Kunden em pfehlungen
Rezensionen von marsu:
Sternenfunkeln
Mein Puste-Licht-Buch: Wenn im Dunkeln Sterne funkeln von Christina Nömer
Nur vier Doppelseiten lang und keine zusammenhängende Geschichte, sondern nur der Abschluss des Tages von Fine Fuchs, Benni Bär, Emma Ente und Milo Maus wird hier erzählt. Jeweils nur ein kurzer Text, schöne Zeichnungen mit kleinen, lustigen Details und auf der rechten Doppelseite jeweils die Aufforderung an das Kind "Pustest du die Sterne an, damit das Füchslein/Entlein/.
.. schlafen kann?" Dann leuchten für einen Moment die "Sterne" und gehen dann wieder aus. Der Teil mit der Batterie ist recht dick und deshalb ist das Buch auch nur so kurz. Dennoch ist es magisch und die "Große" hat mit ihren zweieinhalb Jahren gepustet und die "Kleine" hat jedes Mal freudig gequiekt, wenn die Lichter erschienen. Allerdings hat sie das auch geschafft, indem sie oben auf die Seite gepatscht hat. Eine ganz wundervolle Idee und das Buch ist sofort zum Liebling avanciert.
Rezensionen von Claudia R:
starke Frauen ... humorvoll, charmant und tiefgründig
Die Kaiserin von Essen von Sebastian Kapp
Hätte Emma doch bloß ihren Mund gehalten! Nach einem Gefühlsausbruch schicken höhere Mächte die Studentin – schwanger, pleite und von ihrem Freund im Stich gelassen – auf Selbstfindungs-Trip in die Vergangenheit. Die Krönung erlebt Emma im Essen des 21. Jahrhunderts – als ihre Zeitreise-Bekanntschaft, die Piratin Anne Bonny, plötzlich neben ihr aufwacht.
Die selbstbewusste Freibeuterin fühlt sich in der Zukunft pudelwohl – zu wohl für Emmas Geschmack, die nun als Kindermädchen wider Willen zwischen Anne und solchen Belanglosigkeiten wie dem Strafgesetzbuch vermitteln muss. Blutige Hölle!
Eine rasante Komödie über zwei ungleiche Frauen, die einen irren Roadtrip durch die Jahrhunderte erleben und der Gesellschaft dabei ganz beiläufig einen charmanten Spiegel vorhalten. Der hochaktuelle Debütroman von Sebastian Kapp geht dabei der Frage nach, was eigentlich eine starke Frau ausmacht – und warum wir im Schlaraffenland für Piraten leben.
Cover:
Das Cover finde ich sehr niedlich und ungewöhnlich und gerade dadurch macht es auf sich aufmerksam. Durch die niedliche kleine Frauenfigur in Piratenuniform wird die Neugier geweckt und das Interesse. Auch farblich finde ich das Cover sehr schön und gut gelungen.
Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig, dynamisch und sehr angenehm zu lesen. Das Buch kommt so richtig in Schwung als Emma auf Anne trifft. Die Dialoge sind humorvoll, aber auch tiefsinnig und regen zum nachdenken an.
Die einzelnen Kapitel und die Gliederung ist gut gewählt. Man kann die Handlungen und Geschehnissen sehr gut folgen und sich in die Situationen hinein empfinden.
Eine tolle Urlaubslektüre und gute Unterhaltung für Zwischendurch. Mir hat dies sehr gut gefallen und mir hat dieses ausgefallene Buch sehr gut gefallen. Etwas anderes und besonderes, nicht einfach nur ein Roman, sondern eine gelungene Erzählung, mit vielen tollen Momenten, der teils sehr tiefgründig ist und nach eine Weile nachwirkt und zum Nachdenken anregt.
Besonders gut haben mir auch die Charaktere gefallen.
Die schwangere Emma, die von ihren Freund verlassen wurde und noch dazu pleite ist, trifft hier auf die selbstbewusste Freibeuterin Anne. Zwei sehr unterschiedliche Charaktere und starke Frauen, die zugleich sehr viel voneinander lernen können. Humorvoll und charmant werden hier die beiden Charaktere verpackt und zwei unterschiedliche Ansichten treffen hier aufeinander, bei denen nicht nur einige Jahrhunderte dazwischen liegen. Die Charaktere sind toll gestaltet und nehmen einen regelrecht mit, lassen einen jedoch auch teils nachdenklich zurück, da sie verschiedene tiefgründige Aspekte ansprechen, an denen so einiges dran ist.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte.
