Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Großartige Geschichte zwischen früher und heute.
Stay away from Gretchen von Susanne Abel
Die Schriftstellerin Susanne Abel hat in ihrem Roman „Stay away from Gretchen“ eigene Erlebnisse einfließen lassen. Ihre Personen sind aber fiktiv.
In letzter Zeit gibt es viele Roman, die von der Alzheimerkrankheit und der Flucht handeln.
Dieselmal war die Geschichte besonders überzeugend.
Erstaunlicherweise gibt es immer wieder besonders ausdrucksstarke Geschichten.
Die Schwestern Grete und Finja waren so richtige im Sinne des dritten Reichs erzogen worden.
Dann kommt es zur Flucht, bei der die Familie getrennt wurde. Greta und ihr Großvater, der im ersten Krieg ein Bein verlor wurden von der Mutter und der Großmutter getrennt.
In Heidelberg trafen sie bei Großmutter Gustes Schwägerin wieder. Grete wurde durch die Flucht früh erwachsen.
Dann gibt es den Teil von 2016. Der Nachrichtenspeicher Tom Monderath muss sich plötzlich um seine Mutter kümmern, die an Alzheimer erkrankt ist. Zuerst war mir diese Person nicht so angenehm.
Aber im Laufe der Geschichte änderte es sich.
Die Autorin bringt viele Konflikte zur Sprache. Man erfährt von einigen Geschehnissen von denen ich noch nichts gehört habe, so war der Roman auch noch lehrreich.
Der Roman ist stilistisch perfekt. Er war eicht spannend und berührend.
Rezensionen von petra.dollinger@tressdorferalm.at:
Das Buch ist nicht neu.
Die Täuschung von Charlotte Link
Das Buch "Die Täuschung" hat die Originalausgabe von 04/2002! Goldmann Verlag.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von petra.dollinger@tressdorferalm.atRezensionen von Ele:
Roadtrip mit Papagei
Als wir uns die Welt versprachen von Romina Casagrande
Als wir uns die Welt versprachen, Roman von Romina Casagrande, EBook 411 Seiten, erschienen bei Fischer Krüger.
Eine Reise auf den Spuren der Schwabenkinder von Italien über die Alpen nach Deutschland.
Die Südtirolerin Edna war eines der sogenannten Schwabenkinder, Bergbauernkinder die in ärmsten Verhältnissen lebten und von ihren Eltern wie Sklaven, an reiche schwäbische Bauern verkauft wurden, wo sie unter härtesten Bedingungen arbeiten mussten.
Dort lernte sie Jakob kennen und bald verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Als sie eines Tages zusammen mit dem Papagei Emil flüchten wollten werden die beiden getrennt. 80 Jahre später entdeckt Edna, dass Jakob noch in der Gegend lebt. Kurzerhand macht sie sich auf den Weg, zusammen mit dem Papagei in einem Transportkäfig, um zu Fuß und mit Bus und Bahn zu ihm zu gelangen, denn es steht noch etwas zwischen den beiden was unbedingt geklärt werden sollte. So beginnt eine wunderbare Reise voller überraschender Begegnungen.
54 Kapitel in idealer Leselänge, sind mit den dazu passenden und zusammenfassenden Überschriften versehen. Ein eingängiger und bildmalerischer Schreibstil lässt den Leser durch die Seiten fliegen. Einzelne Stationen, auf Ednas Reise die ich durch diverse Urlaubsaufenthalte kenne habe ich gut beschrieben empfunden. Die am Anfang beigefügte Karte mit dem Weg Ednas ist auf dem Reader unbrauchbar. Die Autorin erzählt ihre Geschichte in zwei Zeitebenen, was damals geschah und die Ereignisse in der Gegenwart, da dies aus der Sicht der Protagonistin geschieht, ist der Leser stets nah dran am Geschehen.
