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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherwurm78:

Kaltblütiger Mörder oder Held der Umweltaktivisten?

Klima von David Klass

Der Green Man verübt Anschläge mit dem Ziel das Klima zu retten. Leider gibt es dabei aber auch immer unschuldige Todesopfer. Das FBI fahndet mit einer großen Zahl an Personal nach ihm. Mit dabei ist auch Tom Smith, ein junger Datenanalyst. Welches wird das nächste Ziel des Green Man sein und kann das FBI ihn finden und stoppen?

Mir hat dieser Thriller richtig gut gefallen.

Das Buch ist von Beginn an spannend und diese Spannung lässt auch nicht nach. Gleich am Anfang des Buches lernt man den Green Man bei einem Anschlag kennen, dieser hat aber Beweggründe für seine Anschläge, und zeigt auch Gefühle für die unschuldigen Todesopfer, die bei seinen Anschlägen ums Leben kommen. Mir hat der Schreibstil gut gefallen, es gab für mich keine langwierigen Passagen im Text. Den einzigsten Kritikpunkt den ich habe ist, dass für mich die Erklärungen über bestimmte technische Geräte, Sicherheitsvorkehrungen u.ä. fast zu ausführlich und teils zu kompliziert waren.

Fazit: Spannender Thriller mit aktuellem Klima-Hintergrund.

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Rezensionen von Sophie H.:

Poetische Beobachtungen ohne viel Handlung

Die Erfindung der Welt von Thomas Sautner

Die bekannte Autorin Aliza Berg bekommt einen Schreibauftrag: Sie soll ein Buch über das Thema „Leben“ schreiben. Dazu bekommt sie eine Karte, auf der ein festes Gebiet markiert ist, wo sie für den Roman recherchieren soll. Ein näherer Blick auf diese Karte verrät Aliza, dass das Gebiet fast gänzlich unbewohnt ist.

Der Schreibauftrag ist mehr als sehr gut bezahlt. Der Auftraggeber jedoch bleibt anonym. Nach kurzem Zögern macht sich Aliza auf den Weg und fährt in die Grafschaft Litstein. Unterkunft findet sie dort bei einem gräflichen Ehepaar. Vor Ort angekommen, beginnt Aliza sofort mir ihrer Recherche und trifft dabei auf recht kauzige Gestalten. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert: aus der Sicht von Aliza und die Sichtweise eines anonymen Erzählers.
Mich hatte die Leseprobe sehr angesprochen und neugierig gemacht. Leider konnte sie nicht halten, was sie mir versprach. Thomas Sautner lässt gewiss viele schöne Gedanken in das Buch einfließen, aber mir fehlte der Plot. Seitenweise werden Beobachtungen geschildert, aber eine richtige Handlung existiert nicht. Ich habe bis zum Schluss nicht herausbekommen, wo der Autor mit seinem Werk hin will. Aber vielleicht ist das einfach nicht mein Buch und ich bin die falsche Leserin. Leser, die gerne philosophische Betrachtungen in Poesie verpackt lesen, ergeht es mit dem Buch gewiss ganz anders.

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Rezensionen von nil_liest:

Einblicke in den Koreakrieg – eine Bewältigung

Marilyn und ich von Ji-min Lee

Nachdem ich den aktuellen Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“ von Cho Nam-Joo gelesen hatte, wurde mir bewusst wie wenig ich doch über die Geschichte Koreas weiß und mir fiel dieses Buch zufällig in die Hände: Marylin und ich von Ji-Min Lee.
Dies ist in der Tat ein historischer Stoff und führt uns zurück in den Februar des Jahres 1954.

