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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von signalhill:

Muss man nicht gelesen haben

Die Perlenfarm von Liza Marklund

Muss man nicht gelesen haben

Liza Marklunds "Die Perlenfarm" erschienen im List-Verlag, ist ein wunderschönes Buch, das im Buchladen auch meine Aufmerksamkeit bekommen hätte. Vielleicht sollte die bekannte Autorin aber doch lieber in Schweden bleiben, denn dieser Roman ist ganz sicher nicht einer ihrer besten.

Zu verwirrend ist die Handlung, und so kann man sich diesen Roman eigentlich sparen.

Mit dem Schiffbruch des Europäers Erik in der Südsee und einer sich anbahnenden Romanze mit der Perlenfischerin Kiona startet der Roman spannend und zugleich ein wenig geheimnisvoll. Mit Eriks Verschwinden von der Insel startet eine Jagd durch die ganze Welt, ein Roadtrip sozusagen, der leider nicht so spannend ist wie er klingt. Zu sehr verzettelt Kiona sich in Gedanken über alles Mögliche, zu verwirrend die ist die Handlung im Jetzt und in Rückblicken.

Weil das Buch nicht so fesselnd ist, legt man es gern öfters weg. Dann wird es aber wirklich sehr schwierig, wieder hinein zu finden. Oft ist es auch langatmig, und ich konnte mich nicht sehr mit den Personen anfreunden. Man kann diesen Roman lesen, muss man aber nicht. Man darf auch keine Liza Marklund erwarten, wie man sie sonst kennt. Man kann auch einfach die Krimis von ihr lesen. Dieses Buch ist ja auch nicht als Kriminalroman, sondern nur als Roman deklariert.

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Rezensionen von S.:

Es gibt so viel zu sehen

Die Perlenfarm von Liza Marklund

Der Titel verspricht 55 fantastische Reiseziele in Deutschland. Jens van Rooij quert das Land von Nord nach Süd und beschreibt informativ einige Highlights zwischen Ostsee und Alpen. Er beweist schlüssig, dass Attraktionen anderer Länder hierzulande durchaus vergleichbare Gegenstücke haben, egal ob er schiefere Kirchtürme als den zu Pisa, Schaufelraddampfer, den Tafelberg, hinduistische Tempel oder Glaspyramiden listet.

Auch Kulturlandschaften wie Heide, Moore und das Watt werden beschrieben. Nicht zu vergessen die Pendants zur Mandelblüte oder den Highland Games. Wer wusste, dass es in Deutschland einen Geysir gibt oder Friedensreich Hundertwasser geplant und gestaltet hat? Kennenlernen kann man japanische Handwerksart, Robbenexpeditionen, Kamelreiten oder Schlittenhundtouren buchen und so vieles mehr! Als Kontrastprogramm wird auf Opernhäuser oder Museen hingewiesen.
Ansprechende Fotos komplettieren die Texte.
Sehr schön, dass die entsprechenden Webseiten, Adressen und Öffnungszeiten gründlich recherchiert und angegeben wurden. Auch Restaurant- und Hoteltipps und die Koordinaten fürs Navi fehlen nicht.
55 und mehr absolut überzeugende Gründe, im Land Urlaub zu machen und viel Schönes zu erleben.
Reiselektüre aus dem GRÄFE und UNZER Verlag.

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Rezensionen von Lesemama:

Ich bin total verliebt in diese Geschichte

Can you help me find you? von Amy Noelle Parks

Bewertet mit 4 Sternen

Zum Buch:

Evie Beckham ist ein Mathegenie und besucht die Newton Academy für Mathematik und Naturwissenschaften.
Evie zeigte bisher sehr zum Leidwesen ihrer besten Freundes Caleb keinerlei Interesse an der Liebe oder romantischer Freundschaft. Das ändert sich als Leo neu an die Academy kommt und sich mit Evie trifft, die sich stark genug fühlt um ihre Ängste zu überwinden und eine Beziehung anzufangen.

Caleb dachte allerdings immer er ist dann der Auserwählte ...