Über die im Buch thematisierten Schwabenkinder habe ich schon einiges gehört, deshalb habe ich mir aus dem Buch noch nähere Informationen erhofft, da aber im Vordergrund die Reise, und die damit verbundenen Erlebnisse der Protagonistin standen, war ich etwas enttäuscht. Der historische Teil wäre für mich interessanter gewesen. Südtirol hat eine lange und zum Teil schmerzhafte Geschichte hinter sich, einige Wunden haben sich nie ganz geschlossen. (Anm. der Autorin) Es ist nicht abzustreiten, dass es sich um eine wundersame Reise mit vielen Erkenntnissen, Überraschungen und unvorhergesehenen Begegnungen handelt. Wer solche Roadtrips mag, wird mit diesem Buch wirklich Freude haben.
Die Hauptperson, Edna ist hervorragend und tief charakterisiert, unglaublich was sie auf sich nimmt um Jakob wieder zu begegnen. Ob sie unter beginnender Altersdemenz leidet, ist mir leider nie ganz klar geworden. Es wäre bestimmt einfacher gewesen, diesen Weg mit der Bahn hinter sich zu bringen, des Öfteren habe ich befürchtet, dass Edna nie an ihrem Ziel ankommen wird, oft kommt Hilfe von unerwarteter Seite. Diese Dramatik hat mich hauptsächlich am Lesen gehalten und hat auch verhaltene Spannung aufgebaut, jedoch war das Buch für mich einfach zu langatmig. Andere Figuren handelten m. E. nicht immer nachvollziehbar, z.B. Max der Ehemann von Adele. Auch Bastian, ein weiteres Schwabenkind hätte ich mir gerne etwas besser charakterisiert gewünscht. Insgesamt hat mir das Buch gefallen, jedoch habe ich nicht ganz gefunden was ich erwartet habe. Durchaus habe ich durch das Buch etwas gelernt, nämlich nicht jeder Mensch ist so, wie er auf den ersten Blick zu sein scheint. Ein Satz im Buch hat mich ganz besonders beeindruckt: „ Jedes Mal wenn wir gehen, lassen wir etwas zurück!“
Ich habe das Buch gerne gelesen und auch genossen, trotz einiger Einschränkungen, um mich aber über die Schwabenkinder genauer zu informieren werde ich andere Quellen zu Rate ziehen. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen und vergebe 4 Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Engagierte Journalistin
Zwischen den Welten von Amiri Natalie
Mit großer Eindringlichkeit berichtet die Journalistin Natalie Amiri über die aktuelle, angespannte Situation im Iran.
Natalie Amiri hat eine deutsche Mutter und einen Vater, der vor mehr aus 50 Jahren aus dem Iran gekommen war.
Jahrelang leitete Natalie Amiri das ARD-Studio der ARD im Iran. Für Journalisten eine schwere Aufgabe, aus dem Iran zu berichten,besonders für Frauen.
Aber sie liebt das Land und macht immer wieder deutlich, wie wichtig ihr die Menschen im Iran sind. Aber sie ist realistisch und illusionslos. Die
Aber der Untertitel „Von Macht und Ohnmacht im Iran“ ist auch nicht ohne Grund gewählt. Das iranische Regime und ihre Geheimdienste sind erbarmungslos.
Das Buch betrachtet einige Jahre und endet aktuell in der jetzigen Zeit, in der Natalie Amiri nicht mehr im Iran arbeiten kann. Zu groß die Gefahr, verhaftet und eine politische Geisel zu werden.
Nach diesem Buch hofft man mit ihr gemeinsam, dass es einen Umschwung im Iran geben wird und mehr Freiheiten für die Frauen.
Rezensionen von yellowdog:
Geschichte einer Beziehung zwischen Hamburg und Kanada
Grüße aus Toronto von Ingelene Rodewald
Grüße aus Toronto ist die überarbeitete Fassung des schon 2017 erschienen Roman Sitka von Ingelene Rodewald. Der Roman wurde offenbar neu lektoriert, mit neuen, aussagefähigeren Titel und es gibt ein neues Ende. Das ist zu begrüßen, denn in der alten Fassung war das Ende zu abrupt.
Der Roman erzählt auf ungewöhnliche, dabei realistische, unkitschige Art von einer Deutsch-Kanadischen Liebesgeschichte.
