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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Großartiges Stück Literatur

Feuerland von Michael Hugentobler



Der Schweizer Schriftsteller Michael Hugentobler schreibt mit dichtem poetischem Stil.

In seinem Roman „Feuerland“ fächert er Fakten über die Leben des Missionar und Sprachforscher Thomas Bridged und dem Völkerkundler Ferdinand Hestermann gekonnt auf.

Es ist eine raffinierte Geschichte.

Der Autor schreibt fiktiv, allerdings gab es die beiden Wissenschaftler wirklich und teilweise waren deren Geschichten real. Aber der Autor hat ihnen dann noch fiktive Situationen zugeschrieben,

Bridges hat ein yamanaisches Wörterbuch in Patagonien geschrieben. Dieses Buch ist der Mittelpunkt des Romans.
Feuerland ist ein interessantes Werk, das lesenswert ist.

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Rezensionen von buchina:

Spannend, aber nicht mein Lieblings-Ackerman

Die Stimme der Rache von Ethan Cross

Dies ist nun der zweite Teil der Reihe um Francis Ackerman. Dem humorvollen Serienkiller, der die Seiten gewechselt hat und nun erfolgreicher Ermittler beim FBI ist. In diesem Teil geht es um seine neue Partnerin Nadia Shirazi. Sie war das erste Opfer des Black Rose Killers in ihrer Jugend. Er ist der Grund für ihre Berufswahl und auch für ihre Dämonen in der Nacht.

Nun schlägt der Black Rose Killer wieder zu. Und Ackerman sieht es als eine persönliche Herausforderung diesen bis jetzt ungeschlagenen Killer zur Strecke zu bringen.
Bei diesem Teil steht nicht so sehr die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, sondern eher die persönliche Entwicklung von Ackerman und seinen Dämonen. Auch die Entwicklung des Black Rose Killers wird viel Aufmerksamkeit geschenkt. Für mich war es weniger Thriller als psychologische Studien. Dennoch wie auch schon in den anderen Thrillern von Ethan Cross gibt, es hier viel Spannung und Action. Die Kapitel sind kurz und gut zu lesen. Die Handlungsort und Zeitwechselsprünge sind gekonnt gesetzt, so dass ich immer das Gefühl hatte unbedingt weiter lesen zu müssen.
Vor ausschmückenden Beschreibungen menschlicher Qualen und Brutalität schreckt Ethan Cross nicht zurück. Er ist dabei auch sehr fantasievoll. Aber manchmal hatte ich das Gefühl, die Spielchen des Psychopathen zu beschreiben, war wichtiger, als die Geschichte voran zu bringen. Vor allem hatte ich zum Teil das Gefühl, dass er bestimmte Szenen unbedingt im Buch haben wollte, diese aber weder zu dem Killer noch zur Story richtig passten. Das Ende passt dann gut zu Ackerman, er liebt ja große Showdowns.
Insgesamt ein spannender und unterhaltsamer Thriller, aber für mich nicht der beste Ethan Cross Roman. Vielleicht ist der Charakter Ackerman einfach schon zu sehr ausgespielt, obwohl ich ihn wirklich mag.

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Rezensionen von katisch:

Magische Kochbegeisterung

Die Schule der magischen Tiere - Das Kochbuch von Christiane Kührt

Meine beiden Mädls (9 und 11 Jahre) haben alle Bücher der Reihe "Die Schule der magischen Tiere" verschlungen. In den diversen "Homeschooling" Zeiten haben sie eine Begeisterung fürs Kochen und Backen entwickelt, sehr zu meiner Freude! Die logische Folgerung war, dass sie dieses Kochbuch bekommen! Mittlerweile haben sie schon einiges daraus für uns gezaubert! Leider war dann das Wegräumen und Abwaschen nicht inbegriffen.

.. aber dafür kann ja das Buch nichts!