Zu diesem Zeitpunkt ist der Koreakrieg bereits seit einem guten halben Jahr vorüber, es herrscht Waffenstillstand, aber der Frieden ist fragil. In dieser Zeit sind daher noch viele amerikanische Soldaten unter der Führung der Vereinten Nationen vor Ort. Und in dieser Situation kommt Marilyn Monroe zu Besuch für 4 Tage. Eine spontane Entscheidung ihrerseits, da sie auf dem Weg nach Japan war für ihre Hochzeitsreise mit Joe DiMaggio! Soweit die Fakten und nun beginnt die Fiktion im Roman.
Marilyn Monroe wird eine Übersetzerin an die Seite gestellt, Alice. Diese ist durch den Krieg noch sehr emotional instabil und leidet unter dem Erlebten und Verdrängten. Nun an der Seite der glamourösen Amerikanerin beginnt Alice mit der Monroe in einen Dialog zu treten und die Aufarbeitung nimmt seinen Anfang. Auch durchleben wir Szenen mit Alice erneut die bei ihr wieder hochkommen – spannend an diesen flash backs sind die historischen Fakten die hier eingewoben sind. Insgesamt geht es mehr um Alice als um Monroe, aber ich finde es gerade deshalb eine tolle Perspektive.
Fazit: An ein historisches Ereignis angelehnte fiktive Geschichte, die uns die Folgen des Koreakrieges und den Krieg selbst näherbringt. Fiktiv, aber mit viel historischen Fakten durchsetzt.
PS: Wer Interesse hat sich ein Bild davon zu machen wie Marilyn Monroe damals in Korea auftrat, sollte sich die vielen Bilder auf dieser Seite anschauen:
https://mashable.com/2016/08/21/marilyn-monroe-korea/?europe=true#_U6ZNTniBqqs

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Rezensionen von KimVi:

Wunderbarer Roman, der tief berührt

Das Bernsteinmädchen von Hans Meyer zu Düttingdorf

Als der deutsche Matrose Karl in Argentinien Helena kennenlernt, ist es für die beiden Liebe auf den ersten Blick. Helena verlässt für Karl ihr Heimatland und folgt ihm auf den kleinen Hof in der Nähe der Ostsee. Der Zweite Weltkrieg trennt die Liebenden. Auf dem Hof ist und bleibt Helena als Argentinierin die Außenseiterin.

Selbst die Geburt des gemeinsamen Sohnes Robert ändert nichts daran. Etwa 70 Jahre später bekommt Robert von einem Notar das Erbe seiner Mutter ausgehändigt. Es handelt sich um einen Bernstein und die Aufforderung in seinen Geburtsort zurückzukehren. Robert macht sich auf den Weg, das Rätsel des Bernsteins zu ergründen und mehr über die Vergangenheit, von der seine Mutter niemals sprach, zu erfahren...

Die Handlung trägt sich auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen zu. Der Strang in der Vergangenheit beginnt Ende der 30er Jahre in Argentinien. Hier beobachtet man Helena als junges Mädchen und verfolgt dann, wie sie den Matrosen Karl kennenlernt und diesem schließlich in seine deutsche Heimat folgt. Im aktuellen Geschehen, das sich etwa siebzig Jahre später zuträgt, lernt man Robert kennen, erfährt etwas über ihn und beobachtet, dass er sich auf den Weg nach Deutschland, in das Dorf seines Vaters, macht. Diese beiden Handlungen wechseln sich ab. Die Übergänge sind allerdings sehr gelungen. Denn beide Perspektiven sind so interessant und lebendig geschildert, dass man den jeweiligen Handlungsstrang nicht verlassen möchte, um sich dem jeweils anderen zuzuwenden. Dadurch gerät man schon früh in den Sog der Erzählung und mag das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Handlungsorte und Protagonisten sind so authentisch beschrieben, dass man alles mühelos vor Augen hat. Man kann sich in beiden Handlungssträngen ganz auf das Geschehen einlassen und dabei gespannt beobachten, was geschieht. Man fiebert mit beiden Hauptcharakteren mit. Die Handlung ist aufwühlend, stellenweise etwas distanziert erzählt, schafft es dabei aber dennoch, tief zu berühren und zum Nachdenken anzuregen.

Ein wundervoll erzählter Roman, der unheimlich fesselnd erzählt wird und es schafft, tief zu berühren und zum Nachdenken anzuregen.

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Rezensionen von brauneye29:

Positive Energie

Ich kann das von Bodo Schäfer

Zum Inhalt:

Nur wer an sich glaubt, kann auch erfolgreich sein. Das versucht der Couch Bodo Schäfer auf eine ganz neue Art zu erreichen. Er erzählt eine fiktive Geschichte von Karl, der wahrlich nicht sehr selbstbewusst ist und nicht eben auf der Sonnenseite des Lebens steht. Er macht ein Studium, dass er nicht möchte und ist eher unglücklich, bis er auf Marc trifft.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich echt positiv überrascht, denn man erwartet bei einer Art Lebensratgeber keine Geschichte sondern eher ein Buch, dass an ein Sachbuch erinnert. Die Art, die Botschaften in eine Geschichte zu verpacken, finde ich wirklich sehr gelungen und ich denke, dass trotzdem die Botschaften ankommen, vielleicht sogar noch leichter und mehr, weil man eben nicht den belehrenden Zeigefinger hat. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und das Buch liest sich sehr flott weg.