Auf einer Vernissage lernt die sensible Hamburger Buchhändlerin Karin Hansen den Kanadier Konrad Munro kennen und sie beginnen eine Beziehung. Doch einfach wird es nicht, einerseits durch die häufige räumliche Trennung, dann aber auch weil Karin sich nicht sicher ist, ob sie zueinander passen.
Mich interessierte der Kanada-Aspekt im Buch, doch zunächst spielt sich die Handlung anderswo ab. Sie treffen sich nicht nur in Hamburg, sonder fahren auch nach Sylt oder treffen sich in Davos in der Schweiz. Später sogar in Hongkong.
Als Karin schließlich doch nach Kanada fliegt, enthüllt sich ihr dort ein überraschendes Geheimnis.
Die 1922 geborene Schriftstellerin Ingelene Rodewald lebte einst auch in Kanada. Ich denke, dass sie es auch deswegen schaffte, die Charaktere ihrer Figuren gut und glaubhaft abzubilden.
Ich habe das Buch auch in der überarbeiteten Fassung sehr gerne gelesen.
Rezensionen von Petra:
Allgemeinwissen leicht erklärt
Alles, was wir wissen und was nicht von Christopher Lloyd
" Alles, was wir wissen und was nicht " ist ein tolles Buch.
Hier finden alle wissbegierigen Mitglieder der Familie, vom Enkel bis zum Opa, interessante Fakten zum Nachschlagen oder einfach mal so zum Schmökern.
Ein Buch, welches einfach in jedes Bücherregal gehört.
Anschaulich und einfach erklärt erfährt man Fakten über das Universum, die Erde, die Materie, den Menschen und vieles mehr.
Hier ist nicht nur Wissenswertes an einander gereit . Es gibt viele Illustrationen, Zeitleisten und Infografiken, die das Buch zu einem wunderbar bunten Erlebnis werden lassen.
Einmal in die Hand genommen, kann man es nicht wieder weg legen. Auf jede Seite ein neues AHA-Erlebnis.
Toll finde ich auch die Rubrik "Faktastisch"-fantastische Fakten, die einen staunen lassen.
Fazit: Kaufempfehlung, für alle, die noch ein tolles Geschenk suchen oder sich einfach mal selbst beschenken wollen!
Rezensionen von Lesebegeisterte:
„Der etwas andere Ratgeber über das Thema Selbstbewusstsein“
Ich kann das von Bodo Schäfer
Ich habe schon einige Bücher von Bodo Schäfer gelesen und war immer stets begeistert, wie er mit oft einfachen Dingen großes bewirkt. Das Cover ist eher unspektakulär, aber das ist wie bereits schon erwähnt bei den anderen Büchern von diesem Autor auch so.
Da aber die Inhalte der Bücher von ihm immer sehr informativ, lehrreich und motivierend sind, wie ich finde, ist das Cover hier Nebensache.
Der Titel: „ICH KANN DAS“ spricht an und macht neugierig. Die Leseprobe hat mich sofort gefesselt. Der Schreibstil ist wie ich finde sehr anspornend und leicht lesbar.
Erzählt wird die Geschichte von Karl, der alles andere als selbstbewusst ist. Er wäre gerne Schauspieler, aber seine Eltern haben einen anderen Plan, den er halt einfach durchzieht. Als er eines Tages in das Auto von Marc fährt, ändert dies sein Leben schlagartig. Denn Marc ist sehr selbstbewusst, ruhig und führt ein tolles Leben. So möchte Karl auch sein!! Es war Schicksal, dass Karl und Marc sich treffen, denn Marc ist zufällig ein Coach und will Karl zu mehr Selbstsicherheit verhelfen. Dies ist gar nicht so einfach, wenn man noch dazu so unsicher ist wie Karl. Doch als er dann auch noch auf Anna trifft, versucht er endlich einen neuen Weg in seinem Leben einzuschlagen.
Ein Roman voller Weisheiten und „versteckter“ Tipps. Tolle Idee vom Autor!
