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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nicole koppandi:

Großartig!!!!!

Beethoven von Peer Meter

Diese Graphic Novel über Ludwig van Beethoven ist ein Gewinn für jede und jeden. Ich hab sie so richtig gern und mit größtem Vergnügen gelesen.

Die Geschichte beginnt mit seinem Tod und in Rückblenden werden wichtige Stationen aus seinem Leben erzählt. Er ist in Wien bereits ein Superstar, als er stirbt.

Somit erheben sämtliche Menschen Anspruch auf ihn. Der eine glaubt, er sei der einzige, der das Recht hat, eine Biografie über ihn zu schreiben, der andere glaubt, er hat ein Recht auf eine Beethoven-Locke und der dritte ist sich sicher, er war der erste, der Beethoven übermittelte, dass Napoleon sich zum Kaiser gekrönt und somit die Werte der Französischen Revolution verraten hat (Beethovens Eroica war ja ursprünglich Napoleon gewidmet), aber auch die Heimatstadt Bonn und Wien wollen den Leichnam in ihrer Stadt bestatten.

Auch seine ehemaligen Haushälterinnen kommen zu Wort. Vermutlich erkannten sie nicht das Genie in ihm und so plappern diese über seinen Charakter und seine Lebensweise – eher nicht so rühmlich.

Gezeichnet ist es fast wie ein Bilderbuch, mit Farben und Details, die mich zum Schmunzeln brachten, wie überhaupt die ganze Biografie über Beethoven mit Witz erzählt wird. Ganz viele Bilder kommen auch ohne Sprechblasen aus, da spricht die Zeichnung für sich alleine.

Die Graphic Novel ist kurzweilig, amüsant, informativ und alles serviert mit einem Wiener Slang und Schmäh – großartig.

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Rezensionen von nicole koppandi:

Was für ein Debüt

Elijas Lied von Amanda Lasker-Berlin

Drei Schwestern machen eine Wanderung, nach langer Zeit wieder einmal, um das alte Gefühl der „Schwesternschaft“ wieder aufkommen zu lassen. Als Kinder hatten sie das öfter gemacht, damals noch mit den Eltern.

Seit sie ihre Jugendjahre hinter sich gebracht haben, hat sich auch der Kontakt zwischen ihnen aufgelöst.

Irgendwie gibt es keine Verbindung mehr.

Bei der Wanderung hängt jede der Schwestern in Gedanken in ihrem Leben nach und lässt Aktuelles und Vergangenes Revue passieren – und so lernen wir die Schwestern kennen.

Der Roman ist sensationell geschrieben. Die Übergänge von der Wanderung unmittelbar in die Gedankenwelt der jeweiligen Schwester ist einfach genial. Und die Protagonistinnen, mit ihren außergewöhnlichen Leben und deren Innenwelt, sind wirklich interessant und speziell.

Auf jeden Fall kein Happy-Peppi Roman, sondern ein Buch, das einen Sog bildet, dem man sich kaum entziehen kann.

Lesen!!!

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Rezensionen von B?cherwald13:

Anders als gedacht

Die Tanzenden von Mas Victoria

In diesem Buch begleiten wir Louise und Eugénie im Jahre 1885. Der Beginn ihres Lebens könnte anders kaum sein, doch am Ende landen sie beide auf der Station für "Hysterikerinnen" der Nervenanstalt der Salpetriere in Paris. Die Bürger*innen von Paris fürchten die Patientinnen genauso wie sie sie faszinieren.

Deswegen gibt es den jährlichen Ball, wo die Tore der Klinik für Schaulustige geöffnet wurde.

Mich hat das Buch sehr interessiert da ich es interessant wie erschreckend finde wie sich Psychiatrien entwickelt haben und welche Krankheitsvorstellungen es gab. Und vorallem diese Themen fand ich sehr gut in das Buch engebunden. Und auch grundsätzlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war spannend, gut geschrieben und ich möchte auch die Charaktere und deren Entwicklung sehr gerne.
ABER, es gibt einen Punkt den ich lieber vorher gewusst hätte und der mich stark gestört hat. Denn in diesem Buch wird davon ausgegangen dass es Geister gibt, und zwar auf eine esoterische Art. Wenn man (wie ich) mit solche esoterischen Dingen nichts anfangen kann, macht die Entwicklung der Geschichte keinen Sinn. Und das fand ich sehr sehr schade. Denn ohne dieses Element, hätte ich das Buch absolut großartig gefunden!

