Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nil_liest:
Südkorea – Rekordtiefstand der Geburtenrate in 2018 mit 0,98 Kindern pro Frau
Kim Jiyoung, geboren 1982 von Nam-joo Cho
Nachdem man diesen Roman gelesen hat, wundert einen das bei weitem nicht mehr. Wer will sich schon auf eine Ehe einlassen, in der Frau nur Nachteile hat, wenn sie sich dann auch noch darauf einläassr Kinder zu bekommen! Natürlich wie immer und mit allem im Leben – es gibt sicher auch in Südkorea Ausnahmen an Vorzeigemännern.
Aber die scheinen in der Tat sehr rar zu sein.
„Schicht für Schicht legte sich die Enttäuschung auf ihre Beziehung wie Staub auf den Kühlschrank oder das Badezimmerregal, für jeden erkennbar, aber unangetastet.“ (Seite 139)
Cho Nam-Joo veröffentlichte diesen Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“ 2016 in Südkorea. Der Roman wurde ein Megaseller in Südkorea und ist mittlerweile ein Weltbestseller. Im Land hat dieses Buch sicherlich aufgewühlt und aufgeweckt was viele Frauen bisher nur dachten und nicht in Worte fassen konnte, obwohl es ihnen Tag für Tag im Alltag begegnete: die Ungleichbehandlung.
„Manche Menschen schaffen es, andere zu beleidigen, und halten sich dabei vor lauter Gedankenlosigkeit auch noch für rücksichtsvoll.“ (S. 115)
Die Autorin schöpft aus ihren eigenen zutiefst negativen Erfahrungen und erschüttert uns mit diesem sachlichen Roman über eine Frau die exemplarisch und stellvertretend für alle Koreanerinnen steht: Von der Wiege (1982) bis zur eigenen Mutterschaft (2015) begleiten wir sie. Erst als Enttäuschung, weil es ein Mädchen ist, dann als Schülerin und Studentin, die härter arbeiten muss als ihre männlichen Mitstreiter und dann in der Arbeitswelt, wo sie mit sexueller Belästigung und einem massiven pay gap zu kämpfen hat. Und zu guter Letzt als Hausfrau und Mutter, weil es angeblich nicht anders geht.
Dieses Buch beschäftigt einen auch wenn man Lesepausen einlegt, es arbeitet weiter im Kopf und macht einen ohnmächtig wütend über diese traditionell verhafteten Strukturen. Dieses Buch regt zum Nachdenken, zum Debattieren, zum Diskurs ein und auch, wenn wir meinen in Europa schon einen langen Weg der Emanzipation gegangen zu sein, was ist mit den unzähligen anderen Ländern und Kontinenten, die noch einen langen Weg vor sich haben?
Fazit: Exemplarisch nüchtern anhand einer Frau erzählt, aber eine Anklage an die gesamte Struktur der Gesellschaft!
Rezensionen von Martje:
Nicht genug
Genug von Louise Juhl Dalsgaard
Der Roman „Genug“ von Louise Juhl Dalsgaard handelt von einer jungen Frau, der ihr Leben langsam entgleitet. Sie verliert in kürzester Zeit mehr als die Hälfte ihres Körpergewichts. Sie hat nicht das Gefühl, dass sie durchs Essen Verweigern die Kontrolle verloren hat, sondern sie hat eher das Gefühl, dass sie die Kontrolle dadurch zurückgewonnen hat.
Das Buch begleitet einen durch ihre Krankengeschichte mit Krankenakten, geschrieben von Ärzten und Sozialarbeitern. In dem Buch wird beschrieben, weshalb sie sich so verhält und wie ihre Eltern zum Krankheitsverlauf beitragen.
Kann sie ihre Krankheit überwinden oder wird sie daran sterben?
Mir persönlich hat das Buch nicht so gut gefallen. Ich hatte mir unter dem Buch etwas ganz anderes vorgestellt. Ich fand den Schreibstil sehr anstrengend und fast nichtssagend. Dazu kommen die Zeitsprünge, die manchmal sehr verwirrend und unpassend sind. Man kommt nicht so richtig in einen Lesefluss!
Ich würde das Buch nicht weiter empfehlen, außer einem sagt der Schreibstil zu.
Rezensionen von Gaby 2707:
Tod in der Lübecker Bucht
Das Todesboot von Ulrike Busch
Die Hotelerbin Nela Dodesen wird tot in einem alten Fischerboot in der Lübecker Bucht gefunden. Im gleichen Boot fand vor 10 Jahren eine andere junge Frau, Carina Bartelson, ihren Tod. Hat Molly recht, wenn sie annimmt, dass die beiden Fälle miteinander in Verbindung stehen?
Molly Bleck und ihre Kollegen Malte Graf und der junge Ben Fink haben nicht nur mit dem neuen und dem alten Fall alle Hände voll zu tun.
Molly muss außerdem noch das plötzliche Auftauchen ihres lange Jahre verschwundenen Mannes Ole verarbeiten und neu überdenken.
Was mir sehr gut gefällt, ist der Spruch eines unbekannten Verfassers auf der ersten Seite des Buches.
Dann wird für Diejenigen, die neu in die Serie einsteigen, das Stammpersonal der Serie kurz vorgestellt. Für Jene, die die ersten beiden Fälle der SoKo Mysterious "Der Herzmuschelmörder" und "Der Strandhexenmord" nicht kennen, wird es aber kein Problem, sein hier einzusteigen.
Auf den ersten Seiten wird es auch schon spannend und irgendwie gruselig, weil ich noch nicht genau weiß, was hier gerade passiert.
Mit „Das Todesboot“ bin ich das 3. Mal an der Ostseeküste und darf Molly, Malte und Ben bei ihren Ermittlungen über die Schulter schauen. Ich genieße es richtig, die Gespräche der Ermittler mit verfolgen zu können, sie auf ihren Touren zu begleiten und dabei auch noch etwas von der wunderschönen Landschaft dort oben, die die Autorin so eindrucksvoll beschreibt, mit zu bekommen.
Die Menschen, die ich hier kennenlerne, könnten verschiedener nicht sein. Ulrike Busch hat ihnen allen ihre eigene Persönlichkeit mitgegeben, so dass sie richtig menschlich und gut vorstellbar auftreten. Eine Frau hat mich besonders beeindruckt: Mechthild Bartelson, die Oma des Opfers von vor 10 Jahren. Warum? Das werde ich hier nicht verraten. Es gibt aber auch Menschen, die mir vom ersten Lesen an unsympathisch sind. Auch die müsst ihr selbst kennenlernen.
Je näher ich sie kennenlerne, desto mehr mag ich Molly Bleck und auch ihre Freundin Janna. Ich finde es klasse, wie sie mit dienstlichen als auch privaten Situationen umgeht. Auch in diesem Buch finde ich Puzzlesteine, die ihr Leben ausmachen und kann sie zusammen. Überhaupt sind alle Mitglieder der SoKo sehr sympathisch, sogar der Chef Willem Wichmann. Obwohl sie einerseits knallharte Ermittler sind, haben sie sich ihre liebenswerten Seiten erhalten.
Ab der ersten Seite fühle ich mich in die Geschichte eingebunden. Ich kann mit ermitteln, mir meine eigenen Gedanken zum Fall machen und habe mich auf eine falsche Fährte locken lassen. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, der Auflösung sehr nahe zu sein. Es hat aber noch ziemlich gedauert, bis sich die beiden Fälle aufgelöst und der Täter überführt war. Die Spannung baut sich langsam auf, bleibt etwas im Hintergrund, ist aber immer präsent.
Der Abschluss der Geschichte ist wieder so schön und harmonisch, dass ich über die Schrecklichkeiten, die ich zuvor gelesen habe, gut hinweg komme.
Auch der 3. Fall der SoKo Mysterious hat mich wieder eingefangen und sehr gut unterhalten. Dafür bekommen Molly, Malte und Ben 5 leuchtende Sterne.
Rezensionen von rewareni:
Kurzgeschichten
Das Todesboot von Ulrike Busch
14 Short Stories findet man in dem Buch von Roland Spranger mit dem bezeichnenden Titel ,,A kind of blue“. Seine Protagonisten sind oftmals Opfer ihrer besonderen Lebensumstände oder sogar Täter, wenn sie meinen vom Leben ungerecht behandelt worden zu sein.
Die Geschichten haben sehr oft einen traurigen Hintergrund wenn es um Einsamkeit geht oder wenn eine Familie versucht mit dem Tod ihres Babys fertig zu werden.
Es gibt aber auch Kurzgeschichten, die einen humorvollen und bisweilen auch schon zynischen Ansatz aufweisen, wenn ein Pizzabote seine eigene Vorstellung davon hat, wie er seine Pizzen bei den Menschen ausliefern wird.