Rezensionen von Gaby 2707:
Gelungenes Debüt, angesiedelt in einer wunderschönen Gegend
Nordwesttod von Svea Jensen
Nach unschönen privaten Erlebnissen und Vorkommnissen hat sich Kommissarin Anna Wagner, 37, von München zum LKA Schleswig-Holstein versetzen lassen. Hier soll sie eine neue Abteilung für Vermisstenfälle einrichten. Ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording. Hier haben die Kollegen Nina Brechtmann, 32, als vermisst gemeldet.
Die Umweltaktivistin mit einflussreichem Hoteliershintergrund ist nach ihrem Urlaub nicht wieder zum Dienst in der Seehundestation erschienen. Zusammen mit dem neuen Dienststellenleiter Hendrik Norberg, ehemaliger Mordermittler aus Itzehoe, und dem jungen Nils Scheffler versucht Anna Wagner alles, um die junge Frau zu finden. Aber je tiefer sie graben, desto mehr Ungereimtheiten kommen zutage.
Mit "Nordwesttod" hat Autorin Svea Jensen einen tollen Start für eine neue Krimireihe um die Soko St. Peter-Ording hingelegt.
Gleich im Prolog treffe ich auf zwei Polizisten, die an einen schauderhaften Tatort, Autounfall mit Personenschaden, vorbei kommen. In wie weit sich diese Szene dann in den Vermisstenfall einfügt, erfahre ich erst viel später im Laufe der Ermittlungen.
Der Fall ist so verzwickt und hält mich dauernd in Alarmbereitschaft, weil ich nichts verpassen will. Einige Wendungen geben dem Fall immer neue Richtungen bis er sich schlussendlich doch nachvollziehbar auflöst. Ich frage mich immer wieder, wie Menschen so weit gehen können.
Der Schreibstil der Autorin fesselt mich von der ersten Seite an die Geschichte. Es gibt zwar einige Tote, aber dieser Krimi kommt ohne großes Blutgemetzel aus, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt.
Interessant machen diesen Fall auch die vielen sehr verschiedenen Charaktere, die ich hier nach und nach kennenlerne.
Zum einen, die neue Ermittlerin Anna Wagner, die mir ab dem ersten Kennenlernen sehr sympathisch ist. Ich hoffe, ich werde noch viel von der empathischen, humorvollen Teamplayerin lesen dürfen.
Das Gleiche gilt für Hendrik Norberg. Mir gefällt, dass er nach dem Tod seiner Frau die Karriere zugunsten seiner beiden Söhne zurück stellt. Auch wie er mit seinen neuen Kollegen auf der Polizeistation umgeht, finde ich sehr gut.
Ich mag es sehr, wenn ich die Ermittler neben ihrem Dienst auch in ihrem Privatleben kennenlernen darf. Die Mischung ist hier sehr gut gelungen.
Aber neben den sehr sympathischen Menschen hier, gibt es auch die, mit denen ich nicht befreundet sein möchte, wie z.B. POM Michael Paulsen, Kai Helllmer, Bent Forsgren oder Constanze und Sophie Brechtmann.
Alle Menschen, denen ich hier begegne sind farbig ausgearbeitet, schon jetzt sehr gut vorstellbar und authentisch.
Die Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Ich habe mich bald an der Nordseeküste wohl gefühlt. Ich hoffe, dass ich selbst bald dort wieder ein Krabbenbrötchen essen kann.
Der erste Fall der Soko St. Peter Ording hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf den 2. Fall, der ja wohl schon im Mai erscheint.
Rezensionen von Streiflicht:
Als wäre man dabei gewesen...
Der lange Weg nach Weimar von Udo Weinbörner
Wer bereits den ersten Band des Schiller-Romans von Autor Udo Weinbörner gelesen hat, konnte sicherlich nicht widerstehen, auch dieses zweite Buch zu verschlingen. Es ist keine einfache Lektüre - auch weil Schiller kein einfacher Mensch war - aber eine sehr bereichernde und packende. Ich habe etwas länger gebraucht, um dieses Buch zu lesen - weil es so voller Inhalt und Leben ist.
Man kann dieses Buch nicht einfach so nebenbei konsumieren, man muss es gerne haben und sich die Zeit nehmen, die es braucht. Dann aber bekommt man viel zurück - Lesegenuss und eine geistige Zeitreise, die sich anfühlt als wäre man dabei gewesen.
Udo Weinbörner hat nicht nur die geschichtlichen Tatsachen und Hintergründe perfekt recherchiert, sondern auch so dargestellt, dass man sie in Romanform leicht aufnehmen kann. Man lebt, leidet und triumphiert mit Schiller, man fühlt mit. Wenn einem Autor das gelingt, dass der Leser sich so in ein Buch versenkt, dann hat er in meinen Augen alles richtig gemacht. Ich habe lange Zeit keine Biographien gelesen, weil ich es immer so langweilig fand ... "Die Stunde der Räuber" und "Der lange Weg nach Weimar" haben mich eines Besseren belehrt. So macht Geschichte Spaß! Danke, dass ich auf diese Weise so viel über diesen bedeutenden deutschen Dichter erfahren durfte!
Rezensionen von Hennie :
Ein Fall von #metoo? - Wohl eher nein!
Lockvogel von Theresa Prammer
Das war meine zweite Begegnung mit der Autorin Theresa Prammer. Nach den „Mörderischen Wahrheiten“ (2. Band einer Trilogie) las ich nun den „Lockvogel".
Antonia Lorenz, genannt Toni, eine Schauspielelevin kommt unerwartet und vollkommen unverschuldet in eine trostlose Lage. Ihr Freund verschwindet spurlos und mit ihm die Ersparnisse und der wertvolle Schmuck von Tonis Großmutter.
Wie soll sie nun für deren Seniorenresidenz aufkommen? Außerdem steht Tonis Verbleib an der Schauspielschule auf tönernen Füßen. Dicker kann es für sie nicht kommen. Das Chaos ist vorprogrammiert. Sie faßt den Entschluß Edgar Bluhms Detektei für die Suche nach Felix zu beauftragen. Doch ohne Geld? Da kommt Toni der Zufall zu Hilfe.
Geschickt verbindet die Autorin mehrere Ereignisse miteinander, die Notlage von Toni, die ebenfalls prekäre Situation, in der sich Detektei und Detektiv befinden und die plötzlich auftretende Klientin mit der gut gefüllten Geldbörse. Das ist im wesentlichen das Grundkonstrukt der Geschichte.
Die beiden Protagonisten kommen sympathisch daher und sind ein ungewöhnliches, liebenswertes Ermittlerpaar. Edgar Bluhm wird als ein etwas depressiver Detektiv mit einer Menge von Problemen dargestellt. Seine beständige Geldnot durch eine schlechte Auftragslage, sein miserabler Gesundheitszustand summieren sich zu einer Reihe von Schwierigkeiten, die er nicht mehr unter Kontrolle bekommt, seit er ohne seinen Kompagnon arbeiten muss. Warum das so ist, erfährt man erst gegen Ende des Romans. Als nun Frau Steiner, die besagte Klientin, in die Detektei kommt, beschließt Brehm, dass ihm Schauspielschülerin Toni als Lockvogel in der Filmbranche behilflich ist. Es ist teilweise recht vergnüglich zu lesen, wie sich die Geschichte entwickelt. Mehr ist Kommissar Zufall verantwortlich bei der Aufklärung der möglichen Affären des Filmmoguls und eines Todesfalls, als die wie ein blindes Huhn durch die Gegend laufende Toni. Sie hat mehr Glück als Verstand, obwohl sie bei den Recherchen im Internet talentiert ist.
Das optimistische Ende läßt für die Zukunft Tonis, ihrer Großmutter und für Edgar Brehm hoffen.
Der unterhaltsame Krimi spielt in Wien. Es ist ein Krimi der eher ruhigen Sorte. Ich finde die Erzählung stimmig und vielseitig wegen der angesprochenen Themen, aber die Spannung fehlt doch weitgehendst. Ein Fall von #metoo? – das ist für mich eher eine Fehlanzeige.
Meine Bewertung: Weder sehr gut noch ganz schlecht, daher 3 Sterne.