Fazit:

Positive Energie

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Tolles Sachbuch

Wildes Wien von Alexandra Maria Rath

Wien gilt als lebens- und liebenswerteste Stadt der Welt. Vor allem ihre grüne Seite lockt zahlreiche Menschen hierher. Große Parks, Gärten, der Prater, die Lobau und der Wienerwald sorgen für angenehmes Leben in der Stadt. Grund genug für Autorin Alexandra Rath den kleinen, verborgenen Schätzen der Kulinarik nachzugehen.

Die Autorin sammelt für mehr als 40 verschiedene Rezepte Wildkräuter, die in der Stadt wachsen und gedeihen, um sie abseits von Schnitzel und Tafelspitz zu köstlichen Mahlzeiten zu verarbeiten. Einige Rezepte sind, wie die kandierten Veilchen, das Veilcheparfait oder die gebackenen Hollerblüten wohl bekannt. Anderen muss man sich erst annähern.

Neben den Wildkräutern erfahren wir Wissenswertes und Anekdoten aus der Hauptstadt Österreichs. Zahlreiche Fotos, nicht nur von den Gerichten, sondern auch von Gebäuden und/oder liebenswerten Ecken, ergänzen das gediegen ausgestattete Buch. So lässt sich das Lebensgefühl meiner Heimatstadt erahnen.

Fazit:

Ein tolles Geschenk für Einheimische, Gäste und für WienerInnen, die im Ausland leben (müssen). Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von S.:

Schwabenkinder

Als wir uns die Welt versprachen von Romina Casagrande

Signora Edna lebt mit Papagei Emil in einem alten Haus in Südtirol. Sie liebt ihren Garten, hat eine kaputte Hüfte, soll in eine Seniorenresidenz ziehen. In einer Zeitschrift sieht sie ihn: Jacob Kneip, dessen Haus von einer Schlammlawine weggerissen wurde. Erinnerungen werden wach. „Zimperliese“ hat er sie genannt .

..
1938/39: Ein Dutzend Kinder stehen vor einem Bauernhof, gekommen sind sie aus ihren Heimatdörfern. Ihre Eltern hatten die sogenannten Schwabenkinder vermietet. Sie mussten bei der Ernte helfen, Gänse rupfen, Kühe melken und den Stall ausmisten, Flachs ernten und Ähren aufklauben, abspülen, Betten machen, Böden schrubben. Den gesamten Frühling, Sommer und Herbst. Edna war in allem langsamer als die anderen. Als sie nach Hause durfte, war sie zehn Jahre alt.
Beinahe 80 Jahre später will sie ihren einzigen Freund aus der damaligen Zeit, Jacob besuchen, ein gebrochenes Versprechen einlösen. Dazu muss sie von Castelbello nach Ravensburg, eine weite Strecke.
Mit ihrem alten Wollumhang, der Transportkiste, in der Emil sitzt und einem sorgfältig gepackten Rucksack bricht sie auf.
Zwischendurch tauchen immer wieder Gedankensplitter an jene Zeit auf, in der sie Jacob, den wilden, ungehorsamen und hilfsbereiten Jungen, kennenlernte, der ihr Freund und Beschützer wurde. Die anderen hatten Respekt vor ihm.
Auf der Reise tauchen unerwartete Probleme auf. Emil wird im Bus nicht befördert. Edna geht ab jetzt zu Fuß. Sie vergisst ihr Portemonnaie. Die Hüfte schmerzt.
Viele Erinnerungen werden wach, aber der Weg wird immer schwerer.
Jetzt zeigt sich, ob sie eine Zimperliese ist ...
Romina Casagrande hat sehr beeindruckend und sehr ausführlich beschrieben, wie hart das Leben der Kinder bei hartherzigen und geizigen Großbauern für die als billige Arbeitskräfte eingekauften Kinder war. Ein Überlebenskampf trotz Hunger, Kälte, ewiger Schufterei unter härtesten Bedingungen.
Edna wächst einem ans Herz, Jacob auch. Man wünscht beiden ein spätes Glück.