Bei manchen Geschichten kann man einfach nur Mitleid mit den Protagonisten haben, wenn sie mit ihrem Leben nicht mehr zurecht kommen. Der Autor beschreibt dabei immer wieder in einer berührenden Sprache die Gefühle und Gedanken der Personen.
Die Mischung der Kurzgeschichten ist vielfältig und es haben mich die meisten berührt oder nachdenklich gemacht. Aber es gibt auch Geschichten, mit denen ich leider überhaupt nichts anfangen konnte, wie z.B ob oder wie Kräne Sex haben. Manche Gedanken des Autors sind mir dabei unergründlich geblieben.
Wer Kurzgeschichten mag, wird sich hierbei sicher seine Favoriten herauspicken können und so manche bietet dann ein überraschendes Ende.
Rezensionen von Sabine M:
Eine unerwartete Wendung
Die Frau vom Strand von Petra Johann
Petra Johann, eigentlich Mathematikerin, hat mit ihrem Buch "die Frau vom Strand" bewiesen, dass sie mehr kann, als nur forschen und rechnen. Denn ihr kreativer Thriller ist ein echter Pageturner. Die packende Schreibweise zieht den Leser in den Bann und verführt ihn dazu, das Buch in einem Rutsch auszulesen.
Auch mir ist es so gegangen und ich habe mich sehr gut dabei unterhalten. Die Autorin baut einige unerwartete Wendungen in den Plot ein und überrascht nicht nur mit ihrem Schluss. Dadurch hält sie die Spannung stets auf einem sehr hohen Niveau.Sie lässt uns Leser in tiefe Abgründe blicken, zeigt aber auch vielschichtige Charaktere, die sehr authentisch dargestellt werden. Mich hat der Roman, der viel mehr ist, als nur ein Thriller, sehr überrascht. In meinen Augen hat die Schriftstellerin ein tiefgründiges Psychogramm geschaffen, das, auch wenn man nicht immer alle Schritte der Protagonisten nachvollziehen konnte, doch auf voller Linie überzeugt.
Rezensionen von Sabine M:
Hat mich nicht ganz überzeugt
2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt von Noah Richter
Der Plot hatte mich sehr angesprochen und ich war richtig neugierig auf das Buch. Leider hat es mich dann eher enttäuscht. Vielleicht liegt es daran, dass der Autor hauptsächlich Drehbücher schreibt, denn als Actionfilm hätte das Ganze sicher bestens funktioniert. Als Roman leider nicht. Die viele Action und die vielen einzelnen Handlungsstränge erhöhen in diesem Fall die Spannung nicht, sondern schaffen eher ein Gefühl der Übersättigung.
Mir war es oft zu viel und ich hatte manchmal gar keine richtige Lust mehr weiterzulesen. Obwohl der Schreibstil angenehm und leicht zu lesen ist, ziehen sich manche Kapitel sehr und mein Lesefluss war leider ziemlich oft unterbrochen. Das Verhalten der schwangeren Protagonistin ist relativ häufig unrealistisch. dadurch konnte ich mich gar nicht mit ihr identifizieren und auch keine Verbindung aufbauen. Überhaupt blieben die Charaktere sehr farblos und wurden dadurch langweilig und austauschbar. Schade, aber vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu groß.
Rezensionen von brauneye29:
Anspruchsvoll
Was wir scheinen von Hildegard E. Keller
Zum Inhalt:
Im Sommer des Jahres 1975 reist Hannah Arendt von New York in die Schweiz in das Tessiner Dorf Tegna, Sie erinnert sich an die Zeiten in Berlin, Paris, Israel und Rom und nicht zuletzt an den Eichmann-Prozess. Das Buch über den Eichmann-Prozess forderte einen Preis, über den sie nie gesprochen hatte.
Meine Meinung:
Ich fand das Buch sehr anspruchsvoll und echt schwer zu lesen. Wenn man über Hannah Arendt nicht so sehr viel weiß und ich weiß nicht viel über sie, dann hat man echt Mühe, überhaupt nachvollziehen zu können, worum es gerade geht, wo sie gerade ist. Das machte das Buch echt anstrengend zu lesen. Dennoch hat es einen gewissen Reiz und der liegt für mich tatsächlich im Schreibstil begründet, der gut ist, teilweise sogar sehr gut ist. Mal etwas hart geschrieben, dann wieder mit einer gewissen Leichtigkeit. Das hat mich dann doch bei der Stange gehalten.