Meine Meinung:

Eine wunderschöne Geschichte, total schön erzählt so ganz anders als gewohnt. Evie ist ein starker Charakter, auch oder gerade mit ihren Schwächen. Caleb ist der beste Freund den sie sich bisher wünschen konnte, nur möchte sie ihn nicht verlieren und verliebt sich daher in Leo, oder doch in Milo, ihre Internetbekanntschaft.
Was sich kompliziert anhört ist eigentlich ganz einfach. Es geht um die erste, die einzige Liebe.

Ich bin verliebt in diese wunderschöne Geschichte, in diese tollen jungen Menschen denen wir beim Erwachsenwerden zuschauen dürfen.
Die Geschichte ist so berührend und einfühlsam erzählt. Ich bin total begeistert und kann das Buch nur absolut empfehlen.

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Rezensionen von signalhill:

Großformatige Kindergeschichte und Sachbuch

Expedition Natur: WILD! Die Wildkatze von Annett Stütze; Britta Vorbach

Großformatige Kindergeschichte und Sachbuch

Das Tierbuch "Wild! Die Wildkatze" von Stütze und Vorbach in Zusammenarbeit mit dem BUND ist viel größer, als ich gedacht hatte. Das macht es natürlich für die Kleinen besonders interessant. Auch das Format einer fiktiven Geschichte um die Wildkatze und einen Sachteil mit vielen Wildkatzeninformationen ist mir neu.

Erst einmal möchte ich einen Blick auf das Cover werfen. Die Augen der Katze glänzen, so dass sie einen anzuschauen scheint. Das Cover wird damit sehr lebendig und erinnert an die Augen einer Katze bei Nacht.

Die Geschichte um die Wildkatze ist gar nicht mal so fiktiv. Sie ist aus dem Leben einer echten Wildkatze gegriffen. Spannend ist sie aber auch, denn die Wildkatze verliert eines ihrer Jungen. Alles bleibt aber realistisch, auch die wunderschönen Zeichnungen. Die Geschichte um die Wildkatze bietet einiges an Lese- oder Vorlesestoff.

Der Sachteil ist sehr abwechslungsreich gestaltet, mit Fotos, Karten, Einschüben, einem "Wildkatzenausweis" und vielem mehr. Die Mischung, also das Gesamtpaket, gefällt mir sehr. Das Buch kommt damit auf über 90 voll gepackte Seiten und macht kleine Forscher zu Wildkatzenexperten.

Das Buch ist rundum gelungen, und nun möchte ich gern den anderen Band, "Wild! Der Steinkauz" auch lesen. Ich hoffe, dass es bald noch weitere Bände gibt!

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Rezensionen von gletscherwoelfchen:

Etwas anders, als der Klappentext erwarten lässt

Lips Don't Lie 19.05.2020. Paperback / softback. von Scott Ginger

Der siebzehnjährige Tristan ist Mitglied der FiftySeven, einer der gefährlichsten Gangs in Millers. Der Gangalltag bestimmt und kontrolliert sein Leben, Tristan ist seit dem Tod seines Vaters gezwungen, Dub, dem Anführer der FiftySeven, blind zu gehorchen. Ob er will oder nicht.
Als die taffe Riley eines Tages in das Revier der Gang zieht, beginnt Tristan, wieder an eine bessere Zukunft zu glauben - trotz der Gefahren, die sich ihm dabei in den Weg stellen.

Und diese Zukunft beinhaltet ein Leben mit Riley. Denn von der ersten Sekunde an spürt er etwas, was nie zuvor da war...

Das Cover des Buches ist ein recht typisches für das Genre Young Adult, nichtsdestotrotz mag ich persönlich es sehr gerne. Vor allem die im Licht leicht changierenden Effekte konnten mich begeistern.

Mit dem Schreibstil der Autorin verhielt es sich recht ähnlich. Überzeugen konnte er mich vor allem mit der lockeren und leichten Sprache, die den Leser nur so durch die Seiten fliegen lässt. Ich würde behaupten, dass diese optimal für die junge Zielgruppe gewählt ist.