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Rezensionen von v_im_wunderland:

sehr gut

Die lustlosen Touristen von Katixa Agirre

Dieses Buch fängt damit an , dass ein junges Ehepaar in den Urlaub fährt. Sie machen einen Roadtrip durch das Baskenland. Denn von da kommt die Ich-Erzählerin und sie möchte ihrem Mann ihre Heimat näher bringen. Doch von Anfang an zeichnet sich ab, dass das Paar Geheimnisse und etwas Schweres umgibt.

Denn es geht immer wieder um die Angriffe der ETA und ihre Auswirkungen auf die Menschen in Spanien. Die beiden besuchen viele Orte im Baskenland und immer mehr zeigt sich, dass die Protagonistin ein größeres Geheimnis hat, als man am Anfang denkt. Auch kommt noch eine mysteriöse Journalistin hinzu, welche das junge Paar zu verfolgen scheint und anscheinend ist dem Ehemann näher steht als sie zugeben wollen. Das Buch ist sehr interessant geschrieben und es ist spannend bis zur letzten Minute. Manchmal denkt man sich, dass der Autor nun endlich das Geheimnis auflösen kann, aber trotzdem ist es sehr empfehlenswert.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Unerwartet tiefgründig

Mit dir falle ich von Inka Lindberg

Ich liebe New-Adult-Romane! Aufgrund des vielversprechenden Klappentextes, des wunderschönen, genretypischen Covers und der Tatsache, dass ich gespannt auf den Debütroman der bekannten Influencerin Inka Lindberg war, stand dieses im März 2021 bei FISCHER New Media erschienene Werk ganz oben auf meiner Wunschliste.

Was soll ich sagen…ich habe es innerhalb eines einzigen Nachmittages verschlungen und anschließend noch mehrere Tage darüber sinniert, da die außergewöhnliche Thematik allerlei Erinnerungen in mir aufgewühlt hat. Die vorangestellte Triggerwarnung sollte also auf jeden Fall ernst genommen werden.

Robyn lebt am finanziellen Existenzminimum. Mit der Miete ihrer winzigen Wohnung, die sie sich – entgegen der Hausregeln – mit einem Hamster teilt, ist sie 3 Monatszahlungen im Rückstand, als ihre Vermieterin ihr ein Ultimatum stellt: zeitnahe Zahlung oder Rauswurf. Dummerweise hat Robyn auch gerade ihren Nebenjob verloren. Die einzige Sicherheit in ihrem Leben ist ihr Unialltag. Lernen lag ihr schon immer bzw. sie wusste bereits in jungen Jahren: Von nichts kommt nichts. Also streberte sie fleißig, um ja niemals so zu enden wie ihre Mutter. Das Resultat waren Bestnoten und ein bisher sehr erfolgreiches Maschinenbaustudium. Mittlerweile haben die hauptsächlich männlichen Kommilitonen erkannt, dass sie sich besser nicht mit Robyn anlegen sollten, die nun mit Nachhilfestunden ihre Finanzen aufpolieren möchte. Ausgerechnet der selbstverliebte Schnösel Finn, der sie vor wenigen Tagen aus einer ziemlich peinlichen Situation gerettet hatte, meldet sich auf ihre Anzeige - er muss dringend eine wichtige Prüfung bestehen und bietet Robyn einen zusätzlichen Bonus, den sie nicht ausschlagen kann. Leider ist sein Ego noch größer als sein Geldbeutel und er macht es sich zur persönlichen Mission, das Herz der rebellischen Studentin zu erobern. Doch Robyn, die mit ihren Tattoos und schlagfertigen Sprüchen ganz anders ist als die Frauen seines typischen Beuteschemas, scheint völlig immun gegen seine Avancen zu sein, was den Reiz für Finn nur noch erhöht. Und nach und nach fangen Robyns Mauern zu bröckeln an…