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Rezensionen von Petra:

mager

Gummistiefelyoga von Felix Tanner

klappentext

»Finden Sie durch Melken, Mähen und Holzfällen zu Ihrer inneren Mitte!« Die patente Landwirtin Auguste, 63, weiß zwar nicht, was genau dieses „Yoga“ ist, aber sie hat da so eine Idee: Gummistiefelyoga für gestresste Städter! Menschen, die ihr bei der Arbeit helfen und dafür auch noch bezahlen? Das ist die perfekte Lösung für ihre Probleme, denn ihr Hof kann eine Renovierung, ihr Konto eine Auffrischung und sie selbst ein bisschen Unterstützung gut brauchen.

Doch kaum treffen die ersten zahlungskräftigen Gäste ein, bricht sich Auguste ein Bein. Plötzlich müssen die Städter den Hof alleine schmeißen. Dabei weiß keiner, wie man Kälbern auf die Welt hilft, Wildschweine fernhält oder Kampfhähne bändigt. Gummistiefelyoga eben.

Meinung

Der Klappentext lässt ein witziges Buch erwarten, aber zwischendurch ist der Humor ins Alberne gekippt.
Zum ist es der Erzählstil der klingt als würde jemand reden ohne das er erwartet das ihm jemand zu hört.
Am meisten hat mich die Darstellung des indischen Akzents vom Pfarrer und die Wortverdrehungen des Mannes mit griechischen Wurzeln gestört. Das war für mich nur albern und überflüssig.
Auch wenn man Unkenntnis beim Leser über Landwirtschaft voraus gesetzt wird, so sind vergiftete Milch oder abgeschnittene Katzenschwänze in der dargestellten Art eher unmöglich.
Die Lösungen um Geld verdienen sind dagegen sehr kreativ und witzig.

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Rezensionen von Claudia R:

Wissenswertes über Bäume

Wieso? Weshalb? Warum? Band 52 - Alles über Bäume von Susanne Gernhäuser

Klappentext/ Inhalt:

Buche, Eiche und Fichte kennt fast schon jedes Kind. Aber wie steht es mit dem Sandbüchsenbaum, der Schirmakazie und dem Küstenmammutbaum? Spannendes Sachwissen zu heimischen und exotischen Bäumen bietet dieses Kindersachbuch. Nahezu überall auf der Welt wachsen Bäume – in Parks, Gärten, am Straßenrand und natürlich in den Wäldern.

In unserem Alltag stecken mehr Bäume als wir denken: Sie stehen nicht nur vor unseren Fenstern, wir essen auch ihre Früchte wie Walnüsse, Äpfel, Kirschen oder Orangen. Mit ihrem Holz bauen und heizen wir. Bäume tun uns gut – denn sie reinigen unsere Luft und sind ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs unserer Erde. Wie das alles funktioniert und wie wir diese ganz besonderen Pflanzen schützen können erklären detailreiche Bilder und kindgerechte Sachtexte. Mit Klappen lernen Kinder verschiedene Blätter und Baumfrüchte kennen, schauen was unter der Erde bei den Wurzeln passiert und lassen ein kleines Bäumchen wachsen. Nach dem Anschauen dieses Buchs, werden kleine Naturfreunde von 4-7 Jahren Bäume mit anderen Augen sehen.
Wieso? Weshalb? Warum?
Die Sachbuchreihe für Kinder von 4-7 Jahren
• Beantwortet Kinderfragen auf Augenhöhe
• Einzigartige Klappen vermitteln spielerisch Wissen
• Detailreiche Bilder wecken Spaß am selbstständigen Entdecken
• Kompetent recherchiert und geprüft

(Inhaltsangabe übernommen)

Cover:

Das Cover zeigt einen wunderschönen Apfelbaum und davor einen Papa mit einem Jungen auf den Schultern. Davor sitzen zwei Kinder und pflanzen einen weiteren kleineren Baum an. Auch im Hintergrund ist sehr viel Grün, Bäume und Hecken erkennbar. Im Hintergrund sind weiterhin kleine Details, die beschriftet mit einigen Informationen sind, erkennbar.