Das Kochbuch ist irrsinnig herzig gestaltet und von wunderbarer Qualität, also kindersichere Seiten und Einband. Man erfährt vieles über die Charaktere und ihre magischen Tiere, die auch gern bei den Rezepten lustige Kommentare hinterlassen. Absolut zu empfehlen sind die Ricotta-Gnocchi auf Seite 72 und die Double-Choc-Brownies auf Seite 118. Was mich als Mama ein bissal stört: es werden doch immer wieder Fertigteige empfohlen und ich finde, dass zum Beispiel ein Pizzateig auch für Kinder keine Hexerei darstellen! Aber das ist nur ein winzigkleiner Kritikpunkt, und der lässt sich ja leicht beheben, indem man den Kids selbst das Rezept für die Teige gibt!

Mein Fazit: ein tolles Geschenk für alle Fans der Buchreihe "Die Schule der magischen Tiere", die ihre Leidenschaft fürs Kochlöffel schwingen entdecken oder ausbauen wollen! Absolute Empfehlung!

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Rezensionen von Claudia R:

unabhängiger zweiter Fantasy-Band

Aufstieg der Schattendrachen von Liz Flanagan

Klappentext:

Zehn Jahre ist es her, seit die Drachen wieder erwachten …
Joe träumt seit Langem von einem eigenen Drachen! Aufgeregt und voller Hoffnung macht er sich auf den Weg zur Geburtszeremonie. Ob sich heute endlich ein neugeborener Drache für ihn entscheidet? Doch eine Katastrophe ereignet sich für Joe, und die Welt scheint sich in einen dunklen und gefährlichen Ort zu verwandeln.

Dank der Hilfe eines neuen Freundes und einer unerwarteten Entdeckung könnte sein Wunsch dennoch in Erfüllung gehen. Ist er bereit, ein großes Wagnis auf sich zu nehmen und über sich selbst hinauszuwachsen? Die Zeit drängt, denn schon bald erwacht der Vulkan …

Cover:

Ein riesiger Drachenkopf ist im Vordergrund erkennbar. Auf seinem Rücken sind ein Mädchen und ein Junge erkennbar. Und in den Feuer und Flammen im Hintergrund erkennt man auch noch weitere Drachen. Ein faszinierendes und wundervolles Cover, welches neugierig auf mehr macht.

Meinung:

Dies ist bereits der zweite Teil der "Legenden der Lüfte" Saga. Der erste Teil "Drachentochter" und Teil zwei "Aufstieg der Schattendrachen" sind durchaus unabhängig voneinander lesbar.

Ich kannte jedoch den ersten Teil und war daher sehr gespannt, wie es mit dieser Saga weitergeht. "Aufstieg der Schattendrachen" beginnt 10 Jahren nach den Ereignissen und dem Erwachen der Drachen auf der Insel Arcosi.

Man kommt sehr gut in die Geschichte und Handlungen hinein. Man trifft hier sowohl auf bekannte aus dem ersten teil, aber es gibt auch neue Hauptcharaktere, die mich begeistern konnten.

Diesmal begleitet man Jo, der sich nichts sehnlicher wünscht, als ein Drachenreiter zu werden und darauf hofft, dass ein junger Drache, sich für ihn entscheidet.

Jedoch möchte ich an dieser Stelle inhaltlich nicht nicht allzu viel verraten. lest am besten selbst, was hier so spannendes passiert.

Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und vor allem hat mir auch die Entwicklung der Charaktere sehr gut gefallen. Zwar mochte ich Jo bereits von Beginn an, aber sein Mut und seine Entschlossenheit für das richtige einzustehen, welches sich im Laufe der Geschichte immer mehr entwickelt, hat mir persönlich richtig gut gefallen.

Auch die Handlungen und Geschehnisse werden sehr bildhaft und gut beschrieben. Man kann den Geschehnissen sehr gut folgen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und man kommt dadurch sehr gut voran.

Die Geschichte selbst beginnt sehr spannend und verliert auch in den ruhigeren Phasen und Szenen nicht an Energie, sondern kann den Spannungspegel sehr gut halten.

