Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nele33:
Camping ala Bergmann
Ans Vorzelt kommen Geranien dran von Renate Bergmann
Die Bücher von Renate Bergmann haben mittlerweile schon viele Fans und Anhänger.
Diesmal nimmt die Seniorin den Leser mit zu dem Campingurlaub mit ihrem befreundeten Ehepaar Kurt und Inge.
Alleine das besichtigen des "Schlafwagens" war herrlich beschrieben und ich musste einige Male herzhaft lachen.
Dann die 3 Koffer mit dem "Nötigsten" und natürlich die Geranien, die ja sonst vertrocknen, müssen mit. Was alles bedacht werden muss...unglaublich.
Die Beschreibungen der Mitcamper und die daraus resultierenden Begegnungen wecken Erinnerungen an eigene Camping-Erlebnisse und lassen Erfahrungen aufleben.
Wie immer ist die Geschichte sehr kurzweilig geschrieben, mit der richtigen Prise Humor und zwischendrin auch mal so richtig schön sarkastisch.
Normalerweise ist dies so gar nicht meine Lektüre, aber für Oma Bergmann mache ich da gerne eine Ausnahme.
Herrlich für zwischendurch und zum abschalten.
Rezensionen von PeLi:
Huldas letzter Fall
DUNKEL von Ragnar Jonasson
Hulda Hermannsdóttir, Polizistin in Reykjavík, ist kurz vor Ihrem Ruhestand. Ihr Chef, mit dem sie sowieso nicht besonders gut auskommt, hat bereits einen jungen Nachfolger für Huldas Posten, deshalb würde er sie lieber heute als morgen nach Hause schicken . Hulda lässt sich aber nicht früher, als unbedingt nötig, in Rente schicken und so bietet ihr Chef ihr an, sich doch einen der älteren ungeklärten Fälle auszusuchen für ihre letzten Arbeitstage.
Insgeheim hofft er, Hulda so einfach noch ein bisschen zu beschäftigen, ohne viel von ihr zu sehen oder zu hören, denn besonders beliebt war die Kommissarin bei Chef und Kollegen noch nie.
Hulda sucht sich einen Fall aus, der vor einem Jahr passierte und der ihr seitdem nicht aus dem Kopf ging. Damals wurde eine junge Asylbewerberin tot aufgefunden und ihr Kollege, der ihn bearbeitete, ging am Ende seiner Ermittlungen von Selbstmord aus. Hulda glaubt als einzige nicht daran, dass die junge Frau sich wirklich selbst getötet hat und so versucht sie, in der kurzen Zeit, die ihr noch bleibt, herauszufinden, was vor einem Jahr geschah. Je näher sie der Wahrheit allerdings bei ihren Ermittlungen kommt, umso mehr bringt sie auch sich selbst in Schwierigkeiten.
"Dunkel" von Ragnar Jónasson ist düster, spannend und besonders, was das Ende angeht, schockierend und unerwartet. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, so, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Hulda ist keine sympathische und vor allem, keine 0815 - Ermittlerin. Sie führt ein ziemlich einsames Leben und im Laufe der Geschichte, erfährt man auch, warum sie so ist, wie sie ist. Mehrere Handlungsstränge wechseln sich ab und so erfährt man immer bruchstückhaft, was vor einem Jahr mit der jungen Asylbewerberin geschah und erfährt zusätzlich einiges aus Huldas Leben . Ich muss zugeben, teilweise waren für mich diese Abschnitte, in denen es um ihre Vergangenheit ging, nicht leicht auszuhalten. Diese düstere Atmosphäre ist ja schon irgendwie typisch für einen isländischen Krimi, da erwartet man natürlich auch gar keinen "Heile-Welt-Roman, doch das Ende hat mich dann trotzdem nochmal ziemlich geschockt und auch überrascht.
Ein spannendes Buch, das mich wirklich gefesselt hat und trotzdem bin ich noch nicht sicher, ob ich auch die Fortsetzungen lesen werde, weil für mich irgendwie die Spannung weg ist, wenn Huldas Geschichte rückwärts erzählt wird.