Toll ist auch, dass auf dem Buch bereits einige kleine Informationen über das Thema enthalten sind und auch eine Angabe ist, für welches Alter dieses Buch geeignet ist.

Meinung:

Dies ist ein weiteres Buch aus der Reihe "Wieso weshalb warum ?". Diese Bücher sind unabhängig voneinander lesbar, denn jedes beschäftigt sich mit einem ganz eigenen Thema und dieses wird in jedem Detail und mit all den Fragen wie "Wieso?", "Weshalb?" und "Warum?" erklärt.

In diesem Buch geht es um das Thema Bäume und nicht nur die unterschiedlichen Arten spielen hier eine Rolle, sondern auch warum sie Blätter tragen, aus welchen Schichten ein Baumstamm besteht, wie sie zu den Blüten kommen und viele weitere spannende Fragen werden auf kindgerechte Art und Weise in diesem Buch erklärt. Dabei helfen nicht nur die wunderschönen Illustrationen, sondern auch die Klappkarten sind hier sehr hilfreich und unterstützen das Nachdenken und Einprägen, des Erlernten Wissens.

Das Buch vermittelt sehr viele spannende Informationen und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Das Thema Bäume wird hier aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Auch wofür wir alles Holz brauchen und wieviele Bäume in unserem Alltag stecken sind hier sehr wichtige und interessante Fragen.

Auch als Erwachsener kann man hier noch so einiges Lernen und das Buch macht sehr viel Spaß beim Entdecken und Durchlesen.

Am Ende wird auch noch auf den Umweltschutz eingegangen und wie man die Bäume schützen kann. Ein durchaus wichtiges und spannendes Buch, mit sehr vielen interessanten Informationen für Groß und Klein. Ein tolles Buch zum gemeinsamen Erforschen, aber auch zum Selbstentdecken.

Fazit:

Ein tolles Buch, mit sehr vielen interessanten und wissenswerten Details rund um das Thema Bäume, welche von vielen Seiten beleuchtet werden.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Rache für 25 Jahre Haft

Düstere Provence von Pierre Lagrange

Louis Rey, ein zu 25 Jahren Haft verurteilter ehemalige Drogenboss wird nach Verbüßung seiner Strafe aus dem Gefängnis entlassen. SChwer krank hat er nur das Ziel, sich an allen jenen, die ihn verraten haben, zu rächen und sich anschließend auf Martinique niederzulassen. Akribisch arbeitet er seine Todesliste ab: ein ehemaliger Bankier, ein Restaurantbesitzer und ein Priester.

Zwei fehlen noch auf seiner Liste.

Während die Polizei noch die wenigen Spuren zusammenträgt, erkennt Albin Leclerc die Zusammenhänge und weiß, wer noch auf Reys Liste steht: die Nachkommen von Olivier Flores und er selbst.

Und weil er es nicht lassen kann, sich in die Ermittlungen einzumischen, recherchiert er auf eigene Faust. Er trifft sich sowohl mit Rey als auch mit Fleur Flores, deren Sohn Aristide die Geschäfte seines Vater Olivier übernommen hat. Geschickt plant Leclerc, der ja eigentlich längst in Pension ist, eine Intrige um sowohl Rey als auch Flores hinter Gitter zu bringen. Er versucht die Gangster gegeneinander auszuspielen.

Was in der Theorie recht plausibel klingt, ist in der Praxis dann gar nicht so leicht umzusetzen, denn bei diesem konspirativen Treffen wird - ohne sein Wissen - auch Leclerc überwacht.

Alles scheint bis ins kleinste Detail geplant zu sein. Also sollte eigentlich nichts schief gehen. Eigentlich - denn mit einer neugierigen Katze hat niemand gerechnet....

Meine Meinung:

Dieser 5. Krimi mit Albin Leclerc und seinem Mops Tyson ist ein wenig anders als seine Vorgänger.

In diesem Fall wird Louis Rey, den Lesern und kurz darauf der Polizei als Täter präsentiert.
Es geht nicht darum, einen Täter zu ermitteln, sondern ihn aufzuhalten, seine Rache zu vollenden. Viel Zeit hat Rey nämlich nicht mehr, das er schwer krank ist und die letzten Monate seines Lebens in der Karibik verbringen möchte.