Auch die Gestaltung und Gliederung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel haben einen angenehme Länge und auch die Unterteilung in Teile nd Kapitel ist gut gelungen. Das kleine Ornament bzw. die Illustration zu Beginn der Kapitelanfänge gefällt mir seh gut und ist gut gewählt.

Ein wundervolles und spannendes Fantasy Abenteuer für junge, aber auch ältere Fantasy Fans für Jungen und Mädchen gleichermaßen. Spannung und gute Unterhaltung sind hier garantiert und ein fantastischer Plot, der dazu einlädt, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen.

Fazit:

Der zweite Band einer spanenden Fantasy-Reihe, welche aber durchaus unabhängig voneinander gelesen werden können.

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Rezensionen von Anja:

bleibt mir zu oberflächlich und unreflektiert

Fürchtet uns, wir sind die Zukunft von Lea-Lina Oppermann

Der 18-jährige Theo ist ein begnadeter Klavierspieler, der kürzlich einen der begehrten Plätze an einer angesehenen Kunstakademie ergattert hat.
An der Schule erwarten ihn nicht nur harter Unterricht, sondern auch Mitstudenten, die sich gegen die Strukturen der Akademie auflehnen. Besonders Aida, die Anführerin der ZUKUNFT fasziniert ihn und plötzlich ist das Studium viel weniger wichtig…

Der Klappentext hat mich direkt angesprochen, doch die Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen.

Das Buch liest sich sehr zügig, den Schreibstil fand ich angenehm. Theo ist der Ich-Erzähler der Geschichte und schildert seine Erlebnisse an der Akademie und seine Gedanken rund um die Ereignisse mit der ZUKUNFT.
Dabei habe ich Theo sein Handeln aber leider oft nicht abgenommen. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob er hinter dem steht, was er tut bzw. wozu er sich anstiften lässt, oder ob er aus Verliebtheit treudoof jeden Unsinn mitmachen würde.
Auf jeden Fall sucht er noch nach seinem Weg und seinen Zielen für sein Leben. Leider hinterfragt er das zweifelhafte Vorgehen der ZUKUNFT dabei nicht.

Die Gruppe von Studenten, die sich DIE ZUKUNFT nennt, prangert verschiedene Missstände an. Kritisiert werden zum Beispiel die Machtstrukturen der Schule, die aus Profitgründen einen fragwürdigen Geldgeber duldet, obwohl hinter vorgehaltener Hand über dessen Schandtaten gesprochen wird. Aber es geht auch ganz allgemein um die Manipulation und Abstumpfung der Menschen durch Wirtschaft und Medien. Sie begehren dagegen auf, von der Schule und der Gesellschaft zu passiven Regelbefolgern getrimmt zu werden, die ihre Freiheiten und ihre Menschlichkeit verlieren.

Wichtige Gedanken. Aber um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, tun sie allerlei Illegales. Randalieren, Sachbeschädigung, Diebstahl, Einbruch. Die Liste ihrer (Straf-)Taten ist lang.
Und das meiste davon bleibt nicht nur unreflektiert, sondern auch unkommentiert. Es gibt keinerlei Konsequenzen und auch keine Informationen, ob Menschen ihre Botschaften in Form von beschmierten Wänden oder umdekorierten Kaufhäusern wahrgenommen haben.
Dabei versteht es Aida (die ich aus verschiedenen Gründen wenig sympathisch fand und die mir im Verlauf sogar noch unsympathischer wurde), ihre Mitverschwörer durch dramatische Reden anzustacheln.

Letztlich kratzt das ganze Thema für mich nur an der Oberfläche und eine tatsächliche Entwicklung findet nicht statt. Die Gruppe tut etwas. Theo geht zur Uni. Oder geht nicht, weil er nachts irgendwo einbricht und am Tag entsprechend müde ist. Neue Aktion, neue Rede, die die Taten rechtfertigen soll. Bisschen Schulleben dazwischen. Wichtige Probleme werden nur angeschnitten und in den entscheidenden Momenten nicht weiter verfolgt.
Zwar fand ich das Buch nicht langweilig, aber ich bleibe nach dem Lesen eher enttäuscht zurück, zumal am Schluss so ziemlich alles offen gelassen wird. Man bekommt nur eine Ahnung davon, dass in Theo ein Entwicklungsprozess eingesetzt hat und er seine Zukunft anders gestalten möchte… Für mich wäre es nun erst interessant geworden, so viele wichtige Punkte sowie die Frage, wie all diese Ereignisse nun auf verschiedenen Ebenen nachwirken, bleiben offen.

