Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von dorli:

Der Leutnant und das Mädchen

Der Leutnant und das Mädchen von Kate Breslin

England im April 1918. Der nach einem Kriegseinsatz sowohl körperlich wie auch psychisch versehrte Leutnant Colin Mabry versieht seinen Dienst jetzt beim MI8. Seine Aufgabe ist es, Nachrichten zu dechiffrieren. Als eine an ihn persönlich gerichtete Botschaft auf seinem Tisch landet, gerät er in Aufruhr.

Jewel Reyer, die ihm vor einem Jahr das Leben gerettet hat und der er versprochen hat, zu ihr zurückzukehren, bittet ihn, schnellstens nach Paris zu kommen. Colin macht sich unverzüglich auf den Weg, trifft in Paris aber nicht auf Jewel, sondern auf deren jüngere Halbschwester Johanna…

Johanna ist nach dem Tod ihrer Mutter auf der Suche nach ihrem als vermisst geltenden Vater. Ein im Haus ihres Vaters gefundenes Tagebuch offenbarte Johanna nicht nur die überraschende Neuigkeit, dass sie eine Schwester hat, sie hat daraus auch Kenntnis von Colins Versprechen und weiß, dass Jewel sich in großen Schwierigkeiten befindet. Da Johanna sich von ihrer Schwester weitere Hinweise auf den Verbleib ihres Vaters erhofft, bittet sie Colin um Unterstützung bei der Suche nach Jewel...

Eine abenteuerliche Reise von Paris über Toulouse und Portbou nach Barcelona beginnt und hält Johanna und Colin mächtig in Atem, denn überall wimmelt es von Spionen, die unbedingt ein geheimnisvolles schwarzes Buch in die Finger bekommen wollen…

Kate Breslin hat einen fesselnden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin im rasanten Geschehen, wird von den Höhen und Tiefen, die Johanna und Colin während ihrer abenteuerlichen Suche nach Jewel bestehen müssen, mitgerissen und fiebert durchweg mit den beiden mit.

Es gelingt der Autorin ausgesprochen gut, dem Leser die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten zu vermitteln. Besonders die Emotionen von Colin, der im Krieg seinen linken Unterarm verloren hat, von Albträumen gequält wird und unter den Auswirkungen eines Granatenschocks leidet, werden mitreißend dargestellt. Nicht nur die eigentliche Behinderung macht Colin zuschaffen, es sind vor allen Dingen die neugierigen und mitleidigen Blicke seiner Mitmenschen, die den Alltag für ihn zu einer Tortur werden lassen. Erst die quirlige Johanna - die, wie Colin im Verlauf der Handlung feststellt, viel liebenswerter ist, als anfangs gedacht – hilft ihm, sein Trauma zu verarbeiten.

Gut gefallen haben mir auch die Einblicke in die Spionagetätigkeiten der damaligen Zeit. Die Nachrichtenübermittlung per Brieftauben wird umfassend geschildert und auch die Kunst der Steganografie wird erklärt.

„Der Leutnant und das Mädchen“ hat mir sehr gut gefallen – die gelungene Mischung aus Historie, Abenteuer und Liebesgeschichte hat mir ein paar sehr kurzweilige Lesestunden beschert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von dorli

Rezensionen von Claudia R:

Lesenlernen leicht gemacht ... mit Josef

Josef - Immer Ärger mit den Brüdern von Katrin Grieco

Klappentext:

"Immer muss Josef weniger arbeiten als wir!" "Immer bekommt Josef das bessere Essen!" Josefs Brüder sind sauer. Eines Tages reicht es ihnen: Sie verkaufen ihn und er muss weit weg von zu Hause als Sklave arbeiten. Doch Josef vertraut auf Gott. Selbst dann noch, als er unschuldig im Gefängnis sitzt! Dass seine Brüder ihn schließlich als Vizekönig wiedersehen - damit hätten sie nie gerechnet.

Eine Geschichte aus der Bibel.

