Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Inzwischen wie nach Hause kommen
Mordsand von Fölck Romy
Mordsand ist inzwischen bereits der vierte Band in der Reihe der Elbmarschkrimis.
Und ja, es hat etwas von nach-Hause-kommen. Kaum habe ich das Buch aufgeschlagen, bin ich wieder mittendrin, genieße die schöne Landschaft der Elbmarsch und freue mich, dass ich die Polizistin Frida Paulsen und ihren Kompagnon Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn wieder treffen kann.
In dem Band wird ein Skelett entdeckt und damit beginnt eine Ermittlung, die sich sowohl auf ein schlimmes Kapitel der DDR-Vergangenheit bezieht (btw: könnte so wohl genauso in der BRD stattgefunden haben...) als auch jetzt in der Gegenwart nicht halt macht.
Das war interessant, weil der zugrundeliegende Rahmen real ist - und ich davon bislang nichts wusste. Das mag ich immer, wenn ich bei einem Unterhaltungsbuch auch noch etwas Neues erfahre, quasi durch die Hintertür.
Die Landschaftsbeschreibungen sind wie immer fast ein kleiner Kurzurlaub, hier bin ich der Autorin voll auf den Leim gegangen. Ich komme aus einer ganz anderen Ecke Deutschlands und für mich war die Tatort-Insel Bargsand völlig real, ich hätte nicht gedacht, dass es diese gar nicht gibt.
Der Fall an sich war jetzt nicht so fürchterlich spannend, da waren die Vorgängerbände stärker. Für mich waren teilweise auch einzelne Komponenten etwas arg konstruiert.
Was aber die Stärke des Buches ist: das ganze Drumherum, das Privatleben Fridas (hier kein Single mehr), und Bjarnes, Familienleben, Freundschaft, Drama,...das ist einfach schön zu lesen und das mag ich hier sehr.
Insgesamt vielleicht nicht der allerspannendste Krimi, aber auf jeden voll richtig gute Unterhaltung.
Rezensionen von brauneye29:
Haut mich nicht vom Hocker
Escape Zone von Ulf Torreck
Zum Inhalt:
Acht Kandidaten stellen sich in einem Spiel Aufgaben in einem Labyrinth. Wer sie zuerst erledigt, gewinnt 300.000 Euro. Das Spiel wird im Internet live übertragen. Doch aus dem Spiel wird bitterer Ernst, einer Bach dem anderen wird ermordet.
Meine Meinung:
Der Klappentext las sich eigentlich total spannend und ich glaube, die Buchidee hätte auch Potenzial pro ein,spannendes Buch gehabt, aber irgendwie ist das in der Umsetzung nicht so richtig gelungen.
Schon alkein die Zeit, bis das Spiel dann endlich begann, zog sich ganz schön. Das Spiel an sich hatte schon spannende Momente, aber für mich nicht genug. Ich habe das Buch insgesamt als eher zäh empfunden.
Fazit:
Haut mich nicht vom Hocker
Rezensionen von nanu?!:
Ruhige Kugel schieben...
Die kleine Bücherei in der Church Lane von Rachael Lucas
Lucy braucht nach einem Zusammenbruch dringend eine Pause. Zu diesem Zweck mietet sie sich in ein kleines Häuschen am Rande der Cotswolds ein.
Es dauert nicht lange bis auch der letzte in Little Maudley Lucys Ankunft mitgekriegt hat, und schnell wird sie ins Dorfleben integriert.
Und dann ist da auch noch der nette Nachbar von gegenüber.
..
Das war eine nette Lektüre für Zwischendurch. Man bekommt genau das was man erwartet, wenn man zu solch einem Buch greift: Unaufgeregte, voraussehbare Unterhaltung mit Happy End.
Wobei man sich den Titel hätte sparen können, denn die kleine Bücherei erhält nur eine kleine Nebenhandlung.
Das Dorf "Little Maudley" erinnerte mich die ganze Zeit an die Kleinstadt "Stars Hollow" aus der Serie "Gilmore Girls". "Little Maudley" hat sogar seinen eigenen "Taylor Doose", eine kleine Nervensäge die für Zucht und Ordnung sorgt. Und das was für "Stars Hollow" das Pavillon ist, ist für "Little Maudley" die alte rote Telefonzelle: Ein Treffpunkt, an dem viele schöne Dinge passiert sind.