Natürlich erhalten wir weitere Einblicke in das Privatleben von Albin Leclerc und seiner Familie. Wir erfahren, dass der gewalttätige Noch-Ehemann von Albins Tochter Manon nach wie vor perfide Spielchen spielt und sie terrorisiert. Als Ex-Polizist kann Albin hier wenig ausrichten, doch in Matteo hat er einen Freund, der ohne viel Worte, die Angelegenheit (hoffentlich) ein für alle Mal erledigt.

Auch Cat Castel muss sich in ihrem Privatleben mit der Vergangenheit ihres aktuellen Freundes herumschlagen. Da bin ich schon neugierig, wie das ausgeht. Zum Glück ist ja schon ein neuer Fall mit dem Titel „Eiskalte Provence“ in Vorbereitung.

Der Schreibstil fesselnd und das Tempo ist hoch. Der Showdown am Ende rundet diesen Krimi schön ab.

Herrlich sind auch wieder die Zwiegespräche zwischen Albin und seinem Mops Tyson, der sich seinerseits für Castels Mopsdame Mila interessiert.

Fazit:

Ein gelungener 5. Fall, dem ich gerne 5 Stern gebe. Ich warte ungeduldig auf Band 6 „Eiskalte Provence“.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Ich bin dein Tod von Inge Löhnig

KHK Konstantin „Tino“ Dühnfort ist nach seiner Elternzeit von der Mordkommission zur OFA, der Operativen Fallanalyse gewechselt. Bereits an seinem ersten Arbeitstag erhält er, gemeinsam mit seinen Kollegen, die alle aus unterschiedlichen Bereichen der Polizei kommen, den Auftrag nach Passau zu fahren, um sich den ungewöhnlichen Doppelmord an einem Ehepaar anzusehen.

Das Ehepaar wurde mit einer Armbrust erschossen und Wertsachen fehlen. Während der Chef-Ermittler vor Ort das Team der OFA kategorisch ablehnt, weil es sich ja um einen missglückten Einbruch handelt, ist Tino dessen nicht so sicher. Es gibt keine Spuren und es deutet alles eher auf eine Hinrichtung hin, nur WARUM?

Dühnfort stellt eigenmächtig Nachforschungen an und stößt auf zwei weitere Mordfälle, bei denen ebenfalls keine Spuren aufzufinden sind, aber die Taten sind vorab angekündigt worden. In jedem Fall hat das potenzielle Opfer eine Karte mit den Worten „Ich bin dein Tod“ erhalten. Ist hier jemand auf Rachefeldzug? Wer und warum?

Meine Meinung:

In ihrem neunten Fall für KHK Dühnfort ist der Autorin wieder ein fesselnder Krimi gelungen.

Die berufliche Veränderung macht, obwohl freiwillig und von Dühnfort erwünscht, entpuppt sich als nicht ganz so friktionsfrei wie erwartet. Statt geregelter Dienstzeiten, damit er sich um die Familie kümmern kann, wird er schnurstracks in einen komplexen Fall hineingestoßen. Dazu kommt, dass Tino nicht unbedingt als Teamplayer bekannt ist und bislang gewöhnt war, den Ton anzugeben. Das Unterordnen fällt ihm denkbar schwer. Er muss im eigenen Team viel Überzeugungsarbeit leisten, um seine Sicht der Lage darzulegen. Da das Team der OFA ja nur beratende Funktion hat, muss er sich mit engstirnigen Ermittlern vor Ort abquälen, die von ihrer eigenen Sicht keinen Millimeter abgehen wollen.

Die Kollegen sind neu, unbekannt und manchmal wirken sie nicht sehr sympathisch. Besonders Manfred, mit dem Tino im Zweierteam arbeiten muss, scheint ein Ekel zu sein, bis er Tino sein Geheimnis offenbart.
Auch Tinos Ehefrau Gina hat ihren festen Platz in der Geschichte und die Sorge, wegen der neuen Eigentümer, die Wohnung, in der sich alle wohl fühlen, räumen zu müssen, wird vermutlich im nächsten Band eine zentrale Rolle spielen. Für so manchen Schmunzler sorgt Tochter Clara, die mit Trisomie 21 zur Welt gekommen ist. Auch das bietet jede Menge Stoff für weitere Krimis.