Die Dialoge und Unterhaltungen haben mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und das Ende ist sehr stimmig. Mich konnte das Buch begeistern und mitnehmen auf eine Reise der Erkenntnis und stimmte mich selbst dabei teils sehr nachdenklich. Ein unterhaltsames und tiefgründiges Buch für Zwischendurch und auch gut als Urlaubslektüre geeignet.
Von mir eine klare Leseempfehlung.
Fazit:
Humorvoll, charmant und sehr unterhaltsam, bringt dieses Buch frischen Wind ins Lesen. Es ist tiefgründig und regt zum Nachdenken an.
Rezensionen von KimVi:
Gelungener Abschluss der Sheridan-Grant-Trilogie
Zeiten des Sturms von Nele Neuhaus
Weit entfernt von ihrer Heimat der Willow Creek Farm, ist es Sheridan Grant gelungen, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Paul, der neue Mann an ihrer Seite, trägt sie auf Händen. Die Hochzeit steht kurz bevor. Doch dann kommen Sheridan ernsthafte Zweifel, ob diese Hochzeit der richtige Schritt ist.
Denn Sheridan hat noch viele Träume, die sie verwirklichen möchte. Bevor sie einen Entschluss fassen kann, ob sie mit Paul vor den Traualtar treten soll, holt ihr altes Leben sie mit aller Macht ein...
"Zeiten des Sturms" ist nach "Sommer der Wahrheit" und "Straße nach Nirgendwo" der finale Band der Sheridan-Grant-Trilogie. Da die Ereignisse aufeinander aufbauen, ist es empfehlenswert die Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Man kann dem aktuellen Geschehen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Band gelesen hat, da die Autorin wichtige Details aus Sheridans Vergangenheit in die Handlung einstreut. Doch ratsam ist es nicht, da Sheridans Geschichte ziemlich komplex ist.
Der erneute Einstieg in Sheridans Geschichte gelingt wieder mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so lebendig zu beschreiben, dass man alles sofort vor Augen hat. Die Atmosphäre wirkt sehr amerikanisch, sodass man sich stets bewusst ist, wo sich die Ereignisse zutragen.
Der finale Band beginnt mit einer äußerst rasanten Szene, bei der man sofort mit Sheridan mitfiebert. Damit scheint der Grundstein für eine spannende Handlung gelegt. Dieser Eindruck bestätigt sich im weiteren Verlauf jedoch nicht, da das Geschehen geraume Zeit eher gemächlich vor sich hin plätschert. Als Fan der Reihe gönnt man Sheridan diese Auszeit allerdings und beobachtet interessiert, was das Schicksal für sie vorgesehen hat. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und mitreißend geschrieben, sodass sich das Buch quasi von selbst liest. Allerdings gibt es auch in diesem Band Zufälle, die nicht unbedingt glaubhaft wirken, sondern einen eher klischeehaften Beigeschmack hinterlassen. Weniger Dramatik hätte die Erzählung realistischer wirken lassen. Wenn man darüber hinwegsieht, kann man die Geschichte genießen und einige entspannte Lesestunden mit Sheridan Grant verbringen. Die losen Handlungsfäden, die sich durch die Reihe ziehen, werden zum Ende hin zufriedenstellend verknüpft.
Obwohl dieser Band, im Vergleich zu den ersten beiden Teilen, nicht ganz so spannend ist, sondern eher gemächlich dahinplätschert, kann man sich mühelos auf die Geschichte einlassen. Denn die Autorin erzählt sehr gefühlvoll, sodass dieser Abschluss gelungen und "rund" wirkt.
Rezensionen von Bücherwald13:
Eher mittelmäßig
Lovely Mistake von Sarah Stankewitz
Lovely mistake ist der zweite Teil der Reihe, aber genau wie Band 1 abgeschlossen und unabhängig davon lesbar.
Bei dem Cover hab ich mich mal wieder gefragt warum alle New / Young Adult Romane dieses Jahr gleich gestaltet sein müssen. Ist zwar schön aber langsam irgendwie langweilig ...
Wie viele andere konnte auch ich leider mit den Charakteren nicht viel anfangen.
Molly war mir zu anstrengend und zu teenie und konnte ihr Handeln oft nicht nachvolziehen. Sie hat sich auch kaum positiv entwickelt.
Aber ihr Hund war sehr süß! Und auch seine Unperfektheit. Das findet man in Bücher viel zu selten.
Die Handlung an sich fand ich eher langweilig und zu konstruiert. Es wurden zu viele Probleme künstlich erzeugt.
Mit dieser Reihe hab ich mal wieder einen Versuch in New Adult gewagt, aber konnte (wieder) nicht begeistert werden.
