er Jahre vor den Augen des Lesers zum Leben. Zahlreiche historische Fakten und Ereignisse aus Politik, Gesellschaft und Kultur verleihen dem Roman eine wunderbare Authentizität - die zunehmenden Spannungen zwischen Ost und West und der Mauerbau spielen genauso eine Rolle wie die Stadtentwicklung mit dem Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, dem Aufbau des Hansaviertels oder auch der Planung der Gropiusstadt. Auftritte realer Persönlichkeiten wie zum Beispiel Marlene Dietrich, Rut und Willy Brandt oder auch John F. Kennedy runden das abwechslungsreiche Romangeschehen ab.

„Die Schwestern vom Ku'damm-Tage der Hoffnung“ hat mir sehr gut gefallen – die Mischung aus unterhaltsamer Familiengeschichte und spannender Historie hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert.

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Rezensionen von Tara:

Unterhaltsamer Reihenauftakt

Forever Free - San Teresa University von Kara Atkin

„Forever Free“ ist der erste Band aus der „San Teresa University“-Reihe der Autorin Kara Atkin.
Raelyn Miller freut sich auf einen Neustart in der San Teresa University in Kalifornien. Sie möchte New York und ihr altes Leben zurücklassen und ein selbstbestimmtes Leben führen. Das entpuppt sich als schwieriger als gedacht, da Rae ein sehr zurückhaltender und introvertierter Mensch mit vielen Unsicherheiten ist.

Als sie auf Hunter trifft, fühlt sie sich direkt zu ihm hingezogen. Aber nicht nur sie steht sich dabei im Weg. Über Hunter gibt es eine Menge Gerüchte, aber seine Art, wie er handelt und sich verhält machen ihn durchaus liebenswert.
Neben Rae und Hunter lernt man noch Kate und April kennen, die in Kalifornien schnell zu guten Freundinnen von Rae werden und diese auf eine tolle Art und Weise unterstützen. Hunter bleibt lange Zeit eine „Black Box“, sein Verhalten weist auf ein Geheimnis hin, aber nähere Einzelheiten lassen auf sich warten. Raelyn war mir durch ihre eher zurückhaltende Art direkt sympathisch. Ihre Gefühle und inneren Kämpfe, die sie geführt hat, fand ich nachvollziehbar.
Der Schreibstil ist angenehm und liest sich flüssig und lebendig und wirft einen direkt von der ersten Seite an mitten ins Geschehen. Kara Atkin lässt ihren Charakteren Zeit sich zu entwickeln und bevor es zu dem ersten Zusammentreffen der Protagonisten kommt, dauert es eine ganze Weile. Die Handlung wirkt weder überstürzt noch in die Länge gezogen, hier wurde genau das richtige Tempo getroffen. Allerdings sind die Übergänge ab und zu ein wenig holprig und man muss sich erst einmal zurechtfinden, wo man ist.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Mir gefiel die Entwicklung der Protagonisten und ich bin ausgesprochen gespannt auf ein Wiedertreffen der Nebencharaktere in den folgenden Bänden.

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