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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Funke sprang nicht über

Die Perlenfarm von Liza Marklund

Die Perlenfarm ist ein ungewöhnliches Buch. Es ist auch ganz anders als die anderen Romane von Liza Marklund, obwohl auch hier gesellschaftlich sozialkritische Elemente betrachtet werden.
Am Anfang ist Kionas Leben so paradiesisch, wie es der Klappentext verspricht. Mit Ausnahme des tragischen Unfalltodes ihrer Schwester, an dem sich Kiona schuldig fühlt.

Ihr Leben wird sich ändern, als sie Erik kennen lernt, der fremd auf der Insel ist und der offensichtlich eine geheimnisvolle Vergangenheit hat.
Leider führt das für meinen Lesegeschmack nachteilig dazu, dass mich die Liebesgeschichte zwischen Kiona und Erik nicht wirklich erreicht.
Als Kiona nach Schweden reist, lernt sie eine ganz andere Welt kennen, die sehr kalt und deprimierend ist.
Auch hier konnte ich ihren emotionale Zustand manchmal nur erahnen und ihre Handlungen sind nicht immer ganz nachvollziehbar.

Es gibt gute Momente im Buch, aber leider sprang der Funke nie so richtig über. Ich hatte mehr von dem Buch erwartet.

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Rezensionen von thora01:

Banshee Livie auf Abwegen - spannender 5. Band

Banshee Livie (Band 5): Klauen für Könner von Miriam Rademacher

Inhalt/Klappentext:
Ein blaues Plüschtier entführt die Banshee der Harrowmores direkt aus ihrer heimatlichen Dachkammer und liefert sie einem unheimlichen Tribunal aus.
Unschuldig verurteilt, findet sich Livie plötzlich in der Ewigen Bibliothek zwischen Unmengen von Büchern wieder. Wem hat sie all das zu verdanken? Steckt etwa ihr guter Freund, der Zauberer Zach, dahinter? Und was ist das für ein Buch, nach dem gesucht wird? Livie muss das Rätsel lösen, obwohl ihr neuer Vorgesetzter Feuer spuckt, wenn sie sich ihm widersetzt …
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannendes fünfte Abenteuer von Livie.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist leicht zu lesen und hat mich sofort in die Welt von Livie entführt. Ganz besonders gefällt mir die Beschreibung der Bibliothek. Sie ist sehr detailiert und ich konnte sie mir sofort sehr gut vorstellen. In diesem Band zeigt Livie sich von einer ziemlich kämpferischen Seite. Sie ist nicht bereit alles einfach hinzunehmen. Sie wirkt zu Beginn ein wenig eingeschüchtert jedoch kommt sehr rasch ihr Kampfgeist wieder zum Vorschein. Sie nimmt die Verfolgung der von Zack gelegten Spuren aus. Ganz spannend fand ich wie Livie und ihr Todesbote sich kabbeln wie ein altes Ehepaar. Diese Szenen brachten mich zum schmunzeln. Auch die restlichen Nebenprotas fand ich toll geschrieben sie haben alle ihre ganz besonderen Eigenheiten. Die Geschichte ist sehr spannend und ein wenig undurchsichtig. Die Zusammenhänge waren nicht von Beginn an sofort ersichtlich. Livie musste in diesem Band detektivisches Geschick an den Tag legen. Ganz toll fand ich wie alle am Schluss zusammengearbeitet haben und Livies Eigenmächtigkeiten ein sehr positiver Abschluss gefunden hat.

Mein Fazit:
Tolle Fortsetzung. Ich liebe Livies Art mit allen Geschehnissen umzugehen. Sie hat mich auch in diesem Teil für sich eingenommen. Ich habe die Geschichte verschlungen und bin schon auf ihr nächstes Abenteuer gespannt.

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Rezensionen von heinoko:

Eltern, bitte lest dieses Buch mit eueren Kindern!

Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz von Annett Stütze; Britta Vorbach


Wie oft musste ich schon beobachten, wie Kinder gefühllos durch Blumenbeete trampeln und bei jedem Käferchen „iiiiih“ aufschreien, wie oft musste ich also erkennen, wie wenig diesen Kindern Achtung vor der Natur und Wertschätzung für die Natur beigebracht wird. Umso glücklicher bin ich über das vorliegende Buch, das in Zusammenarbeit mit dem BUND entstand.

Besser kann man ein solches Buch, das uns einen winzigen Ausschnitt aus dem Zusammenspiel der Natur näher bringt, nicht machen!

Die beiden Autorinnen lassen uns in diesem Band den Steinkauz näher kennenlernen, einen Eulenvogel, dessen Population bedroht ist, weil ihm die Lebensräume mehr und mehr genommen wurden. Zunächst begleiten wir ein Steinkauz-Pärchen durch das Jahr. Sehr, sehr anschaulich, anrührend und stellenweise atemlos spannend wird deren Leben erzählt. Die anstrengende Aufzucht der Jungen, die täglich überall lauernden Gefahren erleben wir mit. Im zweiten sachlichen Teil des Buches erfahren wir alles Wissenswerte über das Tier, über seine Lebensweise und seine Bedürfnisse. Vor allen Dingen aber erfahren wir auch, was wir ganz persönlich tun können, um dem Steinkauz zu helfen!

Doch nicht nur die hervorragenden Texte überzeugen. Die Gesamtgestaltung ist ganz großartig gelungen. Der erzählende Teil ist meisterhaft illustriert durch Bente Schlick. Die Zeichnungen sind so fein und exakt fast wie Fotos, richtig kleine Kunstwerke. Der Sachbuch-Teil enthält neben weiteren Zeichnungen von Bente Schlick viele Fotos, die zum Beispiel den Bewegungsablauf beim Fliegen zeigen oder einzelne Entwicklungsstadien. So werden die umfassenden Informationen durch die großzügige Bebilderung zusätzlich auf anschauliche Weise vertieft. Besser geht es nicht.
Eltern, bitte lest dieses Buch mit eueren Kindern!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Fesselnder, sehr emotionaler Start in eine neue Trilogie

Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis von Silke Ziegler

Vor drei Jahren hat Amélie Trauber durch einen Autounfall ihren Mann und ihren zweijährigen Sohn verloren. Seitdem ist die bisher sehr erfolgreiche Autorin nicht mehr in der Lage zu schreiben. Um ihr aus ihrer Depression heraus zu helfen, schickt sie ihr Vater in seine südfranzösische Heimat nach Collioure an der Côte Vermeille in das Haus von Großmutter Isabelle.

Dort hat sich zwischenzeitlich ein deutscher Journalist eingemietet um von hier aus die Nazivergangenheit von Collioure zu recherchieren. Mit ihm muss sich Amélie nun arrangieren. Wie in ihrer Kindheit, wo sie oft die Ferien hier verbracht hat, will sie wieder backen und beginnt die Baguetterie im Erdgeschoss wieder ans Laufen zu bringen.
Als Amélie ihre Großmutter, die in einem Seniorenheim lebt, besucht, gibt die ihr ein altes Tagebuch und bittet sie es zu lesen. Zu gerne würde sie den Mann, den sie 1944 kennengelernt hat, noch einmal wiedersehen.

Die Geschichte erzählt in zwei Zeitzonen die Geschichten von Amélie im Hier und Heute und die von ihrer Großmutter anhand des Tagebuchs aus dem Jahr 1944 zur Zeit der deutschen Besatzung. Hier wurde mir beim Lesen erst wieder richtig klar, wie die französische Bevölkerung unter den deutschen Soldaten zu leiden hatten.
Obwohl Amélie anfangs recht ruppig, launisch und unfreundlich gegenüber dem Journalisten Benjamin daher kommt, habe ich sie recht schnell ins Herz geschlossen. Ihre Gemütsverfassung kann ich sehr gut verstehen und ich freue mich, dass sie ganz langsam aus ihrer Dunkelheit auftaucht. Obwohl recht schnell klar wird, wie die Geschichte ausgehen wird, hat mich das hier nicht gestört. Weil die Autorin es schafft mich zu fesseln, und mich mit ihren farbigen Bildern, die sich in meinem Kopf breit machen, mitten hinein zieht in zwei total verschiedene Welten.