Die Charaktere sind authentisch gezeichnet. Alle haben Ecken und Kanten, was sie sehr menschlich wirken lässt.

Fazit:

Ein Krimi, der bis zur letzten Seite spannend ist und durch sorgfältige Recherche besticht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und warte mit Ungeduld auf den nächsten Band.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Grandioser AUsflug in das Wine von 1873

Alles Geld der Welt von Gerhard Loibelsberger

Gerhard Loibelsberger entführt seine Leser in das Wien von 1873. Es ist die Zeit des Großbürgertums, der Wissenschaft und Spekulanten. Armut und Reichtum stehen sich unversöhnlich gegenüber.

Heinrich von Strauch hat von seinem Vater, dem jüdischen Geldverleihers Aaron Rosenstrauch ein riesiges Vermögen geerbt.

Wirklich glücklich ist er nicht, denn um von den jüdischen Vorfahren abzulenken ist er mit einer arischen Erbin verheiratet worden. Man lebt zwar im selben Haus, aber in getrennten Etagen und geht sich, bis auf die allernotwendigsten Begegnungen großräumig aus dem Weg.

Natürlich ist auch Heinrich in allerlei Spekulationen und windige Geschäfte verstrickt, bis er dieser überdrüssig wird und das Geld einfach ausgibt. Er überlässt die Geschäfte mehr und mehr Ernst Xaver Huber, seinem nicht minder windigen und skrupellosen Geschäftspartner und widmet sich vor allem den leiblichen Genüssen - Wein, Weib und gutes Essen.

Die Ausrichtung der Weltausstellung ist DAS Ereignis des Jahres und kostet Unsummen an Geld. Auch Heinrich hat hier ungewöhnlich viel investiert.

Es kommt wie es kommen muss: Am 9. Mai 1873 kommt es zum großen Börsencrash und Heinrich von Strauch ist mitten drin.


Meine Meinung:

Dieser historische Roman ist kein Krimi im herkömmlichen Sinn. Dennoch handelt er von Verbrechen. Die Täter sind diesmal in feinem Zwirn und mit der Aktentasche unterwegs. Sie versprechen den Anlegern das Blaue vom Himmel herunter und bringen auch die kleinen Gewerbetreibenden dazu, in windige Unternehmen zu investieren.

Trotzdem dürfen wir dem Johann Maria Nechyba, dem Kult-Kiberer aus der gleichnamige Reihe, ganz kurz begegnen. Nechyba ist da noch ein Kind, dessen Neugierde den vermeintlichen Mörder einer alten Frau entlastet (S. 295).

Heinrich von Strauch erscheint als gesättigter, des Reichtums und des Lebens überdrüssiger Mensch. Doch statt mit dem vielen, wenn auch häufig ergaunerten Geld, etwas Gutes zu tun, wie es etwas die Rothschilds mit dem Bau von Krankenhäusern getan haben, lässt er seinen Geschäftspartner schalten und walten wie es ihm gefällt. So bemerkt er die Intrigen, die hinter seinem Rücken gesponnen werden, gar nicht. Irgendwie ist er eine tragische Gestalt, mit der man fast schon Mitleid haben könnte.

Doch wie viele Menschen hat er mit seinen Luftgeschäften ins Elend gestürzt? Und wie steht es mit seiner Rechtschaffenheit seinen Dienstboten gegenüber? Die Selbstverständlichkeit mit der er die weiblichen Dienstboten sexuell ausbeutet, ist aus heutiger Sicht schwer zu ertragen. Gut gelungen und präzise eingeflochten sind die Gedanken des beinahe wie einen Sklaven gehaltenen Kammerdieners. Auch dies spiegelt das Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Ständen drastisch wieder.

Gerhard Loibelsberger ist es wieder ausgezeichnet gelungen die Diskrepanz zwischen arm und reich plastisch darzustellen. Er zeigt die morbide, durch und durch faule Gesellschaft des 19. Jahrhundert. Seine Geschichte ist von Zeitungsberichten untermauert und, wie wir es von Gerhard Loibelsberger gewöhnt sind, spazieren wichtige historische Persönlichkeiten durch das Geschehen - Beginnend mit Eduard von Bauernfeld bis Josephine von Wertheimsetin. Ein sehr nette, persönliche Geste ist, dass er Karl Loibelsberger, Setzer in einer Druckerei und sein Urgroßvater erwähnt. So etwas gefällt mir immer wieder.