Interessant fand ich hingegen die Akademie an sich – sowohl von ihrem Aufbau mit den verschiedenen Übungsräumen, als auch mit ihren unterschiedlichen Lehrkräften. Dabei sticht besonders ein Lehrer heraus, der Theo in seiner Leidenschaft für die Musik (die toll beschrieben ist, wenn er sich dafür mal Zeit nimmt) unterstützt und mit ungewöhnlichen Lehrmethoden inspiriert.

Fazit

Wichtige Gedanken fragwürdig hervorgebracht. Um ihre Botschaft zu vermitteln, wählt die ZUKUNFT ausschließlich kriminelle Wege. Dabei haben ihre Taten aber anscheinend keinerlei Konsequenz und werden von den Ausführenden auch nicht kritisch hinterfragt. Protagonist Theo kommt für mich leider zu oft als verliebter Trottel rüber, der nur bedingt hinter den Ansichten der ZUKUNFT steht, sich aber wunderbar selbst manipulieren lässt. Am Ende bleibt die Zukunft sehr offen…

Es werden ganz knapp 3 Sterne, da es einige Punkte in der Geschichte gab, die ich mochte. Allerdings wäre noch viel mehr möglich gewesen…

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Rezensionen von Anja:

geheimnisvoller Auftakt

Falcon Peak - Wächter der Lüfte (Falcon Peak 1) von Heiko Wolz

Der 13-jährige Kendrick besucht nach dem Umzug mit seinem Vater eine neue Schule in der Heimat seiner Mutter. Schon an den ersten Tagen passieren verschiedene Dinge, die ihm komisch vorkommen. Als er beginnt, diesen auf den Grund zu gehen, entdeckt er zahlreiche Geheimnisse, die auch ihn uns seine verstorbene Mutter betreffen.

Geschildert wird das Geschehen aus der personalen Sicht von Kendrick. Mit ihm zusammen können die Leser/innen das neue Internat mit all seinen mysteriösen Begebenheiten kennenlernen und auf die Suche nach den zahlreichen Geheimnissen gehen.
Die Sprache ist einfach gehalten und anschaulich, sodass die Schule und die Umgebung leicht vorstellbar sind.

An Geheimnissen mangelt es dieser Geschichte nicht. Schon von Beginn an gibt es einige Ungereimtheiten, tuschelnde Mitschülerinnen oder Lehrerinnen, die sich komisch benehmen oder in Kendricks Gegenwart eigenartige Andeutungen machen. Kendrick braucht etwas Zeit, bis er hinter einige dieser Rätsel kommt. Dann steckt er plötzlich mitten in einem großen Abenteuer, bei dem er den Spagat meistern muss, sich gegenüber seinem unwissenden Vater nicht zu verraten und sich mit all dem Neuen zurechtzufinden.
Dabei steht Kendrick allerdings teilweise arg auf der Leitung. Manche Dinge, die ihm gegenüber geheim gehalten werden, sind recht offensichtlich, es dauert aber, bis Kendrick die richtigen Fragen stellt. Und nicht immer bekommt er auch Antworten. So klären sich zwar im Verlauf einige Begebenheiten, es werden allerdings auch immer neue Rätsel aufgebracht, sodass nach dem spannenden Finale dieses Auftaktbandes noch vieles offen bleibt.

Neben dem anschaulich ausgearbeiteten Fantasythema muss sich Kendrick auch mit den ganz alltäglichen Problemen eines Teenagers herumschlagen: schulische Leistungen, Rivalität zwischen Mitschülern, die Erwartungen seines Vaters und die ersten Gefühle für Mädchen, die Kendrick ziemlich durcheinander bringen.