Die Personen sind so liebevoll, liebenswert und detailliert mit individuellen Charaktereigenschaften gut vorstellbar beschrieben. Hier wird an einer Stelle beschrieben, dass Amélie die Gabe hat ihre Figuren mit Leben zu füllen und ihnen eine Seele zu geben. Ganz genau so macht es Silke Ziegler hier mit ihren Protagonisten und Nebendarstellern.
Die Landschaftsbeschreibungen ziehen mich hinein in eine Welt voller Düfte und Spaziergänge durch schmale Gassen sehe ich vorstellbar vor mir.
Es geht sehr emotional zu in der Geschichte und so konnte ich das ein oder andere Tränchen nicht aufhalten.

Der erste Band einer Trilogie, der mich sehr gut unterhalten hat, mit ganz viel Gefühl und Liebe. Aber auch mit Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit und einer greifbaren Spannung. Ich habe hier eine mir neue deutschsprachige Autorin kennengelernt, deren Schreibstil mir sehr gut gefällt. Und ich freue mich schon sehr, wenn ich demnächst Julie und Claire mit ihr zusammen kennenlernen darf.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin Emely, 14 Jahre aus Hall:

Serafin. Das Kalte Feuer; . von Kai Meyer

Testleserin Emely, 14 Jahre aus Hall: Wie immer zu Neumond, geht das Wasser in den Kanälen Venedigs zurück. Für Serafin bedeutet das, dass er in den Kanälen nach Schmuckstücken sucht, die er gegen Medizin für seine Mutter eintauschen kann. Und bei seiner Suche ist er nicht allein, Cagliostra, seine goldene, geflügelte und sprechende Katze passt auf ihn auf.

Doch statt Schmuck findet er zwei Mädchen die auf dem Boden vor einem goldenen Spiegel liegen. Als er eine von ihnen rettet, beginnt ein magisches Abenteuer. Junipa, das Mädchen, das er gerettet hatte, hat Spiegelaugen und kann damit durch die Spiegelwelt reisen. Sie und das andere Mädchen, Merle, kommen aus einer anderen Version Venedigs. Sie sind auf der Suche nach Merles Vater, der sich aus dem Staub machte, um das Herz der Stadt zu finden. Doch zuerst einmal müssen sie Merle finden, die von der Glasmachergilde eingesperrt wurde, und außerdem sind ihnen Kartographen auf der Spur. Als sie endlich eine Spur zu Merles Vater haben, begegnen sie dem Lapenentzünder Venedigs.

Der vierte Band aus dem Merle-Zyklus. Eine interessante und fantasievolle Geschichte. Ich empfehle dieses Buch Mädchen und Jungen ab 11 Jahren. Besonders gut hat mir Cagliostra und ihr Charakter gefallen. Es war an einigen Stellen lustig, durchgehend spannend und hat ein tolles Ende.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Gute Unterhaltung, leicht & flockig zu lesen

Lessons from a One-Night-Stand von Piper Rayne

Ein Liebesroman, der in Alaska spielt? Da war ich neugierig, obwohl es nicht so mein bevorzugtes Genre ist.


Zum Liebesroman: eingebettet war die Lovestory in ein quirliges Familienleben des männlichen Parts (Austin), gewürzt durch die beste Freundin und die Mutter der weiblichen Hauptperson (Holly).