Passend zur Epoche und zur Nechyba-Reihe ist für das Cover wieder ein Motiv von Gustav Klimt gewählt - diesmal der „Kuss“. Das beschert diesem historischen Roman einen hohen Wiedererkennungswert.

Wer sich mit den Spekulanten und deren unsauberen Geschäften weiter beschäftigen möchte, findet im Anschluss an das ausführliche Glossar, das die typischen Wiener Ausdrücke erklärt, soweit diese nicht durch Fußnoten erläutert sind, einige Tipps und links zum Nachlesen.

Vielleicht auch als Vorbeugungsmaßnahme zu sehen, denn die Geldgier schläft nicht und die Spekulanten treiben sich nach wie vor herum, um den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Geschichte wiederholt sich. Solche Zusammenbrüche der Börsen sind auch heute jederzeit möglich.

Fazit:

Ein grandioser Ausflug in Wien von 1873, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine wunderschöne Liebes- und Familiengeschichte

Alles Geld der Welt von Gerhard Loibelsberger

Maighread Robertson ist tief enttäuscht von ihrem Ex Dylan, der sich ohne Vorwarnung von ihr getrennt hat. Nun ist nicht nur die Liebe weg, sondern gleichzeitig auch Job und Wohnung. Beim Ausmisten im Dachboden ihrer Mutter Lindsay, zu der sie gezwungenermaßen zurückgekehrt ist, findet sie ein Foto ihrer Großeltern, von denen ihr immer erzählt wurde, sie seinen vor vielen Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.

Aber sie leben. In Schottland. Nachdem diese Lüge aufgeflogen ist, macht sie sich von Kilmarnock auf nach Callwell um Elisabeth und Bob endlich kennenzulernen.
Bei einer Autopanne kurz vor ihrem Ziel hilft ihr der sympathische Joshua McLoughlin, der mit seiner Schafherde und seinen beiden Hunden unterwegs ist. Und nein, Liebe auf den ersten Blick gibt es nicht. Kann es nicht geben. Nicht für Maighread.
Ich finde es so schade, dass diese wunderschöne Geschichte schon ihr Happy End gefunden hat und ausgelesen ist. Ich könnte noch stundenlang mit Maighread und Joshua am Loch Lomond und der Umgebung spazieren gehen. Aber es ist nicht mehr lange hin, dann kann ich „Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands“ trinken und die Menschen, die ich hier so lieb gewonnen habe, wiederlesen.
Großvater Bob, dessen Namen sie ihrem kleinen Auto gegeben hat, ist leider im vergangenen Jahr verstorben. Großmutter Elisabeth schlägt ihrer Enkelin die Tür vor der Nase zu. Doch Maighread hat den Sturkopf ihrer Mutter und ihrer Großmutter geerbt und lässt sich nicht so leicht abweisen. Außerdem lernt sie Chloe kennen, eine ebenfalls sehr sympathische junge Frau, bei der sie ein Zimmer mietet. Natürlich ist auch Joshua immer wieder zur Stelle und ich lerne die Haushälterin von Callwell Castle kennen. Eilith ist so eine herzensgute Frau, wie man sie nur selten findet und die sich Maighread´s sofort annimmt. Ihre neuen Freunde geben ihr Mut und Halt, so dass sie alle drei Robertson Frauen an einen Tisch bringt und alle Missverständnisse ausgeräumt werden. Aber ein Geheimnis gibt es immer noch. Was, das müsst ihr selbst lesen.
Die Wolle, das Stricken und Strickmuster nehmen neben der Liebesgeschichte einen etwas größeren Raum ein. Wenn Maighread über Wolle spricht, kann ich ihre Liebe und Leidenschaft dazu richtig spüren. Außerdem lerne ich etwas über Schafzucht und das Mulesing (diesen Begriff kannte ich noch gar nicht). Ganz zum Schluss bekomme ich auch noch drei Strickanleitungen zu wolligen Teilen, von denen in der Geschichte immer wieder gesprochen wird.
Durch den flüssige und sehr lebendige Schreibstil von Susanne Oswald bin ich sehr schnell in der Geschichte drin und kann mir alles sehr gut vorstellen. Ist mein Kopfkino erst mal angesprungen, habe ich die farbenfrohen Bilder im Kopf. Vor allem Joshua im Kilt beim Baumstammwerfen gefällt mir sehr gut.
Unter jedem neuen Kapitel ist der Name desjenigen aufgeführt, aus dessen Sicht die Geschichte gerade erzählt wird. Das macht mir die Zuordnung leichter und ich lerne die Geschehnisse auch aus verschiedenen Sichtweisen kennen.
Eine tolle Familien- und Liebesgeschichte, etwas zu vorhersehbar, über Geheimnisse und Missverständnisse, die alle ausgeräumt werden und sich daraus ein wunderschöner Wohlfühlroman ergibt.