Fazit

Ein interessantes Fantasysetting und zahlreiche Geheimnisse sorgen dafür, dass die Geschichte durchweg spannend bleibt, auch wenn zwischenzeitlich nicht so viel passiert. Das Ende lässt noch viele Fragen offen.

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Rezensionen von Anja:

Beliebt werden vs man selbst sein (3,5)

Mein geniales Leben von Jenny Jägerfeld

Nach einem Umzug sieht der 12-jährige Sigge seine Chance für einen Neustart an der neuen Schule. Ihm bleiben noch 59 Tage der Sommerferien, um einen Plan zu fassen, wie er beliebt werden kann…

Beim Lesen wusste ich zwischendurch nicht, was ich von dem Buch halten soll. Am Anfang fand ich es recht zäh, am Ende hat es mir ganz gut gefallen.

Allerdings gibt es thematisch einige Aspekte, die ich schwierig fand.

Sigge wurde an seiner alten Schule extrem gemobbt. Er hat Eiskunstlauf gemacht und wurde deswegen als Schwuchtel beschimpft. Freunde hatte er nicht.
Seine Konsequenz daraus ist, sich über die Sommerferien so zu verändern, dass er an der neuen Schule ein beliebtes Kind sein wird. Ein nachvollziehbarer (aber auch sehr trauriger) Gedanke.
Was mich daran aber stört, ist die Art, wie das Mobbing in die Geschichte eingebunden ist. Sigge erinnert sich an verschiedene schlimme Erlebnisse und Beschimpfungen. Da er aber niemandem davon erzählt, gibt es keinerlei Konsequenzen – außer halt der, dass Sigge sich schlecht und falsch fühlt. Sogar sein geliebtes Hobby hat er aufgegeben, weil er es für unangebracht für Jungen hält.

Wie wird man nun also beliebt in 59 Tagen? Sigge probiert verschiedene Dinge aus, von denen er sich Beliebtheit verspricht. Verändertes Verhalten, veränderte Optik, angepasste Sprache. Dabei bekommt er von seinem Umfeld zum Glück immer mal wieder die Rückmeldung, was für ein toller Junge er ist – genau so, wie er ist. Zudem gibt ein Erwachsener, dem er sich anvertraut, ihm auch den Denkanstoß mit, was denn Freundschaften wert sind, für die man sich völlig verändern muss…
Diesen Entwicklungsprozess macht Sigge dann im Verlauf auch, sodass er sich zum Glück nur wenig verändert und dafür stattdessen erkennt, dass Freundlichkeit und Ehrlichkeit wichtiger sind als Coolness und witzige Sprüche.

Neben dem Thema der Selbstfindung, Selbstvertrauen und Freundschaft, steckt noch viel anderes in der Geschichte, was durchgängig mitschwingt: Existenzsorgen der Mutter wegen Arbeitslosigkeit, die Situation mit den Vätern der Kinder, allgemein der Wert von Familie.

Die Familienkonstellation fand ich interessant: Die drei Kinder stammen von zwei verschiedenen Vätern, von denen nur einer überhaupt zwischendurch mal präsent ist. Sigge hat zwei Schwester, die eine spricht nicht, die andere durchgängig viel zu laut. Mutter und Kinder ziehen bei der Großmutter ein, die genug Platz hat, da sie ein kleines Hotel führt. Diverse Haustiere gibt es auch noch.
Die Großmutter ist von der flippigen Art, fährt Autorennen und sammelt ausgestopfte Tiere, die überall im Hotel stehen. Dies fand ich anfangs sehr befremdlich, es gibt allerdings eine gute Erklärung dafür. Keine vernünftige Erklärung kann ich allerdings dafür finden, dass die ältere Dame ununterbrochen raucht, auch im Beisein der Kinder, während sie deren Essen zubereitet etc. …
Des Weiteren wohnt in dem Hotel noch ein Langzeitgast. Ein „Filmemacher“. Das ganze Buch hinweg schildert er der Familie immer wieder seine Filmideen, die durchgängig brutal, blutig und eklig sind, weil entweder schwere Unfälle, Mord oder menschenfressende Raubtiere enthalten sind.