Mein Favorit war Hollys Freundin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und mich oft zum Grinsen brachte.
Die Liebesgeschichte an sich war zwar vorhersehbar, aber nichtsdestotrotz schön zu lesen. Nur die Erotikszenen, nun ja, die hätten es für mich nicht in dieser Wiederholung gebraucht, sie wirkten auf mich, als ob sie einmal geschrieben worden wären und dann an beliebigen Stellen immer wieder einkopiert wurden.

Alaska als Ort des Geschehens war ja der Auslöser, warum ich das Buch lesen wollte. Der Ort hat allerdings so gut wie keinen Einfluss auf die Handlung, es könnte in irgendeiner Kleinstadt in den USA, die weitab vom Schuss liegt, spielen, auch Alaska-Flair tanken ist nicht inklusive. Insofern war ich diesbezüglich etwas enttäusch.

An die Lovestory hatte ich eigentlich keine große Erwartungen, hier trat dann aber das Gegenteil ein, das Lesen hat mir wirklich Spaß gemacht.

Das Buch ist der Auftakt einer Reihen, in der die Geschwister von Austin nacheinander im Mittelpunkt stehen. Ich glaube, da muss ich dann tatsächlich weiterlesen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Ausserhalb Dupins Komfortzone

Bretonische Spezialitäten von Jean-Luc Bannalec

Seine schlimmsten Befürchtungen sind eingetroffen - Dupin muss mit zwei anderen Kommissaren unter genauer Aufsicht der Präfekten am anderen Ende der Bretagne ermitteln.

Dupin sollte eigentlich an einer Weiterbildung in Saint-Malo teilnehmen, doch bei seinem mittäglichen Marktbesuch wird eine Frau erstochen, die Täterin flüchtet, aber sie ist bekannt.

Es ist die Schwester des Opfers und auch wenn die beiden miteinander konkurrenzierten, fehlt das Mordmotiv. Die Täterin verweigert jegliche Aussage, das ist das eine, aber dass es nicht bei einem Mord bleibt, das verkompliziert die Sache ungemein.

Die Kommissare ermitteln zu dritt, zu Dupins Erleichterung relativ autonom, aber es wird ein harter Fall für die drei. Sie kurven in der Gegend herum und so lernt man das Gebiet um Saint-Malo, besonders Cancale und Dinard, auch ein wenig kennen. Ebenso kommen die titelgebenden Spezialitäten der Gegend ins Spiel und auf den Tisch, kein Wunder, denn hier geht es um zwei Köchinnen und die Weiterbildung wird von gemeinsamen abendlichen Dinners gekrönt.

Riwal und Kadeg agieren für einmal nur minim im Hintergrund, doch ihr Wissen und ihre Recherchen sind wie immer gefragt und sorgen für neue Anhaltspunkte.

Dieser andere Blickwinkel macht den neunten Fall sehr interessant, so dass mich "Bretonische Spezialitäten" sehr gut unterhalten hat. Unweigerlich rätselt man mit. Macht sich Gedanken über ein mögliches Motiv und Täter, und fragt sich, ob die Kommissare eventuell etwas übersehen.

Es ist einer der besten bretonischen Fälle, wenn man von einigen unterlassenen Nachforschungen/Fragen rund um den Tatort am Anfang absieht.

Fazit: Dupin ermittelt ausserhalb seiner Komfortzone, aber ebenso erfolgreich wie immer.
5 Punkte.

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Rezensionen von April1985 :

Ivy & Asher

It was always you von Nikola Hotel

Das erwartet euch

"Meine Augen werden von ihm angezogen wie von einem Magneten, und selbst wenn ich wollte, könnte ich den Blick nicht von ihm lösen".

(Zitat aus It was always you von Nikola Hotel, Seite 263)


It was always you aus der Feder von Nikola Hotel ist im Kyss Verlag erschienen.