Cover:

Das Cover zeigt eine Reihe von Männern. Die meisten von ihnen in braunen zerlumpten Klamotten, nur einer mit einem bunten Mantel in der Mitte. Dabei handelt es sich um Josef und seine Brüder. Die Szene macht neugierig auf mehr und man möchte gern wissen, was es damit auf sich hat. Das Cover ist farblich sehr schön gestaltet und weckt das Interesse am Lesen.

Meinung:

Lies mit mir ist eine sehr schöne Reihe für Leseanfänger. Hier wird eine Mischung aus Vorlesen und Selbstlesen angeboten.

Zu Beginn werden die schwierigen Wörter aufgezählt, so dass man diese schon vorab lesen und üben kann.

Im Text selbst gibt es immer wieder Stellen, die deutlich hervorgehoben sind und mit dem kleinen Eulensymbol versehen sind. Das sind die Stellen für Erstleser mit denen sie anfangen können hin und wieder einige Sätze selbst zu lesen. Diese Sätze sind besonders groß und deutlich hervorgehoben, so dass sie sich für Leseanfänger sehr gut eignen.

Später können dann die Leser auch den restlichen Text selbst lesen, aber zu Beginn eignet sich diese Mischung aus eineigen Texten Selbstlesen und Vorlesen sehr gut.

Das Buch ist in 10 Kapitel unterteil mit einer angenehmen Länge. Der Schreibstil ist sehr angenehm nd flüssig und lässt sich sehr gut und leicht lesen.

Man kann leicht der Geschichte folgen und die Handlungen und Geschehnisse sind sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Die Geschichte um Jesef und seine Brüder wird spannend erzählt und gleichzeitig lernt man daraus wichtige Sachen und Dinge fürs Lesen. Toll ist auch die Botschaft "Gott hat Gutes mit ihm geplant und Gott ist immer bei dir.."

Eine wunderschöne biblische Geschichte kindgerecht umgesetzt und zum Vorlesen und Selbstlesen sehr gut geeignet.

Toll sind auch die wunderschönen Illustrationen welche die Geschichte zusätzlich unterstreichen und das Gelesene sehr schön veranschaulichen.

Fazit:

Eine wunderschöne christliche Geschichte für kleine Leser und Leseanfänger, mit tollen Illustrationen, sehr schön umgesetzt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von Lilli33:

Schnelle Kost

Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie von Läckberg Camilla

Schnelle Kost

Inhalt:
Faye hat sich ein neues Leben aufgebaut. Doch als ihr Ex-Mann Jack aus dem Gefängnis entkommt, geht es für sie um alles. Mit drei Freundinnen versucht sie, die Männerwelt in Schach zu halten und sich ihren Erfolg nicht nehmen zu lassen.

Meine Meinung:
Dies ist die Fortsetzung von „Golden Cage“.

Wenn man den Vorgänger gelesen hat, wird man der Handlung hier auf jeden Fall besser folgen und sie eher genießen können.

Ich habe dieses Buch in kürzester Zeit gelesen. Zum einen ist es nicht besonders dick und nicht besonders eng bedruckt, zum anderen schreibt die Autorin recht geschmeidig, sodass sich die Seiten fast von alleine umblättern. Der Schreibstil ist einfach und locker zu lesen, auch wenn das Geschriebene zuweilen harter Tobak ist.

Fayes Verhalten konnte ich in einer bestimmten Sache leider gar nicht nachvollziehen. Das passte einfach überhaupt nicht zu dieser Frau, wie ich sie bis dahin kennengelernt hatte, machte die Geschichte aber natürlich spannender.

Camilla Läckberg legt in „Wings of Silver“ viel Wert auf Romantik und auch detaillierte erotische Szenen. Für meinen Geschmack war das des Guten zu viel.

Insgesamt ist es aber ein solider Spannungsroman, dessen Ende nach einer weiteren Fortsetzung schreit.