Vorab möchte ich festhalten, dass ich bewusst nicht allzu sehr auf den weiteren Inhalt eingehen werde, um Spoiler zu vermeiden. Was ich allerdings verraten kann: Robyn ist nicht die klassische weibliche Hauptfigur, die man direkt ins Herz schließt und knuddeln möchte – sie wirkt auf andere Menschen, inklusive mich, recht unnahbar. Dies führe ich auf die prägenden Erfahrungen ihrer Jugend zurück, folglich erschien mir ihr Charakter durchaus authentisch. Dennoch fiebert man mit ihr mit und wünscht ihr das Beste. Eine wahre Bereicherung ist ihre beste Freundin Mia, die bedingungslos zu ihr hält und zur richtigen Zeit die richtigen Fragen stellt. Solche Freundschaften sind Gold wert. Und dann ist da noch der Bad Boy Finn, der es gewohnt ist, seinen Willen zu bekommen. Alle Figuren sind wie aus dem Leben gegriffen, aber es war insbesondere bei Finn beinahe schon erschreckend, wie realistisch sein Charakter von der Autorin erschaffen worden ist. In der echten Welt gibt es sehr viele Finns und mindestens einem von ihnen bin ich bereits persönlich begegnet, wenn auch unter weniger dramatischen Umständen. Tim, ein weiterer Kommilitone, hat mich total überrascht – und das gleich zweimal. Die wichtige Message lautet: Der erste Eindruck kann gewaltig täuschen.

Wenn man schon den Satz "Du gehörst mir!" hört, sollten alle Alarmglocken schrillen. Wenn das Bauchgefühl sagt, dass etwas sich ganz und gar nicht okay anfühlt, dann sollte man sich nicht dazu zwingen. Und wenn man sich immer mehr von all dem entfernt, was einen als Person einzigartig macht - um des lieben Friedens willen bzw. um jemand anderem zu gefallen, ihn nicht zu enttäuschen -, dann ist es höchste Zeit, die rosarote Brille abzusetzen. Ich sage nur: emotionale Erpressung und Gaslighting.

Es ist keine wahnsinnig temporeiche Story, was im Hinblick auf die Handlung völlig in Ordnung ist. Zunächst startet die Geschichte etwas gemächlich und dies macht durchaus Sinn – man lernt Robyn mit all ihren Gedanken, Ängsten und Emotionen intensiv kennen und hat ihren Wesenswandel daher umso deutlicher vor Augen. Ich bin mir sicher, dass dieser Roman sehr viele Leser*innen zum Nachdenken (und eventuell Überdenken ihrer aktuellen Lebenssituation) anregen wird, was man nicht von jedem Werk dieses Genres behaupten kann.

Fazit: Der bisher authentischste New-Adult-Roman, den ich je gelesen habe. Aufrüttelnd, wichtig und inspirierend.

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Rezensionen von Streiflicht:

Viel mehr als Love, Sex and Crime

Deadly Rendezvous – Süßer Kuss der Gefahr von Sabine Strick

Vor einiger Zeit durch einen glücklichen Zufall entdeckt, bin ich inzwischen ein großer Fan der Autorin Sabine Strick. Immer wieder gelingt es ihr, ihre Leser mitzunehmen auf eine spannende Reise mit einem herrlichen Mix der Genres Krimi und Liebesroman. Das mag ich sehr. Es geht bei ihr nie richtig brutal oder blutig zu, sodass auch zarter besaitete Leser bestens aufgehoben sind.

Gleichzeitig ist es immer packend und spannend, wie auch hier. Zu gerne möchte man wissen, ob die Hobbymalerin und der alternde Filmstar, den sie immer schon verehrte, zusammenfinden. Wären da nicht viele, viele Stolperfallen, die die beiden auf dem Weg ins Glück überwinden müssen. Und dann gibt es dann ja auch noch den alten Vorwurf des Mordes und drohende aktuelle Gefahren.

Ich mochte Lara und Brice von der ersten Seite an und war gespannt, was sich alles offenbaren wird. Über vieles war ich überrascht, nur wenig konnte ich erahnen, sodass ich bis zum Schluss voller Spannung und mit immer wachsender Begeisterung gelesen habe.

Sehr genossen habe ich auch die detailreichen Schilderungen der Szenerien, die wie ein kleiner Urlaub für mich waren. Diese herrliche Kulisse macht das Buch noch reizvoller. Man möchte mit den beiden in den Ozean tauchen, im lauschigen Cafe sitzen oder über das Anwesen mit den Pferden spazieren. Einfach toll.

Ein tolles Buch, das Love, Sex and Crime, aber auch so viel mehr bietet! Ich bin schon sehr gespannt, was als nächstes von Autorin Sabine Strick kommt und warte voller Ungeduld!

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