Es erzählt die Geschichte von Ivy Blakely, welche als 15-jährige in einer Nacht- und Nebelaktion ihr Elternhaus verlassen musste und in ein Internat nach New York verfrachtet wurde. Jetzt, 4 Jahre später, erhält sie eine Einladung, oder eher gesagt eine Vorladung, von ihrem Stiefvater. Ivy macht sich mit gemischten Gefühlen auf nach New Hampshire. Sie hat Angst, Angst davor endgültig aus der Familie verbannt zu werden, Angst vor einem Wiedersehen mit ihrem Stiefbruder Asher. Und tatsächlich stellt das Aufeinandertreffen mit Asher Ivy's Gefühlswelt so richtig auf den Kopf.

Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht zum Inhalt. Aber schnallt euch an, denn es erwartet euch eine Achterbahn der Gefühle. Und sitzt man einmal drinnen, steigt man so schnell nicht mehr aus. Ich hab das Buch an 2 Abenden hintereinander weggesuchtet. Ich denke, dass sagt schon so einiges aus.

Meine Meinung

zum Cover und zur Ausstattung
Schon beim Coverrelease dachte ich mir: Wow! So hübsch! Die Farbgebung und die geschwungenen, goldenen Buchstaben sind einfach nur wunderschön! Handlettering heißt hier das Zauberwort. Insgesamt finden sich im Buch 20 Stück davon und geben der Geschichte den letzten Feinschliff. Quasi die Kirsche auf der Sahnehaube. Gezaubert wurden die Handletterings von Carolin Magunia. Die Illustratorin hat wirklich magische Hände. Wer mehr vom ihr sehen möchte, sollte auf ihrer Homepage www.carolin-magunia.de vorbeischauen.
zum Schreibstil
Genauso magisch wie die Handletterings ist der Schreibstil von Nikola Hotel. Kurzum: ich liebe ihn! Dieser ist leicht und beschwingt und ich bin wirklich an ihren wunderschönen Worten geklebt. Ich habe ihr die Handlungen der Protagonisten, die Gefühle, die Landschaftsbeschreibungen, ja einfach alles abgenommen. Sie trifft genau das richtige Maß und triftet nicht zu sehr in Kitsch ab. Einfach perfekt!

Wie ich oben schon geschrieben habe, habe ich das Buch innerhalb von 24 Stunden ausgelesen. Daran ist vorallem Nikolas einnehmender Schreibstil "schuld", der einem nur so durch die Zeilen fliegen lässt.
zur Handlung und den Protagonisten
Zugegebenermaßen war ich anfangs etwas skeptisch, weil ich dachte "schon wieder ein 0-8-15" klischeebehafteter New-Adult-Roman. Tja, falsch gedacht. Natürlich ist alles in irgendeiner Form schon mal da gewesen, was bei der Masse an dieser Art Romanen auf dem Buchmarkt ja kein Wunder ist, aber trotzdem war alles anders und neu verpackt. Lasst euch also von ein paar Klischees nicht abschrecken, ihr verpasst sonst wirklich ein großartiges Buch.

Ich habe die Handlung vom ersten Kapitel an als spannend empfunden. Ich wollte unbedingt wissen was damals auf der Insel passiert ist und wieso Ivy so plötzlich aus der Familie herausgerissen wurde. Man ahnt es zwar irgendwann, aber die Autorin schafft es dennoch die Spannung bis zum Schluss zu halten.

Das Buch ist übrigens aus Sicht von Protagonistin Ivy geschrieben. Wir dringen als Leser tief in ihren Kopf bzw. ihre Gedankenwelt ein. Manchmal hätte ich Ivy so richtig gerne durchgeschüttelt, weil sie so verkorkste Gedanken hatte oder Dinge interpretiert hat, die gar nicht so gemeint waren. Vorallem zu Beginn des Buches hatte ich dieses Bedürfnis ganz stark ; ). Aber auch Ivy lernt und entwickelt sich. Ich fand diesen Prozess sehr glaubhaft dargestellt.