Die Reihe:
1. Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem
2. Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal

TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):

TLAWEG EHCILSUEAH GNUGITLAWEGREV DIZIUS

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33

Rezensionen von S.:

Revange

Golden Cage. Die Rache einer Frau ist schön und brutal. von Camilla Läckberg

Matilda hat ein dunkles Geheimnis, unerkannt und unbekannt fängt sie ein neues Leben als Faye an. Sie studiert erfolgreich Betriebswirtschaftslehre, ist attraktiv, erobert Männerherzen im Sturm und hat Spaß mit ihrer Freundin Chris. Einer ihrer Verehrer ist der gut aussehende Jack Adelheim, ehrgeizig und erfolgsorientiert.

Sie heiraten, Faye gibt ihr Studium auf um Jack bei der Firmengründung finanziell unterstützen zu können, kümmert sich um die Erziehung der Tochter und schafft ein gemütliches Heim. Nur: Jack verhält sich ihr gegenüber immer ablehnender. Verzweifelt versucht sie, ihn zu halten, demütigt sich, bettelt um seine Liebe. Vergeblich, er verstößt Faye und lässt sie nahezu mittellos zurück. Endlich, endlich wacht sie auf und besinnt sich auf ihre Möglichkeiten. Ein gnadenloser Rachefeldzug wird gestartet.
Zunächst fragt man sich, wie dumm kann eine Frau nur sein? Sie gibt alles auf, macht sich selbst klein, winselt um Liebe. Hat sie das wirklich nötig?
Der zweite Teil aber! Faye kämpft, findet zurück zu ihren Fähigkeiten, plant, zieht durch, wächst. Eine wahre Genugtuung, ihre Strategie zu verfolgen, zu sehen, wie sie ihre Pläne verwirklicht.
Camilla Läckberg hat wieder alle Gefühle ihrer Leser aktiviert: Verachtung, Mitleid, Wut, aber auch weniger schöne, jedoch durchaus verständliche Rachegelüste geweckt. Bestens zu lesen, mit einem zufriedenem „Ha!“ beendet.
Roman aus dem Ullstein Verlag, übersetzt von Katrin Frey.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von S.

Rezensionen von Petra Sch.:

Notizbuch des Todes

Bluthölle von Chris Carter

Kurz zum Inhalt:
Die professionelle Taschendiebin Angela Wood klaut durch Zufall eine Ledertasche, weil sie einem arroganten Typen eins auswischen will. Was sie nicht weiß: dies bedeutet ihr Todesurteil...
Denn in der Ledertasche befindet sich ein Notizbuch. Quasi das Tagebuch eines Serienmörders, in dem er detailliert inkl.

Fotos seine gesamten Folter-Morde aufgezeichnet hat, und wo er die Leichen entsorgt hat.
Robert Hunter und Carlos Garcia von der UV-Einheit (ultra violent) des LAPD machen sich mithilfe der Notizen auf die Jagd nach dem Serienkiller.
Doch der meldet sich bei Robert und will sein Notizbuch zurück - um jeden Preis.


Meine Meinung:
"Bluthölle" ist der 11. Band der Reihe um Profiler Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia.
Chris Carter hat es wieder einmal geschafft, die Spannung von der ersten Zeile aufrecht zu halten. Die eher kürzer gehaltenen Kapitel und die Cliffhanger am Ende davon halten den Spannungsbogen konstant aufrecht.
Die Morde sind wieder brutal geschildert und lassen einem das Grausen kommen.
Man trifft wieder viele alte Bekannte. Die junge Taschendiebin fand ich einen sympathischen Charakter; doch manchmal hätte ich sie schütteln können ob ihrer Sturheit und/oder Naivität.
Leider fand ich diesmal, dass Carlos Garcia noch mehr in Hunters Schatten steht. Er kommt nicht richtig zu Geltung, da er kaum zu Wort kommt; alle guten Ideen hat nur Hunter; und auch der Ansprechpartner für sämtliche Angelegenheiten ist nur Hunter.
Den Grund, warum der Täter zum Mörder wurde, fand ich glaubhaft und nachvollziehbar.
Natürlich gab es wieder ein Showdown am Ende - nur hatte Robert Hunter meiner Meinung nach mal wieder etwas zu viel Glück - aber so soll es sein. Ich möchte Robert Hunter noch bei vielen Fällen folgen dürfen!