Rezensionen von qq:
Starke Frauen - schöner 1ter Teil
Lovely Mistake von Sarah Stankewitz
Starke Frauen - schöner 1ter Teil
Für mich war es das erste Buch der Autorin Asa Hellberg.
Bei nordischen Autoren habe ich immer die Angst, dass zu viele nordische Namen und Ortsbezeichnungen vorkommen, denn das nimmt mir meist die Lesefreude. Das hat sich in diesem Buch erfreulicherweise sehr in Grenzen gehalten.
Der Einstieg war etwas langatmig - aber lohnt sich. Das restliche Buch habe ich in kürzester Zeit verschlungen. Es gibt eine wunderschöne Geschichte einer starken Frau. Es wird mit Zeitsprüngen von 10 Jahren erzählt - Protagonistin ist Linda, eine Hotelbesitzern eines der berühmtesten Hotels London. Sie hat es nicht leicht - in der damaligen Zeit war es untypisch für eine Frau, ein Geschäft zu leiten. Nach dem Tod ihres Vaters, fällt ihr auch ihre Familie in den Rücken. Sie hat es nicht leicht, sich zu beweisen...
Auch die Nebengeschichte von zwei ihrer Mitarbeiterinnen ist sehr gut geschrieben.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
Ein wirklich sehr schön zu lesender erster Teil der Reihe von 3 starken Frauen.
Rezensionen von *RC*:
Erzähl doch feine Märchen!
Es war einmal: Meine Märchen von Grimm Sandra
Das hier vorliegende Kinderbilderbuch ist im Ravensburger Verlag in der Reihe ‚Edition Piepmatz‘ erschienen. Auf 30 stabilen Papp-Seiten werden hier bekannte Märchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen in einer kindgerechten Sprache erzählt. In dem wunderschönen mit farbenfrohen Bildern ausgestatteten Buch finden sich zehn Märchen: Rotkäppchen, Die Prinzessin auf der Erbse, Frau Holle, das hässliche Entlein, Schneewittchen und die sieben Zwerge, der Froschkönig, Hänsel und Gretel, die Bremer Stadtmusikanten, Dornröschen und Aschenputtel.
Auf zwei bis vier Seiten werden die Kernelemente des jeweiligen Märchens herausgepickt und kurz und bündig erzählt. Auch wenn manche Gegebenheiten ausgelassen oder leicht geändert erzählt werden, tut es der Bedeutung des jeweiligen Märchens keinen Abbruch, da die „Moral von der Geschicht’“ zum Ausdruck kommt.
Allein schon der Buchumschlag - Vorder- und Rückseite - zeigt, auf welche Märchen wir uns freuen dürfen: Eine wunderbare Bildkomposition, bei der man bei Betrachtung schon auf die Märchenreise gehen kann. Ebenso sprechen die Bilder zu den einzelnen Märchen schon für sich und sind äußerst herzlich und freundlich gemalt. Sie unterstreichen die Charaktere der Akteure und geben diesen ein Gesicht. So finde ich den salopp und schelmisch am Baum stehenden Wolf bei Rotkäppchen äußerst klasse getroffen. Und Frau Holle sieht mit ihrer riesigen Brille äußerst liebenswert aus. Dem hässlichen Entlein sieht man seine Bedröppeltheit wirklich an. Auch das Knusperhäuschen sieht zum Anbeißen aus….
Gut finde ich auch, dass in den Märchen hell- und dunkelhäutige Menschen gezeigt werden.
Was ich vermisse ist allerdings, dass hinter den jeweiligen Märchen nicht steht, wer sie geschrieben hat. Auch wenn es für zweijährige Kinder nicht wichtig ist, ist es doch nicht unwichtig für die Eltern oder größere Kinder, die dieses fantastische Buch als Erstleser-Buch hernehmen.
Dieses Buch ist ein schönes Vorlesebuch für die Kleinsten, aber auch als Erwachsener hat man durchaus seine Freude, da man wirklich den Kern des jeweiligen Märchens ins Gedächtnis gerufen bekommt.
Ich fände es gut, wenn auch weiteren Märchen die Ehre erteilt werden würde, Platz in einem solch wunderbaren Märchenbilderbuch zu bekommen.
Und…. wenn sie immer wieder Lust drauf haben, dann lesen sie noch heute!
bekannte Märchen kurz und knapp erzählt - für kleine und große Kinder!
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Da möchte man doch glatt auch eine kleine Elfe sein!
Lia Sturmgold Die Macht der Kristalle von Ley Aniela
Stell dir vor, dir widerfährt urplötzlich ein Körpertausch...