Es gibt einige Handlungsstränge. In einem von ihnen geht es um die ältere Dame Bunty, die direkt neben Lucy wohnt. Sie soll im zweiten Weltkrieg wohl in "Bletchley Park" gearbeitet haben, wie viele andere der Frauen auch, die dafür extra aus dem ganzen Land dorthin kamen. Doch was Bunty genau dort gemacht hat, weiß niemand. Das alles war top secret und Bunty hat sich bis heute daran gehalten. Klar das Lucy neugierig ist, und das nicht nur weil sie Geschichtslehrerin ist.
Dieser Teil des Buches um Bunty hat mir auch als bestes gefallen, da er ein Geheimnis enthält und ein bisschen mit der Geschichte des Ortes zu tun hatte.
Ansonsten geht es in den anderen Handlungsstränge um all die Dinge, die das Leben so mit sich bringt. Störrische Teenager, ein Verein der Jubiläum feiert, eine alte Telefonzelle die abgerissen werden soll, Abba-Filme die eigentlich keiner sehen will und etliche Hunde, die etliche Dinge tun.
Ehrlich gesagt waren mir die Hunde zuviel des Guten. Gefühlt jede Figur hatte einen bis mehrere Hunde, und es wird sehr viel über diese Hunde erzählt.
Das Buch ist perfekt für ein faules Wochenende das völlig ruhig und unaufgeregt verlaufen soll.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Erzählerisch und inhaltlich wundervolle Jugendliteratur
Echo Mountain von Lauren Wolk
Die Geschichte von Ellie beginnt an der amerikanischen Westküste in Maine, als die Weltwirtschaft zusammengebrochen war und viele Menschen vor der Armut standen. Aus diesem Grund waren Ellies Eltern mit ihren drei Kindern und wenigen Habseligkeiten in die Wildnis gezogen und hatten sich ein neues Leben aufgebaut.
Mühsam hatte sich die Familie ein Haus errichtet und ihr Überleben gesichert. Nach einem Unfall liegt Ellies Vater im Koma. Sie verschweigt den tatsächlich Unfallhergang, um ihren Bruder zu schützen, und nimmt alle Schuld auf sich. Im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer großen Schwester schafft es Ellie jedoch, trotz der schwerer Zeiten und harten Arbeit, glücklich zu sein. Sie liebt die Natur, „ihre“ Hunde und die Freiheit der Wildnis und was das in ihr auslöst. Das führt zu Unmut innerhalb der Familie. Aber Ellie geht ihren Weg und begegnet Menschen, die alles verändern, Rettung brauchen und Hoffnung schenken.
Es ist nicht nur ein spannender Einblick in die Zeit der Großen Depression, wo nicht jeder über das Geld verfügte, einen Arzt zu bezahlen, sondern auch eine berührende Geschichte, mit sehr starken Frauenbildern, die es wert ist, gelesen zu werden. Besonders beeindruckend ist die Liebe und der Respekt, die Ellie für jedes Lebewesen und ihre Umwelt empfindet. Damit löst sie Wellen aus, die weit über die Handlung des Buches hinausgehen. Selbst wenn jüngere Mädchen oder Jungs nicht alle Ebenen erfassen können, die wichtigsten Botschaften werden zweifellos ankommen und jeden Leser berühren. Ein zugleich anspruchsvolles und verständliches Buch, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern wird. Selten ist uns eine so wunderbare Heldin wie Ellie begegnet, die so ungezwungen mit ihrer ansteckenden Sehnsucht nach Glück inspiriert.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Kurze ratgebende Glücksbeiträge verschiedener Autoren
Die 12 Glücksbringer von Michaela Merten; Pierre Franckh
Vorweg: Ich lese für gewöhnlich kaum Selbsthilfebücher und kannte auch niemanden der Autoren. Daher fand ich es sehr praktisch, dass die Kapitel in Kürze ein Thema behandeln.
Die Herausgeber Michaela Merten und Pierre Franckh haben zwölf Menschen, die sich privat oder beruflich mit Psychologie und Glücksforschung beschäftigen, gebeten, sich auf ein paar Seiten dem Thema zu widmen und zu beschreiben, was aus ihrer Sicht, der Schlüssel zum Glück ist.