Die Geschichte an sich hat mich hingegen ein wenig zwiegespalten zurückgelassen.
Der Klappentext klang für mich sehr vielversprechend und nach einer mindestens so abwechslungsreichen wie auch spannenden Geschichte.
Letztendlich finde ich, dass das Buch ein wenig anders ist, als es der Klappentext ursprünglich erwarten lässt. Leider stand meiner Meinung nach die Liebesgeschichte zu sehr im Fokus des Buches. Natürlich ist dies ein großes Bestandteil des Genres und üblicherweise habe ich auch nichts dagegen, hier zog sich die Beziehung zwischen Riley und Tristan allerdings wie Kaugummi. Viele Passagen kratzten meiner Meinung nach zu sehr an der Oberfläche, einigen mangelte es deutlich an Tiefgang. Auch das Thema "Gangaktivitäten" erschien mir oftmals ein wenig blass. Nach dem packenden Klappentext habe ich in dieser Hinsicht mehr erwartet, was jedoch nicht heißen soll, dass das Buch schlecht war - allerdings eben "nur" eine solide Liebesgeschichte für Zwischendurch.

Das konnten die Charaktere für mich leider nur zum Teil wieder gutmachen.
Riley beispielsweise mochte ich unheimlich gerne. Ihre unabhängige, selbstbewusste, starke und manchmal auch ziemlich sture Art haben mich sehr beeindruckt und sie hat mir das ein oder andere Mal ein gehöriges Schmunzeln entlocken können.
Tristan war mir als Charakter ebenfalls sympathisch und ich fand ihn wirklich authentisch, keine Frage, allerdings erschien er mir manchmal ein wenig zu blass.

Alles in einem bin ich der Meinung, dass "Lips Don't Lie" ein nettes Buch zum Abschalten ist, meinen Erwartungen konnte es jedoch nicht ganz standhalten.
4/5 Sterne

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Rezensionen von gletscherwoelfchen:

Ein wunderbarer Auftakt - nicht nur für Götterliebhaber!

Zane gegen die Götter, Band 1: Sturmläufer (Rick Riordan Presents: abenteuerliche Götter-Fantasy ab 12 Jahre) von J. C. Cervantes

Der junge Zane Obispo lebt gemeinsam mit seiner Mutter, seinem Onkel Honda sowie seiner dreibeinigen Hündin Rosie in der Wüste von New Mexico. Seitdem er von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wird, führt er ein recht entspanntes und angenehmes Leben, es gibt - auf Grund seines Humpelns - keinen Ärger mehr mit anderen Kindern.

Aber all das ändert sich, als er auf Brooks trifft, die ihm erklärt, dass er ein Gottgeborener sein und er eines Tages den Gott des Todes, der Finsternis und der Zerstörung freilassen solle...

Die Idee hinter der Geschichte, ein Jugendlicher, welcher sich gegen die Götter stellt, ist sicherlich nicht komplett neu - begeistern konnte sie mich trotzdem. Gerade durch Rick Riordans ausführliches Vorwort zu Beginn des Buches liegt der Vergleich mit seiner Reihe rund um Percy Jackson nahe. Da ich sie jedoch nicht gelesen habe, kann ich dies nicht ausführlich beurteilen.

Der Schreibstil von J.C. Cervantes ist sehr angenehm zu lesen. Gerade für jugendliche Leser ganz gemäß der Altersempfehlung sollte der Stil der Autorin optimal sein. Ich persönlich schnell in den Lesefluss gekommen und konnte schon bald nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Das liegt, neben dem tollen Schreibstil, auch an der spannenden Geschichte, welche sich hinter dem Buch versteckt: Der Weltenaufbau wirkte sehr authentisch, die einzelnen Götter wurden gut herausgearbeitet und einzelne magische Elemente kamen wunderbar zur Geltung. Ganz besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle jedoch die phänomenale Spannungskurve. Seite für Seite steigt diese rasant an und hält den Leser förmlich gefangen, sodass ich die knapp 500 Seiten binnen weniger Tage ausgelesen habe.

Dazu beigetragen haben auch die interessanten Charaktere, allen voran natürlich der Protagonist Zane. Er war mir von Anfang an sympathisch und er ist mir binnen weniger Momente wirklich ans Herz gewachsen. Für seine 14 Jahre erschien diese Figur mir sehr authentisch gezeichnet und ich mochte die Mischung aus Naivität, Humor aber auch Mut sehr gerne.
Ebenso mutig war aber auch Zanes Hündin Rosie. Sie stand ihrem Freund stets zur Seite und auch sie hat sich in mein Herz geschlichen.