Genau das durchlebt Lia Dornmeier - ganz, ohne es zu wollen geschweige denn vorher geplant zu haben! Und all das nur, weil die Luftprinzessin Asalia zuvor einen Zauber angewandt hat, der unglücklicherweise schief ging. Um den Zauber wieder aufheben zu können, muss Lia nach Springwasser ins Elfenland reisen.
Dort muss sie die Tauchkristalle finden, dabei jedoch ihre wahre Identität verbergen. Das ist gar nicht so einfach! Zum Glück hilft Asalias großer Bruder aus...
Beginnen möchte ich diese Rezension gerne mit einem großen Lob an das wunderschöne Cover. Die evozierte Stimmung ist toll und man fühlt sich als Betrachter sofort magisch mit der Geschichte verbunden.
Die Erwartungen von mir und meiner jungen Mitleserin waren demnach wirklich hoch. Leider hatten wir einige Probleme, richtig in die Geschichte einzutauchen.
Das lag jedoch keinesfalls am Schreibstil der Autorin (obwohl meine Mitleserin mit dem ein oder anderen Ausdruck zu kämpfen hatte). Denn dieser ist sehr schön flüssig, besonders aber angenehm detailreich, was für das Verständnis und die Vorstellung einer neuen, fantastischen Welt essentiell ist.
Vielmehr hat uns ein fesselnder Spannungsbogen gefehlt. Zwar war es zu beginn nett, in die fremde Welt einzutauchen, der richtige "Wow-Effekt" ist hingegen leider ausgeblieben. Das hat sich nach und nach zum Glück gelegt und im Zusammenspiel mit den sympathischen Figuren hat uns das nicht weiter gestört.
Ganz vorne mit dabei war natürlich die Protagonistin Lia. Durch ihre natürliche und authentische Art konnte sie uns direkt überzeugen. Wir fanden es toll und wirklich sympathisch, wie sie sich für ihre Freunde eingesetzt hat. Obwohl es bereits zahlreiche weitere Bücher rund um Elfen gibt, sind die Elfen in Springwasser - an dieser Stelle möchten wir anmerken, dass wir liebend gerne noch andere Orte kennengelernt hätten - etwas ganz Besonderes.
Unser Lieblingscharakter war jedoch die Efeuranke Ludmilla. Sie war unglaublich liebenswürdig und wir fanden ihre Aufheiterungsversuche, die an Lia gerichtet waren, immer ganz wunderbar.
Alles in einem mochten wir dieses Buch sehr gerne, vor allem im weiteren Verlauf der Geschichte. Wir finden, dass "Lia Sturmgold" eine süße Fantasygeschichte für Zwischendurch ist und vergeben
5/5 Sterne.
Rezensionen von Tara:
Spannend & fesselnd aber auch brutal
Die verstummte Frau von Karin Slaughter
„Die verstummte Frau“ ist der 8. Band der Georgia-Serie der amerikanischen Schriftstellerin Karin Slaughter und wieder einmal ein spannender und gelungener Fall für Will Trent und Sara Linton.
Eine junge Frau wird brutal angegriffen und liegengelassen. Vor acht Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall und alles deutet auf den gleichen Täter hin, aber Daryl diese sitzt im Gefängnis.
Damals wurde der Fall von dem Polizeichef Jeffrey Tolliver, der zu dieser Zeit mit Sara Linton verheiratet war - untersucht. Alles deutet darauf hin, dass Beweise manipuliert wurden, um möglichst schnell einen Schuldigen vorweisen zu können. Nun soll Will den Fall übernehmen und ist damit in einer Zwickmühle, aber er will, dass die Wahrheit endlich ans Licht kommt. Erstaunlicherweise deuten tatsächlich alle Hinweise auf Daryl hin.
Wieder einmal ist es Karin Slaughter fantastisch gelungen verschiedene Zeitebnen und Fälle auf eine ausgesprochen fesselnde und spannende Art und Weise zu verbinden. Durch den Wechsel der Zeiten, Rückblenden in die Vergangenheit und die Ermittlungen in der Gegenwart wird man permanent zum Weiterlesen animiert, da es auch immer wieder spannende Cliffhänger gibt.
Die Charaktere wirken jeder für sich authentisch und lebendig. Es gibt aber nicht nur Spannung, sondern auch einiges an Emotionen. Gefühle, die bei Sara durch die Erinnerungen an die Vergangenheit aufkommen und auch in Form von kleineren Streitereien zwischen Will und Sara.
Für schwache Nerven ist aber auch dieser Thriller nichts, da an Grausamkeiten, Brutalität und detaillierten Beschreibungen nicht gespart wurde.