Fazit:
Spannender, grausamer Thriller, der einem den Atem stocken lässt. Chris Carter at his best.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.

Rezensionen von bookloving:

Sehr empfehlenswertes Kochbuch für die Vegane Küche

Vegan! Das Goldene von GU von Adriane Andreas

Aus der beliebten Reihe der „Goldenen“ vom GU-Verlag ist ein neues Standardwerk herausgekommen, das ein grandioses Grundlagenkochbuch rund um die vegane Küche mit einer großen Jeden-Tag-Rezeptsammlung und allerei Wissenswertem darstellt. Den Herausgeberinnen Adriane Andreas und Alessandra Redies ist in ihrem Band „Vegan! Das Goldene von GU“ eine wahrhaft „glamouröse“ Zusammenstellung von leichten bis hin zu raffinierten Alltagsgerichten für Veganistas und Tierfrei-Fans gelungen und bieten einen tollen Einblick in die Vielfalt der „Grünen und völlig tierfreien Küche“.

Nicht nur die vegetarische sondern insbesondere auch die vegane Ernährung liegen voll im Trend und diese gehaltvolle Rezepte-Bibel liefert mit ihren insgesamt 300 Rezepten viele Anregungen für leckere, frisch gekochte vegane Mahlzeiten. Zudem finden sich jede Menge Tipps, Tricks und Know-how rund um die vegane Küche.
Von Frühstücksideen, kleinen Snacks für Zwischendurch, über vollwertige fleischlose Hauptgerichte bis zu köstlichen Süßspeisen - in „Vegan“ findet sich für noch unerfahrene Einsteiger, für alle, die es schnell und unkompliziert lieben aber auch für gesundheitsbewusste Genießer eine große Auswahl an äußerst geschmackvollen und abwechslungsreichen Gerichten, die zudem zeigen, dass vegane Küche weder langweilig noch fade oder aufwendig sein muss.
Da fällt einem beim Durchblättern die Entscheidung nicht leicht, welches der vielen leckeren Rezepte man zuerst ausprobieren möchte. Ob nun die tierfreie »Vurst« fürs Frühstücksbrötchen, bunte Gemüsegerichte bis hin zu veganem Seelenfutter sowie süßen Sünden - hier ist garantiert für jede Geschmacksrichtung, persönliche Vorliebe und verschiedenste Anlässe etwas Superleckeres zu finden.
Große Erfahrung beim veganen Kochen wird nicht vorausgesetzt und dank des ausführlichen ersten Kapitels VEGANE BASICS erhält man eine rasche und übersichtliche Einführung zum veganen Essen mit vielen nützlichen Tipps zu Warenkunde und Zutaten. So gibt es auch hilfreiche Zubereitungshinweise für pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten wie zum Beispiel die Basics vieler Gerichte Nussmus, Hafersahne, Cashew-Kokos-Quark oder Seitan. Insgesamt wird stets darauf geachtet, dass die Gerichte ernährungsphysiologisch sehr ausgewogen sind und zudem trotz Verzichts auf tierische Produkte alle wichtigen Nährstoffe und Eiweiße zugeführt werden.
Nach dieser kurzen Einleitung in die Veganen Basics geht es dann direkt mit dem Rezeptteil los, der in sechs weitere Kapitel zu folgenden Themenbereichen untergliedert ist:
Frühstücksideen (Müslis - Smoothies – Brotaufstriche), To Go und Zwischendurch (Salate - Snacks – Fingerfood), One-Pot-Seelenfutter (Suppen - Eintöpfe – Currys), Hauptgerichte für jeden Tag (Gemüse - Pasta – Hülsenfrüchte), Küchenklassiker vegan (Schnitzel - Käse – Currywurst), Süßes gerührt und gebacken (Sweeties - Cookies – Kuchen).
Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es einen hochinformativen Einleitungstext zur Küchenpraxis mit jeder Menge Tipps zum Themengebiet der jeweiligen Rezeptesammlung. Hier erfährt man beispielsweise im Umami-Zauberkasten viel Wissenswertes über Würzzutaten, über Rauchgeschmack oder auch wie man veganen Käse- oder Wurstersatz zubereitet.
Der Rezeptteil ist übersichtlich gestaltet und die einzelnen Zubereitungsschritte sind sehr verständlich erklärt. Oft gibt es in noch ergänzende Hinweise zu Warenkunde, Tipps zur Zubereitung, Vorschläge für Beilagen oder interessante Rezept-Variationen. Alle Rezepte sind für 4 Personen ausgelegt und mit Angaben zur Zubereitungszeit, Kalorienzahl sowie Nährstoffzusammensetzung versehen.
Die von mir ausprobierten Gerichte waren tatsächlich alle schnell und einfach in der Zubereitung und ausgesprochen schmackhaft. Meine absoluten Highlights waren bisher „Spinat-Champignon-Quiche“, „Lasagne Bolognese“ und die verschiedenen Currys unter den One-Pot-Seelenfutter! Aber auch die einfallsreichen Pastarezepte, typische Küchenklassiker auf Vegan sowie etwas exotischere Rezepte „Seitan Nasi Goreng“, „Tomaten Dal“ oder „Vegane Sushi“ haben mich sehr angesprochen.
Auch die süßen Gerichte und Kuchen, die sich überraschenderweise auch ohne Ei und Milchprodukte problemlos zubereiten lassen, konnten mich vollauf überzeugen und bilden einen schönen Abschluss diese tollen Standardwerks.
Am Ende des Buchs finden sich noch ein Sachregister und ein ausführliches Register der Rezepte und Hauptzutaten, das einem das Auffinden der verschiedenen Rezepte sehr erleichtert.
Gut gefallen hat mir auch die sehr ansprechende und hochwertige Gestaltung des gesamten Buchs. Insbesondere die sehr ansprechende Bebilderung der einzelnen Rezepte mit natürlich wirkenden, Appetit-anregenden Fotos ist sehr gelungen. So nimmt man das Buch nicht nur zum Nachkochen, sondern auch gerne einfach nur zum Schmökern, Nachlesen und Sich-Inspirierenlassen in die Hand.