Rezensionen von PeLi:
für mich eher langweilig
Ozelot und Friesennerz Roman einer Sylter Kindheit. Gebunden. von Matthiessen Susanne
In "Ozelot und Friesennerz" geht es um die Entwicklung Sylts von einer eher beschaulichen Insel in den 60/70 er Jahren zu einer Insel der Reichen heute.
Die Erzählerin wuchs auf als Mitglied einer bekannten Kürschnerfamilie . Das Pelzgeschäft ihrer Familie war in den 60er/70er Jahren sehr erfolgreich auf Sylt, damals trug man noch Pelz als Statussympol.
Außerdem vermieteten damals so gut wie alle Sylter Familien jeden freien Platz in ihrem Zuhause an Urlaubsgäste. Alles war also damals eher beschaulich und privat, was sich dann im Laufe der Jahre natürlich sehr geändert hat, denn inzwischen ist Sylt ja eher zur Schickimicki-Insel geworden.
Die Autorin erzählt über diesen Wandel , den die meisten Bewohner natürlich nicht so positiv sehen.
Für mich als Leserin war das alles eher langweilig, muss ich zugeben. Einige kleinere , witzige Abschnitte über ein paar skurrile Personen gab es schon in diesem Buch. Aber der Großteil der Geschichte zog sich für mich leider wie Kaugummi. Eventuell liegt es daran, dass ich keinen Bezug zu Sylt habe und Leute, die dort wohnen oder ihre Kindheit auf der Insel verbrachten, für die ist es vielleicht interessanter.
Rezensionen von Duffy:
Gefühlvoll
Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis von Silke Ziegler
Amelie hat als Schriftstellerin mit einer Leseblockade zu kämpfen, die dadurch entstanden ist, da sie einen schrecklichen Verlust erleiden mußte. Bei einem Autounfall kommen ihr Ehemann und ihr kleiner Sohn ums Leben. Sie hatte Glück obwohl sie es nicht so sieht, den Unfall überlebt zu haben. Ihre Eltern sind sehr besorgt und schlagen ihr vor eine Auszeit zu nehmen im Haus ihres Vaters, der in einem kleinen Ort in Südrankreich nahe am Meer aufgewachsen ist und den Amelie gut kennt.
Das Haus gehört dem Vater zusammen mit ihrer Tante und die hat das Haus an Benjamin vermietet. Die Tante in die Enge getrieben schlägt vor das Beide in dem Haus wohnen sollen. Das ist Amelie garnicht Recht, doch nach und nach findet sie mit Benjamin ins Leben zurück. Doch ein dunkles Familiengeheimnis hängt wie eine Wolke über ihr Leben. Der Roman ist der Auftakt einer Familiensaga und ist sehr gefühlvoll geschrieben. Auch an Spannung mangelt es nicht und man wartet jetzt ungeduldig wie es weitergeht.
Rezensionen von yellowdog:
Die Flucht
flüchtig von Hubert Achleitner
Der Roman ist für mich in erster Linie ein Porträt einer Frau und ihres Lebensgefühl.
Eva Mara Magdalena, Maria genannt wurde 1962 in Österreich geboren. Sie heiratet nach unbeschwerter Kindheit und Jugend Herwig. Sie wünschen sich ein Kind, aber Maria kann nicht schwanger werden. Nach 30 Jahren verlässt Maria ihren Man überraschend und geht auf eine Selbstfindungsreise.
Erwähnenswert sei aber auch, das Herwig eine intensive Beziehung mit der jungen Nora hat.
Das Nora dann schwanger wurde, ist Marias Schmerz.
Der Roman wird durch eine gediegene Erzählweise bestimmt, die meiner Meinung nach nur bedingt funktioniert. Zum Beispiel wird ein Teil der Handlung von der Anhalterin Lisa erzählt, die Maria mitgenommen hatte. Doch andere Abschnitte haben mit Lisa nichts zu tun und da fragt man sich, wie das zusammenpasst.
Davon abgesehen, passt die Aufteilung der Abschnitte zwischen den Figuren und es gibt immer wieder sehr gelungene Passagen mit hervorragenden Beschreibungen. Deswegen hat mir der Roman überwiegend schon ganz gut gefallen, aber es ist auch noch Luft nach oben.
Rezensionen von Castilleja:
Le Lavandou
Dunkles Lavandou von Remy Eyssen
Der Rechtsmediziner Leon Ritter ermittelt wieder in Le Lavandou, dem kleinen, pittoresken Dorf in der Provence. Schon sein sechster Fall und auch dieses Mal wird es spannend. Selbstmord oder doch Mord, gar ein Ritualmord? Ritter tritt für Mord ein und mit seiner ruhigen Art ist er meines Erachtens mal wieder sehr überzeugend, auch wenn die Polizei den Fall länger anders auffasst.
Präzise Beschreibungen, ein spannender Fall, der meiner Meinung nach auch überzeugend gelöst wird. Und das Ganze eingebettet in die wunderschöne Provence, so dass man bei den Landschaftsbeschreibungen oder auch beim Lavendel - der "riecht" quasi aus dem Buch heraus - das Gefühl hat, vor Ort dabei zu sein und so auch Urlaubsfeeling bekommt. Allerdings überwiegen hier nicht diese Beschreibungen, denn im Mittelpunkt stehen zum Glück weiter die Ermittlungen, so dass ich diesen Krimi sehr gerne gelesen habe - als Gesamtpaket.
Rezensionen von heinoko:
Ein sehr gelungener klassischer Whodunit
Halligmord von Greta Henning
Schon lange nicht mehr hat mir ein Kriminalroman so viel Spaß gemacht wie dieser hier. Intensiv wie ein Kammerspiel, auf kleinstem Raum spielend und perfekt inszeniert, entwickelt sich die Suche nach dem Schuldigen vor den Augen des rätselnden Lesers.
Die Szenerie könnte nicht besser gewählt sein.
Auf einer Nordsee-Hallig spült das Meer menschliche Knochen frei, ein Skelett, das schon viele, viele Jahre im Boden gelegen haben muss. Aber wer ist der Tote? Minke van Hoorn, ursprünglich Meeresbiologin, ist in ihre friesische Heimat zurückgekehrt und als Kommissarin in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters getreten. Doch dieser erste Fall ist alles andere als einfach für sie. Der einzige Kollege ist ausschließlich beschäftigt mit den Festvorbereitungen für seinen Renteneintritt, die zwei alteingesessenen Familien auf Nekpen sind überaus schweigsam, und dann verschwindet auch noch der Sohn des alten Deichgrafen. Minke gerät schwer unter Druck, denn ein gewaltiger Herbststurm rollt auf die Hallig zu…
Von der ersten Seite an zieht die Autorin den Leser in ihren Bann, was zu einem ganz großen Teil daran liegt, dass sie außerordentlich intensiv die spezielle Atmosphäre einer Nordsee-Hallig zu schildern versteht. Man hat beim Lesen ständig das Gefühl, die würzig-salzige Meeresluft zu atmen, den Wind auf der Haut zu spüren, die Weite des Horizonts und die Begrenztheit der Hallig vor Augen. Dazu kommt auch die Nähe, die der Leser zu Minke von Hoorn aufbaut, denn ihre verhaltene Trauer um ihren Vater und ihr gelassenes, nachdenkliches Wesen machen sie überaus sympathisch. Überhaupt werden die Menschen auf der Hallig sehr vielschichtig und einfühlsam geschildert, kantig, geradeaus, ein wenig wunderlich. In relativ kurzen Kapiteln, dennoch folgerichtig, mit leisem Humor gewürzt, durchweg spannend erzählt Christa Henning die Geschichte. Wohldosiert, in ganz kleinen Häppchen, bekommt der Leser Informationen, die ihn zum Miträtseln animieren. Wie ein klassisch gestrickter Kriminalroman nach englischem Muster erfolgt in einer eindrücklichen letzten Szene die überraschende Aufklärung. Ein Lesegenuss!
Rezensionen von annabookie:
Ein Gepäckträger für das Gepäck des Lebens
Halligmord von Greta Henning
Der Gepäckträger- Eine Erzählung über die Kunst, unbeschwert zu leben (David Rawlings)
Wie man das Gepäck des Lebens ablegt...
Gillian Short, David Byrne und Michael Downer nehmen den gleichen Flug. Als sie ihre Koffer vom Band nehmen, kommt es dazu, dass alle drei einen falschen Koffer mitnehmen.
Jeder der drei ist eh schon gestresst und nun auch noch das. Gillian besucht ihre angeberische Schwester Becky und hat quasi vor dem Flug schon genug von diesem Besuch. David könnte Job und Frau verlieren. Michael soll sich laut seinem Vater für ein Sportstipendium bewerben, obwohl in ihm ein Künstlerherz schlägt.
Und dann gibt es da noch einen jungen Gepäckträger, der sie dazu veranlasst sich mit ihrem Gepäck zu beschäftigen.
David Rawlings ist mit dieser Geschichte eine einfühlsame Erzählung gelungen, der die Situation vieler Menschen widerspiegelt.
Gleich zu Beginn hat mich das Zitat "Was uns belastet, ist nicht unser Gepäck, sondern die Entscheidung, es zu tragen." berührt.
Mit Gillian, David und Michael sind zwar nicht alle Probleme des Lebens, aber zumindestens einige, abgedeckt. Gillian ist ein Mensch, der oft unzufrieden ist, da sie sich und ihr Leben ständig mit anderen vergleicht. David hat Job- und Eheprobleme, die sich auf seinen Magen schlagen. Außerdem ist er eher aufbrausend und seinem Gegenüber unfreundlich. Michael spürt den Druck den Erwartungen seines Vaters gerecht zu werden. Er kann kaum seine eigenen Gedanken und Gefühle in Worte fassen, da er seinen Vater nicht enttäuschen möchte.
Der Gepäckträger versucht den dreien zu helfen und stellt kritische Fragen, doch nicht alle sprechen gut darauf an....
Alles in allem hat mir die Erzählung ausgesprochen gut gefallen. 171 Seiten sind eine angenehme Länge für solch eine tiefgründige Geschichte. Auch interessant fand ich die Fragen zu den jeweiligen Kapiteln. Ich würde dieses Buch von David Rawlings auf jeden Fall weiterempfehlen.
Rezensionen von Claudia R:
gelungener Auftakt
Homer Pym von Wolf Cendrine; Plichota Anne
Klappentext/Inhalt:
Fünf Jahre sind vergangen, seit Homer Pyms Vater bei den Dreharbeiten zu seinem Film über die Reisen des Odysseus plötzlich verschwand. Selbst die Polizei hat die Suche nach ihm aufgegeben. An seinem zwölften Geburtstag erhält Homer als Geschenk die außergewöhnliche Wüstenrennmaus Bibi Zwo, die ihn in eine von unglaublichen Wesen bevölkerte Parallelwelt führt.
Hier entdeckt Homer das Unvorstellbare: Sein Vater ist Gefangener in dem von ihm geschaffenen Film! Homer und seine Freunde müssen all ihren Einfallsreichtum aufbringen, um Herrn Pym zu befreien. Zumal er nicht der Einzige ist, der in der falschen Welt feststeckt ... Bei ihrer Suche treffen sie auch auf Figuren der Odyssee, die nun in der Wirklichkeit ihr Unwesen treiben.
Ein packender Fantasy-Roman für Kinder ab 10 Jahren, aus der Feder der Autorinnen der Bestsellerreihe Oksa Pollock!
Cover:
Das Cover verbreitet Magie und Spannung. Man sieht einen Jungen mit einer Filmrolle in der Hand, von welcher etwas magisches auszugehen scheint. Das Cover ist sehr schön gestaltet und macht neugierig und weckt das Interesse. Auch die kleine Maus Bibi Zwo ist erkennbar. Die Farbwahl und Gestaltung finde ich sehr gut gelungen.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr gut und locker lesen.
Man kommt sehr schnell und gut in das Geschehen und die Geschichte hinein. Die Erzählweise ist sehr bildlich und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Auch die Charaktere wurden sehr gut und mit sehr viel Herzblut gestaltet. Das merkt man in der liebevollen Art, wie sie agieren und sich verhalten. Homer und auch Bibi Zwo haben mir sehr gefallen. Auch wenn mir die Reiterei von Bibi Zwo manchmal ein wenig zu gezwungen rüber kam. Toll fand ich auch die Freunde von Homer. Lylou und auch Sascha haben mir sehr gut gefallen und auch ihr gegenseitiges Verhältnis. Man hat auch gemerkt, dass Homer ein Stein vom herzen gefallen ist, als er sie endlich in sein Geheimnis eingeweiht hat.
Vom eigentlichen Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Die Geschichte ist spannend, fesselnd und sehr gut durchdacht. Jedoch ist mir das Ende ein wenig zu offen, da hätte ich mir doch einen etwas geschlosseneres Ende gewünscht. Es bleiben dann doch noch sehr viele Fragen offen und so bleibt das Warten auf den nächsten Band. Auf diesen bin ich schon sehr gespannt.
Die Gestaltung des Buches und auch der Kapitelanfänge hat mir sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und lassen sich dadurch auch sehr gut lesen. Der Schreibstil und die Schriftgröße sind altersentsprechend angepasst.
Die Geschichte ist gut durchdacht und hat sehr viel Freude gemacht. Die Charaktere sind sympathisch und man erfährt gern, was sie durchleben. Auch besonderes Stilmittel, wie die reimende Maus Bibi Zwo kommen zum Einsatz, auch wenn mir dies nicht immer ganz gefallen hat und mich die reimende Maus nicht 100% überzeugen konnte. Bibi Zwo fand ich total süß und ein wirklich niedlicher Charakter, aber die Reime waren manchmal etwas holperig und nicht ganz flüssig. Die Geschichte und die Idee dahinter fand ich toll, jedoch hätte ich mir am Ende etwas mehr Aufklärung gewünscht. Dies war mir doch zu offen.
Alles in allem aber eine sehr schöne und empfehlenswerte Geschichte, die sehr viel Freude und Spaß gemacht hat. Ich möchte gern mehr über Homer und seine Freunde lesen und erfahren.
Fazit:
Packender, spannender und fesselnder Auftakt einer neuen Jugendreihe, welche mit tollen Charakteren und einem spannenden Setting überzeugt.
Rezensionen von nicole koppandi:
Was für eine Inspiration!
Bowies Bücher von John O'Connell
David Bowie hatte eine „mobile Bibliothek“, die auf all seinen Reisen mitgenommen wurde, denn er hat immer gelesen.
Drei Jahre vor seinem Tod hat er eine Liste mit jenen 100 Büchern erstellt, die sein Leben prägten und beeinflussten. Dabei handelt es sich nicht um seine Lieblingsbücher, sondern um die wichtigsten Bücher.
Es sind jene Bücher, die sein Schaffen, seine Kunst, seine Musik beeinflussten.
Es wird aber auch erzählt, wie Bücher oder Filme oft den Zeitgeist erfasst haben oder andere Künstler von Büchern beeinflusst wurden und wo bzw wie dies sich dann wiederspiegelte.
Es sind Bücher unterschiedlicher Genres, wie Dystopien, Bücher über Kunst und Biografien von Künstlern, aber auch Bücher zu Geschichte und Musik und ganz viele Klassiker kommen auf seiner Liste vor.
Jedes Buch wird auf 2-3 Seiten kurz vorgestellt und es wird auch ein Kontext zu seinem Leben bzw seiner Kunst und seinen Lieder hergestellt. Am Ende jeder Vorstellung gibt es einen Tipp, welches Lied man sich dann passend dazu anhören sollte.
Als Leserin und Leser lernt man ganz viele neue Bücher kennen, die eine wahre Inspirationsquelle sind (Wunschbuchliste hat sich dramatisch vergrößert!). Dann hat es mich immer wieder erfreut, wenn David Bowie ein Buch gelesen hatte, dass ich selbst las und man erfährt, wie er darüber dachte und was man selbst zu dem Buch zu sagen hatte.
Dieses Buch zeigt uns allen (auch jenen, die keine David Bowie Fans sind), wie wichtig Literatur ist, wie sie beeinflussen, prägen, weiterbringen kann und wie kreativ man durch Literatur werden könnte.
Dieses Buch habe ich erhalten im Rahmen der Bloggerleseaktion des Kiwi-Verlags und habe mich sehr darüber gefreut.