Ein nettes Extra waren für mich übrigens sowohl das Glossar am Schluss, in dem noch einmal alle Götter aufgelistet und zusammengefasst wurden, sowie die Leseprobe zum folgenden Band, die definitiv Lust auf mehr gemacht hat.

Ich freue mich schon sehr darauf - gerade weil der erste Band mich so begeistern konnte. Eine große Leseempfehlung, gerade für Jugendliche, die viel Wert auf Spannung legen!
5/5 Sterne

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Rezensionen von LadyIceTea:

Kleine Wohlfühlgeschichte

Rendezvous in zehn Jahren von Judith Pinnow

In einem kleinen Café in Amsterdam lernt Valerie den attraktiven Holländer Ted kennen. Sofort haben die beiden eine besondere Verbindung. Statt sich mit Smalltalk aufzuhalten, erzählen sie sich von ihren Sehnsüchten: Ted träumt von den Bergen, Valerie liebt das Meer. Sie haben eine verrückte Idee.

Wie wäre es, wenn sie sich in zehn Jahren wieder treffen, um zu sehen, ob ihre Träume wahr geworden sind? Und so hat Valerie ein Date in zehn Jahren. Während sie das amüsant findet, begreift Ted nach der wundersamen Begegnung, dass er sich hoffnungslos in Valerie verliebt hat - und beginnt sie zu suchen. Er will nicht zehn Jahre auf seine große Liebe warten. Aber lässt sich die Zeit überlisten?

„Rendezvous in zehn Jahren“ von Judith Pinnow erzählt die Geschichte von Valerie und Ted, die trotz Liebe auf den ersten Blick, immer wieder dem falschen Timing zum Opfer fallen.
Die Geschichte ist schön geschrieben. Besonders Valerie und ihre Freundinnen sind einfach sehr sympathisch. Ein bisschen chaotisch, liebevoll und immer füreinander da. Aber auch Ted mochte ich. Er ist nicht immer ein positiv gestimmter Charakter aber man kann gut nachvollziehen, warum er nicht so richtig zufrieden ist. Sein Kumpel Roman gibt dem Ganzen dafür eine ziemlich schrullige Note.
Die Figuren machen das Buch auf jeden Fall lesenswert und auch die Geschichte an sich ist gut gelungen. Mal erfahren wir Valeries Sicht und mal Teds. So erleben wir gut, wie ihre beiden Leben parallel verlaufen und sie sich einfach nicht vergessen können und trotzdem immer wieder verpassen.
Auch wenn mir der letzte Funke zum perfekten Buch gefehlt hat, ist diese Geschichte wirklich charmant und lohnt sich zu lesen. Perfekt für einen gemütlichen Sommerabend.

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Rezensionen von Harakiri:

Interessante Geschichte über Reschen

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Wie oft fährt man sorglos über den Reschenpass? Sieht die Kirchturmspitze aus dem Wasser ragen und macht sich keine weiteren Gedanken über das Schicksal der damaligen Anwohner.
Marco Balzano gibt diesen Anwohnern nun eine Stimme. Sein Roman beginnt im Italien des Jahres 1921. Trina und ihre Freunde leiden unter den Faschisten.