Die Grundstory hat mir gefallen: Sigges Weg vom Wunsch nach Beliebtheit, seine Versuche, sich zu verbiegen bis zur Erkenntnis, dass dies vielleicht gar nicht der richtige Weg ist.
Am Anfang passiert nicht so wahnsinnig viel. Sigge recherchiert über Beliebtheit und macht seine ersten Versuche. Die erste Hälfte empfand ich als etwas zäh. Dann gibt es eine Veränderung, die auch bei Sigge nochmal neue Denkprozesse in Gang bringt und die Geschichte für mich sehr positive verändert hat.
Sigges Schwestern fand ich beide auf ihre Art sehr zauberhaft, mit der flippigen, dauerrauchenden Großmutter konnte ich hingegeben nicht ganz so viel anfangen und die brutalen Filmideen des Hotelgastes waren mir in der Masse zu viel und unangebracht blutig und grausam für ein Kinderbuch für kleine Leser/innen ab 10 Jahren.

Fazit

Ich würde nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Die Geschichte um Sigges Entwicklung fand ich grundsätzlich gelungen. Es geht um Selbstzweifel und Selbstfindung, darum Selbstvertrauen zu erhalten und zu sich selbst zu stehen. Darum Freunde zu finden und Freundschaften zu pfelgen.
Allerdings gibt es mehrere Aspekte, die mir für die Altersgruppe in ihrer Ausführung nicht so gut gefallen haben, vor allem die extreme, aber unbearbeitete Ausprägung des Mobbings sowie die wiederkehrenden brutalen Sequenzen durch den Filmemacher.

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Rezensionen von Anja:

Beeindruckende Welt, wendungsreiche Story

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1) von Anna Fleck

Die 17-jährige Ella verbringt ihre Sommerferien in Cornwall. Dort rettet sie einen reglosen Surfer aus den tosenden Wellen. Der rätselhafte Aris erzählt Ella wenig über sich. Er will einfach nur zurück in seine Heimat. Ella ist fest entschlossen, ihm dabei zu helfen, auch wenn sie keine Ahnung hat, in welche rätselhafte Welt der Mann mit dem ungewöhnlichen Muster auf der Haut zurückkehren will…

Ella ist eine fröhliche und hilfsbereite, manchmal aber auch etwas unvorsichtige und naive Protagonistin.

Sie handelt teilweise unüberlegt, um andere zu schützen, bringt sich dadurch aber schnell selbst in Gefahr.
Als Ich-Erzählerin gibt sie tiefe Einblicke in ihre aufgewühlten Gedanken und Gefühle. Dabei hat Ella die anstrengende Angewohnheit, nicht nur innere Monologe abzuhalten, sondern sie führt haufenweise Dialoge mit sich selbst, in denen sie teilweise mit sich diskutiert oder sich selbst auf die Schippe nimmt. Allerdings macht sie dies für meinen Geschmack etwas zu exzessiv.

Aris ist ein durch und durch rätselhafter Kerl, der nur wenig über sich preisgibt. Trotz seiner Verschlossenheit ist er dennoch freundlich und beschützt Ella mehrfach in Notsituationen.
Seine Unwissenheit in Menschenbelangen sorgt für einige witzige Dialoge.

Aris’ Welt ist sehr detailliert und faszinierend ausgearbeitet. Es gibt viele ungewöhnliche Bewohner und Begebenheiten zu entdecken, von denen ich so zuvor noch nie gelesen habe.

