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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von heinoko:

Für den Laien eine mühselige Lektüre

Die Geschichte der Gefühle von Rob Boddice


Gerne würde ich klug-kritisch über das vorliegende Buch schreiben, würde in eine fiktive Diskussion mit dem Autor einsteigen, würde vielleicht Argumente oder Beispiele ergänzen oder die des Autors hinterfragen oder würde Kontexte neu bewerten. Dann würde ich vielleicht dem Buch gerecht werden.

Aber das kann ich nicht. Ich bin Laie mit einem durchschnittlichen Allgemeinwissen und einer lange zurückliegenden humanistischen Bildung, wissenschaftlich ungeschult. Insofern kann ich den Buchinhalt nur „von außen“ wiedergeben.
Von der Antike bis in die Gegenwart verfolgen wir die Emotionsgeschichte und ihre Veränderlichkeit anhand von biographischen, philologischen, gesellschaftlichen, kulturellen Aspekten und lernen letztlich staunend, dass dem empathischen Erspüren der Vergangenheit enge Grenzen gesetzt sind.
Die treffliche Einbandgestaltung mit der trauernden Maria Magdalena aus dem 17. Jahrhundert lockt den Leser an. Ebenso das Thema, natürlich. Wir alle haben Gefühle. Oft steuern sie, bewusst oder unbewusst, unser Handeln. Aber haben Gefühle eine Geschichte? Erleben Gefühle einen Wandel über die Zeiten hinweg? Ich konnte es mir nicht vorstellen. Doch der Autor belehrte mich eines Besseren, wobei er es mir nicht einfach machte. Nein, leichte Kost ist dieses Buch wahrlich nicht. Sehr wissenschaftlich, teils spröde-sperrig zu lesen. Ich konnte mich nur häppchenweise mit dem Buch befassen, fühlte mich als Laie trotz meines grundsätzlichen Interesses stellenweise überfordert. Insofern stellt sich mir die Frage, welche Zielgruppe an Lesern der Autor ansprechen wollte mit seinem umfassenden und anspruchsvollen Buch. Zwar habe ich einigen Wissenszugewinn durch die Lektüre erlangt, aber zurück bleibt für mich ein ganz und gar gegenwartsnahes Gefühl der Mühseligkeit.

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Rezensionen von Schmiesen:

Die Hoffnung siegt

Kostbare Tage von Kent Haruf

"Ihr Bestes könnte nicht gut genug sein. Das ist meine Frau. Sie bedeutet mir alles auf der Welt."

Dad Lewis' letzter Sommer bricht an. Sein Krebs hat sich verschlimmert, mit jedem Tag wird er schwächer. Seine Frau Mary und Tochter Lorraine kümmern sich liebevoll um ihn, und auch die Nachbarin Berta und ihre kleine Enkelin Alice spenden Trost.

Der neue Gemeindepfarrer Lyle bringt Unruhe nach Holt, wird aber für Familie Lewis zu einem wichtigen Gast. Doch wie jeder Mensch hat auch Dad Lewis Entscheidungen getroffen, die er bereut - und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als in fiebrigen Wachträumen mit seinem Sohn Frank, den er seit Jahren nicht gesehen hat, Kontakt aufzunehmen.

Kent Harufs kleinstädtisches Universum ist so wenig aufregend, wie es sich anhört. Holt, eine fiktive Stadt mitten in den Great Plains, ist der Inbegriff des "Dorflebens". Jeder weiß (vermeintlich) alles über jeden, jeder hat eine Meinung zum Leben der anderen, nichts bleibt verborgen. Aber dieses Bild hat auch seine Kehrseite, denn die Menschen sind auf eine Art und Weise bereit, einander beizustehen, wie man es in einer Großstadt niemals erleben würde. So kann Dad Lewis seinen letzten Sommer in Frieden mit seiner geliebten Frau Mary und der Tochter Lorraine verbringen.

Und auch andere Bewohner Holts stehen der Familie liebevoll zur Seite: Berta und die kleine Alice, Willa und Alene Johnson, Pfarrer Lyle. Alle diese Menschen haben ihr eigenes Päckchen zu tragen, und in kleinen Geschichten zeigt Haruf uns Ausschnitte aus der Vergangenheit dieser Personen, lässt uns teilhaben an ihren Sehnsüchten und Wünschen. Nach und nach offenbaren sich so Geheimnisse und Ereignisse, die die einzelnen Personen bedauern oder bereuen, bisweilen aber auch nie verwunden haben und seither mit einem Schmerz leben müssen, der schlichtweg zum Leben dazugehört.