Sie dürfen ihren Beruf nicht ausüben, weil sie weiterhin Deutsch sprechen. Trinas Leben nimmt eine jähe Wende als ihre Tochter verschwindet und kurz danach der Zweite Weltkrieg ausbricht. Trina und ihr Mann fliehen in die Berge und als sie zurückkommen ist er recht nichts mehr wie es war: der Bau des großen Staudamms hat begonnen und sie stehen vor der Wahl: wegziehen oder eine kleine Wohnung im neuen Dorf bekommen. Für Trina und Erich ist klar: Wir bleiben da.
Wir bleiben da – nicht nur nach dem Bau des Staudammes. Auch schon vorher. Das Leben meint es nicht gut mit Trina und ihrer Familie. Doch sie lieben ihr Land und setzen alle Hebel in Bewegung, nehmen alles auf sich, um bleiben zu können.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert: Bis zum Krieg, die Desertation Erichs und die damit verbundene Flucht und der Widerstand gegen den Staudamm, wobei letzterer mich gar nicht so gefesselt hat, wie die beiden Teile vorher. Zu klein waren die Chancen der Anwohner, gegen den Willen der Wirtschaft, diesen Damm zu bauen. Sicher, sie organisierten einiges, sogar eine Papstaudienz, aber irgendwie hat mich dieser Teil nicht mehr so mitgerissen, war nicht mehr so emotional wie die ersten beiden Teile.
Fazit: Ein Roman vor dem Hintergrund des Lebens in Südtirol Mitte des 20. Jahrhunderts. Sehr eindringlich und interessant recherchiert.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Kurzweiliger Auftakt und ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Leuchtturmnächte von Debbie Macomber

Erinnert ihr euch an Rose Harbor? Das nette B&B, das Jo Marie renoviert hat? Hier, in der Cedar Cove-Serie lernt man einige Charaktere aus der Rose Harbor-Reihe ein bisschen besser kennen, etwa Bob und Peggy vom Thyme & Tide, oder Richterin Olivia, Bibliothekarin Grace, Privatermittler Roy und seine Frau Corrie und einige andere.

Denn Cedar Cove spielt zeitlich vor Rose Harbor - und wurde auch früher geschrieben und veröffentlicht. Im englischen Original ist dieser erste Band bereits im Jahr 2001 erschienen. Nur auf Deutsch erscheint er erst jetzt, 19 Jahre später.

Und das merkt man - einerseits an fehlenden technischen Errungenschaften wie Smartphones, was absolut nicht stört. Andererseits merkt man es an der 22jährigen Cecilia, die erst einige Monate mit Ian verheiratet ist, nach dem Verlust ihres neugeborenen Babys die Scheidung will. Alle Schuld wirft sie auf Ian, der weder von der verfrühten Geburt noch vom Tod Allisons etwas mitbekam, denn er war als Marinesoldat weit weg und erfuhr erst bei seiner Rückkehr davon.

Dass eine solche sehr junge Fernbeziehung nicht wirklich Boden hat, erstaunt nicht. Aber Cecilias Umgang damit, trotz allem Verständnis für ihre Trauer. Richterin Olivia merkt zum Glück, dass den beiden mit einer Scheidung nicht gedient ist, zumindest noch nicht und verweigert ihnen eine schnelle Scheidung. Cecilia ist noch wütender als zuvor, obwohl Ian alles tut, um es ihr recht zu machen.

Olivia hat mit ihrer Entscheidung die Medien aufmerksam gemacht, allen voran der neue Zeitungsredakteur Jack Griffin. Er bemüht sich sehr um Olivia und bald gibt sie seinem Werben nach, doch als gebranntes Kind ist sie nach ihrer Scheidung sehr vorsichtig und mag keine Männer mit Geheimnissen.

Ihre Tochter Justine lebt in einer Beziehung mit einem Mann, der gleich alt ist wie Olivia selbst. Sie mag ihn nicht und hat keine Ahnung, was Justine in Warren sieht. Dann stehen die Vorbereitungen für ein Klassentreffen an und Justine muss sich endlich selbst ihre Beweggründe eingestehen.

Zeitgleich macht sich Olivias Freundin Grace Sorgen um ihre Ehe, es kriselt und ihr Mann Dan verschwindet urplötzlich.

Es sind viele Geschichten, die Debbie Macomber uns in diesem Band erzählt. Beim Lesen überlegte ich die ganze Zeit, was ich von bestimmten Personen vielleicht schon aus "Rose Harbor" weiss. Bei einigen gelang es mir, meine Erinnerungen wach zu rufen, bei anderen nicht. Die wurden dort ja meist auch nur in einem Nebensatz erwähnt, aber interessiert hat es mich dennoch.

Ich fand es sehr schön, wieder nach Cedar Cove zurück zu kehren, auch wenn die jetzigen Geschichten vor den bekannten "Rose Harbor"-Storys statt gefunden habe. Schon dort fühlte ich mich in Cedar Cove wohl, und tat dies auch jetzt.