Da wir die ganze Geschichte ja aus der Sicht von Ivy lesen, kommen die Blakely Brüder Asher und Noah zunächst nicht ganz so gut rüber. Man hat zunächst den Eindruck, dass beide ziemlich versnobt und herablassend sind. Dieser erste Eindruck verfliegt aber relativ schnell. Asher ist mir relativ bald ans Herz gewachsen und man spürt regelrecht, dass er für Ivy eine Maske aufsetzt, um sie nicht zu sehr ins Herz zu schließen. Ich würde ihn als sehr familienbewusst, intelligent, sportlich und gefühlvoll beschreiben. Ganz im Gegensatz zu Noah, dem Spaßvogel der Familie. Was soll ich sagen? Ich habe mich relativ schnell in den Rotzbengel Noah verliebt. Er kifft, er trinkt, er zockt - mein heimlicher Held! Die Zankerein mit Ivy haben mir immer wieder aufs Neue Lachtränen in die Augen getrieben. Ich fand die Beziehung von Ivy und Noah einfach nur brutal ehrlich dargestellt, so wie Geschwister eben sind. Sie streiten sich viel, haben sich aber in Wahrheit einfach nur gerne! An dieser Stelle sei gesagt, dass ich mich schon wie irre auf den 2. Teil und Noah's Geschichte freue #deswiderspenstigenzähmung.
Fazit
It was always you ist ein Buch mit Suchtgefahr. Fängt man einmal damit an kann man nicht mehr so schnell aufhören. Das Buch ist nicht nur ein Liebesroman, sondern auch eine gefühlvolle Familiengeschichte, die von Nikola zu Papier gebracht wurde. Es geht um Verluste und Trauer, Verdrängung und Vergessen und eine Vergangenheit, die es aufzuarbeiten gilt. Die Handletterings von Carolin Mangunia peppen die Story wunderbar auf. Ich habe die Geschichte von Ivy und Asher geliebt und freue mich jetzt schon wahnsinnig darauf Noah's Geschichte zu lesen.

Da ich ein weiteres Jahreshighlight entdeckt habe, kann ich eigentlich nur eine Leseempfehlung ausspechen!

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Rezensionen von C. P.:

Liebesgeschichte, bei der die Nebencharaktere interessanter waren

Truly von Ava Reed

Manchmal läuft es im Leben anders als geplant. Diese Erfahrung muss Andie machen, als sie ein Semester später als ihre beste Freundin June ihr Studium beginnen kann. Kein Geld, kein Job, keine Wohnung – zum Glück hat sie June als Wundermittel gegen Sorgen und Zweifel. So verschafft diese ihr auch auf recht ausgefallene Weise einen Job im Szeneclub Mason’s, was den Startpunkt dieser Lovestory bildet.