Für Familie Lewis ist der größte Verlust wahrscheinlich Sohn Frank, der als Homosexueller in der Kleinstadt gebrandmarkt war und auch von seinem Vater vor allem Ablehnung erfahren hat - so jedenfalls verstehe ich die subtilen Gespräche und Gedanken. Der Kontakt zu Frank ist abgebrochen, und Dad Lewis bleibt keine andere Wahl, als ihn sich herbeizufantasieren. In diesen fiebrigen Phantomgesprächen erfahren wir viel über Dads innere Zerrissenheit, seine heftigen Schuldgefühle und seine Reue. Doch am Ende ist eines sicher: Fehler begehen wir alle, und Dad Lewis ist und bleibt ein wunderbarer Mensch mit einem guten Herzen.

Auch alle anderen Figuren haben sich meine Sympathie mehr als verdient. Sie alle sind vom Leben gebeutelt, stützen sich aber gegenseitig und geben einander Hoffnung. So hat die kleine Alice ihre Mutter verloren und lebt jetzt bei ihrer Oma Berta, und Lorraine sowie Willa und Alene Johnson nehmen sich des kleinen Mädchens mit sanfter Zuneigung an. Sie buhlen nicht um ihre Aufmerksamkeit, sondern schenken sie ihr ganz ungezwungen, und unterschwellig spürt man, wie Alice langsam fröhlicher wird. Und natürlich tut auch diesen einsamen, vom Schicksal geschlagenen Frauen der Umgang mehr als gut.

Es ist von Anfang an klar, dass das Buch mit einer traurigen Sterbeszene enden wird, aber so intensiv habe ich mir das nicht vorgestellt. So nah habe ich glaube ich noch nie eine Buchfigur bis zum Tod begleitet. Für mich war das mehr als real, ich konnte die tiefe Traurigkeit spüren, die Mary später überfällt, ich konnte aber auch Dads Ungläubigkeit darüber wahrnehmen, dass er plötzlich einfach nicht mehr da sein wird. Das ist das Unbegreifliche am Tod: 'Ich werde dann nicht mehr sein.' Darüber habe ich Bedauern und Traurigkeit verspürt. Aber gleichzeitig geht das Leben weiter, in Form eines jungen Mädchens auf einem Fahrrad.

Wie immer erzählt Haruf sehr berührend und mit einer unübertrefflichen Ruhe aus dem alltäglichen Leben der Bewohner von Holt. Traurigkeit und Hoffnung halten sich in seinen Geschichten immer die Waage - bis am Ende die Hoffnung gewinnt.

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Rezensionen von Nele33:

erschreckend realistisch

After The Fire von Will Hill

After the Fire des Autors Will Hill behandelt ein wichtiges Thema . Sekten und ihre Strukturen.

Moonbeam, die 17 jährige Protagonistin wacht nach dem Brand im Gebäudekomplex der Glaubensgemeinschaft, in der sie lebte in einer psychiatrischen Klinik auf. EIner Klinik, in der ihr alle versichern sie sei nun in Sicherheit und ihr könne nichts geschehen.

Dies steht im absoluten Gegensatz zudem was Father John ihr gesamtes Leben eingetrichtert hat: Die Menschen ausserhalb der Glaubensgemeinschaft dienen der Schlane und seien eine Gefahr für die Glaubensgemeinschaft. Die Gemeinschaft führt ein abgeschottetes Leben und Moonbean hat das Gelände seit Jahren nicht verlassen.
Welcher Stimme kann sie glauben? Der von Father John, die immer in ihrem Kopf hallt, oder der, der Menschen nun um sich herum?

Die einzelnen Kapitel sind in "Davor" und "Danach" eingeteilt, was ich für das Verständnis als sehr sinnvoll und gelungen betrachte. In Moonbeams Leben fand mit dem Brand ein einschneidender Break statt.
Moonbeam ist eine starke und zugleich hoch traumatisierte Jugendliche die mit wachen Verstand versucht ihre Situation zu analysieren um weiter leben zu können. Die Einzeltherapie und auch die Gruppentherapie mit anderen Kindern und Jugendlichen aus der Glaubensgemeinschaft sind ein wichtiges Thema des Buches.