Leider fiel mir der Einstieg aber ein wenig schwer. Dies, weil Cecilia einfach viel zu jung und unreif und unsympathisch rüber kam und zuallererst ihre Geschichte angerissen wurde. Cecilia ändert sich im Laufe des Romanes noch, was dringend nötig ist, aber diesbezüglich merkt man halt einfach auch, dass der Band vor knapp 20 Jahren geschrieben wurde und auch die Autorin sich in diesen Jahren weiter entwickelt hat.

Nichtsdestotrotz ist Cecilia und Ian oder auch Cathy und Andrews Geschichte etwas sehr typisch Amerikanisches und gut wurde dies thematisiert: früh heiraten zu wollen, weil der Partner in der Army und monatelang weg von zu Hause ist. Oder heiraten zu "müssen", weil sie schwanger geworden sind. Oder beides zusammen. Doch zum Glück gab es ja noch andere Erzählstränge, die mir besser gefallen haben.

Nun bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band, denn dort werden wir Leserinnen hoffentlich erfahren, weswegen und wohin Grace Ehemann verschwunden ist. Darüber hab ich nämlich in "Rose Harbor" mal was gelesen, aber genau daran kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern. Fies. Und nein, ich gehe dort jetzt nicht nachlesen, sondern warte brav auf die "Rosenträume".

Fazit: Unterhaltender Auftakt zur Cedar Cove-Serie. Für "Rose Harbor"-Fans ein Muss!
4 Punkte.

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Rezensionen von Petra Sch.:

atmosphärischer Urlaubskrimi in der wunderschönen Provence

Leuchtturmnächte von Debbie Macomber

Kurz zum Inhalt:
Die Engländerin Penelope Kite verliebt sich bei ihrem Urlaub in die Provence und kauft daraufhin ein altes renovierungsbedürftiges Anwesen für ihre Rente.
Doch gleich in der ersten Nacht in ihrem neuen Zuhause findet sie eine Leiche in ihrem Pool. Es ist Manuel Avore, ein dorfbekannter und unbeliebter Säufer, der vor langer Zeit der Besitzer ihres Anwesens war und das Gehöft wegen Spielschulden verkaufen musste.

Nachdem die Polizei zuerst von einem Unfall ausgeht, ermittelt Penny auf eigene Faust. Doch das gefällt nicht allen und sie gerät in Gefahr...


Meine Meinung:
Bei "Tod in Saint Merlot" gefiel mir besonders gut, dass die Landschaft so anschaulich beschrieben wurde. Ich hatte die Gegend und Penelopes Anwesen "Le Chant d'Eau" genau vor Augen und habe richtig Lust bekommen, die Provence baldmöglichst zu bereisen.
Auch kam die Einstellung der Einwohner, die Atmosphäre und die französische Lebensart gut zur Geltung; ebenso wie die Verwicklungen und Verstrickungen eines kleinen Dorfes und die Geheimnisse der Bewohner. Dies hat mir sehr gut gefallen.
Auch mochte ich die - meist- starke Penelope mit ihrem eigenen Kopf, die von Anfang an wusste, dass Avores Tod kein Unfall war und sehr zum Missfallen des Polizeichefs auf eigene Faust ermittelt; und ihre dauerquatschende, alles hinterfragende Freundin Frankie.
Weniger gut gefiel mir, dass Penelope und Frankie gefühlt ständig Roséwein getrunken haben und dass Penny dadurch nicht mehr ganz klar im Kopf war und nicht intensiv genug Dinge hinterfragt hat.
Und vor allem, dass die Autorin die Leser auf einige falsche Spuren geführt hat, die nicht nur unlogisch, sondern schlicht und einfach gar nicht notwendig gewesen wären. Denn das tolle Setting, die taffe Protagonistin und die vorhandenen Spuren, die Penny verfolgt sowie die Gefahren, in die sich sich dadurch begibt, sowie die nachvollziehbare Auflösung hätten vollkommen ausgereicht.


Fazit:
Unterhaltsamer Provence-Krimi mit Lokalkolorit und Urlaubsfeeling und einer sympathischen Protagonistin.

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