Wieder einmal ist es Karin Slaughter gelungen einen brillanten, gut durchdachten Thriller zu schreiben, bei dem man aufgrund seiner Spannung nicht aufhören mag zu lesen. Von mir gibt es für alle Thrillerfans eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Erschreckende Erfahrungen und Auswirkungen einer fiktiven Sekte
After the Fire - Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 von Will Hill
Nach einem verheerendem Feuer ist die junge Moonbeam auf sich allein gestellt. Erstmals lässt der stahlharte Griff der "Legion Gottes" locker und es wird ersichtlich, was Manipulation im Zusammenspiel mit vermeintlichem Glauben Furchtbares anrichten kann. In einer psychatrischen Klinik erhält Moonbeam die Gelegenheit, Vergangenes aufzuarbeiten und sich von der Sekte zu lösen.
Aber es scheint, als ob die Grundsätze und Maßregelungen der Legion tief in ihr verankert sind...
Die Geschichte ist unterteilt in "Davor" und "Danach" Passagen. Mit Hilfe von erschütternden Rückblicken wird die Monotonie des Alltags in der Klinik aufgebrochen und der Leser wachgerüttelt.
Während diesen schildert Moonbeam ihre Erfahrungen in der Sekte auf eine beeindruckend nahegehende Art und Weise.
Durch ein sich durch die gesamte Geschichte ziehendes bitteres Geheimnis wird eine angenehme Spannungskurve aufgebaut, auch, wenn diese durch eine eher stockend verlaufende Handlung ein wenig anders als bei gewöhnlichen Büchern wirkt. Denn gerade zu Beginn des Buches braucht es ein wenig, bis alles an- und warmläuft. Aber in der zweiten Hälfte wird es dafür umso packender und mitreißender, zumal man als Leser in diesem Fall die Möglichkeit erhalten hat, einen Draht zur Protagonistin aufzubauen.
Mit einem sehr persönlichen und von zahlreichen Gedanken und Gefühlen geprägten Erzählstil geht dem Leser das Gesagte deutlich stärker unter die Haut - und das, obwohl die "Legion Gottes" eine fiktive Sekte ist und lediglich in ihrem rohen Grundgerüst tatsächlich an wahre Begebenheiten angepasst ist, wie das Nachwort des Autors verrät.
Nichtsdestotrotz wirkt das Buch durch eine hervorragende Recherchearbeit unglaublich authentisch sowie real. Ich zweifle keineswegs daran, dass die geschilderte Art der Manipulation genauso geschehen könnte und tatsächlich auch geschieht. Zumal deren Hintergründe, welche unter dem Deckmantel "Glauben" verlaufen, äußerst glaubwürdig sind.
Das tolle Gesamtpaket abgerundet hat für mich das faszinierende Cover. Auch, wenn es mir online durch die starken Kontraste nicht allzu gut gefallen hat, war ich umso begeisterter davon, als ich es in der Hand halten konnte. Durch eine beeindruckende Haptik, die den Eindruck von wirklicher Asche erweckt, werden die einzelnen Elemente optimal miteinander verbunden.
Ich bin begeistert von dieser packenden Geschichte. Trotz des schleppenden Anfangs finde ich Will Hills Ausführungen mehr als nur gelungen und würde diese Lektüre auf jeden Fall weiterempfehlen.
5/5 Sterne
Rezensionen von Petra:
Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts
After the Fire - Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 von Will Hill
Mit dem ersten Buch der Triologie um das Modehaus Lichtenstein in Berlin ist der Autorin Marlene Averbeck ein sehr schöner historischer Roman gelungen.
Im Modehaus Lichtenstein lernen wir die unterschiedlichsten Personen kennen.
Wie beispielsweise Hedi Markwardt, die trotz der Bedenken ihrer Mutter als Ladenmädchen im Warenhaus anfängt, um die Haushaltskasse etwas aufzubessern.
Oder Thea Stübner, die aus einfachen Verhältnissen kommt und als Näherin im Atelier des Lichtenstein arbeitet.Den Konfektionär Hannes Hallberg, der große Pläne hat. Aber auch die Familie Lichtenstein selbst, die Eltern Friedrich und Marianne und die beiden Söhne Ludwig und Jakob, die unterschiedlich nicht sein könnten.
Der Roman verbindet die Geschichte von Menschen aus verschiedenen Schichten mit wichtigen Ereignissen des beginnenden 20. Jahrhunderts, wie den Kampf um die rechte der Frau und den ersten Weltkrieg.