Insgesamt hat mir die Geschichte zwar gefallen, sie hatte für mich aber auch ein paar langatmige Augenblicke.
Den Beginn, wie Ella Aris rettet und gemeinsam mit ihm einen Rückweg für ihn sucht, fand ich sehr interessant. Auch das Ende ist superspannend. Und auch im Mittelteil passieren oft unerwartete, aufregende Dinge. Dazwischen gab es aber für mich immer mal wieder Momente, in denen sich die Handlung in detaillierten Ausführungen von wenig zielführenden Szenen verloren hat, die sich für mich etwas zogen. Da bald darauf die nächste temporeiche oder gefährliche Sequenz folgte, konnte mich die Geschichte aber immer wieder zurückgewinnen und aufs Neue fesseln.
Zusätzlich gibt es etliche Wendungen, die zu neuen Schwierigkeiten und schockierenden Überraschungen führen, sodass die Geschichte für mich nur selten vorhersehbar war.
Die Liebesgeschichte ist gut in die Handlung eingewoben und entwickelt sich langsam und stetig.

Am Ende sind einige Fragen beantwortet und ein Teil des Abenteuers ist abgeschlossen. Es deutet sich aber bereits das nächste, ungewisse Abenteuer an.

Fazit

Meeresglühen offenbart eine faszinierende, toll beschrieben Welt in der es lauter Ungewöhnliches zu entdecken gibt. Die Handlung strotzt vor Wendungen und Überraschungen, hatte für mich aber auch immer mal wieder kurze langatmige Passagen.

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Rezensionen von Claudia R:

"normales" Huhn

Warum Hühner scharren, nicken & picken von Antje Krause; Wilhelm Bauer

Klappentext:

Hühnerverhalten unter der Lupe: Warum tun Hühner, was sie tun? Und warum tun sie oft nicht, was wir von ihnen wollen? Hühner beobachten entschleunigt und macht Spaß – einige Verhaltensweisen sind jedem Hühnerhalter bekannt, andere verblüffen und überraschen. Hühnerverhalten ist ganz sicher eines – nie langweilig.

Und: Hühner sind alles andere als dumm.
Mit viel Humor beschreiben und erklären Antje Krause und Wilhelm Bauer das, was unsere Hühner den lieben langen Tag so tun: scharren und picken, fressen und trinken, sonnen- und staubbaden, putzen und dösen, heranwachsen und lernen, sich unterhalten und und und. Viele außergewöhnliche Fotos halten vieles fest, aber nicht alles: Hühner sind einfach zu schnell …

Cover:

Das Cover zeigt zwei Hühner und geht somit direkt auf das beschriebene Thema ein und passt sehr gut zum Buch. In hellen freundlichen Farben werden hier das Cover und die Hühner präsentiert und strahlen den zukünftigem Leser entgegen.

Meinung:

Mit dem ersten Hahnenschrei und dem Beginn des Tages, beginnt auch dieses Buch. Es wird authentisch, aber auch sehr humorvoll der Alltag von Hühnern beschrieben und dargelegt.

Dabei wird auf die Haltung, Nahrung, Verhalten und Zusammenleben näher eingegangen und man kann nebenbei sehr viel wissenswertes über Hühner Lernen.

Die Autoren schaffen es, dem Huhn einen neuen Ruf zu geben und die Eigenarten und Marotten dieser Tiere näher zu beleuchten.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich zudem sehr gut lesen. Nebenbei schaffen es die Autoren, das ganze sehr unterhaltsam und auch ein wenig humorvoll zu präsentieren, bleiben dabei aber auch durchaus authentisch und realistisch.

Ich konnte hier noch so einiges dazu lernen. Einerseits ist es ein durchaus tolles Nachschlagewerk mit allerhand Sachinformationen und wissenswerten Fakten, andererseits ist es aber auch sehr unterhaltsam und kurzweilig gestaltet, so dass man Spaß und Freude am Lesen und Nachschlagen hat.

Toll sind auch die wundervollen Illustrationen und Bilder, die das Ganze sehr gut abrunden. Wunderschöne Fotos in der Natur und von unterschiedlichen Situationen im Hühner-Alltag.

Fazit:

Hühner sind mehr als man denkt. Auf den Spuren und durch den Alltag eines Huhns.