FAZIT
Ein schön aufgemachtes, sehr umfangreiches Kochbuch für die Vegane Küche - mit unzähligen Rezeptideen, vielen hilfreichen Tipps und leckeren, abwechslungsreichen und alltagstauglichen Gerichten!
Eine sehr empfehlenswerte vegane Rezepte-Bibel, die in keiner Küche fehlen sollte!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bookloving

Rezensionen von nicole koppandi:

Eine wunderbar, poetische Geschichte

Der letzte Satz von Robert Seethaler


Gustav Mahler befindet sich auf seiner letzten Schiffsreise von New York nach Europa. Er ist an Deck der „Amerika“, schaut in den Ozean, betrachtet die Wellen und denkt über die wichtigsten Stationen seines Lebens nach.

Da war die kleine Tochter Maria, die viel zu früh gestorben war, die verbrachten Urlaube am Wörthersee und in Südtirol, wo er komponierte.

Die schwierige Dekade als Operndirektor in Wien. Sein Leben mit Alma, der damals schönsten Frau von Wien.

Eine poetisch, berührende, wehmütige, schöne Geschichte aus dem Leben von Gustav Mahler. Die biographischen Fakten sind wunderbar melancholisch erzählt. Ich hätte hier ewig weiterlesen können, hätte mir viel mehr Seiten gewünscht – also einziges Manko: viel zu kurz war das Vergnügen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nicole koppandi

Rezensionen von Petra:

die zwanziger

Fräulein Gold: Schatten und Licht; . von Anne Stern

Klappentext
1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal der Frauen besonders am Herzen liegt. Der Große Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, und die junge Republik ist zwar von Aufbruchsstimmung, aber auch von bitterer Armut geprägt.