Fazit:
Anspruchsvoll
Rezensionen von Lagoona:
Süper süß und bezaubernd
Maxi von Phlip (1). Vorsicht, Wunschfee! von Anna Ruhe
Als Paula Goldenberg im Trödelladen ihres Vaters eine alte grüne Flasche entdeckt,
ahnt sie natürlich nicht, dass sich darin eine kleine Fee verbirgt.
Es handelt sich hierbei aber nicht einfach nur um eine ganz normale Fee, sondern um eine
lustige, aufgeweckte kleine Fee mit rotem, lockigem Haar, Sommersprossen und Rollschuhen an den Füßen,
die ihre wahre Freude daran hat gute Taten zu vollbringen.
Doch irgendwie laufen diese geplanten guten Taten meistens schief und heraus kommt meistens ein großes Chaos.
Maximeralda Feodora Dilara Nima von Phlip lautet der vollständige Name der kleinen Fee oder kurz einfach nur Maxi. Maxi war über zwei Jahre lang in besagter Flasche eingesperrt und sozusagen beurlaubt.
Nun sind ihre Zauberfähigkeiten ein wenig eingestaubt und eingeschränkt.
Bevor das mit dem Zaubern wieder so richtig funktioniert, muss sie sich erst einmal beweisen und ausreichend gute Taten vollbringen bis die grüne Flasche sich wieder rosa verfärbt.
Unser Fazit:
Wir sind absolut begeistert von Paula und Maxi. Wir haben wirklich viel gelacht und wurden von Maxi sehr gut unterhalten. Uns hat die Geschichte wirklich richtig gut gefallen.
Dieses Buch ist einfach ganz bezaubernd. Die Illustrationen sind auch richtig toll.
Wir finden das empfohlene Lesealter ab 7 Jahren auch genau richtig.
Insgesamt einfach eine richtig schöne, bezaubernde Geschichte.
Wir hoffen noch mehr von der lustigen Maxi zu hören.
Unser Daumen geht ganz klar nach oben und wir geben
5 gute Sternchen
Rezensionen von begine:
Außerordentlich interessant
Der silberne Elefant von Jemma Wayne
Die Schriftstellerin Jemma Wayne hat mit ihrem Roman „Der silberne Elefant“ ein grandioses Werk geschaffen.
Sie schreibt über drei Frauenschicksale, die sie später gekonnt verwebt.
Von der 56jährigen schwerkranken Lynn erfahren wir viel aus ihrer Ehe.
Vera die Verlobten ihres Sohnes Lukas hat ein Geheimnis.
Am tragischen ist das Leben der Emilien, die aus Ruanda kommt. Dort hat sie ihre Familie verloren und selber unglaubliches überlebt. Sie wird die Pflegerin von Lynn.
Die Autorin berichtet alles sehr real und mit wunderbarer Sprache. Sie lässt jede Frau besondere Emotionen empfinden. Die Charaktere der Personen sind sehr verschieden und gut eingebracht.
Sie schafft es gut den Leser in dieser Geschichte gefangen zu halten.
Die Erzählkunst der Autorin ist brillant.
Der Roman ist ein außergewöhnliches Leseerlebnis.
Rezensionen von begine:
Ein Dorf mausert sich
Fritz und Emma von Barbara Leciejewski
Die Schriftstellerin Barbara Leciejewski hat eine einfühlsamen Schreibstil
In dem Roman „Fritz und Emma“ geht es um einige Monate 2018 mit Erinnerungen bis 1945. Fritz wird 18jährig noch eingezogen. Er und Emma waren ein Paar. Als er 1947 aus der Gefangenschaft kam, war er seelisch gezeichnet.
Es kommt zu einer Trennung und sie reden 70 Jahre nicht mehr miteinander, obwohl sie beider in Oberkirchbach leben.
2018 wird Maries Mann als Pastor in das Dörfchen versetzt. In dem Ort haben sich die Einwohner gespalten. In Oberkirchbach wohnen fast nir noch Alte und in Unterkirchbach die Jüngeren.
Marie fühlt sich dort nicht ausgefüllt, sie möchte auch in ihrem Beruf arbeiten, das in dem Dorf nicht möglich ist.
Die Autorin besitzt eine herausragende Erdzählkraft. Mit viel Tiefe lässt sie immer wieder schwierige Situationen geschehen.
Aber auch humorvolle Erlebnisse bereichern den Roman.
Ich war von dieser Geschichte und den Einwohnern des Dorfes gefangen.
Der Roman ist ein wunderbares Leseerlebnis.