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Rezensionen von Claudia R:

achtsam statt lieblos

Lieblosigkeit macht krank von Gerald Hüther

Klappentext:

Die Fortschritte der Medizin sind beeindruckend – und dennoch leiden viele von uns an „Leib und Seele“. Wie kann das sein? Gerald Hüther, Gehirnforscher, Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung und Bestsellerautor geht der Frage nach, weshalb uns das beste und teuerste Gesundheitssystem der Welt nicht gesünder macht: Weil jeder Heilungsprozess, auch wenn er von der modernsten Medizin unterstützt wird, letztlich immer ein Selbstheilungsprozess des Körpers ist.

Anhand der Funktionsweise des Gehirns macht der Autor auf bemerkenswert einfache und überzeugende Weise verständlich, wie sehr unsere Selbstheilungsfähigkeit durch liebloses Verhalten sich selbst und anderen gegenüber unterdrückt wird. Weil sich Lieblosigkeit in unserer, von ökonomischen Zwängen beherrschten, globalisierten und digitalisierten Welt zunehmend ausbreitet, werden immer mehr Menschen nicht nur seelisch sondern auch körperlich krank. Gerald Hüther schlägt einen ebenso wirksamen wie leicht begehbaren Weg vor, den jede und jeder Einzelne ab sofort beschreiten kann, um aus dieser Verirrung herauszufinden.

Cover:

Das Cover wirkt ein wenig trostlos und trist mit seinen braumelierten Tönen. Einzig der rosarote Herzluftballon sticht hervor und entfernt sich von der Silhouette eines kleinen Mädchens. Es wirkt ein wenig hilflos und hoffnungslos.

Meinung:

Spannend und faszinierend zu gleich. Ein liebloser Umgang mit unserem Körper kann Selbstheilungsprozesse verhindern und dadurch krank machen. Dies erklärt und erläutert der Autor in diesem Buch. Er zeigt auf, was passiert, wenn wir nicht achtsam und liebevoll mit uns und unserem Körper umgehen, was es bedeutet krank zu sein und was uns gesund hält. Aber es gibt auch Hoffnung, denn es ist nie zu spät wieder gesund zu werden.

So erhält man in diesem Buch allerhand wissenswerte Fakten, Informationen und Weisheiten, die einen zum Nachdenken bringen, über sich selbst und die momentane Situation in der man sich befindet.

Das Buch ist sehr schön gegliedert und auch die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich sehr gut lesen.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, gespickt mit Wissenswertem und Fakten. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen.

Man lernt, was einen krank macht bzw. gesund hält, auch über Selbstheilung, Stärken, Schwächen und den Körper erfährt man hier so einiges. Und das das Streben nach immer mehr nicht unbedingt positiv und von Erfolg gekrönt ist. Und auch über die Genesung und dass man jederzeit wieder gesunden kann, kann man hier so einiges lesen. Auch wenn der Weg nicht leicht ist, so lohnt es sich und man erhält hier allerhand Unterstützung und kommt die verschiedenen Standpunkte und Sichtweise aufgezeigt. Dies stimmt einen durchaus nachdenklich und geweckt auch. Ich konnte sehr viel aus diesem Buch ziehen und fand es sehr faszinierend und hilfreich zugleich.

Jeder Körper weiß am Besten für sich, was ihm gut tut und was nicht und sendet auch entsprechende Signale aus. Leider hören wir nur allzu oft nicht hin oder halten an alten Dingen zu lange fest. Hier bekommt man Impulse, was man machen kann, was falsch und richtig ist und man liest das, was man eigentlich schon lange weiß, sich nur manchmal nicht traut umzusetzen.

Für jeden der etwas ändern möchte, mehr auf sich achten möchte oder seine Heilungskräfte neu aktivieren möchte, ist dieses Buch genau richtig.

Fazit:

Achtsam mit sich sein und auf sich und seine inneren Kräfte hören ist der Schlüssel zu Gesundheit, Erfolg und Glück.

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