Fazit: Ein wichtiges Buch, welches die Machenschaften, Gehirnwäschen und Traumatisierungen durch sogenannte Glaubensgemeinschaften, für mich Sekten, schonungslos in einer fiktiven Geschichte offenlegt.
Absolute Leseempfehlung.

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Rezensionen von Nele33:

...Schade

Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie von Läckberg Camilla

Als großer Fan der Fjällbacka Reihe der Autorin habe ich auch dem Folgeband von Golden Cage noch einmal eine Chance gegeben. Dies hätte ich lassen sollen, es war wieder eine Enttäuschung.

Faye hatte nun Zeit sich ein neues Leben aufzubauen, sie weiß ihre Tochter und ihre Mutter in Sicherheit, führt immer noch ein elitäres Leben zwischen den Ländern.

Ihre Firma Revenge steht kurz vor der Expansion nach Amerika und ein neuer Mann tritt in ihr Leben. Alles könnte also wunderbar sein, wäre da nicht der Gefängnisausbruch ihres Ex- Mannes und die Unbekannten , die ihr die Firma durch Aktienkäufe entreissen wollen.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir noch immer, doch die Protagonistin und ich passen einfach nicht zusammen, die unnötig ausgeschmückten Sexszenen erinnern an einen Porno-das konnte sie schon besser.
Alles in allem habe ich nun für mich entschieden Bücher dieser Reihe zu meiden, denn das es weiter geht steht schon fest.
Eigentlich ein 2,5 Sterne Buch welche ich jedoch aufrunde.

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Rezensionen von Nele33:

Beeindruckend ehrlich

Abgründe von Hans Hopf

Mit Abgründe hat der Autor Hans Hopf auf seine jahrzehnte währende Arbeit als Kinder- und Jugend- Psychonalytiker zurückgeblickt. In diesem Buch schildert er die Fälle, die ihn während seiner Laufbahn am meisten bewegt haben.

Die einzelnen Schicksale geben einen tiefen Einblick in die Seelen seiner Patienten und lassen mich als Leser häufih fassungslos zurück.

Es geht häufig um Angst, Schuldgefühle, Vernachlässigung und Missbrauch auf unterschiedlichste Weise, häufig leider durch die Eltern, denen die Kinder schutzlos ausgeliefert sind. Aber auch um ältere Menschen, die kurz vor ihrem Tod noch etwas loswerden wollen.
Berührend sind die Geschichten, in denen Hans Hopf auch noch nach Jahren Rückmeldungen seiner Patienten bekommt, in denen sie schildern wie ihr weiteres Leben verläuft.

Besonders aufschlussreich sind die Erklärungen zu den einzelnen Schiksalen, die Hans Hopf aus psychoanalyterischer Sicht ausgeführt hat.
Alles in allem ein sehr authentisches Buch, von und über den Menschen Hans Hopf, der bei aller Professionalität häufig an seine Grenzen gerät, an sich zweifelt , sich verhäddert , jedoch das Wohl seiner Patienten dabei niemals aus dem Auge verliert.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein tolles Buch: informativ, strukturiert und dazu noch ein Genuss für die Augen

Plant Love von Alys Fowler

„Plant Love. Die perfekte Zimmerpflanze für jede Ecke“ von Alys Fowler ist 2020 im Ulmer Verlag erschienen und umfasst 176 Seiten.

Dieses Buch hält in meinen Augen genau das, was es verspricht: es informiert über Zimmerpflanzen und deren perfekten Standort, es drückt in allem die Liebe zu Pflanzen aus, es beinhaltet wunderschöne Fotos und gibt viele zusätzliche Tipps und Tricks.

Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen und werde es sicherlich noch oft zur Hand nehmen.