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Rezensionen von Claudia R:

humorvoller und fesselnder Wohlfühlkrimi

Tod in Perchtoldsdorf von Christian Schleifer

Klappentext:

Der Heurigenort Perchtoldsdorf steht unter Schock: Bei den berühmten Sommerspielen wird ein Schauspieler auf offener Bühne getötet. Die ehemalige Polizistin Charlotte Nöhrer, die als Neu-Winzerin eigentlich versuchen wollte, dem Publikum ihren Frizzante nahezubringen, stolpert in die Ermittlungen.

Schnell entspinnt sich ein Gewirr aus Liebe, Eifersucht und Erpressung. Dabei hat Charlotte mit dem elterlichen Weinbaubetrieb, den sie gegen alle Widerstände ins 21. Jahrhundert katapultieren will, alle Hände voll zu tun!

Cover:

Das Cover zeigt das Blatt einer Weinrebe und sticht durch sein saftiges grün hervor. Der Hintergrund ist in schwarz gehalten. Durch Einfachheit und Minimalismus macht dieses Cover auf sich aufmerksam. Nur das Blatt und der Titel, auch in grün gehalten, stechen hervor.

Meinung:

Der Schreibstil ist ungewöhnlich, dennoch sehr flüssig und angenehm. Es lässt sich sehr gut lesen und man kommt sehr schnell und gut voran.

Das Buch ist wie ein Stück aufgebaut. Das Szenario der Sommerspiele ist hier ein wichtiges Element und so ist auch die Geschichte in Akte bzw. Aufzüge gegliedert und diese sind ebenfalls unterteilt in kleinere Abschnitte. Die Gliederung hat mir gut gefallen und ist zugleich etwas Besonderes.

Die Spannung baut sich nach und nach auf und verliert sich dann hin und wieder an einige kleinere Schauplätze, die wiederum für gute Unterhaltung und zwischenmenschliche Hintergründe zwischendurch sorgen.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Charlotte, die eine sehr starke Persönlichkeit und Frau verkörpert und mir dies sehr gut gefallen hat.

Neben dem Kriminalfall spielen hier vor allem das Zwischenmenschliche, Eifersucht und Generationskonflikte eine wichtige Rolle. Familie und das Weingut nehmen hier eine große Rolle ein und werden gut verpackt in den Kriminalfall integriert. Auch wenn dadurch zum Ende hin, kurzzeitig die Spannung etwas verloren geht, und es etwas ruhiger zugeht, so integriert sich das Thema Wein und die Hintergründe des Geschehens ganz gut mit dem Kriminalfall.

Die eigenwillige Schreibweise mit z.B. den Artikeln vor den Namen, macht es Besonders und zu Beginn etwas skurril, aber dies hat mir gut gefallen. Auch der humorvolle Schreibstil und die gut ausgearbeiteten Charaktere, mit einigen Ecken und Kanten, wurden sehr liebevoll gestaltet und kamen sehr authentisch rüber. Diese hatten sehr viel Charme und waren gut durchdacht.

Es ist hier für gute Unterhaltung gesorgt und ein richtiger Wohlfühlkrimi, der für angenehme Lesestunden sorgt.

Bis zum Ende hin bleibt es spannend und auch die überraschenden Wendungen zwischendurch und die fesselnde Art und Weise hat für Spannung gesorgt. Mir hat dieser Fall sehr gut gefallen und ich würde gern mehr über Charlotte und diese Region erfahren und lesen.

Fazit:

Ein humorvoller und fesselnder Wohlfühlkrimi, bei dem neben dem Kriminalfall, auch das Zwischenmenschliche und Generationskonflikte eine Rolle spielen.

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