Im Club lernt Andie Barkeeper Cooper kennen, der es ihr sofort angetan hat, sie aber aus unverständlichen Gründen immer wieder ablehnend behandelt. Denn auch Cooper hat ein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen.
Die ist mein erstes Buch von Ava Reed. Da ich schon viel Lobenswertes über ihren emotional bewegenden Schreibstil gehört habe, war ich natürlich neugierig. Und es stimmt, emotional hat die Autorin ein Händchen, den Leser mitzureissen und ermöglicht es, in die Gefühlswelt der Protagonisten einzutauchen. Wirklich wunderschön, das hat mir sehr gefallen.
Auch Andie mochte ich, sie hat ein gutes Herz, ist ein wenig spleenig und manchmal etwas unsicher. Ganz das Gegenteil ist da June, die kein Blatt vor den Mund nimmt und mir manchmal in ihrem Verhalten schon etwas zu extravagant war. Ihr ist übrigens auch „Madly“ gewidmet, Band 2 der „In Love“-Reihe. Wer mir leider zu unglaubwürdig wirkte war Cooper, dessen gefühlsarmes Verhalten mich zunächst vermuten ließ, er hätte das Asperger Syndrom. Stattdessen verhält er absichtlich ablehnend gegenüber Andie, was in den aus seiner Sicht geschriebenen Kapiteln schnell deutlich wird. Dass Andie dennoch auf ihn abfährt war mir dann aber too much – dieses Schwärmen von Männern mit Bad Boy Verhalten kann ich in solchen Fällen einfach nicht nachvollziehen, egal, wie schön dessen Augen sind. Warum Cooper sich so grenzwertig verhält, lässt sich anhand diverser Triggermomente schnell erahnen. Ebenso empfand ich es als recht klischeehaft, dass Andie ausgerechnet in die Situation kommt, welche bereits im Prolog angedeutet wird, damit Cooper und Andie mal zu Potte kommen und miteinander reden statt dass sie gegenseitig ständig falsche Schlüsse zu ziehen und einander umkreisen wie zwei, die selbst nicht wissen, was sie wollen. Wohl, weil sie es tatsächlich nicht wissen.
Auch wenn sich das Buch wirklich schön lesen lässt und mir Andie sympathisch ist, konnte mich diese Liebesgeschichte nicht vom Hocker reißen. Stattdessen machte die ganze Zeit June mir Appetit auf den zweiten Band, weil in ihrer sich anbahnenden Liebesgeschichte deutlich mehr Feuer steckt.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Weckt Sehnsucht nach der Bretagne

Bretonische Spezialitäten von Jean-Luc Bannalec

Kommissar Georges Dupin wird zu einem Seminar verdonnert, das die polizeiliche Zusammenarbeit in den verschiedenen bretonischen Departments verbessern soll. Es wäre ein Ärgernis, wenn nicht die Schulung mit Besuchen von Spitzenrestaurants und Spezialitätenverkostungen aufgelockert wäre. Trotzdem findet Dupin noch Zeit den örtlichen Markt aufzusuchen um Käse zu auszuwählen, da wird er Augenzeuge am Mord einer jungen Frau.

Er verfolgt die Täterin, doch sie entwischt ihm, trotz eines zwangsrequiriertem Autos.
Die Tote war die Chefin eines Sternelokals, aber nicht nur deswegen beschließen die Seminarleiter das Thema gleich in der Praxis zu testen. Drei Kommissare bilden das Brit-Team und sollen gemeinsam ermitteln. Für Einzelgänger Dupin keine schönen Aussichten, auch vermisst er sein heimatliches Team, obwohl Nolwenn auch per Telefon mit Rat zur Seite steht.
Ein vertrackter Fall und Dupin auf fremdem Terrain, aber in gewohnter Form. Zwischen reichlich Petit Cafés und gemeinsamen Aktionen gibt es noch genügend Freiraum für seine Intuition. Neben der Krimihandlung, die fast in den Hintergrund gerät, spielt die Smaragdküste und vor allem die bretonische Küche eine führende Rolle. Der geneigte Leser darf sich mit Dupin an Köstlichkeiten erfreuen, in Kreationen der Spitzenküche und in die Welt der feinen Rumsorten eintauchen. Das machte immer schon den Charme der Dupin-Reihe aus. Trotzdem war es mir – auch wenn mir öfters der Mund wässrig gemacht wurde – zu viel.
Der Fall selbst ist dramatisch und führt Dupin in die stolzen Familien von St.Malo, die ihren Ursprung bis auf die Korsaren zurückführen. Die Ermittlungen selbst schienen mir dabei etwas konfus, vielleicht weil Dupin sich nicht recht heimisch fühlte und sein gewohntes Bauchgefühl erst langsam auf Touren kam. Aber wie gewohnt eloquent geschrieben, mit reichlich Tempo und viel Liebe zur Landschaft, ist es ein unterhaltsamer Krimi und reines Lesevergnügen.
Wiederum ein Buch, dass Lust auf die Bretagne macht und mit der Karte in der Umschlagklappe gleich zur Reiseplanung verführt.

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