Hulda neigt durch ihre engagierte Art dazu, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Zumal sie bei ihrer Arbeit nicht nur neuem Leben begegnet, sondern auch dem Tod. Im berüchtigten Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel der Stadt, kümmert sich Hulda um eine Schwangere. Die junge Frau ist erschüttert, weil man ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden hat. Ein tragischer Unfall. Aber wieso interessiert sich der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North für den Fall? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in die Abgründe einer Stadt, in der Schatten und Licht dicht beieinanderliegen.
Meinung
Eine gelungene Mischung aus Krimi, Historie und Liebe.
Die tollen zwanziger Jahre hatten böse Schattenseiten. Wer nicht im Licht geboren wurde, musste in schlechten Verhältnissen wohnen und hungern. Krankheiten waren an der Tagesordnung. Diese Atmosphäre ist immer im Hintergrund. Sie ist immer da egal was passiert, Geburten, Mordermittlungen oder ein privates Treffen.
Selbst als Leser kann man sich dem nicht entziehen, es ist beängstigend weil anscheinend keiner damals in der Lage war die Situation zu ändern. Auf der anderen Seite wissen wir von den mitreißenden Festen, die den Menschen in diesem Buch ein ordentliches Leben ermöglicht hätten.
Mit dem Wissen von heute ist das Buch ungeheuer spannend, weil ich ein Gefühl für die Menschen bekommen habe, die Verzweiflung wurde mir als Leserin vermittelt, vor allem wurde der große Unterschied zwischen den Bevölkerungsgruppen deutlich.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von Schmiesen:

Erst die Irrenanstalt macht dich irre

Die Tanzenden von Mas Victoria

"Keine Frau kann je wirklich sicher sein, wegen ihrer Äußerungen, ihrer Eigenart oder ihrer Ideale nicht doch hinter den gefürchteten Mauern im dreizehnten Arrondissement zu landen. Daher sind sie auf der Hut."

Ende des 19. Jahrhunderts ist die Salpêtrière das wohl berühmteste Krankenhaus in Paris - denn dort leben die geisteskranken Frauen.

Weggesperrt von Ehemännern, Vätern, Brüdern, oder der Polizei, vegetieren sie vor sich hin und dienen als Untersuchungs- und Amüsierobjekte. Geneviève ist seit 20 Jahren Krankenschwester in der Salpêtrière, und sie hat schon vor langer Zeit aufgehört, Mitleid oder Empathie mit den Insassinnen zu empfinden. Doch dann wird die offenkundig völlig normale Eugénie eingeliefert, weil sie angeblich mit den Toten redet. Geneviève wird Zeugin dieser Gabe, und danach ist für die Krankenschwester nichts mehr, wie es einmal war.

Wie in Tolstois "Auferstehung" ist das grobe Motto dieses Romans wohl: "Verrückt ist eigentlich niemand, der hierherkommt, aber spätestens wenn man dann hier ist, wird man verrückt." Victoria Mas inszeniert eine Geschichte rund um drei Frauen, die vor dem historischen Hintergrund der Salpêtrère spielt, der berühmt-berüchtigten Irrenanstalt in Paris. Geneviève ist Aufseherin, Louise seit Kurzem Patientin, und Eugénie hat auf den ersten Blick nichts mit dem Krankenhaus zu tun, aber es ist sehr offensichtlich, wo der Weg für sie hinführen wird - nämlich mitten hinein ins Irrenhaus. Der Roman versucht sich also gewissermaßen an dem bewährten Modell, drei unabhängige Frauenschicksale auf unerwartete Weise miteinander zu verknüpfen - und scheitert daran, da dafür alles zu vorhersehbar ist. Und noch dazu vermischen sich die Perspektiven nach etwa einem Drittel, der auktoriale Erzähler übernimmt die Oberhand und springt mal hierhin, mal dorthin. Das ist wenig überzeugend und lässt die Figuren seltsam platt wirken.