Herausgekommen ist eine bunte Sammlung von Themen mit verschiedenen Schwerpunkten, wie Selbstführsorge, neue Glaubenssätze, Heilung, erfüllte Beziehungen, Selbstliebe, Dankbarkeit, Akzeptanz und Selbstbestimmung.
Mit den persönlichen Geschichten von Julia Engelmann, Nicola Schmidt oder Dami Charf konnte ich am meisten anfangen, während mir die Beiträge von Stefanie Stahl oder Martina Leibovici-Mühlberger zu therapeutisch waren. Die farbige Gestaltung und Schriftart empfand ich als ansprechend. Mir hat die kurze Aufbereitung und der Fokus auf das Wesentliche gefallen, aber ich hätte mir einen roten Faden gewünscht. Das war aber abhängig vom Schreibstil und Inhalt der Beiträge. Es waren natürlich auch welche dabei, mit denen ich absolut nichts anfangen konnte. Und am Ende ist es auch Werbung für die Autoren, worauf Robert Betz oder Stefanie Stahl sogar hinweisen, was die Möglichkeit gibt, sich weiter mit den Themen zu beschäftigen. Ein weiterer Vorteil: man kann sich das Buch einteilen (am Stück lesen würde ich nicht empfehlen) und jederzeit die besten Beiträge erneut lesen (was ich auch schon getan habe).
Insgesamt aber eine interessante und wertvolle Lektüre, bei der es sich lohnt, einen Blick reinzuwerfen - gerade in Zeiten wie diesen -, aber es ist kein Muss.
Rezensionen von yellowdog:
Nature writing mit Prosa wie Honig
Dancing with Bees von Brigit Strawbridge Howard
Dancing with bees ist ein ganz besonders starkes Stück Nature Writing. Man kann sich an den Sätzen der britischen Autorin Brigit Strawbridge Howard berauschen, die sehr genau beobachtet und sehr ins Detail geht.
Die Autorin merkt erst im mittleren Alter, das sie wenig über die Natur weiß und ändert das radikal.
In ihrem wilden Garten findet sie viel vor. Im Vordergrund stehen Bienen, aber nicht nur. Auch Hummeln in ihrem Garten liebt sie. Immer wieder beobachtet sie Abläufe der Natur, die sie (und den Leser) emotional berühren und sie greift nicht ein.
Ein sehr anrührendes Kapitel ist das über ihre Mutter, die in ihren letzten Jahren genießt die Vögel in ihrem Vogelhäuschen zu beobachten, besonders fasziniert sie der Kopf-über-Vogel, den die Autorin schließlich bei einem Besuch als Kleiber identifizieren kann.
Unbedingt erwähnen muss man die vereinzelten schön gezeichneten Abbildungen von Bienen und anderen Tieren, die besser wirken als es selbst Fotos könnten.
Rezensionen von Lilli33:
Wer bin ich?
Ypsilons Rache von Lou Bihl
Wer bin ich?
Inhalt:
Professor Dr. Kristian Starck, Mitte fünfzig, Pathologe, geschieden, aber immer noch freundschaftlich verbunden mit seiner Ex-Frau und seinen erwachsenen Töchtern, nimmt sich eine Auszeit. In einem Sabbatjahr will er eine Reise machen, ein Buch schreiben und vor allem sich darüber klarwerden, was er weiterhin mit seinem Leben anfangen will.
Kris fühlt sich in seinem männlichen Körper nicht zu Hause. Ob er aber ganz als Frau leben will und kann, weiß er auch nicht.
Zu Beginn des Sabbatjahrs erhalten Kris’ Pläne erst mal einen Dämpfer, als bei einem Routinecheck Prostatakrebs diagnostiziert wird. Nun gilt es, sich für eine Therapieform zu entscheiden. Naiv wie ich bin, dachte ich, kein Problem, als Frau braucht Kris doch eh keine Prostata, also Radikal-OP, und gut ist es. Weit gefehlt! Offensichtlich ist es schwer, bei einer geschlechtsangleichenden OP ohne die Prostata auszukommen. Und so bedroht ausgerechnet ein Körperteil, das Kris für sich als unpassend empfindet, sein Leben.
Meine Meinung:
Glücklicherweise findet das Thema Transidentität bzw. Diversität allgemein immer häufiger Eingang in die Literatur. „Ypsilons Rache“ bereichert die Palette der diesbezüglichen Werke ungemein. Denn anders als in anderen Romanen, die ich zu diesem Thema bereits gelesen habe, ist sich Kris nicht ganz sicher, wie viel Frau in ihm steckt. So wird während des ganzen Romans auch das Pronomen „er“ verwendet, wenn Kris in männlichem Outfit unterwegs ist, und nur wenn er als Frau erscheint, heißt es „sie“. Das sind jedoch eher wenige Ereignisse, da kaum jemand über Kris’ „Transtendenzen“ Bescheid weiß. Auf seiner Reise quer durch Deutschland besucht er verschiedene Menschen, Familienmitglieder und alte Freunde, mit der Absicht, sich endlich zu outen.
Da Kris als Ich-Erzähler auftritt, werden seine Gedanken, seine Hoffnungen, Zweifel und Ängste auf direktem Weg zur Leserschaft transportiert. Es fällt leicht, sie nachzuvollziehen und zu verstehen. Kris ist ein überwiegend sympathischer Mensch, den man gerne auf seiner Reise zu seinem neuen Ich begleitet. Er überlegt, ob er den Weg der Geschlechtsangleichung gehen muss und ob sie für ihn unbedingt vollständig sein muss, um ein zufriedenes Leben führen zu können.
So unterschiedlich wie Kris’ Gedanken und Empfindungen sind auch die Reaktionen auf sein Coming-out. Dies alles wird sehr realistisch dargestellt.
Lou Bihl erzählt Kris’ Geschichte auf interessante Weise. Sie lässt die Leser*innen Anteil nehmen an einem fremden Leben und berührt einen im Innersten. Lediglich die Wortwahl konnte mich nicht begeistern. Zwar mochte ich den subtilen Humor und die (Selbst-) Ironie in Kris’ Worten, aber insgesamt war mir die Sprache etwas zu gestelzt. Ich habe nichts gegen Fremdwörter, aber bitte in Maßen. Ich liebe auch originelle Wortneuschöpfungen, aber nicht um jeden Preis. Hier war mir das definitiv zu viel und manchmal auch unpassend. Aber das ist mein persönliches Empfinden und sollte niemanden von der Lektüre abhalten, denn dieser Roman ist auf jeden Fall lesenswert.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ich habe einen neuen Sehnsuchtsort gefunden – die Insel Texel
Das Leuchten der Inselblumen von Mina Gold
Anna Fischer ist auf Texel angekommen. Sie liebt ihren kleinen Blumenladen, ihren Zwergdackel Prinz Harry, der mit seinem Übergewicht zu kämpfen hat und vor allem ihren Freund, den Tierarzt und Handwerker Ole Nordin. Ihre gute Freundin und Nachbarin Roosalinda Van der Meer ist verstorben und Anna ist ziemlich überrascht, als sie zur Testamentseröffnung eingeladen wird.
Gleichzeitig macht sie sich zusammen mit Kommissar Neeson, der Cold Cases bearbeitet, auf die Suche nach Spuren ihrer Schwester Anouk. Irgendjemandem scheint das aber ganz und gar nicht zu gefallen...
Dies ist schon der 2. Band der Inselblumen-Trilogie von Mina Gold. Da ich den ersten Teil (noch) nicht kenne, war ich unsicher, ob ich hier gleich würde einsteigen können. Ich muss sagen, mir ist das echt gut gelungen. Viele kleine Rückblicke in die Vergangenheit machen das Bild für mich rund; wecken aber auch die Neugier, das erste Buch noch lesen zu wollen.
Der leichte und sehr eingängige Schreibstil von Mina Gold haben mich Seite um Seite verschlingen lassen. Durch die Suche nach Annas Schwester und einigen anderen mysteriösen Begebenheiten ist die Geschichte an manchen Stellen so spannend wie ein Krimi. Eine Lesepause einzulegen ist mir sehr schwer gefallen.
Die allermeisten Menschen, denen ich hier begegne, sind mir sehr sympathisch. Allen voran Anna, mit ihrer liebenswerten, meist unbeschwerten Art, die schon einiges in ihrem Leben mitgemacht hat und der auch hier immer wieder schlimm mitgespielt wird.
Ihren Freund Ole, Typ großer, gutaussehender Kuschelbär, mag ich auch sehr. Aber auch den stillen, in sich gekehrten Kommissar Neeson mag ich gerne. Bei Evelyn hat es etwas gedauert bis ich mit ihr warm geworden bin. Aber dann hat auch sie mein Herz erobert. Und natürlich Zwergdackel Prinz Harry, meine allerliebste Lieblingsfigur in dieser Geschichte. Aber wie im wahren Leben gibt es auch immer Menschen, die ich nicht so mag.
Ich bin Anna sehr gerne gefolgt, auf ihren Wegen über die Insel Texel; habe Ole beim Windsurfen zugeschaut und mir den frischen Wind um die Nase wehen lassen; war bei Luuk und seinen Wollschweinen; natürlich im Blumenladen, wo ich mir die Vielfalt des Sortiments gut vorstellen kann; im Bruijnshof von Annas Großeltern habe ich mich umgeschaut; genau so wie im Haus von Roos und dem Haus, wo Ole mitten in der Natur lebt.
Der Ausflug auf die holländische Insel hat mir sehr gut gefallen. Nun werde ich erst mal den Auftakt der Trilogie lesen und mich dann auf den 3. Band freuen um zu lesen, wie es meinen neuen Freunden nach dem Schicksalsschlag am Ende dieser Geschichte hier ergeht.
Für die gute Unterhaltung und eine spannende Geschichte bekommt das Buch von mir 4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von C. P.:
Magisch ausgestattete Security
Tinte & Siegel von Kevin Hearne
Die Siegelmagier wurden dazu ausgebildet, die Menschenwelt davor zu schützen, dass Bewohner anderer Pantheons und Nebenwelten hier ihren Schabernack treiben. Dazu stehen ihnen magische Siegel zur Verfügung, welche, mit besonderen Tinten verfasst, ihnen kurzfristig besondere Kräfte verleihen wie „einen Hack des Gehirns über den Sehnerv“ (O-Ton), Schnelligkeit oder beschleunigte Wundheilung.
Leider hat grad der bereits siebte Lehrling des schottischen Siegelmagiers Al MacBharrais (gesprochen: Äl MäcVärrisch) auf aussergewöhnliche Weise das Zeitliche gesegnet. In der Wohnung des Verstorbenen entdeckt Al, dass dieser sich nebenbei die Portokasse mit einer Art illegalem Menschenhandel aufgebessert hat - nur mit Feenwesen statt mit Menschen. Bei seinem Versuch, das Ganze aufzuklären, gerät Al schnell ins Visier gefährlicher Gegner. Allerdings hat auch er mächtige Verbündete an seiner Seite.
Nach der Chronik des Eisernen Druiden berichtet uns Kevin Hearne nun über die Siegelmagier, welche wie eine Art magisch ausgestattete Security die Menschen vor Göttern, Kobolden, Ogern und dergleichen beschützen sollen. Neben seinem gewaltigen Schnurrbart zeichnet den älteren Schotten Al MacBharrais noch eine weitere Besonderheit aus: Irgendwer muss ihn verflucht haben, denn sobald jemand über längere Zeit seine Stimme hört, entwickelt derjenige einen regelrechten Hass auf Al. An seiner Seite hat er noch ein paar Helfer mit besonderen Begabungen, die von der geheimen Identität des Druckereibesitzers wissen.
Der Roman bietet so einige interessante Bewohner der schottischen und irischen Mythologie, welche Als Weg kreuzen - und nicht immer gehen diese Begegnungen friedlich aus. Als Cameo hat der Autor auch dem Druiden Atticus mit seinem Hund Oberon eine Szene gegönnt.
Vom Stil her ist der Roman spannend und lustig mit leichten Anklängen zur Popkultur, auch wenn der Humor stellenweise eher Pub-Niveau erreicht. Zeitweise hat das Buch einige Längen, wenn der Autor versucht, dem Leser die Hintergründe näherzubringen. Bei so einigen gälischen Namen und Bezeichnungen musste ich zudem erstmal nachschauen, wie sich das überhaupt ausspricht. Das Zusammenspiel diverser Feenwesen, magischer Siegel und den Bemühungen, das Ganze vor der unwissenden Menschenwelt zu verbergen, empfand ich als gelungen und erfrischend unterhaltsam. Zwar wirkte Al aufgrund seiner Alters manchmal etwas träge auf mich, das machten aber zum Glück seine deutlich jüngeren Sidekicks wieder wett.
Spannend, unterhaltsam und manchmal etwas schräg, kombiniert mit schottisch-trockenem Pub-Humor.
Rezensionen von Claudia R:
fantastisch, leidenschaftlich ...
Tinte & Siegel von Kevin Hearne
Klappentext:
Die tiefsinnige Geschichte erzählt von einer Liebe, die es nicht geben darf, voller Leidenschaft, Emotionen, Schmerz und Dramatik. Die Fee Mandy und der Journalist Paul erleben eine tiefe und leidenschaftliche Liebe, für die es keine Zukunft zu geben scheint. Der Leser wird hineingezogen in die Gefühlswelt zweier Liebenden, er erlebt tiefsinnige, aber auch zum Schmunzeln anregende Dialoge.
Feinfühlig geschilderte erotische Momente verleihen der Liebe zwischen Mandy und Paul einen besonderen Glanz. Die Schauplätze führen von Berlin aus in die griechische Hafenstadt Lavrio, auf die Insel Gyaros in der Ägäis und in das Altaigebirge. Der Autor dringt mit seiner Geschichte ins Mystische ein, ohne dabei den Bezug zur realen Welt zu verlieren.
Cover:
Das Cover zeigt eine wunderschöne Frau in einem roten Kleid mit Schmetterlingsflügeln. Dabei handelt es sich anscheinend um die Fee Mandy. Auch der Hintergrund mit dem Meer, dem Sandstrand und dem roten Sonnenuntergang ist sehr schön gestaltet und macht das Cover besonders. Einige Element des Covers stehen hervor. So heben sich die Flügel vom Rest des Covers ab.
Meinung:
Allein die Aufmachung finde ich schon mal sehr toll. Nach dem Prolog folgt eine kleine Auflistung der Charaktere, die in der Geschichte vorkommen, sowie eine kleine Beschreibung dazu. Dann geht es mit der Vorgeschichte los. Diese wird aus der Sicht des Journalisten Paul in der Ich-Perspektive geschrieben.
Man kommt sehr leicht und gut in die Geschichte hinein. Zu Beginn erhält man auch einen kleinen Überblick über die verschiedenen Götter und die fantastische Welt in die wir uns hier bewegen.
Es wird eine sehr leidenschaftliche und bewegende Geschichte zwischen der Fee Mandy und dem Journalisten Paul erzählt. In beide kann man sich sehr gut hineinversetzen, da aufgrund der Ich-Perspektive die Gefühle und Emotionen sehr gut vermittelt werden.
Diese tiefsinnige Geschichte handelt neben der Liebe, auch von Leid, Schmerz und verfügt über eine gewisse Dramatik, der man sich als Leser nicht entziehen kann.
Sehr gut hat mir neben der Gliederung des Buches, auch die Gestaltung des Buches gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind in sich weiter unterteilt. Die kleinen Überschriften zwischendurch und am Anfang der Kapitel sind sehr passend gewählt und verraten nicht zu viel. Toll fand ich auch die kleinen Illustrationen zwischendurch, die das Buch zusätzlich abgerundet haben. Diese Illustrationen lockern das Ganze auf und passen sich in das Gesamtbild sehr gut ein.
Die Verbindung zwischen Mandy und Paul wird sehr schön beschrieben und diese Tiefe und Zuneigung kommt sehr gut rüber. Auch wenn es für sie keine Zukunft zu geben scheint, so wird man dennoch in diese ganz besondere Gefühlswelt hineingesogen. Feinfühlig werden hier die besonderen Momente beschrieben und auch eine gewisse Prise Humor darf in den ein oder anderen Dialogen nicht fehlen. Dadurch wird diese Geschichte sehr unterhaltsam und hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Auch die Einflüsse der griechischen Mythologie und das ganze Mystische Drumherum hat mir sehr gut gefallen. Eine wunderschöne, fantastische, emotionale und mystische Geschichte, mit einer gewissen Dramatik und der richtigen Prise Humor. Ein Buch, dass nicht nur Fantasy und Romantik-Fans begeistern wird.
Fazit:
Eine wunderschöne, fantastische, emotionale und mystische Geschichte, mit einer gewissen Dramatik und der richtigen Prise Humor.