Das Buch ist aufgeteilt in vier Kapitel und vorangestellt ist ein Doppelseitiger Pflanzenfinder, der.
Der Pflanzenfinder zeigt auf einer Doppelseite auf, welche Pflanzen in dem Buch näher beschrieben werden und ordnet diese in einer Art Tabelle den Sandorten Sonne, Halbschatten und Schatten zu.
Hierauf folgt das Kapitel „Zimmerpflanzen ein Zuhause geben“, in dem Informationen zu Schädlingen, zur Vermehrung von Pflanzen, zum Düngen, Umtopfen und vielem mehr gegeben werden.
Auf einer weiteren Doppelseite ist im Kurzkapitel „Die richtigen Pflanzen für jede Ecke“ eine schnelle Übersicht zu finden. Diese Übersicht finde ich persönlich sehr gelungen, da hier kurz und knapp Fragen beantwortet werden wie, welche Pflanze passt zu einem feuchten Standort, welche zu einer Wärmequelle, welche Zimmerpflanze benötigt kalte Räume mit hellem direktem Licht oder im Tiefschatten etc.
Auch das Kapitel „Pflanzennachwuchs aus der Küche“ ist kurz gehalten und dennoch so informativ. Es gibt Ideen, wie man aus übrigen Samen aus Obst und Gemüse in der Küche Pflanzen ziehen kann. Als wenige Beispiele sind hier Avocado. Limette und Thai-Basilikum genannt.
Den größten Teil des Buches umfasst dann der Bereich „Zimmerpflanzen im Portrait“. Hier kann man zu den aufgeführten Pflanzen im Pflanzenfinder viele Informationen finden.

Zudem werden alle Seiten von wirklich wunderschönen Fotos der Fotografin Simon Wheeler begleitet. Es ist ein wahrer Genuss, sich diese anzusehen.
Der Schreibstil von Alys Fowler ist flüssig zu lesen uns sehr gut zu verstehen und so findet sicherlich jeder Leser zahlreiche Informationen zu Pflanzen und deren richtigen Standort.
Besonders hervorzuheben ist in meinen Augen auch das gesamte Layout. Alles ist so gut strukturiert und viele Informationen kann man so ohne Mühe aufnehmen.
Genaueres kann man gezielt nachlesen. Das Buch wirkt sehr hochwertig und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.

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Rezensionen von readpassion9:

42 Grad

42 Grad von Wolf Harlander

42 Grad, ein Thriller auf den ich wirklich gespannt war. Die Thematik interessiert mich, vor allem da die letzten beiden Sommer heiß und regenarm waren, das Szenario vorstellbar ist. Insofern hatte ich hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden.

Vom Aufbau her erinnert das Buch an diverse Katastrophen-Blockbuster, man springt von einem Strang zum anderen, lernt verschiedene Protagonisten kennen, deren Wege sich erst gegen Ende kreuzen.

Was mir normalerweise gut gefällt, da dadurch eine ganz eigene Dynamik entsteht. Hier jedoch waren es mir zu viele Stränge, immer wieder wird die Spannungskurve durch Perspektivwechsel unterbrochen. Schade. Ein weiterer Punkt ist der Schreibstil, der sehr schlicht ausfällt. Klar, so lässt sich die Story schnell und flüssig lesen, macht aber nicht wirklich viel Spaß. Ein etwas anspruchsvollerer Schreibstil geht auch bei Thrillern.

Ich habe die Story verfolgt, aber so wirklich fesseln konnte mich die Handlung trotz des spannenden Themas leider nicht. Streckenweise zäh, zu ausufernd, es fehlte der Drive. Hier hätte man die Handlung straffen können. Die Protagonisten waren ganz sympathisch, mehr auch nicht, keine herausragende Figur, sondern Durchschnitt. Einige Stellen waren für mich leider zu unrealistisch, eine Seniorin verdurstet innerhalb kürzester Zeit, sie wird bei der Evakuierung vergessen, keiner merkt es? Ne, das war mir zu unrealistisch.

Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen, ein wirklicher Thriller ist es in meinen Augen nicht. Meine Erwartungen waren wohl zu hoch. 3 Sterne.

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Rezensionen von readpassion9:

schöne neue Welt?

Paradise City von Zoë Beck

Paradise City spielt in Deutschland, in der nahen Zukunft. Das Leben hat sich durch den Klimawandel und Pandemien sehr verändert. Die überlebenden Menschen leben in Megacities, das Land ist weitgehend unbewohnt. Die meisten Krankheiten sind ausgemerzt, jeder trägt ein Smartcase bei sich, das ihn überwacht, die Wege registriert und sogar den Körper auf Krankheitssymptome scannt.

Liina ist Reporterin, von ihrem Chef bekommt sie den Auftrag in die Uckermark zu reisen um dort Zeugen zu interviewen. Zwei Männer haben eine Frau gefunden, die angeblich von einem Schakal gebissen wurde.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, ihr Chef hat einen furchtbaren Unfall, eine Kollegin wird ermordet. Brisant: Beide waren der gleichen Story auf der Spur....

Der eingängige Schreibstil macht es einfach schnell in die Story einzusteigen. Die schöne neue Welt, in der Liina lebt, ist beängstigend. Jeder Schritt wird überwacht, Kameras überall, wer das Smartcase mal ausschaltet macht sich verdächtig. Der Individualverkehr ist abgeschafft, die Regierung kontrolliert die Medien. Liina ist schön gezeichnet, sie ist sympathisch. In eingeschobenen Kapiteln erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, auch dass es Menschen gibt, die sich der totalen Kontrolle entziehen.

Die Geschichte ist spannend, es gibt immer wieder Wendungen die überraschen. Das Ende kommt leider viel zu schnell, es werden auch nicht alle Fragen geklärt. Leider verliert die Geschichte im letzten Drittel an Spannung, so dass ich einen Punkt abziehe. Nichts desto trotz hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine Dystophie die hoffentlich nie eintritt.

Paradise City spielt in Deutschland, in der nahen Zukunft. Das Leben hat sich durch den Klimawandel und Pandemien sehr verändert. Die überlebenden Menschen leben in Megacities, das Land ist weitgehend unbewohnt. Die meisten Krankheiten sind ausgemerzt, jeder trägt ein Smartcase bei sich, das ihn überwacht, die Wege registriert und sogar den Körper auf Krankheitssymptome scannt.

Liina ist Reporterin, von ihrem Chef bekommt sie den Auftrag in die Uckermark zu reisen um dort Zeugen zu interviewen. Zwei Männer haben eine Frau gefunden, die angeblich von einem Schakal gebissen wurde.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, ihr Chef hat einen furchtbaren Unfall, eine Kollegin wird ermordet. Brisant: Beide waren der gleichen Story auf der Spur....

Der eingängige Schreibstil macht es einfach schnell in die Story einzusteigen. Die schöne neue Welt, in der Liina lebt, ist beängstigend. Jeder Schritt wird überwacht, Kameras überall, wer das Smartcase mal ausschaltet macht sich verdächtig. Der Individualverkehr ist abgeschafft, die Regierung kontrolliert die Medien. Liina ist schön gezeichnet, sie ist sympathisch. In eingeschobenen Kapiteln erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, auch dass es Menschen gibt, die sich der totalen Kontrolle entziehen.

Die Geschichte ist spannend, es gibt immer wieder Wendungen die überraschen. Das Ende kommt leider viel zu schnell, es werden auch nicht alle Fragen geklärt. Leider verliert die Geschichte im letzten Drittel an Spannung, so dass ich einen Punkt abziehe. Nichts desto trotz hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine Dystophie die hoffentlich nie eintritt.

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Rezensionen von Hexenaugen:

Liebe mit Handicap

Trauzeugen küsst man nicht von Annabelle Costa

Als Kirbys Freund Ted ihr nach einem Jahr Fernbeziehung endlich einen Heiratsantrag macht, ist sie überglücklich.
Schon lange ging es ihr auf die Nerven, so gut wie die einzige in ihrem Freundeskreis zu sein, die noch nicht verheiratet war.
Voller Vorfreude stürzt sie sich in die Vorbereitungen – Bis sie Teds Trauzeugen John kennenlernt.

Seit der nämlich mit einer Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, hält er andere Menschen gerne emotional auf Abstand.
Mit seiner abweisenden Art kann Kirby zunächst nichts anfangen, doch je öfter die beiden für die Hochzeitsvorbereitungen zusammenarbeiten müssen,
desto mehr Gemeinsamkeiten finden sie auch. Doch als der Termin für Teds und Kirbys großen Tag immer näher rückt, kommen ihr immer deutlichere Zweifel daran, ob ihr Verlobter wirklich der Mann fürs Leben ist – und dann ist da noch die Frage, was sie für John empfindet.

Meine Meinung:
„Der Trauzeuge – Liebe und andere Handicaps“ von Annabelle Costa erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte, eine Liebesgeschichte wie man sie sonst nicht oft zu
lesen bekommt und in der auch die Einschränkungen, denen John wegen seine Behinderung unterworfen ist, John ist wegen eines Genickbruchs Querschnittgelähmt und sitzt im Rollstuhl, von der Autorin geschildert werden.

Kirby, im Umgang mit Johns Behinderung ist sie zunächst unsicher und tritt schonmal in das eine oder andere Fettnäpfchen, bis sie merkt, wie sehr sie auch zu John hingezogen fühlt, Johns trockener bisweilen bissiger Humor klingt witzig, Kirby findet es klasse sich mit John zu käbbeln und es macht Freude die witzigen Dialoge zu lesen.

Fazit:
Interessantes Thema das sehr gut umgesetzt wurde.
Kein klassischer Liebesroman aber der Roman hat sich gut lesen lassen und der aufzeigt Liebe beruht nicht nur auf Äußerlichkeiten, sondern es ist eine innige und warmherzige Geschichte.
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Alles gut – bis die Vergangenheit dich einholt

Zeiten des Sturms von Nele Neuhaus

Vor 4 Jahren ist die heute 21-jährige Sheridan Grant aus ihrer Heimat, der Willow Creek Farm in Fairfield, Nebraska, geflohen und steht nun kurz vor der Hochzeit mit dem wohlhabenden Chirurgen Paul Sutton. Doch tut sie hier das Richtige? Nach ihrer Entführung, einen Krankenhausaufenthalt und ihrer Lebensbeichte an Paul lösen sich ihre Zukunftspläne innerhalb von 48 Stunden in Luft auf.

Wie würde es weiter gehen? Was wollte sie mit ihrem Leben anfangen? Gibt es für sie noch eine Chance mit Horatio, ihrer großen Liebe glücklich zu werden?

Wenn Nele Neuhaus ihre Protagonistin erzählen lässt, werden die einfachsten Dinge interessant und spannend. Sie zieht mich ab der ersten Seite in ihre Geschichte hinein und gibt mich erst nach deren Ende wieder frei. Aber bei dem, was hier alles abgeht, lasse ich mich gerne gefangennehmen.

Schon auf den ersten Seiten erkenne ich als Leserin, dass sich Sheridan in ihrer Rolle als Braut absolut nicht wohl fühlt. Die freiheitsliebende junge Frau sitzt in einem goldenen Käfig, wagt es aber auch nicht ihm zu entfliehen. Ich habe diese innerlich zerrissene, arbeits-, heimat- und mittellose, äußerst sympathische und gewissenstreue Heldin sofort ins Herz geschlossen. Genau so wie ihren Freund Jasper Hayden, Nikolas Walker, einer der ehemals erfolgreichsten Rodeoreiter Nordamerikas und den Großteil ihrer Familie. Aber es gibt hier auch einige Menschen, die ich kennengelernt habe, die ich nicht als Freunde haben möchte.

Ich habe die Fahrt mit Sheridan und Walker auf dem Rücksitz ihres Van quer durch Amerika, von Massachusetts nach Nebraska sehr genossen. Genau so wie die Besichtigung von Sheridan´s altem und nun sehr verwandeltem neuen Zuhause. Beim Lesen kam mir immer mal wieder der Gedanke, die USA mal von Nord nach Süd oder von Ost nach West zu durchqueren. Die Beschreibungen hier machen richtig Lust aufs Reisen. Und ich kann mich mal wieder richtig gut weit weg träumen.

Dies ist nun schon der dritte Teil der Sheridan-Grant-Serie, wobei ich die ersten beiden Bände noch nicht kenne. Was sich aber, da ich diese Geschichte nun schon kenne, bestimmt bald ändern wird. Allerdings kann man diesen dritten Teil auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Mir hat dieser Ausflug in die Welt der Musik und des Musikbusiness sehr gut gefallen. Alle Lieder, die Nele Neuhaus hier der Protagonistin in den Mund gelegt hat und die auf den letzten Seiten aufgeführt sind, habe ich mir angehört und ja, ich hätte ihr dafür auch einige Auszeichnungen gegönnt.

Ein absolut lesenswertes Buch, mit dem mich Nele Neuhaus mal wieder total in ihren bzw. Sheridan´s Bann gezogen hat. Eine Geschichte, bei der ich mit gelitten, mit geträumt, mich mit gefreut habe und deren Schluss mich absolut zufrieden zurück gelassen hat.

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