Dabei sind die Schicksale der Frauen absolut erzählenswert und im Grunde sehr schockierend. Ihnen allen ist gemein, dass ihnen Leid angetan wurde, das niemanden psychisch unversehrt lässt, dass dann aber am Ende sie es sind, die in die Heilanstalt eingewiesen werden - und die eigentlichen Täter (alkoholkranke Eltern, Freier, gewalttätige Ehemänner, etc.) kommen ungeschoren davon. Es ist schon so ein klassisches Männer-Bashing in dem Roman, aber es wird auch ganz deutlich, dass die Wenigsten in dieser Anstalt wirklich verrückt sind. Sie sind einfach nur seelisch schwer verwundet. Und dafür sind die abstoßenden Behandlungsmethoden der Ärzte definitiv nicht die richtige Therapie. Eierstock-Druckmassagen, Hypnose, Ruhigstellung durch Äther und Chloroform. Dabei bräuchten die Frauen eigentlich nur jemanden, der mal mit ihnen redet und sie vielleicht in den Arm nimmt. Die Salpêtrière ist eine Art Müllhalde für alle Frauen, die den Männern (oder ganz allgemein ihrer Umwelt) Angst einjagen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich in einer psychologisch aufgeklärten Welt lebe.

Es gelingt der Autorin auch hervorragend zu zeigen, dass es in diesem Krankenhaus nicht um Heilung geht. Es geht um Karriere, um einzelne mächtige Männer, um Vorführung und Amüsement. Statt den Frauen zu helfen, müssen sie bei Vorlesungen und Bällen als Studienobjekte herhalten. Mit Blicken und Worten, manchmal mit Schlimmerem, vergehen sich die Mediziner an ihnen. Und sie haben keine Chance, sich zu wehren, denn jedes Aufbäumen wird ihnen als Ausbruch ihrer Krankheit, als Anfall, als Verrücktheit angerechnet. Selbst die normalsten Gefühlsregungen wie Wut und Empörung führen zu tagelanger Isolationshaft.

Und trotz all dieser schweren und berührenden Themen gelingt es der Autorin nicht, mich mit ihrer Geschichte zu erreichen. Die Figuren bleiben kilometerweise auf Distanz und wirken manchmal beinahe plakativ. Die knallharte Krankenschwester, die nach dem Tod ihrer Schwester niemanden mehr an sich heranlässt. Die aufmüpfige junge Frau aus gutem Hause, die wirklich und wahrhaftig mit den Geistern der Toten kommuniziert. Und das durch Vergewaltigung gebrochene junge Mädchen, das noch immer davon träumt, dass der Ritter auf dem weißen Ross sie erretten wird. Vieles wiederholt sich, aber eigentlich nur an der Oberfläche, sodass man nie wirklich in die Figuren hineinschauen kann. Warum denkt Eugénie zum Beispiel nie an ihre verräterische Großmutter? Warum gibt es Louises Perspektive überhaupt als separaten Strang, jedenfalls am Anfang? War die Einweisung in die Salpêtrière wirklich so willkürlich? Auch der sehr abgehackte, asyndetische Stil, bei dem sich ein kurzer Hauptsatz an den nächsten reiht, hat nicht dazu beigetragen, die Geschichte intensiv zu erleben. Einen Vorteil hat es aber: Das Buch lässt sich schnell und ohne viel Grübelei lesen.

"Die Tanzenden" thematisiert ein traumatisches Stück Psychologie-Geschichte, in dem wie immer die Frauen die Leidtragenden sind. Auch wenn er manchmal zu plakativ und mit zu hoch erhobenem Zeigefinger daherkam, hat mich der Roman nicht enttäuscht. Ich habe ihn als angenehme, nicht uninteressante Sonntagslektüre empfunden, die mich nicht auf einer tieferen Ebene berühren konnte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Schmiesen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Platt

Für die Ewigkeit von Helmut Krausser

Der kokette Einstieg des Buches mit den Klavierstunden verspricht viel, aber dann wird es flach. Eine Fluchtstory ohne Tiefgang und Spannung, in der selbst die Erotik nicht prickelnd ist. Ich war enttäuscht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl